Archive for the ‘Read!’ Category

super tolle Schlagzeuger Alben

Juli 13, 2021

Sowohl für meine Studierenden an der Frankfurter HfMDK als auch für Dich, hier eine sehr persönliche DIN A4 Seite voller toller Schlagzeuger-Alben.
Für den Überblick, zum Reinschnuppern, als Sprungbrett für Vertiefungen, als Diskussionsgrundlage oder einfach für den Sommer.

Viele Grüße aus A506!

Ahmad Jamal „Live at the Pershing“ (1958, Vernel Fournier)

Tito Puente „Dance Mania“ (1958, Tito Puente)

João Gilberto „Chega de Saudade“ (1959, Milton Banana)

Miles Davis „Kind of Blue“ (1959, Jimmy Cobb)

Oscar Peterson „Night Train“ (1963, Ed Thipgen)

Wayne Shorter „Speak No Evil“ (1966, Elvin Jones)

The Beatles „Revolver“ (1966, Ringo Starr)

Jimi Hendrix „Are you experienced“ (1967, Mitch Mitchell)

Miles Davis „Miles Smiles“ (1967, Tony Williams)

Antônio Carlos Jobim „Wave“ (1967, Bobby Rosengarden, Claudio Slon, Domum Romão)

Buddy Rich „Mercy, Mercy“ (1968, Buddy Rich)

Hitsville USA: The Motown Singles Collection 1959–1971 (Richard “Pistol” Allen, Uriel Jones, Benny Benjamin)

The Rolling Stones Singles 1968-71 (Charlie Watts)

The Very Best of Booker T. & The MGs (Al Jackson Jr.)

The Meters „The Very Best of The Meters’“ (Zigaboo Modeliste)

James Brown „In the Jungle Groove“ (Melvin Parker, Clyde Stubblefield, Jabo Starks)

CAN „Tago Mago“ (1971, Jaki Liebezeit)

Bill Withers „Still Bill“ (1972, James Gadson) 

Airto „Free“ (1970, Airto Moreira)

Ray Barretto „Que Viva La Musica“ (1972, Orestes Vilato, Ray Barretto, John Rodriguez)

Tower of Power „Back to Oakland“ (1974, David Garibaldi)

Herbie Hancock „Thrust“ (1974, Mike Clark)

Billy Cobham „A funky Thide of Sings“ (1975, Billy Cobham)

Bob Marley and The Wailers „Live“ (1975, Carlton Barrett)

King Tubby Meets the Rockers Uptown (1976)

Led Zeppelin „The Song Remains The Same“ (1976, John Bonham)

Steely Dan „Aja“ (1977, Steve Gadd, Bernard Purdie, Jim Keltner, Rick Marotta, Ed Green, Paul Humphries)

Al Di Meola „Casino“ (1978, Steve Gadd)

Weather Report „8:30“ (1979, Peter Erskine)

The Police „Regatta De Blanc“ (1979, Stewart Copeland)

Michael Jackson „Off the Wall“ (1979, John Robinson)

Chic „Dance, Dance, Dance – The best of (Tony Thompson)

Paul Simon „One Trick Pony“ (1980, Steve Gadd)

AC/DC „Back in Black“ (1980, Phil Rudd)

Black Uhuru „Sensemilla“ (1980, Sly Dunbar)

Phil Collins „Face Value“ (1981, Phil Collins)

Missing Persons „Spring Session M“ (1982, Terry Bozzio)

Iron Maiden „The Number of The Beast“ (1982, Clive Burr)

Toto „Toto IV“ (1982, Jeff Porcaro)

David Bowie „Let’s Dance“ (1983, Omar Hakim, Tony Thompson)

Allan Holdsworth „Metal Fatigue“ (1985, Chad Wackerman, Gary Husband, Mac Hine)

Pete Townshend „White City: A Novel“ (1985, Simon Philipps)

John McLaughlin „Adventures in Radioland“ (1986, Danny Gottlieb)

Pat Metheny Group „Still Life (Talking)“ (1987, Paul Wertico)

John Hiatt – Bring The Family (1987, Jim Keltner)

John Scofield „Pick Hits Live“ (1987, Dennis Chambers)

Chick Corea Elektric Band „GRP Super Live in Concert“ (1988, Dave Weckl)

Jeff Beck’s „Guitar Shop“ (1989, Terry Bozzio)

Allan Holdsworth „Secrets“ (1989, Vinnie Colaiuta)

John McLaughlin Trio „Live at Royal Festival Hall“ (1989, Trilok Gurtu)

Blowbeat „Blowbeat“ (1989, Rene Creemers)

Sting „Soul Cages“ (1990, Manu Katche)

Miles Davis „Around the World“ (1988-91, Ricky Wellman)

Red Hot Chilli Peppers „Blood Sugar Sex Magik“ (1991, Chad Smith)

Keith Jarrett „Tribute“ (1991, Jack DeJohnette)

Nirvana  „Nevermind“ (1991, Dave Grohl)

Prince „Diamonds and Pearls“ (1991, Michael Bland)

Screaming Headless Torsos „Screaming Headless Torsos“ (1995, Jojo Mayer)

Brian Blade „Fellowship“ (1998, Brian Blade)

Four Hero „Two Pages“ (1998, Luke Parkhouse)


Tony Allen „Black Voices“ (1999, Tony Allen)


D’Angelo „Voodoo“ (2000, Questlove)

Sigur Rós ‎„( )“ (2002, Orri Páll Dýrason)

John Mayer „Continuum“ (2006, Steve Jordan)

Nik Bärtsch’s Ronin „Stoa“ (2006, Kaspar Rast)

Tool „10000 Days“ (2006, Danney Carey)

Robert Glasper „Black Radio“ (2012, Chris Dave)

Thomas Dybdahl „What’s left is forever“ (2013, Jay Bellerose)

Mehliana „Taming The Dragon“ (2016, Mark Guillana)

Mark Ernestus‘ Ndagga Rhythm Force ‎“Yermande“ (2016)

… don’t forget:
Carlos Vega, Alex Acuna, Hal Blaine, Max Roach, Gene Krupa, Paco Sery, Zach Danziger, Idris Muhammad, 
Steve Ferrone, D.J. Fontana, Neil Peart, Carmine Appice, Duracell, Gary Novak, Milford Graves, Helge Norbakken, 
Keith Carlock, Bill Stewart, Harvey Mason, Ndugu Chancler, Gerry Brown, Earl Palmer, Joe Morello, Bill Bruford, Sterloid and many, many more

Luis Baltes hat netterweise die passende Spotify-Playlist dazu erstellt und ich werfe mit der SongShift-App noch einen passablen Streaming-Platform-Translator ins Rennen.

Und das passende Gegenstück, gleich hinterher:

PS. die Zeichnung ist von Riad Sattouf und dessen „Der Araber von morgen“ (Band 1- 5) wäre mein Sommerbuch-Tipp…Bei Zufriedenheit mal kurz die die Hand heben, ansonsten kommentieren – bin gespannt 🙂

Eure Kinder

Juli 3, 2021

Dieser wohl bekannte, dennoch immer wieder beeindruckende Ausschnitt aus Khalil Gibrans „Der Prophet“ (1923) lässt sich gut auch auf Schüler, Studierende, Wissbegierige anwenden:

>>Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein; denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.<<


Eine Nacht in Cairo

Juli 3, 2021

Soundtrack zur Steuererklärung…
1. Stimulator Jones (2021) mit schickem Artwork

2. Underworld „Second Toughest In the Infants“ (1996 – hey, happy 25th Birthday!)

3. Die Fische „Eine Nacht in Cairo“ (1986) – top Presse-Pic mit zwei Globushälften als Kopfschmuck

4. Mad Professor „40 Years of Dub“ (1980-2020)

5. Chico Pinhero „City of Dreams“ (2020)

6. DJ Thomillas Red Dog Tribute (feine 90s Rap- und R’n’B-Classics)

Und immer wieder, wenn die Zahlenkolonnen und Druckaufträge ermüden, wird passend zur Überschrift in Riad Sattoufs „Der Araber von morgen“ (Band 2) geschmöckert:

I cannot believe it’s true

Juni 26, 2021

Fährt einem bei der Anfahrt zum Gig ein älterer Fiat Regata voraus, so läuft im Kopf „Police„, landet man wenig später überraschender Weise auf der Landstraße 303, dann hüpft der Schrittmacher des elektronischen Musikers vor Freude, stellt sich der Auftrittsort schließlich als Open-Air im Hofgarten heraus, dann jubelt auch der organische Trommler in mir.
Und letztlich: Musikmachen vor echten Menschen, hell yeah!
Das war eine äußerst angenehme Wiederaufnahme des Wülker „Go“ Fadens!

Von Arne gab es noch die Empfehlung zum Audiobook von Phil Collins „Not Dead Yet“, woraufhin ich mich bei Rückfahrt direkt durchs Solo-Ouevre des großartigen Drummers gehört habe.
Selbstverständlich mit Nostalgiewelle, aber auch neu entdeckten musikalische Facetten, wie beispielsweise:
– viele Beats, die (teilweise programmiert) ganz/fast ohne Beckenklänge auskommen: „In the Air tonight“, „Like China“, „Do you Care?“, „Don’t loose my number“. 
Die Höhen kommen dann meist vom e-Shaker, steigernde Energie entsteht oft dank Tom-Overdubs.
– der „I don’t care anymore“ Opener dessen Snare/Tom-Phrase trocken beginnt und zur Steigerung einfach immer stärker effektiert wird
– Echodrums bei „Hand in Hand
– ein zitiertes „Tonight“ Tom-Fill in „Thru these Walls“
– immer wieder Brit-Funk („Behind the Lines“, I’m not moving“, „I cannot believe it’s true“)

Jetzt will ich mir noch das Corona bzw. Free Jazz Experiment anhören, bei dem mehrere Hannoveraner Musiker unabgesprochen und ohne einander zu hören gejammt haben.


Sonstige Wochen-Highlights:
Carlton Barrett hinterm Simmons Kit (1987) und dieses Max Frisch-Zitat:

>>Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, dass er hineinschlüpfen kann – nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen.<<

Can you Feel it

Juni 11, 2021

Jetzt wo plötzlich wieder Konzerte mit Publikum im Kalender stehen, muss man sich nicht nur am Instrument, sondern vor allem auch mental vorbereiten.

Dazu nehme ich Hans Nieswandts DJ-Fibel zur Hand.
Ich lese ja leidenschaftlich gern, deswegen wohl ein Buch auch seltenst zweimal – bis auf eben jene kurzweilige DJ Geschichten: „plus minus acht“ habe ich bestimmt schon vier, fünf mal gelesen und mich immer wieder prächtig amüsiert, Tracks mitgehört, immer wieder Neues und für den Moment Passendes entdeckt.
Neulich war ich auf der Beerdigung von Soulphiction, wo selbstverständlich auch „Can you Feel it“ gespielt wurde. Nach mächtig turbulentem Gefühlskarussel bin ich nach der Heimreise direkt ins Bett und habe das graue KIWI-Büchlein herausgezogen, von vorne begonnen, und zack erschallte auch dort Larry Heard…



… darüberhinaus musste auch viel lachen. Das tat gut, der Kreis wurde elegant geschlossen und die Balance wieder hergestellt.

Eindeutig „good vibes“, die beim Lesen entstehen!

Zur emotionalen Vorbereitung auf die anstehenden Konzerte mit DePhazz, Wülker & co. wurde also gestern Nacht das Buch erneut bemüht, um mir wieder mal von Italien anno 1997 zu erzählen, als „From Disco to Disco“ völlig unerwartet in Italien auf Platz 1 chartet, die Band zur Promo-Tour anreist und der Sänger Eric am Zoll weltläufig einsteigt:
>>Hi. My Name is Eric D. Clark. I’m a popstar in your country.<<
Und im weiteren Verlauf fallen lange nicht mehr gehörte schöne Begriffe, wie Nightliner, Tourbegleiter, Aftershow Party…

Was das Instrumentarium angeht, so habe ich schon einen schicken Superstar Mix und eine vielversprechende Beckenauswahl am Start:

22″ x 14″ Tama Superstar (alt) Kick
14″ x 6,5″ Tama Superstar (alt) Snare
16″ x 14″ Tama Superstar (neu) Floortom
22″ Meinl Byzance Jazz China Ride
18″ Meinl Anika Nilles Deep Hats Bottom (als Ride)
18″ Meinl Anika Nilles Deep Hats Top (als Crash)
14″ Meinl Byzance Jazz Hihats
Roland SPD:One Electro & Boss RE-20

Und einen neuen Stimmschlüssel habe ich auch:

das zweite „r“ für Roland?

Juni 9, 2021

Berufsschullehrer, „Rockin’ House“ Label-Manager, Pattern-Programmierer für die Roland TR-Geräte: Rodney Bakerr (mit dem schicken, künstlichem Doppel-R) war eine Legende. Letzte Woche ist der Chicago House-Pionier verstorben.
Also lasse ich nun seinen Sound erklingen, denke dabei über den Erwerb einer Behringer 909 nach und lese mir anschliessend nochmals in Frieder Butzmanns schönem Buch „Musik im Grossen und Ganzen“ jene Anekdote über die Suche des Grooves (auf Seite 27f) durch.

Four on the Floor

Juni 6, 2021

Von Patrick Metzger gibt’s ein Lehrbuch und (das abgebildete Poster) über die vielfältige Anwendung der Viertel-Pauke:

… nur die Polka fehlt…

lasz uns ausgehen!

Juni 6, 2021

Corona in a nutshell, oder Gebot des Tages, das Haiku von Matsuo Basho (1644-1694):

>>
Still sitzen. Nichts tun.
Der Frühling kommt,
und das Gras wächst von selbst.
<<

Liest sich auch als hervorragend Grundlage für den Endspurt des Rubow & Leicht Kunstfilms, der nur noch heute zu sehen ist.
Übrigens, ein Ende, das sich am besten mit den Worten von (der am Freitag in Wien verstorbenen) Friederike Mayröcker zelebrieren lässt:

>>lasz uns ausgehen! wie Kerzen!<<

Werden ist das Passwort

Juni 1, 2021

>>Beim Wort Werden, also dem permanenten Erschließen anderer oder neuer, noch unbekannter Möglichkeitswelten, handelt es sich um den Schlüsselbegriff, der vor allem die musikalischen Betrachtungen in den Tausend Plateaus bestimmt und das Tor zu einem Klanguniversium öffnet, das von Deleuze und Guattari »Ritornell« genannt wird.Das Ritornell bezeichnet jenen Ort, wo sämtliche Klangmaterialien und -farben aufeinander treffen können: ein Klangfeld ohne Hierarchie, eine Klangmaschine zur Erzeugung von Klang-Fiktionen.<<

aus „Soundcultures: über elektronische und digitale Musik“ von Marcus S. Kleiner, Achim Szepanski (Seite ?)

Talk Box

Mai 30, 2021

One, two – Mike check!

Heute gibt’s die »Talk Box« Video Premiere im Rahmen des hessischen »Tag für Musik und Literatur«, eine 45 minütige Werkschau des Pandemie-Gegenprogramms von Rubow & Leicht.

Wir durften seit einem Jahr in unserer Winterspielstätte Ono2 werken. Sprich, jammen, basteln, filmen. Das eigentliche Ziel war ein Album (VÖ steht noch in den Sternen), dank der Zeichenkunst von Kamü und Oli Leichts cineastischer Leidenschaft ist darüberhinaus ein bewegter Kunstfilm entstanden. Und genau dieser wird von heute bis zum 6. Juni online gezeigt, bevor der eigentliche Tonträger komplettiert und fertig gestellt werden wird.

Für den Einstieg gab es im Mittagsprogramm von hr2 eine Sendung zu der uns Daniella Baumeister zum Gespräch eingeladen hatte.
Zudem hätte ich etwas Einlassmusik für den digitalen Warteraum vorbereitet und dann wie gesagt ab 18 Uhr der YouTube Stream mit 12 Tracks des neuen Albums.

Freut euch auf jazzig-elektronischen Sound mit neuem Textverständis, nämlich einer Musik gewordener Sprache, die mittels Transformation von inspirierenden Sprachschnipsel diverser kluger Dichter und Denkern passiert. Konkret wird Material und so manche Originalaufnahme von folgenden Menschen verarbeitet:
Max Frisch, Steve Reich, John Cage, Saša Stanišić, Duke Ellington, Paul Desmond, Charlie Parker, Heinrich Steinfest, Bullwackie, Afrika Bambaataa, Arno Frank, Theodor Adorno, Front 242, Hal David, Matsuo Basho.

Es gibt aber auch ein gesungenes Lied zu hören, ein Remix von „Close to you“ (ausgewählt nach diesem schönen Stevie Wonder/ Talk Box Bezug). Freundlicherweise durften wir eine Produktion der hr-Bigband remixen, in der der die großartige Kate McGarry im Arrangement von John Hollenbeck singt.

PS. die Talk Box ist ja auch ein Effektgerät, eine „unglaubliche“ Stompbox um die gesungen/gesprochen Stimme zu verfremden, zu erweitern, transformieren… insofern Motto und perfekter Titel für unsere Arbeit.

PPS. unsere Arbeit wurde durch den Musikfonds (Neustart Kultur) unterstützt – danke!

PPPS. Zugabe!