Archive for the ‘watch!’ Category

Fangen und Tanzen

Februar 21, 2018

Im taz-Interview mit der niederländischen Filmemacherin Nanouk Leopold lese ich spannende Konzepte:
>>bei Menschen, die keine Erfahrungen mit dem Schauspielen haben, sieht man sehr schnell, ob sie sich öffnen können. Es hat damit zu tun, wie man seinen Körper einsetzt. Nichts tun, Tee trinken: Wenn das klappt, wird es sofort interessant.<<

>>Wir nennen die Methode mittlerweile „Fangen und Tanzen“, man fängt Dinge ein, indem man sich im selben Raum bewegt. Dazu müssen ich, die Schauspieler, der Kamera- und der Tonmann miteinander verbunden sein.<<

>>Verantwortlichsein ist auch oft langweilig. Wenn mein Sohn mich fragt, warum wir nicht einfach in der Wohnung Reis streuen und darüber tanzen können, dann frage ich mich auch: Ja, warum nicht?<<

Passend zum Wettbewerbsfilm „Cobain“ höre ich Rockmusik aus den Neunzigern, „Sometimes Salvation“ von The Black Crows, um im direkten Anschluss mit der Darstellerin des Musivideos – Sofia Coppola – zu den Chemical Brothers umzuziehen.

Also schau ich mir noch geschwind das „Elektrobank“ Filmchen von Spike Jonze an und widme mich dann genüsslich der Rhythmusästhetik des Big Beat Genres. Steige dazu direkt mit dem Meisterwerk „Block Rockin‘ Beats“ ein.
Mein Bleistift schreibt die Pattern auf, der Kopf analysiert die Klangwelten von Bernard Purdie, Pucho & The Latin Soul Brothers bzw. wie deren Breaks durch den Sampler gedrückt und mächtig komprimiert  wurden.

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viel Mundwerk

Januar 21, 2018

Das Hyper Duo gibt: „Difficulties putting it into practice“ von Simon Steen-Andersen.

Bandvorstellung

Januar 19, 2018

Mit ohne „Ohne Worte“…

aus der Doku The Case of the Three Sided Dream (2014) von Adam Kahan.

Essen, kochen, Musik!

Januar 13, 2018

War heute gefühlt zweimal in Skopje: in der Brutalismus-Ausstellung, wo mich die Fotografie des Postgebäudes an einen schönen Gig mit Prommers Drumlesson erinnerte und zu späterer Stunde nochmals, als ich in der Doku über das beste Restaurant der Welt versunken bin, dessen Chef René Redzepi aus Mazedonien kommt (ARD Mediathek bis zum 17.01.18)

post-office-skopje-brutal-architecture

Essen, kochen, Musik!
Und die Geschichte vom perfekten Sturm…

Florence Foster Jenkins

Januar 4, 2018

Mit dissonanten Gefühlen teile ich den eben in der Arte Mediathek geschauten Dokumentarfilm „Die Florence Foster Jenkins Story“ (D 2015, 53 Minuten, noch bis 13.01. online), eine tragische Kombination von Geld, Musikliebe und verrutschter Selbstwahrnehmung, die bei mir gerade drei Schlussfolgerungen hinterlässt:
– es gibt außergewöhnliche Tondokumente

– >>Fremdschämen und Lachen über große Egos gab es schon immer….<< so der YouTube Kommentar von Chagall1985 zu eben diesem Video.
– diese Art Kunst ist Camp!

Edit Bunker

November 1, 2017

Letzte Woche habe ich mir ein mächtig energetisches Konzert der Donny McCaslin Band angeschaut, jene Combo, die David Bowie für sein „Blackstar“ Album verpflichtet hatte. Der eigentliche Drummer (Mark Guiliana) wurde dabei mehr als würdig von Zach Danziger vertreten, der im Anschluss an die Tour in Deutschland noch ein paar Edit Bunker Shows im Duo mit Owen Biddle spielen/bebildern und sogar ein paar Workshops geben wird. Dringliche Empfehlung: Hingehen!

05.11.17 Berlin, A-Trane (Don McCaslin)
15.11.17 München (via Dorino Goldbrunner), OGM Studios 19h
19.11.17 Regensburg (via Gerwin Eisenhauer) MusicAcademy 20h
23.11.17 Berlin (via Dirk Erchinger) Drumtrainer 15h

Ach, tatsächlich ist Zach Danziger der ERSTE Eigentümer meines modernen Schlagzeugquartetts, Und da ich ihm auch noch ein paar Fragen stellen durfte, habe ich mich dem humorvollen Wesen entsprechend vorbereitet:

Selbstvermarktung, Authentizität, Jazzmusiker, Musikindustrie

Oktober 24, 2017

Die 3Sat Doku „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“ und die dazugehörende Pressewahrnehmung („Die Zeit„, NDR Gegendarstellung via Meedia) bilden eine interessante Diskussionsgrundlage zu den Begriffen:
Selbstvermarktung, Authentizität, Jazzmusiker, Musikindustrie

Im Film mit dabei: der tolle Wolf Kerschek, sowie im Soundtrack dieses schöne Stück von Bon Iver:

Drumbasics: Trommelfell, Maultrommel, ich trommel!

Oktober 23, 2017

u.a. mit Wolfram Winkel, Carola Grey

Mr. Rogers

August 29, 2017

Mit Mr. Rogers könnte jener Joseph und Gründer der sagenhaften Schlagzeugfirma gemeint sein. Dieser Beitrag jedoch widmet sich Fred Rogers, einem ehemaligen amerikanischen Fernsehmoderator und seiner Vorschulserie „Mr. Rogers‘ Neighborhood„.  In einer der Sendungen des Jahres 1968 war der experimentelle elektronische Musiker und Erfinder Bruce Haack zu Gast und präsentierte den „Musikcomputer“, einen aus Haushaltsgeräten selbstgebastelten Analogsynthesizer, der sich u.a. durch Berührungs-und Bewegungssensoren steuern ließ.

Hi-Tech und Blockflöte, schau:

Terrific!
Und jetzt noch mit Katze…

grenzenlos

Juli 22, 2017

Den ganzen Tag Musik über, gestern.
Auf dem Weg zur Probe lese ich in der taz über zwei spannende Musikerinnen – die 20-jährige portugiesische Clubmusikproduzentin Nídia Minaj, sowie die Konzertpianistin Beste Aydin, die als Nene Hatun >>hinreißenden Elektronik-Sound zwischen Folk, Techno und Industrial<< macht – lerne dabei den vom Hildesheimer Kulturwissenschaftler Johannes Ismaiel-Wendt geprägten Begriff „Sonic Delinking“, der das Hören dekolonisieren möchte, und von der Existenz der beiden türkischen Saz-Spieler Neşet Ertaş und Aşık Veysel.

Und am Ende des Tages schliesslich noch ein Inspirationspaket vom Semester-Abschlusskonzert der Popakademie.

Für die 40-Jahre Rockpalast Doku („I’ve lost my mind in Essen“) war ich nicht rechtzeitig am Netz – der Programmpunkt lässt sich aber in der Mediathek nachholen und anschließend erlebe ich dann – 35 Jahre später – die Bilderwelt zur Kid Creole and the Coconuts Show, deren Kassettenaufnahme mich lange Zeit begleitet hat