Archive for the ‘Afrobeat’ Category

Oli trifft…Matteo Scrimali

April 20, 2017

matteo-sun

In der Mai/Juni Ausgabe des „drums & percussion“ Magazins (ab dem 26.04. am Kiosk) gibt es die zweite Folge meiner „Oli Rubow trifft…“ Reihe, diesmal mit dem hochmusikalischen Matteo Scrimali!

Advertisements

Wesna in Stereo

November 3, 2016

Der Donnerstag beginnt zwar angenehm sonnig, dafür ist das Thermometer auf minus 15 Grad gerutscht. Da kann ich mit meinen Chucks unmöglich raus aus der Komfortzone Hotel. Und so winke ich ab und an mal rüber zur Kathedrale auf dem Blut und den dorthin pilgernden letzten Freunden der Monarchie, trinke Instantkaffee und höre wärmende Tony-Allen-Afrobeats aus Berlin.

Gestern gab es weitere Funk-und Fernseh-Promo-Ein-Song-Gigs zu absolvieren. Netterweise begrüßte mich Wesna-207 in der Silverrain-Radiostation, ein schickes Kassettengerät aus der ehemaligen Sovietunion.

IMG_6689.jpg

Quasi Brücke zum vergangen Jazzfest und Anlass, den Live-Mitschnitt von Moritz (FOH Mann des Abends) durchzuhören (und diesen mit der hr-Übertragung zu vergleichen – wow, wie unterschiedlich ein und dieselbe Vorlage zusammengemischt werden kann!) Zuvor dämpfe ich den dezent aufkommende Ärger über die Jazzpolizei bzw. oberlehrhafte Kritiker mit den folgenden Zeilen aus der taz, dann kann ich den musikalischen Roadmovie genießen.
>>Zu übermächtig sind jahrzehntelang eingeübte und in homosozialen Kreisen zelebrierte Rituale von Kennerschaft, Ausgrenzung weniger erfahrener ZuhörerInnen und das Anschmachten vermeintlich männlicher Charakteristika des Jazz wie kraftstrotzendes Spiel, umwerfende Bühnenpräsenz und die schier grenzenlose Kreativität des Geniemusikers, der sich opfert für seine Kunst. Aber mal ehrlich – was ist langweiliger als dieses allzu bekannte Potenzgetöse […] ?<<

Nachmittags dann letzte DePhazz Proben, eindeutig im Pop-Segment. Was Ilyas Fotografie meiner gut abgenommen Snaredrum belegt: gleich drei Sm57er, plus Triggerpickup für diesen schmalen Kessel!

IMG_1953.JPG

Um gleich noch ein weiteres technisches Detail dranzuhängen: bei dieser Tour verzichte ich erstmals auf die zweite, getriggerte Snare und addiere gewünschte Samples per Fersentritt: Zwischen den Ausgang meines Roland TM2 Edrum-Modul und der DI-Box zum FOH habe ich eine A/B Box (Boss AB-2) gelegt, die mit dem linken Fuß bedient wird. Die Snare wird zwar permanent getriggert, der Zusatzklang aber nur nach Bedarf ausgegeben.

Mbalax

Oktober 11, 2016

Julian Weber schreibt in der taz schön über „Yermande“, die aktuelle Veröffentlichung von Mark ErnestusNdagga Rhythm Force.
Zum Beispiel von >>verzweigten Drumpatterns, die die Sinne schärfen<<, von >>abgespeckten, basslastigen und äußerst effektiven Ambientmischungen<<, er erklärt die senegalische Pop-Variante Mbalax und zitiert den New Yorker Musikforscher Ned Sublette (>>Drums sind die Verstärker von Sprache<<). Das reizt mich!

afro-futuristische Ästhetik

September 8, 2016

Emile Hoogenhout aka Behr ist ein sympathischer Ableton Certified Trainer aus Johannesburg, den ich letztes Jahr dort zufällig kennengelernt habe.
Er hat verschiedene Instrumente Ostafrikas aufgenommen und daraus vier Multisample-Instrument-Racks für Ableton gestrickt: das Pack ist kostenlos und wird mit dieser detaillierten Rahmengeschichte vervollkommnet. Toll!

Wellenbewegungen

Oktober 29, 2015

Da ich mich ja seit diesem Jahr für’s Wellenreiten interessiere, tippe ich aus der SZ mal folgenden Satz ab:

>>»Sie scheinen eine große Freude an der Bewegung auf der Welle zu fühlen«, notierte Leutnant James King im Jahr 1779 in das Logbuch der dritten Pazifikexkursion von Kapitän James Cook. Als erster Europäer beschrieb King die Surfer auf Hawaii, schon vor fast 3000 Jahren haben Fischer in Polynesien angefangen, mit geschnitzten Holzbrettern und Kanus die Brandungswellen entlangzufahren. So alt ist dieser Sport. 1908 gründete der Autor Jack London in Waikiki den ersten Surfclub, nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Surfen nach Europa.<<

Nebenbei stimmt mich Peter Brötzmann auf’s 46. Deutsche Jazzfest in Frankfurt ein:

Ich blende dann aber doch über zum „Little Black Book“ von der Groove Armada und lass mich in den Afro(e)beat des Openers fallen:

Das Album ist ganz schön oldschool und anachronistisch, aber ich bleibe dran! Erinnere aber heimlich nebenbei immer wieder an deren 1999er Album „Vertigo„. Denn das hatte mich damals echt umgeschmissen…

Die Biegungen des Tony Allen

März 21, 2015

In Julian Webers taz Artikel über Tony Allen erfahre ich allerhand neues:
Beispielsweise von Allens Autobiographie („Tony Allen. An Autobiography of the Master Drummer of Afrobeat“. Duke University Press, Durham/London, 199 Seiten), von der musikalischen Technik des „Hocketing„,

>>Allen habe das Drumming in Westafrika in den Sechzigern revolutioniert, schreibt Veal im Vorwort, weil er in seinem Spiel die polyrhythmischen Arrangements von mehreren Perkussionisten vereint, im sogenannten „hocketing“.<<

sowie von der Umschreibung der Allen typischen Grooves mit dem Bild der „Biegungen„:

>>Bei Allens Drumsound fällt als Erstes seine gegenläufig zum Groove liegende improvisatorische Betonung der HiHat-Becken auf. Er bedient sich dabei der Dramaturgie von Funk-Songs und der harmonischen Prinzipien des modalen Jazz und überführt diese ins 21. Jahrhundert. Veal nennt Allens Rhythmus-Figuren „Biegungen“.<<

Analog Africa

Mai 25, 2012

Die coolen Typen wohnen um die Ecke. Bei mir in Frankfurt zum Beispiel der Afrika Spezialist Samy Ben Redjeb. Dieser taz Artikel ist eine wunderbare Vorbereitung zur Forschungsreise durch Analog Africa. Ich empfehle dafür einen extra Rucksack mit viel Zeit:

>>Beim Reggae ist es ja auch erst Bob Marley und dann entdeckt man erst den Eisberg darunter.<<

Dounia

März 15, 2011

War heute schön mit Wolfgang Haffner am Main spazieren. Ein Hörtipp von vielen: Mokhtar Samba’s „Dounia“

Sonne in Frankfurt, Sommer im Computer!

Auf dem Rückweg habe ich in meiner U-Bahnhaltestelle noch ein kleines Kunstwerk von Inga Danysz abfotografiert:

Awesome Tapes from Africa

Oktober 14, 2010

Ich pack‘ auf die schöne Oktobersonne noch ein paar Grad drauf, mit den Awesome Tapes from Africa.

Schon der Tape-Opener Pieli haut mich um: Four-on-the-Floor mit einem Killer Hihat-Pattern…

Secret Agent

März 16, 2010

Entspannt, drucklos, dennoch derart treibend: