Archive for the ‘Disco’ Category

nachhören

Januar 3, 2017

In letzter Zeit sind viele Tipps und Geschenke eingetrudelt, die ich mir jetzt nach und nach anhöre. Hier ein paar Neuentdeckungen mit tollen Stellen, Klängen, Grooves.

Weather Report „Where The Moon Goes“  (1983)
Diesen Track habe ich durch die 2016 RIP Playlist von Peanut Butter Wolf entdeckt. Mit nice 6/4 Clap-Backbeat und frischer, blind gesignter Rhythmusgruppe (Omar Hakim, Victor Bailey, José Rossy).

Dass ich beim Weiterforschen durch Zufall den legendären Hakim-Mülleimerdeckel in diversen Live-Mitschnitten aus den Jahren 1983 und 1984 sichten konnte, war eine große Freude!

Idris Muhammad „Wander“ (1970)


Ich zitiere dazu die Linenotes von Bob Porter >>Idris has his longest solo of the date here and toward the end introduces tuned tom toms so that a weird melange of sound is the result<<.

Gang Starr „No shame in my game“ (1992), Crusaders „In the Middle of the River“ (1973)
Dieser Track ist das perfekte Beispiel für einen herunter gepitchten Breakbeat, du kannst ihn dir in drei Geschwindigkeiten/Stimmungen an. Der originale Crusaders Schnippsel (ab 0.22′) läuft dabei am schnellsten, bei Gang Starr gibt es die ultra langsame und in die Tief gezerrte Version im Intro und nach der Ansage >>speed up this track and I’m (gonn)a drop the latest facts<< dann ab o.35′ der amtliche Beat, schmoove!


Narada Michael Walden „Mango Bop“ (1977)
Ich meine festzustellen, dass Herr Walden bei discoiden Grooves die Hihat gerne auf den Zählzeiten „eins und“, sowie „drei öffnet.

Alphonso Johnson „Earthtales Suite“ (1977), Eins Zwo „Bombe“ (2001)
Das ist jetzt musikalisch nicht ganz mein Fall, aber das (von David Igelfeld?) getrommelte weisse Rauschen ab 3.35′ ist eine Klangfeuerwerk für sich! Kein Wunder, dass sich Eins Zwo im selben Track bedient hatten und ihre Weiterentwicklung „Bombe“ tauften…

Und wo wir schon bei Eins Zwo sind: „Der Eine & der Andere“ hat auch ein schönes Beatgerüst!

Wolfgang Haffner „Ning“ (2006)
Super Filzklöppel Snare Sound, ohne Teppich, dafür mit elegant gegateter Resonanz…
(wie der Klang tatsächlich zustande kam, muss ich mal bei Gelegenheit erfragen…)

Zum Abschluß noch der sagenhafte Snaresound des Alex van Halen, den sein Bruder synästhetisch als „brown sound“ wahrnimmt (>>I’ve always thought Alex’s snare drum sounds like he’s beating on a log. It’s very organic<<), anderer Fans fast lyrisch empfinden >>It’s mildly chalky, but has a kiwi juicy ring to it’s decay<<.
Die Basis ist wohl meistens eine 6,5″ Ludwig Metallsnare, die dem Gerücht nach anstelle eines speziellen Resonanzfells ein klares, einschichtiges Standardschlagfell auf der Unterseite trägt, dafür aber mit einem fetten 42 Spiralenteppich nachraschelt.
Sie wird direkt mit einem profanen SM57 eingefangen, zusätzlich aber mit eher weiter entfernten Raummikrofonen klanglich geformt.
Und was die Trommel im Allgemeinen angeht, so postuliert der Meister selbst: >>I think a drum should resonate freely, not be taped up or damped; and it should have both of its heads on<<.

Und zum schönen Abschluss noch das 2015er Album von Kendrick Scott „We are the Drum“:

Hier noch die Einsicht, wie Herr Scott seine Snaredrum sprechen lässt:

Mouzon

Dezember 26, 2016

Wolfgang Schmid erklärte mir mal den Erfolg von Alphonse Mouzon folgerndermaßen:
>>Er konnte Jazz UND Disco, beides zudem auch in Plateauschuhen!<<
Das lässt sich auf vielen, spannenden Tonträgern nachhören und ist ein schönes Bild, mit dem ich mir zum Abschied jetzt das 1977er Album „In Search of A Dream“ anhöre, eine Aufnahme, die während seines 29. Geburtstags im Schwarzwald gemacht wurde – und wer weiss, was der heutige Tag, ausser der traurigen Todesnachricht an uns, für IHN noch bringt…

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coming out to fill in

November 13, 2016

Eine schöne Reihe geschmackvoller Tony Thompson Fills gibt es in den ersten 24 Takten von Diana Ross‘ „I’m coming Out“ (1980) zu hören. Eine Transkription findest Du hier.

Rosso Corsa

Oktober 2, 2016

An den kürzlich verstorbenen Kashif erinnere ich mittels des DJ Friction Tribute Mixes und dieser interessanten Live-Aufzeichnung:

Da ist in puncto elektronischer Beat Ästhetik alles Verfügbare mit auf der Bühne: die MIDI-Burg (als?) Zuspieler, schön mit „lautem“ Orientierungs-Clicktrack nach den Breaks (höre: ‚5:27) und ferrarirote Simmons Drums; nur der Perkussionist muss die „echten“ Woodblocks bespielen (klingt und mischt sich doch eh geil…)

Direkt im Anschluß staune ich – ebenfalls schwer 80iger und natürlich perkussiv – über Ralph MacDonald’s Kuhglocken-Minimalismus.
Wowbell!

Übrigens hat der MacDonald schon im Jahr 1978 mit „The Path“ eine interessante Trommelbrücke aus elektronischen (Syndrum) und traditionellen Rhythmusinstrumenten in die Plattenlandschaft gestellt.

PS. Und wer jetze den ein oder anderen alten Fusion-Gassenhauer auch mal mit seiner Kapelle nachspielen möchte, dem sei ein Blick in die SLickbooKs geraten.

The disco 100

September 26, 2016

Zeit? Dann kannste mal die Vinyl-Factory-Liste DER 100 Disco-Musts durchhören.

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The electric Herbie

Februar 3, 2016

Für 7.99e gibt es im iTunes-Store „The Electric Collection“. Sie beinhaltet 21 Herbie Hancock Tonträger, von denen einige damals nur für den japanischen Markt bestimmt waren (und mich ein Vermögen gekostet haben).

4/4

Januar 30, 2016

44 Kopie

Völlig klar! Es wird ein Jahr der durchlaufen Fußpauke…
kombiniert mit aller schöner Musik dieser Welt! (z.B. den Sublime Frequencies)

Hurra.

Disco Connection

November 25, 2015

Mit großem Taktstock und Gebinde: Isaac Hayes im Studio anno 1975.

(Inklusive einer interessanten synthetischen „2 und 4“)

Hamburg, Berlin, Düsseldorf & Frankfurt

Oktober 28, 2015

Vier Städte, mehrere Ausgeh-Tipps für die nächsten Tage:
– Berlin
Ableton & CTM Loop: drei Tage (30.10. bis 01.11.) voller Workshops, Diskussionsrunden, Präsentationen.
(Ich würde ja äusserst gern den Rhythmusmachern am Sonntag Morgen um 10h zuhören)
– Düsseldorf
Die ELECTRI_CITY Konferenz (29.-31.10.) kümmert um die elektronische Pioniere ihrer Stadt
– Hamburg
Peter Bialobrzeski in der Freie Akademie der Künste. Die Ausstellungseröffnung meines Lieblings-Knipsers ist am Donnerstag Abend um 18h. „Das Versprechen der Stadt“ ist anschliessend bis zum 20.12.15 zu sehen.
(OK, wer sich die Bilder am Freitag anschaut, kann dann auch gleich ins Lola weiterziehen und das Hattler Konzert feiern)
– Frankfurt
Am Montag (02.11.) spielen dann (im Anschluss ans 46. Deutschen JazzfestivalHiatus Kaiyote im ehemaligen Sinkkasten, jetzt: Zoom.

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Und wer für die Reise zwischen den Metropolen noch etwas Unterhaltung braucht, dem empfehle ich die Nile Rodgers Biographie „Le Freak„. Daraus habe ich kürzlich gelernt, dass nicht Tony Thompson die erste Single „Dance, Dance, Dance“ trommelte (sondern Jimmy Young) und was der Begriff „chucking“ wirklich meint:

Chucking

Zwei Doppelstunden Musikgeschichte

Mai 26, 2015

Einmal der Friction Megamix anlässlich seiner 30 jährigen DJ-Leidenschaft (Discofunk/Boogie/Dance/House from 1979 to 1987).
[Hey, hey! An dieser Stelle gratuliere ich natürlich herzlich und erinnere mich gerne an mein persönliches DJ Friction Highlight, nämlich das eher private Auflegen seiner Tageseinkäufe im Nightliner (damals, 2001, während der Turntablerocker Tour…)]

Und anschliessend noch eine Portion „Soul Power„, die filmische Dokumentation des 3-tägigen „African Woodstock“ anno 1974.