Archive for the ‘Drum Machine’ Category

Main Waves

September 3, 2019

Der Übergang vom tanzenden Salon zum heutigen Yachtklub Abend mit „A Coral Room“ geht einfach: ich lege die beiden Tracks in den Player, die mir letzten Samstag am besten gefallen und verlinke die Googlekarte mit „Third Wave Coffee Places“ und lasse mich langsam hintreiben.

PS. die tollen Freddy Washington Basslines findest du hier (von Herwig Scheck) transkribiert.

Fill-In Alternativen aus der pre-Midi Ära der Drumcomputergeschichte

September 2, 2019

Um mich von Edo Zanki zu verabschieden legte ich vorhin „Die Tänzerin“ auf, im Anschluß hüpfte der Player zum nächsten Ulla Meinecke Song – „Das Rock’n’Roll Evangelium“ (1980), der mir zwar ebenso nostalgisch vertraut ist, aber dessen Blogrelevanz ich eben erst erkannte:
Hier liefert eine analoge Rhythmusmaschine das Fundament und George Kranz trommelt immer mal wieder drüber. Das Highlight sind für mich aber die Stellen, in denen der Preset Player kurzerhand auf die doppelte bzw. in eine freie, superschnelle Geschwindigkeit gedreht oder von einem weiteren Pattern gedoppelt wird.

Alles tolle Fill-In Alternativen aus der pre-Midi Ära der Drumcomputergeschichte.

A Drum Machine Obsession

April 17, 2019

Komisch, dass die Buchveröffentlichung von „Beat Box: A Drum Machine Obsession“ komplett unter meinem Radar verschwunden ist. Anyway, besser spät als nie. Selbst  wenn die Auflage aus 2013 vergriffen zu sein scheint, so vervollständigt sie immerhin eine Liste…

Bubble Wrap & Castanet

März 16, 2019

Eigentlich wollte ich gestern Abend den TR-808 Clap „nachbauen“, hatte aber leider das Netzteil für das zweite Echogerät vergessen.
So experimentierte halt mit nur einem Delay und der Meinl Cajon Ring Castanet und fand sie am Schlagstock ganz gut, besonders da sie durch den Fellpuschel des Kombisticks (VF 5A Dualtone) nicht abfallen konnte.
1. Clap-Stick auf der Snare

2. Clap-Stick auf Hihat und Rim

Die fast bessere Erkenntnis war, dass die spielerisch auf der 8″ Meinl Drummer Snare Timbale abgelegte Luftpolsterfolie den Klang dieses Instruments bei lauten Schlägen in eine Art Roland TR-909 Snare transformiert. Aber auch Ghostnotes auf dem Plastikbezug klingen hervorragend!
So dass ich heute gleich mal ein ähnliches Auflagesystem für die Standard 14″ Snare vorbereitet wollte, bei dem die zugeschnittene „bubble wrap“ vom BFSD Donut auf der Trommel gehalten wird.

Da auch noch der Tama Hat Stacker modifiziert werden wollte, begann der Samstag mit einem Bastelfrühstück…

Das Tama-Tool ist eigentlich als Splashbecken-Halter über der Hihat konzipiert, ich verwende es jedoch für meine Zweit-Hihat (die im Bedarfsfall nicht mal extra abgenommen werden muss!), einem Stack aus zwei bis drei 8″ Becken (ich habe dafür Meinls Safari Splash, Bycanze Splash, Candela Bell im Einsatz; Experimente mit den Benny Greb 8″ Crasher Hats liegen auf der Hand).
Da ich gerne diese zweite Hihat schnell abziehen oder gegen den Foot-Shaker tauschen möchte, verzichte ich auf die Vierkant-Feststellschraube und setze das Tama Accessoire direkt auf dem eigentlichen Hihat-Clutch ab.
Das funktioniert, da ich auf beide Enden des CSH-5 einen gelochten Filzgleiter geklebt habe.

eine Art Neujahrs-Bleigießen

Januar 1, 2019

Einer meiner Vorsätze für 2019: weniger Zeit mit den sozialen Medien verschwenden.
Und als ich mich prompt beim morgentlichen Facebook-Besuch ertappte, schwärzte ich zack den Handy-Screen und fischte anstelle der beleuchteten Schrift ein Buch aus dem Regal, es war „Last Night a DJ saved my life“  von Bill Brewster und Frank Broughton.
Ob dieser Zug unbewusster Weise dem hilfeversprechenden Titel des Werks entsprungen ist oder durch den zuletzt gelesenen FB-Eintrag, einer eleganten Miniaturgeschichte von Hans Nieswandt, motiviert wurde – no idea!).

Jedenfalls habe ich den DJ-Wälzer blind dreimal aufgeschlagen und tatsächlich auf allen Doppelseiten teilwürdige Musikgeschichts-Schnippsel gefunden, die sich zudem über die gemeinsame Klammer „elektronische Rhythmusmaschine“ perfekt im Blog ablegen lassen.

(1) Grandmasterflash und  der Vox V829 Percussion King (->)
(2) 20$ für die Beatprogrammierung eines Welthits und Genre-Startschusses*
(3) ‚Fairley’s Foot‘ – Tracks für den Dancefloor pimpen**

Übrigens, wer sich noch im Bleigieß-Deutungs-Modus befindet, kann bestimmt jede Anekdote für sich ins Heute übertragen.

Hey, und da mir solche Zufallsspielchen ganz gut gefallen, habe ich mir anschließend gleich überlegt, mit welchem Tonträger sich auf dem CD-Player ein (naja, mittel einfallsreiches) 2019 schreiben lässt.
Letztlich funktionierte das Vorhaben mit des Prinzen „Lovesexy“ Album, welches bekanntermaßen ohne separate Track IDs für die einzelnen Songs- DJ alike – am Stück durchläuft. Bei 20 Minuten und 19 Sekunden erklingt dann der Song „Anna Stesia„.

a. yeah! b. habe ich ewig nicht mehr gehört, bzw. c. überhaupt nicht mehr auf dem Schirm (weil ja früher immer direkt zu „Dance On“ (der Nummer danach) gespult wurde…)

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* PS: Der Name des Programmieres, an den Arthur Baker sich damals nicht mehr erinnern konnte: Jay Dorfmann

**PPS: Eine der Platten von  Farley Jackmaster Flex heisst „Funkin with the Drums“ (wäre auch ein gutes Motto für 2019) und ist (fast) ein komplettes Drumcomputer-Solo-Werk…

Mushrooms and Beatboxes

Dezember 31, 2018

>>thanks for enquiering me about those Can tracks. Well, all we did was playing while I was playing too and recording at the same time. Mushroom …. I had an old bass speaker and a guitar speaker which were connected to the tape machine. While recording we played the recording back from the Repro head which caused a delay and blew the result back into the microphones. We instantly listened back while we were recording. That was all.
Halleluwah was recorded by prerecorded drums and bass plus rhythm guitar, the rest was done by 2 overdubs – apart from heavy editing the tape of course.
Hope I could help you with those little details.
Enjoy what you do!
Holger [Czukay]<<

Vom selben Album „Tago Mago“ (1971) hier die Peking Oper mit Beatbox

THE Tony Williams Album?

Oktober 15, 2018

Kaum wird das Wetter etwas herbstlicher, finde ich einen schönen Instagram-Post zum reinlegen:

Nefertiti“ ist der einhellige Spitzenreiter (u.a. auch von Mr. Colaiuta), ich entscheide mich für das erste (?) Tony Williams Album mit Simmons und-Drumcomputer-Beteiligung. („Foreign Intrigue“ von 1985) Die Wahl begründet sich in seiner Einstellung, als Jazz-Meister mit dem davon weit entferntesten Instrumentarium zu experimentieren (siehe auch Modern Drummer Interview 6/1984)…

 

 

Hancock, Duke, Clarke & a drum machine

August 20, 2018

Interessantes Fundstück, dieses Festival-Intermezzo (anno 1981?) von Herbie Hancock, George Duke und Stanley Clarke:

Rhythmusgerüst: Linndrum?

mehr als „nur“ Jazz

März 13, 2018

In der Nacht:
begeistertes „unboxing“ eines Meinl Pakets – derartige Konsumfilmchen sind ja eigentlich gar nicht mein Fall, aber hey, wenn ich ein neues Instrument auspacke und es sich sofort so anfühlt, als ob wir schon jahrelang zusammen wären, dann muss ich diesen Gefühlszustand kurz in die Welt raustrommeln!
Diese 15“ Byzance Hats hauen mich um, die können irgendwie alles, obwohl nur „Jazz“ draufsteht…

Jetzt am Mittag:
Kaffee, Honigbrot & Erland Dahlen. Johann Polzer hat mich erneut, eben mit diesem Gitarren/Schlagzeug Duo versorgt:

Notiz für mein thedrumsounds Archiv:
Das federnd aufgehängte Tambourin habe ich schon bei Jay Bellerose gesehen (aber ist es Eigenbau oder Industrieprodukt?); klasse Idee, ein brasilianisches Tamborim über die Beckeglocke zu stülpen; aha, ein wortwörtliches Glockenspiel.
Und die Schlitztrommel hat mein Sohn doch auch -> sofort ausleihen!!

Und weiter geht’s mit Luigi Russolos „Art of Noise“ Ansatz (aus dem Jahr 1913!!) und seinen selbstgebauten „acoustic noise generators“, den Intonarumori:

Luigi Russolo

>>howling, thunder, crackling, crumpling, exploding, gurgling, buzzing, hissing and so on…<<

Blue Monday?

März 12, 2018

Gerade mal 35 Jahre alt… diese nice „Blue Monday“ Live Performance, mit zwei gut gestimmten Simmons Pads, ordentlich Space Echo und Extra-Programmings:

PS. Als ich die Nummer erstmals im Radio hörte – war 11 Jahre alt – war ich völlig verwirrt, wie ein Schlagzeuger einen derartigen Groove spielen konnte.

PPS. Nebenschauplatz, ebenfalls 1983, jedoch in Amerika: Robert Rauschenberg gestaltet die (auf 50.000 begrenzte) Limited Version des Talking Head Albums „Speaking in Tongues„.
Er bekommt $2000 für den Job und einen Grammy für’s Design.

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