Archive for the ‘Dub’ Category

Sound Systems

April 4, 2017

Internet-Uni: Auf Arte Creative gibt es zehn kur(weilig)e Folgen rund um das jamaikanische Sound System:

1 Die Urväter des Sounds
Punany Poets
Ghettoblaster
4 Car Clash
5 Rastaman Migration
6 Tecnobrega Monsters
7 Pimp my Sound
8 Like a Sachs Machine
9 Despacio Odyssee
10 Save our Sounds

Wieder viel gelernt! Und so lege ich gleich mal den neu entdeckten „Singjay“ Tenor Saw zum Frühstück auf.

Und danach testet die von Eward Maclean und seinen FB-Freunden erstellte Liste der „100 epic Soul, Funk, Pop and HipHop Basslines“ mein Sound System der Stunde…

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the idea of customizing

März 7, 2017

DJ David Rodigan erklärt den „soundclash„, einer jamaikanische Tradition aus den späten 1950er Jahren, bei der mehrerer rivalisierende Soundsystems mit klaren Regeln gegeneinander antreten und das Publikum zur Jury wird.

Neues entdecken

Februar 26, 2017

Give and take!
Im aktuellen Fall: ich erzähle Helge was für seine Bachelor-Arbeit, er fährt mich nach Hause und sendet Spitzeninspiration per Mail – so viel, dass ich mich nun getrost für die anstehende DePhazz (UA, MOL, BY) Tour hier mal rausziehen kann.

  1. Beginnend mit einem Großkaliber, hier der Instagram-Videobeitrag von ?uestlove, in dem er über die Angst und ihre Bewältigung spricht, ein neues Programm (in diesem Fall: Ableton Live) zu erlernen.
  2. Der Berner Trommler Julian Sartorius (*1981) ist organischer Sammler, Macher, Klang.


    In der halbstündigen Jazzahead Performance erkenne ich ähnliche Leidenschaften (z.B. für den VicFirth 5A Dual Tone), schreib mir aber auch einiges auf (Mini-Vibratoren, Meinl Helix Bowl auf Glockenspiel-Plättchen, Einhand-Harmonium, Wah-Wah-Tube, DIY-Superball Mallet, mehrere Metallophon-Stäbe). Also viel Futter für meine Klangsuchmaschine.
    Und wenn mal wieder Geld reinkommt werde ich mir das Beat-Diary-Box-Set (365 Aufnahmen und Bilder) kaufen:

    Toll auch, dass JS am liebsten mit dem Zug reist (Stichwort „Matrioschka Schlagzeug“), gerne liest, mit Spielregeln spielt, sich Grenzen setzt und Musik mit Bildern verbindet bzw. sich vom Bild inspirieren lässt.

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  3. Zwischendurch schreibe ich mir auf, dass Elektro Guzzi Drummer Bernhard Breuer seine Jomox MBase nicht mit einem klassischen Triggerpickup, sondern mit einem in die Kick gelegeten dynamischen Mikrofon triggert, da: weniger Fehltrigger!), ich lese über das Verbzilla und lande letztlich – interessiert – beim Hold-Reverb von Z.cat.
  4. Jetzt zum in Amsterdam lebenden Österreicher  Gerri Jäger (*1979). Drums und handbediente Elektronik: Alleine…


    … oder im Duo (Knalpot)

  5. Zum bunten Abschluß noch „The Periodic Table of Guitar Effects Pedals“periodic-table-of-fx
    © The Sixty Five

Wagenhallen Nachhall

Dezember 5, 2016

Samstag Nacht, die letzte Wagenhallen-Party, war: schön & typisch, so wie wir das in den vergangenen zehn Jahren bei über 20 Netzer Gastspielen immer wieder erlebt hatten.
Aufgrund der sehr bassigen Anlage  war unser Set vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür energiereich & massiv wie selten zuvor, ein kurzer, druckvoller Abschied vom alten Gemäuer (das vom tollen Laurenz Theinert mit passendem Beamerlicht bestrahlt wurde).
Noch mehr Stuttgart-Nostalgie gab es  dank der Auftritte von „Putte & Edgar“ und „Gomo Park„.

Meine persönlichen Höhepunkte des Abends waren aber der Einfallsreichtum
– der Wagenhallenkünstler, die sich ein auf dem Gelände ein Container-Dorf errichten,
– des Gomo Park Trommlers Jörg Bielfeld (der in allen Boss und Ibanez Bodentretern die schwergängigen Federn durch Schaumstoffwürfel ersetzt hat, um sie leichter mit der Hand bedienen zu können; der seine A/B-Box auf einem kleinen extra Teppich befestigt hat, welcher dann fußtrittgenau unter der Hihatmaschine gegen mögliches Verrutschen fixiert wird) und das „Soundsystem aus dem Allgäu“ (das den Taut-Container beschallt hat).

Superheroes S & R

Juli 4, 2016

Es ist Sommer, also höre ich mir jetzt mal die nach Meinung des Fact-Mags besten 16 Songs von Sly & Robbie an!

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Dickes B

Mai 9, 2016

Angenehm erschöpft und höchst inspiriert, gehe ich mental nochmals die Highlights meines Berlin-Ausflugs durch:

Ich hatte den perfekten Start, klar: Dirk und seine Drumtrainer schätze ich ohnehin sehr, aber dass die Bude rumsvoll und dann noch mit vielen coolen & befreundeten TrommlerInnen besetzt sein wird, hätte ich nicht erwartet.

Und ab dann ging’s nahtlos in den X-Jazz-Flow über:
– Schwarzmann Soiree Finale mit Henrik und Ben Westbeech
– ein atmospärischer „A Coral Room“ Einstünder im Monarch, siehe Momentaufnahme von Martin Bach:

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– ein letzter Hauch von Kurt Rosenwinkel und seinen „Bandits 65“ (mit Gintas Janusonis)

– entspanntes Mittagsprogramm mit Christian Prommer (inklusive Native-Instruments Nachtisch) und Michael Kersting (der mir unter anderem den prall gefüllten Pulse-Percussion-Store in der nähe der Ankerklause gezeigt hat).

– das Matthias Lindermayr Quintett mit Andi Haberl -toll!

– Vijay Iyer Trio mit Marcus Gilmore (intensiver Gig, aber mir zu lang). Die Verbeugung vor Robert Hood gefiel mir gut:

– der (auch elektronisch) verspielte Demian Kappenstein (Highlight für meine Klangbibliothek: das auf die Snare gelegte Skateboard!) in einem ganz speziellen Mitternachtskonzert mit Inéz

– ein schönes Zitat aus der Catering-taz: >>Unser Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, aus nichts etwas zu kreieren, ist das größte Geschenk<< (Adi Gelbart)

– intensiver (beeindruckender & inspirierender) Besuch in Christian Lillingers Proberaum, von dem ich ein schönes Klangideal mitnehme – die gläsernen Toms – und die aktuelle „Amok Amor“ CD
Um die Ecke dann direkt nach „Klein Hanoi“ (Dong Xuan Center) zum Essen.

Noch ’ne tiefe Verbeugung vor bzw. ein dickes (Lo)B an Stud und seinem Team, ein derartig fettes Festival auf die Beine zu stellen! Genau so hab ich es mir immer gewünscht 🙂
PS. Berlin finde ich eigentlich immer toll, im Sommer jedoch unschlagbar.
Und wenn man dann ab und an noch von vertraut poetischer Lautmalerei à la „so ischess“ überrascht wird, fühle ich nicht nur wohl, sonder wie zuhause!
PPS. Handy tot = auch gut
PPPS. den 2nd Hand Laden in der Zossenerstrasse konnte ich nicht auslassen; dort lief eine LP von Horace Andy „In the light Dub“. Quasi noch mehr Sommer!

Drum Bug

März 24, 2016

Während ich einen Artikel zur Film-Doku „Lee Scratch Perry’s Vision of Paradise“ lese, schleicht sich der Drum-Bug ins Bild und will auf Trommeln und Becken geklebt werden – zwecks Verhallung und anderer Effektspielereien

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Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Dub and Bass

Januar 13, 2016

Auf der Electronic Beats Seite wird die Geschichte des Killasan-Soundsystems erzählt.
Und so tragen mich die Gedanken prompt an lauschiges Plätzchen, es ist Frühling und die imposante Boxenwand massiert Bauch und Herz…

 

Controlling the MixingLink

September 2, 2015
Das Eventide MixingLink™ ist ein Schweizer Messer mit Stompbox-Maßen, ein vielfältiges Hilfsmittel, das es so noch nicht gegeben hat (MicPreamp, Effektloop-Switcher, Kopfhörerverstärker, AB-Box, Schalter/Taster, DI-Box, Kleinstmixer in einem). Seine Vorzüge wurden ja schon an verschiedenen Stellen in Print und Netz besungen. Dem möchte ich mich gerne anschliessen und schicke ein paar Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten hinterher:
1. 430 Gramm sind sehr reisefreundlich!
2. Beim Green Sound Festival habe ich erstmals (und ohne Soundcheck!) das Eventide MixingLink als „Aux Send“ zum Dubben der Lead Vocals eingesetzt.
Dabei wird das Gesangsmikrofonsignal gesplittet und kommt in den MIC Eingang des Eventide Tausendsassas. Der FX LOOP Button wird dank der HOLD Stellung zum Taster und solange ich ihn drücke, rutscht die Stimme ins Echogerät. Dort wird das Signal nach Lust und Laune verbogen und schliesslich zum FOH geschickt, wo der Tonmann das Effektsignal mit dem Original in perfekte Balance bringt.
Die zu Grunde liegende Dub-Idee ist ja eigentlich im Studio verortet (wo der Toningenieur im Gesangskanal kurz den Aux-Send-Regler aufdreht, woraufhin das Signal im Echogerät landet und separat verarbeitet werden kann), lässt sich jedoch mit dem MixingLink ganz einfach, mit nur einer Hand oder einem Fuss, auf der Bühne umsetzen.
Funktioniert bestens!
MixingLink-Vocal-Dubbing
3. Aber auch für Drum-Delays ist der MixingLink ideal, da das kleine Kästchen sowohl MicPreamp und On/Off-Schalter vereint:
Ich habe an der Snare ein zweites Mikrofon, das ich nur für meine Effekte verwende. (Selbstverständlich lässt sich auch das Snare-Mikro der Beschallungsfirma mit einem Y-Kabel splitten, jedoch ermöglicht ein zusätzliches EFX-Mic unterschiedliche Positionierungen: mal konkret auf die Snare gerichtet, mal zwischen Snare und Hihat, mal nur auf die Hihat, vielleicht auch mal „Cowbell-Mic„.)
Es wird in den MIC Eingang der Eventide Stompbox gesteckt, dort vorverstärkt und aus der TO FX Buchse zum Delay geschickt. In der Regel stelle ich den FX LOOP Button auf LATCH und bediene den Knopf mit der Ferse meines linken/Hihat Fusses. Eine rote Lampe signalisiert, dass das das Mikrofonsignal ins Echogerät rutscht, erlischt das Licht, dann ist der Weg ins Effektgerät versperrt.
Jetzt kann ich meinen Groove mit zusätzlichen Layern bereichern – vom dubbigen Einzeleffekt bis zum mitlaufenden Pseudo-Loop.
MixingLink-Echodrums
Übrigens. Dank einer perfekten Stereo-Trennung (sprich: Input A kommt nur aus Output A heraus, Input B nur aus Output B), kann ich (mit zwei MixingLink Boxen) beide Dub-Ansätze mit nur einem Echogerät live umsetzen. Ich tappe (auf meinem Boss RE-20 oder Eventide TimeFactor) beim Trommeln die gewünschte Delay-Time und schicke dann je nach musikalischem Bedarf mal per Fersentritt etwas Schlagzeug, mal durch einen Knopfdruck mit der linken Hand den Gesang in die Echokammer.
PS. anstelle Schlagzeug und Stimme lassen sich jegliche anderen Bandmitglieder oder mitspielenden Maschine „effektieren“ (vom Beatboxer über Bläser über Piano, Perkussionist und Playback hin zu den Synthdrums und Sequenzern)
PPS. Die erweiteterte Dub Drumming Variante: Ich splitte mein Drum-EFX-Mic, schicke eine Leitung wie oben beschrieben ins Echogerät, die andere über den zweiten MixingLink in einen Hallraum aus dem Eventide H9 (MIC Input, FX LOOP=HOLD > TO FX > Input H9 / Output H9 > FOH). Bereichere mein Drumming mit Reverbshots per Fingerdruck und Fersen-Echos!
PPPS. Jeder Mitmusiker, der noch eine Hand (Finger) und/oder einen Fuß (Vorderfuß oder Hacke) frei hat kann sich selbst oder anderen mit Effekten versorgen!
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