Archive for the ‘MIDI’ Category

Computer Liebe

Mai 8, 2020

Hach, wie schön: Erst mehrere Nächte zusammen Musik machen, Ideen entwickeln, dann daraus einen Gig improvisieren.
Freude en masse und ein Lampenfieber jenseits der Thermometerskala, ähnlich hoch wie vor dem ersten Konzert der Schulband.

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Letztlich durften wir sogar als Trio performen (da Kamü ihren Zeichentisch mit großem Absatnd aufbauen konnte) und so stand wieder mal ein „Temporärer Elektronischer Salon“ auf dem Holzboden. In musikalischer Hinsicht hatte ich mir folgendes überlegt: Ein dezent präpariertes* akustisches Schlagzeug sollte die Basis sein, mit Kick, zwei Snares und einem Standtom, umrahmt von drei umfangreichen Becken**.
Darin subtil verwoben: diverse Strippen zur Elektrifizierung des Trommelzeugs, aber auch zur elektronischen Verbindung mit Oli Leicht.
Echodrums: die 14″ Snare kann via A/B-Box ins Boss RE-20 Space Echo geschickt werden.
Reverb Shots: die kleine 8″ Meinl Snare/Timbale hat einen Roland RT-10 Trigger Pickup aufgesetzt bekommen, der zum RME Babyface und von dort in Ableton Programm führt. Dort regelt ein Noisegate ab welcher Schlagstärke das Signal in einen langen Hallraum rutscht.
Electronic Handclap: mit dem Roland SPD-One Electro wird ein heruntergestimmte Clap Sample getrommelt. Mal eher trocken, oft stark verhallt.
Four On The Floor: obwohl ich die elektronische Kick zur Zeit gern mit dem linken Fuß selbst spiele, wollte ich mal versuchen, ob sich nicht meine Acidlab Bassline (eine TB-303 Kopie) um eine Mischung aus Bassdrum und Synthbass kümmern könnte. Sie wird vom RME mit der MIDI Clock versogt.
Samples kommen vom Ableton Song (das ich mit Kurzbefehlen auf der Laptoptastatur verwalte):  Beispielsweise diverse Sprachausschnitte (von Herbert Eimert, Mariah Carey, Sasa Stanisic und Kraftwerk), ein Trommelschnitt vom Stran in Sansibar, ein Garnier-Synthloop und ein kleiner Minimal-Beat.
Die beiden Abletonrechner der Olis spielen via Link im selben Takt.
– weitere Verknüpfen zwischen Schlagzeug und Klarinette/Saxofon: per Knopfdruck auf den gelben Send Button rutscht auch das Gebläse in mein Echogerät.
In meiner Kick liegt ein extra Mikrofon, das zur Sidechain-Steuerung in Herrn Leichts Ableton Session aktiviert werden kann. Um seine Signale entweder pumpen zu lassen oder überhaupt erst hörbar zu machen.

Trotz der großen Spielfreude gab’s aber auch einen Adrenalinstoß, als sich 20 Minuten vor der Sendung mein Rechner mit seltsamer Grafik verabschiedete. Blöderweise trat dieses Phänomen diese Woche schon mehrmals auf, offenbar ohne Reparaturwirkung…
OK – dann halt Neustart, Festplattendienstprogramm und viel Computer Liebe.
Hat gereicht, danke Florian!

* Muffkopf (Kick), Mini Muff (Snare), Big Fat Snare Drum Donut (Tom), Meinl Kessing (mal auf Snare, mal auf Tom), VicFirth Dualsticks
** Meinl Bycanze 15″ Jazz Hihats, 20″ Clubride, 20″ Jazz Thin Ride, 18″ Vintage Crash
*** Meinl Waterfall, präparierter Rawhide Shaker, Luis Conte Shaker, special Jam Block, Jingle Stick / One Hand Triangle, Almas Regenmacher

 

Spaghettieis?

März 21, 2020

Habe jetzt im Hauszelt mein Besenkammerstudio reaktiviert, frische Pazifikluft strömt aus dem Rechnerlautsprecher*.
Dort übe ich nun mit der tap-baren 34one Midiclock, mich zu jeglicher Musik on-the-fly synchronisieren zu können.

Ich beginne mit der Acidlab-Bassline, meinem neuen Alexander Pedal (Sky5000) und einem alten Whammy-II. Die Stimmen-Samples kommen aus einem anderen Zimmer, letztlich vom Podcast des Robert Koch Instituts, das vermeintliche Vinylknistern aus der Luft.
Wer den am Ende zumischten Track als erste/r erkennt, bekommt bei Zeiten ein Spaghettieis von mir 🙂

*dieser Tipp kommt aus dem IG Feed vom Rush Hour Store aus Amsterdam

PS. Das gemischtes Eis mit Sahne unter den Effektgeräten ist für mich der EHX Echoflanger von Adrian Belew, schicker kann man seine persönlichen Prestes kaum markieren!

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Atari Hotz Box

Dezember 2, 2019

Eine Idee von Jimmy Hotz, der Hotz Midi Translator

… und ihre Live Umsetzung von Mick Fleetwood, im legendären „Percussion Vest“ Solo, tief in den achziger Jahren:

Knapp dreißig Jahre später wird nun eine Etage tiefer auf den Kleidern getrommelt, auf den Drum Pants.

tap tempo & midi!

März 7, 2019

Wow, ich habe gerade die beiden externen Tap-Taster der Firma DisasterArea entdeckt, die das Tempo-Signal an bis zu vier Geräte weiterleiten und darüberhinaus eine MIDI-Clock erzeugen können. Die Teile nennen sich Smartclock Gen 3 bzw. micro.clock und scheinen auf den ersten Blick all die Features realisiert zu haben, die ich mir vom Erfindungsbüro Rest & Maier noch gewünscht (und von einer 34-one nie zu träumen gewagt) hätte…

 

Damit kann der Drummer nun alle tempoabhängigen Effekt- und Zuspielgeräte seiner Band synchronisieren! hey!

Strike Pad

November 26, 2018

Mit dem Strike Multipad hat Alesis einen direkten SPD-SX Konkurrenten ins Rennen gebracht – Abletondrummer Tobi hat schon mal einen quick check durchgeführt.

Offensichtliches Plus: bunte Lampen für die optische Kontrolle…

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Trigg.me!

März 26, 2018

Das M4L Plug-In Peaks & Notes hat eine jüngere Schwester, die vom Entwickler Yehezkel Raz Trigg.Me! getauft wurde und uns Drummer direkt anstupst.
Denn damit lässt sich jeglicher Audio Input in MIDI-Noten umwandeln. Ich habe die $8 investiert und bin gespannt, ob die Shareware meinen nach wie vor beliebten ApTrigga ersetzen kann/wird.

how to use? Trigg.me! = two devices: a sender and a receiver.

  • drop “Trigg.me SEND” into any audio input track [mic/other]
  • set the Threshold level (the horizontal dark line)
  • drop “Trigg.me RECEIVE” into a MIDI track [+instrument]
  • scroll to choose a note to output
  • you can use up to 8 devices per project!

another way of cycling

Februar 15, 2018

Patrick Marschke erklärt seine Ansatz, wie er mittels Roland SPD-SX (als Controller) trommelnderweise durch das selbstgeschriebene Max Patch bzw. die eingeladenen Audio-Tracks hin-und herfährt.
Erinnert etwas an die Round Robin Idee, an Duracell, Danziger und Deantoni Parks und ist dennoch ganz eigen!

Darwin Grosse hat sich mit dem Schlagzeuger aus Minneapolis näher beschäftigt und diesen Artikel (Artist Focus: Patrick Marschke) dazu veröffentlicht.

Hier die Hybrid-Anordnung als Grundlage einer Solo-Performance:

PS. Patrick hatte vor ungefähr einem halben Jahr seinerseits ebenfalls einen spannenden Blogeintrag über jene neue Generation von Schlagzeugern verfasst, die >>have consistently and completely redefined what it means to be a drummer by their ingenious embrace of new technologies.<<

USB Frühling

Februar 12, 2018

Ich hatte neulich einen Testbericht über das KMI BopPad geschrieben (lässt sich demnächst in d&p nachlesen, aber Harry Bum Tschak hat auch was schönes – direkt verfügbares – darüber verfasst) und war dermaßen angefixt von dem Leichtgewicht, dass ich mir jetzt nicht nur das USB-Pad, sondern auch noch den großen Bruder namens K-Mix (Interface, Controller bzw. Stand-Alone Mixer in einem) bestellt habe.
Die Eingewöhnungsphase gestaltet sich sehr motiviert, da ich mit diesem Setup auf meinen zukünftigen Reisen ordentlich Gewicht reduzieren kann. Zudem hat mir der Ableton- und M4L Checker Tobi das Notecolor Patch von Manny Pardeller modifiziert (-> mittlerweile gibt es sein BopPad Status Viewer), so dass ich eine optische Kontrolle über so manchen Pad-Befehl habe (SD-Delay mit oder ohne Vocoder, läuft der Loop oder nicht, hatte ich den getriggerten Clap-Sound nun echt zugeschaltet?).
Übrigens: Tobi hat auch noch ein weiteres M4L Floatwindow gebastelt, mit dem sich der Stand der 4 Presets ablesen lässt. Sowie das Note Toggle Drumrack Loop Patch, mit dem sich Loops aus dem Drumrack an-und ausschalten lassen. Eins a!

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Dass ich darüberhinaus für mein altes RME-Interface direkt eine neue Aufgabe gefunden habe, ist Levis Wunsch geschuldet, Klavier lernen zu wollen:
Denn als ich gestern dafür meinen alten Roland-Synth entstaubt hatte, bin ich etwas über die mit Piano überschriebenen Sounds erschrocken; bzw. habe directement den Rechner angeworfen und mittels diesem Tutorial das Logic EXS24 Klavier gepimpt. Das Problem der Plastiktastur liess sich zwar auch damit nicht verbessern, die Klang-Kur jedoch hat (im Verbund mit dem schmucken Verstärkerwürfel) Wunder gewirkt 🙂

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Beat Leasing vs. I want to bring studio production to the live onstage performance

Februar 1, 2018

Im Vice Magazin gibt es einen ambivalenten Artikel zum Thema Beat Leasing („Die Söldner des HipHop„) und der amerikanische Modern Drummer wird seinem Namen gerecht und befördert Zach Danziger aufs Cover (und die Titelgeschichte in voller Länge ins Netz).

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Dazu ein schönes Ankündigungsfoto von Zach’s Buddy Mark Guilliana (aus dessen Instagram Feed) und Harry Bum Tschaks ausführlichen BopPad-Test (Das Keith McMillen BopPad ist nämlich eine der Schlüsselfiguren des Interviews).

 

 

 

Geschützt: eSpider

August 24, 2017

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