Archive for the ‘Drum Machine’ Category

How to play a song without having an insistent backbeat

Oktober 2, 2020

Die Überschrift stammt aus einem aktuellen Gespräch mit Jim Keltner.

Wow, da gibt es soviel Interessantes zu entdecken (und nachzuhören). Beispielsweise der offene, ringende Snare- und Tom-Sound auf John Lennons „What you got“ oder die Fahrradklingel auf Ry Cooders „Bop till you drop“ Album (dessen Cover mich irgendwie als Kind davon abgehalten hatte, in die elterliche Scheibe reinzuhören…).
Darüberhinaus gibt es generelle Überlegungen zum Thema „Band Groove“ (der vor allem durch den Rhythmus von Gitarrist oder Keyboarder zu Grunde gelegt wird, Bass und Schlagzeug dürfen garnierend tätig werden) und zum „Üben mit Roger“ (Linn).

Sollte tatsächlich ein zweiter Lockdown passieren oder mal wieder ein längerer Urlaub anstehen, so wäre ich mit dem Tauchgang durchs Keltner Oeuvre schon mal gut mit Material versorgt.
Für den Fall der Fälle hätte ich dann noch zwei weitere Listen – eben von Tobias Rapp in FB diskutiert – in petto:
The Greatest 500 Albums of All Time (Rolling Stone)
Denis Schecks Kanon der Weltliteratur

31.12.1987

September 30, 2020

Hier das zweistündige Silvesterkonzert des Prinzen, das anlässlich der „Sign O‘ The Times“ Reissue auf YouTube gepackt wurde.
Inklusive einer für Corona-Zeiten selbstverständlichen Masken-Performance, einem Sheila E. Schlagzeugsolo mit (ordentlich effektierter Snaredrum), dem legendären Miles Davis Jam und vielen Überraschungen mehr.

Schade, dass die DJ-Sets der Aftershowparty dieser Aktion noch nicht im Netz zu finden ist. Denn dort legten u.a. Moodymann, DJ Spinna und Natasha Diggs auf.

my echo is always on Send 1

September 24, 2020

Lese ein erquickendes Interview (aus dem „Electronic Sound Maker“, May 1985) mit einem meinem Lieblings-Dubmeister, Mad Professor.
Und so erfahre ich vom Konzept, wie sich mit zwei Gates Ping-Pong-Strukturen erzeugen lassen:
>>Also I use the gates to get automatic panning, using a decay on the threshold in conjunction with a delay or drum machine rhythm. One comes on and then when it shuts off the other one comes on. Then by setting the pan controls on the auxiliary channels correctly you can get it to go left-right-left-right (bangs a rhythm on the desk), according to the rhythm of the delay or the drum machine.<<

Hey, und wenn der Professor erst von der Sequential Drumtraks schwärmt und dann noch von der Peter Culture LP „Facing The Fight“ erzählt, bei der er Drumtan Ward ausschließlich (?) auf Simmons-Waben trommeln ließ, muss der Umstand umgehend geprüft werden.

Und da der neu entdeckte Drumtan Ward auch ein Freund der Doppel-Hihat ist, zudem einen Killer Rimclick Sound (bzw. zwei verschiedene) hat, hier noch:

Schokoladentafel-Wissen

August 17, 2020

Gerade im Druck, eine Postkarte zum Buch, die den Knackpunkt illustriert:
TAP TEMPO is the clou & the glue of delay drumming!

taptempo_postcard

Zum Verschicken* oder übers Bett pinnen, als Reminder oder Notizzettel.
* gäbe es dazu noch eine TR-808 Briefmarke, so wäre die Kombi perfekt…

kurz grandios

August 9, 2020

Kurzerhand eingetaucht in ein dreitägiges Paralleluniversum, erfreuen mich dicke Subwoofer und Konzerte vor echten Menschen, die Sommerhitze und jede weitere Badestelle (egal ob Burggraben oder Baggersee mit Mähdrescherromantik). Nebenan feiert die TR-808 ihren Vierzigsten. Und auf der Rückreise grüßt hupend die niedersächsische METRONOM Bahn…

On top schreibt mir der LEU-Verlag, dass mein Buch nun gedruckt (und vorbestellbar) sei und bei Ocean Vuong entdecke ich  ein Erklärungsmodell für die Schlagzeug-Echo-Liebe:
>>Ich habe gelesen, dass Schönheit seit jeher Nachbildung hervorgerufen hat. Wir machen mehr aus allem, was wir ästhetisch ansprechend finden, egal ob eine Vase, ein Gemälde, ein Kelch, ein Gedicht. Wir reproduzieren sie, um sie zu bewahren, durch Raum und Zeit auszudehnen.<<
Auf Erden sind wir kurz grandios“ (Seite 156)

Hey, fühlt sich weitaus mehr als kurz grandios an!

Hotline-Foto von @thezitterman

 

 

7.07

Juli 7, 2020

Die Boss Dr. Rhythm DR 110 war vermutlich meine erste angehimmelte Drum Machine – nicht zu Letzt der schicken Icons wegen. Aber die Roland TR-707 hatte ich am häufigsten zu Gesicht bekommen – denn sie war das Metronom meines Schlagzeuglehrers Peter Kumpf. Zudem ein schickes Schieberegler Teil!
Das Groove Magazin hat zum heutigen Datum elf Tracks mit der 707 vorbereitet.

roland-tr707-motherboard-1154x692

Timekeeper, Dressing & Drum Machines around 1985

Mai 23, 2020

Mel Lewis bringt seine Ansicht auf den Punkt,

Daniel Lanois (mittels Klebeband) für sein Anwendungsgebiet aber auch:

Rack-WEB

Four In The Floor?

Mai 21, 2020

gab’s auch (1969 von Shin-Ei)…

Und hier als Freeware Instrument für den NI KONTAKT Sampler.

style of rhythm and sampling that transcended the machine he used

März 5, 2020

Schöne 10-Dilla-MPC3000-Minuten, Wissenswertes über Frequenzen und organisch-musikalisch platzierte Samples (Tipp Oli Leicht):

Im Anhang des Videos gibt es diverse schöne Links für den tieferen Einstieg.
Herzliche Grüße aus der Dilla Data!

Gemischtwaren

November 22, 2019

Intro-Fill-In-Classic: The Temptations “Ain’t Too Proud To Beg” (1966), Motown-Vibe dank 6-Stroke-Roll…

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Krass effektierte Glam-Rock(?) Snare im Vers von Scorpions „Rock you like a Hurricane“ (1984). Im Breakdown nach dem Gitarrensolo dann noch mit Rückwärtshall.

PA in der Schlagzeugkabine. Die Schlagzeugspuren der 1982er The Pretenders Produktion wurden direkt beim Aufnehmen mit den elektronischen Rhythmusschichten (mal Linn Drum, mal AMS Delays) „verklebt“ (mal Linn Drum, mal AMS Delays), da diese bewusst über eine PA im Aufnahmeraum zu den Ohren (und Mikrofone) des Schlagzeugers geschickt wurden:
>>once we got the drum sound we’d send stuff back from the control room out through that PA just to pump up the sound in the room. It would either be snare drum or toms, and if he was playing along to a Linn 2 drum machine, which we used a lot as a click, that might also go back out through the PA and become part of the drum sound. The delays that you can hear on the drum sound of ‚My City Was Gone‘ were AMS delays sent through the console and back through the PA, giving a kind of tinny quality — tinny in a good way.<<

>>“The Linn 2 sat beside his drum kit, we’d figure out the tempo for the song, and he’d either play to a click track or some kind of loop that he would make. Then, depending on the loop, with some songs we would actually feed that back through the PA. There’s Linn drum running throughout the song ‚I Hurt You‘ — it was going out through the PA, into the room, and Martin* was playing along to it, so it became part of the song.“
„This whole PA thing was kind of new to me. Chris Thomas and Bill Price had designed it to fill the room with more sound<< (SoundOnSound)

* eben jener Martin Chambers, der mir 1984 vom Cover meines ersten Drums & Percussion Heftchen aus seiner mächtig designten Schlagzeugburg (mit Simmons Pads und geschwungenen Beckenhaltern – all white) entgegenblickte…

Der Fächerbalken. Kannte ich bis heute nicht.
>>In einigen zeitgenössischen Musikstücken werden Ritardandi und Accelerandi durch zusammenlaufende Sekundärbalken notiert, den sogenannten Fächerbalken. Im Falle eines Ritardandos verringert der Spieler die rhythmischen Werte allmählich von schnellen Werten am linken Ende zu langsameren am rechten Ende des Balkens, wie im folgenden Beispiel gezeigt<< (Quelle)

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