Archive for the ‘Disco’ Category

today I am (79) years old, blessed and thankful to still be here…with a message from me to all my young people

Juni 3, 2019

Das ist für mich mal ein wahrer „Influencer“: 79 Jahre alt, motiviert, dankbar und beseelt von der Musik bzw. vom Schlagzeugspielen. Happy Birthday, Mr. Earl Young!

Ich wünsche alles Gute und eine angemessene „Block Party“ und zippe mich noch ein Weilchen durch die 459 Querverweise bei Whosampled

double bassdrum!

August 26, 2018

Bisher hatte ich bei den clubbigeren Gigs des „Temporären elektronischen Salons“ rechts neben dem Camco-Pedal ein Roland KT-10 aufgestellt. So (und mit dem angebundenen Vermona Kick Lancet Modul) liessen sich nicht nur typische Four-On-The-Floor Klischees stilecht bedienen, sondern – wenn man den linken Fuss zudem auf dem Bassdrumpedal abstellte – auch ungewöhnliche Patterns mit zwei Basstrommeltönen erzeugen. Klang spannend, mutete aber rein optisch etwas seltsam an…
Jetzt habe ich das KT-10 links von der Hihatmaschine positioniert und freue mich, dass ich mit dem linken Fuss ganz locker (parallel zu jeglichem Beat aus dem Fundus) ein elektronisches Viertelfundament legen kann – mal laut/fett/dominant, mal dezent/dünn.
Aber auch andere getretene Hihat-Klischees, wie beispielsweise jazzige 2 und 4, funktionieren prächtig.
Jetzt muss ich mir wohl noch ein Drop-Clutch besorgen: hello e&a double bassdrum!

Oder ich verwende eine geschlossene Zweit-Hihat; beispielsweise die Kallas X-Hat oder halt die interessante Bastelleihgabe von Olaf Cremer, die er mir zufällig just zu eben dieser Links-Fuss-Kick Premiere beim Museumsuferfest mitgebracht hat:
eine geschlossene 6″ Zoll Miniatur-Hihat, die sich an einer Stimmschraube an Snare oder Tom festmachen lässt…

IMG_2512

feeling lucky lately

März 28, 2018

Ich hatte eben mal überlegt, dass ich doch zu Ostern mein Schlagzeug mal feierlich aufbauen könnte. Als Inspirationsquelle hätte ich diese Ludwig Broschüre aus dem Jahr 1982:

1982_ludwig_drumsets3

Und vermutlich lege ich dazu dann ganz passend Kid Creole & The Coconuts auf: „I’m a Wonderful Thing Baby“…oder besser noch: High Fashion „Feeling Lucky lately“

PS. Vermutlich saß bei beiden Musikstücken Yogi Horton hinterm Kit.

Musik (mit) Kulisse

März 7, 2018

Oszilliere gerade zwischen interessanten Extremen:
Gestern noch körperlichste Beats für 640 PS, ganz idyllisch, am Fusse des Mont Blanc (Genfer Autosalon), morgen dann Herzblutmusik mit Netzer vor Frankfurts  beeindruckendster Lautsprecherwand (dem Soundsystem im Tanzhaus West).
Und zwischendurch buntperlender, obskurer japanischer 80er Disco-Sound auf die Ohren, sowie Seitenblicke auf Onkels Glitzer-Schlagzeug (nebst den wunderschön eingerahmten Effektgeräten)!

smple

Februar 14, 2018

Ein kleiner Semesterferien Beitrag für Valentin: sollte es Dir langweilig werden, gäbe es hier noch einen guten Überblick zum Thema Sampling 🙂

>>Sampling is the use of someone else’s recording within your own to create something new. It can range from lifting sections of drums or other isolated instruments to entire musical ideas and right down to milliseconds of material. It’s such a common technique that we’ve developed instruments to solely perform this function, it’s studied at universities, there are even laws governing it and there are companies based around exploiting loopholes and workarounds.<< [Quelle]

Take your Time!

Oktober 23, 2017

Eigentlich wollte ich mich vor der Abfahrt zum Amsterdam Dance Event nur noch ein wenig bewegen, etwas frei spielen und zack hat es mich beim Versuch eines eleganten Fussballtricks (Maradonna Spin) derart verspult bzw. mir lautstark das rechte Knie verdreht, so dass ich erstmal unbewegbar und sorgenvoll auf dem Boden lag – (Amster)Damn!!! Glücklichweise konnte ich dann doch einigermaßen gut laufen, so dass ich mich nach intensiver Kühlung und dem Besuch der Notaufnahme, für die Reise und den Gig in Holland entschieden habe.
Erkenntnisse: 1. Nach der langen Autofahrt und dementsprechenden Sitzwinkel) konnte ich nur noch zaghaft hinken, aber das Trommeln ging schmerzfrei – und wie schon öfters im Musikerleben: das Musikmachen hat was heilendes…
2. schon der erste tolle DJ des Abends (Mark Grusane) hatte mir mit seiner Eröffnung den Tipp für die nächste Zeit gegeben: nämlich mein Aktivitäts und Reisepensum der nächsten Tage deutlich zu reduzieren, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Take your Time, Oli!

3. Anstelle mich über die zeitferne Terminvergabe der Orthopäden zu ärgern, habe ich vorhin direkt die Physiotherapie angesteuert und wurde mit guten Tipps zur aktiven Heilungsunterstützung versorgt.
4. Blog-relevant: Unglaublich, was für einen 1a funktionalen und fetten Sound die beiden Sennerheiser Mikros MD421 (für meine Resofell-freie Kick) und das e604! (als Mono-Overhead) im Mix mit der ganzen Elektronik hinzaubern!

Ach ja: das einstündige Duo-Set mit Lars Bartkuhn (ab ca. 1.52.00) hat wirklich großen Spaß gemacht, so wie der ganze Rush Hour / Sounds Familiar Instore Evening (mit Mark Grusane, DJ Spinna, Lee Collins, Antal):

Und zum Abschluss noch ne Bombe aus dem Rush Hour Vertrieb

Wahltag

September 24, 2017

Es nicht selbstverständlich die freie Wahl zu haben. Gleichzeitig ganz schön schwer, sich klar zu positionieren. Aber immens wichtig!
Und deshalb muss ich an diesem Tag unbedingt auch ein paar schöne Tracks raussuchen…

Tracklist:
John Scofield „Just don’t want to be lonely“
Chris Dave & Drumhedz „That Reggae Shit“
KUF „Gold (Vinyl version)“
Siriusmo „Wow (Modeselektor edit)“
Boysetsfire „Handful of Redemption“
Squarepusher „My Red Hot Car (Girl)“
Dhafer Youssef „Digital Prophecy“
Hamilton Bohannon „Southafrican Man“
Hans Nieswandt „Hörerwünsche II“
Lionel Loueke „Ife“
Robert Schumann „Sym N2 Ut Maj Op61/Adagio Espressivo (3eme Mvt)“
Miles Davis „Cobra“
Billy Ocean „Nights Feel Like Gettin’ Down“
New Sector Movements „Anthem“
The Police „De Do Do Do De Da Da Da“
DePhazz „Anchorless (Private Version)“

Und was das Ergebnis der Bundestagswahl angeht, so schreibt mir Friedemann Karig hier auf jetzt.de aus der Seele. Und auch den Ratschlag von taz Chefredakteur Georg Löwisch pinne ich hier hin: >>Wenn die AfD im Bundestag schäumt, sollten die anderen mit der Sachlichkeit einer Grundbuchratsschreiberin reagieren.<<

Über die richtige Salatmischung, „Fuck off“ von Chic und die Einstellung „Loves ­Saves The Day“

September 22, 2017

Ein Hoch auf Hans Nieswandt!
Für seinen Artikel „Von Disco zu Disco“ (Rolling Stone 11/16) erhält er den (neuen) International Music Journalism Award.
Das ist spannender, ganzheitlicher Musikgeschichte-Unterricht der feinen Art. Diesmal über den Aufstieg und Niedergang der Disco-Kultur.

>>„Rock Your Baby“ war auch der erste Disco-Hit mit einer Drum­machine (wenngleich einer sehr simplen, muffig klingenden), die bei der bald einsetzenden Elektronifizierung von Disco (vor allem durch den stets etwas überschätzten Giorgio Moroder und den stets etwas unterschätzten Patrick Cowley) und der dadurch eingeleiteten Entwicklung von Stilen wie House und Techno die Schlüsselrolle übernehmen sollte.<<

PS. für diejenigen, die gerne tiefer einsteigen würden empfiehlt der Meister:

nieswandt disco literatur

Nights

September 21, 2017

In der Nacht entdecke ich oftmals tolle Dinge – so auch gestern:
Der Titel dieser 80er Disco-Bombe von Billy Ocean könnte nicht besser passen!

Aber, dass der daran beteiligte Drummer & Produzent Nigel Martinez, der eigentlich – wenn man tiefer forscht – im Ganzen wohl Nigel Wilkinson Martinez heisst – und dieser im Jahr 1976 (als Nigel Martinez) schon ein sagenhaftes Al Jarreau Konzert für den NDR getrommelt hat, macht aus einem einzelnen geilen Track gleich ’ne ganz(e) gute Geschichte!

 

 

 

elektrischer Kuss nach neun Vierteln im falschen Ferrari

Juni 13, 2017

Exotischer Start heute: Bei der Frühstückslektüre bleibe ich an zwei starken Umschreibungen hängen – Leipziger Kuss & The Wrong Ferrari – und dazu spielt Hamiliton Bohannon seinen trancig-tanzbaren Loop im 9/4 Takt mit permutierenden Akzenten („South African Man):

9-4- South African
Christian Werthschulte schreibt in der taz über den „Leipziger Kuss“ anno 1740 (bei dem eine  junge Frau eine stromleitende Flüssigkeit auf ihren Lippen trägt, die funkt, sobald sie geküsst wird):
Georg_Matthias_Bose

Und Johannes Voigt bespricht eigentlich das neue Marteria „Roswell“ Album (gut). Als es aber an den begleitenden 60-Minuten-Film „Antimateria“ geht (der in Südafrika gedreht…) sehnt er sich eher nach einem Trash-Trip mit der Qualität von Adam Greens iPhone-Vid „The Wrong Ferrari