Archive for the ‘Electro’ Category

Wahltag

September 24, 2017

Es nicht selbstverständlich die freie Wahl zu haben. Gleichzeitig ganz schön schwer, sich klar zu positionieren. Aber immens wichtig!
Und deshalb muss ich an diesem Tag unbedingt auch ein paar schöne Tracks raussuchen…

Tracklist:
John Scofield „Just don’t want to be lonely“
Chris Dave & Drumhedz „That Reggae Shit“
KUF „Gold (Vinyl version)“
Siriusmo „Wow (Modeselektor edit)“
Boysetsfire „Handful of Redemption“
Squarepusher „My Red Hot Car (Girl)“
Dhafer Youssef „Digital Prophecy“
Hamilton Bohannon „Southafrican Man“
Hans Nieswandt „Hörerwünsche II“
Lionel Loueke „Ife“
Robert Schumann „Sym N2 Ut Maj Op61/Adagio Espressivo (3eme Mvt)“
Miles Davis „Cobra“
Billy Ocean „Nights Feel Like Gettin’ Down“
New Sector Movements „Anthem“
The Police „De Do Do Do De Da Da Da“
DePhazz „Anchorless (Private Version)“

Und was das Ergebnis der Bundestagswahl angeht, so schreibt mir Friedemann Karig hier auf jetzt.de aus der Seele. Und auch den Ratschlag von taz Chefredakteur Georg Löwisch pinne ich hier hin: >>Wenn die AfD im Bundestag schäumt, sollten die anderen mit der Sachlichkeit einer Grundbuchratsschreiberin reagieren.<<

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kurz mal in die mid-eighties

September 17, 2017

1. DJ Shadow schwärmt (lesenswert auf all good.) von Kurt Mantronik

>>Es ist gar nicht so einfach, Samples und Breaks mit Drum Machines und Synthies harmonisch klingen zu lassen. Mitte der Achtziger war es eine noch viel größere Herausforderung, nur vier Bars zu samplen und alles richtig anzupassen, ohne dass alles komplett schrottig klang. Mantronik leistete für etliche Techniken echte Pionierarbeit […]<<

… und ich höre seine Lieblingstracks nach

An dieser Stelle kann ich nun auch mal passend die Freeware Alesis Sample and Loop Library droppen).

2. Als nächstes beschließt mein Telefon, dass ich mir eine „Tutu“ Live-Version anhören sollte:

Und dabei muss ich leider lesen, dass der tolle Ricky Wellman im Jahr 2013 verstorben ist, jener „Sugarfoot“ Wellman, der mit Chuck Brown and the Soul Searchers, den amerikanischen Hauptstadt Groove verankerte: Go-Go (Swing)

In der anschließenden Gedenk-YouTube-Session lande ich bei jenem obskuren Rom-Konzert, in dem Miles komplett von Herbie Hancock vertreten wird (mit – ähemm -Trompetensound aus’m Synthie), aber mächtiger motivierter Backingband, inklusive Marilyn Mazur im Octapad-Flow

Mr. Rogers

August 29, 2017

Mit Mr. Rogers könnte jener Joseph und Gründer der sagenhaften Schlagzeugfirma gemeint sein. Dieser Beitrag jedoch widmet sich Fred Rogers, einem ehemaligen amerikanischen Fernsehmoderator und seiner Vorschulserie „Mr. Rogers‘ Neighborhood„.  In einer der Sendungen des Jahres 1968 war der experimentelle elektronische Musiker und Erfinder Bruce Haack zu Gast und präsentierte den „Musikcomputer“, einen aus Haushaltsgeräten selbstgebastelten Analogsynthesizer, der sich u.a. durch Berührungs-und Bewegungssensoren steuern ließ.

Hi-Tech und Blockflöte, schau:

Terrific!
Und jetzt noch mit Katze…

Hardrock?

Dezember 18, 2016

…eher harter Tobak für die eingeschworene Jazz-Gemeinde anno 1984:
Herbie Hancock spielt einen Track aus seinem „Sound System“ Album, dessen Titel zwar an handgemachte Gitarrenmusik erinnert, aber in der Letterman Show mit rein elektronischem Instrumentarium dargeboten wird; eigentlich mehr Electro als Jazz ist.
Mit Fairlight Sampler und Steve Jordan hinterm sechs-kanaligen Simmons SDS-V (ohne herkömmliche Becken)!

Hardrockit!

Hier mit  J.T. Lewis & Anton Fier an zwei Simmons Kits.

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Wellenbewegungen

Oktober 29, 2015

Da ich mich ja seit diesem Jahr für’s Wellenreiten interessiere, tippe ich aus der SZ mal folgenden Satz ab:

>>»Sie scheinen eine große Freude an der Bewegung auf der Welle zu fühlen«, notierte Leutnant James King im Jahr 1779 in das Logbuch der dritten Pazifikexkursion von Kapitän James Cook. Als erster Europäer beschrieb King die Surfer auf Hawaii, schon vor fast 3000 Jahren haben Fischer in Polynesien angefangen, mit geschnitzten Holzbrettern und Kanus die Brandungswellen entlangzufahren. So alt ist dieser Sport. 1908 gründete der Autor Jack London in Waikiki den ersten Surfclub, nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Surfen nach Europa.<<

Nebenbei stimmt mich Peter Brötzmann auf’s 46. Deutsche Jazzfest in Frankfurt ein:

Ich blende dann aber doch über zum „Little Black Book“ von der Groove Armada und lass mich in den Afro(e)beat des Openers fallen:

Das Album ist ganz schön oldschool und anachronistisch, aber ich bleibe dran! Erinnere aber heimlich nebenbei immer wieder an deren 1999er Album „Vertigo„. Denn das hatte mich damals echt umgeschmissen…

25 Best Dub-Techno Tracks Ever

Juni 15, 2015

Meine Woche beginnt mit den 25 besten Dub-Techno Tracks (laut Fact Mag).

Und wenn schon Wettkampf-Modus, dann hänge ich gleich noch die 50 besten elektronischen Alben von 1988 bis 2013 (aus einer Groove Umfrage) hinterher

R is for Roland …is for Rubow

Juni 2, 2015

Hatte heute schön Zeit, mich durch den liebevoll gestalteten und gut recherchierten Kaffeehaus-Bildband „R is for Roland“ (an illustrated book by Tabita Hub. Written by Michal Matlak and Florian Anwander) zu bewegen und hier und dort intensiv zu verweilen.

Und muss daher gleich mal ein paar (mir neue) Erkenntnisse rausposaunen:
Egyptian Lovers Happy Accident mit der Roland TR-808 (Seite 143)
>>I was in the studio making my first record when the engineer accidentally put a plug in the wrong output. I heard this and quickly stopped the session to find out what it was. I programmed it and made a rhythm and saved it for my next record, „Egypt, Egypt“ and it became my sound<< und DER Signature Sound des Electro Genres.

tr-808 trigger output

Boss HC-2
>>The circuit is the same as the one of the TR-808 handclap. Pure analog clap heaven<< Seite 196 – TR-707 Flam oder Malf? Da muss ich wohl mal beim „Analog Roland Orchestra“ nachfragen, ob das so stimmt: >>the 707 also offers a „flam“ function: when playing in certain sounds, such as toms, if you press it twice you get the „flammed“ version of the instrument. The „flam“ refers to a second, quieter hit behind the actual main hit.<< Seite 321

PS. die Roland TR-707 erinnert mich immer als erstes an meinen Schlagzeugunterricht bei Peter Kumpf und dann erst an die House Classics à la

Mr. Fingers „Can you feel it“ (1986)

Mr. Fingers „Washing Machine“ (1986)

Marshall Jefferson „Move your body“ (1986)

Housemaster Boyz „House Nation“ (1987)

Vertrackte Beats, Futurismus und eher düster als happy

Mai 25, 2015

War gestern seit langem mal wieder in der Robert Johnson Theorie, in der Helena Hauff über Electro im weiteren Sinne sprach und verschiedene Lieblingsplatten aus diesem Genres vorspielte. Sehr gut gefielen mir
– der Egyptian Lover an der 808

– die A-Side des Tracks „Een Drumcomputer and Een Synthesizer“ (Electronome, 1995), purer Drumgroove!


– Sound und Langsamkeit in der Front 242 („Kinetics“, 1982)

Marcel Duchamps Schallplattengestaltungsidee aus dem Jahre 1926, die sogenannten Rotoreliefs. 1995 erinnerte sich das planet e Label daran.

– I-Fs Electroclash Floorfiller „Space Invaders“ (1997)

Am allerbesten aber fand ich Helenas Hauptargument für’s haptische Outboard, dass die Maschinen sich ab einem gewissen Punkt selbsttätig der Kontrolle des Bastlers entziehen und ein bisschen eigenmächtig kreieren.
Die schöne Schaffenskraft des Unberechnebaren, sozusagen.
An dieser Stelle freut sich auch der menschliche Schlagwerker, denn gepaart mit dem entsprechenden Klang-und Rhythmusgefühl kann doch genau er diesen Anspruch (der Unperfektion, der Unberechenbarkeit) erfüllen, darüberhinaus das Ganze kreativ bereichern. Jetzt muss ich mal abbrechen und ne Email raustippen…

Night Dubbin‘

Juli 29, 2014

Mit „Nightdubbing – Adventures In Dub Vol.1“ erinnert DJ Friction an die kreative B-Seiten Gestaltung im Disco/Soul/Pop-Bereich.
Dub Mixes ohne Reggae…Schnitte, Effekte, Neugestaltung!

Wem’s gefällt stöbert weiter und entdeckt dabei den Remix Pionier (und auch: Schlagzeuger) François Kevorkian, ein komplettes „Version“ Album aus dem Jahr 1983 („Night Dubbing“ von der britischen Band Imagination), die The Idjut Boys oder die 2009er bbe-Zusammenstellung von Dimitri from Paris („Nightdubbin‚).