Archive for the ‘Drum Machine’ Category

experimental for me and I hope experimental for you!

November 29, 2017

Mit diesem vielversprechenden Ausspruch von Papa Jo Jones beginnt das Wechselbaden zwischen verschiedenen Clubs, inklusiver netter Schlagwerker (->).

The Drums by Jo Jones (1973) -> Jo Jones
Peter Herbolzheimer’s Rhythm Combination & Brass „Mr. Clean“ (1973) -> Tony Inzalaco
Bodenseh’s Metronome Art „Tom’s Diner“ (2017) -> Sebastian Merk
Calvin Harris „Slide“ (2017)
Mtume „Juicy Fruit“ (1983)
A Band Called Flash „Phantom“ (2016)
Nils Landgren „Knowing Me, Knowing You“ (2004) -> Wolfgang Haffner
Luminos W „Slow Gravity“ (2017) -> O.R.
Goldie „What You Won’t Do For Love“ (1998)
Blüth „You Dig it“ (1998) -> Zach Danziger
ODD Toot „Spuds Take Them Oh Take Them Song“ (1997)

Advertisements

Effektgeräte im Sound der 80er-Jahre

November 4, 2017

Die Schreibe von Matthias Fuchs hat mir schon immer gut gefallen und so besteige ich gerne den >>silbernen DeLorean und katapultiere mich dreieinhalb Jahrzehnte zurück zwischen bunt blinkenden Digitalhall, Harmonizer, Exciter und Co.<<

80s knob

 

Über die richtige Salatmischung, „Fuck off“ von Chic und die Einstellung „Loves ­Saves The Day“

September 22, 2017

Ein Hoch auf Hans Nieswandt!
Für seinen Artikel „Von Disco zu Disco“ (Rolling Stone 11/16) erhält er den (neuen) International Music Journalism Award.
Das ist spannender, ganzheitlicher Musikgeschichte-Unterricht der feinen Art. Diesmal über den Aufstieg und Niedergang der Disco-Kultur.

>>„Rock Your Baby“ war auch der erste Disco-Hit mit einer Drum­machine (wenngleich einer sehr simplen, muffig klingenden), die bei der bald einsetzenden Elektronifizierung von Disco (vor allem durch den stets etwas überschätzten Giorgio Moroder und den stets etwas unterschätzten Patrick Cowley) und der dadurch eingeleiteten Entwicklung von Stilen wie House und Techno die Schlüsselrolle übernehmen sollte.<<

PS. für diejenigen, die gerne tiefer einsteigen würden empfiehlt der Meister:

nieswandt disco literatur

DDD-1

September 17, 2017

Drüben, auf Amazona.de gibt es einen schwärmerischen Beitrag über die kleine Sampling-Funktion des Korg DDD-1 (1986):
>>Die Korg DDD-1 ist quasi eine E-MU SP-12 für Low Budget. 2 Samples, 12 Bit, 3,5 sek. Sampling-Zeit, enorm unkompliziert und purer Fun.<<

Ich krame das Foto aus meinem Buch heraus und grüße Ralf Göldner!

IMGP2206

The Spirit of the 808

Juli 20, 2017

Hey, kaum zurück, zack in der Amazon-Videothek die 808 Doku von Alex Dunn ausgeliehen und Relevantes (und Schönes und mir Neues) abgeschrieben.
Home Uni Syle!

Pre-808. früher Preset-Groove: Timmy Thomas „Why Can’t we Live Together“ (1972)

S.O.S. Band „Just Be Good To Me“ (1983)

T La Rock & Jazzy Jay „It’s Yours“ (1984)

Tr-808 Aufgenommen und rückwärts abgespielt („Hendrix style“): Beastie Boys  „Paul Revere“ (1986)

Dr. Dre bringt die Boom Bass auf’s Parkett: Original Concept „Knowledge Me“ (1986)

Boom auf die „1“ und mit anderer Kick kombiniert: Public Enemy „Yo!Bum Rush The Show“ (1987)

Miami Bass! L’Trimm ‎“Cars With The Boom“ (1988)

Gesampelt/Gestimmte 808 Kickdrums als Bassersatz. Die Blaupause für Jungle und Drum’n Bass: Dynamix II „Just Give The DJ A Break“ (1987)

Zeitsprung: Usher „Yeah!“ (2004)

und die laut Felix Da Housecat >>beste 808 Produktion der letzten zehn Jahre<<: Felix Da Housecat „Kickdrum“ (2009)

Den kompletten House-Techno-Jungle Erzählstrang habe ich mal ausgeklammert, aber auf das Schlussinterview mit dem (zunächst ACE) dann Roland Firmengründer Ikutarō Kakehashi möchte ich unbedingt noch hinweisen.

kick mutes

Juni 9, 2017

Lars Bartkuhn erzählte neulich eine schöne Anekdote zu den eigenartigen Kickdrum-Mutes so mancher Theo Parrish Produktion: dort hatte der Meister die Four On The Floor wohl eigenhändig & live auf der MPC eingedrückt und im Nachhinein die allzu wackeligen Parts einfach stummgeschaltet. Rough, eigen, einfach!

Da ich die Geschichte sehr schön finde, suche ich gar nicht erst nach Quellen oder Beweisen, sondern bleibe direkt im Thema drin und höre ihm zu:

>>To do a dangerous thing with style is what I call art<< (Charles Bukowski)

social Media

März 17, 2017

Ah, gecheckt! Social Media funktioniert im besten Wortsinn folgendermaßen:

Beim Schreiben des kommenden Artikels meiner drums & percussion Reihe „Oli trifft…“ geht es an einer Stelle um die Erinnerung an das schwarz-weisse Falco-Tourset von Curt Cress. Um das Bild im Kopf aufzufrischen – es ist ja um die 30 Jahre alt – suche ich im Netz nach Fotos, finde auf die Schnelle aber nur was im eigenen Blog, leider nichts zum damaligen Interview im drums & percussion Magazin. Dafür gibt es ein passendes YouTube Video von der 1986er Tour mit dem gewünschten SW-Set. Scharf ist anders…Und es gibt ein weiteres, etwas älteres Video, deutlich schärfer und  schlagzeugelektronisch interessant, das mich zu diesem Beitrag (Linn ’n Concert) animiert, der wiederum in der folgenden FB-Diskussion ein Post des drums & percussion Titels 1/87 hervorruft. Dass mir Mitch Thompson sein Heftexemplar gleich noch in die Post steckt und es sich auch noch um die Jubiläumsausgabe handelt schließt den Kreis – denn „Oli trifft…Matteo Scrimali“ erscheint ebenfalls in der Feier- (und Messe-) Ausgabe!

IMG_7337.JPG

PS. als ich das Heft gestern aus dem Briefkasten holte, hatte ich ein schönes Deja Vu. Und jede einzelne Seite kam mir sehr bekannt vor. Neben der C.C. Story ist auch das Interview mit Sly Dunbar ganz groß (und Blog-relevant: >>…so weist sein Drumset heute neben einer akustischen Snare und den (natürlich akustischen Becken) ausschließlich elektronische Instrumente auf. Da zählt ein Simmons SDS V (mit den alten, harten Pads – „die neuen sind mir zu weich“) ebenso zum Kit wie eine gesampelte „ddrum“ Bassdrum oder eine Drummaschine für die Claps.<<)

PPS. ein paar Informationen ordne ich heute ganz anders ein, denn was ich damals vermutlich überlas, beeindruckt mich jetzt dann doch: zum Beispiel die Info das bei der Falco-Tour eine 8-Spurmaschine mit Backingtracks mitlief (und der Orientierungsclick für Curtie aus den Monitoren hämmerte), oder der „Trick 17“ zum Boss Dr. Rhythm Digital DR-220 (was tatsächlich dann etwas später auch mein erster Drumcomputer werden sollte).

Linn ’n Concert

März 11, 2017

Curt Cress mit Linndrum Zuspieler, seinerzeit mit Falco: Templeblocks anstelle Mesh Heads, dirty Samples, große Gesten.
Und wenn mich nicht alles täuscht stehen die holzfarbenen Yamaha Concert Toms jetzt bei Christian Prommer (in den Red Bull Studios Berlin). Oder?

liebe Zeit!

Januar 23, 2017

Dass wir dem Umstand „Tod“ machtlos gegenüberstehen haben wir letztes Jahr hinreichend festgestellt. Unschön ist es aber dennoch immer wieder auf’s Neue.

Dass  jetzt  Jackie Liebezeit gestorben ist, stimmt mich traurig.
Der Mann, mit einem der besten Trommlernamen überhaupt, dem wohlwollenden Imperativ: liebe Zeit!
Der Drummer, der dieses Credo auf ureigene Art umzusetzen wusste und mit seinem flussorientierten Minimalismus sowohl Musikgeschichte, als auch Rhythmusbewusstsein geprägt hat.
Der Rhythmusmacher, der das Wort Maschine positiv besetzt hat und einer solchen auch als erster in Deutschland einen zusätzlichen Platz  im Bandkontext geschaffen hat.
Der Trommler, auf den die Bezeichnung bestens passte, da er vornehmlich auf Toms spielte.

Bitter! Aber sein Vermächtnis bleibt und sein schöner Nachnamen als Assoziationsanker auch!

Wendel

Januar 13, 2017

>>“We started using sequencing and stuff on [Steely Dan’s] Gaucho,“ replies Fagen, „out of desperation really. We were having trouble laying down ‚Hey Nineteen‘. We tried it with two different bands and it still didn’t work, so one of us said something like ‚It’s too bad that we can’t get a machine to play the beat we want, with full-frequency drum sounds, and to be able to move the snare drum and kick drum around independently.‘ Roger [Nichols] replied ‚I can do that.‘ This was back in 1978 or something, so we said ‚You can do that???‘ To which he said ‚Yes, all I need is $150,000.‘ So we gave him the money out of our recording budget, and six weeks later he came in with this machine and that is how it all started.“<< [Donald Fagen in SoundOnSound, 2006]

192_roger-soundworks-3m81-960x450

So beginnt vor knapp vierzig Jahren die Geschichte des Wendel, dem ersten digitalen Drum-Replacement-Tool.

Robert Nichols: >>We found that there were certain feels that we couldn’t get out of real drummers — they weren’t steady enough. So we had to design something that would do it perfectly, but with some human feeling, the right amount of layback. Instead of just one high-hat sound that repeats machine-like over and over, we had sixteen different ones, so it had the inflections. Wendel can play exactly what the drummer plays — if he plays a little early or a little hard, Wendel plays it a little early or a little hard. Play it once, Wendel memorizes the song, then you play it again and it repeats what it hears.<< [1993, Quelle]

Hier noch ein Spruch aus der Bedienungsanleitung des weiterentwickelten Wendel Jr. (1984):
>>WENDELjr is NOT another drum machine. WENDELjr is a state of the art, digital, percussion sound replacement device. That is, the basic function is to replace the horrible drum sounds produced by any ‚drum machine‘, and replace drum sounds already recorded on tape, whether they were produced by a machine or a real drummer.

There is no need to use pre-delayed triggers with WENDELjr’s trigger input. The trigger response time is so quick (total trigger delay does not exceed 32 microseconds), that in many cases the new drum sound may appear as if it were happening early. In addition to the ultra- fast triggering, the drum sound can be tuned over a 2 octave range from the front panel control.<<

Dennoch schlußfolgerte Mr. Fagen in oben erwähnten Interview:
>> It took so long. It got a little better during The Nightfly, but it was so horrible, I have tried to figure out how to get out of sampling ever since.“<<