Archive for the ‘Drum Machine’ Category

Mtume

Januar 10, 2022

Fast immer, wenn ich mir einen Saft presse*, denke ich an seinen größten Hit (Juicy Fruit, 1983), im direkten Anschluß dann an sein 70er Beatbox-Percussion Hybrid Setup während der Miles Davis „Round The Corner“ Gigs.
R.I. P., James Mtume!

Perkussionist James Mtume beim Montreux Gig mit Miles Davis (1973) hinter einer Korg Minipops 3

* In diesem Sinn wird die neue Woche mit einer ausgepressten Grapefruit und etwas Sprudel begonnen! Und Mtumes Backkatalog natürlich.

Juicy Fruit

Richard D. James in a Box

Januar 7, 2022

Neulich gab es ein schönes Interview mit Felix Krafft, das nun in dessen „Trommel Talk“ Podcastreihe nachzuhören ist und äußerst schmeichelhaft angekündigt wird:
>>Ohhhhhhhh wie cool. Ich kann ein Interview mit Oli Rubow führen. Und direkt vorneweg: Es gibt eine Soundbibliothek, die Oli erstellt hat, in der ihr Tipps findet, wie man den gewünschten Sound erstellt – 909 Snare and den Drums… go for it. Ist das nicht der Hammer? Ich finde schon!
Aber jetzt zum Text und Trommel Talk: Für alle, die ihn noch nicht kennen: Oli befasst sich seit Jahren, seit Jarhzehneten mit der Umsetzung von E-Beats und Sounds am Schlagzeug. Er ist nicht nur für mich der Pionier in Deutschland, wenn es um diese Thematik geht. Und da ich mich auch wahnsinnig gerne mit Sounds befasse… Hach, war es wie Weihnachten für mich, Oli interviewen zu können. Wie geht er an die Analyse von Beats ran, was macht für ihn Sound aus, wie kommt er zu seinen Sound Ideen…<<

Nicht, dass ich dort als Richard D. James verglichen würde, diese Ehre gebührt laut Hainbach der sowietischen Sequenzer-Drum Machine Formanta UDM (aka Rokton):

im Bus oder als Maschine

September 15, 2021

Vom 15. -18. September ist wieder Superbooth in Berlin.

Stellvertretend für bestimmt ganz viel Spannendes weise ich auf Martin Stimming’s Instant Mastering Chain (mit nur einem Kilogramm Gewicht äusserst reisefreundlich, auch für den Drum Bus empfohlen), sowie auf die fette Erica Synths Pērkons HD-01 Drum Machine (mit Analog Delay!) hin.

Passend dazu – als Nachträg zum nine-o-nine day – eine schickes Foto von Cinthie mit dem geliebten Roland Meilenstein.

PS. wer gerne auf TR-707 und TR-727 in der DAW zocken würde, kann sich dort mal umschauen…(danke für den Tipp, Axel!)

ecco!

August 30, 2021

Momentan wechseln sich die unterschiedlichen Konzertprogramme wild ab – intensiver Jazz mit Nils Wülker, Fernreisen mit DePhazz, Festivals mit Hattler, Neues mit dem Kabuki Ensemble, leiser Jazz mit Le Jeune Martin – aber unbeeindruckt von der stilistische Unterschiedlichkeit verrichten meine Meinl Deep Hats einen eins a Job als Ride und Crashbecken undbegleiten mich leichtgewichtig entweder als Handgepäcksbeilage oder direkt im Reisekoffer.

Hainbach hat ein tolles Video zum Eko ComputeRhythm hochgestellt, der wohl ersten programmierbaren Rhythmusmaschine aus dem Jahr 1972; dem Startschuß des 16 schrittigen Lauflicht-Sequenzers.
Ein Hoch auf den Erfinder, Aldo Paci!!

Zum Abschluß noch ein amüsanter Nachtrag zu Chris Daves Echodrums-Konzept, bei dem der Tonmann den Schwellenwert eines Gates so einstellen muss, dass die zweite Snare nur bei sehr lauten Schlägen ins Delaygerät rutschen:

PS. ecco (italienisch) = aha!, eco (italienisch) = Echo, eko

Drumbrute Impact

August 9, 2021

Einen Tag nach dem 808 Datum kann ich getrost meine aktuelle Alternative zur legendären Analogmaschine präsentieren, den Arturia Drumbrute Impact.

Deutlich günstiger, vor allem mit der von mir so geschätzten Tap Tempo Funktion (und der Möglichkeit einen Clock-Impuls an das ein oder andere Echogerät zur Synchronisation weiterzuleiten?).
Bin gespannt!

Dazu drei 808 Jams von DJ Friction, >>classic hip hop and r&b songs that all used the TR-808 drums sounds/rhythms<<:

I cannot believe it’s true

Juni 26, 2021

Fährt einem bei der Anfahrt zum Gig ein älterer Fiat Regata voraus, so läuft im Kopf „Police„, landet man wenig später überraschender Weise auf der Landstraße 303, dann hüpft der Schrittmacher des elektronischen Musikers vor Freude, stellt sich der Auftrittsort schließlich als Open-Air im Hofgarten heraus, dann jubelt auch der organische Trommler in mir.
Und letztlich: Musikmachen vor echten Menschen, hell yeah!
Das war eine äußerst angenehme Wiederaufnahme des Wülker „Go“ Fadens!

Von Arne gab es noch die Empfehlung zum Audiobook von Phil Collins „Not Dead Yet“, woraufhin ich mich bei Rückfahrt direkt durchs Solo-Ouevre des großartigen Drummers gehört habe.
Selbstverständlich mit Nostalgiewelle, aber auch neu entdeckten musikalische Facetten, wie beispielsweise:
– viele Beats, die (teilweise programmiert) ganz/fast ohne Beckenklänge auskommen: „In the Air tonight“, „Like China“, „Do you Care?“, „Don’t loose my number“. 
Die Höhen kommen dann meist vom e-Shaker, steigernde Energie entsteht oft dank Tom-Overdubs.
– der „I don’t care anymore“ Opener dessen Snare/Tom-Phrase trocken beginnt und zur Steigerung einfach immer stärker effektiert wird
– Echodrums bei „Hand in Hand
– ein zitiertes „Tonight“ Tom-Fill in „Thru these Walls“
– immer wieder Brit-Funk („Behind the Lines“, I’m not moving“, „I cannot believe it’s true“)

Jetzt will ich mir noch das Corona bzw. Free Jazz Experiment anhören, bei dem mehrere Hannoveraner Musiker unabgesprochen und ohne einander zu hören gejammt haben.


Sonstige Wochen-Highlights:
Carlton Barrett hinterm Simmons Kit (1987) und dieses Max Frisch-Zitat:

>>Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann – nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen.<<

das zweite „r“ für Roland?

Juni 9, 2021

Berufsschullehrer, „Rockin’ House“ Label-Manager, Pattern-Programmierer für die Roland TR-Geräte: Rodney Bakerr (mit dem schicken, künstlichem Doppel-R) war eine Legende. Letzte Woche ist der Chicago House-Pionier verstorben.
Also lasse ich nun seinen Sound erklingen, denke dabei über den Erwerb einer Behringer 909 nach und lese mir anschliessend nochmals in Frieder Butzmanns schönem Buch „Musik im Grossen und Ganzen“ jene Anekdote über die Suche des Grooves (auf Seite 27f) durch.

809 Kick

April 27, 2021

Hannes Bieger hat aus zwei Legenden eine neue (Kickdrum) gebastelt und zum freien Download auf Soundcloud gestellt.

Hell’s Rarebit

April 3, 2021

Meine Lieblingsplatte für den Karsamstag kommt von Fila Brazillia: „Luck to be a weirdo tonight“ , dort direkt in den B-Teil von Track 4 hüpfen: „Hell’s Rarebit“

Ein passendes Osterei kommt aus King Tubbys Studio, nämlich Foto und Insights zu seinem MCI Mischpult.

Schließlich noch ein Bild mit vielen Hihats und einem großen E von mir. Eigentlich der temporäre Dämpfer für mein Meinl Drummer Tamburin (E-twas weniger Schellen…), anlässlich dieses Wochenendes aber auch ein kleiner Stabreim:
Eppy Easter! Eventuell Eier essen?

die seltsamste Musik des Planeten! Und zwar wegen der Haltung, der attitude

März 31, 2021

Diedrich Diederichsen schrieb für die taz einen spannenden Artikel über den brasilianisch-schweizerischen Komponisten und Instrumentenerfinder Walter Smetak.
Ich denke beim Lesen sofort an Ali Neander (obskure Saiteninstrumente), Rainer Römer (das Ensemble Modern hat wohl Smetak aufgeführt) und Lars Bartkuhn (weil in Brasilien, Smetaks Instrumentenskulpturen stehen in Salvador im Museum Solar Ferrão).

Nun läuft das von Cae­tano Veloso 1974 finanzierte und produzierte Debut-Album.

Gleichzeitig auch der von Gerhard geschickte Link zum Pocket-Beatbox-Bauer Koka Nikoladze.
Und dabei erklingt ein Third Record, das nicht besser hätte komponiert werden können…