Archive for the ‘Sound’ Category

Resonzfell „Eclisse“?

Januar 17, 2019

Ich habe eine schöne Nachtischlampe – Erbstück von meiner Oma. Das Modell „Eclisse“ ist schon seit Jahren im Gebrauch, aber erst gestern Nacht drängte sich mir nach dem Einschalten die Frage auf, warum es noch keine Kick-Resonanzfell-Konstruktion gibt, bei der sich (mittels Drehvorrichtung, Schiebetürchen, Klett-System o. ä.) die Charakteristik von geschlossenem zu ventiliertem Fell ohne Fellwechsel ändern lässt…

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THE BRITISH PRESS WANTS YOU!!

Januar 7, 2019

Ich muss gestehen: trotz bester Ferienstimmung fehlt’s mir an Zeit.
Erst die dreistündige DLF Sendung über das Schlagzeug, jetzt noch die Basic Channel Story
Egal muss – sein – denn der Einfluss von Mark Ernestus und Moritz von Oswald ist massiv, auf mich: prägend! Und wenn die Dubtechno-Erfinder in der taz leidenschaftlich als „See aus Rhythmus und Sound“ beschrieben werden und das große Portrait-Gespräch im RA mit diesem Fax von Mad Mike beginnt, müssen die anderen Sachen halt warten.

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>…and then I realised the sequence is the thing of the track. Forget all drums.<<
René Löwe aka Vainqueur

Crashing Ninja Style oder gar nicht!

Dezember 29, 2018

Hätte schon mal zwei (Proberaum-) Wünsche für 2019:
Mal die Becken hinter mir aufstellen, so wie es Jonathan „Sugarfoot“ Moffett (bei 1.26′) macht, um dann Ninja-gleich die „eins“ zu markieren!

Und: neue Felle aufziehen (schon gemacht) und dann mal eine weile Becken-freie Grooves entwickeln.

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Ideengeber dafür sind zum einen all die Trommler, die in den 1980er Jahren ihr nagelneues Drumsynthmodul verkabelt ausgepackt haben (die ja bis auf wenige Ausnahmen ohne Cymbal-Channels ausgelegt waren), zum anderen das aktuelle Sticks (01-02-2019) Interview von Pat Fa, in dem der Rea Garvey Drummer folgendes erzählt:

>>Dann bin ich zu Aufnahmen zur Rea-Platte „Pride“ nach Island geflogen und der Producer im „Sundlaughin Studio“ wollte, dass ich die Tracks ohne Becken spiele, damit er die Raummikros aufreißen kann.<< […] Bei den Overdubs benutzten wir zum Vergleich Paiste sowie auch Cymbals verschiedener anderer Hersteller und konnten in der Regie die Becken-Sounds parallel checken. In diesem Studio klangen die Paiste Cymbals einfach am geilsten. Das fand ich sehr interessant, denn sie klangen nicht am geilsten im Studioraum am Set. Dabei fand ich die Auffassungsgabe des Producers inspirierend als er sagte: „Mics hear!“ bei uns in Deutschland sagt man ja immer Mikrofone zeichnen auf. Aber die Amis gehen von der Hörcharakteristik eines Mikrofons aus.<<

PS. Hier noch meine Spotify-Liste mit Drumgrooves die (fast) ohne Hihats oder Becken auskommen. Nicht ganz so streng und mit anderen schönen Beispielen bestückt ist der Artikel „How To Groove Without Cymbals With These 42 Examples„. Ansonsten fällt mir noch ein, dass Keith Moon, Brian Chippendale (Lightning Bolt) und  der Jazzdrummer Leon Parker auch öfters mal ohne Hihat auskamen/kommen.

Miffy-Caxixi

Dezember 23, 2018

Stellt die russische Puppenfamilie Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit (bzw. in der männlichen Varianten: Kriegstüchtigkeit und Stärke) dar, steht meine MiffyCaxixi Treppe für puren Groove und den Hang zum Verspielten.
(Leider verweilt die kleinste Caxixi derzeit im Proberaum – so gibt’s am 23. Dezember halt ein Foto mit drei Rhythmusmachern, am 24. das Familienportrait mit allen vier.)

Eine ungemixte Musik-Liste zum Dazuschütteln hätte ich auch parat. Sie beinhaltet Musik von Freunden, Tipps von Freunden & ähnlich Getakteten, Neuentdeckungen und ein, zwei alltime classics. Funktioniert bestimmt auch als Schwunggeber beim Geschenkeeinpacken.
Oh man Oli, warum denn jetzt doch/auch noch Spotify???
1. Musikhör-Begeisterung / 2. Austausch & Kompatibilität (beispielsweise mit den Studierenden) / 3. keine Werbung (vor allem für die Kinderohren) – aber nicht ohne roten Kopf …

found sounds of the week

Dezember 19, 2018

Habe neulich zwei klasse Klangquellen gefunden und dazu immer auf Parties!
Nummer eins, die große Muschelkette/Installtion, die Andrea zum Geburtstag geschenkt bekommen hat – ein eleganter hochfrequenter Klang, irgendwo zwischen Kastagnette, pseudo-elektronischer Hihat und muted Chimes.

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Nummer Zwei, die Sounds aneinander stossender Bowlingkugeln.
Die Schlagzeugklasse der HfMDK geht traditionell zum Weihnachtskegeln in die Clubgastätte der Frankfurter Eintracht, dort habe Einzelklang und Flam (mehrerer Kugeln) aufgenommen.

Fazit:
1. immer schön mitschneiden – eigene Samples basteln!
2. mehr Feiern!

DrumGees

Dezember 16, 2018

Ich habe schon mit unterschiedlichen Gummispannern experimentiert, vom Fahrradzubehör, über Vorhang-Spannfixe, bis hin zu Thomas Tieslers Sticktrap. Letztgenanntes Teil wurde eine Zeitlang als praktischer Helfer von einigen Drummern gewertschätzt, tatsächlich auch professionell vertrieben und verkauft;… wurde…
Jedenfalls dienten mir die elastischen Bänder beispielsweise dazu, um den Ersatzstock fest und allzeit parat auf der Kickdrum abzulegen, oder um ein Meinl Drumbal auf Snare bzw. Toms am Wegspringen zu hindern. Auch von außen ans Bassdrum-Schlagfell gelegter Molton ließ sich klanglich stabil an entsprechender Stelle positionieren.

Über den Instagram Kanal von Max Gebhardt habe ich nun die DrumGees entdeckt, ein durchdachtes „Halte-Werkzeug“, bzw. ganz profan „stuff to hold stuff on stuff“ – wie Erfinder Jakob sein Produkt umschreibt.
Kick- und Rim-Drumgees versprühen durch ihren Outdoor-HiTech-Look ein derart vertauenswürdiges Halte-Versprechen, dass ich die Teile direkt testen möchte!

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Playing with my ball beat no.2. I don't know what this beat is. But I like the bending effect created with the @drumgees mounted shakerball. The mechanics with this one feel somehow odd to me because there is much going on. The concept here is a split stick/beater thing. The left side is soft, the right is hard. I use a double pedal with the left beater being a @vicfirth fleece model, the right one is a harder leather model by @lowboybeaters. …………#beats #pickupbeats #drumloop #zultancymbals #zultandune @drums.bonedo @oriollodrums #ufipximbau @ufip_official #bateria #baterista #drummer #studiodrumming #drumlads #talentedmusicians #beatmaker #drumfam #beatproducer #music #fcp #soundtoys #boomylatin

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draußen, drinnen, elektrisch

November 5, 2018

I. Landläufig werden die Wörter „Hall“ und „Echo“ gerne unterschiedslos verwendet, dabei  ist das das Echo ein Naturphänomen und meint die Wiederholung(en) eines Klangs („Wer ist der Bürgermeister von Wesel  -esel…esel“), der natürliche (Nach)Hall hingegen besteht aus Reflexionen in geschlossen „Räumlichkeiten“ (vom Auto bis zur Kathedrale).

II. Strom, Schallaufnahmen, Rundfunk – eine Collage*

>>…In the beginning of electric recording around the mid-twenties, recorded reverb was essentially the audible byproduct of a physical distance between a sound source and a microphone. Record companies sought out appropriate rooms for a desired effect. Right from the outset of early recording, those early pioneers were already working with mic placement and rooms for a desired effect<< (1)

>>But recorded music’s rise in popularity brought with it the question of how to recreate the sound of physical space.<< (3)

>>1928 schrieb die Times, dass aufgrund der neuen Forschungen die Konzepte von Sende- und Empfangsräumen neu überdacht werden müssten. Wegen der typischerweise kleinen Wohnungen der Rundfunkhörer könne da kein Hall erzeugt werden.<< (4)

>>One of the first documented uses of natural reverb to intentionally enhance a recording was by engineer Robert Fine, who introduced ambient mics on some of the early “Living Presence” recordings on Mercury Records.<< (2)

>>Countless methods emerged, some ingenious. That ghostly sound of Robert Johnson’s recordings? He sang and played guitar while sitting in a chair facing a corner of the room (the technique is called „corner loading„)<< (3)

>>Bill Putnam converted his studio’s bathroom to create one of the first purpose-built echo chambers, placing a speaker in one corner and a microphone in another, and mixing the sound with a live recording.<< (2)

>>Guitarist Duane Eddy used a 2,000-gallon water tank from a scrap yard, placing a speaker on end of the tank and a microphone on the other. Capitol Records built its concrete echo chambers 30 feet beneath its studio.<< (3)

>>None of those solutions are particularly portable, which in itself presents a problem that various contraptions sought to correct. There was the widely used EMT Reverb Plate [dt. Hallplatte] for instance, and much less-used oil can delays. Tape delay devices such as the Echoplex and the Roland Space Echo derived from the „slapback“ echo technique made famous by Sam Phillips at his Sun Studio. Essentially a tape machine with two playback heads, one that repeats milliseconds after the first, it defined the sound 1950s rock and roll. Along with Chet Atkins, it was Elvis’s guitarist, Scotty Moore who brought artificial reverb out of the studio and onto the stage<< (3)

>>Another technology that emerged during the ’50s was spring reverb (dt. Federhall).<< (2)


>>The advent of digital technology in the late ’70s and early ’80s changed the face of most things audio-related, including reverb. Digital reverbs made it possible to create “programs” that emulated the natural ambience of any space<< (2)

>>with artificial reverb, studio engineers could bend reverb to their will. Often they did so to mimic the sounds of great concert halls and cathedrals, but for some, artificial reverb allowed them to become the virtual architects of spaces that could never exist in the real world. They could create the aural equivalent of M.C. Escher drawings.<< (3)

III. Heute
>>Heute passt das Äquivalent eines Studios der vergangenen Jahrzehnte in einen einzigen Laptop hinein. So bemerkenswert praktisch das auch ist, es inspiriert das eigene Schaffen sich daran zu erinnern, dass die aktuellen Audioprogramme und Plattformen nur einen Teilschritt einer Entwicklung darstellen, die fast 100 Jahre zurückreicht.<< (5)

*
(0) = https://www.uaudio.de/blog/emt-reverb-history/
(1) = https://www.uaudio.de/blog/the-basics-of-reverb/
(3) = https://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2012/06/how-humans-conquered-echo/258557/
(4) = https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhall
(5)= https://www.ableton.com/de/blog/studio-as-an-instrument-part-3/

Shaker verkehrt oder ich im Rosanna Pullover

Oktober 31, 2018

Zur Vorbereitung der Joo Kraus/Uwe Ochsenknecht Gigs (1, 2)  war ich seit langem mal wieder im Bunker.
Und da meine Singles bekanntermaßen nicht die flottesten sind, wurde bei Georgy Porgy mit verschiedenen Shakern zum Stock in der rechten Hand experimentiert.
Erfahrungsmäßig gut und typisch funktionierte der Meinl Alu Shaker, richtig spannend (leider auch für Sehnen und Muskeln) wurden die getrommelte Achtel-Hihats mit einem verkehrt herum gehaltenen One-Shot-Shaker (also mit Daumensymbol nach unten), hör‘:

PS. das dementsprechende Toto Feel kam bestimmt durch Andreas Pullover, der jetzt meiner ist…
PPS. beim Soundcheck in Ulm meinte Joo, dass wann immer er ein Tempo 96 brauche, er kurz „Georgy Porgy“ ansingen würde (siehe Inner Clock Game).
PPS. my #perfectpair is a trio

Humbucker im Kessel?

Oktober 22, 2018

Thorsten Reeß aka Mr. Muff hat mir am Samstag ein vielversprechendes Foto von der „Crash it“ Messe aus Mannheim geschickt.

9ee826ba-1ba5-418a-bbf5-fbc04d16c810Wie diese elektrifizierte Snare aus dem Hause Drumkenstein Drums wohl klingen mag?
Welche angedachten (aber auch sonstigen) Möglichkeiten sich durch den Gitarren-Tonabnehmer im Inneren des Snarekessels eröffnen?

Schade, dass ich es nicht nach Mannheim geschafft habe. Aber immerhin war ich dem Vintage-Spirit durch die gestellte (und wohlklingende) 5″ Tama Royalstar Snare (7576?) mental verbunden.

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PS. im Moment des Hochladens schickt Axel Mikolajczak ebenfalls eine Email zu den Drumkenstein-Snares von Martin Baytchev und schreibt, dass eine Snaredrum sogar zwei Pickups montiert hatte (ein zweiter gegen die Kesselwand). Und auf Axels Fotos sehe ich auch Modelvarianten mit Single Coils 🙂

THE Tony Williams Album?

Oktober 15, 2018

Kaum wird das Wetter etwas herbstlicher, finde ich einen schönen Instagram-Post zum reinlegen:

Nefertiti“ ist der einhellige Spitzenreiter (u.a. auch von Mr. Colaiuta), ich entscheide mich für das erste (?) Tony Williams Album mit Simmons und-Drumcomputer-Beteiligung. („Foreign Intrigue“ von 1985) Die Wahl begründet sich in seiner Einstellung, als Jazz-Meister mit dem davon weit entferntesten Instrumentarium zu experimentieren (siehe auch Modern Drummer Interview 6/1984)…