Archive for the ‘bass’ Category

Baß und Bälle

Dezember 9, 2017

Und jetzt noch zur Entspannungsabteilung der letzten Tage:
Das waren ein paar gute Sätze (aus den Büchern „Unschuld“ und „Rave“) sowie der Marvin Gaye Remix, der sich zwar ganz schön nah an die Kante zum Schmierigen wagt, dennoch in Schleife lief:

>>Kein Baß.
Der Baß ist weg.
Das Aussetzen des großen Beats, ein Schieben, Harren,
Luftanhalten. Eine Art Geburtspassage etwa?
Und als der Baß im Beat zurückkam, erhob sich jetzt
vieltausendkehlig ein Geschrei.
Die Menschen schrien: »Wunderbar!«
Der Baß ist wieder da.
Und sie tanzten und sprangen wild herum, und
…<<
(Rainald GoetzRave“ 1998, Seite 21)
>>Ließ sich ein gefertigter Gegenstand denken, der vollkommener war als ein Tennisball? Flauschig und kugelrund, pressbar und prallfähig, zusammengefügt aus einem Paar ineinanderpassender Zungen, das Geräusch beim Aufprall ein Tock im angenehmsten Register. Hunde wussten, was gut war. Hunde liebten Tennisbälle, und sie auch.<<
>>Der Ball sprang in einem flachen Bogen auf sie zu, ihr Blick war daran geheftet, damit sie ihn auch wirklich sah, nur ihn sah, nichts dachte, und ihr Körper erledigte das Übrige, ohne dazu aufgefordert werden zu müssen. Dieser Moment des Aufeinandertreffens, die Genugtuung, wenn sie die Bewegungsrichtung des Balls umkehrte, das Ideal des idealen Punktes. Zum ersten Mal seit ihren Anfangstagen in Los Volcanes erlebte sie vollkommene Zufriedenheit. Ja, eine Art Seligkeit: lange Ballwechsel an einem Herbstabend, die Ausübung von Können in einem Licht, in dem gerade noch gespielt werden konnte, das verlässliche Tock des Tennisballes. Das genügte.<<
(Jonathan FranzenUnschuld“ 2015, Seiten 776 und 806)
Advertisements

Wagenhallen Nachhall

Dezember 5, 2016

Samstag Nacht, die letzte Wagenhallen-Party, war: schön & typisch, so wie wir das in den vergangenen zehn Jahren bei über 20 Netzer Gastspielen immer wieder erlebt hatten.
Aufgrund der sehr bassigen Anlage  war unser Set vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür energiereich & massiv wie selten zuvor, ein kurzer, druckvoller Abschied vom alten Gemäuer (das vom tollen Laurenz Theinert mit passendem Beamerlicht bestrahlt wurde).
Noch mehr Stuttgart-Nostalgie gab es  dank der Auftritte von „Putte & Edgar“ und „Gomo Park„.

Meine persönlichen Höhepunkte des Abends waren aber der Einfallsreichtum
– der Wagenhallenkünstler, die sich ein auf dem Gelände ein Container-Dorf errichten,
– des Gomo Park Trommlers Jörg Bielfeld (der in allen Boss und Ibanez Bodentretern die schwergängigen Federn durch Schaumstoffwürfel ersetzt hat, um sie leichter mit der Hand bedienen zu können; der seine A/B-Box auf einem kleinen extra Teppich befestigt hat, welcher dann fußtrittgenau unter der Hihatmaschine gegen mögliches Verrutschen fixiert wird) und das „Soundsystem aus dem Allgäu“ (das den Taut-Container beschallt hat).

1, 2, drums, 2 , 3, 4

November 11, 2016

Habe gerade gelesen, das Victor Bailey viel zu früh verstorben ist und muss erstmal die „Bottom’s Up“ wiederhören und mich an die letzte Begegnung erinnern, bevor der Alltag weiterlaufen darf.

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

IMG_5338.jpg

Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Dub and Bass

Januar 13, 2016

Auf der Electronic Beats Seite wird die Geschichte des Killasan-Soundsystems erzählt.
Und so tragen mich die Gedanken prompt an lauschiges Plätzchen, es ist Frühling und die imposante Boxenwand massiert Bauch und Herz…

 

verspieltes & synästhetisches Potenzial

Dezember 7, 2015

Mit verspieltem und synästhetischem Potenzial sind alle drei folgenden Produkte aufgeladen.

Der Handtaschenbass MB33 von MAM (Hören & Spüren) – für mich die perfekte Reisealternative zur meiner Acidlab Bassline, die ebenfalls aus Bayern kommt…

IMG_5073

Die Tonangeber (Lesen & Hören), ein musikalisches Kinderbuch ab 6, mit Trommel- und Echobezug:
>>’Freude bringen wir am besten zum Ausdruck‘, meldeten sich die Pauken. ‚Kein Schlag ist mächtiger als unserer!‘ tönten sie laut, dass das Echo ihrer Schläge noch lange im Konzertsaal widerhallte.<<

IMG_5072

Cowboys & Indianer, das aktuelle Album der dänischen Sample-Verwerter Den Sorte Skole. Ein toller Mix (zum Wegdämmern & in der Traumwelt zu agieren).

The biggest hands in the business

Mai 22, 2015

Mit diesen drei Clips und einer schönen Anekdote von Lenny Castro verabschiede ich mich von Louis Johnson!
Und gehe ihm zu Ehren mit Handschuhen in den Proberaum…

>>Quincy Jones called me, Louis and JR Robinson to do Handclaps for the off-the-wall album of Michael Jackson’s. The biggest hands in the business.<<

oR_studio_red_cloves_gk

die Erfindung von so etwas wie dem Walking Bass

Februar 7, 2015

Letztlich der ausschlaggebende Kaufgrund für die D’Angelo And The Vanguard CD, ist dieser Zweisatz von Diedrich Diederichsen (Spex #359, Seite 103):
>>Pino Palladino, ein alter Session-Hengst aus der Nacht des internationalen Studiomuckertums, steuert eine der vielleicht geilsten Konstanten dieses so abwechslungsreichen Albums bei: einen knackknackigen, superpräzise prügel-stolprigen Bass – keine Funk-Klischee, kein Slapping (nur hie und da angedeuted). Was Palladino macht, wirkt fast wie ein neuer Stil, wie die Erfindung von so etwas wie dem Walking Bass, nur für andere Körper und andere Bewegungsabläufe.<<

Bis das Album eintrudelt, werde ich mir mal die Duo-Adaption anhören:

3 Farben Rot

September 29, 2014

IMG_2904

Die Bass Gitarre