Archive for the ‘Drum Machine’ Category

eine Art Neujahrs-Bleigießen

Januar 1, 2019

Einer meiner Vorsätze für 2019: weniger Zeit mit den sozialen Medien verschwenden.
Und als ich mich prompt beim morgentlichen Facebook-Besuch ertappte, schwärzte ich zack den Handy-Screen und fischte anstelle der beleuchteten Schrift ein Buch aus dem Regal, es war „Last Night a DJ saved my life“  von Bill Brewster und Frank Broughton.
Ob dieser Zug unbewusster Weise dem hilfeversprechenden Titel des Werks entsprungen ist oder durch den zuletzt gelesenen FB-Eintrag, einer eleganten Miniaturgeschichte von Hans Nieswandt, motiviert wurde – no idea!).

Jedenfalls habe ich den DJ-Wälzer blind dreimal aufgeschlagen und tatsächlich auf allen Doppelseiten teilwürdige Musikgeschichts-Schnippsel gefunden, die sich zudem über die gemeinsame Klammer „elektronische Rhythmusmaschine“ perfekt im Blog ablegen lassen.

(1) Grandmasterflash und  der Vox V829 Percussion King (->)
(2) 20$ für die Beatprogrammierung eines Welthits und Genre-Startschusses*
(3) ‚Fairley’s Foot‘ – Tracks für den Dancefloor pimpen**

Übrigens, wer sich noch im Bleigieß-Deutungs-Modus befindet, kann bestimmt jede Anekdote für sich ins Heute übertragen.

Hey, und da mir solche Zufallsspielchen ganz gut gefallen, habe ich mir anschließend gleich überlegt, mit welchem Tonträger sich auf dem CD-Player ein (naja, mittel einfallsreiches) 2019 schreiben lässt.
Letztlich funktionierte das Vorhaben mit des Prinzen „Lovesexy“ Album, welches bekanntermaßen ohne separate Track IDs für die einzelnen Songs- DJ alike – am Stück durchläuft. Bei 20 Minuten und 19 Sekunden erklingt dann der Song „Anna Stesia„.

a. yeah! b. habe ich ewig nicht mehr gehört, bzw. c. überhaupt nicht mehr auf dem Schirm (weil ja früher immer direkt zu „Dance On“ (der Nummer danach) gespult wurde…)

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* PS: Der Name des Programmieres, an den Arthur Baker sich damals nicht mehr erinnern konnte: Jay Dorfmann

**PPS: Eine der Platten von  Farley Jackmaster Flex heisst „Funkin with the Drums“ (wäre auch ein gutes Motto für 2019) und ist (fast) ein komplettes Drumcomputer-Solo-Werk…

Mushrooms and Beatboxes

Dezember 31, 2018

>>thanks for enquiering me about those Can tracks. Well, all we did was playing while I was playing too and recording at the same time. Mushroom …. I had an old bass speaker and a guitar speaker which were connected to the tape machine. While recording we played the recording back from the Repro head which caused a delay and blew the result back into the microphones. We instantly listened back while we were recording. That was all.
Halleluwah was recorded by prerecorded drums and bass plus rhythm guitar, the rest was done by 2 overdubs – apart from heavy editing the tape of course.
Hope I could help you with those little details.
Enjoy what you do!
Holger [Czukay]<<

Vom selben Album „Tago Mago“ (1971) hier die Peking Oper mit Beatbox

THE Tony Williams Album?

Oktober 15, 2018

Kaum wird das Wetter etwas herbstlicher, finde ich einen schönen Instagram-Post zum reinlegen:

Nefertiti“ ist der einhellige Spitzenreiter (u.a. auch von Mr. Colaiuta), ich entscheide mich für das erste (?) Tony Williams Album mit Simmons und-Drumcomputer-Beteiligung. („Foreign Intrigue“ von 1985) Die Wahl begründet sich in seiner Einstellung, als Jazz-Meister mit dem davon weit entferntesten Instrumentarium zu experimentieren (siehe auch Modern Drummer Interview 6/1984)…

 

 

Hancock, Duke, Clarke & a drum machine

August 20, 2018

Interessantes Fundstück, dieses Festival-Intermezzo (anno 1981?) von Herbie Hancock, George Duke und Stanley Clarke:

Rhythmusgerüst: Linndrum?

mehr als „nur“ Jazz

März 13, 2018

In der Nacht:
begeistertes „unboxing“ eines Meinl Pakets – derartige Konsumfilmchen sind ja eigentlich gar nicht mein Fall, aber hey, wenn ich ein neues Instrument auspacke und es sich sofort so anfühlt, als ob wir schon jahrelang zusammen wären, dann muss ich diesen Gefühlszustand kurz in die Welt raustrommeln!
Diese 15“ Byzance Hats hauen mich um, die können irgendwie alles, obwohl nur „Jazz“ draufsteht…

Jetzt am Mittag:
Kaffee, Honigbrot & Erland Dahlen. Johann Polzer hat mich erneut, eben mit diesem Gitarren/Schlagzeug Duo versorgt:

Notiz für mein thedrumsounds Archiv:
Das federnd aufgehängte Tambourin habe ich schon bei Jay Bellerose gesehen (aber ist es Eigenbau oder Industrieprodukt?); klasse Idee, ein brasilianisches Tamborim über die Beckeglocke zu stülpen; aha, ein wortwörtliches Glockenspiel.
Und die Schlitztrommel hat mein Sohn doch auch -> sofort ausleihen!!

Und weiter geht’s mit Luigi Russolos „Art of Noise“ Ansatz (aus dem Jahr 1913!!) und seinen selbstgebauten „acoustic noise generators“, den Intonarumori:

Luigi Russolo

>>howling, thunder, crackling, crumpling, exploding, gurgling, buzzing, hissing and so on…<<

Blue Monday?

März 12, 2018

Gerade mal 35 Jahre alt… diese nice „Blue Monday“ Live Performance, mit zwei gut gestimmten Simmons Pads, ordentlich Space Echo und Extra-Programmings:

PS. Als ich die Nummer erstmals im Radio hörte – war 11 Jahre alt – war ich völlig verwirrt, wie ein Schlagzeuger einen derartigen Groove spielen konnte.

PPS. Nebenschauplatz, ebenfalls 1983, jedoch in Amerika: Robert Rauschenberg gestaltet die (auf 50.000 begrenzte) Limited Version des Talking Head Albums „Speaking in Tongues„.
Er bekommt $2000 für den Job und einen Grammy für’s Design.

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experimental for me and I hope experimental for you!

November 29, 2017

Mit diesem vielversprechenden Ausspruch von Papa Jo Jones beginnt das Wechselbaden zwischen verschiedenen Clubs, inklusiver netter Schlagwerker (->).

The Drums by Jo Jones (1973) -> Jo Jones
Peter Herbolzheimer’s Rhythm Combination & Brass „Mr. Clean“ (1973) -> Tony Inzalaco
Bodenseh’s Metronome Art „Tom’s Diner“ (2017) -> Sebastian Merk
Calvin Harris „Slide“ (2017)
Mtume „Juicy Fruit“ (1983)
A Band Called Flash „Phantom“ (2016)
Nils Landgren „Knowing Me, Knowing You“ (2004) -> Wolfgang Haffner
Luminos W „Slow Gravity“ (2017) -> O.R.
Goldie „What You Won’t Do For Love“ (1998)
Blüth „You Dig it“ (1998) -> Zach Danziger
ODD Toot „Spuds Take Them Oh Take Them Song“ (1997)

Effektgeräte im Sound der 80er-Jahre

November 4, 2017

Die Schreibe von Matthias Fuchs hat mir schon immer gut gefallen und so besteige ich gerne den >>silbernen DeLorean und katapultiere mich dreieinhalb Jahrzehnte zurück zwischen bunt blinkenden Digitalhall, Harmonizer, Exciter und Co.<<

80s knob

 

Über die richtige Salatmischung, „Fuck off“ von Chic und die Einstellung „Loves ­Saves The Day“

September 22, 2017

Ein Hoch auf Hans Nieswandt!
Für seinen Artikel „Von Disco zu Disco“ (Rolling Stone 11/16) erhält er den (neuen) International Music Journalism Award.
Das ist spannender, ganzheitlicher Musikgeschichte-Unterricht der feinen Art. Diesmal über den Aufstieg und Niedergang der Disco-Kultur.

>>„Rock Your Baby“ war auch der erste Disco-Hit mit einer Drum­machine (wenngleich einer sehr simplen, muffig klingenden), die bei der bald einsetzenden Elektronifizierung von Disco (vor allem durch den stets etwas überschätzten Giorgio Moroder und den stets etwas unterschätzten Patrick Cowley) und der dadurch eingeleiteten Entwicklung von Stilen wie House und Techno die Schlüsselrolle übernehmen sollte.<<

PS. für diejenigen, die gerne tiefer einsteigen würden empfiehlt der Meister:

nieswandt disco literatur

DDD-1

September 17, 2017

Drüben, auf Amazona.de gibt es einen schwärmerischen Beitrag über die kleine Sampling-Funktion des Korg DDD-1 (1986):
>>Die Korg DDD-1 ist quasi eine E-MU SP-12 für Low Budget. 2 Samples, 12 Bit, 3,5 sek. Sampling-Zeit, enorm unkompliziert und purer Fun.<<

Ich krame das Foto aus meinem Buch heraus und grüße Ralf Göldner!

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