Archive for the ‘Freeware’ Category

die Wertschätzung für kleine Veränderungen

Juli 16, 2020

Feines Interview mit Philo Tsoungui, plus ein persönliches Freeware-Sample-Pack (via NI Community Drive) von ihr obendrein.
Es geht um zeitgemäße Rhythmusarchitektur bzw. wie diese elegant auf der Bühne umgesetzt werden kann, es geht um Sound, Flow, Levelling und die Wertschätzung für kleine Veränderungen!

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Eins a Sommermaterial!

Und dass ich die tolle Philo nochmals bei Fatoni vertreten darf, wird gleich auch noch untergebracht:
06.08.20 „Fatoni“ Dortmund, Junkyard (Open Air)
07.08.20 „Fatoni“ Stade, Lichtspielgarten
08.08.20 „Fatoni“ Oldenburg, Einfach Kultur

immenser Nachhall

Mai 29, 2020

Das Valhalla Supermassive PlugIn ist nicht nur gratis downloadbar, sondern auch wunderschön beschrieben:
>>Luscious clouds of reverb, otherworldly delays, swelling waves of feedback unlike any you’ve heard before.<<

Passt perfekt zu dieser schönen Woche, in der ich mal wieder über das „längste Echo der Welt“ gestolpert bin (welches natürlich ein immenser Nachhall ist, der sich aber auch digital und ebenfalls gratis in der Ableton-Welt verwenden lässt) und dadurch den weltgrößten Federhall entdeckt habe, der mich wiederum an Slinky, den Treppenläufer erinnerte…

Passt perfekt zu dieser unschönen Woche, in der die fürchterliche Tötung von George Floyd passierte und erneut einen gewalttätigen, alltäglichen und im System verankerten Rassismus offenbarte. Ich hoffe, dass der Nachhall dieser verstörenden Bilder, sowie der vielen Solidaritätsbekundungen, Augen und Herzen zu öffnen vermag!

Four In The Floor?

Mai 21, 2020

gab’s auch (1969 von Shin-Ei)…

Und hier als Freeware Instrument für den NI KONTAKT Sampler.

Video-Chat mit DAW

April 4, 2020

Puh, gar nicht so einfach, sich ein geschicktes simples Setup für eine Online-Lesson zu basteln, bei dem sowohl
1. mehrere Teilnehmer mitmachen können,
2. der Schlagzeug-Sound von einem (oder zwei) guten Overhead-Mic eingefangen und übertragen wird,
3. Musik aus einer DAW zugespielt und übertragen werden kann.

Auch wenn am 7.4. nachträglich reingebastelt, jetzt zu erst das Bier, im Anschluss dann der vorangegangen Pilgerweg:
Am besten funktioniert’s mit zoom.us.
Ich gehe mit zwei Overheads in das RME Babyface für den Schlagzeugsound und schicke dieses Stereosignal im LadioCast an den Main Output/Soundflower (2ch)
Meine Zuspielung aus der DAW kommt via Soundflower (64ch).
Im LadioCast wird diese Stereosumme auf den Kanälen 1/2 zum Main Output geschickt, mein persönlicher Clicktrack auf den Kanälen 3/4 nur zum Kopfhörerweg des RME – dort höre ich meinen kompletten Monitormix, also auch den zoom Audio-Feed – das lässt sich ja geschickt in den zoom-Audioeinstellungen teste).
Zum Reden aktiviere ich das Built-In-Mic in dem ich im LadioCast Kanal 4 mit einem Knopfdruck auf Main dorthin schicke.
Und zum gemeinsamen Basteln wird das weiter unten empfohlene Audiomovers/listento eingebunden.
Zu guter letzt gab es noch ein klasse Tipp von Stephan Emig. Der hatte mir von der EpocCam HD App erzählt, mit der sich das Smartphone als zusätzliche Webcam einbinden lässt. Kostet 9 Euro und funktioniert.

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Es begann tatsächlich so: Zunächst musste ich in diesen beiden Videos (1, 2) lernen, dass ich folgende Freeware benötige: Soundflower (hatte ich schon, wurde wohl mittlerweile von Black Hole abgelöst) und LadioCast. (Die Version 0.13. läuft bei mir unter macOS 10.13.6).

Dann folgten Selbstversuche mit zwei Geräten, macbook und iPhone5.
zoom.us kann läuft in der Freeware Variante im Gruppenchat (ab 3 Personen) nur 40 Minuten. Sah auf dem Rechner gut aus, selbst das aufs Telefon übertragene Bild. Aber Ton wollte einfach nicht. Und auch der Workflow gefiel mir erstmal nicht so…
Aber nach diversen Tipps

– bei jitsi-meet bekomme ich nur die Mikrofonsignale aus dem RME-Babyface übertragen; leider nichts aus der DAW.
Soundflower und LadioCast helfen hier nichts 😦 Schade, denn der Workflow gefällt.
OK: notfalls gäbe es noch den Umweg mit einem vorgeschalteten Mischpult (aus dem das Drum-Mic und die zuzuspielenden Musik ins RME-Interface wandert.)

– für Skype muss (in LadioCast) jeglicher Output auf einen Mono-Kanal (L oder 1) geroutet werden. Der Testanruf der Software bestätigt: das RME-Mikro und die Musik aus der DAW kommen durch. Auch das interne Laptop-Mic lässt sich zuschalten.

skype ladiocast soundflower

Der Ausgang der DAW wird zu Soundflower 64 geleitet, um Spotify zuspielen zu können muss ich im Audio-MIDI-Setup einen multiplen Ausgang vorbereiten (der dann auch in der Systemeinstellung Ton/Ausgabe ausgewählt werden will):

Audio-MIDI-Setup

So richtig Begeisterung kommt bei mir noch nicht auf. Falls jemand abkürzende Erfahrungswerte beisteuern möchte, bitte gerne… 🙂

Oh toll, meine Checker-Blase reagiert auf FB.
Äusserst vielversprechend ist das von Milan Saje gepostete Video, in dem Audiomovers (für beste Audioqualität) und Zoom (für die Videoübertragung) kombiniert werden.

Und Lars Bartkuhn hilft bezüglich der Zoom-Verwendung:
>>Du musst zuerst Zoom offen haben, dann eine DAW. In der DAW dann den Sound auf ZOOM routen. Dann Bildschirmfreigabe in Zoom klicken. Unten eine Checkbox mit Häkchen für Computerton abspielen. Und voila: Wenn Du in der Bildschirmfreigabe z.B. auf Ableton gehst, wird Ableton abgespielt. Plus z.B. das macbook Mikro, wenn Du das einfach noch in Zoom als Mikroinput eingestellt lässt!<<

Markus Birkle und Sebastian Kraus weisen auf den Workaround der 1st Gen Focusrite Scarlett/Saffire Interfaces hin: >>ganz banal, aber wirkungsvoll; statt Software einfach ein Klinkekabel.<<

Hazeofbass ist happy mit doozzoo. Weil mir gerade Nerven & Zeit fehlen, noch eine weitere Option zu checken verweise ich diesbezüglich auf die bonedo Berichterstattung.

 

jitsi Echodrums

März 31, 2020

Habe gestern die jitsi meet Videokonferenz App sowohl auf Handy und Computer geöffnet, anschließend ein bisschen getrommelt.
Mit der systembedingten Feedbackschleife lässt sich in der digitalen Echokammer spielen, indem
– das Smartphone um den Rechner herum bewegt wird
– das Mikrofon mal beim einen, mal beim anderen Teilnehmer stumm geschaltet wird

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Energiezustände

Februar 8, 2020

Schau Dir mal die großartigen Schlagzeugsoli von Helge Norbakken und Benny Greb an, jedes für sich ein Schulterschluss von Druck, Dynamik und Finesse.
Dabei spannend: Der eine Rhythmusmacher tippt die Kickdrum bisweilen nur mit den Fingern an, der andere trommelt die Akzente mit vollem Körpereinsatz, kurz vor der Instrument bedingten Überkompression.
Beide Darbietungen setzen eine ähnliche Energie frei, denn sie erreichen unser Ohr letztlich dank einer bewußten Mikrofonie. Wow!

Weil aktuell erlebt, jetzt noch zwei persönliche Nebenschauplätze:
Ist der eigenen Energiefüllstand etwas niedrig, kann es durchaus passieren, dass die Konzentration (die selbstverständlich für’s abendliche Konzert reserviert wird) an anderer Stelle leidet und man ohne Hardware Tasche zum Gig fährt… na gut, dann halt noch zweimal durch den Feierabendverkehr der Großstadt zuckeln und Atem-Übungen machen oder Atmung mit Mouthpercussion verbinden (zack, sind wir wieder bei Norbakken).
Schließlich war das Carrera-Trio alles andere als überprobt und konnte einen wunderbaren Energiebogen spannen…

Gestern dann noch eine Art Impulserhaltungssatz: Um den Ableton-Rechner bzw. die Effekte des Trompeters Thomas Siffling zu steuern, mich selbst zudem mit einem Clicktrack zu versorgen, suchte ich während der Zugfahrt nach einer Metronom-App die andere Geräte mit dem „Link“ Protokoll synchronisieren kann.
Das „Beatball Metronome“ hat die Aufgabe ohne zu zicken auf Anhieb bewältigt!

 

wie gemalt

Dezember 19, 2019

Erneut ein Gruß und Kuss aus Vilnius!
Bin bestgelaunt – weil die AirBaltic Reise völlig unkompliziert funktionierte (dank ausgefuchster 8Kg schmaler Handgepäck-Beckentasche, in der ich immerhin vier Meinl Klangebenen unterbringe:14“ Jazz Hihats, 18“ Sand Crash, 18“ Byzance Medium Thin Crash, 20“ Club Ride), weil ein schöner Sonnen-Spaziergang mich am Brutalismus-Sportpalast vorbeiführte und die Googlekarte der „Third Wave Coffee Places“ wieder mal ins leckere Schwarze traf.

Auch im Venue blieb, durch diesen einmaligen Effektisch, die Sowjet-Romantik erhalten. Nicht nur „eine Harfe aus Beton“ (Pat Appleton), sondern auch Stahlblumen als Echoträger…

Und jetzt wo ich wieder daheim und im Freizeitmodus bin, mag ich gerne noch drei Geschenktipps in den Raum stellen:
– Ein Kendama ist 2019 mein Präsent No.1 (Geschicklichkeit, Beruhigung).
– Der Buchtipp Alex Graham „Drumfax 4: A Guide To Electronic Drum Kits (1973-1989) von Markus Einheuser wird überprüft, verbrieft empfehlen kann ich das Pedal Crush Buch. (Herzrasen!)
– selbstgemaltes = immer OK! Und so folge ich dem Aufruf des Galleristen, der ab 23. Januar nicht nur die Bilder von Hellmut Hattler austellen wird, sondern auch drei Ausmalvorlagen in den Ring wirft, die gestaltet und eingeschickt werden können.
Also: Kunst für die Freunde und/oder den Kenner!

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Ich wähle das Motiv „Bassjagd„, hole Stöcke und Levis Wasserfarben raus und trommle ein paar schöne Noten ins Ziel…

Nachtrag: Zusammen mit Levi und Yves wurde jetzt noch das Ausmalbild „Silent Surveyor 2“ zum Loop transformiert.

Dass die Musik zum Titel mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat, finde ich leicht krass…

SPre

November 26, 2019

Schönes Nostalgie-Umsonst-PlugIn bei Analog Obsession. Der SPre emuliert den Preamp und die Filtersektion eines alten EMU SP1200 und hat darüberhinaus auch noch die passende Pitch up/down (+/-12) mit an Board.
Oldschool Klangfärbung!

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Super Summer Vibes

August 7, 2019

Mit Oliver Leichts Fotos vom Probetag ist eigentlich schon alles klar…

… dennoch:
Hey, lieber Wolfgang Haffner! Wie großartig, dass wir mit DePhazz bei Deinem sagenhaften Openair mitspielen durften. Diese beiden Tage sind für mich fortan das Musterbeispiel unserer Passion (= leidenschaftliches Trommeln)!
Voller ansteckender Energie und Spielspaß, vor allem mit sooo viel Liebe zur Musik und dann noch fast ganz Nürnberg vor der Bühne!
Sollte ich aus all den Superlativen drei Highlights herauspicken, käme diese Miniliste heraus:
– der Aufbau des „Nightmares On Wax“ Classics bzw. der  gewählte Startpunkt des prägenden Rhodes-Licks (bei ca 1.45.40′)
– Dein überraschendes Fill bei 2.37.50′
– dass wir endlich mal zusammen trommeln konnten! („Jim the Jinn“ 25.52′):

w+o

Nachzuschauen auf br-Klassik

Jetzt noch ein Blog relevanter Nebenschauplatz bzw. die Erwähnung der Zwickmühle, dass ich mir eigentlich nichts sehnlicher wünsche als supertolles Wetter für jedes Freiluftkonzert, dieses Jahr aber (schon wieder) zweimal beim Soundcheck im Sonnenschein feststellen musste, dass sowohl Macbook als auch mein iPhone Backup dabei gnadenlos die Arbeit verweigern.
Auf die Schnelle hilft da nur ein fetter Ventilator zum Runterkühlen, vielleicht auch das DIY Schatten-Zelt aus Handtüchern, für die Zukunft hoffentlich der eidac Software-Tipp von Dan Schneider.

PS. weil’s so toll war, haben wir familienmäßig direkt noch zwei weitere Nürnberg Tage dran gehängt. Jetzt kenne und liebe ich: Schäuffele, die beiden Skateparks (am Pferdemarkt und im Burggraben). Lesen und rumlungern im Hotelzimmer sowieso…

handymania-hotel

was von der Mitte des Salzburger Beckens

August 3, 2019

Ich mache eine neue Rubrik auf, die schönsten Hallkammern auf der Welt. Nach Kattowitz, heute ein in Österreich verortetes, klingendes Open Air Kunstwerk:

Und hey: Salzburg ist ganz schön touristisch, aber egal, denn ich freue mich über die Geburtshäuser von Mozart, Doppler und Trakl, sowie über die viele freie Kunst. Vor allem über James Turrells Sky Space, Anthony Craggs „Wellenform“ und den blaue Apfel von Roy Lichtenstein!
All das immer gerne mit einer originalen Mozartkugel im Mund und der ein oder anderen Kaffeepause…