Archive for the ‘Ambient’ Category

Public Posession

März 23, 2016

Der taz-Artikel über das Münchner Label Public Posession macht Lust auf mehr. Klar, wenn schon in der Überschrift vom >>exzellenten Ruf für unprätentiösen House-und Ambient-Sound mit Popappeal<< geschwärmt wird.

Anlässlich des Todes von Phife Dawgh wird im Anschluss eine ausgedehnte New School Gedenk-Minute/Listen Session eingelegt, u.a. mit dieser „Get up“ Version von Thomilla:

Studio Stekker

Juli 24, 2015

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Wir nehmen gerade in Utrechts Kytopia die schöne, gleichermaßen clubbige Musik von Johannes Brecht auf. Welch großer Spaß mit drei tollen Schlagwerkern (Matteo Scrimali, Christian PrommerKuniyuki Takahashi)!
Im ehemaligen Kloster/Waisenhaus/Club gibt es um die Konzerthalle herum (in der wir uns ausgebreitet haben) verschiedene Studios, Rückzugsräume, vor allem massenhaft „vintage electronics“ (von Sonar Traffic), eine paradiesische Steilvorlage, die ausgiebig und 24/7 angenommen wird: von einigen coolen Typen, deren Sound ich schon länger schätze: Matthew Johnson, The Mole, Stimming, Howie B, Brandt Brauer Frick, Francesco TristanoMatt Didemus, Ben Westbeech, Peaking Lights, Deadbeat und von vielen anderen, die ich noch kennen lernen will…

Am heutige Samstag tritt die Wochengemeinschaft dann live auf dem Festival auf. Wir – Johannes Brecht (live premier) ft. Stimming, Kuniyuki Takahashi, Christian Prommer, Oli Rubow, Matteo Scrimalli – sind um 2015h dran. Bis dahin trotze ich dem Sturm und lege die Füße zum Sound der Abyssinians hoch.

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Hier noch meine Notizliste der guten Ideen und Gear-Tipps: JBL 305 (Abhöre), FIIO D07 (Konverter zur Nutzung des digitalen Laptop-Outputs), iConnectMIDI2 (externes MIDI-Interface),  Schlagzeugaufnahme mit nur einem Mikrofon, meinem Liebling: U47fet, Cabasa als elektronische Hihat (siehe auch Rhythm Tech Scratcher, Meinl Foot Cabasa), KiKa Castanets zur Clap-Simulation, die Eprom-Snaredrum Illusion von Kuniyuki Takahashi: eine leere Keksdose wird mit Glöckchen/Münzen/ Schlüssel… gefüllt und auf der Conga plaziert, der erstaunliche Bass eines mit den Fingern angetippten Fells/der Gran Cassa, die Hihat der Roland CR-8000 und die Stereo Hats des Boom-PlugIns, Matteos Nussrassel, deren Bambusrohr sich perfekt über Hihatstange stülpen lässt

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Zum Abschluss noch zwei kinderfreundliche Fahrradlösungen nach meinem Geschmack: Hooodie Big Cushie (Zitkussen!) und der Kindersattel auf Oberrohr. Holland!

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25 Best Dub-Techno Tracks Ever

Juni 15, 2015

Meine Woche beginnt mit den 25 besten Dub-Techno Tracks (laut Fact Mag).

Und wenn schon Wettkampf-Modus, dann hänge ich gleich noch die 50 besten elektronischen Alben von 1988 bis 2013 (aus einer Groove Umfrage) hinterher

mein Tisch

Mai 20, 2015

Tschaka, das e-Setup für heute Abend – ( W ) in der Frankfurter Fabrik – ist gefunden.

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…und bleibt rotz der vollen Tischlänge Straßenbahn/Car2Go kompatibel (2x Pedaltrain, 1x Beckenrucksack).

Nachklapp, die technische Seite

Mein akustischer Schlagzeug-Sound (Kick, Snare, Hihat, 2 Becken) wird mit Hilfe von Ableton-Rechner, Acidlab 303 und einem Boss Space Echo auf unterschiedliche Weise elektronisch bereichert.

Das Herzstück ist der Musikcomputer (ein 2009er MacBook Pro, mit Ableton 8 Software, einem RME-Baby-(Audiointer)face und einem Traktor F1 Controller). Dieser ist mit einem MIDI-Kabel mit Peters Rechner verbunden; die für Tempo und Synchronisation verantwortliche Midiclock kommt im Idealfall vom Erfindungsbüro Rest, ansonsten aus dem Ableton-Master.

Ableton als „Effektprozessor“
1. Ich klemme ein Mikrofon (Sennheiser e604) zwischen Snare und Hihat. Das Signal wird im RME (Input 1) vorverstärkt, in einer Ableton-Spur ggf. klanglich optimiert und von dort aus verschiedenen Aufgaben zugeführt:
a. Echodrums
Das Snaresignal wird (durch Output 3) via Boss A/B-Box (also On/Off) zum Delay-Gerät geschickt.
b. Echodrums advanced
Das Snaresignal wird mit einem im Kreis laufenden Synthchord und dem Freeware TAL-Vocoder „harmonisiert“ dann (durch Output 3) via A/B-Box zum Boss-Delay geschickt.
c. Roomshot
Das Snaresignal zum Return-Channel gesendet, in dem sich ein Reverb-PlugIn (Valhalla) befindet. Hinterm Hallraum befindet sich ein (Waves One-Knob) Filter
d. Looper
Das Snaresignal wird zum Return-Channel gesendet, in dem sich der Ableton Looper und eine nachbearbeitende Effektkette befindet.
e. Edrum Modul
Der Snarekanal wird zu einer weiteren Audiospur geroutet. Dort befindet sich das ApTrigga PlugIn, mit dem sich ein zusätzliches Snaresample addieren lässt.
2. Die Acidlab Bassline wird in den Input 2 des Babyface gesteckt, um ihr Signal im Ableton mit einem Filter Delay oder Resonator zu transformieren.

Ableton als Sample-Workstation
Ich habe für jeden Song-Part (Szene) maximal drei vorbereitete Clips: Bass, Akkorde, Texturen. Sowie die stumm mitlaufende Vocoder-Fläche (s.o.)
Dazu gesellen sich die zweitaktigen akustischen Drumloops (s.o.) und ein weiterer Ableton-Looper mit dem ich verschiedene Vocal-Acappelas verbinde.

Ableton als Mischpult
Den internen Click route ich auf den externen Output 4, das Snare-Signal fürs Echogerät auf Output 3 (Damit diese Lösung mit dem RME Babyface funktioniert, verwende ich dieses spezielle Sommercable).
Auf Output 1 fasse ich alle Bass-lastigen Signale zu einem Mono-Signal für den FOH zusammen (Acidlab Bassline, Ableton Bass, Kick-Loop).
Mit dem Output 2 schicke die Mono-Summe aller harmonischer und rhythmischer Events raus. Diese wird gesplittet und geht einmal direkt zum FOH, einmal via „Playstation“ (bzw. ihrem grünen Send Button) in den zweiten Eingangskanal des RE-20 und kann dort ebenfalls ge-dubbed werden.

Das Echosignal des RE-20 wird ebenfalls in mono versendet und durch eine DI-Box zum FOH übermittelt.

Den F1 Kontrol habe ich wie folgt belegt:

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Wenn ich mehr als 16 Scenes benötige, lege ich im F1 Controller Editor ein weiteres Template an.

PS. neulich sah das Setup noch ganz anders aus 🙂

Mediature in Ton und Bild

Mai 12, 2015

Thierry Miguet (aka Wah Wah TV) hat ( W ) beim Konzert in Schorndorf mit mehreren Kameras gefilmt und bringt im Schnitt Musik und Bild perfekt in Einklang, lässt dabei den Zuschauer unsere Improvisations-Maschinerie wie durchs Mikroskop betrachten. Danke!

PS. >>Weiter als beim Duo ( W ) kann sich die Gitarre nicht von dem entfernen, was die meisten von ihr erwarten<< (wie Rezensent Michael Riediger unser Konzert anlässlich der Jubiläums-Gitarrentage empfunden hat kann hier nachgelesen werden)

PPS. der Meinl Rawhide Shaker wurde mit einem Klettklebeband präpariert, auf dass er besser rauscht. DIY

PPS. die nächsten ( W ) Konzerte:
MI 20.05.15 Frankfurt, Fabrik
DO 18.06.15 mit Lichtkünstler K.L. Theinert, Mannheim, Popakademie
SA 04.07.15 
Schwäbisch Gmünd, Gmünder Art

Klanggeister dank mp3 Komprimierung

Februar 18, 2015

Sehr spannend: Was bleibt übrig, wenn ein Audio-File in CD Qualität zum mp3 reduziert wird?
Ryan Maguire aka moDernisT demonstriert diesen Komprimierungs-Abfall in Bild und Ton in seinem Projekt The Ghost In The Mp3 (mit einer sehr passend ausgewählten musikalischen Grundlage: „Tom’s Dinner“).

Hier geht es um den Klangverlust beim Streaming/mp3-Hören einerseits und neue Sounderfahrungen anderseits, aber auch um die Frage warum eine über 20 Jahre alte technische Idee den alltäglichen Musikkonsum heute noch bestimmt.

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PS. es entsteht hier im Blog ein ungewollt-zufälliger Übergang vom Brian Eno Zitat zu neuem Ambient-Sound…
PPS. Suzanne Vegas Original ist klasse, dennoch gefällt mir die Adaption von Markus Bodenseh und Günter Weiss noch einen Tacken besser

Frankfurt Sound Pt.2

Dezember 6, 2014

Passend zum Nikolaustag ein Ambient-Ausschnitt vom Hauptbahnhof. Komprovisation?

Die Antwort des bewaldeten Zentraleuropa

November 25, 2014

Ohne genauen Fahrplan spielt sich’s leicht…
Unter der Flagge „Oliver Leicht Trio“ segeln sodann drei mit einer Midiclock verbundene Musiker in Richtung improvised-electronic-Jazz-Ambient-anywhat…
Oli L bearbeitet Klarinette und Saxophon in Ableton und mit diversem Outboard an Effektgeräten, Hanno Busch nimmt die Clock für den Doepfer Stepsequenzer und diverse Moogerfooger und Oli R spielt ab und an zum Clicktrack, tappt jedoch die Echogeschwindigkeit unsynkronisiert auf einem RE-20, Hall-Shots, Samples, sowie die Vocoderoption auf dem Traktor (F1) zum Ableton (Rechner).

Schön, dass die Veranstaltung des Hessischen Jazzpodiums auch von reichlich Presse aufgearbeitet wird:
>>Aus Frankfurt kam der Holzbläser Oliver Leicht, im Hauptberuf Klarinettist der HR-Bigband, mit einem Trio, das mit elektronischer Unterstützung weiträumige Ambient-Bögen spannte und mit repetitiven und weiterführenden Klangereignissen anreicherte – eine meditative Fantasiereise, die sich wie eine Antwort des bewaldeten Zentraleuropa auf die unterkühlte Dramatik des Norwegers Nils Petter Molvaer ausnahm.<< Frankfurter Rundschau

>>Die drei oder vier bis kurz vor Mitternacht gespielten langen Kompositionen entfalten eine eigentümliche, faszinierende Wirkung. […] und plötzlich ertappt man sich dabei, wie man mit den Füßen wippt und die entwickelten Klanglandschaften und die endlosschleifenartig wiederholten Melodien einfach nur schön findet.<< Gießener Allgemeinen

Den schönen Schlusssatz des Rezensenten des Gießener Anzeiger muss ich einfach etwas transformieren: >>Wenige Puristen im Publikum verließen zwar den Saal, jedoch spendeten die Hartgesottenen wohlwollenden Beifall und erfreuten damit sichtlich die Musiker.<< Gießener Anzeiger

bringing the studio to the stage

September 9, 2014

>>Flesh And Machine was initially conceived as an ambient album, and tracks such as ‘Forest City’ take the classic Brian Eno albums that he worked on „Ambient 4: On Land“ (1982) and „Apollo: Atmospheres And Soundtracks“ (1983) as a wonderful bedrock to stand on to see the sonic future. The album bristles with new ideas. He spent countless hours processing an array of source sounds – steel and electric guitar, piano and human voice to create the sound palette that is „Flesh and Machine“. Lanois has already prepared songs from „Flesh And Machine“ to be performed live by a trio including himself, drummer Brian Blade and bassist Jim Wilson where both the playing of instruments and the sampling, dubbing and processing* will happen in real time, essentially bringing the studio to the stage. Daniel Lanois is still raising that spirit of music and still opening up doors to the unknown.<<

*Hier mit einem alten Korg SDD-3000 Delay und einem Lexikon M93 Prime Time Digital Delay Prozessor.

Jam mit Johannes Brecht

März 10, 2014

Hier der Beginn unserer einstündigen Improvisation auf der Gmünder Art 2013:

Danke an Svend Renkenberger für die Einladung und die Video-Speicherkarte!

Und noch ein Schnipsel irgendwo aus der Mitte: