Archive for the ‘Sound’ Category

The real Trash Cymbal

März 26, 2021

Omar Hakim hat sich in den frühen 1980er Jahren gerne mal einen Mülltonnendeckel angebohrt und auf einem Beckenständer platziert, ein eins a Ansatz um die typischen Drum Machine Claps zu simulieren.
Wissen wir ja schon. Egal, hier das Originalzitat aus dem Modern Drummer 12/1984

>>When we were doing the song „Where The Moon Goes“ there was a drum-machine beat, which had handclaps programmed on every third beat. We were not going to use the drum machine, so I had to get something to simulate that sound. We banged on everything in Joe’s house and his backyard, and then I said, „Garbage-can lids.“ To his wife’s dismay, Joe got the garbage-can lid out of his backyard. He drilled a hole in it, we put it on a stand, and I used it on that tune.<<

Dass diese charmante Idee auch direkt eins zu eins auf den Markt gebracht werden wollte, beweist die (offenbar einmalige) Anzeige (in Modern Drummer 10/1984):

So eine Verkaufsidee ist für mich ähnlich seltsam, wie Sea Pod Shaker, die vom Flammenbaum wachsen… Da bin ich doch eher ein DIY/Mundraub Kandidat.

Aktuell gibt es übrigens auch wieder Trash Cymbals, die haben jetzt aber mehr als ein Loch und sehen so aus:

Frühlingswetter, Sommerdusche

März 24, 2021

… und dabei laut singen. Oder mit einem Echogerät trommeln!

Das Foto stammt aus der Bedienungsanleitung des Yamaha Homerecording Mixers MM-30, der damals zur Klangformung pro Kanal zwei Drehknöpfe bereitstellte, einen simplen EQ („Tone“) und einen, der das Signal ins interne Eimerketten Delay schickt („Echo“).

Ach ja, zum Thema eins Wetter, Sonnenschein. Lass dich nicht blenden und pack die Schirmmütze ein:

Die schicke Schachtel des Roland SH-101 (der übrigens gerne von Rhythmusmaschinen getriggert und so zu selbiger wurde) habe ich im Soundgas Shop abfotografiert.

Und hey, wenn du dich im Park vielleicht locker machen willst, dann empfehle ich ein paar Lese/Bodypercussion-Übung von Kristof Hinz‘ wohldurchdachter Klatschkurs.de Seite.

Psychoakustik

März 19, 2021

Daniel Stämmler, unser Hattler FOH, hat mir diesen spannenden Fünfteiler zum Thema Psychoakustik geschickt:

Gleich mal zwei passende Bezüge:

1. Repetition Pitch (Part 2/5, 3:19) >>Have you ever clapped in a reverberent space and thought you here a pitch in the resulting sound?
Da denke ich doch direkt an meine Echogeräte und den Stockhausen Vortrag von vorgestern.

2. Den Levitin Effect finde ich natürlich schon mal alleine des Namens wegen toll, aber auch den Inhalt mag ich. Denn es geht bei diesem Phänomen darum, dass wir Menschen (unabhängig von unserer musikalischen Ausbildung) oft Songs in der richtigen Tonart erinnern. Ich beobachtete ähnliches in Bezug auf die Tempi unserer Lieblingssongs und verwende diesen Umstand zur Erstellung einer persönlichen BPM-Erinnerungs-Liste. Und siehe auch dieses Phänomen hat Herr Daniel J. Levitin untersucht („Memory for musical tempo: Additional evidence that auditory memory is absolute„, 1996).

mechanical Gate

März 18, 2021

mit Floppy Discs. Müllvermeidung…

there’s that Steve Gadd thing you’re copying.

März 15, 2021

„Tom Tom for Backbeat“ ist gerade mein großes Thema. Sprich ich verbringe viel Zeit mit Steve Gadd.
Dass bei solch einer Kulturreise neben dem eigentlichen Fokus, immer wieder nostalgische Verzückungen aufblitzen ist eh klar, dass nicht minder spannende Nebenschauplätze zum Verweilen einladen, eigentlich auch.
Im folgenden Ausschnitt aus der DCI-Video Kassette „Steve Gadd In Session“ geht es also um die Tonlänge des Ridebeckens:

Aber wenn plötzlich eine bis dato selbstverständliche Zuordnung verrutscht – puh – dann muss ich erstmal ins Bett… natürlich nicht ohne vorher noch Rick Marotta aus dem Modern Drummer (September 1987, Seite 56) zu zitieren und zu schmunzeln:

>>There’s a lick he’s gotten credit for developing because he played it on so many records, and we laugh about it all the time. I was playing this hi-hat/ snare drum/ bass drum thing where I’d be playing just a simple figure, and then all of a sudden, it would become very complicated. It was kind of a paradiddle with accents. Chuck Rainey said, „There’s that Steve Gadd thing you’re copping.“ I said, „Steve got that from me. I did it on a Jerry LaCroix album.“ Rainey didn’t believe me, and I went crazy. It had been written in all these magazines that Steve came up with it, so I told Rainey to ask Steve. I saw Chuck a week later, and he said, „I really didn’t believe what you were telling me, but I asked Steve and he said, ‚Oh yeah, that’s true.‘ “ Steve doesn’t need to take credit for everything! He’s so great.<<

Jerry LaCroix „Mean Ole World“ (1974)

classic ideas

März 3, 2021

Habe heute bei den Master-Abschlüssen der klassischen SchlagzeugerInnen wieder viel gelernt! Vor allem die pseudo-elektronischen Effekte haben’s mir angetan.

Beispielsweise eine auf dem Paukenfell in Kreiselbewegung versetzte Crotale – another one-handed kind of roll – macht in Markus Haukes „Richard, ausatmen“ den Schluß klar. Parallel zum Kreiseln wird zusätzlich auch noch die Tonhöhe hochgetreten:
Crotale Spin & manual Pitch Bend, yeah!

Auch klasse: verschiedene Finger-und Schuhbürsten, die langsam kreisend über das Schlagfell der Gran Cassa gezogen werden und Rauschgeräusche erzeugen, die an eine subtile Lüftungsanlage oder einen entferntem Staubsauger erinnern.

Dann doch mit Strom: Andy Akihos „Stop Speaking“ für Snare und Mac Stimme.

… beziehungsweise mental verstromt: ich stelle mir gerade eine Version von Iannis Xenakis „Rebonds b“ auf dem Vermona DRM Drumsynth vor – die würde bestimmt auch im Club funktionieren…

vorgeschrieben sind leuchtend rot und schwarz

Februar 28, 2021

Hurra, der Joker des ersten Lockdowns lässt sich wieder spielen: auf öffentlichen Ping-Pong-Platten bei Frühlingswetter.

Da für mich Tischtennis- und Schlagzeugspielen immer schon miteinander verbunden sind – ich übte als Kind im Haus meiner Großeltern; im benachbarten Kellerraum stand die Tischtennisplatte, die unter erschwerten Bedingungen (Boden stark abschüßig, Deckenhöhe knapp 2 Meter, Rundlauf nur seitlich verdrehtes Rennen möglich…) leidenschaftlich gerne genutzt wurde – liste ich im Folgenden gesammelt all meine Verbindungsmöglichkeiten beider Welten auf:

Hallway Snares

Februar 23, 2021

Über das Treppenhaus von Headley Grange (die Hallkammer für John Bonhams „When the Levee Breaks„) wurde schon vielerorts berichtet, ebenso über die Reamping Idee für „Teppich-arme“ Snares (wobei der Snare Track ausgespielt und vor der Abhöre eine mitraschelnde kleine Trommel positioniert, mikrofoniert und erneut aufgenommen wird).

Der Kreativ-Tüfftler Max Gebhardt hat beide Ideen zusammen gefasst und im doppelten Wortsinn schön aufgenommen:

beste Medizin!

Januar 24, 2021

Ein Hoch auf nicht gebrauchte Medizin, eine Tablettenpackung ist mir in puncto Klang ohnehin viel sympathischer!
Die abgelaufenen Enzyme können jedenfalls Clap, Noise-Loop und Geräuschemacher-Feuer…

Kagh! Douuong Pag!

Dezember 30, 2020

Inspirierendes Videotelefonat mit Trilok Gurtu; seine Geschichte, seine Einstellung, sein System.

Ich habe mir zudem ein Mini-Hörspiel über den Snaresound extrahiert.

Sowie diesen Tipp ausgeschnitten, der meinen Gewohnheiten sehr entgegen kommt:
„If it’s not working, put 4 on the floor!“