Archive for the ‘Ideas’ Category

Ahead Switch Kick

Januar 31, 2017

Gute Idee, schnelle Umsetzung! Das Ahead Switch Kick Bass Drum Beater System!

Dabei geht es darum, Bassdrum-Schlägel-Köpfe und damit den Bassdrumsound in wenigen Sekunden – beispielsweise zwischen zwei Songs oder für eine zügigge Soundalternative im Studio – wechseln zu können.

Erhältliche Schlägel-Aufsätze:
-Two-Way (Kunststoff/Filz)
– Sonic Kick (Kunststoff)
– Felt Kick (Filz)
– Boom Kick (Fleece auf Filz)
– Wire Brush (Jazzbesen)
-Vintage Boom (Fleece auf Filz)

Abschließend noch ein paar kreative Ideen von Ron van Stratum

verspielt

Januar 15, 2017

Marcel Gustke hat mich an Scott Pellegrom erinnert, als er diesen Perfromance-Link schickte. Da gibt es weitaus mehr zu bestaunen als nur das zwischen die Hihatbecken geklemmte Gummihuhn:

Unter anderem: die skratchende (und filterbare) Fahrradklingel, diverse Quietschetierchen, Metalschälchen/Kochtopf, Auflaufform (Backblech ähnlich) und die LP Sound Enhancer. Vor allem: Spaß beim Spielen!

Vom Geschirrtuch zum Kühlschrankmagnet: Meinl Cymbal Tuners

Januar 14, 2017

Immer wieder toll, die einfachen Dinge.
Wenn Altbekanntes und Bewährtes plötzlich in den Schlagzeugkontext gehoben wird und dort vor allem Sinn macht.
Wenn jeder denkt: oh man, da hätte man ja…

In diesem Fall zwei starke Magnete, die an unterschiedlichen Stellen angebracht, den Beckenklang beeinflussen (dämpfen, verkürzen). Zig Dekaden lang wurde zu diesem Zweck Gaffer Tape verwendet, was mitunter auch sehr stylisch aussehen kann, aber eigentlich immer heftige Kleberückstände beim Wiederabziehen hinterlässt. (Davor wird schon im alterwürdigen „The Cymbal Book“ gewarnt).
Unterm Strich eine pragmatische, aber unflexible Notlösung, zumal der Cymbalsound ja stark vom Ort der Aufführung abhängt, also öfter mal angepasst werden muss.
Dank der Magnete geht das jetzt aber zack-zack.
Und wiedermal ein Küchenutensil
…Geschirrtuch für die Trommel, Kühlschrankmagnet für’s Blech…
Klasse, Benny! Danke, Meinl!

Und dennoch möchte ich der Kunst des „Cymbal Taping“ huldigen und ein paar schicke Bilder austellen, ebenso ein paar Großmeister erwähnen, von Buddy Rich zu Wolfgang Haffner, von Flo Dauner zu Aaron SterlingHan Kerkhof und ein Becken von Ian Froman sind auch mit dabei.

Cymbal-Taping.jpg

PS. Als Folgeprodukt dann vielleicht ein paar klangfärbenden Magnet-Add-Ons (Ketten, Schellen, Blech und was weiches)?

Nachtrag: Sticks Autor Ralf Mikolajczak beschreibt die Kleberückstands-Probleme des Gaffer Tape und erklärt die Erfindung der „Cympads“ als >>die bislang wirklich einzige praktikable Lösung für eine vernünftige Cymbal-Dämpfung!<<

Pete Percussive Playful

November 6, 2016

Der Däne Peter Stavrum Nielsen aka Pete Percussive Playful ist Körperperkussionist und ein Füllhorn kreativer Beat-und Klangideen.

Reissverschluss-Scratches

Multiple Kalimbas, auch mit Wah-Wah

Spooky Wobble Board & Spielzeugschweinchen

klingende Küche

Ventilator & Gummihuhn (the chicken drop) -> siehe auch „Rubber Chicken

Streichholzschachtel

African Waterdrums

Vielleicht sollte ich mir doch auch mal STOMP anschauen?

Musik aus dem GEMEINSAMEN Moment

Oktober 3, 2016

Vielschichtig schön! Dieser 53 minütige Jojo Mayer Dokustreifen aus dem Schweizer Fernsehen, den ich dank 00Schneider dann doch auch in Deutschland gucken konnte.
Und hey: Neugier immer gut!

handgemachtes Sound Design

Mai 30, 2016

Die Klangbox von Koka Nikoladze würde ich irgendwo zwischen Neuer Musik, Bastelarbeit und Geräuschemacher einordnen.

Dank der Liebe zur Musik und der Glaube an die Kraft des Machens hat der Georgier einige tolle Klanginstallationen, Kunstwerke und persönliche Instrumente realisiert.

Beispielsweise seine Beatmaschinen 1 & 2:

Oder die „Sound Stencils“ im öffentlichen Raum

Computer-gestütztes

[File under: Mechanik, Federn, Schnüre, SpiraleLineal, Spieluhr, Metallzungen, natürlicher Hall, Magnete, Geigenbogen, Max Patch, Breaking Glass, Tischtennisbälle]

Anamorphose

Mai 2, 2016

Ich war heute im Technoseum, was sich nach club-musikalischer Geschichtsstunde anhört, tatsächlich aber ein familienfreundliches Mitmach-Museum in Mannheim ist.

Dort entdeckte ich die Anamorphose, ein Bild, das man nur aus einem ganz bestimmten Blickwinkel oder dank eines besonderen Hilfmittels erkennen kann. Also ein naher Verwandte des Trompe-l’œil, der übersetzt „Umformung“ heisst.

Derartige verzerrte Bilder tauchten zu Beginn der Renaissance erstmals Mal in der bildenden Kunst auf, als Erfinder wird Leonardo da Vinci (1452 – 1519) genannt. Der Wikipedia-Artikel verdeutlicht mir das Konzept anhand des 1533er Gemälde „Die Gesandten“ ganz gut.

1280px-Hans_Holbein_the_Younger_-_The_Ambassadors_-_Google_Art_Project

Es geht also um Verschlüsselung, Illusion und den Blickwinkel des Betrachters (diesbezüglich beeindrucken mich beim Weiterforschen die Fotografien von Arthur Mole).

Selbstverständlich versuche ich, das eben gelernte direkt auf die Darbietung von Musik zu übertragen. Die Idee der Illusion kam hier im Blog ja schon öfters vor, wie aber lässt sich musikalischer Inhalt sinnvoll verschlüsseln, was kann man dem Zuhörer durch die Änderung seines Blickwinkels bzw. seiner Hörposition anbieten?
Und dann erinnere mich an die ersten Netzer Gigs in der „orangen Bar“, einem Miniclub in Schlauchform, wo Sven damals leidenschaftlich seine alten Bluenote-Platten auflegte. Jedoch waren die Boxen an den beiden Schlauchenden aufgestellt, die Stereo-Mixe von Rudy van Geldern aber gerne nach Schema >>horns left, piano center, and bass and drums right<<, so dass je nach Position des Gastes ein ganz eigener Höreindruck entstand.
Aha, eine erste Erkenntnis: Wahl und Standort/Mischung der Klangquellen. Und in Klammern Begriffe wie Mono/Stereo, Quadrophonie/5.1, Phase, akustische Instrumente vs.elektrifizierten Klängen aus Lautsprechern; hörbare/spürbare Frequenzen, klangfilternde Elemente im Raum (vom Absorber bis zum Gehörschutz).

Beim Weitergoogeln finde ich einen Artikel von Georg Peez und Michael Schacht mit dem Titel „Die eigene Wahrnehmung spüren„, mit vielen tollen (An)Sätzen, die ich zum Weiterdenken gleichmal herauskopiere:

>>Im Gegensatz zur Metamorphose, dem völligen Gestaltwandel, thematisiert die Anamorphose die Verzerrung und Entzerrung einer Gestalt durch Wahrnehmung. Seit der Renaissance gelten anamorphotische Bilder als Symbole für die zeitweilige Infragestellung traditioneller Ordnungsprinzipien. […]
Anamorphosen verursachen Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, denn Anamorphosen machen leiblich erfahrbar, daß unsere Wahrnehmung variabel, zweifelhaft und standpunktabhängig ist, daß unsere Wahrnehmungsbewegungen subjektiv weltordnend sind.<<
>>Die Eigenbewegung des Betrachters ist nötig, um das Spiel ins Rollen zu bringen
[…]eine Bewegung „am Rande des Chaos“.[…]
Diese Kippmomente zwischen vollendeter Harmonie und Chaos sind konstitutiv für Produktions- und Rezeptionsprozesse nicht nur in der bildenden Kunst. Sie machen uns darauf aufmerksam, daß der Betrachter jeweils am Rezeptionsprozeß aktiv und konstitutiv beteiligt ist. Wir werden offenbar dort am stärksten ergriffen, wo wir Ordnung freiwillig aufs Spiel setzen. Ein solch spannungsreiches Tun ist nicht ohne Risiko, denn die Orientierung kann uns hierbei durch Wechsel des Standpunktes zeitweise verlorengehen. Umso größer ist unser Glücksgefühl, die Grenzen auszuloten und neue Grenzen zu finden. „Neues entsteht beim Durchgang durch chaotische Zonen. Kunstschöpfung ist ein Akt in größtmöglicher Nähe zum ‚Gerade-noch-nicht-Chaos‘.“<<

>>Wahrnehmung wandelt sich von einem Abbildungsverständnis zu einer teilhabenden Bezugnahme. […] Nicht das Objekt steht im Mittelpunkt, sondern die Interaktion des sich bewegenden Betrachters mit dem Werk.<<

>>Markus Raetz‚ Anamorphose [„Reflexion“, 1985-1988. Sieben Aststücke aus Bruyère-Holz, ein Rundspiegel, die ich mir im Frankfurter Museum für Moderne Kunst noch anschauen möchte] verweist uns auf eine der dominantesten, sich zum Teil fatal auswirkenden Entwicklungen unserer westlichen Kultur: die Verlagerung von Kunst und Kultur vom Körper in den Kopf, bzw. in einen körperlosen Kopf. Die Sinne nehmen in diesem Modell nur noch passiv auf, Sinn und Bedeutung werden im Kopf konstruiert. Wahrnehmung wird entmaterialisiert.<<

Weitere Erkenntnisse folgen hoffentlich gleich im Schlaf…gute Nacht…hallo Mai!

 

Die Zukunft der Lehr-DVD

März 17, 2016

Habe gerade im Bonedo-Blog einen Artikel über Aaron Sterling gelesen, der seine Erfahrungswerte zum Thema Sound & Recording filmisch eingefangen hat und dieses Wissen für 80$ in Form eines Video-Streams („Sounds of Sterloid„) weitergibt.

Doppelt interessant: Inhalt und Vertriebsform.

The Flow Machine

Februar 24, 2016

Tim Exile interessiert sich für das elektronische Instrument, mit dem man improvisieren kann, ohne dabei von >>screens and timelines<< eingeschränkt zu sein. Dabei ist seine Flow Machine entstanden:

Mittlerweile ist die Flow Machine MKII in der Mache, die er bis zur Jahreshälfte bühnereif programmiert haben will. Yo!

Rubber Chicken

Februar 8, 2016

Scott Pellegrom hat Ernies besten Freund aus der Sesamstrasse entführt und zwischen seine Hihatbecken gepackt.
Jetzt klingt er nach Drummer und scratchendem DJ in Personalunion.