Archive for the ‘Freeware’ Category

wie gemalt

Dezember 19, 2019

Erneut ein Gruß und Kuss aus Vilnius!
Bin bestgelaunt – weil die AirBaltic Reise völlig unkompliziert funktionierte (dank ausgefuchster 8Kg schmaler Handgepäck-Beckentasche, in der ich immerhin vier Meinl Klangebenen unterbringe:14“ Jazz Hihats, 18“ Sand Crash, 18“ Byzance Medium Thin Crash, 20“ Club Ride), weil ein schöner Sonnen-Spaziergang mich am Brutalismus-Sportpalast vorbeiführte und die Googlekarte der „Third Wave Coffee Places“ wieder mal ins leckere Schwarze traf.

Auch im Venue blieb, durch diesen einmaligen Effektisch, die Sowjet-Romantik erhalten. Nicht nur „eine Harfe aus Beton“ (Pat Appleton), sondern auch Stahlblumen als Echoträger…

Und jetzt wo ich wieder daheim und im Freizeitmodus bin, mag ich gerne noch drei Geschenktipps in den Raum stellen:
– Ein Kendama ist 2019 mein Präsent No.1 (Geschicklichkeit, Beruhigung).
– Der Buchtipp Alex Graham „Drumfax 4: A Guide To Electronic Drum Kits (1973-1989) von Markus Einheuser wird überprüft, verbrieft empfehlen kann ich das Pedal Crush Buch. (Herzrasen!)
– selbstgemaltes = immer OK! Und so folge ich dem Aufruf des Galleristen, der ab 23. Januar nicht nur die Bilder von Hellmut Hattler austellen wird, sondern auch drei Ausmalvorlagen in den Ring wirft, die gestaltet und eingeschickt werden können.
Also: Kunst für die Freunde und/oder den Kenner!

Bildschirmfoto 2019-12-19 um 22.38.45

Ich wähle das Motiv „Bassjagd„, hole Stöcke und Levis Wasserfarben raus und trommle ein paar schöne Noten ins Ziel…

Nachtrag: Zusammen mit Levi und Yves wurde jetzt noch das Ausmalbild „Silent Surveyor 2“ zum Loop transformiert.

Dass die Musik zum Titel mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat, finde ich leicht krass…

SPre

November 26, 2019

Schönes Nostalgie-Umsonst-PlugIn bei Analog Obsession. Der SPre emuliert den Preamp und die Filtersektion eines alten EMU SP1200 und hat darüberhinaus auch noch die passende Pitch up/down (+/-12) mit an Board.
Oldschool Klangfärbung!

SPre_PROD

Super Summer Vibes

August 7, 2019

Mit Oliver Leichts Fotos vom Probetag ist eigentlich schon alles klar…

… dennoch:
Hey, lieber Wolfgang Haffner! Wie großartig, dass wir mit DePhazz bei Deinem sagenhaften Openair mitspielen durften. Diese beiden Tage sind für mich fortan das Musterbeispiel unserer Passion (= leidenschaftliches Trommeln)!
Voller ansteckender Energie und Spielspaß, vor allem mit sooo viel Liebe zur Musik und dann noch fast ganz Nürnberg vor der Bühne!
Sollte ich aus all den Superlativen drei Highlights herauspicken, käme diese Miniliste heraus:
– der Aufbau des „Nightmares On Wax“ Classics bzw. der  gewählte Startpunkt des prägenden Rhodes-Licks (bei ca 1.45.40′)
– Dein überraschendes Fill bei 2.37.50′
– dass wir endlich mal zusammen trommeln konnten! („Jim the Jinn“ 25.52′):

w+o

Nachzuschauen auf br-Klassik

Jetzt noch ein Blog relevanter Nebenschauplatz bzw. die Erwähnung der Zwickmühle, dass ich mir eigentlich nichts sehnlicher wünsche als supertolles Wetter für jedes Freiluftkonzert, dieses Jahr aber (schon wieder) zweimal beim Soundcheck im Sonnenschein feststellen musste, dass sowohl Macbook als auch mein iPhone Backup dabei gnadenlos die Arbeit verweigern.
Auf die Schnelle hilft da nur ein fetter Ventilator zum Runterkühlen, vielleicht auch das DIY Schatten-Zelt aus Handtüchern, für die Zukunft hoffentlich der eidac Software-Tipp von Dan Schneider.

PS. weil’s so toll war, haben wir familienmäßig direkt noch zwei weitere Nürnberg Tage dran gehängt. Jetzt kenne und liebe ich: Schäuffele, die beiden Skateparks (am Pferdemarkt und im Burggraben). Lesen und rumlungern im Hotelzimmer sowieso…

handymania-hotel

was von der Mitte des Salzburger Beckens

August 3, 2019

Ich mache eine neue Rubrik auf, die schönsten Hallkammern auf der Welt. Nach Kattowitz, heute ein in Österreich verortetes, klingendes Open Air Kunstwerk:

Und hey: Salzburg ist ganz schön touristisch, aber egal, denn ich freue mich über die Geburtshäuser von Mozart, Doppler und Trakl, sowie über die viele freie Kunst. Vor allem über James Turrells Sky Space, Anthony Craggs „Wellenform“ und den blaue Apfel von Roy Lichtenstein!
All das immer gerne mit einer originalen Mozartkugel im Mund und der ein oder anderen Kaffeepause…

Transkriptionshilfen

Mai 30, 2019

Zwei geschickte Tools, um Grooves auszuchecken:

1. Freeware Equalizer für den Mac, dank dessen 31 Bändern sich die unterschiedlichen Trommeln und Becken geschickt in den Vordergrund schieben lassen:
eqMac2

2. Tipp von Christoph Huber: die Anytune App, um Songs langsamer abzuspielen, Tonhöhe zu verändern, Loops & Marker zu setzen.
Die Standard Version ist gratis, die Pro-Version gibt es mit Musiklehrernachweis gar auch umsonst.

von Fat Time zu fast jeder

Februar 7, 2019

Ich weiß gar nicht warum ich mich neulich mal wieder durch die 1980er Alben von Miles Davis hörte. Wie es der Zufall will, konnte ich jedenfalls dadurch die Bassline des kurz vorher geposteten Netzer-Videoschnippsels (aus dem Jahr 2011…) einordnen.
Klingt nach „Fat Time“ (ab 0.33′):

Im weiteren Verlauf sprang ich von „Decoy“ zu „MD1/Something’s On your Mind/MD2“ (damals für mich der Hit auf „You’re under Arrest„), schwelgte vom „Star PeopleOpener und beschloss, tiefer in die wunderbare Welt der Mileschen Oberheim-Synth-Begleitung vorzudringen.
Leider fand ich im ganzen WWW nicht ein einziges Miles-Davis-OB-X-Hotlick, kein Instructional-Vid zum typischen MD-OB-X-Sound, keine Abschlussarbeit über die kantig-kräftigen Elektronik-Einwürfe des Meisters.
Dafür aber das Freeware PlugIn OBXD, mit dem ich jetzt herumspiele.

Leider zickt mein K-Board momentan. Sprich, ob ich beim morgigen Netzer-Konzert im Stuttgarter Merlin fette One-Finger-Brass-Chords einwerfen kann, steht in den Sternen.
Ob wir wieder mal Fat Time zitieren werden, ebenfalls.

Ich morphe schon mal von Fat Time zu fast jeder und freue mich auf’s Wochenende!

fast_jeder_hoert_netzerMerlin

WhatsApp Audio Konvertierung

Dezember 22, 2018

Hier kannst Du WhatsApp Sprachnachrichten im opus Format in eine MP3 umwandeln.

Pentimento

August 10, 2018

Die Einleitung zum Ableton-Interview „Mögliche Musik“ mit Jon Hassell beginnt mit geographieüberwindendem Sampling in den frühen 80er Jahren, der Collagen-Idee aus Schichten und Übermalungen (Pentimento), Minimalismus, der Kraft der Schleife (die nicht unbedingt im 4/4 Takt sein muss) und Hassells Vorstellung der (geheimen) „Fourth World“, die durch die >>Kombination von Merkmalen traditioneller Musikstile aus der ganzen Welt mit modernen elektronischen Verfahren<< einen neuen stringenten Sound schafft.

Unbedingt weiterlesen (u.a. >>über vertikales Hören, den Rhythmus fallender Blätter […] ein Leben lang voller Erkundung und Forschung mit und inmitten einiger der bedeutendsten Akteure der Musik des 20. Jahrhunderts).
Und parallel dazu gleich mal den Freeware Harmonizer „Pitchproof“ auschecken…

>>…stellen Sie sich einen Slow-Motion-Film über eine wachsende Pflanze vor. Kleine Bruchstücke von diesem jenem spielt man auf Konzerten und dann im Studio, und schrittweise fügen sie sich zusammen. Es ist ein wenig wie der Pentimento-Gedanke, bei dem Schichten durch andere Schichten erkennbar werden. Und jede dieser Schichten kann recht undeutlich sein…<<

-> Mati Klarwein, Nils Petter Molvaer

Notations-Shareware für Drummer

Dezember 28, 2017

Aered ist eine sehr bedienungfreundliche Notations-Shareware (bzw. ab 3 € erwerbbar) für Drummer. Kommt mir sehr entgegen, da ich am Sheet Editor meines Logic Programms immer wieder kläglich scheitere und mir für Sibelius, Finale und co. das nötige Kleingeld fehlt.

kurz mal in die mid-eighties

September 17, 2017

1. DJ Shadow schwärmt (lesenswert auf all good.) von Kurt Mantronik

>>Es ist gar nicht so einfach, Samples und Breaks mit Drum Machines und Synthies harmonisch klingen zu lassen. Mitte der Achtziger war es eine noch viel größere Herausforderung, nur vier Bars zu samplen und alles richtig anzupassen, ohne dass alles komplett schrottig klang. Mantronik leistete für etliche Techniken echte Pionierarbeit […]<<

… und ich höre seine Lieblingstracks nach

An dieser Stelle kann ich nun auch mal passend die Freeware Alesis Sample and Loop Library droppen).

2. Als nächstes beschließt mein Telefon, dass ich mir eine „Tutu“ Live-Version anhören sollte:

Und dabei muss ich leider lesen, dass der tolle Ricky Wellman im Jahr 2013 verstorben ist, jener „Sugarfoot“ Wellman, der mit Chuck Brown and the Soul Searchers, den amerikanischen Hauptstadt Groove verankerte: Go-Go (Swing)

In der anschließenden Gedenk-YouTube-Session lande ich bei jenem obskuren Rom-Konzert, in dem Miles komplett von Herbie Hancock vertreten wird (mit – ähemm -Trompetensound aus’m Synthie), aber mächtiger motivierter Backingband, inklusive Marilyn Mazur im Octapad-Flow