Archive for the ‘Echodrums’ Category

die nächste Schaustellerreise

Oktober 14, 2018
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Welch wohltuender Wiedereinstieg mit Hattler! Und bemerkenswert, dass die überwundene Kunstpause nicht nur unsere Spielfreude, sondern auch das Inhaltliche derart beflügelt.
Dass die Oktobersonne einvernehmlich mitstrahlt müsste gar nicht erwähnt werden.
Beim Konzert im KS Audio Showroom beeindruckte mich zunächst der äusserst angenehm klingende Raum, dann die darin verbauten Akustikmaßnahmen – von klassisch-bewährt (viel Holz, Lochplatten, große, stimmbare Halbzylinder-Bassfallen, keine parallelen Flächen) hinzu digital-innovativ, nämlich der Kombination aus 16? Mikrofonen, noch mehr in Halbhöhenlage verbauten und von der Decke hängenden Aktivboxen, sowie einer speziellen Software, dank der sich per Mausclick verschiedene Räumlichkeiten zum Lautsprecherklang addieren lassen.

Quasi wie im autonomen Feedbackloop von Originalsignal und Effekt, den ich es beim Echotrommeln mit naher Monitorbox so liebe…

Ein aufwendiges und besonderes System jedenfalls – ob es dafür wohl irgendein analoges Vorbild gibt? Vielleicht realisiert aus mechanisch verschieb- oder drehbare Wänden (wie wir sie aus Tonstudios kennen) und großen, sich öffnenden Tonnen für den Nachhall?
PS. Mit dem Besuch bei KS kannte ich nun auch den Herkunftsort der Klein und Steck-Anlage, die ich während meiner Zivi-Zeit in der Villa Roller jedes Wochenende schleppen, aufbauen und betreuen musste, ne durfte, und dabei eine Menge gelernt hatte: dass außerhalb meines Jazz-Mikrokosmos noch ganz andere intensive Musikgenres und Szenen existieren (in dem Fall: Hardcore, Punk), dass der FOH Platz eigentlich das gleiche Gewicht hat wie die auftretende Combo…

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Die Hattler Tour geht im November weiter (09.11. Reutlingen, 13.11. Rüsselsheim) und die schicke Grafik kommt – wie immer – aus dem Hause Karlssonwilker Inc. NYC

Fahrgeschäfte

September 17, 2018

Techtalk
1. Redundanz:
Ich habe in den letzten Jahren gerne schnelle SD Karten als Backup-Speicher mitgeführt, dank des Tipps von Klaus Scharff (Kombination aus Micro SD und MacBook Adapter) stehen sie jetzt nicht mehr über 🙂
2.  Strom:
a. Aus dem stereophonen Kopfhörerausgang des RME Firefaces werden Clicktrack und Playback zu meinem kleinen Monitormischpult geschickt, der Click-Kanal darüberhinaus nochmals gesplittet, damit er auch im Pult des Bassisten pulst. Komischerweise gab es dabei immer wieder mal brummende Kanäle.
Hier verhilft uns nun der Lehle P-Split-II zu einer klaren Verbindung!
b. Die Voodoo Lab Stromversorgung (für SPD::One und RE-20) tut ein Weiteres, um Netzteilbrummen zu vermeiden.
c. der interne Subbass/Boom-Sound des SPD::One Electro gefällt mir gut, vor allem da er sich mittels Pitch-Poti in jedem Raum schnell anpassen lässt. Es ist zudem hilfreich zu wissen, wo bzw. wie sich Threshold und Sensivity regulieren lassen
d. Output-Level und Klang der Roland/Boss-Geräte lassen sich durch hochwertige und aktive DI-Boxen deutlich verbessern!
e. Yo! Mein alter Little Lehle-II kann auch bei einem DI-Box Engpass aushelfen
PS. das ich alles Elektronische in Black White Mono höre/spiele, versteht sich von selbst!

 

Neuentdeckungen
1. die Lido Terrasse in Berlin. Und in Hamburg wohnt jetzt ja meine Schwester Jule – da schmeckt der Galão gleich doppelt gut!
2. der Philosophen Spaziergang in Heidelberg
3. vor dem Kölner Stadtgarten, die Trennwand zwischen Pop- und Jazzproduktion:
Nightliner (DePhazz) vs. Transporter (Wood Brothers)
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4. Das Café Marcel im Freiburger Stadtgarten und Henry Moores „Liegende“ vor der Uni
5. Das perfekte Sprungbrett in den Bodensee (im Bregenzer Mili)

 

 

 

 

 

 

6. Dem Sommer entspannt „auf Wiedersehen“ flüstern und sich dabei noch ein wenig durch München treiben lassen (Stilleben von Ulf Kleiner)
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7. Wien: Der „überstürzte Neumann“ und Hotel Daniel, sind beide klasse, die „Drei Hacken“ gegenüber vom Pory & Bess eh!
8. Prag: immer wieder very Disney, dennoch berührend. Und nächstes mal werden die Trdelník getestet.
X. Unser Merchandiser David Ernst zeichnet auch (toll!)

spannender Fremdsound
Ich höre mir die Tipps von Joo Kraus durch – wie beispielsweise Jim Halls 75er Concierto oder Chet Bakers „She was too good for me“ (beide mit Steve Gadd) oder Bill Withers „‚Bout Love“ mit Russ Kunkel* und Walter Bishop Jr.,  Rolfs Wink (Mac Miller & Thundercat), aber auch die SWR Produktion „100 Jahre Schlagzeug – Wie das Drum Kit die Musik verändert hat„, sowie diverse Querverweise aus der Bartos Biografie, u.a. Maurico Kagels „Match“ aus dem Jahr 1964 oder Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963):

Ach ja, den ungarischen Schlagzeuger und Dirigenten Domonkos Héja wollte ich noch auschecken, ebenfalls den anderen Ungarn, Ferenc Nemeth (mit seinem Becken-losen Kit!) und die Lernbeobachtungen von Malte Burba auch…

Attitude
*Im Modern Drummer Interview prognostizierte Russ Kunkel 1984:
>>Simmons drums do have a finite amount of sound within them. So eventually, after everyone uses it for five or ten years, there’ll be something else. You’re not going to replace the acoustic guitar and you’re not going to replace the acoustic drums. But I like all the electronic drums. The only thing that bothers me is that everybody loves it and everybody really uses it, so it’s going to be overused. It’s probably reaching that point now. The drum machine duplicating real drum sounds and eliminating the hassles of dealing with a drummer and getting a drum sound is going to be around for a long time because it’s a time-saver.<<

elegantes Abschlussfoto

3 kicks in a row

August 29, 2018

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It’s not what it looks like.

A post shared by Aaron Sterling (@sterloid) on

Sieht sehr gut aus, aber tatsächlich würde ich gerne mal die Mikrofonsignale  der drei Basstrommeln (falls sie aufgenommen wurden) hören, wie es um die die „sympathetic resonance“ bestellt ist, ob sich dabei hörbare Flams ergeben oder etwas Echo-artiges entsteht (was in der Rubrik mechanical delays abgelegt werden könnte) –
so viele Fragen. Ich glaub‘, ich sollte mal bei Sterloid aka Aaron Sterling durchklingeln…

No Stressbrett

August 18, 2018

Habe mir heute mal ein reisefreundliches Elektronik-Brett für die DePhazzBlack White Mono Tour“ zusammengeklebt:
Ein kleines Mackie Pult für den InEar-Mix (aus Monitor-, Playback- und Click-Signalen), das altbewärte Boss-Pärchen aus A/B-2 und RE-20 für Hall- und Echo-Effekte, sowie ein brandneues Roland SPD::One Electro für elektronische Signature Sounds (Claps, Booms, Hats, Piuus und 1 Lieblingssample).
(Für die Sommercable bedanke ich mich Thierry, für die Voodoo Lab Verstromung bei Jürgen Kirschner.)

Kannste Dir auch gerne mal anhören 🙂

05.09.18 Berlin · Lido
06.09.18 Hannover · MuZ
07.09.18 Hamburg · Mojo
08.09.18 Osnabrück · Lagerhalle
09.09.18 Düsseldorf · Capitol
11.09.18 Köln · Stadtgarten
12.09.18 Kaiserslautern · Kammgarn
13.09.18 Karlsruhe · Tollhaus
14.09.18 Heidelberg · Karlstorbahnhof
15.09.18 Ludwigsburg · Scala
16.09.18 Freiburg · Jazzhaus
19.09.18 A-Lustenau · Freudenhaus
20.09.18 A-Innsbruck · Treibhaus
21.09.18 München · Ampere
22.09.18 Friedrichshafen · Bahnhof Fischbach
24.09.18 A-Wien · Porgy & Bess
25.09.18 CZ-Prag · Lucerna Music Bar
26.09.18 Leipzig · UT Connewitz

…und vielleicht lese ich Dir dann sogar auch noch meine momentane Lieblingspassage aus der Karl Bartos Biografie („Der Klang der Maschine„) vor?

Sommer/Ferien¡

Juni 25, 2018

Seitdem Levi die Schule besucht, freue ich mich über jeden Ferienausruf wie früher.
Der Gig vom Samstag bot die perfekte Rampe für einen Sommerurlaub – mit dem Carsharing-Cabrio* zum Yachtclub, dann ausgedehnt tanzen, feiern, freuen, klappern. Das Reiserahmenprogramm liegt ohnehin schon parat – sprich, ich wäre bereit 🙂

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Wer jetzt (noch) keine Ferien machen kann, dem empfehle ich den Lunch-Break nach Chicagoer Vorbild:

* Ich bin echt begeistert, dass alles Equipment ins Smartcabrio passt – OK, ich hatte auch keine große Wahl, da alle anderen Mini-Flinkster wohl fussballfeiertechnisch ausgebucht waren. Wie dem auch sei: kleine Karre, großer Sound!

Yachtclubbing

PS. und nach dem Ausruhen geht’s mit neuem Duktus? wunderschön, fantastisch und sehr, sehr großartig, vor allem WERBEFREI weiter!

Echodrums listening Pearls

Mai 31, 2018

Da ich immer wieder zum Thema Echodrums befragt werde, diesbezüglich ja auch schon einiges geschrieben* habe – leider kräftig verstreut und nur auf deutsch -, würde ich gerne die Essenenz der bald zwanzigjährigen Delay-Fahne in einem Hosentaschen-Büchlein bündeln – im Idealfall (auch) in englisch.
Als Appetizer bzw. Ohrenschmaus habe ich mal 60 Minuten Musik zusammengestellt in denen das mikrofonierte Schlagzeug zum Labor für Trommler und Tonmeister wurde. Dass jene Ergebnisse aus der Musikproduktion wiederum uns kreativen Rhythmusmachern die wichtigen Kartendaten liefern, um Grenzzäune zu überspringen und Neuland zu entdecken, muss nur gehört-nachgeforscht-gelesen (und irgendwie transferiert) werden… ist eh klar!

Enjoy:
Mad ProfessorBucket Brigade“ 1982
Ernie & Bert „Das Echospiel
Billy Cobham „A Funky Kind Of Thing“ 1975
Kraan „Silky Way“ 1977
Massive Attack & Mad Professor „Bumper Ball Dub (Karmacoma)“ 1995
Lenny Kravitz „Again“ 2000
Maurizio „M05A (edit)“ 1995
A Tribe Called Quest „Moms“ 1998
Everything But The Girl „Walking Wounded“ 1996
The Police „Walking On The Moon“ 1979
Pink Floyd „Nick Mason-The grand vizer’s garden party“ 1969
Moloko „Its Nothing“ 2000
Peech Boys „Don’t Make Me Wait“ 1982
Daniel Lanois „Frozen“ 2005
King Tubby meets ScientistWickedest Dub“ 1996
Mahavishnu Orchestra „The Unbeliever“ 1984
Wolfgang Haffner „Crusin (Featuring Nils Landgren + Lars Danielsson)“ 2006
Mad Professor And Jah Shaka „Ecological Dub“ 1984

*  In gedruckter Form findest du einiges in den beiden Büchern „e-Beats am Drumset“ und „Das moderne Schlagzeugquartett„.
Für die drums&percussion Workshops („vom Zitat zum Ich“) habe ich dem Thema fünf folgen gewidmet (1 Hall, 2 Echo, 3 Echo Plus, 4 FX Galore, 5 Looper).
Und hier im Blog gibt es die Rubrik Echodrums.

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einhändig einen Knoten machen

April 18, 2018

Bei mir war das Thema Plattenindustrie die letzten Wochen ziemlich präsent. Erst durch die beiden Subutex Bücher, dann die Echo-Diskussion.
Konnte ich schließlich für mich heute Nachmittag positiv abschließen bzw. einrahmen, durch eine Entdeckung im Sachsenhausener Secondhand Laden, nämlich dem letzten Titel („Oriana„) von Al Di Meolas „Kiss my Axe“ Album, der mit diesem cleveren Einhand-Tom-Delay-Groove beginnt:

 

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Percussion Enhancement

April 16, 2018

Sterloid aka Aaron Sterling hat viele tolle Ideen, die folgende schreibe ich gar komplett aus seinem Instagram Post ab:
>>Find a loop. It doesn’t matter if it’s even that good. Then run it through one of these tiny shitty speakers. Then play some percussion or something acoustic onto a mic with that average loop playing through the shitty speaker in the background, thus becoming re-recorded with low fidelity (in a good way, especially if you distance it strategically in relation to the mic). It’s a nice way to enhance an otherwise “normal” sounding percussion part and a good exercise in commitment.<<

Bin vermutlich bald fällig für die „Sounds of Sterloid Pt.2„, zumal >>there are also two different segments dedicated to the use of guitar pedals with drums and how Aaron integrates them in all sorts of ways, from the subtle and musical to the bold and destructive<<.

Der Echo – Widerhall der anderen Art

April 16, 2018

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Martin Meixner bringt’s auf den Punkt:
>>Weil wirklich alle gerade über den ECHO reden… es heißt übrigens „das“ ECHO … Also eins meiner absoluten Lieblings ECHO Geräte ist z.B. das Deluxe Memory Man von Electro Harmonix. Und zwar die Big Box, Baby! So.<<

Und dennoch freute ich mich gestern im Anflug auf Budapest in der Sueddeutschen über Campino zu lesen:
>>“Auch wir haben mit Tabubrüchen gearbeitet“, sagt Campino nun auf der Echo-Bühne, „ich bin also vom Fach.“ Die Grenzüberschreitung gehöre dazu, gerade im Rap. Doch heutzutage müsse man sich die Frage stellen, wann die moralische Schmerzgrenze erreicht sei. „Diese Grenze muss jeder Künstler für sich selbst ziehen.“ Seine persönliche aber sei überschritten. Bei Frauenfeindlichkeit, bei Homophobie oder eben bei Antisemitismus. Er wolle ganz sicher keine Zensur, sagt Campino, das sei nicht die Lösung. Er wolle schlicht und einfach ein Bewusstsein schaffen.<<

Ein schönes Jazzanova Konzert später (mit Echos von der Bühne UND aus dem Publikum), lese ich auf der heutigen Heimreise, dass die ersten Ausgezeichneten ihre Echo-Skulptur zurückgeben. Widerhall der anderen Art – Das nenne ich Haltung.
Das aber auch:


PS. letztes Jahr polarisierte die 3Sat Doku „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“  in Bezug auf die Jazz-Echo-Vergabe.

PPS. Hellmut hatte im Jahr 2000 für das „No Eats Yes“ Album pünktlich zum Tourstart einen Echo bekommen. In meiner Wahrnehmung krähte kein Hahn (da)nach…

PPPS.

 

 

 

songs that triggered paradigm shifts

April 11, 2018

Was sich mit dem Gesangsmikro alles so anstellen lässt – 9 Songs that Changed the Way We Produce Vocals – funktioniert bestimmt auch mit dem ein oder anderen Mikrofon unseres Drumsets