Archive for the ‘Sound’ Category

Sustoner

Juni 12, 2017

So schön ein vollmundiges Becken auch ist, gibt es doch öfters Situationen (Musikstile, Venues, Handlungsbedarf im Studio) in denen man den Klang des Metalls kontrollieren möchte/muss. Dabei geht es in der Regel um die Parameter Lautstärke, Nachklangdauer (Sustain) und störende Frequenzen.
Hier im Blog wurde diesbezüglich schon an verschiedene Stellen über die Problematik nachgedacht und über gelochte Geschirrtücher, DJ Slipmates, Gaffer-Grafiken und die ein oder andere Idee der Industrie (MuffstickMeinl Cymbal Tuners, Cympad, Zildjan Gen/L80) berichtet.

Jetzt kommt Veith Kloeters mit seinem Sustoner um die Ecke, einem Helferlein für’s Ridecymbal, welches aus einem Lineal-ähnlichen Holzbrettchen besteht, das mit Schaumstoffquadern beklettet und vom Beckenständer gehalten wird, um schließlich unter dem Becken seinen dämpfenden Dienst zu verrichten.
Max Gebhard hat das Tool für bonedo getestet:

Kabelbinder & Pferdemaske

Juni 6, 2017

Neulich entdecket ich beim Kollegen Volker Schmidt die simple wie perfekte Lösung für all die abgerissenen Schiebergriffe meiner Softbag-Reißverschlüsse: Kabelbinder (und bei Gelegenheit ‚ ne Schere):

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Ich freue mich immer, wenn ich am Frankfurter Hauptbahnhof das Pferd trommeln höre: zum einen, weil es mächtig groovt, zum anderen weil es immer diverse gutklingende, reisefreundliche Komponenten dabei hat!

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Im gestrigen Fall waren es der befüllte Alutopf (links), den ich blind nicht von einem Linndrumsample unterscheiden könnte, die fette „Basstom“, der (Cowbell ähnliche) 70er Emailtopf, sowie die Hihat-Technik des Horsedrummers (Crash auf dem Boden, das mit dem linken Schuh geöffnet und geschlossen wird).

Peng!

Mai 31, 2017

Die beiden alten Videos machen Lust…

 

…auf das neue Album von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi:

KreisMusik in Bild und Ton, interessante DIY Schlagwerkinstrumente inklusive.

Und als Gegenpol direkt weiter zu Lubomyr Melnyk

Papp-Clap

Mai 15, 2017

Mein Ausflug ins Bremer Trommelwerk wurde durch das Geschenk von Dietmar „Ditsche“ Hussong wunderbar vergoldet: Fortan habe ich seinen DIY Papp-Clap in der Stocktasche!

Das Teil (das sich aus mehreren, im Ziehharmonikastil gefalteten, Pappbögen basteln lässt) klingt gleichermaßen auf der Trommel, auf der anderen Hand, oder auf irgendeinem festen Untergrund.
Super, eine weitere Klatsch-Idee für die Liste.

 

Kombizange, Tannenzapfen & angenehm volle Ohren

Mai 11, 2017

Vier Tage Berlin und ich muss erstmal aufstehen und mich sammeln – so ’ne Inspirationslawine hat ordentlich Impact…

1) X-Jazz: ich hörte Prommer und entdeckte Jeannel. Und der Fink-Drummer hat eine interessante Beckenauflage von Keplinger.

2) meine SYN/CUSSION Highlights:
– Katharina Ernst behängt ihren Gong mit Schrauben; sie trommelt beindruckende polyrhythmische Kombinationen.
Martin Brandlmayr spielt fantastisch, auch mit Crotales und Murmeln auf der Snare. Grandios auch sein gehauchter Kickdrumsound, als wäre ein dezenter Bassist zugegen.
Sein Counterpart war der „Automat“, ein vom Computer (und Nicholas Bussmann) gesteuerter, präparierter Flügel. Als nächstes höre ich mir Martins Band Radian an…

– Tannenzapfen (Nadeln und Blech) auf der Basstrommel (bei Lê Quan Ninh).
John McEntire und Sam Prekop, der Wellnessbereich (Meer und Kuchen) des Festivals,
– die DJ-Einsprengsel von Natalia Eskobar, ihre Sets gefallen mir auch sehr.
– Morton J. Olsen hatte eine rotierbare Bassdrum dabei (auch ein präpariertes Vibraphon und drei schicke Drumsynths: Mbase, Kick Lancet und Coron Drum Synthe) – auf der anderen Seite loopte und feedbackte Marta Zapparoli mit diversen Bandmaschinen.

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– auch wenn sie als Duo nicht „miteinander“ überzeugten, bin ich nach wie vor großer Fan von Jan Jelinek und begeistert das mit 73 Jahren noch elegant (Anzug) und frei trommeln kann. Hut ab, Mr. Sven-Åke Johansson!
– Danke Paul Lovens für die Kombizange in der Stocktaschen und den ansteckenden Humor. Der EMS Synthi A ist auch mächtig!

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–  Die >>tanzbaren wie rebellischen DJ-Sets<< von Annika Henderson, waren genau so. Gut.
Ein ausführlicher Bericht SYN/CUSSIO – ein Drumfestival ohne Backbeat wird noch in drums&percussion erscheinen.

3) Schließlich war ich auch noch beim Drumtrainer und bei Teile-Elektronik (für einen weiteren Echo-Feinschliff) – dort empfahl man mir KUF (mit Hendrik Havekost hinterm Set), einfach so.

„Greift einfach zu Maschinen – oder spielt mit ihnen, dann klappt es auch mit dem richtigen Sound“

Mai 5, 2017

Philipp Rhensius bringt es in der taz-Ankündigung des SYN/CUSSION Festivals auf den Punkt und erklärt damit indirekt, warum die Verbindung von Trommeln und elektronischen Klangerzeugern so perfekt zukunftsweisend funktioniert:

>>Ein Beat ist nie einfach nur ein Beat. Eine Erkenntnis, die angehende SchlagzeugerInnen spätestens dann machen, wenn sie versuchen, einen bestimmten Song oder Track nachzuahmen – und daran verzweifeln. Ist es doch genau der gleiche verdammte Rhythmus, den sie da über Tage, Monate, vielleicht Jahre eingeübt haben.

Das Problem jedoch – und das ist die nächste frustrierende Erfahrung – ist der Klang selbst. Wenn er nicht stimmt, kann der Groove noch so perfekt sein: ein rostiges Akustikschlagzeug in einem alten Proberaum klingt nie so wunderschön wummernd wie die Drums in einem Rap-Song von Devin The Dude oder einem überdrehten, magen­erschütternden Jungle-Track wie „Original Nuttah“ von UK Apache & Shy FX. In Sachen Sound sind Maschinen den Menschen überlegen.

Dass dieselben musikalischen Ereignisse auf dem Notenblatt gleich sind, aber dann ganz anders klingen, hat wahrnehmungspsychologische Gründe. Rhythmen werden nie nur in einer zeitlichen Dimension wahrgenommen, wie findige Musikpsychologen einst herausgefunden haben.

Klänge mit einer ähnlichen Tonhöhe werden vom Gehör automatisch „gruppiert“, während weiter auseinander liegende Klänge als einzeln wahrgenommen werden. Im besagten Jungle-Track etwa addiert das Ohr die Bassmelodie einfach zur Bassdrum hinzu. Das schafft einen völlig anderen Gesamtklang, eine ganz andere Atmosphäre und damit: eine ganz neue Musikwelt.<<

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Der stimmbare Tom

April 27, 2017

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Die Standtompauke (Fuß-Roto) aus dem Meazzi Hollywood Multisound Katalog

 

that Warp mentality and the concept of murmuration

April 27, 2017

Ich entdecke gerade Rob Turner, Trommler des britischen Gogo Penguin Klaviertrios/Quartetts (denn FOH Mann ist volles Bandmitglied).
Ich beginne mit dem Interview des „Rhythm Magazine“ July 2014 und bin schnell begeistert!

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Über Formationsflug von Staren (engl. Murmuration)

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Rob Turner präsentiert sich als Klangtüftler – als einer, der die Bandbreite sucht – im Video schön zu sehen, wie das akustische Schlagzeug vielfältig präpariert wird, mit Glöcken, Kessing (auf Hihat oder Ride) und Rasselzeug (oder wie dort: mit Klangschalen) –  als einer, der sich um neue Wege der Klangerzeugung bemüht (wie diese interessante Stock/Shaker-Kombi oder sein Vorhaben, den Steinway Dämpfermechanismus auf die Kickdrum zu übertragen), ein experimentierfreudig Suchender. Eines seiner Klangideale ist übrigens Sound und Kontrolle von JackDeJohnette bei Miles Davis‘ Isle of Wright Konzert 1970.

So. Als nächstes sind die Alben dran…

the high falling sound

März 9, 2017

Kommt alles aus der Pollard Syndrum Quad: >>The high falling sound that you her a lot in disco-pop music<<,  >>the sound of a clanging bell<<, und die >>police car sirene<<.

 

Mickeymousing

März 5, 2017

Habe gerade die Bedeutung des Begriffs Mickeymousing gelernt, er meint
>>eine akustische Lautmalerei einer Bewegung oder eines Vorgangs in Bewegtbildern.<<