Archive for the ‘no war!’ Category

das kleinste Schlagzeug-Lehrbuch?

Mai 13, 2022

Meine Drumbasics Zusammenstellung ist mit ihren zwei Seiten vielleicht das kleinste (kürzeste, dünnste, leichteste) Schlagzeuglehrbuch. Dafür stört oder drückt sie in keiner Tasche, ein nicht unwesentlicher Faktor…
Ich hatte sie ursprünglich für den Basiskurs an der HfMDK zusammengestellt, mir aber jetzt gedacht: lass das Teil für einen guten Zweck* raushauen. Die Din A6 Karte richtet sich an alle interessierten RhythmusmacherInnen und LehrerInnen.
Für ihren Erwerb muss gerade mal auf eine gute Kugel Eis (1,50 €) verzichtet werden (die male ich Dir dafür auf den Briefumschlag). Falls jemand all seine SchülerInnen auf dieses Schlagzeug-Eis einladen möchte, so finden wir bestimmt einen fairen Deal für die große Eiswanne.

Hier das Buch (im Ganzen):

* Leider hat sich das Kriegstreiben gegen die Ukraine keineswegs beruhigt. Humanitäre Hilfe ist nach wie vor dringendst benötigt. Und deswegen habe ich erneut nach irgendeiner weiteren Spendensammlungsaktion für Ärzte Ohne Grenzen gesucht. Das Hosentaschenbuch ist’s geworden – jetzt wird also Wissen verkauft und sämtliche Einnahmen weitergeleitet. Mach mit!
Einfach Mail an mich. Oder direkt via Paypal Geld an o[at]olirubow.de senden. Die Karten werden gerade gedruckt und können Ende nächster Woche von mir weitergeschickt werden.
#stopthefuckingwar

Daily Operation

Mai 5, 2022

Ich höre das großartige (gleichnamige) Gangstarr Album, das heute vor 30 Jahren veröffentlicht wurde. Zwei Plattenspieler, zwei Scheiben und ein MC, heyho DJ Premier & Guru!

Bzw. gutes Konzept plus Gäste:

Und zum Tagesgeschäft sollte heute auch gehören, sich gegen den bestialischen Krieg zu positionieren! Insofern muss ich mich selbst immer wieder an die eigene Spendenaktion erinnern und aktiv anknüpfen.
Dazu wird der 40ste Geburtstag des deutschen drums & percussion Schlagzeugmagazins bemüht:
Nachdem dazu aufgerufen wurde, sich mit seiner ältesten Ausgabe zu fotografieren, habe ich tatsächlich mein allererstes Heft (6/1984) gefunden. Und dieses würde ich zusammen mit einer weiteren oldschool Perle (4/1985), der aktuellen Jubiläumsausgabe (3/2022) und der Nummer mit mir aufm Deckel (5/2008) zum Jahrgangspreis von 19,82 Euro gegen eine Spende an Ärzte ohne Grenzen verticken/verschicken.

Schatten der Unendlichkeit

Mai 4, 2022

Feine-Guerilla-Idee fürs russische Straßenbild (Serge Dubovenko⁠ via IG von Stefan Sagmeister)

Dazu höre ich Vaporwave von Macintosh Plus und schwelge in Erinnerungen

Und ich checke den Londoner Drummer Malcom Catto (Tim von Johann Polzer) und fotografiere aus Andreas Kunstbuch den „Schatten der Unendlichkeit“ (von Klaus Heider) ab:

lautlos

April 23, 2022

Ein Gedicht über den Ukrainekrieg von Dmitri Strozew, der als Dichter und Oppositioneller eine bekannte öffentliche Figur in Belarus ist. (aus der heutigen taz am Wochenende)

*

Goya
hat zwölf jahre lang
das unheil des krieges dargestellt
in seinen radierungen

um der welt zu zeigen
wie im zorn sich das volk erhebt
wie brutal die napoleonischen soldaten wüten
wie das belagerten Madrid hungert
wie furchtbar die niederlage ist

damals gab es die fotografie noch nicht

Picasso
hat zwölf stunden am tag gearbeitet
und nicht einmal einen monat gebraucht
um im stil des monumentalen kubismus
ein riesiges bild
für die weltausstellung in Paris zu malen
über die tragödie des krieges in Spanien

um in die welt hinauszuschreien
seht wie die legionäre der faschistischen luftwaffe
Guernica bestialisch bombardieren
wie tausende bomben abgeworfen werden
wie tausende menschen unter den trümmern sterben
wie drei tage lang das feuer wütet

damals gab es das internet noch nicht

heute übertreffen
anonyme zeugnisse des krieges
dokumentarische fotografien und videos
die künstlerischen äußerungen
tauchen augenblicklich in facebook und auf youtube auf

in den smartphones sieht man
die ukrainischen städte und vororte brennen
leichen wochenlang auf den straßen liegen
zerstörte panzerfahrzeuge sich zu pyramiden türmen
russische mobile krematorien herbeieilen

was bleibt dem dichter
als der welt
lautlos namen zuzuflüstern

Butscha
Irpin
Borodjanka
Kramatorsk

Ukraine

9. 4. 2022

Hoffnungsmünzen

April 11, 2022

Big bow, dennoch direkt weiter…

Diese Woche versende ich die „Sound of Peas“ Karte mit ukrainischen Hoffnungsmünzen, nächste Woche mit gemaltem Croissant (passend zum Sample-Tässchen) und Poststempel aus Paris…

Obrigado

April 8, 2022

Hey, ein lautes danke in Richtung England, genau genommen an Fila Brazillia, deren geschmackvoll zusammengebastelte Attitude (eins a Samples, Funk galore und gerne humorvoll) immer hoch im Kurs stand!
Mitte der Neunzigerjahre fühlte ich mich, als hätte ich mich in einer Jazz-Sackgasse festgefahren. Doch die britische Elektronikabteilung hat mir prompt einen schönen Ausgang gezeigt. Einerseits mit ihren energiegeladenen Jungle-Experimenten, andererseits durch den Downtempo-Gegenpol aus Bristol und Sheffield. Bis heute berausche ich mich am kreativen Output der Bedroom Producer und DJ-Kultur Macher.
Ein früher Meilenstein für meine Weiterentwicklung war Fila Brazillias Album „Black Market Gardening“ aus dem Jahr 1996. Und weil ich mich gestern so über einen tollen Tourbeitrag von Steve Cobby gefreut hatte – er ist einer der beiden Fila Produzenten – wurde heute das Album auf dem Weg zum Proberaum wieder mal genossen. Anschließend im Vibe des Eröffnungs-Tracks „Obrigado“ getrommelt. Sowohl Jazz, als auch Electronics…

Danke sage ich damit aber auch an Mike Marklove, der nicht nur kräftig mitgespendet, sondern mir zudem sein altes Meinl Dragon China Ride überlassen hat. Es wurde (von Chris Kamin kunstvoll repariert) und direkt mit einer neuen Message versehen, so dass es nun für die gute Sache schwingen kann…

Fundsachen

April 7, 2022
  1. Aktueller denn je, Hellmut Hattlers Bild „Den Bogen raus„. Wäre auch ne eins a Postkarte, oder?

2. Carter McLeans Hackentrick auf der diesjährigen UK Drumshow

3. Schickes Foto von Paul Motian

4. Die Fusion Playlist für meinen Studenten Jonathan (was fehlt noch?)

5. Ein Statement zum Hybrid-Drumming anno 1984 (aus der d&p 12/84)

6. Die Geschichte des Tages, von Fila Brazillias Steve Cobby:

Erbsen!

April 6, 2022

Die „Sound Of Peas“ Postkarten wären jetzt da. Für eine 3€ Spende gibt’s Post bzw. einen Mini-Workshop mit friedvoller Attitude.
Ich schreibe entweder Dir die Karte mit nettem Gruß oder auch direkt an Herrn Putin (Владимир Путин / ул. Ильинка 23 / г. МОСКВА 103132 / Russische Föderation).
Selbstverständlich schicke ich Dir auch mehrere Karten zu.
Tatsächlich hätte ich auch ein passendes Arbeitsblatt für den Musikunterricht parat…
Just ask.

Klingt dann zum Beispiel so:

40 Jahre drums & percussion

April 6, 2022

Das drums&percussion Magazin bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 40sten Geburtstag vor 😮 Timo Ickenroth und Dirk Brand haben in ihrem Schlagabtausch-Podcast dazu aufgerufen, sich mit seiner ältesten d&p Ausgabe abzulichten.
Mein erstes Heft war die Ausgabe 12/84 und die hat bei mir als damals Zwölfjährigem dermaßen eingeschlagen, Spielzeugkatalog Hilfsausdruck.
Was für eine Offenbahrung, so viel Einblick und Neues. Und, wenn man die Rückseite des Heftes betrachtet, eindeutig auch eine Art Prophezeiung meines musikalischen Weges…
Da ich gerade alles was nicht niet- und nagelfest ist zugunsten meiner UA-Spendensammlung veräußere, kommt auch diese Antiquität (zusammen mit Ausgabe 4/85, sowie der Nr. 5/2008 mit yours truly auf dem Deckel) in den Topf. Wer interessiert ist schreibt ein Angebot via Mail oder PN
#40jahreDundP

PS. ich feier parallel dazu mit, ebenfalls 40 Jahre Drums und Percussion 🙂

Die Weltgeschichte im Zeitraffer

April 2, 2022

Vielfältig- und Farbigkeit eigentlich toll, in diesem Fall wünschte ich jedoch eine ewig währende monochrome Einfärbung…

>>Gewalt ist keine Lösung. Krieg ist keine Lösung. Mord ist keine Lösung. Wir müssen endlich begreifen, dass wir entweder gemeinsam gesegnet oder dass wir gegeneinander zum Untergang verdammt sind.<<
Daniel Barenboim