Archive for the ‘Live’ Category

Kultur am Perlonfaden

November 19, 2017

Gestern noch Lounge-Music in St. Petersburg, heute Zips Techno-Vermächtnis in Frankfurt am Main im Kopfhörer. Irgendwie beides nice – schön ist aber vor allem: ich bin wieder zu Hause (und Hellmut auch!)

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Abletondrummer 4 Live

November 11, 2017

Dank des tollen M4L MIDI PlugIns von Abletondrummer Tobias Hunke, komme ich nun mit dem Roland SPD-SX als alleinigen, vor allem trommelbaren Controller klar (und muss im Idealfall nicht mal mehr den Computerbildschirm sehen).

  • Ableton SCENES
    Mit den + / – Buttons des SPD-SX lassen sich nun die Ableton-Szenen auswählen und starten*. Damit triggere ich den zum Song passenden Vocoder-Träger-Akkord und die Software ist im richtigen Tempo, so dass sich die gewarpten Clip Loops nach Lust und Laune triggern lassen (LAUNCH: Toggle, QUANTISATION: none)
  • Roland SPD-SX SOUNDS
    Mit SPD-SX trommele ich ein paar elektronische Drumsounds (Boombass, diverse e-Snares), die ich frequenzbasiert aus dem Modul herausschicke: L= Bässe, R=TRigger
  • Ableton SOUNDS/CLIPS
    Auf dem SPD-SX trommle ich nicht nur die Start/Stop-Befehle für die vorbereiteten Loops, sondern wähle zudem, ob ein zur akustischen Snaredrum optionaler Handclap-Sound zu hören sein soll oder nicht. Um zu sehen, ob dieser Snare-Trigger-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Sprich: läuft der SPD-SX Loop und leuchtet dessen Pad dauerhaft rot, wird der Triggersound aus der Ableton-Summe beigemischt.
  • Ableton/EFX
    Wie ich meine Snare-FX-Mic in den Hall schicke oder mein externes Echo-Gerät mit einem Snare-Vocoder-Klang füttere wird hier erklärt.

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SPD-SX Ableton M4L

* hierfür muss etwas herumprobiert/kombiniert werden: mit der Auswahl in den Ableton Voreinstellungen (Launch/Beim Starten selektieren oder Szene-Start selektiert nächste Szene) und den M4L-PlugIn Optionen PLAY SCENE ON SELECTION oder PLAY SCENE SELECTED

kunterbunt

November 9, 2017
Mit dem Aalener Jazzfest gibt es schon eine langjähre Conneke: als Teenie plakatierte ich für den veranstaltenden Kunterbunt e.V. in Schorndorf – im Gegenzug gab’s Freikarten für diverse Fusion Konzerte (Mike Stern, Bob Berg, aber auch Miles Davis in der Stadthalle). 2011 tauchte Ingo Hug während einer Hattler Tour in Ellwangen auf und fragte, ob ich nicht als Drummer bei den Latenight Sessions mitspielen möchte – das war auch sehr schön und inspirierend (u.a. mit Barry Finerty und Jungle Funk Perkussionist Vinx).
OK, und jetzt sitze ich in der Bahn und freue mich darauf, Pimpy Panda (mit Vincent Golly) zu hören und mit Peter Wölpl unser neues Album „Punkt“ vorzumusizieren (ab 23h @ Die bAAr)
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Wer will mal reinhören?

leuchtend!

November 4, 2017

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Leicht unscharf und verschwommen wirkt die bunte Grundlage, aus der ein reinweißer, perfekter Kreis destilliert wird – ein ganz klarer musikalischer Ansatz, der Albumtitel „Punkt“, aber auch eine ziemlich deutliche Ansage für jene Band, die sich innerhalb der letzten drei Jahre gleich dreimal umbenannte.
Es geht um das „moderne Gitarrenquartett“ von Peter Wölpl, mir (und unseren beiden Computern), aka ( W ), rubo(W)ölpl, bzw. ab jetzt und für immer: Luminos W
Die Plattenpräsentation verbinden wir mit einem Konzert auf dem Aalener Jazzfest, kommenden Donnerstag, den 09.11.17 in der bAAr um 23 Uhr.

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Und wenn ich schon in Aalen bin gebe ich am Freitag, den 10.11. gleich noch einen Workshop beim TÜV (TrommelÜbungsVerein):

Plakat Oli Rubow klein

Info/Anmeldung via Email an Thomas Göringer

Take your Time!

Oktober 23, 2017

Eigentlich wollte ich mich vor der Abfahrt zum Amsterdam Dance Event nur noch ein wenig bewegen, etwas frei spielen und zack hat es mich beim Versuch eines eleganten Fussballtricks (Maradonna Spin) derart verspult bzw. mir lautstark das rechte Knie verdreht, so dass ich erstmal unbewegbar und sorgenvoll auf dem Boden lag – (Amster)Damn!!! Glücklichweise konnte ich dann doch einigermaßen gut laufen, so dass ich mich nach intensiver Kühlung und dem Besuch der Notaufnahme, für die Reise und den Gig in Holland entschieden habe.
Erkenntnisse: 1. Nach der langen Autofahrt und dementsprechenden Sitzwinkel) konnte ich nur noch zaghaft hinken, aber das Trommeln ging schmerzfrei – und wie schon öfters im Musikerleben: das Musikmachen hat was heilendes…
2. schon der erste tolle DJ des Abends (Mark Grusane) hatte mir mit seiner Eröffnung den Tipp für die nächste Zeit gegeben: nämlich mein Aktivitäts und Reisepensum der nächsten Tage deutlich zu reduzieren, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Take your Time, Oli!

3. Anstelle mich über die zeitferne Terminvergabe der Orthopäden zu ärgern, habe ich vorhin direkt die Physiotherapie angesteuert und wurde mit guten Tipps zur aktiven Heilungsunterstützung versorgt.
4. Blog-relevant: Unglaublich, was für einen 1a funktionalen und fetten Sound die beiden Sennerheiser Mikros MD421 (für meine Resofell-freie Kick) und das e604! (als Mono-Overhead) im Mix mit der ganzen Elektronik hinzaubern!

Ach ja: das einstündige Duo-Set mit Lars Bartkuhn (ab ca. 1.52.00) hat wirklich großen Spaß gemacht, so wie der ganze Rush Hour / Sounds Familiar Instore Evening (mit Mark Grusane, DJ Spinna, Lee Collins, Antal):

Und zum Abschluss noch ne Bombe aus dem Rush Hour Vertrieb

5 x 20 = 100 Jahre!

Oktober 10, 2017

Zum hundertsten Geburtstag von Thelonius Monk würde ich am liebsten die dreier Box von Alexander von Schlippenbach („Monk’s Casino„) auflegen.
Habe ich leider nicht zur Hand.
Aber dafür werden wir bei den fünf „20 Jahre DePhazz“ Konzerten (11./12.10. Heidelberg, 14.10. Budapest, 16.11. Moskau, 17.11. St. Petersburg) zumindest das Bemsha Swing Thema reinmogeln.
Happy Birthday!

20Yrs

 

10 Warenhäuser

Oktober 7, 2017

Vor der ersten Probe, saß ich mit Lars Bartkuhn im Kaffeehaus und plötzlich drehte sich die Frage um die fünf besten House-Alben.

Da stelle ich erstmal ein schickes Foto voran, auf dem der junge Mr. Fingers (Larry Heard) vor (s)einem(?) muskulösen Rogers Double-Kick-Kit im Studio steht und dann geht’s los mit den fünf House-Alben, die dann zehn werden, weil die alle mich nachhaltig beeinflusst haben und ich sie nach wie vor gerne auflege…

Larry Heard Drums

Masters at Work „The Album“ (1993)
Underworld  „Second Toughest In The Infants“ (1996)
Daft Punk „Homework“ (1997)
Moodyman „Silentintroduction“ (1997)
Maurizo „M Series“ (1997) OK, eigentlich ne Compilation…
Swag „Collected Works 1995-98“ (1998) …noch eine Compilation
Deep Fuzz „Body Karate“ (2000)
Romanthony „R.Hide In Plain Site“ (2000)
Theo Parrish „Sound Signature Sounds“ (2000)
Herbert „Bodily Functions“ (2001)

 

 

Pattern Lego: wie sich getrommelte Rhythmusschichten fast verdoppeln lassen

September 14, 2017

dritte hand & Echodrums

Hier ein sehr deutliches Fotodokument von Rainer Golembiewski*, welches beide Konzepte zeigt, wie ich die Rhythmus-Schichten beinahe verdoppeln kann: ich nenne die  Kunstgriffe „die dritte Hand“ (Shaker und Stock in der einen) und „Echodrums“ (Stockarbeit und Effektgerätbedienung mit der anderen Hand).
Im Vergleich zum geschätzten Jan Pfennig wirkt das eher geschummelt, aber hey, auch die Kunst der Illusion gehört zum Portfolio des modernen Live-Trommlers.

*No Lega im Offenbacher afip (12.09.17)

[file under: Pattern Lego]

die gute Irma

September 13, 2017

>>Sie liebt das Essen wie das Schlafen und alles, was man genießen kann. Irma gibt sich immer hin.<< (Panama, Seite 35)

Paradox, dass in den Geschichten von Sonja Heiss („Das Glück geht aus„) der ausgedehnte Schlaf oft eine Rolle spielt – eigentlich meine Königsdisziplin – selbiger durch den Lesedrang aber gar nicht mehr entstehen kann…

OK, wenn dann der (Schlaf-) Rhythmus ohnehin hinüber ist, kann ich ja noch ein bisschen bei Esperanza Spalding über die Echtzeit-Schulter schauen:

>>Over just three days, we’re attempting to concept, write, record, and produce an album of ten songs.
Entering the studio with nothing prepared. Testing the theory that creations are at their most powerful the moment they’re released.
This feed will run uninterrupted for 77 hours. So if there isn’t much going on while you’re here, chances are it’s nap time. Please check back again later.<<

No Lega CD

September 11, 2017

No Lega steht für die Nachnamen von Matthias Akeo Nowak, Martin Lejeune und Valentin Garvie.
Ende 2014 kam die Anfrage, ob nicht Lust hätte, das eher rein akustisch verortete Trio um den argentinischen Trompeter mit Beats und Elektronik zu verstärken.
Wir spielten daraufhin ein paar Konzerte und gingen ins Studio – jetzt ist das erste Album fertig und in einer (auf 200 Stück limitierten) kunstvollen Verpackung als CD zu haben (sowie auch profan digital download-bar).

Das Konzept von No Lega wird gerne mit „Bix Beiderbecke reloaded“ umschrieben. Denn einige Originals des legendären Kornettisten und der Sound der 1920er Jahre waren der Ausgangspunkt, um gleichermaßen einen respektvollen Rückblick auf Wurzeln und Tradition zu erlauben, um aber auch mit allen Freiheiten der Kunst, rücksichtslos zu dekonstruieren und eine Adaption für’s Heute zu schaffen.
Ich habe mich dabei für ein minimales Schlagzeug, färbende Raschelwerkzeuge und ein Echogerät in der Hauptrolle entschieden. Und da ich nicht nur mein Trommelspiel, sondern auch die Trompete ins Tap-Delay schicken kann, gibt es einerseits einen Großraum zur Interaktion, anderseits den perfekten musikalischen Klebstoff für die Bruchstelle von akustischen und verstärkten Signalen.

Nach drei intensiven Release-Konzerten in Darmstadt, Frankfurt und Mainz, schließt sich morgen Abend in Offenbach der Kreis, wenn wir direkt beim Künstler der Tonträgerverpackung (Lutz Jahnke) unser letztes Konzert dieser Rutsche geben werden.
Ein besser betiteltes Venue hätte sich nicht mal erträumen lassen:
Um 20.30h geht’s los, in der „Akademie für interdisziplinäre Prozesse„…

PS. Marion zeichnet’s auf den Punkt:

No Lega in F © Marion Roters