Archive for the ‘Fill-In’ Category

Signature Fill-Ins

November 22, 2018

Ein schönes kurzes Lehrvideo, mit dem sich mehrere Sachverhalten erklären lassen:
Beispielsweise Zach Danzigers Ansatz, auch mal Fill-Ins mit vollem Risiko und von der Titelgeschwindigkeit entkoppelt rauszubolzen, nur mittels Ohr bzw. gefühlter Übersicht auf der passenden „eins“ zu landen – er visualisiert diese Spielart mit einer Ladung Büchern die durchs Treppenhaus kullern* – ich habe sie mit dem Bild „umfallendes Bücherregal“ abgespeichert.

Aber auch die lehrreiche Beschäftigung, Licks und Fills der Helden zu kopieren und im persönlichen Stil darzubieten! In diesem Fall Phil Collins‚ Monster Fill aus „In the Air tonight“:

In diesem Sinne bastel ich auch gleich eine neue Karte fürs „moderne Schlagzeugquartett“ mit dem Titel Signature Fill-Ins:

SignatureFills

*aus dem Modern Drummer Interview 3/2018

MD: >>…you often play fills that are uniquely out of time. […] It’s not displacement or against the groove; the fills are off straight time, yet you always land on 1. What is that?Zach: That began at the 55 Bar in New York. The acoustics are pretty harsh, which tends to make me play unrelaxed. With Leni Stern at the 55 once, I played a fill that I intended to be smooth and even, but it came out sounding jagged. For the rest of the gig, I decided to play fills more like how Elvin Jones or Jack DeJohnette might phrase a set of fours. It felt a little out of place to take that approach in a straight-8th musical setting, distorting the placement of the subdivisions but trying to come down exactly on the 1, but at least I didn’t have to worry about being letter perfect with the inner workings of the fill.
I realized this could be a concept to expand on, and I’ve stuck with it. I hear the bigger pulse of time—say, quarter notes, but what goes into those quarter notes is similar to the sound of dropping sticks on the floor, or books falling down a staircase. The notes are landing both on and off traditional subdivisions, but I still hear quarter notes in my head, or mark quarter notes with my hi-hat foot to hold it together.
[…] I suppose that if you analyzed it, it might look like some convoluted polyrhythmic groupings, but I don’t think of it like that at all. I’m just stretching the time with a bigger pulse as the framework.<<

if you can say it, you can play it!

Oktober 17, 2017

Onomatopoesie, Linda!

coming out to fill in

November 13, 2016

Eine schöne Reihe geschmackvoller Tony Thompson Fills gibt es in den ersten 24 Takten von Diana Ross‘ „I’m coming Out“ (1980) zu hören. Eine Transkription findest Du hier.

lassigue!

Juni 5, 2012

Der perfekte Song zur Heimkehr in den Schoß der Familie nach knapp dreiwöchiger RUS/UA-Tour: „Be Near Me“ in der Version von Lassigue Bendthaus (Rhythm: Akai MPC3000, Datadump noises, fills, breaks: Akai S3200)

Leere = Luxus

Juni 1, 2012

Höre „13“, einen Hörspielkrimi von Heinrich Steinfest mit toller Klanguntermalung – eigentlich hauptsächlich: Beats und Echo – von Martin Gretschmann aka Console.

Wie abgesprochen ergänzt die siebte Minute mein Lieblingskapitel des kurz zuvor gelesenen „größeren Teils der Welt“. Beides mal geht es um den Kunstgriff der Stille. Jennifer Egan umkreist „Die besten Pausen der Rockgeschichte“ und Steinfest lässt Cheng sprechen: >>Leere mag ja im Universum in Hülle und Fülle vorhanden sein, aber in unserem Leben ist es der wahre Luxus.<<

Ein Fill-In, ein Einwurf?

Mai 18, 2012

… dachte ich mir bei diesen Zeilen von Axel Hacke (SZ Magazin 20/2012):

>>auch gefiele es mir, gäbe es ab und zu mal Einwurf, also: Plötzlich ein Pfiff [Fill-In] alle bleiben stehen, überall, das Leben macht Pause, man hat Gelegenheit, eine neue Position zu suchen [Instrumententausch?], sich besser aufzustellen. [die Bassdrum zu bringen – drop the kick!, ins Solo zu wechseln, mit hartem Cut, den nächsten Titel darbieten, oder, oder…]<<

censored beep

August 8, 2010

Habe für mich gerade beschlossen: der sehr amerikanische Zensur-Pieps ist eine Sonderform des Stilmittels „Mute“ und wird alsbald auf ein Pad gelegt werden! >>Beep<<

Pssst!

Juni 24, 2009

STILLE – RUHE – PAUSE – LOCH

ist ein spannender musikalischer Paramenter, der gleichermaßen vom ausführenden Künstler wie vom Publikum geformt werden kann. Joachim Kaiser spricht seine Gedanken in Bezug auf die klassische Musik aus, ich erkläre die zwei unterschiedlichen Stille-Arten bei einem produktionstechnischen MUTE und zitiere aus den „e-Beats am Drumset“ (Seite ?)

>>“Mute“ ist das Stummschalten eines einzelnen Instruments oder des kompletten Grooves zu einer bestimmten Zählzeit für eine bestimmte Anzahl von Schlägen. In der Studiopraxis verwendet man dafür den Mute-Schalter am Kanalzug des Mischpults [der DJ machts mit seinem Volume-Fader, und auskomponierte „Lücken“ sind mittlerweile nichts aussergewöhnliches]. Dabei muss man zwei verschiedene Kunstgriffe unterscheiden:

1. Ein Kanal oder eine Instrumentengruppe wird stummgeschalten, die dazugehörigen Effekte jedoch nicht. Diese klingen noch in das erzeugte „Loch“ hinein. Das bedeuted für die dich in der praktischen Umsetzung, du hörst an der betreffenden Stelle auf, den Groove oder ein bestimmtes Instrument zu spielen und die zuletzt gespielten Instrumente klingen natürlich aus.

2. Die Spur wird mit allen Effekten gemuted. Sämtlicher natürlicher und künstlicher Nachklang wird abgeschnitten. Die Stummschaltung hinterlässt eine völlige, sehr unnatürliche Stille. Für dieses Klischee stoppst du die Hi Hat oder das Becken per Hand ab oder dämpfst eine nachklingende Trommel durch Auflegen deiner Hand.

Das „muten“ hat sich als wichtige Technik etabliert, um programmierte Grooves abwechslungsreicher und lebendiger zu gestalten. Vor allem im Hip Hop werden texlich wichtige Aussagen durch ein „Rhythmus-Loch“ hervorgehoben.<<

psst

 

über die Eins hinweg

April 22, 2009

Mit Maschinen und Produktionsmitteln gegen den Bedienungsanleitungsvorschlag zu arbeiten ist ja ein beliebter Start in kreatives Neuland. Beim akustischen Schlagzeug kommen wir durch den Einsatz exotischer Schlagmaterialien und fantasievolles Präparieren in diese Richtung. Aber auch spielerisch – meine rhythmustechnisch – lässt sich die Norm durchbrechen. Zum Beispiel durch Fill-Ins, die das gängige formale Raster verlassen und über die eigentlich anvisierte „Eins“ hinaus getrommelt werden.

Da mir außer Phil Collins‘ „In the Air Tonight“ spontan kein einziges konkretes Hörbeispiel eingefallen ist, habe ich im Drummerforum um Schützenhilfe gebeten. Jetzt wird dort kollektiv nachgedacht und fleissig gesammelt!

…das lauteste Simmons Fill?

Mai 28, 2007

Habe gerade eine typische 80er Nummer gehört und bin nach zweieinhalb Minute dermaßen erschrocken, als mich ein übermotiviert laut in Szene gemischtes Simmons Fill-In aus dem Wattebausch süßlicher Pop-Mucke gekickt hat. Aber Toll! Extreme sind immer willkommen, so dass ich in diesem Post verschiedene Anwärter auf das herausstechendste perkussive E-Signal sammeln möchte:

ABC „Poison Arrow“ (Tom Fill bei 2.35′)
Zapp „Slow and Easy“ (Handclap auf „4+“ in fast jedem Takt!)