Titel?

Im Winter 1984 habe ich mir zum ersten Mal ein drums&percussion Heft gekauft. Seit damals dann fast jede Ausgabe in der Hand gehabt. Und heute, 24 Jahre später, darf ich mich nun selber mal auf dem Titelblatt angucken. Mensch, toll! Und dann noch zusammen mit Herwig Mitteregger…PIUouu!

Außer dem eichen-umrahmten Nostalgie-Motiv möchte ich nun aber dem Gesagten noch ein paar konkrete Links nachtragen:
– 3x aussergewöhnliche Rhythmusmacher: Glenn Kotche, David Haynes, Duracell (& die Anderen)
– 3x Lese-Tipps: +/- Acht, De:Bug, Simplicity (mehr zum Lesen hier: 1, 2)
– 5x Umsonst-PDFs mit vielen Ideen
– 8x Einzelschnippsel im Mix zur Transkriptions-Seite 204:

Hier im Blog kannst du jedenfalls viele der angesprochenen Themen vertiefen, zur optimalen Orientierung helfen die Navigationsleiste (Seiten, Kategorien) und die Suchfunktion (Diese Seite durchsuchen, oben rechts). Bei Fragen kannst du nen Kommentar verfassen oder mir eine Email schreiben. Ich freue mich echt immer über Feedback!

Schließlich noch die im Interview angekündigte Postkarte mit den Hosentaschenkonzepten. Sie heißt bei mir Fell-Tattoo-Postkarte, da auf ihr meine Fell-Aufdrucke (von Snare und Standtom) zusammengefasst sind. Die rote Sprechblase gibt das Startsignal und los geht’s mit den Experimenten:

Ich würde gerne gaaaanz viel dazu erzählen, dabei gibt’s doch ordentlich viel Text auf dem A6 Format. Also lasse ich die Kreise und das Sägeblatt für sich sprechen und beschränke ich mich auf eine Symbolklärung der Snare-Landkarte:

– Das Dreieck markiert den Norden, bzw. die „12 Uhr“ Position deiner Snare. Eine gute Orientierungshilfe für diverse Stimmtricks, und zudem Eselsbrücke zur optimalen Aufstellung der Trommel.
– Das AC/DC Symbol steht für die Anbindung in die Welt des elektrischen Stroms. Hier gibt es Platz für einen Trigger.
– In dem Bereich wird der SIDESTICK gespielt. Für einen statischen & programmierten Sound ist es wichtig, immer dieselbe Stelle des Rims zu treffen.
– Am Rim kannst du mit Gaffer Tape ein kleines Geldstück ($) befestigen, das dann bei jedem Trommelschlag dezent mitraschelt.
– Beim THIN RIM schlägt der rechte Stock direkt auf den Schlagreifen, entweder um einen klickigen, dünnen Sound zu erzielen, oder für handgemachte Claps (durch einen Vorschlag zusammen mit dem Sidestick).
NOISE. Ein wahrnehmbares Rauschen entsteht bei loser Teppichspannung.
LATIN deutet auf die Interpretations-Möglichkeiten ohne Snare Teppich hin: spiel die Trommel wie eine Timbale oder wie eine Conga (mit Filzschlägel oder Hand)
808. Der Klang eines Roland TR-808 Tom lässt sich ebenfalls ohne Teppich imitieren.
– In der HI PITCH Zone erklingt ein hoher, alternativer Snare Sound. Du erzeugst hier deutlich mehr Obertöne als in der Fellmitte. Sozusagen: deine „zweite Snare“.
DISCO-T steht für Disco-Tool oder Disco-Towel: ein am Spannreifen befestigtes Geschirrtuch. Diese Auflage wird bei Bedarf hochgeholt, auf die Snare gelegt und du bekommst einen fetten, dumpfen Disco Sound.
– Das DRUMBAL ist ein 8″ (oder 10″) großes Becken mit Haltegriff. Es wird am geschicktesten auf den eingezeichneten „Parkplatz“ gelegt. Damit lassen sich verschieden elektronische Klänge nachbilden, von der E-Snare über Rauschen, bis hin zum Handclap.
– Ein Plastikschlauch wird in das Ventil (=Luftloch) der Trommel gesteckt. Bläst du damit nun Luft in den Kessel verändert sich die Tonhöhe. Sie wird höher. Der Pitch-Bend, äh Breath-Controller für Drummer!
– Beim RIMSHOT werden Rim und Fell gleichzeitig getroffen.
Der laute und knallige Sound wird gerne für Akzente gewählt.
– Im Herzen der Trommel, der Fellmitte, ensteht ein satter und ausgewogener Ton.
(Den Text habe ich übrigens der inneren „e-beats Beats am Drumset“ Umschlagseite entliehen)

8 Antworten to “Titel?”

  1. carsten Says:

    Hey Oli,
    glückwunsch zum Titel in der D&P! Wird auch mal Zeit :). Aber warum Minimalist? Wenn Du eines nicht bist, dann Minimalist. Oder geht es mal wieder um das Equipment? na dann…
    Viele Grüße
    carsten

  2. Karsten Says:

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Titel – die sind ja bei der D&P immer so ein wenig „phoney“ – im Original siehst Du doch viel cooler aus 😉

    Jetzt steht ja wohl hoffentlich das MD-Festival an, oder?

  3. Sibi Says:

    Oli, auch von mir Glückwunsch zur D&P Titelseite!
    Sibi

  4. Die Hosentaschenkonzepte « E-BEATS Says:

    […] zur Theorie. Als praxisnahen Einstieg habe ich mein Snarefell mit unterschiedlichen Klangzonen und Präparationsvorschlägen verziert. Schliesslich und der […]

  5. Patrick Manzecchi Says:

    …ich hab mich auch irgendwie gefreut gehabt – so to say.

  6. Die elektrifizierte Snare « E-BEATS Says:

    […] Snare ist wieder mal das Herzstück, bzw. der Impulsegeber. In der dunkleren Fotohälfte kannst du den Signalweg der Echoabteilung […]

  7. e-Drum Sounds beschreiben « E-BEATS Says:

    […] >>the wonderful „pooof“ sound which made synthetic drums famous<< aus dieser ddrum-Anzeige aus dem Jahre 1984 (aus drums&percussion 6/84) […]

  8. Gemischtwaren | E-BEATS Says:

    […] eben jener Martin Chambers, der mir 1984 vom Cover meines ersten Drums & Percussion Heftchen aus seiner mächtig designten Schlagzeugburg (mit Simmons Pads und geschwungenen Beckenhaltern […]

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