Archive for the ‘Echodrums’ Category

Sahnebombe am Freitag

Januar 17, 2022

>>Die Torte, die Peter Wölpl am kommenden Freitag in der Unterfahrt anschneiden wird, sollte einen beachtlichen Umfang haben, denn es müssen immerhin sechzig Kerzen auf der Sahnebombe Platz finden.
Was? Dieser juvenile Typ wird 60? Kaum zu glauben. Wer allerdings in der Vita des gebürtigen Münchners stöbert, weiß, dass man für so viele Stationen, so viele Tätigkeiten wie die, die da aufgelistet sind, das eine oder andere Lebensjahrzehnt benötigt. Denn Peter Wölpl ist auf über hundert Produktionen ganz unterschiedlicher Couleur als stilsicherer Gitarrist zu hören, hat als sich Produzent, Film- und Fernsehkomponist verdient gemacht, füllt eine Professur mehr als aus, adelte Bands von Wolfgang Schmid über Billy Cobham bis hin zu Klaus Lage und betrieb zahlreiche eigene Projekte, in denen er als Gitarrist ungemein viel Geschmackssicherheit zeigte und mit so viel Schmackes wie Feingefühl die Saiten zum Schwingen brachte. Mit einem dieser Projekte spielt er sich zum runden Geburtstag nun selbst ein Ständchen. Sein elektronisch herzerfrischend gepimptes Duo ‘Luminos W’ mit Drummer Oli Rubow stockt er zur Feier des Tages auf: um seinen alten Freund und Gefährten, den Bassisten Wolfgang Schmid und den Visual-Arts-Künstler Michael „Gene“ Aichner.<<

Da leider nur nur ein paar „echte Menschen“ live vor Ort sein dürfen, wird das Konzert auf You Tube gestreamt, am Freitag, 21.01.22 um 20.30 (CET):

Ich bin jedenfalls schon kräftig in der Vorbereitung und habe sowohl Stressbrett als auch Meditationsecke sorgfältig geplant:

Alles dabei, Elektronisches (e-Kick + EQ, e-Clap + Reverb, Drum-Delay) und Hochfrequentes: Triangel, Glöckchen, Fingercymbal, Chimes

Drum Phase

Januar 13, 2022

Angefixt von Steve Reichs „Piano Phase“ und dem IG-Einminüter von Justin Heaverin, hatte ich neulich mit zwei Studierenden der HfMDK Frankfurt ausprobiert, was passiert, wenn beide zwar den gleichen Rhythmus trommeln, einer jedoch mit 120bpm, der andere mit 121bpm im Ohr spielt.
Habe ungeprobt die Kamera drauf gehalten und bin geflasht:

Danke, Valentin Michel & Jonathan Schuchardt!

Das ganze lässt sich selbstverständlich auch alleine testen:

Hier trommle ich zum Clicktrack (117bpm) und mein Arturia Drumbute spielt mit 115bpm. Funktioniert auch (organischer?), wenn ich ohne Click spielt und mich erstmal auf den elektronischen Beat draufsetze, irgendwann das eigene Tempo leicht anziehe und die Maschine laaaangsam überhole…Dass man dabei gerne an Stellen mit vertrauten Verschiebungen (entlang der Sechzehntel Subdivisonen) einen Ticken länger verweilt, scheint menschlich und färbt das Ergebnis organischer.
Die rechnerisch perfekte Lösung bastelt man sich schließlich in der DAW.
Eintakter aufnehmen, die Kopie etwas schneller oder langsamer rechnen, auf gleichen Startpunkt setzen und los…

117 vs. 118bpm

Water, Drones & Freeze

Dezember 20, 2021

Eigentlich wollte ich Gunbuns Experimente mit Echogerät und EHX Freeze Pedal verlinken („textured Drones“) und darüber berichten, dass ich zufällig zur Zeit auch mit einem Freeze Pedal herum hantiere, besser gesagt mit einem Hallgerät, das über eine schön musikalische Freeze Funktion verfügt: Eventides Black Hole.


Nun wird es erstmal nur eine Notiz, da mich Trilok Gurtus kreative Schlagzeugkunst an ein Triokonzert von 1989 fesselt:

1990 hatte mich das Album John McLaughlin „Live at the Royal Festival Hall“ schon völlig umgehauen, dass ich Jahre später sogar mal einen tollen Gig mit Kai Eckhardt spielen durfte, stimmt mich rückwirkend stolz, aber jetzt möchte einfach ein paar tolle Trilok Momente dieses Theaterhaus-Abends hervorheben:
– mit zwei Egg Shaker als Stockersatz, die virtuos über die Tempelblocks fliegen, beginnt das Konzert bzw. der Titel „Florianapolis“.
– natürlich, das Wassereimer/Hall Solo in „Mother Tongues“
– und generell: der besondere Setaufbau (ohne Bassdrum, mit Melanie Drums Tri Fantoms Drums und Cable Hihat), der mal sitzend, mal knieend, mal stehend bespielt wird; die fantastische Kombi aus Schlagzeug und Perkussion, die Verschmelzung von traditionell-indischem und jazzig-amerikanischem/europäischem Grooveverständnis, die zusätzliche Einbindung von Silbensprache und Mouthpercussion; wow!
Last but least: Triloks Technik, Gurtus Sound!! Hybrid trägt einen Namen…

tiefes Hören, tiefes Eintauchen

Dezember 4, 2021

Gerade musste ich der Kontext Wochenzeitung entnehmen, dass Hermann Bausinger, der „Tarzan-Professor“ am 24.11.21 mit 95 Jahren gestorben ist. Ihm, dem es >>stets gelungen sei, auf der „dialektischen Argumentationsschaukel noch jedes Ungleichgewicht“ ins Lot zu bringen<< durfte ich während meines einzigen Studium-Semesters all wöchentlich zuhören, damals 1993 während der Einführungsvorlesungen in die empirische Kulturwissenschaft.

Foto: Manfred Grohe


Dazu läuft im Hintergrund (obschon genau so nicht angedacht) das „Deep Listening“ Album von Pauline Oliveros:
>>Ich unterscheide zwischen Hören und Zuhören […] Hören ist das physische Mittel, das die Wahrnehmung ermöglicht. Zuhören bedeutet, dem Wahrgenommenen Aufmerksamkeit zu schenken, sowohl akustisch als auch psychologisch.<< (Quelle)
Gut – versprochen, ich werde später mein Handy verlegen und mich einem Lieblingsalbum widmen (so wie Randall Roberts letzten März vorgeschlagen hat)!

Denn jetzt möchte ich nochmals zurück zur Empirie und zu meinen Versuchen, das Schlagzeugspiel durch zusätzliche Elektronik ästhetisch aufzuhübschen, ohne eine heimliche Orientierungsspur (Clicktrack) zu verwenden. Denn diesbezüglich bin ich gestern Abend – mittels Ausprobieren – einen großen Schritt weitergekommen:
Im Echodrums-Konzept nimmt die „Tap Tempo Taste“ eine Schlüsselposition ein – ich kann nämlich völlig frei lostrommeln und dank dieser Funktion den Effekt „mitziehen“, und zwar ähnlich einfach wie ich mich für einen zusätzlichen Schlag z.B. auf ein Tom Tom entscheiden würde.
Mit der Arturia Drumbrute Impact Rhythmusmaschine, die ebenfalls über „Tap Tempo“ verfügt, gelang es mir nun, nicht nur einen elektonischen Drumloop mituziehen, sondern zusätzlich auch die Geschwindigkeit meines Echos (via Time Bandit und external tap Input im EHX Memory Man Delay) und des LFO des Erica Synth Filters (Acidbox II) fernzusteuern. Eine Tap Tempo Taste für drei unterschiedlich bereichernde Geräte: wow! Die Möglichkeiten häufen sich (nachdem sich ja neulich schon der tap-bare Boss Phaser PH-3 seinen Platz auf dem Pedaltrain verdient hatte).
Stay tuned!

Under the Conditions

November 30, 2021

Neuentdeckungen.
Beim Reisen gibt’s immer viel Zeit. Also lese (und gegenhöre) ich den taz Artikel von Julian Weber über Musikduos als demokratische Bastionen „Aller guten Dinge sind zwei Das Duo ist die kleinste Gemeinschaft, um zusammen Musik zu machen. Vier packende neue Duo-Alben, vier unterschiedliche Modelle der Arbeitsteilung„.
In Tiflis lief deshalb bald nur noch das „Natten“ Album des Kopenhagener Duos Bremer/McCoy im Kreis, gerade erklingen LeRon Carson und Theo Parrish („Under the Conditions“).

Im Instagram entdecke ich Gunnar Olsen (@gunbuns) aus Brooklyn, der wohl ebenfalls gerne seine Drums elektrifiziert.

Mit Max Gebhardt (@maxbeatwerk) gibt es ein sehr charmantes Interview in der Reihe „9 Odd Questions for Music Gear Junkies“.

Ansonsten habe ich noch zwei von Drummern geschriebene Bücher auf der Liste:
Unter dem Pseudonym Maximilian Taler hat ein (von mir hochgeschätzter) Backliner einen 380 Seiten starken Roman veröffentlicht „McBrain – Ra(s)tlos durch die Welt„.
Und Martell Beigang haut sein viertes Werk raus: „Musik ist King“.
Chapeau!

PS. noch ein schönes Stilleben vom Fotografen Olaf Unverzart.
Motto: >>Ingenious people begin great works, industrious people complete them.<<
( Leonardo da Vinci)

Bilder als Stimulus

November 18, 2021

Auf der Setliste des Nils Wülker Konzerts steht jeden Abend auch ein freies Drum Solo. Eine Ausdrucksform, der ich eher selten nachgehe oder übenderweise Beachtung schenke. Um so spannender also, welche kurzfristige Eingebung mich dann abends eine Geschichte entwickeln lässt. Zumal die Prämisse lautet, jedesmal etwas Frisches zu trommeln.
Natürlich werden gut funktionierende Tools öfter verwendet, aber die Auswahl und Schichtung der Elemente passiert spontan und intuitiv.
Mein Vorbild für die verbleibenden Shows in Hamburg und Berlin wird die großartige „Totems“ Serie des französischen Fotografen Alain Delorme sein, die Challenge: eine weiterer Layer geht noch!

Hier das Solo aus dem Kassler Theaterstübchen (zweiter Tourtag):

Mein Tourkit umfasst: Tama Fat Spruce (20″ Kick, 14″ Floortom, 14″ Snare + BFSD), Meinl Byzance Cymbals (14″ Jazz Hats, 18″ Deep Hats als Ride und Crash, 20″ Club Ride), Meinl Percussion (Alu Jinglestick, Luis Conte Shaker, Caxixi), Roland SPD:One Electro, Boss Re-20 Delay plus Boss PH-3 Phaser, Sommercable (Verkabelung mit Flaggen-Eselsbrücke, heute: Litauen 🇱🇹):

Eis im November

November 4, 2021

hey, danke HH ❤️ war mal wieder ne tolle Tour! Die geht – dank Deines am 12.11.21 erscheinenden Sundae Albums – glücklicherweise einfach weiter (zumindest auf den individuellen Abspielgeräten), so dass ich mich in neue Abenteuer stürzen kann.

05.11.21 DePhazz Erding 
07.11.21 Nils Wülker Reutlingen, franz.K 
08.11.21 Nils Wülker Kassel, Theaterstübchen 
09.11.21 Nils Wülker Freiburg, Jazzhaus 
10.11.21 Nils Wülker Osnabrück, Lagerhalle 
11.11.21 Nils Wülker Worpswede, Music Hall 
12.11.21 Nils Wülker Hannover, Pavillon 
13.11.21 Nils Wülker Leverkusen, Jazztage 
15.11.21 Nils Wülker München, Muffat Halle 
16.11.21 Nils Wülker Darmstadt, Centralstation 
17.11.21 Nils Wülker Oldenburg, Kulturetage 
18.11.21 Nils Wülker Hamburg, Stage 
19.11.21 Nils Wülker Berlin, Quasimodo
27.11.21 DePhazz & Tbilisi Symphony Orchestra GE-Tiflis

Mein Pedalboard läuft schon.
Es wurde aufgehübscht, wie man sieht, und trägt jetzt noch den tap tempo-baren Boss PH-3 Phaser Shifter – in Frontfellfarbe! Aber auch einen eine Corona AHA Erinnerung, so dass ich frohgemut und bestens gewappnet das Haus verlassen kann…

no more master clock, more topspin

September 20, 2021

Zwei gute Artikel aus den gestrigen Sonntagszeitungen passen bestens zu meinen momentanen Aufgaben:
1. die elektronische Schlagzeug-Ästhetik von der Orientierungsspur (Clicktrack, Master Clock) zu emanzipieren
2. Unter der Überschrift „Den (Preset) Rahmen erweitern“ suche ich Geschichten über jene „Game Changer“, Menschen und Produkte, die Moden entfachten und darüber neue Standards (oder gar zukünftige Klischees) im gängigen Drummer-Vokabular verankerten.

>>No more master clock!“ – „Nie wieder nach der Uhr der Herren!“ Irgendwann inmitten einer Lärmkaskade auf ihrem neuen Album „Black Encyclopedia of the Air“ schreit die US-amerikanische Dichterin und Musikerin Moor Mother, bürgerlich Camae Defstar, diesen Slogan ins Mikrofon. Es ist die ultimative Ermächtigungsgeste. Kon­trolle über die Zeit zu besitzen, das ist eine klassische Forderung emanzipatorischer Bewegungen.
Die Revolutionäre der Pariser Commune schossen 1871 angeblich auf die Turm­uhren, ein Jahrhundert später traten die überwiegend Schwarzen Ford-Arbeiter:innen in Lordstown im US-Bundesstaat Ohio in den Streik wegen der Taktung des Fließbands. […]
Aber „Master Clock“ hat noch eine zweite Bedeutung. Der Titel spielt auch den unerbittlichen Tempomat eines elektronischen Aufnahmestudios an, nach dessen Geschwindigkeit sich der Rest der Musikinstrumente zu richten hat. << Christian Werthschulte in der taz

Angefixt durch Winand von Petersdorffs Artikel DIE TOPSPIN REVOLUTION in der FAS fand ich das PDF „Technological Change and Obsolete Skills: Evidence from Men’s Professional Tennis“ von Ian Fillmore und Jonathan Hall:
>>Technological innovation can raise the returns to some skills while making others less valuable or even obsolete. We study the effects of such skill-altering technological change in the context of men’s professional tennis, which was unexpectedly transformed by the invention of composite racquets during the late 1970s. We explore the consequences of this innovation on player productivity, entry, and exit. We find that young players benefited at the expense of older players and that the disruptive effects of the new racquets persisted over two to four generations.<<

PS. der getriggerte Tennisschläger verankert diesen Beitrag noch unter einem anderen Aspekt im Blog

Rhythmus Feste

September 19, 2021

Während der vergangenen drei Drummer-Treffen gab’s einiges zu entdecken, deshalb nun hier der Nachtrag (fürs Publikum) und ein Inspirations-Notizzettel für mich.

Matthias Peukers Schätze vor dem Objekt klein a



Meine Grundidee für alle drei Veranstaltungen war, nicht nur zur Lieblingsmusik zu trommeln*, sondern dabei auch mal aktiv ins Playback einzugreifen (wie es ein DJ oder remixender Produzent tun würde).
Läuft meine Zuspielung durch ein kleines Mischpult kann ich am Equalizer drehen, um Frequenz-mäßig Platz zu schaffen (Bässe raus, mehr Spielraum für mein Kick-Pattern; Höhen raus ums Playback in den den Hintergrund zu schieben) oder ich ziehe den Lautstärkeregler für rhythmische Mutes in Betracht.
Diese Idee kann ich selbstverständlich auch digital abbilden. Dort kann ich darüberhinaus auch mit der Geschwindigkeit spielen und die Tracks in einen komplett anderen Kontext transformieren. Dazu gibt es hier einen Beitrag, respektive einen Ableton Song.
Zudem beschäftigte ich mich im Vorfeld mit der djay App, dank deren Neural Mix™ Option sich aus vollständigen Songs Beats, Vocals und Bässe extrahieren lassen. Damit erstellte ich ein paar Acappellas, die ich über andere Tracks schichten konnte (Mash-Up 2.0). Passenderweise verwendete Daniel Schild bei seinem Workshop eine ähnliche KI, nämlich die Moises App (die vor allem in der Freeware Ausgabe schon die Separation ermöglicht).

*Zur Lieblingsmusik-Schlagzeugspielen erlaubt im Vorfeld schon verschiedene Überlegungen, Übungen und Optionen: ich kann zunächst versuchen, die Rhythmus-Vorlage in puncto Pattern/Sound/Attitude zu extrahieren und im Wesentlichen live umzusetzen. Eine andere Möglichkeit – auch schön – wäre, sich einen Platz zu suchen, der das Vorhanden eben nicht doppelt, sondern musikalisch ergänzt. Und in einem weiteren Schritt wähle ich bewußt Titel aus, die im Original ohne (oder nur mit dezenter) Schlagzeugbegleitung auskommen, vielleicht gar was ganz sphärisches oder nur ein Acappella…

Hier jedenfalls mal meine verwendeten Songs:

Neben der zugespielten Musik hatte ich als Reminiszenz an die DJ-Culture noch zwei strombetriebene Kistchen dabei, das Roland-SPD:One Electro (für Handclap, Boom und Noise-Fahnen) und mein treues Boss Space Delay (zum Echodrums Thema habe ich tatsächlich ein ganzes Buch geschrieben. Wer also tiefer einsteigen möchte…) Klaro, die Überschrift lautete ja auch „den Rahmen erweitern„.

Die angedeute Grüntee Anekdote, bzw. wie der Beckensound der TR-808 entstanden ist, will ich gerne verlinken.

Und als Abschluss zum Thema (bzw. meinem Antrieb), jenseits der Bedienungsanleitung und gängigen Klischees zu forschen, hier noch das erfrischendes Experiment, auch mal die eigenen Parameter und Prinzipien auf den Kopf zu stellen. Ein andere Blickrichtung kann ebenfalls schön sein. Diesen Ansatz hat Henry Ford geschickt formuliert:
>>Wer immer nur tut, was er kann, bleibt immer das, was er schon ist.<<

Ansonsten gab’s viele motivierende „Hallos“ und gute Gespräche mit
Claudio Spieler
Anika Nilles über schon im Vorfeld anvisierte Notausgänge (was tun, wenn plötzlich die Technik zickt?)
Gergo Borlai übers musikalische Trommeln, besser gesagt: Musikmachen
Komfortrauschen (Tim Sarhans Trio) über ihre elektronische Vision und ihren Ansatz technoide zu komponieren
Yi1 – die Fotos von Philipp Schühles Badenudel-Piezo-Snare werden nachgereicht…
Daniel Schild zum Thema „Reverse Engineering“ damaliger Aufnahmepraktiken und sein Hinweis auf die Moises App
Hanno Busch (aus Jost Nickels toller Band) über sein Moogerfooger Setup
Gleb, er brachte Imogen Heap und ihre „Ableton Controlling Gloves“ ins Spiel
David „h0wdy“ Hodek – hatte ich leider verpasst, aber er hat mir netterweise sein Kick-Pedal geliehen!
Oliver Himmighofen: er berichtete von Songs, bei denen man offenbar das Snare-Gate schlampig eingestellt hatte, so dass die erste Hihat Achtel- oder Sechzehntelnote, die auf den Backbeat folgt lauter klingt als alle anderen. Daraus lässt sich eine eins a Akzentübung entwickelten, die ich fortan (anknüpfen an die Kompressormaske) „dirty gate“ nennen möchte.
9ms (Flo König, Simon Popp), deren ausgechecktes Setup eine elektronische Ästhetik ohne Computer und Clicktrack ermöglicht.(Supergut, das mittels Piezo abgenommene, ins Echo geschickte Beckensignal, dessen breiter Effekt durch Kick und Sidechain-Compressor im Zaum gehalten und rhythmisch-musikalisch verarbeitet wird.)
Max Gärtner – er beschäftigt sich zur Zeit mit Transducer, um damit Trommeln durch eine bestimmten Frequenz zum Schwingen anzuregen.
Und die Reisetrommelkoffer Idee von Matthais Peukers „Drumsonite“ ist immer wieder gut und schön anzusehen!

Simon hat übrigens schon wieder ein neues Solo-Album mit dem Titel „Devi“ am Start. Wow! Hieraus der Track „Jilu“ mit kurzem Stereo-Delay und hohem Feedback auf der Calabash:

Es war wieder mal intensiv, vor allem weil wechselseitiger Austausch. Und wird bestimmt noch angenehm nachwirken (nicht zu letzt dank des sonnengelben Peter „Tony“ Erskine Tama Sets, das mir Stephan Hänisch freundlicherweise geschickt hatte!)

im Bus oder als Maschine

September 15, 2021

Vom 15. -18. September ist wieder Superbooth in Berlin.

Stellvertretend für bestimmt ganz viel Spannendes weise ich auf Martin Stimming’s Instant Mastering Chain (mit nur einem Kilogramm Gewicht äusserst reisefreundlich, auch für den Drum Bus empfohlen), sowie auf die fette Erica Synths Pērkons HD-01 Drum Machine (mit Analog Delay!) hin.

Passend dazu – als Nachträg zum nine-o-nine day – eine schickes Foto von Cinthie mit dem geliebten Roland Meilenstein.

PS. wer gerne auf TR-707 und TR-727 in der DAW zocken würde, kann sich dort mal umschauen…(danke für den Tipp, Axel!)