Archive for the ‘Ableton’ Category

Latenzkompensation

Juni 17, 2020

Der tolle Stephan Emig beschreibt hier eine Lösung, wie er beim Onlineunterricht per Zoom oder Skype seine Schüler zu einem Playback spielen lassen kann.
Dabei hört er nicht jene Audiosumme ab, die er seinem Gegegenüber zukommen lässt, sondern routet diese zusätzlich auf einen weiteren Bus, in welchem dann mittels Spurdelay (oder einem Delay PlugIn) die jeweils entstandene Latenz ausgeglichen wird.

Bildschirmfoto 2020-06-17 um 22.52.34

>>Zu Beginn der Online-Lesson lasse ich eine Metronom-Schleife laufen und den Schüler dazu klatschen bzw. die Sticks aufeinander schlagen. 🥁👏🏻 Ich stelle die Delay-Time so ein, dass mein Monitor-Signal und das Klatschen synchron klingen (bisher meistens zwischen 400 und 450ms). 🎤⏱🎶🔊Danach kann ich Songs starten und höre mein Gegenüber synchron dazu spielen 😀<<

Übrigens, lässt sich auf diese Weise auch ein Synchronisations-Versatz bei der Nutzung von Link ausgleichen.

Jenseits der Echokammer

Juni 3, 2020

>>… das gute alte Delay? Es lässt Sounds vielschichtiger und luftiger klingen, erweitert Rhythmen und füllt leere Räume – unzählige Möglichkeiten für die Klangforschung.<<

So beginnt das Ableton Tutorial „Jenseits der Echokammer: Raffinierte Anwendungen für Lives Delay-Effekte“ von ELPHNT mit sechs Ideen (und den entsprechenden Effekt-Racks), die über die Standard-Einstellung von Delaygeschwindkeit und Anzahl der Feedbacks hinausgehen.

File under: Stereo-Breite, Haas Effekt, Modulation (Chorus, Flanger), Grain/Pitch Delay

Tipp 7 aus der selben Schmiede direkt hinterher, „use the noise section of Live 10’s new Echo device to create interesting drum patterns„:

immenser Nachhall

Mai 29, 2020

Das Valhalla Supermassive PlugIn ist nicht nur gratis downloadbar, sondern auch wunderschön beschrieben:
>>Luscious clouds of reverb, otherworldly delays, swelling waves of feedback unlike any you’ve heard before.<<

Passt perfekt zu dieser schönen Woche, in der ich mal wieder über das „längste Echo der Welt“ gestolpert bin (welches natürlich ein immenser Nachhall ist, der sich aber auch digital und ebenfalls gratis in der Ableton-Welt verwenden lässt) und dadurch den weltgrößten Federhall entdeckt habe, der mich wiederum an Slinky, den Treppenläufer erinnerte…

Passt perfekt zu dieser unschönen Woche, in der die fürchterliche Tötung von George Floyd passierte und erneut einen gewalttätigen, alltäglichen und im System verankerten Rassismus offenbarte. Ich hoffe, dass der Nachhall dieser verstörenden Bilder, sowie der vielen Solidaritätsbekundungen, Augen und Herzen zu öffnen vermag!

Computer Liebe

Mai 8, 2020

Hach, wie schön: Erst mehrere Nächte zusammen Musik machen, Ideen entwickeln, dann daraus einen Gig improvisieren.
Freude en masse und ein Lampenfieber jenseits der Thermometerskala, ähnlich hoch wie vor dem ersten Konzert der Schulband.

hr-Video

Letztlich durften wir sogar als Trio performen (da Kamü ihren Zeichentisch mit großem Absatnd aufbauen konnte) und so stand wieder mal ein „Temporärer Elektronischer Salon“ auf dem Holzboden. In musikalischer Hinsicht hatte ich mir folgendes überlegt: Ein dezent präpariertes* akustisches Schlagzeug sollte die Basis sein, mit Kick, zwei Snares und einem Standtom, umrahmt von drei umfangreichen Becken**.
Darin subtil verwoben: diverse Strippen zur Elektrifizierung des Trommelzeugs, aber auch zur elektronischen Verbindung mit Oli Leicht.
Echodrums: die 14″ Snare kann via A/B-Box ins Boss RE-20 Space Echo geschickt werden.
Reverb Shots: die kleine 8″ Meinl Snare/Timbale hat einen Roland RT-10 Trigger Pickup aufgesetzt bekommen, der zum RME Babyface und von dort in Ableton Programm führt. Dort regelt ein Noisegate ab welcher Schlagstärke das Signal in einen langen Hallraum rutscht.
Electronic Handclap: mit dem Roland SPD-One Electro wird ein heruntergestimmte Clap Sample getrommelt. Mal eher trocken, oft stark verhallt.
Four On The Floor: obwohl ich die elektronische Kick zur Zeit gern mit dem linken Fuß selbst spiele, wollte ich mal versuchen, ob sich nicht meine Acidlab Bassline (eine TB-303 Kopie) um eine Mischung aus Bassdrum und Synthbass kümmern könnte. Sie wird vom RME mit der MIDI Clock versogt.
Samples kommen vom Ableton Song (das ich mit Kurzbefehlen auf der Laptoptastatur verwalte):  Beispielsweise diverse Sprachausschnitte (von Herbert Eimert, Mariah Carey, Sasa Stanisic und Kraftwerk), ein Trommelschnitt vom Stran in Sansibar, ein Garnier-Synthloop und ein kleiner Minimal-Beat.
Die beiden Abletonrechner der Olis spielen via Link im selben Takt.
– weitere Verknüpfen zwischen Schlagzeug und Klarinette/Saxofon: per Knopfdruck auf den gelben Send Button rutscht auch das Gebläse in mein Echogerät.
In meiner Kick liegt ein extra Mikrofon, das zur Sidechain-Steuerung in Herrn Leichts Ableton Session aktiviert werden kann. Um seine Signale entweder pumpen zu lassen oder überhaupt erst hörbar zu machen.

Trotz der großen Spielfreude gab’s aber auch einen Adrenalinstoß, als sich 20 Minuten vor der Sendung mein Rechner mit seltsamer Grafik verabschiedete. Blöderweise trat dieses Phänomen diese Woche schon mehrmals auf, offenbar ohne Reparaturwirkung…
OK – dann halt Neustart, Festplattendienstprogramm und viel Computer Liebe.
Hat gereicht, danke Florian!

* Muffkopf (Kick), Mini Muff (Snare), Big Fat Snare Drum Donut (Tom), Meinl Kessing (mal auf Snare, mal auf Tom), VicFirth Dualsticks
** Meinl Bycanze 15″ Jazz Hihats, 20″ Clubride, 20″ Jazz Thin Ride, 18″ Vintage Crash
*** Meinl Waterfall, präparierter Rawhide Shaker, Luis Conte Shaker, special Jam Block, Jingle Stick / One Hand Triangle, Almas Regenmacher

 

SPD-SX als 4-Kanal-Interface für Ableton

März 16, 2020

Der Abletondrummer Tobi erklärt, wie sich das Roland SPD-SX im Verbund mit einem Ableton-Rechner so nutzen lässt, dass durch das Multipad die Stereosumme zur PA geschickt wird und Du im Kopferausgang (zusätzlich) einen Clicktrack hören kannst.

ich wünschte Andi Haberl

März 8, 2020

Letzten Donnerstag war ich dann prompt wieder im Museum und hörte mir begeistert die Premiere von Andi Haberls Solo Performance an – einer kreative Klangreise mit akustischem Schlagwerk und diversen elektrischen Klangerzeugern.
Als Rahmen fungierten Haberl-Songs, die improvisatorisch und in Echtzeit ge-remixt wurden und zu einem fließenden Ereignis verwoben wurden.
Neulich, beim Notwist Gig in Augsburg,  weckte Andis Spiel bei mir Gedanken an  Krautrock und Motorik-Beats, diesmal hüpften meine Assoziationen mal zu Fourtet, mal zu Tortoise. Und dennoch steht seine Art zu trommeln über all den gedachten Referenzen, ist unverkennbar eigen und stark.

vss30

Hey, und endlich mal ein persönlicher, sinnvoller und zukunftsweisender Einsatz der Sunhouse Trigger – dazu kunstvolles, meist einhändiges Klaviatur-Spiel (auf Ableton, Organelle oder dem legendären Yamaha VSS-30) und wunderbar getrommelte Natursounds (u.a. Gongs aus aller Welt, Nussrassel, Peg Chimes, und natürlich das „Jazz Montez Swinger Kit„).
Diesen Act wünschte ich mir auf die einschlägigen Drumfestivals hierzulande!

Später erzählte mir Andi von Eli Keszler (ein ebenfalls kreativer Sunhouse-triggernder Soloschlagzeuger) und wir erfreuten uns an der Sample-Ästhetik von Deantoni Parks.

Mensch, ich hoffe, dass die Liveaufnahmen der Show gut im Kasten gelandet sind und wir hier bald mal gemeinsam reinhören können.
Außerdem halte ich Ausschau nach Konzerten und Veröffentlichungen von Andi Haberls „Sun“.

Nachtrag: Hey, von Berta Berlin wurde ein Andi Haberl Solo Set hochgeladen:

next level hybrid drumming

November 20, 2019

Dieses schönes Video-Interview mit Zach Danziger…

…empfing mich gestern Nacht, nachdem ich im Proberaum selbst auf einem neuen Treppchen des clicktrackfreien Hybriddrummings – zuversichtlich -herumbalancieren konnte.

Dabei ging es um Idee, zwei Audiosignale (Snare Mic und Kick-Trigger) im Ableton mittels des Trigg.me M4L PlugIns in Mididaten zu transformieren, um damit schließlich Samples aus dem Drumrack auszulösen. Und zwar weder typische „Stellvertreter“ (drum replacements) oder ausgecheckte Multisamples, sondern gewarpte Loopfragmente, die sich durch Choke-Groups nicht in die Quere kommen und Dank Filterung einen clubbigen Breakbeat-Vibe versprühen – vor allem aber ohne Kopfhörer oder InEars funktionieren.
Je nach Lust & Bedarf tappe ich das Mastertempo meiner DAW oder nicht – und diese zusaätzlichen Layer zu meiner akustischen Trommelei klingen, sowohl „in sync“ oder „out out of sync“.
[file under „Arbeitstitel: Tap DAW“]

Sommerlüftchen

November 18, 2019

Schöner Wochenstart:
– mit dem ZDF Mitschnitt des sommernächtlichen Nils Wülker-Jazz Baltica-Gig: 72 Minuten, inklusive Ableton Fail & Nils Landgren Cameo!

– mit einem bunten Bildchen gegen die winterliche farblosigkeit (Exponat von Virgil Abloh)

– sowie mit einem Zitat aus meinem letzten Lieblingsbuch, Thomas Meyers „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ (Seite 143):
>>Da fielen mir wieder Onkel Jonathans Worte ein. Den eigenen Weg zu gehen, überlegte ich, heißt wohl nichts anderes, als sich den Dingen zu stellen, die einem begegneten. Nicht zu versuchen, sie zu umschleichen. Nicht vor ihnen stehen zu bleiben. Sondern durch die Schwierigkeiten hindurchzumarschieren.<<

 

recreating a programmed drum part with accuracy is an art form in itself

Oktober 16, 2019

Joe Cleggs Teaser klingt vielversprechend:
>>“I personally think that there is beauty in the detail, that recreating a programmed drum part with accuracy is an art form in itself. I might be the only person that gets excited at the thought of pop shows being played fully live, by musicians using technology as an instrument, without conventional backing tracks, but it’s more attainable than ever.”
In this video series you will learn how to translate studio recordings into the live arena in a human and musical way.<<

Joe+Clegg+at+Snap

 

DTES

Juli 19, 2019

Wenn’s mal regnet, oder so: etwas „Temporärer Elektronische Salon“ für heimische Sofa… (mit Oli Leicht, Hans Glawischnig, Kabuki und Lars Bartkuhn)