Archive for the ‘Ableton’ Category

e-Spider

September 5, 2017

Musste neulich aufgrund eines beeindruckenden Trommelvideos von Jan „Stix“ Pfennig, eben jenem ein paar dringende Fragen stellen.
Lässt sich alles in dem bondo.de „Interview mit Jan Stix Pfennig zu seinem elektronischenSpider-Pedaltechnik-Setup“ nachlesen/schauen.

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Ultratap

August 31, 2017

Ich experimentiere momentan mit dem Ultratap PlugIn von Eventide (gibt es bis zum 5.9. für 49e, danach kostet es 99e) und es ist das erste Rechner-Delay, das sich dank Tap Button via Controller perfekt und latenzfrei tappen lässt. Tatsächlich könnte damit meinen Hardware-Park ersetzen…

Damit sich der Tap-Button des PlugIns fernsteuern ließ, musste ich allerdings erstmal eine Weile forschen. Denn mit der MIDI Learn Funktion von Ableton ging nichts.
Letztlich wurde mir im Userforum gesagt, dass sich dieser Knopf via MIDI CC04 steuern lässt – diese Info steht mittlerweile auch in der überarbeiteten Version 1.1.1 – und durch folgenden Workflow kann ich ihn mit meinem F1 Controller perfekt tappen:

ultratap

In einer zusätzlichen (Dummy) Midispur erkläre ich meinem Programm, dass der MIDI Kanal 13 aus meinem Traktor Kontrol F1, die Audiospur 1 (in der sich das Ultratap Plugin befindet) beeinflussen soll. Jene Taste meines F1, der ich den CC04 Wert zugewiesen habe, ist fortan mein Tap-Tempo-Button (unabhängig von der BPM-Zahl des Ableton Songs).

Nice!

Leider ist das Ultratap ein Boutique-Delay mit einigen ungewöhnlichen Parametern (gut), aber leider ohne den typischen Feedback-Regler (oh nein!).
Diesen Umstand löse ich ganz traditionell, in dem ich das Utratap-Signal einem Auxweg zuweise und so eine Feedback-Schleife bilde und die Anzahl der Echowiederholungen wie gewohnt mit einem Drehregler (der den orangenfarben Send A bewegt) vergrößern kann:

Bildschirmfoto 2017-08-31 um 15.54.00.png

Rhythm Roulette

August 24, 2017

Ach schön, mit diesem harmlosen Ableton Spielchen lässt sich ein positiver Schlusspunkt hinter eine längere Geschichte dieses Sommers setzen.
Sie begann mit der Schaufensterauslage eines seltsamen Spielzeugs (ähnlich dem abgebildeten) und der berechtigten Nachfrage eines Neunjährigen, was es mit dem Lucky-Pistolen-Roulette denn auf sich hätte.
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Ich erklärte, dass in den aufgeblasenen oder gar mit Wasser befüllten Ballon geschossen würde, aber da nur in einer der sechs Patronenkammer des Revolvers ein Projektil steckte, schließlich der Zufall irgendwann einen der Spieler mächtig erschrecken würde… aber auch, dass diesem harmlosen Spielzeug eine brutale Vorlage aus dem ersten Weltkrieg zu Grunde läge, nämlich das Russische Roulette.
Harter Tobak für ein Kind, der natürlich immer wieder hochkam und besprochen werden musste. Dabei half, dass mir – ebenfalls der Zufall – Cartarescus Erzählband „Nostalgia“ ins Sommerreisegepäck befördert hatte, wo in der Erzählung „Roulettespieler“ einem mysteriösen Mann das zunehmend lebensgefährlicher werdende Spiel einfach nichts anzutun vermag, selbst als alle sechs Plätze der Revolvertrommel belegt waren…
Auch die Eiervariante eines australischen Freundes – keine russischen; sondern fünf hartgekochte Eier und ein rohes – trug zur Ablenkung bei, sie drehte zumindest schon mal die existenzielle Bedrohung, in spielerische Schadenfreude.
Mit der Ableton Variante, >>der spannenden Serie von Mass Appeal, bei der die Produzenten blind drei Platten aussuchen, daraus Samples extrahieren und zu einem neuen Track zusammenstellen<<,  gibt es nun glücklicherweise auch eine durchweg positive Spielart:
Ungewöhnliches spielen – dabei Spaß haben – im Idealfall etwas tolles Neues erschaffen!

Gut.

Geschützt: eSpider

August 24, 2017

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SPD-SX as Visual MIDI Controller

Juli 25, 2017

Habe seit längerer Zeit mal wieder mein SPD-SX hervorgeholt, um es als (einzigen) Controller für Ableton Live zu nutzen.
Mein Hauptanliegen dabei ist die Steuerung per Trommelstock, inklusive visueller Rückmeldung, so dass der ewige Kontakt bzw. Kontrollblick zum Rechnerbildschirm zukünftig minimiert wird.

SPD_SX-visual-Midicontrol

Folgende Punkte bin ich diesbezüglich angegangen:
e-Kick (via Pad oder Pedal) und Boombass Samples schicke ich so latenzfrei wie möglich direkt aus dem Audio-Ausgang des Rolandmoduls.

Verschiedene Effekte, Trigger-Add-Ons und Loops möchte ich aber in der Ableton DAW formen und aus meine RME-Babyface rausschicken. Dafür verwende ich nach wie vor lediglich ein Mikrofon an der Snare.

– mittels ApTrigga generiere ich einen Handclapsound, der sich nun via Pad-Schlag dazuschalten lässt (eine MIDI Note des SPD-SX de/aktiviert den Track-Aktivierungsschalter).
Damit ich sehen kann, ob der Triggersound-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Dadurch läuft der SPD-SX Loop bzw. dessen Pad leuchted rot, solange mein Triggersound aus dem Ableton dazugeschaltet wird.
Den Klang des Clapsamples bearbeitet ich mit einem Waves One Knob Filter via MIDI Control Rad des SPD-SX.

– mit dem Signal des Snaremics erzeuge ich auch den Snare/Vocoder Output für mein (Outboard-) Echogerät. Auch hier sorgt ein SPD-SX Pad mit stummem Sinus-Loop für die optische Kontrolle: leuchtet es, ertönt der Vocoder, wenn nicht, so rutscht der pure Snaresound ins Echo.

– das Signal des Snaremics läuft zudem in einen Return-Bus, in dem sich ein Ableton Looper befindet. Da sich dieses PlugIn mit einer MIDI Note voll bedienen lässt, wird es mit dem mittleren Pad des SPD-SX bedient (erster Schlag: Aufnahme, ||: folgender Schlag: Overdub, darauffolgender Schlag: Loop Play :||, Doppelschlag löscht die Aufnahme)

– den „Roomshot“ Kunstgriff, also das Snaresignal durch einen Padschlag in einen Hallraum zu „send“en, liebe ich schon geraume Zeit. Durch eine MIDI-Note vom SPD-SX wird das Gate-PlugIn bedient, welches sich vor dem Valhalla befindet.

Ableton Roomshot via SPD-SX

– mit den drei unteren Schlagflächen des Rolandmoduls löse ich im Ableton Einzelsounds eines Drumrack aus oder starte/stoppe Clips, sprich: Loops im Toggle Mode. (Siehe dazu auch die Max Patches von Abletondrummer Tobi)
Auch sie lassen sich allesamt mittels One Knob Filter bzw. dem Control Rad 2 verbiegen.

– im Bandkontext gibt es zu jedem Song ein eigenes SPD-SX Kit, sowie im Ableton eine eigene Szene. Letzere bestimmt das Tempo der Loops und Clips, den passenden Trägerakkord für den Vocoder und die Drumrack-Inhalte und sie hält den MIDI Programm Change Befehl bereit, um das Roland-Modul mitzuziehen.

Dank des USB Audio/Midi Mode des SPD-SX (aktueller Treiber hier), ist dieser Ansatz auch angenehm reisefreundlich…

Ableton Song Midi Controlled by SPD-SX

Inside the Pyramids

Juni 3, 2017

Das waren zwei intensive Tage mit Peter, mit Hochs und Tiefs – quasi Gefühlskarussel im Zeitraffer…

Wir hatten zwei inspirierende Proben, neue Ideen, und eine (Ableton) Technik die verlässlich mitmachte.
Auch beim Soundcheck im Lola Montez ist noch alles dufte – gute Laune & Vorfreude auf’s Konzert!
Der Gig selbst wird aber zur Prüfung. Irgendwie laufen die Rechner nicht zusammen. Anfänglich denken wir noch: Bedienungsfehler, Peter: „Oli ist aber müde und spielt konsequent hinten“/Oli: „Peter ist aber motiviert und spielt tapfer noch vorne“ – die Gehirne rattern und jeder verlässt sich in der Not auf seinen Klick, auch wenn das Boxenresultat einen deutlichen Versatz erschallen lässt – in between feeling Hilfsausdruck!
Was war passiert? Rechner und Programme wurden ja neu gestartet, Link lief und auch die Umschaltungen funktionierten nach Plan.
Wir waren ratlos und zogen durch…

Spät nachts kam dann die Erkenntnis: der Router (Airport Express) wurde als einziges Glied der Sync-Helfer nicht neu gestartet und auch die Ableton-Link-Troubleshooting-Seite kam noch mit einer wichtigen Aussage um die Ecke: beide ge-link-ten Rechner sollten die gleiche globe Qunatisierungseinstellung haben.

Wieder viel gelernt. In Zukunft werden alle wichtigen Klanginfos von nur einem Computer kommen, die Link Aktion (wenn sie dann tight rollt) nur für Ornament und Zusätzliches verwendet werden. Anyway, das rubo W oelpl Duo ist nachwievor ne goldene Pyramide!
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E-Drum, quo vadis?

April 21, 2017

Ich habe in meinem bonedo.de Artikel „Kreative E-Drums der Gegenwart und Zukunft?“ meine Gedanken zu aktuellen Innovationen im Stromtrommel-Sektor aufgeschrieben, die Ansätze gecheckt, die der ursprünglichen Idee des elektronischen Schlagzeugs als eigenständiger Gattung nacheifern:
Sensory Percussion Trigger, das KMI BopPad und die Dremtrigger – allesamt Crowdfunding Projekte.
(Sowie Ableton Live/Max und DMX als Vermittler getrommelter Signale…)

e-drum-quo-vadis

lokal?

März 27, 2017

In den letzten Tagen kam – unausgesprochen, dreifach – das Thema Verortung auf.

Im Carsharingauto war DLF eingestellt und so hörte ich den Beitrag „Räume für das denkende Ohr“ über die Zukunft des Konzertsaals. Dabei erfuhr ich, dass der Begriff der „soundhouses“ Francis Bacons berühmtem „Nova Atlantis“ (aus dem Jahre 1627!) entstammt und sie  >>Tummelplätze eines Musizierens [sind], das zwischen Ausführen und Experimentieren noch nicht trennt.<<

Auf der Ableton Webseite wird in einer Nachschau zum letztjährigen Loop-Festival folgender Frage nachgegangen: >>Welche Rolle kann unsere örtliche Umgebung oder Region beim Musikmachen noch spielen, wenn unser soziale Interaktion und Musikrezeption größtenteils online stattfindet?<< Sehr spannend!
Was ist „lokal“? Musikmachen in einer hypervernetzten Welt

Gestern kam es zum exotischen Ausflug (im wörtlichen Sinn), in einem Piper 28 „Archer III“ Leichtflugzeug. Eine postiv-aufwühlende Erfahrung, dem Tauchen nicht unähnlich: anstelle der Sauerstoffflasche und dem Neoprenanzug hat man es beim Sportflugzeug mit einem kleinen Motor und leichter Aluminiumhülle zu tun, aber in beiden Fällen bewegt man sich anschließend – merkbar – in Gefilden, für die der Mensch eigentlich nicht gemacht ist. Sprich: man befindet sich am „falschen Ort“ und dennoch ist es wahnsinnig schön…

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(mit Norbert Saemann und Micha Buchner ÜBER der Firma Meinl)

drumming melodies without the use of any backing track or loop

März 5, 2017

Finde ich gut, daß Davide Compagnoni (Khompa) meinen Liebelingsfranzosen Duracell mag und auch mal seinen linken Fuß elektroniksteuernd einsetzt. Und so lese ich mir nun gerne den Artikel „Drums trigger Live“ auf der Abletonseite durch.

Check: Zach Danziger, Round Robin, Trigger Tune Max PlugIn (free), sowie Sebastian Arnolds „Senode Graphical Music Sequenzer“:

Neues entdecken

Februar 26, 2017

Give and take!
Im aktuellen Fall: ich erzähle Helge was für seine Bachelor-Arbeit, er fährt mich nach Hause und sendet Spitzeninspiration per Mail – so viel, dass ich mich nun getrost für die anstehende DePhazz (UA, MOL, BY) Tour hier mal rausziehen kann.

  1. Beginnend mit einem Großkaliber, hier der Instagram-Videobeitrag von ?uestlove, in dem er über die Angst und ihre Bewältigung spricht, ein neues Programm (in diesem Fall: Ableton Live) zu erlernen.
  2. Der Berner Trommler Julian Sartorius (*1981) ist organischer Sammler, Macher, Klang.


    In der halbstündigen Jazzahead Performance erkenne ich ähnliche Leidenschaften (z.B. für den VicFirth 5A Dual Tone), schreib mir aber auch einiges auf (Mini-Vibratoren, Meinl Helix Bowl auf Glockenspiel-Plättchen, Einhand-Harmonium, Wah-Wah-Tube, DIY-Superball Mallet, mehrere Metallophon-Stäbe). Also viel Futter für meine Klangsuchmaschine.
    Und wenn mal wieder Geld reinkommt werde ich mir das Beat-Diary-Box-Set (365 Aufnahmen und Bilder) kaufen:

    Toll auch, dass JS am liebsten mit dem Zug reist (Stichwort „Matrioschka Schlagzeug“), gerne liest, mit Spielregeln spielt, sich Grenzen setzt und Musik mit Bildern verbindet bzw. sich vom Bild inspirieren lässt.

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  3. Zwischendurch schreibe ich mir auf, dass Elektro Guzzi Drummer Bernhard Breuer seine Jomox MBase nicht mit einem klassischen Triggerpickup, sondern mit einem in die Kick gelegeten dynamischen Mikrofon triggert, da: weniger Fehltrigger!), ich lese über das Verbzilla und lande letztlich – interessiert – beim Hold-Reverb von Z.cat.
  4. Jetzt zum in Amsterdam lebenden Österreicher  Gerri Jäger (*1979). Drums und handbediente Elektronik: Alleine…


    … oder im Duo (Knalpot)

  5. Zum bunten Abschluß noch „The Periodic Table of Guitar Effects Pedals“periodic-table-of-fx
    © The Sixty Five