Archive for the ‘trigger’ Category

E-Drum, quo vadis?

April 21, 2017

Ich habe in meinem bonedo.de Artikel „Kreative E-Drums der Gegenwart und Zukunft?“ meine Gedanken zu aktuellen Innovationen im Stromtrommel-Sektor aufgeschrieben, die Ansätze gecheckt, die der ursprünglichen Idee des elektronischen Schlagzeugs als eigenständiger Gattung nacheifern:
Sensory Percussion Trigger, das KMI BopPad und die Dremtrigger – allesamt Crowdfunding Projekte.
(Sowie Ableton Live/Max und DMX als Vermittler getrommelter Signale…)

e-drum-quo-vadis

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drumming melodies without the use of any backing track or loop

März 5, 2017

Finde ich gut, daß Davide Compagnoni (Khompa) meinen Liebelingsfranzosen Duracell mag und auch mal seinen linken Fuß elektroniksteuernd einsetzt. Und so lese ich mir nun gerne den Artikel „Drums trigger Live“ auf der Abletonseite durch.

Check: Zach Danziger, Round Robin, Trigger Tune Max PlugIn (free), sowie Sebastian Arnolds „Senode Graphical Music Sequenzer“:

Wesna in Stereo

November 3, 2016

Der Donnerstag beginnt zwar angenehm sonnig, dafür ist das Thermometer auf minus 15 Grad gerutscht. Da kann ich mit meinen Chucks unmöglich raus aus der Komfortzone Hotel. Und so winke ich ab und an mal rüber zur Kathedrale auf dem Blut und den dorthin pilgernden letzten Freunden der Monarchie, trinke Instantkaffee und höre wärmende Tony-Allen-Afrobeats aus Berlin.

Gestern gab es weitere Funk-und Fernseh-Promo-Ein-Song-Gigs zu absolvieren. Netterweise begrüßte mich Wesna-207 in der Silverrain-Radiostation, ein schickes Kassettengerät aus der ehemaligen Sovietunion.

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Quasi Brücke zum vergangen Jazzfest und Anlass, den Live-Mitschnitt von Moritz (FOH Mann des Abends) durchzuhören (und diesen mit der hr-Übertragung zu vergleichen – wow, wie unterschiedlich ein und dieselbe Vorlage zusammengemischt werden kann!) Zuvor dämpfe ich den dezent aufkommende Ärger über die Jazzpolizei bzw. oberlehrhafte Kritiker mit den folgenden Zeilen aus der taz, dann kann ich den musikalischen Roadmovie genießen.
>>Zu übermächtig sind jahrzehntelang eingeübte und in homosozialen Kreisen zelebrierte Rituale von Kennerschaft, Ausgrenzung weniger erfahrener ZuhörerInnen und das Anschmachten vermeintlich männlicher Charakteristika des Jazz wie kraftstrotzendes Spiel, umwerfende Bühnenpräsenz und die schier grenzenlose Kreativität des Geniemusikers, der sich opfert für seine Kunst. Aber mal ehrlich – was ist langweiliger als dieses allzu bekannte Potenzgetöse […] ?<<

Nachmittags dann letzte DePhazz Proben, eindeutig im Pop-Segment. Was Ilyas Fotografie meiner gut abgenommen Snaredrum belegt: gleich drei Sm57er, plus Triggerpickup für diesen schmalen Kessel!

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Um gleich noch ein weiteres technisches Detail dranzuhängen: bei dieser Tour verzichte ich erstmals auf die zweite, getriggerte Snare und addiere gewünschte Samples per Fersentritt: Zwischen den Ausgang meines Roland TM2 Edrum-Modul und der DI-Box zum FOH habe ich eine A/B Box (Boss AB-2) gelegt, die mit dem linken Fuß bedient wird. Die Snare wird zwar permanent getriggert, der Zusatzklang aber nur nach Bedarf ausgegeben.

viele Knöpfe & Interaktion

April 27, 2016

In den Kosmos der modularen Synthesizer bin ich noch nicht so richtig vorgedrungenleben: In erster Linie assoziere ich damit: entrückte Musikliebhaber, umgeben von Kabelgewirr, unzähligen Knöpfen und der Abwärme der Maschine. Reiseunfreundliches Material.

Auf der anderen Seite wird mir dann in einem Nebensatz „James Holden mit Livedrummer“ zugespielt und mir gefällt alles:Vom ersten Satz den mir die Google-Suche mit diesem Musicradar Interview zuspielt >>This way of playing has made me know that the next time I make a record I’ll just do it live<<, über den neue entdeckten Trommler Tom Page, die Zusammenarbeit der beiden bzw. der Ansatz Drums & Modern Modular und dieser Track („The Inheritors„):

Jetzt kann’s losgehen – ab in die Tiefe!

 

Stichworte: Roland TMC-6, Ableton/Max Patch „Group Harmonizer“*, Dr. Holger Hennig „Synchronization in human musical rhythms and mutually interacting complex systems“

*>>Werden alle Audioinformationen zusammen aufgenommen, stellen die verschiedentlichen Timingschwankungen keinerlei Problem dar. Sie klingen nicht wie Fehler.<<

Room Shot Rack

Dezember 3, 2014

Diverse „Reste“ habe ich zu einer griffigen, drei Höheneinheiten niedrigen Roomshot-Alternative (gegenüber der Hitswitch-Lösung und der rechnerbasierten Lösung) vereint:

Room Shot Rack2 Room Shot Rack1

Nochmals in Kurzform:

Das Mikrofon fängt den potentiell zu verhallenden Sound ein. Sein Signal wird zum Preamp (Behringer Pre-Q 502) geleitet (Buchse 1, links aussen), dort vorverstärkt und ein wenig entzerrt, zum Alesis Micro-Gate geschickt, von dort weiter in das Hallgerät (Alesis Micro Verb) und schließlich über die dritte Buchse (rechts aussen) zum FOH/Lautsprecher.

Noch klingt es wie immer, wie ein gewöhnliches akustisches Schlagzeug.

Erst wenn ich parallel zum Trommeln auf das Roland e-Becken haue, rutscht das Mikrosignal in den Hallraum, als hätte man beim Mischpult kurz den zu diesem Zweck angelegten Aux-Weg aufgerissen. Denn das Triggersignal des e-Beckens – es liegt an der mittleren Buchse an – gibt dem Gate den Impuls, die Schleuse zu öffnen und das Mirkrosignal rutscht für die (mittels Delay-Regler eingestellte) Dauer in das Hallgerät. PAAAAAaaaahhh–.

Roland Trigger Module TM-2

Dezember 1, 2014

Ich liebe mein Roland TM2 Triggermodul, denn ich kann eigene Samples reinladen und diese via bis zu vier Mono-Trigger-Signalen abfeuern. Zudem reduziert es gegenüber der SPD-S Familie mein Reisegepäck deutlich (in Größe und Gewicht).

Dennoch brachte es mich gestern schwer zum Schwitzen, worauf ich mich entschloss eine Tipps-und Erfahrungssammlung zum Roland Trigger Module TM2 aufzumachen (wie ich es seinerzeit schon für das SPD-S gemacht habe: SPD-S Kniffs, die zum Großteil auch zu diesem Beitrag passen).

Die Vorgeschichte: Am Wochenende stand der erste Gig mit Mister Santos und Band an. Gegenüber den Fernsehshows, bei denen ich die WM-Single „Das dicke Ding“ rein elektronisch mit vier e-Pads und dem TM2 realisiert hatte, haben wir uns jetzt für die Kombination von Naturschlagzeug (Kick, zwei Snares, Tom, Hihat, Crash), Originalsounds aus der Produktion (getriggerte Kick via RT-10K, getriggerte Snare via RT-10T) und Rechnerzuspielung entschieden.
Beim Soundcheck (Open Air, sehr kalt) hängte sich das Triggermodul immer wieder auf und war nur noch durch Ziehen des Netzsteckers aus der klanglosen Starre zu befreien (was glücklicherweise keine Knackset oder sonstigen Geräusche auf die PA schickte). Ich war ratlos, konnte aber dank der engagierten Hilfe des Roland-Produkt-Managers Hauke Lang (wohlgemerkt Samstag vormittags um 9Uhr!!!) das Problem eingrenzen:
– immer hilfreich, der Link zur PDF-Bedienungsanleitung. Sowie der Link zu der Liste mit den Werksklängen.
– ist die aktuelle Soft/Firmware drauf? (Version 1.0.1)
– Backup machen und den Factory Reset durchführen:

  1. Halten Sie den [SHIFT]-Taster, und drücken Sie den [INST ]-Taster.
  2. Wählen Sie mit den [<] [>]-Tastern “FACTORY RESET”, und drücken Sie den [+]-Taster.
    Im Display erscheint eine Bestätigungs-Abfrage.
    Um den Vorgang abzubrechen, drücken Sie den [INST]-Taster.
  3. Drücken Sie den [+]-Taster.
    Im Display erscheint erneut eine Bestätigungs-Abfrage.
  4. Drücken Sie den TRIG IN [2]-Taster, um den Vorgang auszuführen.

– tauchen die Probleme auch ohne eingelegte Speicherkarte auf?
– kann es sein, dass sich aufgrund der Bühnvibration die SD-Karte lockert und herausspringt?
-> Gaffer/Klebebandstreifen über den Kartenschacht.
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– ist die Speicherkarte randvoll? In diesem Fall Backup machen, auf einem Rechner sichern, die Karte „entschlacken“
– bei extremer Kälte kann es an der SD-Karte selbst liegen. Wenn möglich, eine andere verwenden
-> rate von daher unbedingt, eine zweite SD-Karte mitzuführen.
– Ich habe letztlich das Modul von der Bühne genommen, um im Backstage weiterzuforschen, wo das Gerät dann plötzlich anstandslos funktionierte. Leider gab es für weitere Experimente keine Zeit mehr, so dass ich als letzte Möglichkeit beschloss, mich mich vom Bühnenstrom zu trennen und das TM2 mittels 4x AAA Batterie zu betreiben – was dann auch ohne Beeinträchtigung funktionierte.
Kleinere Probleme kamen dennoch auf mich zu, aber aus einer anderen Richtung:
– a. während des Gigs lockerte sich am Gerät der Klinkenstecker meines Snare-Triggers -vermutlich in der Hektik nicht richtig angeschlossen. Da es das typische Stereo-Stecker-Modell war, mittels welchem pro Eingang zwei Sounds angesteuert werden können, löste diese Steckerposition einen ungeplanten Klang aus.
-> unbedingt überprüfen, ob auf nicht verwendeten Kanälen irgendwelche Sounds liegen!
– b. da während des Soundchecks das Modul nicht lief, hatte ich auch nicht die Sensivity/Threshold/Cross-Talk Einstellungen (die beim Proben funktionierten) überprüft. In der Regel ist das Energie-Level beim Gig größer, sprich: die Bühne und das eigene Spiel lauter. So dass ich irgendwann mit Übersprechungen und Fehl-Trigger auf dem Kick-Trigger zu leben hatte – klassischer Trigger-Fehler – und schließlich dann auch den Klinken-Stecker aus dem TM2 Input ziehen musste… „Fehler werden gemacht, um zu verstehen
– Um mich daran zu erinnern, dass das Soundmodul voll aufgedreht ist, markiere ich mit weißem Edding diesen Punkt:
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