Archive for the ‘Live’ Category

100 Jahre Copyright

Oktober 18, 2018

Wäre ich in Berlin, würde ich dieses Wochenende das von Detlef Diederichsen kuratierte Festival „100 Jahre Copyright“ besuchen.

Falls Du am Sonntag im Rhein-Main-Gebiet bist, komm doch ins Rüsselheimer „Rind“. Dort werden wir mit Luminos W auch den ein oder anderen Beitrag zum Thema leisten, beispielsweise unsere Collage über das Soul II Soul Acappella von „Back to life“:

die nächste Schaustellerreise

Oktober 14, 2018
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Welch wohltuender Wiedereinstieg mit Hattler! Und bemerkenswert, dass die überwundene Kunstpause nicht nur unsere Spielfreude, sondern auch das Inhaltliche derart beflügelt.
Dass die Oktobersonne einvernehmlich mitstrahlt müsste gar nicht erwähnt werden.
Beim Konzert im KS Audio Showroom beeindruckte mich zunächst der äusserst angenehm klingende Raum, dann die darin verbauten Akustikmaßnahmen – von klassisch-bewährt (viel Holz, Lochplatten, große, stimmbare Halbzylinder-Bassfallen, keine parallelen Flächen) hinzu digital-innovativ, nämlich der Kombination aus 16? Mikrofonen, noch mehr in Halbhöhenlage verbauten und von der Decke hängenden Aktivboxen, sowie einer speziellen Software, dank der sich per Mausclick verschiedene Räumlichkeiten zum Lautsprecherklang addieren lassen.

Quasi wie im autonomen Feedbackloop von Originalsignal und Effekt, den ich es beim Echotrommeln mit naher Monitorbox so liebe…

Ein aufwendiges und besonderes System jedenfalls – ob es dafür wohl irgendein analoges Vorbild gibt? Vielleicht realisiert aus mechanisch verschieb- oder drehbare Wänden (wie wir sie aus Tonstudios kennen) und großen, sich öffnenden Tonnen für den Nachhall?
PS. Mit dem Besuch bei KS kannte ich nun auch den Herkunftsort der Klein und Steck-Anlage, die ich während meiner Zivi-Zeit in der Villa Roller jedes Wochenende schleppen, aufbauen und betreuen musste, ne durfte, und dabei eine Menge gelernt hatte: dass außerhalb meines Jazz-Mikrokosmos noch ganz andere intensive Musikgenres und Szenen existieren (in dem Fall: Hardcore, Punk), dass der FOH Platz eigentlich das gleiche Gewicht hat wie die auftretende Combo…

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Die Hattler Tour geht im November weiter (09.11. Reutlingen, 13.11. Rüsselsheim) und die schicke Grafik kommt – wie immer – aus dem Hause Karlssonwilker Inc. NYC

das andere Snaredrum Solo

August 27, 2018

Wenn man nur den FB-Ausschnitt von Ryosuke Kiyasu sieht, hakt man die Performance vermutlich irgendwo zwischen schräg, freakig oder besoffen? ab.
Lässt man sich jedoch auf die ganzen 13 Minuten (oder mehr) ein, erkennt man einen klaren Spannungsbogen und ausgecheckten Trommel-Minimalimus.

 

Derart im Fluss, lese ich direkt Philip Rhensius‘ Bericht über das Berliner Atonal Festival., lerne dabei das Wort/Phänomen Pareidolie kennen und freue mich über Zusammenhänge wie diesen:
>>Wenn eine derart radikale Musik, auch wenn sie wegen des schlauen Marketings ein bisschen von ihrer einstmaligen subkulturellen Wucht eingebüßt hat, Tausende Menschen begeistert, muss gefragt werden, warum: Vielleicht, weil sie unserer Entfremdung von der Umwelt ein ästhetisches Äquivalent bietet. Sie bietet Katharsis und das Angebot, sich mit den Maschinen für einen Moment zu versöhnen und nachzuspüren, wie das ist, ein Wesen zu sein, durch das Strom fließt.<<

double bassdrum!

August 26, 2018

Bisher hatte ich bei den clubbigeren Gigs des „Temporären elektronischen Salons“ rechts neben dem Camco-Pedal ein Roland KT-10 aufgestellt. So (und mit dem angebundenen Vermona Kick Lancet Modul) liessen sich nicht nur typische Four-On-The-Floor Klischees stilecht bedienen, sondern – wenn man den linken Fuss zudem auf dem Bassdrumpedal abstellte – auch ungewöhnliche Patterns mit zwei Basstrommeltönen erzeugen. Klang spannend, mutete aber rein optisch etwas seltsam an…
Jetzt habe ich das KT-10 links von der Hihatmaschine positioniert und freue mich, dass ich mit dem linken Fuss ganz locker (parallel zu jeglichem Beat aus dem Fundus) ein elektronisches Viertelfundament legen kann – mal laut/fett/dominant, mal dezent/dünn.
Aber auch andere getretene Hihat-Klischees, wie beispielsweise jazzige 2 und 4, funktionieren prächtig.
Jetzt muss ich mir wohl noch ein Drop-Clutch besorgen: hello e&a double bassdrum!

Oder ich verwende eine geschlossene Zweit-Hihat; beispielsweise die Kallas X-Hat oder halt die interessante Bastelleihgabe von Olaf Cremer, die er mir zufällig just zu eben dieser Links-Fuss-Kick Premiere beim Museumsuferfest mitgebracht hat:
eine geschlossene 6″ Zoll Miniatur-Hihat, die sich an einer Stimmschraube an Snare oder Tom festmachen lässt…

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No Stressbrett

August 18, 2018

Habe mir heute mal ein reisefreundliches Elektronik-Brett für die DePhazzBlack White Mono Tour“ zusammengeklebt:
Ein kleines Mackie Pult für den InEar-Mix (aus Monitor-, Playback- und Click-Signalen), das altbewärte Boss-Pärchen aus A/B-2 und RE-20 für Hall- und Echo-Effekte, sowie ein brandneues Roland SPD::One Electro für elektronische Signature Sounds (Claps, Booms, Hats, Piuus und 1 Lieblingssample).
(Für die Sommercable bedanke ich mich Thierry, für die Voodoo Lab Verstromung bei Jürgen Kirschner.)

Kannste Dir auch gerne mal anhören 🙂

05.09.18 Berlin · Lido
06.09.18 Hannover · MuZ
07.09.18 Hamburg · Mojo
08.09.18 Osnabrück · Lagerhalle
09.09.18 Düsseldorf · Capitol
11.09.18 Köln · Stadtgarten
12.09.18 Kaiserslautern · Kammgarn
13.09.18 Karlsruhe · Tollhaus
14.09.18 Heidelberg · Karlstorbahnhof
15.09.18 Ludwigsburg · Scala
16.09.18 Freiburg · Jazzhaus
19.09.18 A-Lustenau · Freudenhaus
20.09.18 A-Innsbruck · Treibhaus
21.09.18 München · Ampere
22.09.18 Friedrichshafen · Bahnhof Fischbach
24.09.18 A-Wien · Porgy & Bess
25.09.18 CZ-Prag · Lucerna Music Bar
26.09.18 Leipzig · UT Connewitz

…und vielleicht lese ich Dir dann sogar auch noch meine momentane Lieblingspassage aus der Karl Bartos Biografie („Der Klang der Maschine„) vor?

Live Beat Analysis

August 16, 2018

Neulich, während der interaktiven Combo/DJ Nacht im Yachtclub, wünschte ich mir wieder mal ein Ableton PlugIn, welches ein aufgelegtes oder gejamtes Tempo ermitteln bzw. diesem folgen könnte: einen erweiterten Beat Counter mit Beat Sync Button, wie er heute bei Pioneer, Traktor & co zur Standardausstattung gehört.
Es gibt ja schon M4L Ansätze wie den Beat Seeker oder James Holdens Group Humanizer, Logic hat ein BPM Counter PlugIn und die Smart Tempo Abteilung.
Aber plattformübergreifend und richtig spannend fand ich das (leider sich noch in der Testphase befindenden) Beattracker PlugIn, auf das mich Lars Bartkuhn dann ein paar Tage nach dem Gig aufmerksam gemacht hat:

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Die niederländischen Showsync Schmiede hat aber noch andere, höchst interessante Helferlein auf ihrer Seite. Dabei hat es mir vor allem Livesync angetan, >>a series of free Max For Live plugins that accurately synchronize tempos, song positions, clips and track parameters of Ableton Live sets via a network connection.<<
Vielleicht die nächste Alternative zur Midi-Sync und Ableton Link?

Frankfurt am Meer, ich wäre wieder da

August 7, 2018

Der Sommer ist doch so toll – habe wieder ne Menge gelernt:

 

  • es gibt asphaltschwarzes Vanilleeis – ob dieser Dreh dem Erfinder einen ähnlichen Erfolg bescheren wird, wie es einst (1969) dem Spaghettieis gelang?
  • Ein Wurstautomat im Welzheimer Wald…oh man…anyway, dortiges Glamping = 1a
  • Die schlafende Seele: endlich mal wieder eine Botero Skulptur, noch dazu direkt hinterm Backstagebreich des Vaduz Soundz Festivals – very nice!
  • 1959, the year that chanced Jazz…
    #

  • Heisse Erkenntnis 1: mein Macbook verkraftete die kräftige Sonnenbestrahlung der Salem-Bühne überhaupt nicht. Audio wurde gummig und ungenießbar. Selbst ein Neustart verbesserte erstmal nichts – erst nach konsequenter Abkühlung.
  • Heisse Erkenntnis 2, dass ein finnischer Trucker seine vermisste Sauna derart kompensierte, in dem er die Scheiben seines Führerhäuschen mit schwarzer Folie präparierte, Motor und Heizung anmachte, um einfach noch besser schwitzen zu können. Hey!
  • Nicht zu vergessen: ca. 38 Freundeskreis Nummern in der Birne.
  • Mein Lernstündchen soll weiter gehen mit der Vertiefung von PeteBeatMixtapes, MXXWLL , L. Young Acappelas und Alessandro Alessandronis „Work Cycle“ (1982)
    Danke an Don Phillipe, Afrob und Matteo für neues Material!
  • Ausserdem möchte ich unbedingt Lillos Tipp unter die Lupe nehmen: das iConnectivity PlayAUDIO12, ein 500$ Audiointerface mit integrierter Redundanz-Lösung.
  • Konnakol ist auch ’ne feine Sache, nach Hakims Infusionspritze haut Claudio Spieler (beim wunderbaren Creativ Drum Camp) in dieselbe Kerbe!
  • Und dann auch wieder los – in den Yachtclub, ans Meer. Der temporäre elektronische Salon ruft (gleich dreimal im August!

 

Freundeskreise

Juli 22, 2018

Der Sommer hat gerade mal begonnen und eigentlich kann ich jetzt schon (wieder) von schönsten Ferienerlebnisen berichten.
Erst familienverbundenes Abtauchen im Roten Meer, dann Musik und mehr mit verschiedenen Freundeskreisen:
Äusserst vertraut mit Netzer beim Stuttgarter JazzOpen Festival, kurze literarische Gartenpartie mit Schiller und Goethe in Jena, vor allem aber ein längeres Fill-In (für den tollen Grabi) beim bandgewordenen Freundeskreis – was für ein illustrer Zusammenschluss (hey, Matteo!), quasi perfekt gemachtes Bett zum ®einspringen!

https://www.arte.tv/de/videos/081619-017-A/freundeskreis-deichbrand-festival-2018/

In der kommenden Wochen folgt das Percussion Creativ Drumcamp, sowie DePhazz in Vaduz. Und dann gibt es für mich noch drei FK-Termine im Süden.

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Für den Blog hätte ich eine Neuentdeckung zum Thema Notenständer-Vermeidung, nämlich das umgedrehte, mit Gaffer auf der Kick befestigte 16″ Fell als ideale Zettelwanne. Um auch Windstößen gewappnet zu sein, wurde in V.1.2 von Backliner Felix noch ein Spanngummi durchtrennt und mit zwei Kabelbinderschlaufen in der Fellkrempe befestigt.

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Morgendusche: Rainshower

Juni 20, 2018

Erste Promo-Gigs zur Black White Mono Veröffentlichung: ZDF Morgenmagazin (zu früh, glücklicherweise auch im Netz und Deutschlandfunk Kultur (ab 15.30h) – wobei der Spielzeug-Rainmaker meiner Nichte Alma passenderweise zwei exponierte Spots bekommt…

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1000 Dank an die Firmen Meinl, Tama und den t.b.s. Backline Service, die mich nicht nur gut klingen lassen, sondern auch entspannte Zugreisen ermöglichen!

PS. Erstaunlich, direkte Auswirkung: De-Phazz auf Platz 1 der iTunes Jazz Charts!

Kopfarbeit, die gute

Juni 11, 2018

Das war eine bunte Woche mit zwei tollen Workshops an der Dresdner Hochschule, einem intensivem Breakbeat Hörnachmittag mit Jazzanovas Stefan Leisering und zwei Konzerten, die jeweils die ein oder andere Kopfarbeit erforderten.
Von improvisierter Momentmusik bis zum Stadion-Fill-In…

Die Idee war prächtig, die Voraussetzungen optimal, nämlich abends nach dem ersten Workshoptag mit Sebastian Merk ins Blue Note zu fahren, um dort ein elektronisch bereichertes Double Drums Set zu improvisieren. Leider hat das Herzstück meiner Elektronikwelt (der Keith McMillen K-Mix) ein massives Problem mit Phantomspeisung. Sprich, wenn er mit einem Pult verbunden ist, dass die 48 Volt liefert, entsteht starkes Rauschen bis hinzu groben Verzerrungen. Und leider kamen vom Club-Mischer immer wieder mal folgenreiche Stromimpulse, so dass ich fünf Minuten vor Beginn kurzerhand allen Computer-Kram wieder abbaute, jegliche Konzepte über Board warf und nur mein Echogerät auf altbewärte Weise im Akustikset verankerte. Jammerschade, dass all die angedachten Optionen nicht verfügbar sein sollten, auch die extra mitgeschleifte 303 sollte stumm bleiben 😦
Darüberhinaus war ich mittlerweile seit 15 Stunden im Einsatz, hatte kaum was gegessen und die Barfrau wünschte unmissverständlich den Konzertbeginn herbei.
Mitten durch diese schwarze Wolke schlechter Laune streckte mir dann auch noch eine jener Autogrammjägerinnen (Kategorie: es geht nur um die Unterschrift, ohne jegliches Interesse an der Person, geschweige denn an der Musik) auch noch mehrere Bildabzüge und einen Edding hin. Für Viola mit Vogel-V, für Barbara…

noun_1399850_cc   (angry by Alfonso López-Sanz from the Noun Project)

Es musste ein mentaler Kunstgriff her – dringendst – um die Situation zu drehen und nicht in der Sackgasse stecken zu bleiben.
Die Lösung bestand darin, kurz noch die Zähne zu putzen und das Shirt zu wechseln. Somit konnte ein „frischer“ Oli die Bühne betreten und der Abend wurde tatsächlich spannend & schön! Erstaunlich.
Nichtzuletzt wegen der tollen Céline Rudolph, die extrem spontan (angefragt auf dem Weg zur Bühne) ein paar Tracks mitgejammt und bereichert hat! Und wegen Merkurs immenser Musikalität und Übersicht über seinen Spielplatz aus Boss-Looper, diversen Synths, Gitarre, Federhall-Amp, Dada-Maschinen und Schlagzeug.

Und dann kam am Freitag Mittag der Anruf von Alex Höffken, ob ich am nächsten Tag bei Matthias Schweighöfer einspringen könnte…
Klar, selbstverständlich gerne – auch wenn ich mich auf ein freies Familienwochenende gefreut hatte und der Freitag teilweise schon verplant und belegt war, auch wenn die wenige Vorbereitungszeit und das Unbekannte ordentliches Stresspotential mit sich bringen kann – denn es ist eine sehr gute Gelegenheit, den Kopf zu traineren. Sprich, die Konzentration zu bündeln, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne dabei das Selbstbewusstsein zu vergessen (dass ja einiges an Grundlagen und Erfahrungswerten vorhanden ist). Naja und nach einem längeren Abend des Raushörens, auch einmal Durchspielens, bin am nächsten Morgen ins schöne Emmendingen gereist…

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Das am Ende des Abends deutlich befreite Lächeln (Foto von Arne Schumann), konnte vor allem deshalb entstehen, dass sich das ganze Umfeld (ich kannte bei Eintritt ins Gelände gerade Arne Jansen) total nett und bedingungslos kooperativ verhalten hat und somit bei mir (trotz Konzentration- und Lesetunnels) totale Spielfreude aufkam. Toll!
In diesem Sinne kann ich nur ganz pathetisch der Weltgemeinschaft raten: macht Musik und gründet Bands und einiges wird sich zum Besseren wenden!

PS. #lachenweinentanzen finde ich nicht nur griffig, sondern beschreibt meinen Samstagnachmittag vortrefflich:
Die Soundcheck-Probe hat gut geklappt 🙂 Im direkten Anschluß dann die wunderbare Nachricht, dass meine Schwester in Buenos Aires ihre Tochter Liara zur Welt gebracht hat – mächtig Freudentränen – und somit später beim Gig: trommelndes Sitztanzen, wann immer möglich…

PPS. Ehrlicherweise möchte ich gestehen, dass neben dem Kopf auch ein kleiner Medizinschrank angezapft wurde: Magnesium gegen Krämpfe, Tigerbalm für verhärtete Muskeln und Wechselduschen zum Wachbleiben….

PPPS. Für einen runden Abschluß will ich noch Alexis Vistalite Männerkit mit klaren CS-Dot-Fellen loben! Hey, Toms sind irgendwie schon auch toll…