Archive for the ‘Kick’ Category

Im Sommer Modus

August 5, 2020

b2159863-2615-429e-ad23-7c0deb8e2432

Bevor ich mich die nächsten drei Tage für einen FATONI Ausflug verabschiede (die Augsburger Momentaufnahme stammt von Ralf Theil), hier noch ein paar Fundstücke aus meiner Sommerloch-Sammlung.

Passt perfekt zum Hip Hop Thema: Neulich im Keller meiner Eltern wieder entdeckt, die Playback-Dubplates der Bürger Lars Dietrich Shows des Jahres 1998. Eins a oldschool Zuspielungen (seinerzeit vom Plattenpapzt). Jammerschade auch, dass die damalige Benztown-Album-Produktion bis auf die Single „Ein ganzes Jahr“ nicht veröffentlicht wurde.

In puncto Drum-Lifehacks möchte ich erneut das Hantel-Aufsteck-Gewicht loben, das nicht nur in der Bassdrum oder auf der tiefgestimmten Zweitsnare den Sound phat macht, sondern auch hervorragen als Bassdrum-Stopper das Wegrutschen der geliebten Vintage-Kick verhindert.

Ein weiterer Lifehack ist mein aprikosengroßer Flummi. Der kümmert sich unter den Füßen des Trommler um dessen Wohlbefinden, in dem er die entsprechen Fußreflexzonen/Triggerpunkte massiert. Hilft mir gegen Verspannungen und Krämpfe.

Ansonsten: David Pätsch hat eine zweiteiligen Reihe über die Entwicklungs des Spiels mit zwei Basstrommeln (sprich: vier Gewichte!) geschrieben. Ein Student hat mir das „Vier Ohren Modell“ erklärt, Chaka Khan kann auch hervorragend trommeln und auf dem Nachttisch liegen zwei neue Bücher über das Echo (ein Roman von Iris Hanika und die Doktorarbeit von Felix Urban).
Und wer zu schlapp zum Lesen ist, der kann sich ja den Adorno-Vortrag über Alban Berg anhören…

 

Hackentrick

Juli 3, 2020

Habe heute mal wieder die unglaubliche Spider-Fußtechnik von Jan Stix Pfennig bewundert.

Auch wenn ich technisch davon kilometerweit entfernt bin, interessiere ich mich gerade für einen ähnlichen, wenn auch deutlich simpleren Ansatz: Die linke Ferse kümmert sich dabei um die Steuerung von elektronischen oder akustischen Zusatz-Sounds/-Pattern, bzw. um die Fütterung des Delay-Effekts mittels einer A/B-Box.
Wäre doch toll, wenn meine fünf „Hackentricks“ aufgrund ihrer Nachvollziehbarkeit die Schwellenangst vor mehr als zwei Fußmaschinen reduzieren würden.

View this post on Instagram

Habe heute mal wieder die unglaubliche Spider-Fußtechnik von @stixonspeed bewundert. Auch wenn ich technisch davon kilometerweit entfernt bin, interessiere ich mich gerade für einen ähnlichen, wenn auch deutlich simpleren Ansatz: Die linke Ferse kümmert sich um die Steuerung von elektronischen oder akustischen Zusatz-Sounds/-Pattern bzw. um die Fütterung des Delay-Effekts. Vielleicht reduzieren ja meine fünf „Hackentricks“ aufgrund ihrer Nachvollziehbarkeit die Schwellenangst und werden zur Rampe für deine Experimente mit mehr als zwei Fußmaschinen? #additionalhandclap #additionalekick #doublethebackbeat #crasher #preparedjamblock #abbox #echodrums #meinlpercussionfamily #meinlcymbalsgermany #tama_germany #vf15 #spiderpedaltechnique

A post shared by Oli Rubow (@olirubow) on

Auf zu neuen Ufern: Kopfsprung ins kalte Wasser und dann tief ein- und spielerisch durchtauchen…
Meine Favoriten:
E1. Club-Kick (elektronischer Four on the Floor Puls) oder die e-Bassdrum übernimmt während eines Formteils das akustische Pattern und orchestriert es anders. Boom auf die „1“ geht natürlich auch wunderbar mit dem linken Fuß!
E2. Foot-Clap (zusätzlicher elektronischer Layer: zur Backbeat Dopplung oder für ne starke „4“).
Der Vorteil des elektronischen Aufbaus: ein (All-in-One Trigger-) Pedal*, aber viele verschiedene Soundoptionen, die von Song zu Song, aber auch während eines Tracks gewechselt werden können.
* Ich verwende dafür gerne die alten Kat-Pedale FatKat und HatKat, mit ihrer super funktionalen Federkonstruktion, könnte mir aber auch gut aktuelle Trigger-Pedale vorstellen (Millenium, Roland KT-9, Triggera, Yamaha…)
A1. Akustische Clap-Nachbauten (hit a Crasher oder einen, mit nachrasselnden Schrauben befüllten Jamblock) oder Erinnerung an ein typisches Studio-Klischee, bei dem der Schellenkranz zur Dopplung der wichtigen Snareschläge benutzt wird.
A2. Zwar ohne Pedal, aber mit selbem Fersentritt, werden um den Fußknöchel gebundene oder auf den Oberschenkel abgelegte rasseln/Nüsschen/Glöckchen zum Klingen gebracht (siehe Tommy Baldu).

Als Alternative zur schräg zum Hihat-Pedal ausgerichteten Kombination aus Bassdrum Pedal und Percussion-Halterung finde ich die Idee des Ortega Cajon Pedals (left foot) sehr reizvoll. Dieses könnte parallel zur Hihat-Trittfläche positioniert werden, im Idealfall noch bequemer getreten werden.

OCJP-L_GB_web_main@2x

Weitere Idee gibt’s im Beitrag „Neue Aufgaben für den Linken„.

PS. Auch schön: Hackentrick präsentiert; Hall of Fame – die größten Fussball-Legenden und Hackentore

dpa-Picture-Alliance-31319190-HighRes_small-1024x753

3 nice headlines

Juli 1, 2020

(l)earn the flow
Inspirierendes Gespräch mit Eric Harland und John Mayer.

Auch klasse, der Podcast von Max Gaertner mit Rainer Römer (vom Ensemble Modern, Super Prof der HfMDK).

Im Sitzen seit 1910
… wird die Basstrommel bespielt. Der Ableton Artikel „Enter the Tempel of Boom“ widmet sich der akustischen Kick.
Darin entdecke ich den Verweis auf die Hal Blaine/Phil Spector Anekdote zur „Be my Baby“ Schlagzeugaufnahme. Und lerne, dass das stark verhallte Drumintro nicht dank Strom und Effektmaschine entstanden ist, sondern in einem Spezialraum der LA Gold Star Studios entstanden ist.
Dass Blaine zeitgleich mit roten Aufnahme einen Trommelstock fallen lässt, durch die anschließende Stock-Beschaffungsmaßnahme mit dem anderen Hand aber nur die Zählzeit „4“ auf der Snare unterbringt und fortan den „Fehler“ selbstbewusst wiederholt, als ob nichts anderes geplant worden wäre.
>>When you’re in the studio, if you make a mistake, do it every four or eight bars. It becomes part of the arrangement.<<

Hey, Ferienbeginn!
Hier drei tolle Bücher zum Einstieg: Karl Bruckmaier „The Story of Pop“, Emilie Gleason „Trubel mit TED“, Maraim Kühsel-Hussaini „Tschudi“

IMG_5546

>>Das waren keine Erzählungen mehr, das waren Effekte, Unerschrockenheiten, Farbattacken, inmitten einer Ordnung, die doch jeder bis zu diesem Tage für unantastbar gehalten hatte<< aus „Tschudi“ Seite 13/14

IMG_5548

Steve Gadd Kick

November 17, 2019

zwei schöne Tabubrüche: Hall auf der Kick und keine Bassgitarre

November 13, 2019

Kiss“ mochte ich eigentlich nie richtig… nachspielen schon gar nicht…fühlte sich irgendwie zu oft „cheesy“ an – meine Meinung hat sich aber gerade mit der Anekdote von David Z geändert:

>>As for the lack of bass guitar, we always ran the kick drum through an [AMS] RMX16 and put it on the Reverse 2 setting to extend the tail of the reverb. That served as a kick drum and a bass, and it was a signature sound that we used all the time with Prince. We didn’t need a real bass. And there was no reverb on anything else; just the kick.<<

Wer sich fürs 150ms Hihat-Echo interessiert, lese den ganzen SoundOnSound Artikel.

Stock- oder Notenhalter

Juni 2, 2019

Habe meinen DrumGees zwei neue Aufgaben zugedacht. Befestigt an zwei Bassdrumstimmschrauben kann das Gummi entweder einen Ersatzstock halten – quasi Ersatz für die nicht mehr erhältliche Sticktrap von Thomas Tiesler – oder es befestigt ein 10″ Trommelfell (als kleine Variante des mehrfach erprobten Leadsheet-halters 1/2) auf der Kick:

Hier noch die Variante mit Kick DrumGees,14″ Fell und an den ecken beschnittenen DinA4 Sheets:

IMG_2010

souverän

Mai 25, 2019

Weltverbundene Ruhe und der/die Kick zum richtigen Zeitpunkt:

 

durch Stuhldrehung in die Unabhängigkeit

März 3, 2019

Da ich gerade meinen linken Fuß zum Kicken animiere – will sagen: ich übe gerade am Doublekick-Setup (wobei die zweite eine elektronische Bassdrum ist)  – passt der Aufbau von Wes Watkins bestens zu diesem Unabhängigkeitsgedanken: er benützt zwar nur die herkömmliche Kick, hat aber anstelle des Floortoms eine zweite Snare und rechts daneben auch noch eine weitere Hihatmaschine aufgebaut, so dass eine dezente Stuhldrehung zum spiegelverkehrten BD-SD-HH-Spielgefühl führt.

Ich versuche mich an diversen Baustellen: in erster Linie an zwei unterschiedlichen klingenden Bassdrums (1, 2, 3, 4) und ihren polymetrischen Möglichkeiten, aber auch an der Kombi von (Click-freier) 303 Bassline und Tap-Delay (angefixt von Nils Frahms‘ Juno 60 Arpeggiatoren) und dem immer wieder beeindruckenden Phänomen der Resonanz: nämlich, dass eine, besser noch: mehrere, unterschiedlich gestimmte Snaredrums je nach Filtereinstellung durch den Verstärker angeregt werden und somit im Raum den elektronischen Klangerzeuger mit „hangemachter Verzerrung“ bereichern.

Resonzfell „Eclisse“?

Januar 17, 2019

Ich habe eine schöne Nachtischlampe – Erbstück von meiner Oma. Das Modell „Eclisse“ ist schon seit Jahren im Gebrauch, aber erst gestern Nacht drängte sich mir nach dem Einschalten die Frage auf, warum es noch keine Kick-Resonanzfell-Konstruktion gibt, bei der sich (mittels Drehvorrichtung, Schiebetürchen, Klett-System o. ä.) die Charakteristik von geschlossenem zu ventiliertem Fell ohne Fellwechsel ändern lässt…

img_0724

 

3 kicks in a row

August 29, 2018

View this post on Instagram

It’s not what it looks like.

A post shared by Aaron Sterling (@sterloid) on

Sieht sehr gut aus, aber tatsächlich würde ich gerne mal die Mikrofonsignale  der drei Basstrommeln (falls sie aufgenommen wurden) hören, wie es um die die „sympathetic resonance“ bestellt ist, ob sich dabei hörbare Flams ergeben oder etwas Echo-artiges entsteht (was in der Rubrik mechanical delays abgelegt werden könnte) –
so viele Fragen. Ich glaub‘, ich sollte mal bei Sterloid aka Aaron Sterling durchklingeln…