Archive for the ‘watch!’ Category

Homeschooling

März 16, 2020

Keine Ferien, dennoch alle zu Hause. Das ist neu und schön, erfordert aber auch Arbeitspläne für uns drei.
Ich denke als allererstes über die Sekundarstufe I nach.
Vielleicht mit Bio und Ernährungslehre starten („gesundes Frühstück“)? Von dort mittels Kurkuma Rhizom direkt in die Kunst: Denn da mein Selbstversuch, der Fleck auf dem linken Daumen, trotz vorbildlichem Händewaschen seit zwei Tagen hält, lassen sich mit Gelbwurtz bestimmt auch schöne Bilder malen.
Anschließend eine Partie Schach anstatt Mathe.
Musik und Englisch werden durch die Text-Transkribtion eines Lieblingssongs mitteinander verknüpft. Der Elbow-Track aus Stuttgart eignet sich als Testballon.

Und da frühlingshaftes Bombenwetter, ab nach draußen, Sport.
Bei uns steht auf dem Zettel:
Konzentrations-Tischtennis (laaaang andauernde Ballwechsel), Oldschool-Parkour (Verstecken) und der EZB Skatepark.

OK, dann zu meinen Aufgaben. Ich beginne mit schönem Knöfchendrehen auf dem neuen Alexander Echo-Hall-Pedal.

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Gefolgt von den notwendigen Überlegungen: zum Beispiel übers zukünftige Geldverdienen. Während Gary Novak seinen Schlitten verkaufen will, schaue ich mich mal im Trommelkeller und in der Effektablage um…

Zum schönen Abschluß möchte ich noch meinen Studierenden, all den Schlagzeuglehrern und Übewilligen verkünden, dass die beiden großen deutschen Video-Lehr-Häuser ihre Archive öffnen und einen Großteil daraus umsonst zur Verfügung stellen werden:
Dirk Erchingers Drumtrainer und Online-Lessons TV von Florian Alexandru-Zorn.

the breakbeat

März 9, 2020

>>The breakbeat is that part that you look for in a record, that lets your godself just get wow.
Then, as soon as that breakbeat leaves, you’re sayin‘ like: oha, it’s only a minute, it’s only 30 seconds? And all you wanna hear’s some more.
So that’s where the hip hop DJs came in and start making that beat, that breakbeat, that stripped down funk stand longer and longer for you could just get crazier and crazier and crazier on the dancefloor<<
Afrika Bambaataa in Scratch (2001) (bei 5.45′)

Heute:

März 8, 2020

1. Schöne McCoy Tyner Platten Auflegen: Robert Lochmann legt im FB schon mal diese Rakete vor:

2. Mit Q-Berts „Wave Twisters“  das erste Turntablism-based Musical schauen (und in all die andern DJ-Tipps von Tobi reinhören). OK, und auch die Scratch DJ Doku von 2001 gleich hinterher.

3. Weiter im sprachschönen „Fallensteller“ Erzählband lesen und anschließend vielleicht die gute Idee in puncto Gesichtsschutz parat haben?

4. Das Foto von Schlappes Reisewasserkocher an Moritz und Pat mailen und seinen Link zum Looperwerk befolgen.

5. Andrea beim Halbmarathon zujubeln!!!

6. Den smarten Truetone/Visual Sound Time-Bandit Neuerwerb auf Herz und Nieren prüfen, denn er verspricht, externe Tap-Tempo-Buchsen dank eines an ihm angelegten Pulssignals (z.B. ein mitlaufender Clicktrack oder einzelne e-Pad Schläge) zu synchronisieren.

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7. Ein bisschen von der Black Beauty träumen und Kenny Aronoff auf den Zettel schreiben.

8. Internationaler Frauentag:
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Ultimate History of Tape Echo

Februar 9, 2020

STICKStoff – ein wesentlicher Baustein wird fehlen!

Januar 7, 2020

Eigentlich bin ich im Urlaub: Der Computer in der untersten Schublade, Social Media nur ab und zu, mit einem Auge. Wenn ich dabei aber lesen muss, dass das STICKS Magazin ab dem 01.01.2020 klammheimlich eingestellt wurde – obwohl ich doch erst neulich, wie gewohnt am 29.12.19, die Rechnung für die Aboverlängerung bekommen und beglichen habe, dann rattern die Gefühle anstelle angenehmer Einschlaffantasien und schließlich muss dann doch der Rechner herausgezogen werden, um das Leid zu teilen.

Sticks-Ade

Ich find’s jammerschade!
Habe die Schreibe und andauernde Neugierde von Axel Mikolajzcak und Tom Schäfer wirklich geliebt und als wichtige Position im deutschen Schlagzeugjournalismus geschätzt, den Testeifer von Ralf Mikolajzcak, sowie das Transkriptionsvermögen von Diethard Stein stets bewundert, wie auch die Qualität des Haus & Hof Fotografen Dieter Stork. Hatte mich – als d&p Leser seit 1984 – riesig über ein weiteres Drummag gefreut. Diversität, hurra! Zwei verschiedene Seiten, unterschiedlich Stärken. Deshalb auch nie entweder oder, sondern immer beide! Bis heute…
Und wie gerne – jetzt doch noch ein Traum – wäre ich nochmals selbst interviewt worden. Dieses Jahr zum Beispiel, wenn mein neues „Echodrums“ Buch herauskommen wird. Mich mit einem bestens informierten Axel oder Tom darüber unterhalten, mich auf deren kluge Fragen und Zusammenhänge einlassen, dabei selbst wieder weiterkommen, mich schließlich über eine kunstvoll formulierte Außenansicht freuen – vielleicht ein bisschen rot werden, stolz sein…

Anyway – jetzt ist es offenbar anders gelaufen, daran kann ich nicht viel ändern, außer dem Verlag gründlich meinen Unmut zu stecken und hier ein schönes Loblieb auf das gedruckte Vermächtnis des STICKS Magazins zu jammen (lieber MM-Musik-Media-Verlag: online ist ja schön und gut, aber das können doch andere schon sehr gut, wohingegen das papierhafte Gegenstück immer dünner wird!):
Wenn ich mich chronologisch zurückerinnern, dann habe ich ganz klar die Nr.1 vor Augen, als nächstes die Ausgabe mit Flo Dauner. Mega spannend waren dann all die Jahre, in denen Sven Kacirek seinen „Modern Grooves“ Workshop geschrieben hatte (darunter auch die im Comic-Stil gestaltete Ausgabe) oder die fundierten Gastbeiträge von Wolfgang Stoelzle – die habe ich auch alle herausgeschnitten und aufbewahrt. Wie auch die Hefte, in denen ich selbst zu Wort kam (ein Interview mit Bruno Kassel 6/2003, eins mit Tom Schäfer, „Oli Rubow und das Phänomen akustischer Elektrobeats“ 03/2008), Wohltuendes über mich lesen durfte (wie beispielsweise in Toms Special „Modern Beats – Die neue Drummer-Generation“ 3/2004 oder einige liebevolle Rezensionen) bzw. in denen man mich sogar meine Konzepte in einer beigelegten DVD ausplaudern und vortrommeln ließ (tatsächlich mein einziges Lehrvideo auf einem Silberling, 45 Minuten, winterlich erkältet).

Das Lob der STICKS hat mir ganz bestimmt die ein oder andere Tür geöffnet! Die drumherum-Gespräche (mit seinen Autoren) immer wieder eins a Input geliefert!
Ich sage laut Danke! für alles Gute und lese mir, der angenehmen Gedanken halber, nochmals meine Assoziationskette durch, die ich anlässlich der 300. Ausgabe aufgeschrieben habe, sowie deren Manifest zum 30 jährigen Jubiläum durch.
Und hoffe dabei insgeheim, dass ich einer Falschmeldung aufgesessen bin…

PS. ein sang- und klangloser Abschied ist doch immer komisch – ich fände eine Abschiedsausgabe sowohl angemessen und stimmig, liebe Ebner Media Group.

good!

Januar 4, 2020

Zwei Tipps, einfach so:

Von Ulf Kleiners damaliger Klavierlehrerin: Vor dem Auftritt die Unterarme unter kaltes Wasser halten! Quasi, Mini-Kneipp. Wurde in Hamburg ausprobiert und beibehalten!

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Stefan Sagmeisters Lieblingsvideo von David Shrigley („Good Song“ von Blur.)

muffig?

Dezember 4, 2019

Nicht nur Effektmacher, sondern auch ’ne Art Mitbewohner.
Doch mein Ibanez GE10 will weiterziehen…

Im Hintergrund läuft dazu das 81er Rockpalast Konzert von Black Uhuru, bei dem Sly Dunbars Drumset gerne durch das ein oder andere analoge Echogerät geschickt wird (und die Effekte angenehm, muffig weich, erklingen, als ob im Equalizer die Höhe herausgezogen wären…)

learn to play the song!

November 23, 2019

Taylor Hawkins erzählt seine Geschichte, seinen Rahmen und klärt über die Rolle des Trommlers in einer Band auf, dropt hier und da ein paar schlaue Dinge in puncto „drum basics„, und demonstriert aber vor allem ein sensationelles Tempogefühl bei all den erinnerten Groove-Meilensteinen und Besonderheiten seiner Helden.
Eine schöne Dreiviertelstunde:

Schön, dass Youtube diese Masterclass für mich verlängert, in dem es mir mit dem Alanisse Morissette New Pop Konzert aus dem Jahr 1995 eine weitere Nostalgie-Stunde beschert. Bei diesem Gig hatte ich Taylor Hawkins erstmals wahrgenommen und bestaunt, die Videoaufnahme mehrfach zurückgespult. Was für ein funky Energiebündel! Rock at its best…

Alles klar – ich stell‘ mir wieder ein China-Becken hin!

Das grüne Tamburin

Oktober 31, 2019

Habe gerade einen amerikanischen Number-One-Hit aus dem Jahr 1967 endeckt, in dessen Refrain ein Bandecho-Effekt bzw. ein mittels Dub-Kunstgriff freigestellter Textausschnitt zum Signet wird.
>>Another hook is the heavy, psychedelic tape echo applied to the word „play“ in each chorus and at the end, fading into a drumroll („Listen while I play play play play play play play my green tambourine“). The echo is noticeably different in the mono and stereo mixes.<< (Wikipedia)

Das erstaunliche an diesem Fund ist, dass ich ihn dank Autowerbung und Fernsehschauen entdeckt habe, zwei Aktionen, die mich überhaupt nicht interessieren und in meinem Alttag eigentlich schon lange Zeit nicht mehr vorkommen. Und eigentlich wollte ich über Karl den Kojoten schreiben…

Einen Bezug zwischen Bandschleife und dem immergleichen Ausgang der Roadrunner-Kurzfilme herzustellen, läge auf der Hand, aber meine Erkenntnis-Verkettung verlief dann doch anders:
Im letzten Sommerurlaub hat mir Levi den Kojoten aus dem Hotel-TV vorgestellt und er wurde unser heimliche Held. Nicht nur dass ich dabei immer wieder lachen musste, mir gefiel das absurde Setting, die Ausdauer des Kojoten, vor allem die Erkenntnis, dass die übertriebene Slapstick-Gewalt keine Wunden hinterlässt.
Und in der letzten Woche sind mir die zwei Comic-Figuren wieder begegnet, beide Male beim Lesen, sowohl in Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ als auch in Friedemann Karigs Dschungelbuch (auf Seite 336):

Als ich vorhin beim Frühstück etwas tiefer in die Zeichentrick-Figuren von Chuck Jones eintauchen wollte, blieb ich bei jenem Auto-Manager hängen, der ebenfalls mit seinen Kindern den Road Runner durch das Bild rasen sah und daraufhin – offensichtlich ebenfalls begeistert – dem nächsten Plymouth Muscle Car nicht nur diesen Namen und das Comic-Konterfei, sondern auch dessen „Beep Beep“ Erkennungsmerkmal (als Hupe) spendierte. Und da ich mich in einer anderen Zeit selbst mal für amerikanische Straßenkreuzer (vor allem wegen der durchgehenden Sitzbank und ihrer roten Blinker) interessierte, habe ich direkt neugierig dieses Auto gegoogelt und folgende Werbespots (inklusive des Lemon Pipers „Green Tambourine“ Songs) entdeckt:


Abseits aller Nostalgie, jetzt die Möglichkeit der Zweitverwertung:
Des Roadrunners „Meep Meep“ impliziert einen Groove und wird auf jeden Fall als Beatsample gecheckt und die von Friedemann erwähnten 9 Minuten 13 lassen sich durchaus als hörspielartige Klangtapete verwenden.

 

Breakfast with Elvin and Vinnie

September 8, 2019

>>The first thing in the morning, when we turn on our radios to make our breakfasts, I would like to hear something beautiful come over the airways and I think we can be stimulated by something artistic.<<
Elvin Jones in der „Different Drummer“ Doku aus dem Jahr 1979 (ab ca. 16.55′)

Kein Zufall also, dass 40 Jahre später Vinnie Colaiuta seine aktuelle Podcastreihe „Breakfast with Vinnie“ betitelt.