Archive for the ‘Read!’ Category

sidechaining…

September 16, 2019

Mike Dalitot: „I’m confident the history of music can be divided into ‚before sidechain compression‘ and ‚after sidechain compression‘. I think sidechaining is a perfect mirror image of what’s going on in society right now. It’s an analogy to a society of market criers. A struggle for survival of sounds. […]“

Stefan Goldmann: „Just like Facebook posts.“

Mike Dalitot: „Me! Me! Me! […] Sound design once freed you from thinking about harmonic relations, now sidechaining further frees you from arranging elements spectrally. Instead, a hierachy is established in which the kick drum is God. […]
This kind of sidechaining was theoretically possible sixty years ago. And it’s interessting that it became prevalent only now.

Stefan GoldmannPresets – Shortcuts to Sound“ (2015, The Bookworm, Seite 89)

Presets---Digital-Shortcuts-To-Sound

slow traffic

September 14, 2019

Passend zur IAA Sternfahrt, setzt sich Bennie Maupin aufs Rad und bläst für die gute Sache in sein Horn… #aussteigen

… und Arno Frank schreibt mit seiner „Geschichte des SUV – Design und Darwinismus“ eine amüsant-bittere Mini-Novelle über die Gallionsfigur der Gegner.

Preset – Abkürzung oder Ausgangspunkt?

September 11, 2019

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Habe Stefan Goldmanns „Preset“ Buch im Regal wiederentdeckt und bin jetzt richtig eingestiegen. Besonders gut gefällt mir gerade das Gespräch mit dem (studierten Drummer und) Sounddesigner Mike Daliot.

Dann habe ich noch die wirklich empfehlenswerte „Trojan presents Dub“ Compilation entdeckt, deren Track „Time is Cold“ gut ans Preset Thema anknüpft, als er durchaus für eine exotische Version von „A Love Supreme“ gehalten werden könnte…

Kintsugi

September 10, 2019

In der Shortlist des aspekte-Literaturpreises entdecke ich Friedemann Karig (hey, das freut mich), den schönen Buchtitel „Levi“ (finde ich natürlich auch toll!), aber was ich jetzt abschreibe entstammt dem Klappentext zu Miku Sophie Kühmels Roman „Kintsugi“:

>>Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, zerbrochenes Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten.<<

Wunderbarer Ansatz.

the Elvin Jones of rock music

August 28, 2019

Zwei Soziale-Medien-Fundstücke:
Anlässlich des 73. Geburtstages von Keith Moon schreibt Todd Sucherman in Facebook einen leidenschaftlichen, langen Beitrag über diese „unique personality“.

An anderer Stelle entdecke ich dieses Schaubild über die Auswirkung der Mikrofonhalterung und denke mir, dass ich doch öfters mal aktiv meine Hand als EQ meines Echodrums-FX-Mics einsetzen sollte…

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Schließlich noch eine Lebenshilfe von der Titanic (aus dem Buch „Vom Fachmann für Kenner„), ein Tipp von Pat Appleton und somit optimal geeignet, denn ich stehe kurz vor der Abfahrt nach Kassel (DePhazz im Kulturzelt), Ulf wartet schon mit dem Moped…

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das Einschlafen bis zur allerletzten Sekunde hinauszögern

August 26, 2019

Michel Houellebecq schreibt im „Serotonin“ Roman auf Seite 160 von
>> jenen seltenen Augenblicken […], die nur dann eintreten, wenn man sehr friedlich und glücklich ist, in denen man das Einschlafen bis zur allerletzten Sekunde hinauszögert, obwohl man weiß, dass der darauffolgende Schlaf tief, köstlich und erholsam sein wird.<<

Ähnlich wunderbar – und klares Argument für langwierige, strapazierende Konzertreisen ins Ausland  – ist es, direkt nach dem Soundcheck mit gerade mal zehn Schritten Anlauf ins Meer hüpfen zu können, dort augenblicklich jeglichen Ballast verliert, weshalb man wenig später höchsterfreut die Band in den Sonnenuntergang einzählen wird.

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Aber hey, der Wochenstart im Grüneburgpark ist auch nicht schlecht.
Im Hintergrund läuft übrigens das neue D’Sound Album „Unicorn“  (VÖ 06.09.) in Dauerschleife.

elektrisch trommeln, Motorik, Transienten

August 19, 2019

Gestern habe ich im Park das Taschenlehrbuch „The Art of eDrumming“ in einem Rutsch durchgelesen, ein  mit 41 anschaulich illustrierten Tutorials gut erklärendes Nachschlagewerk und Workbook. Es is für £19.99 direkt beim Autor Sebastian „Bid“ Beresford bestellbar.
(Rezi folgt)
Dort habe ich auch die Geschichte des dänischen Trommler Felix Visser erfahren, der 1967 eine Acetone Rhythmusmaschine umgebaut hat, um deren Klänge mit den Händen trommeln zu können.

Mockups Design

Am Abend spielte mir der Zufall dann einen Link zu Arte Doku über Klaus Dinger zu. „Klaus Dinger, Urvater des Techno“ läuft jetzt zum Frühstück.
Da Motorik nicht nur diesen Rhythmus beschreibt

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sondern generell für die Bewegungskunst steht, kann ich mir folgende Randbemerkung nicht verkneifen: neulich erfuhr ich nämlich einen kleinen Quantensprung auf der öffentlichen Slackline, als ich realisierte, dass ich deutlich länger stehen bleibe, sobald ich einen Groove singe und passend mitwippe 🙂

Schließlich wollte ich noch das Eventide PlugIn „Punctuate“ auf den Notizzettel schreiben, diesen vielversprechender „multi-band transient modulator“.

 

Bewegung

Juli 24, 2019

Schönes Bernstein Zitat aus der Urlaubslektüre (Nino Harattischwili „Das achte Leben“, Seite 96), das mir als zielgerichtetem, Visions-freudigem Trommler angenehm den Kopf verdreht und wieder mal bestätigt, dass es vor allem um den Moment geht…

>>Das Ziel ist mir nichts, die Bewegung ist alles.<<

Sprich: trotz Schulter wird gleich mal von der Wasserschirampe in den See gespickt…

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Liebe Gabi, es hat über 30 Grad

Juni 26, 2019

Super Sommer: ich fächere mir mit Macis „Eiscafé Europa“ Luft zu, probiere vielleicht mal einen Espresso Tonic und höre türkischen Disco-Folk aus den Achtzigern:

Der Videotipp kommt aus Hans Nieswandts FB-Umfeld. Im dortigen Post werden noch weitere Perlen verlinkt, wie beispielsweise diese sehenswürdige Duo Performance von Derdiyoklar Ikilisi:

Snaresound und Sinnestäuschungen

Juni 25, 2019

Mal wieder viel zum Thema Snare-Sound gelernt:

 

 

 

1. Die Problematik der zu aufdringlichen Sidesnare umgehe ich innerdeutsch gerne mal mit der – zack – in den Koffer gesteckten, präpierten 8″ Mini-Schnarre. Bei Auslandsreisen dürfen aus Gewichtsgründen jedoch nur ein paar Big Fat Snare Drum Auflagen mit. Ist die tief gestimmte und belegte Trommel dennoch zu laut, hilft ein fettes Gewicht auf dem Schlagfell. (Simon Phillips‘ Farbeimer in der Kick ist in puncto extra Masse bekannt, aber auch schon Flo Dauner hatte beim F4 Unplugged einen Ziegelstein auf der Snare). Dass es beim Jazzanova Gig in Vilnius vor Ort ein 2,5 Kilo Hantelgewicht gab, war der perfekte Zufall.
2. Endorsement bezogene Wünsche werden ab und an kreativ gelöst.
3. Der Garderobengang beim Tauron Festival machte aus einem bloßen Handklatscher ein fertig produziertes Sample, mit Hall und Pitch-Delay:

Das reiseintensive Wochenende wurde noch von weiteren angenehmen Sinnestäuschungen geprägt:
Kraftwerk in 3D, der längste Tag des Jahres (inklusive Morgendämmerung am Timmendorferstrand gegen drei Uhr früh), sowie wunderbar hochfrequente Instrumente in Marylin Mazurs Setup.

 

 

 

PS. die Sendetermine des Jazz Baltica Festivals gibt es hier einzusehen…
PPS. … ein gutes Foto aus dem Brazzi Studio, hier. Andere schöne vom Tauron Festival: dort.

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PPPS. und in der STICKS Ausgabe 07/08-2019 wird das Thema Snaredrum Sounddesign von Ralf Mikolajzcak weitergeführt.