Archive for the ‘watch!’ Category

muffig?

Dezember 4, 2019

Nicht nur Effektmacher, sondern auch ’ne Art Mitbewohner.
Doch mein Ibanez GE10 will weiterziehen…

Im Hintergrund läuft dazu das 81er Rockpalast Konzert von Black Uhuru, bei dem Sly Dunbars Drumset gerne durch das ein oder andere analoge Echogerät geschickt wird (und die Effekte angenehm, muffig weich, erklingen, als ob im Equalizer die Höhe herausgezogen wären…)

learn to play the song!

November 23, 2019

Taylor Hawkins erzählt seine Geschichte, seinen Rahmen und klärt über die Rolle des Trommlers in einer Band auf, dropt hier und da ein paar schlaue Dinge in puncto „drum basics„, und demonstriert aber vor allem ein sensationelles Tempogefühl bei all den erinnerten Groove-Meilensteinen und Besonderheiten seiner Helden.
Eine schöne Dreiviertelstunde:

Schön, dass Youtube diese Masterclass für mich verlängert, in dem es mir mit dem Alanisse Morissette New Pop Konzert aus dem Jahr 1995 eine weitere Nostalgie-Stunde beschert. Bei diesem Gig hatte ich Taylor Hawkins erstmals wahrgenommen und bestaunt, die Videoaufnahme mehrfach zurückgespult. Was für ein funky Energiebündel! Rock at its best…

Alles klar – ich stell‘ mir wieder ein China-Becken hin!

Das grüne Tamburin

Oktober 31, 2019

Habe gerade einen amerikanischen Number-One-Hit aus dem Jahr 1967 endeckt, in dessen Refrain ein Bandecho-Effekt bzw. ein mittels Dub-Kunstgriff freigestellter Textausschnitt zum Signet wird.
>>Another hook is the heavy, psychedelic tape echo applied to the word „play“ in each chorus and at the end, fading into a drumroll („Listen while I play play play play play play play my green tambourine“). The echo is noticeably different in the mono and stereo mixes.<< (Wikipedia)

Das erstaunliche an diesem Fund ist, dass ich ihn dank Autowerbung und Fernsehschauen entdeckt habe, zwei Aktionen, die mich überhaupt nicht interessieren und in meinem Alttag eigentlich schon lange Zeit nicht mehr vorkommen. Und eigentlich wollte ich über Karl den Kojoten schreiben…

Einen Bezug zwischen Bandschleife und dem immergleichen Ausgang der Roadrunner-Kurzfilme herzustellen, läge auf der Hand, aber meine Erkenntnis-Verkettung verlief dann doch anders:
Im letzten Sommerurlaub hat mir Levi den Kojoten aus dem Hotel-TV vorgestellt und er wurde unser heimliche Held. Nicht nur dass ich dabei immer wieder lachen musste, mir gefiel das absurde Setting, die Ausdauer des Kojoten, vor allem die Erkenntnis, dass die übertriebene Slapstick-Gewalt keine Wunden hinterlässt.
Und in der letzten Woche sind mir die zwei Comic-Figuren wieder begegnet, beide Male beim Lesen, sowohl in Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ als auch in Friedemann Karigs Dschungelbuch (auf Seite 336):

Als ich vorhin beim Frühstück etwas tiefer in die Zeichentrick-Figuren von Chuck Jones eintauchen wollte, blieb ich bei jenem Auto-Manager hängen, der ebenfalls mit seinen Kindern den Road Runner durch das Bild rasen sah und daraufhin – offensichtlich ebenfalls begeistert – dem nächsten Plymouth Muscle Car nicht nur diesen Namen und das Comic-Konterfei, sondern auch dessen „Beep Beep“ Erkennungsmerkmal (als Hupe) spendierte. Und da ich mich in einer anderen Zeit selbst mal für amerikanische Straßenkreuzer (vor allem wegen der durchgehenden Sitzbank und ihrer roten Blinker) interessierte, habe ich direkt neugierig dieses Auto gegoogelt und folgende Werbespots (inklusive des Lemon Pipers „Green Tambourine“ Songs) entdeckt:


Abseits aller Nostalgie, jetzt die Möglichkeit der Zweitverwertung:
Des Roadrunners „Meep Meep“ impliziert einen Groove und wird auf jeden Fall als Beatsample gecheckt und die von Friedemann erwähnten 9 Minuten 13 lassen sich durchaus als hörspielartige Klangtapete verwenden.

 

Breakfast with Elvin and Vinnie

September 8, 2019

>>The first thing in the morning, when we turn on our radios to make our breakfasts, I would like to hear something beautiful come over the airways and I think we can be stimulated by something artistic.<<
Elvin Jones in der „Different Drummer“ Doku aus dem Jahr 1979 (ab ca. 16.55′)

Kein Zufall also, dass 40 Jahre später Vinnie Colaiuta seine aktuelle Podcastreihe „Breakfast with Vinnie“ betitelt.

elektrisch trommeln, Motorik, Transienten

August 19, 2019

Gestern habe ich im Park das Taschenlehrbuch „The Art of eDrumming“ in einem Rutsch durchgelesen, ein  mit 41 anschaulich illustrierten Tutorials gut erklärendes Nachschlagewerk und Workbook. Es is für £19.99 direkt beim Autor Sebastian „Bid“ Beresford bestellbar.
(Rezi folgt)
Dort habe ich auch die Geschichte des dänischen Trommler Felix Visser erfahren, der 1967 eine Acetone Rhythmusmaschine umgebaut hat, um deren Klänge mit den Händen trommeln zu können.

Mockups Design

Am Abend spielte mir der Zufall dann einen Link zu Arte Doku über Klaus Dinger zu. „Klaus Dinger, Urvater des Techno“ läuft jetzt zum Frühstück.
Da Motorik nicht nur diesen Rhythmus beschreibt

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sondern generell für die Bewegungskunst steht, kann ich mir folgende Randbemerkung nicht verkneifen: neulich erfuhr ich nämlich einen kleinen Quantensprung auf der öffentlichen Slackline, als ich realisierte, dass ich deutlich länger stehen bleibe, sobald ich einen Groove singe und passend mitwippe 🙂

Schließlich wollte ich noch das Eventide PlugIn „Punctuate“ auf den Notizzettel schreiben, diesen vielversprechender „multi-band transient modulator“.

 

Die Säulen der Betrachtung

März 5, 2019

Schön mal wieder was von Hans Nieswandt zu lesen. Er schreibt im Essay „Die Säulen der Betrachtung“ über Punk-Fotografie als Mittel modischer Orientierung.

Im direkten Anschluss an die Lektüre richte ich mir einen Link-Tree für Instagram ein – auch mit fünf Säulen…

 

die perfekte Balance aus grau und bunt

Februar 15, 2019

… zudem eine schön Erinnerung an diverse Touren durch die Ukraine – freue mich mich auf Johann Diehls Ausstellung in der Galerie Wilma Troisdorf.

(Opening today! 15.02. 19-21h)

Horodenka-I-2013

vom Sechseck zum Raum

Dezember 13, 2018

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Da sollten doch die Herzen eines jeden Simmons-Fans, aller Dub-Begeisterten, Kunstmenschen und so mancher Literaturfreunde schneller schlagen:

Vasarelys Hat Leg (1971/72)
(noch bis zum 13.1.2019 im Frankfurter Städel Museum zu bestaunen)

Eine ganz andere Art des Raumgewinn praktizierte Dembélé beim beim Fussballspiel von Barcelona gegen Tottenham, wie taz-Autor Florian Haupt schön mehr als anschaulich zusammenfasst:

>>Pünktlichkeit ist sein Kardinalproblem; dahinter sollen nächtliche Zockerorgien mit den Kumpels an der Playstation stecken. Ob er dort auch ausprobiert, was er dann auf dem Platz aufführt?
Denkbar wäre es, denn das Tor, das er am Dienstag in der Champions League zur Führung gegen Tottenham Hotspur erzielte (Endstand 1:1), hatte man von einem real existierenden Menschen so noch nicht gesehen. Dembélé zog am eigenen Strafraum den Sprint zum Pressing an, eroberte an der Mittellinie den Ball gegen Kyle Walker-Peters, den er mit einer weiteren Beschleunigung auf dem Weg zum Strafraum abhängte. Dort angekommen, stoppte er von 100 auf 0, als würde er kurz den Finger vom Joystick nehmen, und vermied die abenteuerliche Sprunggrätsche des ­herangestürmten Winks, indem er durch eine trockene Finte den Ball auf den anderen Fuß legte. Mit diesem verwandelte er dann aus derselben Bewegung heraus.
Die Sequenz in Zahlen: 13 Sekunden, 7 Ballkontakte, 87,7 zurückgelegte Meter (davon 33,0 bis zur Balleroberung).<<

über die Bockenheimerlandstraß mit der Akten-Dasch!

November 14, 2018

Anknüpfend an das ungehörte Fill-In, hier das komplette Gegenteil: ein kleines Solo aus Backnang, neulich mit Fola Dada:

Den Schnippsel habe ich aus diesem Video herausgeschnitten.

Visual Comedian

Oktober 17, 2018

Hach, wieder mal ein guter Grund Snaredrum Rudiments zu üben: ein Hoch auf den Wirbel, die erstaunliche Wirkung gleichzeitiger Akzente und die Kunst der motivischen Wiederholung!

3x George Carl & circus drumming galore!

Irgendwie auch ein Post für Hellmut: da Hosenträger und Tuschs…