Archive for the ‘Downtempo’ Category

Wellenbewegungen

Oktober 29, 2015

Da ich mich ja seit diesem Jahr für’s Wellenreiten interessiere, tippe ich aus der SZ mal folgenden Satz ab:

>>»Sie scheinen eine große Freude an der Bewegung auf der Welle zu fühlen«, notierte Leutnant James King im Jahr 1779 in das Logbuch der dritten Pazifikexkursion von Kapitän James Cook. Als erster Europäer beschrieb King die Surfer auf Hawaii, schon vor fast 3000 Jahren haben Fischer in Polynesien angefangen, mit geschnitzten Holzbrettern und Kanus die Brandungswellen entlangzufahren. So alt ist dieser Sport. 1908 gründete der Autor Jack London in Waikiki den ersten Surfclub, nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Surfen nach Europa.<<

Nebenbei stimmt mich Peter Brötzmann auf’s 46. Deutsche Jazzfest in Frankfurt ein:

Ich blende dann aber doch über zum „Little Black Book“ von der Groove Armada und lass mich in den Afro(e)beat des Openers fallen:

Das Album ist ganz schön oldschool und anachronistisch, aber ich bleibe dran! Erinnere aber heimlich nebenbei immer wieder an deren 1999er Album „Vertigo„. Denn das hatte mich damals echt umgeschmissen…

Mediature in Ton und Bild

Mai 12, 2015

Thierry Miguet (aka Wah Wah TV) hat ( W ) beim Konzert in Schorndorf mit mehreren Kameras gefilmt und bringt im Schnitt Musik und Bild perfekt in Einklang, lässt dabei den Zuschauer unsere Improvisations-Maschinerie wie durchs Mikroskop betrachten. Danke!

PS. >>Weiter als beim Duo ( W ) kann sich die Gitarre nicht von dem entfernen, was die meisten von ihr erwarten<< (wie Rezensent Michael Riediger unser Konzert anlässlich der Jubiläums-Gitarrentage empfunden hat kann hier nachgelesen werden)

PPS. der Meinl Rawhide Shaker wurde mit einem Klettklebeband präpariert, auf dass er besser rauscht. DIY

PPS. die nächsten ( W ) Konzerte:
MI 20.05.15 Frankfurt, Fabrik
DO 18.06.15 mit Lichtkünstler K.L. Theinert, Mannheim, Popakademie
SA 04.07.15 
Schwäbisch Gmünd, Gmünder Art

A Ballad for Joe

September 15, 2014

DJ Friction erinnert im Facebook: >>Rest in peace Joe Sample. „A Ballad for Joe“ war die Grundlage für die Ursprungsversion von A.N.N.A.<<

Das Crusaders Original war aber auch die Sample-Grundlage für „Stars“ von Nightmare’s On Wax – im Zusammenklang geben beide Tracks das perfektes Spagat zwischen Jazz-Kapelle und gemütlichem Ibiza-Strandsofa. Genau aus diesem Grund hatte ich beide Titel neulich für die „De Phazz Private“ Gigs als perfektpassende Instrumentals ausgewählt…

privat & provinziell

August 25, 2014

Mit der neuen Baumgartner/Kraus CD im Gepäck, mache ich mich demnächst auf den Weg nach Berlin. Jetzt nur noch schnell dessen charmantes Etikett umbasteln, denn so passt es auch bestens für die kommenden DePhazz Private Gigs im A-Trane (Donnerstag 28.08. bis Samstag 30.08.): Das werden drei spannende Live-Mitschnitt-Konzerte – Achtung Vinyl! – mit neuen Arrangements und spezieller Besetzung, nämlich mit Pat Appleton (Gesang), Pit Baumgartner (Sampler & Dubs), Frank Spaniol (Bariton & effektierte Bassklarinette), Markus „Netzer“ Bodenseh (Kontrabass), Matti Klein (Rhodes), O.R. (Echodrums).

provincial_web provincial_echo

Quintolen

Juni 19, 2014

Ehrlich gesagt: Quintolen habe ich in meinem Trommlerleben noch NIE live gespielt, keine Ahnung ob ich es überhaupt könnte…
Bislang war ich auch immer der Meinung, dass diese Notenwerte irgendwie unorganisch wirken und vielmehr gewollt (Selbstzweck), aber ganz und gar nicht groovig tönen.

Aber man lernt ja dazu…

In letzter Zeit war hörte ich über das Phänomen Quintole aus verschiedenster Richtung: Peter Wölpl erzählte mir, dass es in der Popakademie gerade ein großes Thema wäre (siehe zum Beispiel „Queenz“ von der tollen Anika Nilles) und im Sticks 05/2014 Interview erklärt Florian Alexandru Zorn, dass es oftmals das quintolische Feel ist, das den diversen modernen Beats im Hiphop und R&B den abgehangenen, gebremsten (>>oft ist der Schlagzeuger hinter dem Beat, aber so ganz anders hinter dem Beat, als man das sonst gewohnt ist<<), stolpernden Ausdruck verleiht. Sloppy bzw. „in between„.
Mal bewusst und ausgecheckt, manchmal einfach „wonky“ aus dem Bauch heraus…

Das moderne Gitarrentrio

Januar 23, 2014

Duo (w)ird Trio. Dank Lichtkünstler K.L. Theinert und seinem Visual Piano! Auf Facebook gibt es ein erstes Demo-Filmchen.
Und Andrea hat den profanen Buchstaben auf königliches Niveau gehoben:

w_plakat_3_plain

 

Resonanzachsen

Januar 11, 2014

>>Resonanz ist gewissermaßen das Gegengift zur Beschleunigung: das Gefühl, sich mit der Welt verbunden zu fühlen. Der Widerhall der Welt, ein Moment, an dem alles Sinn ergibt […].<<

Für mich eine klare Aufforderung zu mehr Dubshots und für noch stärker entkernte Groove-Gerippe.

>>Resonanz ist die Antwort auf die Frage, die bei [Hartmut] Rosa im Zentrum seiner Forschungen steht – auch wenn sie für seriöse Wissenschaft ungewöhnlich klingt: Was ist gutes Leben? Und ist es unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen überhaupt möglich?<<

Cutoff and Resonance + + + Zeit fürs und beim! Schlagzeugspielen = gutes Leben

Ich habe die beiden Sätze der heutigen Sonntaz (mit dem Schwerpunkthema Zeit) entnommen, aus dem lesenswerten Artikel „Momentan ist echt stressig“ von Oliver Hollenstein.

Mein W geht auf Reise

Januar 10, 2014

w-plakat_Q
…und sucht sich im Duo mit Peter Wölpl schöne Clubs zum Spielen.

W) sind also Oli Rubo(W) hinterm Schlagzeug, Peter (W)ölpl an der Gitarre, zwei Computer und eine fette Box, die den komplett improvisierten, elektrifizierten Sound – irgendwo zwischen, Ambient, Jazz und Club – nach außen trägt.
Hier eine erste Aufnahme aus dem Proberaum:

Und ein zweiter, mit den besagten Concert Toms 🙂

an unlimited number of ways to tell the same story

Mai 23, 2011

>>Nothing is original. All human expression is really just endless variations. There are only a limited number of stories you can tell, but there is an unlimited number of ways to tell the same story.<< Jim Jarmusch

weiterhören: 6th Borough Project

Chill/Travel

Juni 11, 2007

Ich bin letztes Wochenende nach Ibiza gereist, Musikmachen mit Deep Dive Corp. Die beiden meistgehörten Wörter auf der Insel waren „Sunset“ und „Chill Out„. Also habe ich mich zum Entspannen gleich mal in die untergehende Sonne gelegt, gechillt, gelauscht und gelesen…unter anderem folgende Bemerkung:

>>Ein […] Trip ist wie jede andere Reise auch: Du kannst das Ziel bestimmen. Wenn du vor der Abreise weißt, wo du hinwillst, kommst du in der Regel dort an. Anfänger vergessen das meistens. Die wandern staunend wie Alice durchs Wunderland, und eh sie sich’s versehen, haben sie sich verirrt.<<

Das Zitat entstammt Martin Suter’s Pilzroman „Die Dunkle Seite des Mondes„, passt IMHO zum E-Trommel-Blog. Kannst ja versuchsweise „Ein Trip“ ersetzen durch „Der persönliche musikalischen Weg“. Oder/Und einfach mal wieder die musikalische Titel-Vorlage anhören.