Archive for the ‘New Wave’ Category

Richard James Burgess

Januar 7, 2009

In den letzten Tagen wurde ja so mancher Ideengeber aus den 70ern hervorgeholt (Jaki Liebezeit, Florian Schneider, Yukihiro Takahashi). Letztlich bin ich heute morgen dann beim Roland MicroComposer gelandet, einem frühen & konsequenten Digitalsequenzer mit etlichen verweisen auf Richard James Burgess.

Da wird natürlich weitergelesen: über einen facettenreichen Engländer, der sich, eng verbunden mit dem Begriff „New Romantic“ und stark elektronik-affin, am Musikgeschehen der frühen 80er Jahre beteiligt hat.

Zum Beispiel als
– Drummer (u.a. Adam Ant, The Buggles’ The Age of Plastic)
– Produzent (u.a. 2x Spandau Ballet, Colonel Abrams)
– Frontman (trommelte und sang bei Landscape, schau dir mal „Einstein to Go Go“ an, allein schon wegen der seltenen „Mount Rushmore“ Simmons-Pads)
– Technik-Nerd (früher Spezialist für den Roland MC-8, Fairlight CMI) und Programmierer (Kate Bush’s „Never for Ever„, Visage’s „Fade to grey“)
– Entwickler (entwickelt zusammen mit Dave Simmons das legendäre Simmons SDS-V, auch wenn in der Bob Henrit Complete Simmons Drum Bibel nichts darüber geschrieben steht?)
– Erklärer (Buchautor: „The Art of Music Production“, Dokus: BBC Radio „Let There Be Drums“, BBC TV „Tomorrow’s World“)

Puh.

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Der CNN Effekt

Februar 24, 2008

>>Ich war immer ein Freund der Kopie, der ramponierten Version. Das hat mir schon immer gefallen. Auch beim Grafik-Design. Der CNN-Effekt: wenn es etwas zerschrammt ist, dann wirkt es glaubwürdiger. Wenn es zu zu sauber ist denkst du an Verschwörung.<<

So der Musiker Mark Stewart im Interview mit Markus Schneider in Spex #313.

Popgeschichtserzählung via Ian Curtis

Januar 10, 2008

>>Nicht nur wegen seiner Musik ist der Sänger wieder gefragt, sondern auch als Stilikone und vor allem als Auslöser für eine Popgeschichtserzählung, die anscheinend erst jetzt endgültig bewertet werden kann. Beispielsweise Rave. Denn wenn man so will, war der Tod dieses jungen Mannes, der sich im Alter von 23 Jahren in seiner Wohnung erhängte, weil er seiner Depressionen nicht mehr Herr werden konnte, dafür mitverantwortlich, dass Rave überhaupt geboren werden konnte. Schließlich war es seine Band [Joy Division *], die ohne ihn und mit neuem Sänger unter dem Namen New Order [*] einfach weitermachte. Und der Erfolg genau dieser Band ermöglichte es ihrem Label finanziell, den Club Hacienda [***] zu eröffnen, der Ende der Achtziger als eine der Geburtsstätten der Ravekultur galt. Das Joy-Division-Grau aus dem deprimierenden Industriestadt-Manchester Anfang der Achtziger verwandelte sich in die Party- und Ecstasy-Glückseligkeit von „Madchester„…<<

mehr darüber und den Anton Corbijn’s Film „Control“ steht in der taz vom 09.01.08

[*] Drums: Stephen Morris, „daft as a brush„?
[**] Drums: Stephen Morris
[***] Drums im Cabaret Voltaire Video-Schnipsel: Dee Boyle (?)