Archive for the ‘Echodrums’ Category

der manuelle Leslie-Effekt

September 5, 2022

Arthur Dubois zeigt uns im IG den manuellen Leslie-Effekt:
einfach ein dynamische Mikrofon über das ausklingende Instrument schwenken.

Und Silvan Strauss antwortet kreativ:

Siehe passend dazu auch
– den Videoclip von Ulf Stricker, in dem er das Effekt-Mikro als Trommelstock zweckentfremdet
– die Paiste Rotosound Konstruktion, die ich erstmals bei Rene Creemers erlebt hatte (leider nicht mehr im Programm)

rein ins Werk!

Juni 29, 2022

Am Donnerstag, den 30. Juni findet sich das Rubow & Leicht Duo im krass renovierten ono2 ein (ich vergebe direkt mal eine Spielstätten-Design Medaille).
Wir beginnen um 21 Uhr, der Eintritt ist frei (aber ihr dürft gerne für humanitäre Hilfe spenden, vor Ort oder dort).
Falls der Kunsthunger groß und/oder der Tag superheiß sein sollte, empfehle ich für die Anreise einen Zwischenstopp im Portikus-Museum um die Ecke. Denn für die aktuelle Installation von Asad Raza wird das Gebäude mit Mainwassergeflutet. Die taz schreibt unter Überschrift „rein ins Werk“:
>>Durch drei Rohre fällt das Flusswasser in den Ausstellungsraum, sprudelt durch Filter in einen Bachlauf, der am Ende hinabfließt und schließlich wieder aus dem Haus hinausführt, zurück in den Fluss. Man kann hier nicht nur im Wasser waten oder es durch die Hände rinnen lassen (erstaunlich warm temperiert), sondern das gefilterte Flusswasser auch trinken (erstaunlich wohl­schmeckend).<<

Hier noch ein passender Energieschnipsel vom letzten Gig, neulich:

PS. Der Portikus ist bis 19h geöffnet – auch dort ist der Eintritt frei. Und es gibt dort ja nicht nur die Raza Installation zu befühlen, sondern auch den immer wieder schönen Lichtbogen „Light Lab“ von Olafur Eliasson!

PPS. auf der Suche nach einer geeigneten Spendenbox bin ich über Levis alten Sparelefant gestolpert, diesen schicken Sparhelfer aus meinem Geburtsjahr (1972), der über seinen äußerlichen Reiz hinaus auch noch auf den Namen DRUMbo – ein Kofferwort aus Dresdner (Bank) und Dumbo (der Elefant) –
hört.
Der Legende nach wurde er von Luigi Colani designt – aber das stimmt gar nicht…(Bernd Diefenbach war’s).

Vision, Geduld und Technik

Juni 28, 2022

Als Drummer zu den Gigs mit Bahn und Klapprad? Geht! Immer besser.
Ist dazu klimafreundlich und auch immer leicht abenteuerlich.
OK, ein wenig Selbstbeschränkung beim Packen (und der spielerischen Ausrichtung) muss sein, Absprachen im Vorfeld mit dem Veranstalter bzw. den dir gewogenen Endorsement-Partnern ebenfalls –
aber dann steht einer gemütlichen Fahrt (mit Zeit zum Lesen, Hören, Ausruhen) bzw. erfrischendem Fahrtwind im Gesicht, eigentlich nichts mehr im Wege.
Ein Hoch aufs Kwiggle, ein großer Dank an Tama (und Stephan Hänisch) für 25 Jahre voller bester Unterstützung!

So versüßte mir Stefan Zweigs „Schachnovelle„* die Gedanken während der Anreise, auf der Bühne entdeckte ich bei Julian Feuchter – hey, Drumset-Sharing zweier Kapellen auch gut – diesen Ablage-Trick, bei dem eine König & Meyer Ablage einfach ans Standtombein geklemmt wird. Super!

* Die Schachnovelle, die folgendermaßen beginnt:
>>Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde. Gäste vom Land drängten durcheinander, um ihren Freunden das Geleit zu geben, Telegraphenboys mit schiefen Mützen schossen Namen ausrufend durch die Gesellschaftsräume, Koffer und Blumen wurden geschleppt, Kinder liefen neugierig treppauf und treppab, während das Orchester unerschütterlich zur Deck-show spielte.
Ich stand im Gespräch mit einem Bekannten etwas abseits von diesem Getümmel auf dem Promenaden-deck, als neben uns zwei- oder dreimal Blitzlicht scharf aufsprühte – anscheinend war irgendein Prominenter knapp vor der Abfahrt noch rasch von Reportern interviewt und photographiert worden. Mein Freund blickte hin und lächelte. »Sie haben da einen raren Vogel an Bord, den Czentovic.« Und da ich offenbar ein ziemlich verständnisloses Gesicht zu dieser Mitteilung machte, fügte er erklärend bei: » Mirko Czentovic, der Weltschachmeister. Er hat ganz Amerika von Ost nach West mit Turnierspielen abgeklappert und fährt jetzt zu neuen Triumphen nach Argentinien.«<<

Auf der Rückfahrt erfreute mich der Kenny Dope Mini-Edit von „Red Clay“ und von Marcel Römers Playlist, der erstaunliche Trommeltrack „Sangandongo“ aus dem Jahr 1970, u.a. mit Klaus Weiss, Keith Forsey und Udo Lindenberg hinter den Schlagzeugen:

PS. die Überschrift stammt ebenfalls von Stefan Zweig.

Ball Pompös

Juni 1, 2022

Wie konnte mir Johnny Controlletti nur als top Echodrums-Beispiel durchrutschen? Einmal den kompletten Groove durchs Slpaback Delay, bitte. Anno 1974 in Deutschland…

Dafür musste ich wohl gestern die Einladung zum Lindenberg Konzert in der Festhalle annehmen, mich von Bertram Engels gnadenlosen Viertel-Hihat-Grooves und seinen so geschmackvollen Fill-Ins begeistern lassen – die sogar meine anschließenden Träume bestimmten (hey, ich als fast Tom-loser Schlagzeuger spiele in der Traumnacht über mindestens drei drei Tom-Toms…) – und heute direkt jenes Deutschrock-Album auflegen, das meine Kindheit vertont hatte, „Ball Pompös„.

böser Blick?

Mai 9, 2022

Habe im folgenden Video ein paar Möglichkeiten zur Verkettung von Echogerät und Whammy-Pedal zusammengestellt:

Laut Online-Übersetzung bedeutet „whammy“ einen bösen Blick, dabei ist der Pitch-Parameter in der Geschichte der elektronischen und programmierten Beats ein kreativer Sonnenschein – weil hochmusikalisch wirksam!

Mai!

Mai 1, 2022

Im taz-Interview („Überfluss nimmt Freiheit“) haut der Zeitwohlstandsforscher Gerrit von Jorck ein paar treffende Sätze raus:
>>In dieser [Überflussgesellschaft] fehlt uns häufig die Zeit, richtig zu konsumieren. Also: Das, was wir erworben haben, auch zu nutzen […]
damit eine Sache Nutzen stiften kann, muss ich Zeit mit ihr verbringen […]
Zunächst einmal müssen wir die Zeit, die wir mit Erwerbsarbeit verbringen oder verbringen müssen, reduzieren. Und wir müssen die Arbeit entdichten, also den Stress und den Druck reduzieren. Dadurch wird Arbeit befriedigender und weniger erschöpfend und die Menschen haben Kapazitäten, ihre Freizeit jenseits des materiellen Konsums zu gestalten, ihre Interessen und Kompetenzen wahrzunehmen.<<

Und so teile ich meine kleine Schatztruhe vom ersten Mai, für die Du lediglich Zeit brauchst.

Darin befindet sich ein neu entdecktes Interview mit meinem Lieblingsdrummer und Lokomotivführer Helge Norbakken.
Überlagerung scheint das Große Thema zu sein. Die Kombination unterschiedlicher Schlagmaterialien, das Schichten verschiedener Klangfarben bzw. das Vergrößern/Verzerren („distortion“) eines Sounds („two sticks in the hand for the impression that there are more players“), die Transformation der Klangfarbe („from tonal to abstract“):

Im zweiten Teil geht’s um die Sabar Familie, den Trommel Sound aus dem Senegal. (Verrückt genau diesen Instrumenten Namen hatte ich noch vorgestern vermisst, als ich Roland Peil von Ndagga Rhythm Force erzählt hatte.)
… Kontraste, Polyphonie, Wellen & „beautiful attacks“… dank gemeinsamer Trommelmusik!

Auch wenn bei Norbakken ein zugemischter Hall als verbindendes Element wunderbar fungiert, feiere ich die herausstechenden Zweiträume des Dub-Vermächtnisses ebenso. Zack, bin ich bei meinem Highlight des nächtlichen Jams in den Mai, die von Michael Rütten aufgelegte Colourbox Scheibe „Baby I Love You So“ (1986).

Schließlich noch Scofields „Blue Matter“ in der Hamburger Fabrik. Harmonien zum (Weiter-) Träumen…
(denn im Sommer desselben Jahres durfte ich der Band in meiner Heimatstadt als Stagehand dienen, Dennis Chambers während des Gigs aus allernächster Nähe beobachten und nach dem Abbau mit Gary Grainger noch Pfannenkuchen verspeisen)

Klatschen auf eins und drei??

April 11, 2022

Wird direkt zum Projekt für die kommende Woche ernannt: ich versuche lässig auf 1 und 3 zu klatschen.
Damit’s nicht nach Bierzelt klingt, verwende ich ganz schön viele Geräte.
OK, das Herzstück – der Amdek Clapper – ist schon etwas älter (quasi 808) und benötigt ein Noisegate gegen das hohe Grundrauschen. Das Whammy Pedal erhöht (bzw. verzerrt) die Eingangslautstärke und transformiert den Sound durch seine Pitch-Wippe in Prince-artige Gefilde.
Schließlich noch etwas Hall und Echo – eh immer musikalisch!

Eventide Blackhole, Whammy Mk II. Amdek Clapper + Alesis Microgate, Boss AB-2

und los…

Geschickt, dass das Whammy Pedal über zwei Ausgänge verfügt. So leite ich den Dry-Output via AB-Box (also. ja/nein) zum JHS Delay, der verstimmte Wet-Output wird noch durch den optionalen Eventide Hall geschickt.

Obrigado

April 8, 2022

Hey, ein lautes danke in Richtung England, genau genommen an Fila Brazillia, deren geschmackvoll zusammengebastelte Attitude (eins a Samples, Funk galore und gerne humorvoll) immer hoch im Kurs stand!
Mitte der Neunzigerjahre fühlte ich mich, als hätte ich mich in einer Jazz-Sackgasse festgefahren. Doch die britische Elektronikabteilung hat mir prompt einen schönen Ausgang gezeigt. Einerseits mit ihren energiegeladenen Jungle-Experimenten, andererseits durch den Downtempo-Gegenpol aus Bristol und Sheffield. Bis heute berausche ich mich am kreativen Output der Bedroom Producer und DJ-Kultur Macher.
Ein früher Meilenstein für meine Weiterentwicklung war Fila Brazillias Album „Black Market Gardening“ aus dem Jahr 1996. Und weil ich mich gestern so über einen tollen Tourbeitrag von Steve Cobby gefreut hatte – er ist einer der beiden Fila Produzenten – wurde heute das Album auf dem Weg zum Proberaum wieder mal genossen. Anschließend im Vibe des Eröffnungs-Tracks „Obrigado“ getrommelt. Sowohl Jazz, als auch Electronics…

Danke sage ich damit aber auch an Mike Marklove, der nicht nur kräftig mitgespendet, sondern mir zudem sein altes Meinl Dragon China Ride überlassen hat. Es wurde (von Chris Kamin kunstvoll repariert) und direkt mit einer neuen Message versehen, so dass es nun für die gute Sache schwingen kann…

Lazy

April 3, 2022

Noch ein kurzer Ausschnitt vom Trio Gig mit Peter Wölpl und Wolfgang Schmid. Spätestens am 28.5 spielen wir wieder zusammen – in der Schorndorfer Manufaktur anlässlich der Gitarrentage. Hurra!

#LuminosW

the Echo Collector

März 31, 2022
  1. eine spezielle digitale Roland Space Echo Version (Bj. 1985?) für den japanischen Markt, die ich so noch nie gesehen/gehört habe: Roland RDE-1800 Digital Echo plus Spring Reverb

2. ganz heute, der neue Wurf von Chase Bliss: Habit, the Echo Collector.
Ein ungeheuer komplexes Effektgerät, mit dennoch ganz klar verheißungsvollen Möglichkeiten, auf die sich zu stürzen auch als Rhythmusmacher Sinn machen könnte… (kompliziertes Pedal, komplizierter Satz). Check the manuals!