Archive for the ‘Live’ Category

Was auch immer: Sesam, öffne Dich!

April 24, 2017

Am Wochenende war ich auf dem Konzert der „Gleisdreieck Tour“ von Joy Denalane. Mein Höhepunkt des Abends war „Was auch immer“, weil’s soulful rollte, weil dabei mein neunjähriger Levi völlig gebannt mitschwang und weil Joy mit diesem Track schon eine Kooperation einging, um die ich sie schwer beneide: sie durfte mit Ernie & Bert performen, die Helden meiner Kindheit – denn wenn ich damals (von 6 – 18) ferngesehen habe, dann eigentlich ausschließlich die Sesamstrasse

Joy Denalane ist aber nicht nur eine grandiose Sängering mit mächtiger Ausstrahlung, sie hat mit Matteo Scrimali auch einen meiner absoluten Lieblingstrommler in der Band. Und so passte es eben perfekt, das aktuelle drums&percussion Magazin mit der Folge „Oli trifft…Matteo Scrimali“ im Briefkasten zu finden.
(Am Kiosk wird es ab dem 26.04. erhältlich sein.)
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PS. Ebenso mit von der Gesprächs-Partie: der nicht minder tolle Flo König!

E-Drum, quo vadis?

April 21, 2017

Ich habe in meinem bonedo.de Artikel „Kreative E-Drums der Gegenwart und Zukunft?“ meine Gedanken zu aktuellen Innovationen im Stromtrommel-Sektor aufgeschrieben, die Ansätze gecheckt, die der ursprünglichen Idee des elektronischen Schlagzeugs als eigenständiger Gattung nacheifern:
Sensory Percussion Trigger, das KMI BopPad und die Dremtrigger – allesamt Crowdfunding Projekte.
(Sowie Ableton Live/Max und DMX als Vermittler getrommelter Signale…)

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Funnel Tunnel

April 19, 2017

Peter schickt mich dank des Links in die Funnel-Tunnel, das sind eine interessante Mikrofonröhre (vor allem für’s Sennheiser e-602-II) bzw. eine anklemmbare Subkick für die Basstrommel:

Syn/Cussion Festival Berlin

April 13, 2017

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Super Überschrift, vielversprechende Inhalte! Save the date:

>>Schlagzeug trifft auf Laptop, Perkussion trifft auf Synthesizer … beim SYN / CUSSION Festival vom 5. bis 7. Mai dreht sich alles um die Kombination von Schlaginstrumenten und elektronischen Klangerzeugern. Im Berliner „Radialsystem V“ treffen an drei Abenden insgesamt neun Duos aus Perkussion und Elektronik aufeinander und treten in einen intensiven, musikalischen Dialog. Die meisten der beteiligten MusikerInnen spielen dabei, auf Vorschlag des Festivals, zum ersten Mal zusammen und präsentieren eigens entwickelte Konzerte.
Namensgeber des SYN / CUSSION Festivals ist der legendäre Drum-Synthesizer „SYNCUSSION SY-1“ aus dem Jahr 1979, dessen Name sowohl das Elektronische, SYN, als auch das Perkussive, CUSSION, wiederspiegelt.<<

Und wer noch Kraft übrig hat, verprasst die Restfreiminuten auf dem nicht weniger spannenden X-Jazz-Festival um die Ecke.

Veranstaltungstipps für die Musikmesse-Woche

April 3, 2017

DI 04.04.17 20h Der temporäre elektronische Salon Frankfurt, Yachtclub
Nach dem verheißungsvollen Debut im Oktober 2016 auf der Freigut, jetzt der Start in die neue Saison des Yachtklubs. Fünf Frankfurter Musiker unterschiedlicher musikalischer Herkunft versprechen eine gemeinsame, spannende Reise durch die Welt elektronischer Beats und Sounds.
Improvisierte elektronische Musik zum Wohlfühlen, Abgehen, Tanzen, Zuhören, Zuschauen, Genießen…mit:
Lars Bartkuhn / live & git
Kabuki / beats & sounds
A Coral Room (Matthias Vogt / keys, Oliver Leicht / electric clarinet & saxophone, Oli R. / dub-drums)
https://www.facebook.com/events/475736802550159/

MI 05.04.17 15.30h Frankfurt, Messe (11.0 D20)
Ich trommle am Stand des drums&percussion Magazins ein Ständchen (zu deren 35-jährigem Jubiläum)
https://drumsundpercussion.de/

FR 07.04.17 20h Langer/Rubow/Wölpl RodgauMaximal
Gitarrist Thomas Langer lädt das Duo Rubo W ölpl (Peter Wölpl / git&comp, Oli R. / drums&comp) zum Maximal(en) Jam ein.
http://www.maximal-rodgau.de

SA 08.04.17 15h HATTLER Frankfurt, Messe Center Stage
SA 08.04.17 20h HATTLER Frankfurt, Frankfurter Hof (Steigenberger Hotel)
Mittags im Trio (Hellmut Hattler / b, Torsten DeWinkel / git, Oli R.), abends im Rahmen des Musikmessefestivals dann ein komplettes Konzert mit Gesang und bewegtem Bild (Fola Dada / voc, Hellmut Hattler / b, Torsten DeWinkel / git, Oli R., Pete Delgado / visuals)
Admission is free with the Festival ticket – subject to availability.
http://www.musikmesse-festival.net/en/speaker/live-at-frankfurter-hof-hattler-2017-04-08/

Ansonsten: meine Frankfurt-Tipps stehen hier und einen Soundtrack zum Entspannen erklingt dort.

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Foto © NalanMusicArtPhotography

lokal?

März 27, 2017

In den letzten Tagen kam – unausgesprochen, dreifach – das Thema Verortung auf.

Im Carsharingauto war DLF eingestellt und so hörte ich den Beitrag „Räume für das denkende Ohr“ über die Zukunft des Konzertsaals. Dabei erfuhr ich, dass der Begriff der „soundhouses“ Francis Bacons berühmtem „Nova Atlantis“ (aus dem Jahre 1627!) entstammt und sie  >>Tummelplätze eines Musizierens [sind], das zwischen Ausführen und Experimentieren noch nicht trennt.<<

Auf der Ableton Webseite wird in einer Nachschau zum letztjährigen Loop-Festival folgender Frage nachgegangen: >>Welche Rolle kann unsere örtliche Umgebung oder Region beim Musikmachen noch spielen, wenn unser soziale Interaktion und Musikrezeption größtenteils online stattfindet?<< Sehr spannend!
Was ist „lokal“? Musikmachen in einer hypervernetzten Welt

Gestern kam es zum exotischen Ausflug (im wörtlichen Sinn), in einem Piper 28 „Archer III“ Leichtflugzeug. Eine postiv-aufwühlende Erfahrung, dem Tauchen nicht unähnlich: anstelle der Sauerstoffflasche und dem Neoprenanzug hat man es beim Sportflugzeug mit einem kleinen Motor und leichter Aluminiumhülle zu tun, aber in beiden Fällen bewegt man sich anschließend – merkbar – in Gefilden, für die der Mensch eigentlich nicht gemacht ist. Sprich: man befindet sich am „falschen Ort“ und dennoch ist es wahnsinnig schön…

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(mit Norbert Saemann und Micha Buchner ÜBER der Firma Meinl)

unabgängig!

Februar 6, 2017

Yeah, Nate Wood. Bin auf weitere first take Beiträge der „fOUR“ betitelten Reihe gespannt:

das Hurra

Januar 30, 2017

>>Als Vogel ohne Uhr erkennt man die Tageszeit ja nicht nur am Stand der Sonne und der Farbe des Lichts, sondern man ahnt das »Alter« des Tages. Frühmorgens ist der Tag oft wie ein junger Hund, geradezu blödsinnig vor Lebensfreude und Bewegungslust. Der Nachmittag hingegen verströmt eine beträchtliche Melancholie, etwas Schmerzliches. Der Nachmittag – auch im Sommer, auch im Frühling hat etwas von Herbst. Der Nachmittag ist immer ein fallendes Blatt und zeigt immer eine Verfärbung. Bevor dann der Abend zurückführt zu einer gewissen Ausgelassenheit, die alkoholisch anmutet. Der Abend verfügt über die Schlieren, die sich beim Schwenken eines Weinglases bilden. Der Nachmittag ist der Tod, der Abend das Hurra im Jenseits.<<
Heinrich Steinfest „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (Piper 2016, S.393f)

Ab sofort wird nachmittags Kuchen genossen, das Hurra noch weiter ausgedehnt!
Und was das »Alter« angeht: ich fühle mich wie eine zeitlose Endlosrille, wie ein »locked groove« auf 45rpm… t-tschaka, t-tschaka, t-tschaka

(Der passenden Soundtrack lässt sich hier auf intoinfinity.org selbst gestalten; mit 276 Acht-Sekunden-Loops zum freien Download).

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…oder, um es mit Serena Williams auszudrücken: Forty Fun!

magische Töne

Januar 17, 2017

Schöne Koinzidenz: ich lese was über Bobby Owsinskis magische Frequenzen, da trudelt Andreas Link zur spannenden Arte Doku „Die magische Welt der Töne“ ein.
(noch 3 Tage in der Mediathek ansehbar)

>>Schall kann den Geschmack von Nahrungsmitteln ändern, Tumore zerstören, Gegenstände in der Luft schweben lassen und geometrische Figuren erzeugen (Kymatik). Der gezielte Einsatz von Schall eröffnet in der Wissenschaft vielversprechende Aussichten. Die Dokumentation widmet sich der Welt der Klänge und ihren vielfältigen Wirk- und Einsatzmöglichkeiten.<<

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winzege Schdeandaln aus Eis

Januar 8, 2017

Eigentlich habe ich mit Gedichten überhaupt nichts am Hut, kann schon lange kein einziges mehr aus der Schulzeit. Und zu Songtexten – dem Gedicht an sich nicht unähnlich –  hatte ich leider nie einen Zugang (das musikalische Drumherum beansprucht bei mir automatisch die ungeteilte Aufmerksamkeit). Unter Strich: Längere Geschichten und Romane bekamen immer den Vorzug.
Aber in 2017 scheint sich diesbezüglich was zu ändern. So habe ich vorgestern während des Netzer Konzerts ein klitzekleines William Carlos William Gedicht vorgetragen – der Veränderung halber, bzw. um mal was ungewöhnliches auszuprobieren, wurde Die Katze* wurde während der Anfahrt auswendig gelernt – und heute stößt mich Heinrich Steinfest in seinem neuen Buch auf das perfekt passende Wintergedicht von H. C. Artmann.
Ach, schön!
*
Als die Katze
über
das oberste Brett 

des Marmeladenregals stieg 
setzte sie
behutsam

erst die rechte  
Vorderpfote 
dann die hintere

ins Innere
des leeren
Blumentopfs

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