Archive for the ‘Ableton’ Category

I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
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PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
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Oli trifft…Zach Danziger

April 25, 2018

Unknown

In der Mai/Juni Ausgabe des „drums & percussion“ Magazins (ab dem 27.04. am Kiosk) gibt es die dritte Folge meiner „Oli Rubow trifft…“ Reihe, diesmal mit dem Hybrid-Visionär Zach Danziger!

Alle Links und den extra Content findest Du hier.

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Da im selben Heft von mir auch das KMI BopPad getestet wurde (Seite 62), dieses in Zachs Equipment eine große Rolle spielt und auch mir das Reisen enorm erleichtert, liste ich  hier noch die gesammelten Links zu praktischen BopPad Erkenntnissen, hilfreichen Ableton M4L PlugIns (vom geschätzten Abletondrummer aka Tobi Hunke) und sonstigen Tipps.

Ableton M4L Patches from Abletondrummer:
– the BopPad StatusViewer, visual control over your 4 drum pads
– the NoteToggleLoop device which lets you toggle loops in a drumrack/simper very easy
– the BopPad Preset dial

Zwei verschiedenfarbige Klebebänder, die mir ungemein helfen, die Micro-USB-Kabel meiner neuen Schaltzentrale (KMI K-Mix & BopPad) sinnvoll zu markieren. Danach wurde die Oberseite des BopPad-Steckers rot, wie sein Schutzengel, die breitere Unterseite, die bei der Ausicht des K-Mix zu sehen sein sollte, Disco-alike silberfarben…damit sollte ein versehentliches „verstecken“ eigentlich ausgeschlossen sein.

Ich platziere mein BopPad am liebsten in einem extra Snareständer (zur Sicherheit führe ich beim Reisen aber auch die 600g Halterung für Beckenständer mit M8 Gewinde mit) und da ich mittlerweile auch den KMI MIDI Expander getestet habe, auch dafür ein Lob, da ich somit dem BopPad beispielsweise computerfrei den ins Herzgeschlossenen Vermona DRM1 ansteuern kann.

Zum Schluß noch Screenshots eines Beispielsongs, in welchem ich mit drei „Käseecken“ des BopPads drei Bänder eines EQs fernsteure, mit dem vierten Pad  zur jeweiligen Szene passende Loops und Samples aus dem Drumrack an/ausschalte bzw. abfeure. Jeweils mit visueller Kontrolle und den oben genannten M4L Plugins BopPad Status Viewer und NoteToggleLoop:

Footswitch Audio Control

April 20, 2018

Bei Luminos W haben wir einen gut funktionierenden Kunstgriff etabliert, dank dem ich mit einem Fußtaster die Summe eines weiteren (also Peters) Ableton-Rechners klanglich (via EQ) und rhythmisch (via Hacken-Groove meines linken Beins) traktieren kann.

Im Luminos W Kontext funktiert die Fußsteuerung durch das iRig BlueBoard, welches den Anschluß von zwei traditionellen Schaltern, Tastern oder Expressionpedalen zulässt.

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Dieser Ansatz klappt aber auch, wenn man den bloßen Taster direkt in einen freien Audioeingang des Interfaces steckt, dessen Audiosignal (im Interface und im Ableton) via EQ bearbeitet und schließlich als Sidechain-Trigger zweier Returns (die jeweils mit einem Gate bestückt sind) verwendet.

 

Meinen Ableton 9 „Footswitch Control“ Song kannst du hier herunterladen.
Yeah – Interaktion!

Good Friday! No Blake

März 30, 2018

Nach „Back to Life“ hier ein zweites Video vom Luminos W Konzert in Mannheim:

nicht nur Hilfs-, sondern Stilmittel!

März 29, 2018

Die Ableton Abendschule hat einen schönen Artikel zum Thema Sidechain Kompression (und dessen zweiten Teil) hochgeladen, das folgende Video aus dem Ableton Trainer Umfeld widmet sich dem Sidechain Remixing:

Trigg.me!

März 26, 2018

Das M4L Plug-In Peaks & Notes hat eine jüngere Schwester, die vom Entwickler Yehezkel Raz Trigg.Me! getauft wurde und uns Drummer direkt anstupst.
Denn damit lässt sich jeglicher Audio Input in MIDI-Noten umwandeln. Ich habe die $8 investiert und bin gespannt, ob die Shareware meinen nach wie vor beliebten ApTrigga ersetzen kann/wird.

 

Kontrapunkte

März 24, 2018

Ich denke, wir sollten mit Luminos W öfters in Rumänien auftreten. Das Konzert in Iasi war grandios, was bestimmt stark an Land und Leuten liegt. In dem Fall war es  ein eher junges, aufgeschlossenes Publikum, das sich furchtlos dem Unbekannten stellte, kräftig mitfeierte, vereinzelt auch tanzte und am Ende mit wunderbar gerolltem R kleine Lobeshymnen ausstieß: „Ihr seid Zauberer“, „… eine Mischung aus Kraftwerk und (vergessen)“, „einzigartig, elektrisierend“, aber auch: „Wir hatten echt gezögert, zu kommen – denn ihr seid ja sooo alt – egal, es hat sich voll gelohnt! Danke“. Dieser letzte Satz kam von einer Erasmus-Studentin aus Mainz und hat mächtig ins Schwarze getroffen. Er wird umgehend dazu benützt im Mainzer Schon Schön einen Gig klar zu machen und unsere Bio von den Jahreszahlen zu befreien.

Irgendwie passte alles, da es neben unserem Soundtrack und Kulturspaziergängen auch ausreichend Zeit für die Kunst der Pause gab, ein Motto, das vom FIKA Kaffeehaus ausgegeben wurde, dank des Schneetreibens und der tollen Büglerin** auch stundenlang im Bett funktionierte.

Dass alle Show relevante Elektronik* nun ins Handgepäck passt, ist mein persönliches I-Tüpfelchen der Reise. In Zukunft werden waghalsige Flug-Umstiege mit einem Schulterzucken quittiert und sollte der aufgegebene Koffer mal nicht ankommen, no prob, dann müssen halt Stöcke, Becken, Zahnbürste vor Ort besorgt werden – easy!

* K-Mix, BopPad, Laptop, HD-25, Keine Delay, Boss A-B Box, alle Lade- und USB-Kabel, (CDs, der Pass und was zum Lesen)

** Heinrich SteinfestDie Büglerin“ (2018)
>>Die beiden bewegten sich, als marschierten sie durch einen Gang in der Luft, der seit Ewigkeiten bestand, allein zu dem Zweck, hier und heute durchschritten und letztlich auch geschlossen zu werden. Als sei dieser Gang – ähnlich wie in Kafkas Vor dem Gesetz – allein für dieses in ihrer Tanzbewegung kokonierte Paar errichtet worden. Es schien absolut keine Alternative zu bestehen, auch keine, die die Freiheit beinhaltet hätte, einen anderen Schritt zu tun als den, den man tat. Was ja umso frappanter war, als der Tango Argentino ohne ein festes Programm der Schrittfolge auskam, sich eher der »Haltung« der Tänzer und ihrem Miteinander ergab. Der Begriff des Fehlers hatte an dieser Stelle zu existieren aufgehört. Das heißt, der Fehler wurde nicht etwa im Zuge von Perfektion oder Routine vermieden, sondern er lag schlichtweg außerhalb der Möglichkeiten.<< (Seite 214)

>>Letztlich ist Tanzen eine der schönsten Arten, etwas gänzlich Sinnloses zu tun, bei dem man keinen Meter vorwärtskommt.<< (Seite 215)

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Jetzt fehlt nur noch das Schwarze Quadrat

was im Badezimmer begann

März 14, 2018

Klaro – es geht um den Hallraum für die Musik.
Dazu gibt es den kreativen Ableton Beitrag „Räume öffnen“, inklusive einer Geschichte zum Nummer-1-Hit (im Jahr 1947) „Peg O’ My Heart“ von The Harmonicats , dessen Aufnahme landläufig als erste mit künstlichem Nachhall gilt.

also check: We show you how to use Live’s delays as a replacement for reverb and as an effect in their own right

isch des Dub odr Rap?

März 10, 2018

Eins a Soul II Soul Remix von Luminos W und ein Seeed Moment meinerseits:
>>Ach, simmr da schon??<<

Ich liebe Mashups! War aber auch wirklich ein toller Abend im Mannheimer EinTanzHaus. Nichtzuletzt wegen der beeindruckenden Leinwand und den noch zauberhafteren Bewegtbildern von Haegar!

 

 

tiny messenger bag kit

Februar 28, 2018

Mein kleinstes Schlagzeug steckt tatsächich in dieser Umhängetasche! Es besteht aus einem BopPad – also 4 Klangecken -, meinem Laptop (und Ableton), dem K-Mix als Interface und einem alten Roland Fusstaster, dessen Impuls dank des apTrigga Plug-Ins die Kick generiert. Dann noch zwei Sticks und los!

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Tatschlich musste ich die Zeitung zweimal falten, um auf ähnliche Kompaktmaße zu kommen. Aber auch die hat mich angenehm überrascht.