Archive for the ‘Krautrock’ Category

mehr Klangkünstler als Toningenieur

Mai 9, 2019

Arte Doku über Conny Plank.

Und auf der anderen Seite des Netzes erzählt Hans Martin Buff von den Anfängen der DAW.

 

Der Motorik

April 27, 2019

Ein schöner neuer Fachbegriff aus dem Krautrock-Fundus. Zur Wortklärung zitiere ich einen Satz aus dem schönen taz Loblied über die unbekannteste aller deutschen Musiklegenden, Michael Rother (Kraftwerk, Neu!, Harmonia), dessen Soloschaffen gerade mit einer Retrospektive auf Grönland Records beleuchtet wird:
>>Während Dinger den klassischsten aller Krautrock-Beats, den Motorik, erfand, umspielte Rother auf Songs wie „HalloGallo“ oder „Negativland“ diesen mit verzerrten Gitarrenhooks. „Ich wollte mich vom Blues abwenden. Es ging darum, etwas Neues zu erschaffen“<<

Ich höre mir jetzt erstmal etwas „Fernwärme“ zum Frühstück, später dann den electronic beats Podcast (nach der Werbung ab 2.50′) an:

Musik (mit) Kulisse

März 7, 2018

Oszilliere gerade zwischen interessanten Extremen:
Gestern noch körperlichste Beats für 640 PS, ganz idyllisch, am Fusse des Mont Blanc (Genfer Autosalon), morgen dann Herzblutmusik mit Netzer vor Frankfurts  beeindruckendster Lautsprecherwand (dem Soundsystem im Tanzhaus West).
Und zwischendurch buntperlender, obskurer japanischer 80er Disco-Sound auf die Ohren, sowie Seitenblicke auf Onkels Glitzer-Schlagzeug (nebst den wunderschön eingerahmten Effektgeräten)!

Ode to Perfume

September 6, 2017

>Als der Westen noch recht übersichtlich war, Ende der Sechziger, gab es zwei Fernsehsender, die bundesweit zu empfangen waren: ARD und ZDF. Für beide komponierte Can, die Kölner Rockband, Soundtracks und Titelthemen. Ihre von der E-Musik und vom Freejazz abgeleiteten improvisatorischen Songs überführten das Technicolor-Zeitalter der Fernseh-Bilderwelten in einen neuen Klang.<<

So beginnt Julian Webers taz Nachruf für Holger Czukay.

In einem anderen Nachruf (von npr. org) wird dieses schöne Zitat verwertet (welches sich perfekt auf unser – einen Stereoklang schaffendes – Schlagzeugspiel übertragen lässt):
>>“When you make a two-track recording you still have the choice to erase, to put holes into it,“ Czukay said in 1989. „The holes are sometimes even more important than the actual sound.“<<

Oh! 2 mal Menschmaschine

Februar 1, 2017

Neulich kam mir im Konzert eine „Trio Elf“ Melodie sehr vertraut vor. Es war die Kraftwerksche „Mensch Maschine„, die ich nicht zuordnen konnte. OH!
Ich hoffe es lag daran, dass mein Hirn in letzter Zeit die dem Kraftwerk-Thema ebenfalls sehr ähnliche Warteschleifenmucke von O2 deutlich öfter als die Krautrockperle selbst zu hören bekam…

liebe Zeit!

Januar 23, 2017

Dass wir dem Umstand „Tod“ machtlos gegenüberstehen haben wir letztes Jahr hinreichend festgestellt. Unschön ist es aber dennoch immer wieder auf’s Neue.

Dass  jetzt  Jackie Liebezeit gestorben ist, stimmt mich traurig.
Der Mann, mit einem der besten Trommlernamen überhaupt, dem wohlwollenden Imperativ: liebe Zeit!
Der Drummer, der dieses Credo auf ureigene Art umzusetzen wusste und mit seinem flussorientierten Minimalismus sowohl Musikgeschichte, als auch Rhythmusbewusstsein geprägt hat.
Der Rhythmusmacher, der das Wort Maschine positiv besetzt hat und einer solchen auch als erster in Deutschland einen zusätzlichen Platz  im Bandkontext geschaffen hat.
Der Trommler, auf den die Bezeichnung bestens passte, da er vornehmlich auf Toms spielte.

Bitter! Aber sein Vermächtnis bleibt und sein schöner Nachnamen als Assoziationsanker auch!

Schlagzeuger im Technik-Crashkurs

September 12, 2014

Die Magie des Maschinellen“ ist ein spannender taz-Artikel über den Schlagzeuger Harald Großkopf, den er hat>>eine Karriere vorzuweisen, die im (Kraut)-Rock ziemlich einzigartig ist. In seiner Person verbinden sich die Anfänge der kommerziell erfolgreichsten deutschen Hardrock-Band, experimenteller Progrock, drogenvernebelte kosmische Musik, Elektronik, Neue Deutsche Welle und Techno.<<

Feedback-Schleifen und Trillerpfeifen

April 15, 2014

Kraftwerk Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1970 (mit Klaus Dinger am Schlagzeug)

Roboter essen kein Sauerkraut

Januar 24, 2012

Guter Web-Fernseh-Tipp von Hellmut:

Meine Lieblingsstelle, von Joachim „Eroc“ Ehrig (= Grobschnitt Drummer), über die Fähigkeiten des Produzenten [‚48.45]:

>>Man muss den Leuten geben, dass sie gerade das BESTE Solo ihres Lebens gespielt haben und es trotzdem nochmal machen dürfen<<

Tago, Ege & mehr

November 25, 2011

Las gerade in Julian Webers taz Artikel zur „Tago Mago“ Wiederveröffentlichung:

>>Ihre jamartige und doch formstrenge Musik beeinflusste gleich mehrere Popgenerationen, Punkbands der Siebziger genauso wie Elektronik-Produzenten. So gilt das Can-Album „Ege Bamyasi“ von 1972 etwa als Blaupause für hochgepitchten Drum n Bass, wenn man die Musik auf 45 Umdrehungen abspielt.<<

Zudem gehört der Track „Spoon“ zu den frühesten Pop-Titeln, auf denen ein Trommler zur Rhythmusmaschine trommelt.

Diese schicke Gitarre ist übrigens ein Objekt aus der Ausstellung „Halleluwah – Hommage à Can“ (Künstlerhaus Bethanien, Berlin. Bis 18. Dezember)