Archive for the ‘Sound’ Category

Sweet Spot

März 26, 2020

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Der Sweet Spot trägt einen schönen Namen und muss oftmals aktiv gefunden werden, ob beim Hören, ob im Proberaum in Bezug auf die Mikroposition (dabei hilft die Lektüre von Moses Schneiders Handbüchlein), bei den Trommeln in puncto Stimmung & Dämpfung, selbst in der DAW deines Rechners (-18db FS, auf dass die PlugIns optimal …).
Aber während der Corona-Problematik braucht’s einfach einen empathischen Hausmeister!

getrommelte Hiphop Beats aus der Box

März 16, 2020

Bin am Samstagabend zufällig über den Live-Stream des Max Herre (Geister-) Konzerts in Leipzig gestolpert, hängengeblieben und habe mich wieder einmal über die geschmackvollen Grooves von Matteo Scrimali gefreut! Dabei waren die Athen Tracks bzw. die Umsetzung so mancher  Trap Beats neu und schön für mich!

Auch Uwe Breunig verschreibt sich ebenfalls der Umsetzung von programmierten Hiphop-Beats, war gerade im großen Rhythmusaufgebot (zusammen mit Jan Stix Pfennig an den e-Drums und Max Grösswang hinter der Percussion-Burg) mit Kontra K auf Tour.
Im GEWA Video berichtet er u.a. von der Wichtigkeit, Soundvorstellungen zusammen mit FOH-Mann (in dem Fall Klaus Scharff) anzugehen.

 

Dark Matter

März 12, 2020

Nach dieser begeisterten Überschrift in der Sueddeutschen Zeitung
>>Grenzenlos neugierig mit der Festplatte im Rucksack: Der Londoner Schlagzeuger Moses Boyd produziert Jazz wie ein Mixtape im Hip-Hop<<
wird „Dark Matter“ direkt gestreamt.
Passend dazu schaue ich mir die vielen schönen Drum Tortillas an und versinke in einem wohlig dämpfenden Meer aus Stoff. Das macht die Zugfahrt nach Neubrandenburg gleich viel gemütlicher.

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PS. von der dunklen Materie zur düsteren Angelegenheit:
Bin natürlich auch gespannt, wie bzw. ob in nächster Zeit konzertiert werden wird. Da ich diesbezügliche Entscheidung selbstverständlich nicht selbst in der Hand habe, kümmere ich mich zu mindest um ein stabiles Immunsystem – Ingwer, Zitrone, Chilli & postive Vibes. Und sollte dennoch eine häusliche Quarantäne anstehen, freue ich jetzt schon auf die Buchtipps der taz, das Entschlanken und Verschachern des Equipmentbestandes, die Fertigstellung des Echodrums Schmökers, Songwriting, Familie, Kochen, Musikhören, das nächste Fest, oder einfach SCHLAFEN – hach, auf 1000 schöne Dinge, die viel zu oft zu kurz kommen…

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ich wünschte Andi Haberl

März 8, 2020

Letzten Donnerstag war ich dann prompt wieder im Museum und hörte mir begeistert die Premiere von Andi Haberls Solo Performance an – einer kreative Klangreise mit akustischem Schlagwerk und diversen elektrischen Klangerzeugern.
Als Rahmen fungierten Haberl-Songs, die improvisatorisch und in Echtzeit ge-remixt wurden und zu einem fließenden Ereignis verwoben wurden.
Neulich, beim Notwist Gig in Augsburg,  weckte Andis Spiel bei mir Gedanken an  Krautrock und Motorik-Beats, diesmal hüpften meine Assoziationen mal zu Fourtet, mal zu Tortoise. Und dennoch steht seine Art zu trommeln über all den gedachten Referenzen, ist unverkennbar eigen und stark.

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Hey, und endlich mal ein persönlicher, sinnvoller und zukunftsweisender Einsatz der Sunhouse Trigger – dazu kunstvolles, meist einhändiges Klaviatur-Spiel (auf Ableton, Organelle oder dem legendären Yamaha VSS-30) und wunderbar getrommelte Natursounds (u.a. Gongs aus aller Welt, Nussrassel, Peg Chimes, und natürlich das „Jazz Montez Swinger Kit„).
Diesen Act wünschte ich mir auf die einschlägigen Drumfestivals hierzulande!

Später erzählte mir Andi von Eli Keszler (ein ebenfalls kreativer Sunhouse-triggernder Soloschlagzeuger) und wir erfreuten uns an der Sample-Ästhetik von Deantoni Parks.

Mensch, ich hoffe, dass die Liveaufnahmen der Show gut im Kasten gelandet sind und wir hier bald mal gemeinsam reinhören können.
Außerdem halte ich Ausschau nach Konzerten und Veröffentlichungen von Andi Haberls „Sun“.

Zucchini und Reime

März 1, 2020

War mal wieder ein schöner Ausflug in den Red-Horn-District! Intensives Konzert und neue Entdeckungen, wie zum Beispiel ein Reco-Reco aus Metall (welches sich auch als Federhall bzw. Trash-Tool interpretieren und betrommeln lässt), der analoge Delptronics Thunderclap sowie folgender Satz von Saša Stanišić:
>>Er sagt: »Der Wein kommt vom Rhein.« Das wiederhole ich mehrmals lautlos, da ich aus dem Essay im Supermarkt-Journal weiß, dass Zucchini und Reime eine entspannende Wirkung haben.<<

Händeklatschen und Artverwandtes gab es reichlich: Publikum (klar), mein Clash-Stack, das direkt eingebundene Reco-Reco, das Roland SPD:One Electro und schließlich, den nach dem Konzert von Tobi direkt zum Testen herbeigeholte Thunderclap. Um den Kreis zu vervollständigen packe ich noch ein Foto meines Lieblings-Claps ans Beitragende. Sollte mir jemand diese formvollendete Schönheit – ein sowjetischer Lell KL Clapper – verkaufen wollen, ich würde sie direkt rahmen lassen und mir übers Bett hängen.

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bespielte Ohrenstöpsel

Februar 29, 2020

Bespielte Ohrenstöpsel bzw. Klangfutter für die Reise in den Red-Horn-District:
Vier Track-Highlights aus dem Gedicht-Film „Denk ich an Deutschland in der Nacht„, den ich gestern streamenderweise nachgeholt hatte.
1. Laurence Guy ‎“Thinking Of You“ (2016)

2. Grooveman Spot „Fork Power“

3. Minus Delta T „Muslim Pulse“ (1984)

4. Ricardo Villalobos „Spritzcussion“ (1999)

Und dann höre ich mich durch das neuerschienene „Web Web“ Album (Roberto di Gioia, Tony Lakatos, Christian von Kaphengst, Peter Gall & Joy Denalane):

Hey und Version Zwei meines Clash Stacks habe ich auch im Gepäck – bin gespannt, wie er sich auf der Bühne macht 🙂

 

Clash Cymbal

Februar 25, 2020

Ich habe mir doch neulich das Tiny Desk Konzert der Drumhedz angeschaut und war von den beiden Clap Stacks der Rhythmusmacher klanglich sehr angetan, so dass ich gestern mal die verschiedensten Kombinationen (von nicht verbogenen) Becken getestet habe.
Letztlich brauche ich für einen zufriedenstellenden Sound 4 Meinl Becken (beide Teller des 12″/10″ Generation X Electro Stack, das 14″er Bottom von Bennys Trash Hats und ein 10″ Candela Percussion Splash), sowie 1 „Stiel loses“ Meinl Kessing on top.

Dünne, trashig und trockene Becken (also eigentlich all die gelöcherten Kandidaten), bestimmt auch billiges Blech, funktionieren für diese Aufgabe am besten, da sie wenig „Ping“, dafür einen tief-fauchigen, natürlichen Hall liefern.
Aus optischen Gründen hatte ich all meine China-Typen herausgesucht – sie kommen formal der Istanbul-Vorlage (die ich leider in echt noch nicht gehört habe) am nächsten.
Schließlich habe ich noch ein mitrasselndes Kessing (durch ein Beckenfilz vom restlichen Stapel getrennt) auf die Spitze meines „Clash Stacks“ gesetzt – für weitere und vor allem hochfrequente Raumanteile.

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Ich habe mir neulich das Tiny Desk Konzert von #chrisdaddydave und seinen Drumhedz angeschaut und war von den beiden Clap Stacks klanglich angetan, so dass ich gestern mal die verschiedensten Kombinationen (von nicht verbogenen) Becken getestet habe – letztlich brauche ich 5 Becken und 1 Kessing. Um so mehr freue ich mich jetzt aber bei jeder Snare- oder Rim-Dopplung! Und: Mein neues „CLASH CYMBAL“ kann sogar zwei Sounds, je nachdem ob ich auf das kleine Splash oder den unteren China-Rand ziele 🙂 #meinlcymbalsgermany #meinlpercussion #kessing #generationxelectrostack #generationxtrashhat #candelasplash #thedrumsounds #twofer #fakeelectronicclap #onehandedhandclap #clapstackhack #clashcymbal @norbert_at_meinl @hannes_at_meinl

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Anyway, ich freue ich mich jetzt bei jeder elektronisch angehauchten Snare- oder Rim-Dopplung!
Und hey, dieser Clap-Stack-Hack kann sogar zwei durchsetzungsfähige Sounds, je nachdem ob ich auf das kleine Splash oder den unteren China-Rand ziele 🙂

Körper & Instrument

Februar 22, 2020

Super Meldung in der Taz am Wochenende,

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super tiny desk concert von Chris Daves Drumhedz (inklusive zweier fantastisch klingender Cymbal-Claps)!

Pferd aus Glas

Februar 17, 2020

Verregneter Montag, nichts zu tun, denn der meiner Luft-Hihat (ein ins leise Nichts weiter bewegter Stock-Puls, der letztlich fast immer auf dem Oberschenkel landet) geschuldete blaue Fleck verblasst ja von alleine.
Zeit, um Zeitung zu lesen, übers Netz zu fliegen und die passende Begleitmusik zu kompilieren.

Nice Reso-Head-Muffling im 80er Steve Gadd Style:

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Die tolle Trommlerin Linda-Philomème Tsoungui schrieb mir vor ein paar Monaten: >>Der Tonmann von Cro hat mich letztens die weibliche Oli Rubow genannt. Hat mich bisschen geehrt.<< Heute fühle ich mich gebauchpinselt, als #philo.tsounui markiert zu sein – und zack 20 Jahre jünger…

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Mark Guiliana hatte nach der Bag-Show bestimmt auch Farbe auf’m Bein…

Hey, eins a Visualierung von Steve Snodgrass – sollte ich direkt für meine Drum Basics nachmalen:

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Energiezustände

Februar 8, 2020

Schau Dir mal die großartigen Schlagzeugsoli von Helge Norbakken und Benny Greb an, jedes für sich ein Schulterschluss von Druck, Dynamik und Finesse.
Dabei spannend: Der eine Rhythmusmacher tippt die Kickdrum bisweilen nur mit den Fingern an, der andere trommelt die Akzente mit vollem Körpereinsatz, kurz vor der Instrument bedingten Überkompression.
Beide Darbietungen setzen eine ähnliche Energie frei, denn sie erreichen unser Ohr letztlich dank einer bewußten Mikrofonie. Wow!

Weil aktuell erlebt, jetzt noch zwei persönliche Nebenschauplätze:
Ist der eigenen Energiefüllstand etwas niedrig, kann es durchaus passieren, dass die Konzentration (die selbstverständlich für’s abendliche Konzert reserviert wird) an anderer Stelle leidet und man ohne Hardware Tasche zum Gig fährt… na gut, dann halt noch zweimal durch den Feierabendverkehr der Großstadt zuckeln und Atem-Übungen machen oder Atmung mit Mouthpercussion verbinden (zack, sind wir wieder bei Norbakken).
Schließlich war das Carrera-Trio alles andere als überprobt und konnte einen wunderbaren Energiebogen spannen…

Gestern dann noch eine Art Impulserhaltungssatz: Um den Ableton-Rechner bzw. die Effekte des Trompeters Thomas Siffling zu steuern, mich selbst zudem mit einem Clicktrack zu versorgen, suchte ich während der Zugfahrt nach einer Metronom-App die andere Geräte mit dem „Link“ Protokoll synchronisieren kann.
Das „Beatball Metronome“ hat die Aufgabe ohne zu zicken auf Anhieb bewältigt!