Archive for the ‘DJ’ Category

Nobody loves Ringo

Juli 15, 2021

Das super Set von Hans Nieswandt muss mehrfach abgespielt werden: mal zum Tanzen, mal um dem Meister zuzuschauen 🙂

Optimal für den Blog: der Smith ‚N‘ Hack Track „For Disco Play Only“ mit den verstimmten Kickdrums, aber auch in puncto Shuffle gibt es heiße Grade zu entdecken.
Und die eingeflogenen Acapellas erinnern mich angenehm an unser gemeinsames Aufeinandertreffen anno dazumal.

Die Leichtigkeit des Seins

Juli 10, 2021

Die Dub Geschichte ist schön, aber analog zu den Rivalitäten der damaligen Freiluft-Diskos (Sound Systems), beanspruchen mehrere Protagonisten die Krone für die Erfindung dieser Spielart. Fakt ist, die mehrspurige Tonbandmaschine war die nötige Grundlage, um Bandsound und Gesang getrennt aufliegen zu haben. 
Wir schreiben das Jahr 1968. Eigentlich wollte der Sound System Betreiber Rudolph „Ruddy“ Redwood lediglich eine weitere Testpressung (die sog. Dub Plate) für seine nächste Party schneiden lassen, doch Byron Smith hat dabei versehentlich die Gesangsspur nicht mit kopiert, also nur eine instrumentale Version erstellt, die Redwood dennoch mitnahm und mit großem Erfolg mehrfach hintereinander spielte. Der gesanglose Paragons Hit „On The Beach“ erzeugte ein derart wohlwollendes Hurra – weil Mitsing-Erlebnis im Publikum – auf dass die „Version“ fortan zum Standard jeder Produktion wurde und schließlich auf der B-Seite der Singles ihren Platz fand.

Spätestens ab 1972, nachdem King Tubby das von Byron Lee ausgemusterte 12 in 4 Kanal MCI Mischpult übernommen hatte, folgten die experimentellere Dub Versionen mit den typischen Merkmalen wie freigestellter Bass/Schlagzeug Rhythmus, ausufernde Hall-und Echoeffekte, Hochpass Filterung, Kompression. 
Ab diesem Zeitpunkt wird sogar einem Haus, einer Wohnung oder einem Raum, nämlich jeglichem Tonstudio zugestanden, Instrument zu sein.
Der eigentliche Inhalt der Dub-Geschichte ist sommerlich-frisch klingender Sound, der seit 50 Jahren nicht nur die Musik-Collage hochhält, sondern immer wieder für relevante Weiterentwicklungen (Cut & Paste, Remix, DJ Culture) und Überraschungen sorgt.

Passend dazu der Halbfinal-Bericht der taz: >>Die außergewöhnliche fußballerische Leichtigkeit an diesem Abend (mit Vorteilen auf spanischer Seite) verband sich mit der Leichtigkeit des Seins (mit Vorteilen auf italienischer Seite). Eine Kombination, die diesen Abend erst einzigartig werden ließ. In 120 hochemotionalen Minuten musste der Schiedsrichter nur dreimal zur gelben Karte greifen. Auch bei den eifrig hinterherlaufenden Italienern ging es stets darum, irgendwie ins Spielen zu kommen.<<

Foto: Laurence Griffiths/Reuters via taz

In diesem Sinne: Auf ein schönes Endspiel morgen!
Und wer davor noch Lust auf intermediale Echtzeit-Kollagen hat, der besucht unser drittes und letztes Moment:an Kopfhörerkonzert um 20h im Frankfurter Ono2.

Why to jam with a DJ, what to add to complete tracks?

Mai 29, 2021

It’s about energy, it’s about interaction, spontaneous improvisation that leads to a unique experience, it’s about traceability, it’s about adding human factor, it’s about uniting acoustic and electronic approach, it’s about sweating and funk (contrary to Kraftwerk’s ideal of an electronic performance with drummers that don’t sweat), it’s about teamwork, it’s about the moment („im Präsens zu Hause sein“), it’s about energy!

And for us drummers it’s about opening the ears, about being totally concentrated and focused, about reacting, about learnig how the counterpart thinks, about flowing togehther, about anticipating things, about being risky, about being brave, about sometimes fearless taking the helm, about letting go… and above all: it’s about making music together.

We have a lot of vocabulary in our backpack that we could add to enhance the story and we just can think of some strategies in advance. Here some thoughts in relation to my jam with the Soulphiction mix:

– usually I would play a lot of four on the floor to this kind of tracks. But the kick pulse is already existing, so maybe I also consider playing around the programmed bass drum and double it only on selected parts.

– to tune the acoustic kick higher would also help not to compete with the bass frequencies of the playbacked music.

– thinking in frequencies also helps with your other instruments

– thinking of patterns as well: do I double what I hear (whole groove or some accents only) or can I fill some gaps of the existing beat? Complete drum groove or overdubbed percussions (or hybrid combinations of both ideas)?
According to the four on the floor question: do I need a backbeat all the time?
Or in a more radical way: beat or texture?

– thinking of attitude: flowing with similar shuffle degree or behaving like a complete different breakbeat that is layered on top?

– think of colours: what sound possibilities do I have? Only acoustic options (different sound zones, preparations, various stick materials) or also electronic instruments?
[I also like to using a full e-drum kit when jamming with a DJ, as I can route my output through his mixer and be nothing different than „a third record“ that he could tweak.]

– In my exampled I had the following sound options:
A. Four different cymbals: a main hihat (14“ Meinl Byzance Jazz), a deep and rough second hihat (18“ Anika Nilles Deep Hats) that also work as a beautiful ride, a thin crash (18“ Byzance Vintage Crash) for accents and swells and a 22“ Sizzle-China (Byzance Jazz China Ride) for textures or flow.B. Wood and dual sticks (with felt on the back side, VicFirth 5a and 5adt), (VF heritage) brushes and rutes (VF Remix Brushes), plus additional shakers (Meinl Caxixi & Luis Conte Shaker).
Meinl Waterfall and Chimes for special transitions. A cardbox clap for an optical „what’s this?“ effect…
C. Preparations. To dampen and reduce overtones: Meinl Waterfall on top of the hihat, BFSD Donut and Little Muffkopf for the snare drum: Meinl Dumbal for more electronic vibes on the snare. Last but not least: play with the snare strainer and put wires on and off.
D. Electonics: a Roland SPD:One Electro (for typical claps or noisy efx with a long reverb tail), Boss RE-20 for additional groove layers or dub effects. Both boxes can be tweaked intuitivley

– be aware of the arc of suspension (of the DJ, of your playing over a track, of your playing over the whole set), of breakdowns and drops, of pauses and silence, of air to breathe…

With both videos you get a full insight in my realization and you can watch me drumming and follow my brain working 🙂

My advice: grab a nice DJ mix, have fun while drumming along (and record your performance to analyze your trip with time distance) .
General advice from Billy Heart: »It’s not how many things you know, but how many ways you can play one thing«.

Hey and if you want to support the master’s family: the „go fund me“ page for Soulphiction will be continued until the weekend.

Musikmachen hilft

Mai 27, 2021

Den neulich verschobenen Duo-Gig mit Michel Baumann wollte ich unbedingt – wie ausgemacht – nachholen.
Gestern kam mir die Idee: Ich jamme doch immer schon gerne mit DJs (und habe dabei wohl am meisten über die Club Kultur gelernt), denn ich liebe Echtzeit-Überraschungen vielmehr als die Aufführung von Geprobtem.
Folgerichtig ist es nicht weniger frisch, frei und spannend, sich auf einen schon vorhandenen DJ-Mix einzulassen – OK, halt ein einseitiges reagieren.

Also bin heute Vormittag in den Bunker gefahren. Das Zeitfenster war knapp, aber hey, im Club oder auf Festivals gibt’s öfter mal nur ’nen Linecheck. Also wurde ein bisschen Elektronik aufgestellt (Boss RE-20 Delay und das SPD:One Electro), die Ausgänge direkt ins Leslie gestöpselt, damit ich nur ein Stereomikrofon (Aea R-88) aufbauen musste.
Rechner an, Kamera an und los.

Und es hat haargenau gepasst – obwohl ich im Anschluß vor lauter Adrenalin eine U-Bahnstation zu früh ausgestiegen bin, war ich dennoch auf die Minute pünktlich in der Musikhochschule.

Und es hat gut getan – trotz Einzelaktion intensiv wie ein richtiger Auftritt, mit roughem Bühnensound und ordentlicher Fallhöhe! Und immer wieder großartig zu spüren, wie man langsam, aber kontinuierlich das Gegenüber besser versteht, schließlich immer öfter erahnen, antizipieren kann, was als nächstes passieren wird…

Und es half beim Abschiednehmen. Ganz alleine war ich nämlich nicht – die Gedanken waren bei Dir.

Und vielleicht hilft es ja auch Michels Familie. Über diese Go Fund Me Seite könnte man sie aktiv unterstützen.

Für alle interessierten Drummer und Minimalisten, aber auch für die Bastler und Bedroom Producer (die an ein Soulphiction Tribute denken), gibt es diese Session auch noch ohne Konserve – drums only, to learn, enjoy or rip:

May The Funk Be With Ya

Mai 24, 2021

Es ist schwer zu ertragen, so gemein und fürchterlich: Michel Baumann ist gestorben.
Trotzt all dem Schmerz, schicke ich positive Energie und wünsche ein gute Weiterreise…

Schönes erinnern hilft!

Wir trafen uns erstmals wohl im Jahr 1999 dank des gemeinsamen Stuttgarter Labels „Pauls Musique„. Wir Netzer Jungs mit altbackenem Gitarre-Bass-Schlagzeug-Besteck, Du feinfühlig-elektronisch, doch irgendwie passten wir dennoch gut zusammen in die Future Jazz Schublade. Zur Pauls Zeit beschränkte sich die Zusammenarbeit auf gegenseitige Remixe: als Supatone elektrifiziertest Du uns gleich zwei Tracks – „Maiden Voyage (Flyby Remix)“ und „Deputy„, wir revanchierten uns mit einem akustischen Rework für die Yorulamenta Platte, den wir nach meinem Lieblings-Zootier, dem Albino-Gorilla aus Barcelona (Copito de Nieve) benannten. Ich habe den Mixdown mit Dir und Nik Reiff noch bildlich vor Augen…


Bis wir beide jedoch erstmals zusammen jammen würden sollte es noch 18 Jahre brauchen, dennoch war das gegenseitige Interesse und der Austausch immer da. Vor allem in meiner Stuttgarter Zeit kam viel elektronischer Input von Dir und Deinem Kumpel Bende, der bei Vinyl West jobbte.

Und als wir uns dann tatsächlich zum freien Spielen trafen war’s so selbstverständlich, als hätten wir’s schon zig mal zusammen gemacht.
Ich kopiere mal meinen damaliges Empfinden (und würde leidenschaftlich gerne den Mitschnitt dazu hören):

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»Das Rezept ist einfach: menschlich passende und musikalisch Gleichgesinnte anrufen, Treffen vereinbaren – jammen. Geschwind noch die Kabelwege klären, das Motto auf den Tisch und los!
Und dennoch war der gestrige Abend mit Michel Baumann (aka Soulphiction aka Jackmate) ein ganz besonderer. Seine Musik und seine Vibes tragen einen durch die Nacht, da bewegt sich mein Schlag-und Schüttelmaterial wie von selbst, ganz zu schweigen vom hüpfenden Herzen. Der Sound also immer deep, nie rückwärtsgewandt -um den schönen Flashback ins Pauls Musique Zeitalter kümmerte sich das Publikum -, schließlich noch der krönende Abschluß dank des grandiosen Anderson .Paak Remixes (von genau meiner Lieblingsnummer!), die mich im bouncenden, fünftaktigen Loopgewand sanft ins neue Musik-Jahr 2018 schubst: ya – ich freu‘ mich!«

Im Sommer 2018 kamst Du mit ins Bix, um unseren 20 jährigen Netzer Geburtstag zu feiern, und die „Stuttgarter Nachrichten“ resümierten >>So klingt der Herzschlag der Stadt<<.
Daraufhin schmiedeten wir Duo-Pläne, gemeinsame Gigs all around the world, von Roger’s Kiste bis Mutek.
Letztes Jahr wurden wir konkret, (mal wieder) Neues aufnehmen: Du schicktest Tracks, die ich mit Hihats und Snare erweitern durfte. Und Deine vier Ergebnisse („Burning Hampton“, „Crazy P – Barefooted SPs Original Mix“, „Minnie“, „U B there“) haben mich umgehauen! So dass ich für die Ankündigung unserer diesjährigen Live-Session gleich einen Schnipsel aus diesem Schatz verwendet habe:

Der Gig musste ja krankheitsbedingt verschoben werden, aber er sollte definitiv irgendwann nachgeholt werden.
Und genau das machen wir ❤️*


NACHTRAG: Pampa Records haben eine GoFundMe Kampagne gestartet – In order to at least take some of the financial pressure off the family – das ist gut!

NACHTRAG #2 * … gesagt, getan:

Oscar verdächtig

April 28, 2021

Geschickt, dass es draußen regnet, so kann ich mich gemütlich durch all die Questlove Titel bewegen, die er für seinen Job als auflegende Orchestervertretung bei der diesjährigen Oscar Preisverleihung zusammengestellt hat:

Als dritter Plattenspieler am See

März 9, 2021

Leider muss der für Freitag angekündigte Gig mit SoulPhiction verlegt werden; ich tröste mich mit der zufällig gefunden YT-Reportage über das Turntablerocker Konzert in Losheim am See (2001). Denn dieses Konzept mit der Band als „dritter Plattenspieler“ hat bei mir den Schalter umgelegt bzw. das perfekte Bild geliefert, um DJs für eine gemeinsame Sache zu überzeugen. 
In diesem Sinne auf bald – im Club (und am See)!

Trivia am Rande: die TTR-Tour 2001 war die erste große Reise, auf die ich ein Echogerät mitnahm: das Line6 DL-4 veredelte die Simmons-Tom-Fills (die im Studio mit der Syncussion/Vermona DRM-1 erzeugt, beim Gig aus dem ddrum4 getriggert wurden).
Mein damaliges „Electronic Rack“ ist nach wie vor im Einsatz, nur umschließt es jetzt meinen kompletten Recording-Apparat (mit Acousta Pult, Soundkarte, Mikrofone). Nachhaltig, halt.

Und passend zum Thema erzählt Martin Stimmig auf IG etwas zum Spannungsbogen eines Clubtracks:
>>this sunday in my #askstimming series I’ll answer your question about the arrangement building – 
it’s a part of our creation process which is very similar to storytelling. there are similarities to cooking and painting, but the arrangement basically is storytelling. that means – you need to know where you wanna go before you start. a writer knows where his story leads to before he begins to write therefore we need to think about this very early as well. once I have a satisfying loop ready I play around with different effects, with filters, see from which element I gain tension from (which element is bringing me to the climax) and once there pops up an idea I start to build. unfortunately, no plan survives the incident in reality. that’s why it’s important to be flexible, usually what works is pretty close to what I imagined. and sometimes something completely different does it. this is one of the biggest reasons for being frustrated during the process, I see this as a fight which I usually win – sooner or later.<<v

steilste Lernkurve ever, zudem beflügelnde Freude

März 4, 2021

Neulich wurde ich zu meinen Übe-Konzepten befragt. Ich erklärte meinen Weg der Selbstmotivation – sich schöne Aufgaben zu stellen -, vergaß in der Kürze der Zeit aber einen anderen wichtigen Pfeiler: das Machen im Kontext, Wagnisse vor Publikum.

Selbstverständlich habe ich mir durch klassisches Training über die Jahre ein gewisses Repertoire an Grooves und Lösungen erarbeitet, aber die Überprüfung und Sortierung der Optionen (was funktioniert tatsächlich gut?) passierte ausschließlich in der Konzertsituation.

Meine bewusste und pragmatische Entscheidung (Minimalismus, sich aufs Wesentliche konzentrieren, Flow- und Groove Schwerpunkt, Unlust Instrumente durch die Gegend zu wuchten) mit nur Kick-Snare-Hihat und einem Becken zum Gig zu reisen, hat mir erst in der konkreten Konzertsituation gezeigt, an welchen Stellen die Stolperfallen liegen, wofür ich neue Workarounds brauche.
Beispielsweise: Mir fehlten die Toms für typische Fill-Ins. Was tun?
Ich kultivierte Mutes.
Mir gingen bei so viel Übersichtlichkeit schnell die Farben aus.
Ich integrierte diverse Schüttelperkussion, gerne auch zusätzlich zum Stock in der Hand, dann entdeckte ich die Vielfalt des Echogeräts und den Kosmos der elektronischen Zuspielungen.

Mein Interesse für die Ästhetik von elektronischen und/oder produzierten Beats konnte ich zwar zum großen Teil analytisch angehen und so auch auf meine Setups und Spieltechniken übertragen, am meisten gelernt habe ich jedoch durchs stundenlangen Jammen (Mit-Trommeln) mit einem DJ – im Club. Dabei verstand ich zunehmend besser, wie Spannungsbögen erstellt werden, auf was der Dancefloor abfährt/reagiert, wie sich das Publikum lesen lässt, auf was es inhaltlich (Beat-technisch) ankommt…

Nach der Turntablerocker Tour (2001) wusste ich, wie eine Band als dritter Plattenspieler agieren und sich um die Instrumentals kümmern kann, so dass die beiden DJs Michi Beck und Thomilla sich auf Acapellas, Classic Breaks und die Ganitur konzentrieren konnten. Kaum war mein Soloalbum („Organic Electro Beats„, 2003) in der Welt, schrieb ich viele DJs an, ob sie nicht Lust auf einen „interaktiven dritten Plattenspieler“ hätten, Dhoerste reagierte und nahm mich einfach mit – in eine komplett neue Welt, die ich nur vom Hörensagen kannte. Und ich trommelte auf unterschiedlichen Hybrid-Kits in DB verträglichem Format einfach zu seinem aufgelegten Set (gerne auch noch einen ausgedehnten Übergang mit dem vorigen bzw. folgenden Künstler)…

Steilste Lernkurve ever, zudem beflügelnde Freude!

Ich hatte eine neue Hobby-Perle gefunden, die nicht wirklich oft, dafür immer wieder aus neuem Gewand kräftig rausleuchtet. Zuletzt im Rahmen der Ludwigsburger Trommeltage mit DJ Friction und – hey! – nächste Woche mit Michel Baumann aka SoulPhiction/Jackmate im Mannheimer Jazzclub Ella & Louis.

Ich kenne kaum jemanden, der Hiphop, House und Techno mit so viel Feingefühl und Soulfullness formt. Immer entsteht Musik, die einen im doppelten Wortsinn bewegt: man möchte sofort tanzen, kann sich aber auch zurücklehnen und einfach zuschauen, zuhören.
Insofern beste Voraussetzung für ein gestreamtes Unikat!
Und da SoulPhiction viel mehr Live-Act als DJ ist, wird Improvisation und Interaktion groß geschrieben – so dass ein Jazzclub als Austragungsort nicht besser gewählt werden könnte!
Tickets für unseren Gig am 12.03.21 können hier gekauft werden.

Über Michel zu schreiben wären nach Athen getragene Eulen. Er formt seit 1996 beständig den Clubsound, veröffentlich auf den renommiertesten Labels (ich wähle mal die „P“ beginnenden: Pampa, Perlon, Playhouse, PokerFlat), aber auch auf dem eigenen (Philpot Records).
So viel ließe sich berichten (aber auch einfach nachlesen – so auch unsere gemeinsame Geschichte, die vor über 20 Jahren mit Pauls Musique begann und 2018 finally zum ersten Duo-Gig führte), also lege ich am besten mal ein Mixtape ein:

Clickt euch rein am 12. und tanzt mit!



kraus, krass, Kracht

Februar 21, 2021

Anstatt selbst zu zeichnen, wird „Der gelbe  Bleistift“ gelesen. Dabei stelle ich fest, dass Christian Kracht damals (Ende 90er) Umstände als kraus bezeichnet, zu denen ich heute krass sagen würde.
Danke für den guten Buchtipp, liebe Christin Neddens!

Ähnlich gelb wie mein Bleistift, die Sonne heute. Also Fenster auf und…

Hingegen alles andere als planlos (kraus), dafür richtig krass: der Killswitch/Mute Button des Gitarristen mit dem Blecheimer auf dem Kopf (Buckethead). In spielerischer Form (Arcade) wird hier das Vermächtnis von Eddie Van Halen oder Tom Morello weitergeführt, auf dass sich die heftigt verzerrte Klampfe gestochen scharf scratchen oder slicen lässt, auf jeden Fall aber ordentlicht kracht!

Jetzt aber wirklich raus in den Frühling, schön im Sonnenschein lesen…

PS. Nachtrag: Mittlerweile ist es Abend und mein Freund Markus Birkle kommt mit einem interessanten Workaround um die Ecke, der a. das Anbohren der Gitarre umschifft und b. hervorragend auch zu meinem Emergency Exit Konzept beim Echodrumming passt: ein (D’Addario Planet Wave) Klinkenkabel mit integrierter Mute-Taste!

DJ Dub Mixer

Februar 4, 2021

DJ Illvibe’s Dub Work: auch ne Art Echodrums!

Und am Schlagzeug: Noah Fürbringer, auch geil!
[File under Aux Send, Dub Mixer]