Archive for the ‘watch!’ Category

I’m not playing your typical dang-dang-ga-dang, but they heard it – it was all in here

Februar 13, 2021

>>Milford Graves (1941-2021) — dancing drummer, technologist of magic, very sweet man, conjurer of avant-grade jazz, attentive herbalist, sculptor of strange shapes, martial artist, percussive polymath — joins the astral plane<< @jasminprix

the vitality of darkness

Januar 23, 2021

Habe mir gerade die 40 Minuten Doku „Lunar Tribute“ angeschaut, bei der Jojo Mayer die Erinnerungen des Mond-Reisenden Charlie Duke mit tollen Echo- und Effektdrum-Soli (- hallo Eventide H9 – ) musikalisch unterlegt.

Lässt sich im Ganzen für 4,48 on demand streamen.

die kulturelle Kraft von Dubreggae

Januar 8, 2021

Julian Weber schreibt in der taz über die Renaissance von Dubreggae: „Die Musik in der Hauptrolle – Steve McQueen zeigt es in der Filmreihe „Small Axe“, Fabienne Miranda und Junior Loves in ihrer Musik: Dubreggae klingt besser denn je“.
Viel Futter für den Lockdown!

Ich hänge noch meine zwei aktuellen Dub-Favorites dazu und verkrieche mich in die Bassbox.
Groundation „Dub Wars“ (2005, Tipp von Moritz)


Prince Fatty presents „Hollie Cook in Dub“ (2012)

Stille – Filter – Pling Bummk

Dezember 28, 2020

Hey, das waren mal entspannte Weihnachten. Keine Reiserei, nur Schlafanzug und gemütlich. Und so konnte ich unter optimalen Voraussetzungen Erling Kagges Buch über die Stille einatmen.

Aber nach Seite 47 wollte ich dann doch dringend nochmal aus dem Bett. Denn Ed Ruschas Noise Gemälde (1963) drängte mich zur Erica Synths Acidbox, meinem neuen (alten) Polivoks Filter, der in der zweiten Generation mit einem Rauschgenerator bestückt wurde.
Ein Twofer (Instrument und Effektgerät) nach meinem Geschmack.

Natürlich tauchte ich weiter und in die Geschichte des Polivoks ein, kam bei seinem Schöpfer Vladimir Kuzmin vorbei und erfuhr von der Filmdoku ELECTRO MOSKVA.
Anschließend suchte ich nach dem Vermona Lautsprecher in Mawils Kinderland Comic.
Und zack war ich wieder beim Buch…

dual MN3005 BBD circuit

Dezember 7, 2020

Der Zwillingsbruder meines Lieblings-Eimerketten-Echogeräts:

Roland DC-30/Boss DM-300, jeweils mit „newly developed 4096-stage audio delay circuit“ für bis zu 600ms langen, analogen Verzögerungszeiten.

Jetzt bewundere ich meinen Echofreund als Orgelpartner im Air-Video und höre vermutlich im Anschluß das gesamte „Moon Safari“ Album von 1998 durch 🙂

Baltikum, Provinz Antalya, Schwarzwald

Dezember 5, 2020

Zum morgigen Nikolaustag zwei schöne Bilder aus dem Fundus der @sovietvisuals:

Tag und Nacht im Batikum 1978. Das erste Foto, „Flight“ von Virgilijus Sonta, steht für die Schönheit des Sommers, alltäglichen Futurismus, sowie die immense Freude und Freiheit beim Wasserspringen.
Auch wenn utopisch, so würde ich bei der nächsten Litauen-reise leidenschaftlich gerne genau dieses Schwimmbad auffinden wollen.
Der Lada vor dem Hotel „Viru“ in Tallinn erinnert mich nicht nur angenehm an mein erstes Auto (aus eben dieser Lada-Baureihe, ein sandfarbener unverwüstlicher Kombi mit einem Lenkrad in Bassdrum-Größe), mir gefällt vor allem die Aufgeräumtheit der Straße – eindeutig eine Aufgabe für die Zukunft – und die sternhaften Lichtpunkte, dank denen ich dem Bild tatsächlich auch etwas Vorweihnachtliches abgewinnen kann.
Unter den IG Kommentaren findet man schließlich noch ein erstaunliches Kofferwort „microcrete“:
>>it [the hotel] had a floor devoted to KGB agents spying on its guests. The hotel had so many bugs that locals joked it was made of „microcrete,“ half concrete, half microphone.<<

Auch mir scheint ein Nachfahre des Bischofs von Myra schöne Post geschickt zu haben: zum einen – via Oli Leicht -das grandiose Filmdokument „Jazzin‘ the Black Forest“ über die Geschichte des MPS-Labels in Villingen-Schwenningen, zum anderen die aktuelle Ausgabe des Offbeat-Magazins vom Percussion Creativ Verein (auch aus dem Schwarzwald…) mit einer weiteren tollen Rezension meines Echodrums Buchs:

in the end you have to be able to speak to people with the drums

Dezember 1, 2020

In der Arte Mediathek läuft noch bis zum 21.12.20 die sehenswerte Doku „Drum Stories„. Sie endet mit dem schönen Satz:
>>Die Trommel erzählt Geschichten ohne Worte. Wir verstehen sie, selbst dann, wenn uns der andere fremd ist. Sie zieht uns körperlich und emotional in den Bann, intuitiv und irrtumslos.
Das kann nur die Trommel!<<

Auch von Manu Katché schreibe ich einen Ausspruch ab. Schlagzeugspielen ist für ihn: >>Technique, intuition and a feeling like a 14 year old.<<

Vor allem aber entdecke ich Wojtek Blecharz und sein super spannendes „Manifesto for Orchestra“ – nenne es „klassischen Jam“, Wimmelbild oder die perkussive Kollektivimpro mit dem Publikum…
… die sich irgendwann bei 120bpm findet:

31.12.1987

September 30, 2020

Hier das zweistündige Silvesterkonzert des Prinzen, das anlässlich der „Sign O‘ The Times“ Reissue auf YouTube gepackt wurde.
Inklusive einer für Corona-Zeiten selbstverständlichen Masken-Performance, einem Sheila E. Schlagzeugsolo mit (ordentlich effektierter Snaredrum), dem legendären Miles Davis Jam und vielen Überraschungen mehr.

Schade, dass die DJ-Sets der Aftershowparty dieser Aktion noch nicht im Netz zu finden ist. Denn dort legten u.a. Moodymann, DJ Spinna und Natasha Diggs auf.

rasend durch die erste Episode der e-Drum-Doku

September 29, 2020

Auch wenn das bloße Recherchieren im Netz einige Gefahren mit sich bringt, so freue ich mich doch immer wieder, wenn neue Puzzleteile gefunden und öffentlich gemacht werden.
Wie zum Beispiel in der auf drei Teile angelegten Youtube-Doku „History of Electronic Drums“ von Justin Greenawalt. Dort entdecke ich in der halbstündigen „Episode 1 (1960-1983)“ die Randnotiz, dass Dave Simmons in seiner Hochphase sogar Geld übrig hatte, ein Rennteam zu unterstützen. Eine Info, die mit dem Piuu-Sound rein gar nichts zu tun hat, mich als Motorsport-Ignorant auch inhaltlich nicht abholt, die dafür wiedermal den Weg zu Wolfgang Stoelzles „Simmons Museum“ vorbereitet, wo mich dann die schicke Fotografien (wie die obige) erfreuen.

Die Doku selbst finde ich teilweise etwas überkomprimiert – vor allem gegen Ende wären mir weniger Details zugunsten eines entspannteren Vortrags lieber gewesen – dennoch empfehle ich sie für einen spannenden und teilweise kuriosen Überblick über die erste Phase des elektrifizierten Schlagzeugs:

We dedicate this album to acoustic and electric woman and man alike

September 21, 2020

Das Cover des „Electric Ladyland“ Album hat nicht nur für kontroverse Diskussionen gesorgt, Jimi Hendrix hätte anstelle der neunzehn nackten Frauen auch viel lieber die Fotos von Linda (McCartney) verwendet, auf denen die Bandmitglieder und ein paar Kinder auf der Alice in Wonderland-Statue im New Yorker Central Park gemütlich herumhängen.
Auch die Widmung des Albums – die ich in der sehenswerten 2013er Doku „Hear my Train A Coming“ eben auf Arte entdeckte – wurde zunächst nicht mitgedruckt.

Dabei ist die doch großartig:
>>We dedicate this album to acoustic and electric woman and man alike, and to the girl at or from or with the button store, and Arizona, and Bil of some English town in England, and well, EVERYBODY.<<

Hätte auch hervorragend als Schlusspunkt zum Echodrums Buch gepasst…