Archive for the ‘Drum Machine’ Category

mehr als „nur“ Jazz

März 13, 2018

In der Nacht:
begeistertes „unboxing“ eines Meinl Pakets – derartige Konsumfilmchen sind ja eigentlich gar nicht mein Fall, aber hey, wenn ich ein neues Instrument auspacke und es sich sofort so anfühlt, als ob wir schon jahrelang zusammen wären, dann muss ich diesen Gefühlszustand kurz in die Welt raustrommeln!
Diese 15“ Byzance Hats hauen mich um, die können irgendwie alles, obwohl nur „Jazz“ draufsteht…

Jetzt am Mittag:
Kaffee, Honigbrot & Erland Dahlen. Johann Polzer hat mich erneut, eben mit diesem Gitarren/Schlagzeug Duo versorgt:

Notiz für mein thedrumsounds Archiv:
Das federnd aufgehängte Tambourin habe ich schon bei Jay Bellerose gesehen (aber ist es Eigenbau oder Industrieprodukt?); klasse Idee, ein brasilianisches Tamborim über die Beckeglocke zu stülpen; aha, ein wortwörtliches Glockenspiel.
Und die Schlitztrommel hat mein Sohn doch auch -> sofort ausleihen!!

Und weiter geht’s mit Luigi Russolos „Art of Noise“ Ansatz (aus dem Jahr 1913!!) und seinen selbstgebauten „acoustic noise generators“, den Intonarumori:

Luigi Russolo

>>howling, thunder, crackling, crumpling, exploding, gurgling, buzzing, hissing and so on…<<

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Blue Monday?

März 12, 2018

Gerade mal 35 Jahre alt… diese nice „Blue Monday“ Live Performance, mit zwei gut gestimmten Simmons Pads, ordentlich Space Echo und Extra-Programmings:

PS. Als ich die Nummer erstmals im Radio hörte – war 11 Jahre alt – war ich völlig verwirrt, wie ein Schlagzeuger einen derartigen Groove spielen konnte.

PPS. Nebenschauplatz, ebenfalls 1983, jedoch in Amerika: Robert Rauschenberg gestaltet die (auf 50.000 begrenzte) Limited Version des Talking Head Albums „Speaking in Tongues„.
Er bekommt $2000 für den Job und einen Grammy für’s Design.

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experimental for me and I hope experimental for you!

November 29, 2017

Mit diesem vielversprechenden Ausspruch von Papa Jo Jones beginnt das Wechselbaden zwischen verschiedenen Clubs, inklusiver netter Schlagwerker (->).

The Drums by Jo Jones (1973) -> Jo Jones
Peter Herbolzheimer’s Rhythm Combination & Brass „Mr. Clean“ (1973) -> Tony Inzalaco
Bodenseh’s Metronome Art „Tom’s Diner“ (2017) -> Sebastian Merk
Calvin Harris „Slide“ (2017)
Mtume „Juicy Fruit“ (1983)
A Band Called Flash „Phantom“ (2016)
Nils Landgren „Knowing Me, Knowing You“ (2004) -> Wolfgang Haffner
Luminos W „Slow Gravity“ (2017) -> O.R.
Goldie „What You Won’t Do For Love“ (1998)
Blüth „You Dig it“ (1998) -> Zach Danziger
ODD Toot „Spuds Take Them Oh Take Them Song“ (1997)

Effektgeräte im Sound der 80er-Jahre

November 4, 2017

Die Schreibe von Matthias Fuchs hat mir schon immer gut gefallen und so besteige ich gerne den >>silbernen DeLorean und katapultiere mich dreieinhalb Jahrzehnte zurück zwischen bunt blinkenden Digitalhall, Harmonizer, Exciter und Co.<<

80s knob

 

Über die richtige Salatmischung, „Fuck off“ von Chic und die Einstellung „Loves ­Saves The Day“

September 22, 2017

Ein Hoch auf Hans Nieswandt!
Für seinen Artikel „Von Disco zu Disco“ (Rolling Stone 11/16) erhält er den (neuen) International Music Journalism Award.
Das ist spannender, ganzheitlicher Musikgeschichte-Unterricht der feinen Art. Diesmal über den Aufstieg und Niedergang der Disco-Kultur.

>>„Rock Your Baby“ war auch der erste Disco-Hit mit einer Drum­machine (wenngleich einer sehr simplen, muffig klingenden), die bei der bald einsetzenden Elektronifizierung von Disco (vor allem durch den stets etwas überschätzten Giorgio Moroder und den stets etwas unterschätzten Patrick Cowley) und der dadurch eingeleiteten Entwicklung von Stilen wie House und Techno die Schlüsselrolle übernehmen sollte.<<

PS. für diejenigen, die gerne tiefer einsteigen würden empfiehlt der Meister:

nieswandt disco literatur

DDD-1

September 17, 2017

Drüben, auf Amazona.de gibt es einen schwärmerischen Beitrag über die kleine Sampling-Funktion des Korg DDD-1 (1986):
>>Die Korg DDD-1 ist quasi eine E-MU SP-12 für Low Budget. 2 Samples, 12 Bit, 3,5 sek. Sampling-Zeit, enorm unkompliziert und purer Fun.<<

Ich krame das Foto aus meinem Buch heraus und grüße Ralf Göldner!

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The Spirit of the 808

Juli 20, 2017

Hey, kaum zurück, zack in der Amazon-Videothek die 808 Doku von Alex Dunn ausgeliehen und Relevantes (und Schönes und mir Neues) abgeschrieben.
Home Uni Syle!

Pre-808. früher Preset-Groove: Timmy Thomas „Why Can’t we Live Together“ (1972)

S.O.S. Band „Just Be Good To Me“ (1983)

T La Rock & Jazzy Jay „It’s Yours“ (1984)

Tr-808 Aufgenommen und rückwärts abgespielt („Hendrix style“): Beastie Boys  „Paul Revere“ (1986)

Dr. Dre bringt die Boom Bass auf’s Parkett: Original Concept „Knowledge Me“ (1986)

Boom auf die „1“ und mit anderer Kick kombiniert: Public Enemy „Yo!Bum Rush The Show“ (1987)

Miami Bass! L’Trimm ‎“Cars With The Boom“ (1988)

Gesampelt/Gestimmte 808 Kickdrums als Bassersatz. Die Blaupause für Jungle und Drum’n Bass: Dynamix II „Just Give The DJ A Break“ (1987)

Zeitsprung: Usher „Yeah!“ (2004)

und die laut Felix Da Housecat >>beste 808 Produktion der letzten zehn Jahre<<: Felix Da Housecat „Kickdrum“ (2009)

Den kompletten House-Techno-Jungle Erzählstrang habe ich mal ausgeklammert, aber auf das Schlussinterview mit dem (zunächst ACE) dann Roland Firmengründer Ikutarō Kakehashi möchte ich unbedingt noch hinweisen.

kick mutes

Juni 9, 2017

Lars Bartkuhn erzählte neulich eine schöne Anekdote zu den eigenartigen Kickdrum-Mutes so mancher Theo Parrish Produktion: dort hatte der Meister die Four On The Floor wohl eigenhändig & live auf der MPC eingedrückt und im Nachhinein die allzu wackeligen Parts einfach stummgeschaltet. Rough, eigen, einfach!

Da ich die Geschichte sehr schön finde, suche ich gar nicht erst nach Quellen oder Beweisen, sondern bleibe direkt im Thema drin und höre ihm zu:

>>To do a dangerous thing with style is what I call art<< (Charles Bukowski)

social Media

März 17, 2017

Ah, gecheckt! Social Media funktioniert im besten Wortsinn folgendermaßen:

Beim Schreiben des kommenden Artikels meiner drums & percussion Reihe „Oli trifft…“ geht es an einer Stelle um die Erinnerung an das schwarz-weisse Falco-Tourset von Curt Cress. Um das Bild im Kopf aufzufrischen – es ist ja um die 30 Jahre alt – suche ich im Netz nach Fotos, finde auf die Schnelle aber nur was im eigenen Blog, leider nichts zum damaligen Interview im drums & percussion Magazin. Dafür gibt es ein passendes YouTube Video von der 1986er Tour mit dem gewünschten SW-Set. Scharf ist anders…Und es gibt ein weiteres, etwas älteres Video, deutlich schärfer und  schlagzeugelektronisch interessant, das mich zu diesem Beitrag (Linn ’n Concert) animiert, der wiederum in der folgenden FB-Diskussion ein Post des drums & percussion Titels 1/87 hervorruft. Dass mir Mitch Thompson sein Heftexemplar gleich noch in die Post steckt und es sich auch noch um die Jubiläumsausgabe handelt schließt den Kreis – denn „Oli trifft…Matteo Scrimali“ erscheint ebenfalls in der Feier- (und Messe-) Ausgabe!

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PS. als ich das Heft gestern aus dem Briefkasten holte, hatte ich ein schönes Deja Vu. Und jede einzelne Seite kam mir sehr bekannt vor. Neben der C.C. Story ist auch das Interview mit Sly Dunbar ganz groß (und Blog-relevant: >>…so weist sein Drumset heute neben einer akustischen Snare und den (natürlich akustischen Becken) ausschließlich elektronische Instrumente auf. Da zählt ein Simmons SDS V (mit den alten, harten Pads – „die neuen sind mir zu weich“) ebenso zum Kit wie eine gesampelte „ddrum“ Bassdrum oder eine Drummaschine für die Claps.<<)

PPS. ein paar Informationen ordne ich heute ganz anders ein, denn was ich damals vermutlich überlas, beeindruckt mich jetzt dann doch: zum Beispiel die Info das bei der Falco-Tour eine 8-Spurmaschine mit Backingtracks mitlief (und der Orientierungsclick für Curtie aus den Monitoren hämmerte), oder der „Trick 17“ zum Boss Dr. Rhythm Digital DR-220 (was tatsächlich dann etwas später auch mein erster Drumcomputer werden sollte).

Linn ’n Concert

März 11, 2017

Curt Cress mit Linndrum Zuspieler, seinerzeit mit Falco: Templeblocks anstelle Mesh Heads, dirty Samples, große Gesten.
Und wenn mich nicht alles täuscht stehen die holzfarbenen Yamaha Concert Toms jetzt bei Christian Prommer (in den Red Bull Studios Berlin). Oder?