Archive for the ‘Drum Machine’ Category

Schokoladentafel-Wissen

August 17, 2020

Gerade im Druck, eine Postkarte zum Buch, die den Knackpunkt illustriert:
TAP TEMPO is the clou & the glue of delay drumming!

taptempo_postcard

Zum Verschicken* oder übers Bett pinnen, als Reminder oder Notizzettel.
* gäbe es dazu noch eine TR-808 Briefmarke, so wäre die Kombi perfekt…

kurz grandios

August 9, 2020

Kurzerhand eingetaucht in ein dreitägiges Paralleluniversum, erfreuen mich dicke Subwoofer und Konzerte vor echten Menschen, die Sommerhitze und jede weitere Badestelle (egal ob Burggraben oder Baggersee mit Mähdrescherromantik). Nebenan feiert die TR-808 ihren Vierzigsten. Und auf der Rückreise grüßt hupend die niedersächsische METRONOM Bahn…

On top schreibt mir der LEU-Verlag, dass mein Buch nun gedruckt (und vorbestellbar) sei und bei Ocean Vuong entdecke ich  ein Erklärungsmodell für die Schlagzeug-Echo-Liebe:
>>Ich habe gelesen, dass Schönheit seit jeher Nachbildung hervorgerufen hat. Wir machen mehr aus allem, was wir ästhetisch ansprechend finden, egal ob eine Vase, ein Gemälde, ein Kelch, ein Gedicht. Wir reproduzieren sie, um sie zu bewahren, durch Raum und Zeit auszudehnen.<<
Auf Erden sind wir kurz grandios“ (Seite 156)

Hey, fühlt sich weitaus mehr als kurz grandios an!

Hotline-Foto von @thezitterman

 

 

7.07

Juli 7, 2020

Die Boss Dr. Rhythm DR 110 war vermutlich meine erste angehimmelte Drum Machine – nicht zu Letzt der schicken Icons wegen. Aber die Roland TR-707 hatte ich am häufigsten zu Gesicht bekommen – denn sie war das Metronom meines Schlagzeuglehrers Peter Kumpf. Zudem ein schickes Schieberegler Teil!
Das Groove Magazin hat zum heutigen Datum elf Tracks mit der 707 vorbereitet.

roland-tr707-motherboard-1154x692

Timekeeper, Dressing & Drum Machines around 1985

Mai 23, 2020

Mel Lewis bringt seine Ansicht auf den Punkt,

Daniel Lanois (mittels Klebeband) für sein Anwendungsgebiet aber auch:

Rack-WEB

Four In The Floor?

Mai 21, 2020

gab’s auch (1969 von Shin-Ei)…

Und hier als Freeware Instrument für den NI KONTAKT Sampler.

style of rhythm and sampling that transcended the machine he used

März 5, 2020

Schöne 10-Dilla-MPC3000-Minuten, Wissenswertes über Frequenzen und organisch-musikalisch platzierte Samples (Tipp Oli Leicht):

Im Anhang des Videos gibt es diverse schöne Links für den tieferen Einstieg.
Herzliche Grüße aus der Dilla Data!

Gemischtwaren

November 22, 2019

Intro-Fill-In-Classic: The Temptations “Ain’t Too Proud To Beg” (1966), Motown-Vibe dank 6-Stroke-Roll…

IMG_3455

Krass effektierte Glam-Rock(?) Snare im Vers von Scorpions „Rock you like a Hurricane“ (1984). Im Breakdown nach dem Gitarrensolo dann noch mit Rückwärtshall.

PA in der Schlagzeugkabine. Die Schlagzeugspuren der 1982er The Pretenders Produktion wurden direkt beim Aufnehmen mit den elektronischen Rhythmusschichten (mal Linn Drum, mal AMS Delays) „verklebt“ (mal Linn Drum, mal AMS Delays), da diese bewusst über eine PA im Aufnahmeraum zu den Ohren (und Mikrofone) des Schlagzeugers geschickt wurden:
>>once we got the drum sound we’d send stuff back from the control room out through that PA just to pump up the sound in the room. It would either be snare drum or toms, and if he was playing along to a Linn 2 drum machine, which we used a lot as a click, that might also go back out through the PA and become part of the drum sound. The delays that you can hear on the drum sound of ‚My City Was Gone‘ were AMS delays sent through the console and back through the PA, giving a kind of tinny quality — tinny in a good way.<<

>>“The Linn 2 sat beside his drum kit, we’d figure out the tempo for the song, and he’d either play to a click track or some kind of loop that he would make. Then, depending on the loop, with some songs we would actually feed that back through the PA. There’s Linn drum running throughout the song ‚I Hurt You‘ — it was going out through the PA, into the room, and Martin* was playing along to it, so it became part of the song.“
„This whole PA thing was kind of new to me. Chris Thomas and Bill Price had designed it to fill the room with more sound<< (SoundOnSound)

* eben jener Martin Chambers, der mir 1984 vom Cover meines ersten Drums & Percussion Heftchen aus seiner mächtig designten Schlagzeugburg (mit Simmons Pads und geschwungenen Beckenhaltern – all white) entgegenblickte…

Der Fächerbalken. Kannte ich bis heute nicht.
>>In einigen zeitgenössischen Musikstücken werden Ritardandi und Accelerandi durch zusammenlaufende Sekundärbalken notiert, den sogenannten Fächerbalken. Im Falle eines Ritardandos verringert der Spieler die rhythmischen Werte allmählich von schnellen Werten am linken Ende zu langsameren am rechten Ende des Balkens, wie im folgenden Beispiel gezeigt<< (Quelle)

IMG_3454

zwei schöne Tabubrüche: Hall auf der Kick und keine Bassgitarre

November 13, 2019

Kiss“ mochte ich eigentlich nie richtig… nachspielen schon gar nicht…fühlte sich irgendwie zu oft „cheesy“ an – meine Meinung hat sich aber gerade mit der Anekdote von David Z geändert:

>>As for the lack of bass guitar, we always ran the kick drum through an [AMS] RMX16 and put it on the Reverse 2 setting to extend the tail of the reverb. That served as a kick drum and a bass, and it was a signature sound that we used all the time with Prince. We didn’t need a real bass. And there was no reverb on anything else; just the kick.<<

Wer sich fürs 150ms Hihat-Echo interessiert, lese den ganzen SoundOnSound Artikel.

Main Waves

September 3, 2019

Der Übergang vom tanzenden Salon zum heutigen Yachtklub Abend mit „A Coral Room“ geht einfach: ich lege die beiden Tracks in den Player, die mir letzten Samstag am besten gefallen und verlinke die Googlekarte mit „Third Wave Coffee Places“ und lasse mich langsam hintreiben.

PS. die tollen Freddy Washington Basslines findest du hier (von Herwig Scheck) transkribiert.

Fill-In Alternativen aus der pre-Midi Ära der Drumcomputergeschichte

September 2, 2019

Um mich von Edo Zanki zu verabschieden legte ich vorhin „Die Tänzerin“ auf, im Anschluß hüpfte der Player zum nächsten Ulla Meinecke Song – „Das Rock’n’Roll Evangelium“ (1980), der mir zwar ebenso nostalgisch vertraut ist, aber dessen Blogrelevanz ich eben erst erkannte:
Hier liefert eine analoge Rhythmusmaschine das Fundament und George Kranz trommelt immer mal wieder drüber. Das Highlight sind für mich aber die Stellen, in denen der Preset Player kurzerhand auf die doppelte bzw. in eine freie, superschnelle Geschwindigkeit gedreht oder von einem weiteren Pattern gedoppelt wird.

Alles tolle Fill-In Alternativen aus der pre-Midi Ära der Drumcomputergeschichte.