Archive for the ‘bass’ Category

I live you

Juni 20, 2020

Gestern Abend ging’s (auch) um das 81er „What Cha‘ Gonna Do for me“ Album von Chaka Kahn. Später konnte ich kaum einschlafen, da ich mir den grandiosen Bass-Fill im Titeltrack ungefähr 5000 Mal angehört habe:

Bildschirmfoto 2020-06-20 um 14.32.38

Das Notenbild entstammt der Transkription von Stevie Glasgow, nachhören lässt sich die Anthony Jackson Performance bei 3.12′, den Vibe nachempfinden kannst du hier:

Auch Steve Ferrone trommelt den Song fantastisch, mit Pony Hihat Pattern und eins a Fill Ins. Er hat sich übrigens heute – genau eine Woche nach seiner Knie OP – wieder hinters Drumset gesetzt und freudig gezockt:

Mein Lieblingstrack des Albums (und mit dieser Rhythmusgruppe) ist übrigens „I know, I live you„, gerne auch im Danny Krivit Mix:

PS. Hier noch der schöne Ausschnitt des Jazz in Concert Interviews mit Anthony Jackson, in dem es um Musikmaschinen geht:

>>I’m old fashioned, and very idiolistic about that. My feeling is, I’ll outplay anybody using the machine or i’ll die. I don’t care. The day that the machine outplays me they can plant me in the yard with a corn, and I mean it, I’m very serious. I will not permit myself to be outplayed by someone using the machine. I’m just not gonna permit that.<<

Und trotz der klaren Worte geht es ihm letztlich um die Person die hinter Instrument oder Maschine steht. Solange es die Kreativität beflügelt, Musik bereichert = top! Hat Jacksonselbst ja wunderbar erfahren, als er sich 1973 bei Manny’s Music in New York einen Maestro Phase Shifter PS-1A besorgte, obwohl ihn der Verkäufer nachdrücklich warnte, dass das Teil nicht mit dem Bass funktionieren würde.
Dank Vision stur geblieben, zack, mit dem O’Jay’s Hit, „For the Love of Money“ Bass-Geschichte geschrieben.

run, run, ride, ride

Mai 25, 2020

img_0302 kopieren

Ich liebe Basstöne, vor allem überraschende Wendungen. Deswegen könnte ich den Track RNRN von MXXWLLs neuem Album „Sheeesh“ auch stundenlang in Schleife laufen lassen und dazu dudeln (und suchen).

Auf der anderen Seite des Holztischs versüßt mir die taz Schlagzeile das Frühstücksgebäck: „Radeln wird immer ansteckender“.

Schluck!

April 10, 2020

Gestern Nacht, raus aus dem Proberaum, rauf aufs Rad – ganz schlapp und erschöpft.
Fühle mich gar nicht gut, als ob das Corona Virus anklopfen würde.

Später dann im Schlafsack erahne ich den tatsächlichen Grund. Die erste Semester-Woche hatte es in sich: Zeitraubende Technik-Vorbereitungen, Termin-Jonglagen, Bandbreiten-Deals (denn hier im Camp finden noch ein weiteres Netz-intensives Home Office und diverse Online-Zock-Meisterschaften statt), immer wieder Mutes & Glitches („Ihre Verbindung ist instabil“) und mehrfach wiederholte Sätze. Vorbereitung, Nachbereitung – gefühlt der dreifache Aufwand für einen ohnehin prekär bezahlten Hochschuljob. (Apropos Einkommen, nebenbei wollen selbstverständlich auch noch all die Anträge gestellt werden.) So entstehen ein unschöner Druck auf den Ohren (weil der HD25 nämlich gar nicht mehr abgesetzt wird) und diverse Verspannungen (weil der Laptop-Standort bzw. dessen Kamera wohl doch nicht ideal positioniert wurde). Über allem schließlich die enttäuschende Gewissheit, gleichzeitig bzw. ZUSAMMEN Musik zu machen wird nicht funktionieren. Also dann, Online Jammern anstatt Online Jammen…

IMG_4785

Doch ist der Frust erstmal draußen, taucht, wie immer im Leben (Stichwort Balance), der schöne Gegenpol auf. In dem Fall die Studierenden selbst. Die sind klasse! Computertechnisch fit, ultraschnell auf all den verschiedensten Gerätschaften und im Kopf. Vorbereitet. Vor allem motiviert und positiv gestimmt. Und selbst wenn ihnen die ein oder andere dunkle Gedankenwolke manchmal die Sonne nimmt, wird’s einfach ausgesprochen und zack wieder deutlich heller.
Darüberhinaus gefällt mir als neugierigem Wesen der Videoeinblick, der meinem bisherigen Bild weitere Puzzlestücke liefert: viele Studenten sind wieder im elterlichen Hafen und chatten aus ehemaligen Jugendzimmern, manchmal gar in familiärer Runde, manche sind ausgehfertig rausgeputzt, andere zeigen kein Videobild (wegen schlechtem Netz oder weil im Schlafanzug?), manche sind im studentischen Zuhause oder halt im Quarantäne-Hotel in China. Jeder für sich authentisch und irgendwie gar nicht weit weg. Und so krass und überraschend der Virus unseren Alltag in Schranken verwiesen hat, entsteht plötzlich eine andere, aber gute Nähe – ein ungefährliches Zusammenrücken, bekräftigend und zuversichtlich:
Hey, bald trommeln wir wieder gleichzeitg. Hurra, das wird toll!

Und weil ich das Bett zu meiner Wiederherstellung eigentlich gar nicht verlassen wollte, habe ich stundenlang geschlafen, aber auch gelesen und dabei mit Sasa Stanisics „Fallensteller“ die beste Kurzgeschichte ever erwischt.
Hach, wie gut! Fühle mich auch deutlich besser und hole mir mit >>Gepäck voller Allerlei: Sprache, Mut und Zauberei<< (Fallensteller, S.340) gleich den Mixer aus der Küche (-> next post) und den Bass aus dem Schlafzimmer…

 

It is what It is

April 9, 2020

Der New Yorker Tigerdame Nadia geht’s hoffentlich besser und Thundercat stellt seine favorite bass lines vor!
Musikgeschichte!

Eigentlich wollte ich sein neues Album „It is what It is“ hören, nachdem Tom Misch in IG um die Ecke gegrüßt hatte…

Und jetzt gefallen mir die Kinderzimmer Misch Quarantine Sessions auf Youtube auch noch besser. (Top Looper Einsatz!) So isches.
Klasse Socialmedia Domino mit großem Unterhaltungswert.

seine Lieblingssongs richtig gut zu kennen

März 29, 2020

… bringt`s! Siehe Victor Baileys „Birdland“ Solo Version:

Und hier 2014 beim Spielen eines originalen Coltrane Solos („Countdown“).
>>The secret is to practice really slow. I transcribed this when I went to Berklee in 1979 so I’ve been working on it for 35 years.<<

Hey, und als Zusatzaufgabe und erstem Schritt, sich vom persönlichen Helden zu lösen, hier noch ein Ausspruch von Bill Rieflin:
>>I don’t use cymbals in my own music. I wanted to go against drumming cliches, and the things drummers will do without thinking about it<<

Don’t be afraid, let it grow…

März 27, 2020

Heute wird das Album „1988“ von Knxledge veröffentlicht. Sein Label Stonesthrow schreibt dazu:
>>As the story is told, little baby Knx was left alone by his mother for just a few moments and crawled to a family member’s vintage SP–12 sampler. When his mother returned he had already produced his first beats and nearly mastered the machine. These tracks, all produced before nap time while rocking a Nike diaper, were stored over the years on floppy discs, then brought to his studio in recent months where they were finished up, mixed, and mastered.<<

Die Illustrationen für die Videos kommen wieder von Robin Velghe aka rhymezlikedimez.

Aber auch der tolle Bassist und Multi- Musiker Paucker veröffentlicht heute seine neue LP „Cycles“ – Yeah:

Und passend zur Beitrags-Überschrift, noch das Empfehlungsschreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern:
>>Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern.
Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …
Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen.
In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.
Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.
Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.
Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.
Bleibt sicher. 💕<<

Meshell und ihre RS7000

März 17, 2020

Wer tiefer in das Yamaha Gerät einsteigen möchte, beginnt vielleicht mal mit der Liebeserklärung von Bob Humid.
Ich höre mir erstmal das „Comfort Woman“ Album aus dem Jahr 2003 (mit Chris Dave am Schlagzeug) an.

Main Waves

September 3, 2019

Der Übergang vom tanzenden Salon zum heutigen Yachtklub Abend mit „A Coral Room“ geht einfach: ich lege die beiden Tracks in den Player, die mir letzten Samstag am besten gefallen und verlinke die Googlekarte mit „Third Wave Coffee Places“ und lasse mich langsam hintreiben.

PS. die tollen Freddy Washington Basslines findest du hier (von Herwig Scheck) transkribiert.

Young & Fine

März 17, 2019

Diese vielen R.I.P Meldungen sind schon schräg – aber irgendwie erwischt es einen doch immer wieder, weil es irgendeine nostalgische Verknüpfung gibt und dann, zack: tatsächliche Tieftraurigkeit, heftig, echt!
Wie eben, als ich im FB über Jeff Andrews‚ Tod las. Unvorstellbar, denn in meiner Erinnerung sieht er immer noch aus, wie damals 1989/90 bei zwei grandiosen Steps Ahead Konzerten in Ludwigsburg (Scala) und Stuttgart (Osterjazztage im Theaterhaus) – vermutlich wegen der Kappe auch ein bisschen wie Rolf Kersting.
Sensationelles Bass-Fundament, geschmackvoller Groove und solotechnisch beides, plus Sternchen („Young and fine“ ab 6.14′):

Kannte man den Verstorbenen nicht, überliest man das gros der anderen Todesmeldungen, bzw. ich registriere und re-checke meist erst dann, wenn ein Musikfreund, dessen Geschmack ich schätze, darüber berichtet.
Wie DJ Friction über Michale Wycoff

Check Time Verschleierung bei 1.20′

Hey guys: R.I.P. und macht, egal wo ihr gelandet seid hoffentlich weiterhin – zeitlosen, feinen Sound!

SansAmp

Februar 19, 2019

Angefixt durch Tschad Blakes Vorliebe für einen angezerrten Drumbus und der Erfahrung während der letzten DePhazz Tour, dass meine Effektgeräte mit einer aktiven DI-Box besser funktionieren, habe ich mir aus Lust am Experiment eine ältere Tech21 SansAmp Bass DI besorgt.
Und ich bin mächtig begeistert begeistert, da sie sowohl meinen analogen Kick-Modulen (Jomox MBase01, Vermona Kick Lancet), der 303 Bassline, als auch dem RE-20 zu einem neuen Sound hilft: in sich rund und gesättigt.

IMG_1011