Archive for the ‘Live’ Category

von Fat Time zu fast jeder

Februar 7, 2019

Ich weiß gar nicht warum ich mich neulich mal wieder durch die 1980er Alben von Miles Davis hörte. Wie es der Zufall will, konnte ich jedenfalls dadurch die Bassline des kurz vorher geposteten Netzer-Videoschnippsels (aus dem Jahr 2011…) einordnen.
Klingt nach „Fat Time“ (ab 0.33′):

Im weiteren Verlauf sprang ich von „Decoy“ zu „MD1/Something’s On your Mind/MD2“ (damals für mich der Hit auf „You’re under Arrest„), schwelgte vom „Star PeopleOpener und beschloss, tiefer in die wunderbare Welt der Mileschen Oberheim-Synth-Begleitung vorzudringen.
Leider fand ich im ganzen WWW nicht ein einziges Miles-Davis-OB-X-Hotlick, kein Instructional-Vid zum typischen MD-OB-X-Sound, keine Abschlussarbeit über die kantig-kräftigen Elektronik-Einwürfe des Meisters.
Dafür aber das Freeware PlugIn OBXD, mit dem ich jetzt herumspiele.

Leider zickt mein K-Board momentan. Sprich, ob ich beim morgigen Netzer-Konzert im Stuttgarter Merlin fette One-Finger-Brass-Chords einwerfen kann, steht in den Sternen.
Ob wir wieder mal Fat Time zitieren werden, ebenfalls.

Ich morphe schon mal von Fat Time zu fast jeder und freue mich auf’s Wochenende!

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direkt überm Synclavier

Februar 2, 2019

Gestern war ein spannender Tag an der HdMDK – ich traf zufällig den Komponisten Orm Finnendahl, erfuhr vom elektronischen Kellerstudio der Hochschule (inkl. marodem? Synclavier) und bekam einen ersten Einblick die oft mit Elektronik verbunden Werke.

Im direkten Anschluß, genau ein Stockwerk drüber, dann diverse wunderbare Aktionen von Richie Beirach.
Auch heute werde ich wieder in die Eschersheimer radeln und bin gespannt, dort meine Schlagzeugschülerin tanzen zu sehen – denn die Kombination Tanzen & Trommeln hört sich für mich nach einem ähnlich vielversprechendem Standbein an wie die/der singende DJ.
Hey und morgen entere ich zusammen mit meinen NETZER Freunden zum Abschluß des Jazzfests die Bühne des kleinen Saals.

The Tama

Januar 29, 2019

Bin noch völlig elektrisiert vom Konzert der „Ndagga Rhythm Force“ – deshalb zuallererst der Hinweis für alle Rhythmus-Berliner: die Band spielt am 29.01. im Gretchen:

Und zwar noch reduzierter als auf den beiden Videos (nämlich ohne Gitarre), also nur Groove, Bass-Synth, Stimme und Tanz.
Und gerade die Paarung von 2Box-Sample-Drummer (Club-Kicks, nicht zu laute elektronische Snaresounds, Basic Chanel Chords, plus echte Hihat), Synth-Bassist und traditioneller Percussion (2x Sabar und Talking Drum), bildet ein mitreißendes Fundament – irgendwo zwischen Rave, World Music und Ritual Beats – für den Gesang von Mbene Diatta Seck (der mich immer wieder angenehm auch an den Muezzin erinnert und dank der Dub-Einlagen doppelt erfreut).

PS. dass die Talking Drum auch Tama genannt wird ist darüberhinaus eine a. neue Erkenntnis, die mich b. direkt auf meinen Schlagzeugteppich zurückbringt.
Um die tollen metrischen Modulationen, Unisono-Parts und Call & Respond Aktionen zu checken und zu üben…(kurz vorm Geburtstag machen sich ja neue Ziele immer gut)

Doppel R

Januar 25, 2019

RR scheint meine Buchstabenkombi des Tages zu sein:
Auf der Namm Show reiten mich nämlich bisher nur zwei Neuerscheinungen. Einmal das Roland Triggermodul, ein Bodentreter namens TM-1 und das Rose (Bit Bucket) Delay von Eventide.
Später treffe ich mich mit Ulf , um unter dem Doppel-R-Kürzel als KleineR Rubow Musik zu machen.
Und die Querverbindung zu Rolls Royce schafft mit dem Namen der Kühlerfigur ein vortreffliches Motto für unseren Jam: Denn Emily heißt mit vollem Namen: The Spirit of Ecstacy

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PS. auf der Fahrt zum Proberaum hatte ich Radio-X eingeschaltet und zufällig lief Michael Rüttens „Soulsearchin“ Sendung. Dabei kam ich den Genuß von Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force:

und erfuhr von Tony Allens Tribute to Art Blakey.

Afrobeats ohne RR, dafür aber mit einer weiteren Überraschung, dass ich aam Montag Mark und die Ndagga Rhythm Force live erleben kann (Zoom, Frankfurt, 21h). Tschaka Yeah!

„War nur kurz im Koma, Text kommt!“

Januar 10, 2019

Das war ein sehr schöner Konzert-Jahreseinstieg gestern. Duo-Impro mit Lars Bartkuhn. In Aalen. Mit viel Schnee und sonstigem Drum und dran…
Klar, dass bei so viel „Weiss“ auch die Bahnen gemütlicher unterwegs sind, aber darauf war ich irgendwie instinktiv vorbereitet. Und so konnte ich auf der Rückfahrt schön lesen und gemütlich das Kabel meines HD-25 wechseln.

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Als heutige Highlights möchte ich die Thomas Glavinic Ausreden und die beiden CD-Besprechungen von Fatma Aydemir und Marcus Staiger aus dem allerletzten gedruckten SPEX Magazin aufs Podest stellen. Eiscafé eh immer ganz vorne. Und auf den Ohren lief dann  (ohne Wackel-Stereo) John Scofields „Works for me“.
Was ich alles mit den neuen alten Signaturschablonen besprühen werde, überlege ich dann morgen…

On

November 26, 2018

Eigentlich hatte ich mir den Dezember komplett freigeschaufelt, jetzt dann doch nochmals ins „on“, Einsprung für den tollen Simon Gattringer:

29.11.2018   „Nils Wülker“ Karlsruhe, Tollhaus
30.11.2018   „Nils Wülker“ Straubing, Sennebogen Akademie
03.12.2018   „Nils Wülker“ Oldenburg, Kulturetage
05.12.2018   „Nils Wülker“ Mainz, Frankfurter Hof
06.12.2018   „Nils Wülker“ Reutlingen, franz.K
07.12.2018   „Nils Wülker“ Hannover, Jazzclub
08.12.2018   „Nils Wülker“ Rostock, Jazzclub

Die Vorbereitung läuft, der geeignete Notenständer ist schon gebastelt!

Und die passenden Icons für die Drumsheets (im nounproject) zusammengesammelt:

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beautiful Friday

November 23, 2018

Ein „Black Friday“ Rabattversprechen nach dem anderen… Ich hingegen spare 100%, weil mir diese US-Kommerzstrategien derart auf den Nerv gehen, dass ich klar sehe, dass wir eh mehr als genug haben. Also bewusst nichts kaufe.
Dann lieber raus, das ist Wetter grandios. Später vielleicht noch eine Ausstellung* und wenn’s richtig dunkel höre ich Waajeed „The Dirt“ in der japanischen Clubjacke!

*
„Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann“ @ Deutsche Nationalbibliothek (bis 15.12. Eintritt frei)
Comicbeamung von Wolfgang Buechs @ Café Crumble
digirev-crumble-einladung

 

vom Proberaum zum Mixdown

November 21, 2018

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Der Unterschied zwischen Proberaum-Getrommel und dem, was letztlich das Ohr deines Zuhörers erreicht, lässt sich einfach am Beispiel „Foto“ verdeutlichen:

Ich starte mit einer Momentaufnahme aus dem Alltag – raus aus dem Bett, ab in den Proberaum und einfach mal loslegen.

Steht ein Konzert oder eine Studioaufnahme an, mache ich mir zum Inhalt doch konkretere Gedanken und präsentiere dort dann irgendeine Struktur.
Im dritten Teil lege ich meine Kunst völlig in die Hände des Tonmenschen am Mischpult.

Sie/Er hat ganz schön viel Einfluss aufs Endergebnis und kann locker mal meine Brille weg- und ein blaues Auge ins Resultat zaubern…

Die kleine Fotolovestory lässt sich übrigens von vorne nach hinten, aber auch umgekehrt deuten:
1. Die Person hinterm Mischpult ist Geschmacks-und Vertrauensache, im Idealfall Bandmitglied!
2. Wenn ich meinem gehörten Lieblingsgroove auf die Spur kommen will, hilft mir nicht nur das Youtube-Filmchen, das mir den Drummer bei der Studioarbeit zeigt, sondern auch das Wissen über die verwendeten Produktionskniffe…

über die Bockenheimerlandstraß mit der Akten-Dasch!

November 14, 2018

Anknüpfend an das ungehörte Fill-In, hier das komplette Gegenteil: ein kleines Solo aus Backnang, neulich mit Fola Dada:

Den Schnippsel habe ich aus diesem Video herausgeschnitten.

alt & Keyboarder?

November 6, 2018
Ich freue mich auf München, auch wenn ich für die Sueddeutsche ein Keyboarder bin.
Aber meinetwegen. So werde ich auch (im besten Cecyl Taylor Sinne) auf den 88 Trommeln alles geben. Notfalls à la Omar Sosa Blumen zaubern…
Bildschirmfoto 2018-11-05 um 21.44.18

Wird auf jeden Fall eine vielversprechende Woche!

DO 08.11.18 „Hattler“ Reutlingen, Franz K
FR 09.11.18 „Luminos W“ München, 29. Jazzfest @ Gasteig
SA 10.11.18 „DePhazz“ EST-Narva, Idee Jazz Festival
SO 11.11.18 „Fola Dada feat. Joo Kraus“ Frankenthal
DI 13.11.18 „Hattler“ Rüsselsheim, Theater