Archive for the ‘Read!’ Category

Tourbegleitung

August 30, 2018

Letzte Vorbereitungen, packen und dann zum Tourstart nach Berlin bzw. ab auf die Straße – was wir dieser Tage wichtigerweise eigentlich alle in irgendeiner Form tun sollten!*

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Leider habe ich für Ereignisse in Chemnitz auch nicht das unmittelbar wirkende Antiserum auf Tasche, dafür aber ganz klare Worte mit denen ich mich immer wieder laut und deutlich gegen rechte Gewalt, Neonazis und Rassismus aussprechen kann/muss, vielleicht auch meinen aktuellen Erziehungsratgeber von Haim Omer (beispielswiese für die Regierungs-Etagen) über das Konzept der Neuen Authorität?, auf jeden Fall: viel Musik (Digital-Konserve und Konzerte), good vibes für einen klaren Kopf, zum Kraftschöpfen und so…

MXXWLL „Intro“ (2017)
Jaco Pastorius „Portrait of Tracy“ (1975)
Charles Mingus „Self-Portrait In Three Colors“ (1959)
Jon Hassell „Empire V“ (1983)
Massive Attack „Five Man Army“ (1991)
Kendrick Lamar „Swimming Pools (Drank)“ (2012)
RAD „Be With You“ (1997)
Louis Cole „Real Life“ (2018)
MXXWLL „Lifted“ (2017)
Zoot Woman „Jessie“ (2001)
Faramarz Payvar & Ensemble „Dastgah Chahargah“ (1974)
Family Construction „Better Dreams““ (1994)
Johnny „Guitar“ Watson „Booty Ooty“ (1980)
8 Doogy Moto „Dakewa (2002)“ -> drums: Heinrich Köbberling!
ADHD „IFE“ (2010)
Dwele Feat. Slum Village „A.N.G.E.L. (Reprise)“ (2003)
African Hustle „Mombasa“ (1977)
Womack & Womack „Conscience“ (1988)

PS. ebenfalls tourbegleitend ist dieses schöne Tama Fat Spruce Set, tatsächlich das von Ralf Mikolajczak für die STICKS 9-10-2018 getestete Exemplar, dessen Sound er im Fazit anschaulich beschreibt:
>>Die Drums des ltd. Edition Tama S.L.P. Fat Spruce Sets haben einen sehr feinen, eleganten und eigenen Klangcharakter. […] Hier wird ein warmer und resonanter Sound mit großer Tuning Range und guter Dynamik geboten.<<

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* hey Frankfurter: wie wär’s mit Rock gegen Rechts vor der Alten Oper am Samstag, 1.9.?

 

ein geschichtswissenschaftlicher Abstauber

August 30, 2018

…ist nach eigener Einschätzung: Joachim Telgenbüscher aka @drguidoknapp
ein Twitterstorian, der nach dem taz-Artikel „Wo sich Heute und Gestern reimen“ Lust auf mehr macht und verfolgt werden wird.
Ich freue mich auf humorvolle wie lehrreiche Montagen jenseits der geschichtlichen „Kalenderblatt“ Rubrik!

verruecktegeschichte

-> Siehe auch „Eine kurze Geschichte von fast allem“

Trap Style Drumming

August 28, 2018

Johnny Rabb freut sich über die Zusendung des Trap Style Drumming Lehrbuchs aus dem Hudson Verlag, ich mich über den indirekten Tipp!

Der Autor ist Drummer/Producer Gregory Sgrulloni (TORCH).

>>Trap music is known for its characteristic bouncy feel, which is typically in half-time and can range widely in tempo from between 95BPM and 190BPM. Some of the musical elements in Trap feature crisp and grimy sounding rhythmic snares and claps, melodically pitched “dive-bombing” drum fills, deep and boomy sub-808 kick drums, and “twitchy” clusters of double- and triple-timed hi-hats which are also referred to sometimes as “dancing hi-hats.”<<

das andere Snaredrum Solo

August 27, 2018

Wenn man nur den FB-Ausschnitt von Ryosuke Kiyasu sieht, hakt man die Performance vermutlich irgendwo zwischen schräg, freakig oder besoffen? ab.
Lässt man sich jedoch auf die ganzen 13 Minuten (oder mehr) ein, erkennt man einen klaren Spannungsbogen und ausgecheckten Trommel-Minimalimus.

 

Derart im Fluss, lese ich direkt Philip Rhensius‘ Bericht über das Berliner Atonal Festival., lerne dabei das Wort/Phänomen Pareidolie kennen und freue mich über Zusammenhänge wie diesen:
>>Wenn eine derart radikale Musik, auch wenn sie wegen des schlauen Marketings ein bisschen von ihrer einstmaligen subkulturellen Wucht eingebüßt hat, Tausende Menschen begeistert, muss gefragt werden, warum: Vielleicht, weil sie unserer Entfremdung von der Umwelt ein ästhetisches Äquivalent bietet. Sie bietet Katharsis und das Angebot, sich mit den Maschinen für einen Moment zu versöhnen und nachzuspüren, wie das ist, ein Wesen zu sein, durch das Strom fließt.<<

Machen im Exzess

August 22, 2018

Gerade via drummerforum entdeckt: den Blog von Michael Gottfried und dessen lesenswerte Rezension „Louis Cole „Time“ – Ein Spiegelbild der Generation Spotify“ zum aktuellen Soloalbum des Knower-Machers (- das übrigens auf Brainfeeder veröffentlich wurde).

„Real Life“ hat für meinen Geschmack die Qualitäten zum perfekte Pop-Tune: ist kompakte 2.44″ kurz und durch ein grandioses Brad Mehldau Solo gesegnet:


Da mir Gottfrieds Schreibe (und die Kombi „Begeisterung für Musik und Kochen“) bestens gefallen bleibe ich im Musikgeschmack Weblog hängen und muss dabei zu meiner Bestürzung lesen, dass sich Anthony Bourdain im Juni das Leben genommen hat, jener exzessive Spitzenkoch und Genuss-Papst, dessen „Geständnisse eines Küchenchefs“ mir (durch seine frühkindliche Austern-Anekdote) die Lust verankert haben, alles (zumindest mal) auszuprobieren...

Mach’s gut!

Rhythmus ist überall, alles ist rhythmisch

August 19, 2018

Rhythmus ist überall, alles ist rhythmisch.

Rhythmus ist das Gesetz der „maßgebenden“ Kraft,
das geheime Prinzip der Schöpfung,
alles strukturierend und wandelnd.

Rhythmus ist Wechsel und Wiederkehr,
Fortbewegung und Innehalten,
Spannung und Entspannung,
Zusammensetzung und Spaltung,
Freude und Schmerz,
Leben und Tod,
Klang und Stille,
Geduld und blitzschnelles Handeln.

Wir erfahren früh die Schnelligkeit
vom „Rhythmus des Augenblicks“,
des unerwarteten, blitzartigen
Situations− und Gemütswechsels,
und gewöhnen uns allmählich an den Rhythmus
von Tag und Nacht,
von Stunden, Minuten und Sekunden,
von Jahreszeiten,
Monaten und Wochen.

Gehen ist Rhythmus
und bedeutet das komplexe Verhältnis von Schwerkraft
gegenüber unserem Bewegungsapparat und Gleichgewichtssinn.

Sprache ist Rhythmus.
Jeder hat seinen persönlichen Rhythmus beim Sprechen
und auch jede Sprache hat ihren eigenen Rhythmus.
Musik ist rhythmische Klangsprache.

aus Peter Giger „Die Kunst des Rhythmus. Professionelles Know How in Theorie und Praxis“ (Schott, 1993, S. 13)

Ein schönes Gedicht, vielversprechender Inhalt und ein nicht erwartetes Atari-Zeichen auf der Buchrückseite!

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No Stressbrett

August 18, 2018

Habe mir heute mal ein reisefreundliches Elektronik-Brett für die DePhazzBlack White Mono Tour“ zusammengeklebt:
Ein kleines Mackie Pult für den InEar-Mix (aus Monitor-, Playback- und Click-Signalen), das altbewärte Boss-Pärchen aus A/B-2 und RE-20 für Hall- und Echo-Effekte, sowie ein brandneues Roland SPD::One Electro für elektronische Signature Sounds (Claps, Booms, Hats, Piuus und 1 Lieblingssample).
(Für die Sommercable bedanke ich mich Thierry, für die Voodoo Lab Verstromung bei Jürgen Kirschner.)

Kannste Dir auch gerne mal anhören 🙂

05.09.18 Berlin · Lido
06.09.18 Hannover · MuZ
07.09.18 Hamburg · Mojo
08.09.18 Osnabrück · Lagerhalle
09.09.18 Düsseldorf · Capitol
11.09.18 Köln · Stadtgarten
12.09.18 Kaiserslautern · Kammgarn
13.09.18 Karlsruhe · Tollhaus
14.09.18 Heidelberg · Karlstorbahnhof
15.09.18 Ludwigsburg · Scala
16.09.18 Freiburg · Jazzhaus
19.09.18 A-Lustenau · Freudenhaus
20.09.18 A-Innsbruck · Treibhaus
21.09.18 München · Ampere
22.09.18 Friedrichshafen · Bahnhof Fischbach
24.09.18 A-Wien · Porgy & Bess
25.09.18 CZ-Prag · Lucerna Music Bar
26.09.18 Leipzig · UT Connewitz

…und vielleicht lese ich Dir dann sogar auch noch meine momentane Lieblingspassage aus der Karl Bartos Biografie („Der Klang der Maschine„) vor?

Sommer/Ferien¡

Juni 25, 2018

Seitdem Levi die Schule besucht, freue ich mich über jeden Ferienausruf wie früher.
Der Gig vom Samstag bot die perfekte Rampe für einen Sommerurlaub – mit dem Carsharing-Cabrio* zum Yachtclub, dann ausgedehnt tanzen, feiern, freuen, klappern. Das Reiserahmenprogramm liegt ohnehin schon parat – sprich, ich wäre bereit 🙂

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Wer jetzt (noch) keine Ferien machen kann, dem empfehle ich den Lunch-Break nach Chicagoer Vorbild:

* Ich bin echt begeistert, dass alles Equipment ins Smartcabrio passt – OK, ich hatte auch keine große Wahl, da alle anderen Mini-Flinkster wohl fussballfeiertechnisch ausgebucht waren. Wie dem auch sei: kleine Karre, großer Sound!

Yachtclubbing

PS. und nach dem Ausruhen geht’s mit neuem Duktus? wunderschön, fantastisch und sehr, sehr großartig, vor allem WERBEFREI weiter!

Das schöne Spielen

Juni 17, 2018

Es freut mich sehr, dass das schöne bonedo.de Interview von Jonas Böker nun auch in gedruckter Form (Offbeat Juni-September ’18) erschienen ist!
Dass ich Jonas auf dem ersten Percussion Creativ Drumcamp kennen- (und schätzen-) gelernt habe, ist natürlich eine Steilvorlage, um nochmals auf diese tolle Veranstaltungsreihe hinzuweisen, die dieses Jahr zum sechsten Mal (mein 1., 2.,  drittes Mal) mit Anika Nilles, Claus Hessler, Claudio Percussion vom 23. bis 27. Juli in Markoberdorf stattfinden wird (und für die wohl noch ein, zwei Restplätze frei sind).
Ein wunderschönes Tama Fat Spruce Kit ist jedenfalls schon auf dem Weg, und ich komme hochmotiviert nach noch etwas Fussball und Urlaub dann auch.

offbeat_Titel

 

reiseweise

Mai 30, 2018

 

Lesen und Bewegung! >>Ich ließ Musik laufen und dachte an nichts Besonderes, denn so einfach ist es manchmal, statische Gedanken entstehen in statischen Körpern; werden die Körper in Bewegung gesetzt, bewegen sich auch die Gedanken.<<
Karl Ove Knausgård („Im Frühling“ 2018, Seite 82)

Abwechslung! Barcelona vs. Frankfurt: egal ob Tag oder Nacht, ob Mies van der Rohes Möbel Ikone oder Girsbergers Eurochair – ich komme freudig und mächtig inspiriert nach Hause zurück und stelle fest, dass es sich a. wie absolut lohnt, den Alltag zu durchbrechen, b. wie beflügelnd es ist, mal fliegenleicht und ohne konkreten Auftrag zu reisen!

Interaktion! Art Farmer (Quartet feat. Jim Hall, 1963) vs. James Turrell (Deuce Coop, 1992)

 

>>The image is a container of wisdom and knowledge.<< Jordan Belson

Montage: Harry Smith („Heaven and Earth Magic“ 1957-62) vs. Walt Disney („How Disney Cartoons are made“, 1938)

Entspannung – beispielsweise K & K: Katzen und Kaffee (von Botero zu Nomad)

Weitblick bzw. reflections – immer gut! #cccb

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PS. und zu zweit ist’s doppeltschön 🙂