Archive for the ‘Timeline’ Category

Musik für Feiertage

Juni 11, 2020

Ich würde mit einem Wohlfühl-Set von Natasha Diggs einsteigen:

Dann etwas Weiterbildung im Rhythmus-Sektor, ein Mix der die Trommelkunst von Dennis Davis vorstellt.

Eine weitere Doku aus dem Jahre 2008, die direkt schwergewichtig einsteigt:
>>“We call it Techno“ tells of it evolving face of the first pop culture that primarily arose in Germany<< (1:40′)

Den Satz schreibe ich auch gleich mal ab: The basic principle of Techno stands for experimenting, crossing borders and DIY.

Und jetzt bräuchte es nur noch das Set für die Nacht…

Freedomland

Juni 7, 2020

Im Jahr 2000 war ganz schön viel los.
Ich kam zur Band von El Houssaine Kili, durch die ich (vor allem dank Rhani Krijas Erklärkunst) in die Welt nordafrikanischer Rhythmen und der Gnawa Musik eingeführt wurde.

Hellmut Hattler startete sein neues Projekt, dessen Reise bis heute andauert.

IMG_5342

Und der österreichische Sänger und Multiinstrumentalist Marque (bei dem ich im Jahr zuvor für den tollen Kay Richter eingestiegen bin) veröffentlichte im Juni sein drittes Album „Freedomland“, das dank des Radiohits „One to make her happy“ viele Türen öffnete und mir im Popzirkus einige neue Facetten zeigte.
Eigentlich waren Attitude und Sound von Marque stark mit Prince verküpft. Bei den Shows im Ländle (Vorarlberg) gab es oftmals nach einem regulären Konzert, noch den geheimen Aftershow-Gig im Conrads-Ohm. Die Band mit Lillo Scrimali, Rolf Kersting (wir spielten seit 1998 intensiv für verschiedene Acts zusammen) und Thomas König (ab 2001 mit Markus Birkle an der Gitarre) war bestens eingespielt und die Lust zu spielen war immens.

IMG_5339

Der große Mehrwert des starken Airplays war, dass man permanent zusammen unterwegs war und spielte. Wobei das typische Konzert nur noch ein Bruchteil der Veranstaltungen ausmachte: Plötzlich fanden wir uns auf den Bühnen sogenannter Radio-Festivals wieder, also von Sendern ausgerichteten Live-Events, bei denen zum Playback gemimt werden sollte.

IMG_5343

Die ganzen Unterhaltungssendungen im Fernsehen waren ohnehin ausnahmslos auf Sicherheit bedacht, sprich Playback-Shows. Aber auch Musiksendungen wie Top of the Pops, oder die Formate von Viva und MTV zeigten sich nicht begeistert, wenn wir aufs Live spielen drängten. Obligatorisch damals für den aufstrebenden Pop-Act war das Musikvideo – ebenfalls spannend und neu für mich.(Letztlich wirkte ich bei folgenden drei mit: „One to make her Happy“, „Electronic Lady“, „Wonderman“)
Irgendwann spielten wir in ein paar Folgen der Vorabendserie „Verbotene Liebe“ mit, einfach uns als Band (Product Placement), jedoch ohne die eigenen Markenklamotten (unerlaubte Schleichwerbung) und ein paar Bravo Artikel gab’s obendrein…

Parallel zum Album-Release startete eine kleine Sommertour. Aber auch bei diesen Gigs, Umgewöhnung: Der Hit bzw. die Vermarktungsmaschinerie hatte das Publikum merkbar verändert, Teenies anstelle der Musikliebhaber aus dem Prince Umfeld. Die Konzerte begannen also schon um 19 Uhr und nicht selten musste „One to make her happy“ mehrfach am Abend gespielt und immer wieder zum Mitsingen verlängert werden. Die anderen Songs des Programms schienen oftmals eher im Weg zu stehen. Egal, wir waren unterwegs und freuten uns über jeden live performten Ton. Und glücklicherweise gab es auch die guten Plätze, wie beispielsweise den Rockpalast oder das New Pop Festival.

IMG_5340

Zudem nahmen nach der steilen Lernkurve und einer gewissen Beharrlichkeit die „klassischen Konzerte“ wieder zu. Darunter drei Touren als Support von Simple Minds, Vanessa Amorosi und DJ Bobo (der immerhin im Anschluß begeistert eine Live Band rekrutierte…).

IMG_5341
Hier noch ein typisches Foto von jener ersten Nightliner-Sommertour. Tagsüber im Eschenheimer Freibad (quasi mein Anbändeln mit Frankfurt), abends im Club meines heutigen Vermieters.

War eine intensive, lehrreiche und schöne Zeit und ich freue mich aufs Alters-Revival!
Ein Foto vom damaligen Schlagzeug-Aufbau hätte ich jedenfalls parat:

drumaufbau_marque Kopie

Zum Abschluß noch vier klasse Tracks zu denen ich u.a. getrommelt habe:
„Two more people (Faith)“

„River“

„The Reason Why“

„Sorry, but I wonder“

Jetzt würde ich nur noch gerne die Übungskassette finden, mit der ich mich 1996 oder ’97 erstmals für ein Marque Konzert (Sounds of Frankfurt) einspringenderweise vorbereitet hatte. Oder auch den Mitschnitt des Prince-Tributes, der zum heutigen Geburtstags des Meisters bestens gepasst hätte…

Ultimate History of Tape Echo

Februar 9, 2020

Stücke mit einem neuen Beat, der später zur Grundlage des Hip-Hop werden sollte

Oktober 4, 2019

Die Überschrift kommt aus dem Munde von Joe Zawinul bzw. aus Günther Baumanns Buch „Zawinul – Ein Leben aus Jazz“.
Es geht um den 1973er Track „125th Street Congress„, um Eric Gravatt und Herschel Dwellingham:

Ich habe die Weather-Report-Drummer-Episode (Seite 114) mal zu einer kleinen Kollage zusammengekürzt:

eric-gravett-2

Hey, und ab ins Ludwigsburger Schlagzeugmuseum!!

Timeless Times

September 9, 2019

Habe gerade zufällig dieses DePhazz Video wiederentdeckt, darin eine schöne Erinnerung an meine beiden Großväter und ein eins a T-Shirt Merchandise Hinweis für die Zukunft…

lernen, zu(-)hören

September 5, 2019

Schöne, knappe Geschichtsstunde vom bayrischen Zündfunk: The History of Rock’n’Roll – Die Elektronik-Edition von Ralf Summer. (Danke für den Link, Fola!)

Und Aaron verweist auf die „Grid Kids“ Podcasts von Keyboarder Nicholas Semrad:(hier einmal mit Mark Guiliana, einmal mit Zach Danziger)

https://www.youtube.com/watch?v=jyjFaoqe6FY
https://www.youtube.com/watch?v=gXcjArVAfWk

Und Aaron Sterling spendiert noch eine Liste mit „SUPER CHEAP mics that I think sound good assuming you are making good music“:

*Übrigens: die Email von Aaron mit den Grid-Kids-Links kam mir doppelt gelegen, die habe ich gleich abends (beim A Coral Room Jam) spontan via iPhone lautmalerisch dazufließen lassen…

Sonor Mammut Projekt

August 21, 2019

Markus Einheuser hat sich mit viel Zeit (über sechseinhalb Jahre), vor allem mit viel Herzblut dem Mammut gewidmet – jener einzigartigen e-Drum Exkursion und Facharbeit der Firma Sonor – und anschließend unter www.sonor-mammut.de dem wirklich speziellen 80er Jahre Relikt einen schönen Internet-Schrein gebaut.
(Quasi Nebengebäude zu Wolfgang Stoelzles Simmons Museum.)
Toll!

 

 

Cobham mit Pads

August 12, 2019

Durch einen Insta-Post von Gary Husband habe ich entdeckt, dass Billy Cobham sich (zumindest) in den Jahren 1996-98 auch mal ein paar e-Pads über die Rack-Tom-Reihe gehängt hat.

Bei diesem Stratus Intro-Solo wird ihnen dann ab und an auch ein Spezialeffekt entlockt:

Und Gary Husband erinnert sich vor allem an das Pistolenschuss-Sample in laut!

Bildschirmfoto 2019-08-13 um 00.00.49

Wenn man tiefer gräbt, findet sich auch folgender Abschnitt des musicradar Artikels „Billy Cobham on his stellar ’70s solo run and gear evolution“:

>>Inner Conflicts, the last of the studio albums for Atlantic, saw Cobham incorporate electronic percussion into his kit. „Yeah, but that wasn’t the first time I used it,“ he says. „The first time I used electronic percussion was in 1968 with a company called Meazzi. They had electronic drums in Italy [Tronicdrum], it worked out pretty nice but it’s not the same. It was just the very beginning, not only me but Jack DeJohnette, Max Roach and Tony [Williams], they approached the four of us. I went with the electric set, a set that you would never see go on a plane anymore.
„It came with a speaker cabinet as big as a door, we put a big bonnet-hat square case over it. It never broke down. It was so poorly made. That was the beginning of it. It all sounded like ‚pew, pew, pew‘ or ‚dat, dat, dat‘. Even the bass drum. There were no different sounds. You had four buttons but they all sounded like ‚dat, dat, dat‘.“<<

Bildschirmfoto 2019-09-08 um 20.25.42
via http://www.drumarchive.com/Hollywood/

Auch in die Entwicklung der Tama E-Drums wurde er wohl mit einbezogen, wie es vor 40 Jahren im Modern Drummer Mag zu lesen war (>>I have something in the works with Tama but nothing to really talk about at this point.<<)

mehr Klangkünstler als Toningenieur

Mai 9, 2019

Arte Doku über Conny Plank.

Und auf der anderen Seite des Netzes erzählt Hans Martin Buff von den Anfängen der DAW.

 

Postkolonialismus, kulturelle Aneignung und Crate Digging

Mai 5, 2019

Der Berliner Labelmacher und DJ Jannis Stürtz veröffentlicht auf seiner kleinen Plattenfirma Habibi Funk alte arabische Musik neu und erzählt im taz Gespräch interessante Dinge darüber, beispielsweise:

>>wenn man ein Album gefunden hat, das wenige andere kennen, dann gibt es in der Plattensammlerszene das Wording, sie „entdeckt“ zu haben. Eine Freundin meinte zu mir, dass es in diesem Kontext problematisch ist, dass man dieses Album de facto nicht discovered hat, sondern davon gibt es einige Hunderte Kopien, die irgendwo rumliegen. Das hat so eine gewisse Parallele, gerade wenn es über Kulturen hinweggeht, zu Christoph Kolumbus, der Amerika entdeckt hat. Das machte für mich Sinn, ich habe aufgehört, dieses Wort zu benutzen.<<