Archive for the ‘Remix’ Category

is that my echo?

November 8, 2019

Mit dieser schönen Frage beginnt „17 Days“, Titeltrack des Prince Albums „Piano & A Microphone“ – verschiedener intimer Skizzen und Versionen, die 1983 in des Meisters Kiowa-Trail-Heimstudio aufgenommen, in dessem legendären temperierten Tresorraum „The Vault“ verschlossen und nun von Warner Bros. posthum veröffentlicht wurden.

Der Track eignet sich jedenfalls hervorragend zum Dazutrommeln, tschaka: deinem persönlichen Prince Remix steht nichts im Wege…

Ansonsten nähere ich mich kunstvoll verschiedenen Metropolen der Weltgeschichte: lese „Römische Tage“, höre dazu „Athen“ von Max Herre und haue zwischendurch immer wieder mal mit großer Freude auf meine Byzanz Becken!
Hier auf dem Bild wurden zwei 12″ Bycanze Cymbals gestackt, mit einer DJ-Slipmate belegt und so zur Zweitsnare umfunktioniert:

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Für die morgige Anreise (Nils Wülker in Gütersloh) bin ich ebenfalls gut vorbereitet, der Link zu den neuen Glavinic Episoden „Betreutes Wohnen“ ist bereits geöffnet, MEIN Echo bereits im Koffer…

Kopfhörer Mix

November 7, 2019

Ich höre und arbeite gerne mit dem Kopfhörer: Unter diesen Muscheln schwimme ich fokussiert und unabgelenkt durchs Musikmeer, außerdem gefällt mir die Klangfärbung meines HD-25. Dennoch überkommt mich ein mulmiges Gefühl, wenn ich ihn als alleinige Abhöre zum Mischen benutze. Vermutlich weil ich über dieses Thema an verschiedenen Stellen gelesen habe, dass durch die strenge, unnatürliche Trennung von linkem und rechtem Kanal ein >>anderer<< Stereoeindruck entsteht, >>dass Signale in der Stereomitte nicht vor der Nase, sondern im Kopf lokalisiert werden<<, dass manche Phasenauslöschungen gar nicht erst entstehen können, folglich auch nicht bemerkt werden und dass im Gegenzug manche unbedeutende Details zu genau wahrgenommen werden (Kopfhörer = akustische Lupe). Puh!

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Andererseits geht es beim Mixdown auch immer um ein Referenzsystem, dank dem man, weil man darüber diverse Fremdproduktionen gehört und kennengelernt hat, wichtige Anhaltspunkte für die eigene Arbeit bekommt.

Und immer wieder macht ein lineares Abhörsystem die Runde, als Garant für ein stabiles Klangbild, das auf unterschiedlichen Lautsprechersystemen (Auto, Küchenradio, Hifianlage, Smartphone) funktioniert.
Diesbezüglich hat mir Peter gestern die Reference 4 Software der lettischen Firma Sonarworks empfohlen, die Deinen Kopfhörer akustisch kalibriert kann und dich anschließend linear hören lässt.
Allein der veränderte Höreindruck ist spannend und ein Test wert. (Auf der Sonarworks Webseite sind die Profile von über 200 Kopfhörer-Klassiker abgelegt, aber auch eine Trial Version lässt herunterladen).

Nachtrag: bin zufällig über ein Mahler-Lied gestolpert, besser gesagt über diesen Textausschnitt (des Gedichts von Friedrich Rückert):
>>Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,/ Und ruh‘ in einem stillen Gebiet!/ Ich leb‘ allein in meinem Himmel,/ In meinem Lieben, in meinem Lied!<<

Passt bestens zum Kofhörer-Hören (von mir, von einer ganzen Generation an Earpod-Eskapisten…)

Preset – Abkürzung oder Ausgangspunkt?

September 11, 2019

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Habe Stefan Goldmanns „Preset“ Buch im Regal wiederentdeckt und bin jetzt richtig eingestiegen. Besonders gut gefällt mir gerade das Gespräch mit dem (studierten Drummer und) Sounddesigner Mike Daliot.

Dann habe ich noch die wirklich empfehlenswerte „Trojan presents Dub“ Compilation entdeckt, deren Track „Time is Cold“ gut ans Preset Thema anknüpft, als er durchaus für eine exotische Version von „A Love Supreme“ gehalten werden könnte…

rückübersetzen, reinszenieren, Mikrophonie!

November 15, 2018

Heute bin ich zur Uni gepilgert. Wollte die Ringvorlesung (Spiel² – Die Integration von Spielkonzepten in zeitgenössische Musik, Musiktheater und Klangkunst) besuchen. Hörsaal 3 nicht gefunden und trotz c.t. too late.

Egal – ich hatte immerhin noch den Schluß des Video-Auschnitts von Stefan Panhans’ Freeroam À Rebours, Mod#I.1 gesehen, der mich beeindruckte. Denn der Film >>nimmt Formen des Ungenügens im Verhalten menschengesteuerter Avatare in Computerspielen zu seinem Ausgangspunkt. Diese ›Fehlerszenarien‹ werden rückübersetzt in die realen Körper seiner Performer*innen und mit filmischen Mitteln reinszeniert.<<
Ein Konzept, dass Jojo Mayers musikalischem Ansatz des „reverse engineering“ sehr nahe kommt (bei dem programmierte Beats und eine elektronische Klangästhetik auf das akustische Drumset und passende Spieltechniken übertragen werden).

Weil auch dieser Film erwähnt wurde (feat. Karlheinz Stockhausen als Mischpult-Spieler) und das darin (in unterschiedlichen Ebenen) traktierte Tamtam sehr gut in den Blog passt, hier noch eine kleine Zeitreise ins Jahr 1966:

[file under: live electronic acoustic musical performance / industrial]

Glenn Gould Self-Remix

März 18, 2018

>>There are certain kinds of music that cry out for the technology.<< (Glenn Gould)

Tonaufnahme des Scriabin „Desir Prelude“ mit vier unterschiedlich aufgestellten Stereo-Mikrofonen* und der anschliessende Mischpult-Edit nach Echtzeitansagen des Meisters:

*Stereo Mic 1: Oscar Peterson alike Jazz-pickup im inneren des Flügels, Stereo Mic 2: diskret à la Deutsche Grammophon (>>nice view from the balcony<<), Stereo Mics 3/4 für den räumlichen Anteil.
Und so gibt es analog zum Kinofilm verschiedene Möglichkeiten: >>long shot, tight shot, wide angled shot, close-up<<.

isch des Dub odr Rap?

März 10, 2018

Eins a Soul II Soul Remix von Luminos W und ein Seeed Moment meinerseits:
>>Ach, simmr da schon??<<

Ich liebe Mashups! War aber auch wirklich ein toller Abend im Mannheimer EinTanzHaus. Nichtzuletzt wegen der beeindruckenden Leinwand und den noch zauberhafteren Bewegtbildern von Haegar!

 

 

von Mash Up zu Mashed Potatoes

November 18, 2016

Ich mag alle drei Zutaten: Daft Punk, Beastie Boys und die Bastard-Pop-Idee. Und so höre ich zum Kartoffelschälen Coins‘ „Daft Science“ (free) Album.

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Da die acht Tracks nicht lang genug spielen, lege ich zum Salatwaschen „Feriengeschichte vom Franz“ (gelesen von Christine Nöstlinger) auf.
Hurra, endlich wieder zu Hause!

Stems

August 3, 2015

Die Bezeichnung „Stems“ hörte ich bisher nur aus der Ecke der elektronischen Musikproduktion. Gemeint sind damit die in logische Gruppen (Beats, Bass, Vocals, Harmonies, Melodies, Atmos, EFX) aufgeteilten Bounces, die zusammen und gleichzeitig abgespielt den Master-Mix ergeben.

Native Instruments hat heute sein neues Audioformat Stems veröffentlicht, dessen .mp4-Datei vier „versteckte“ Stereo-Gruppen bereitstellt. Eine kreative Bastelvorlage für Edits, Remixe, Mash-Ups und (geplante) Third Records.

Bei Beatport gibt es schon die ersten Stems zu kaufen, sowie eine eindrückliche Grafik der Idee:

©beatport

koinzidente Grooves

Januar 15, 2015

Habe gerade via Stefan Goldmann die eins a Groove-Mashup-Videos von Vulf entdeckt, The Sound of Two.

…schon wieder Gadd

 

 

 

Regionen in neue Sampler-Spur umwandeln

Dezember 21, 2014

Für Beats oder die einzelne Kick-Spur sehr geschickt, die Logic Pro (ab Version 9) Funktion „Regionen in neue Sampler-Spur umwandeln“ („Convert audio to new sampler track“). Das Drum Sample wird dabei anhand seiner Transienten-Markern aufgebrochen und in Einzelstückchen in einem EXS24-Sampler neu angelegt.

Damit lassen sich einzelne Instrumente ersetzen, oder, was bei der Kick in Bezug auf die Tonart des Songs oftmals nötig ist, sehr einfach nachstimmen.