Archive for the ‘Funk’ Category

… & On

November 23, 2020

Sehr schöner Wochenstart:
Zum 20. Geburtstag von Erykah Badus Longplayer „Mama’s Gun“ nicken, dazu die passenden Geschichten von Questlove lesen!

Eins a Warmup für den morgigen 13. Geburtstag ❤️

Waitin‘ for the Wind

November 21, 2020

Musik-Geschichten.
Detlef Diederichsen erzählt in der taz spannend über das wieder veröffentlichte „Armitage Road“ Album der südafrikanischen Heshoo Beshoo Group. Nun 50 Jahre alt, mit klarem Beatles Cover-Bezug, aber mit einem Sound, der sich >>in einem eigentümlichen Schwebezustand befindet, zwischen funky und relaxt<<.

Halb so (aber auch ganz schön) alt, das erste Kruder & Dorfmeister Album. Obwohl 1995 fertig gestellt, kam es eben erst heraus. Wolfgang Haffner empfiehlt’s mir hieß, nicht zuletzt wegen der vielen Delays 🙂

Und schließlich noch ein Echo Tipp von Matthias Kehrle. „Waitin‘ For the Wind“ der britischen Spooky Tooth. Der Track ist von 1969. Ob die Delay-Drums von Led Zeppelin (siehe „When the Levee Breaks“ und „Heartbreaker“) inspiriert wurden oder ob die vorangegangene Albumproduktion mit dem Elektroniker Pierre Henry noch dezent nachwirkte? Hätte gerne den damaligen Produzenten Jimmy Miller dazu befragt…

Waiting

November 19, 2020

Via Soviet Visuals entdeckt, das Foto von Dmitry Baltermants. Der Titel passt zur Zeit, der Inhalt zeigt auf jeden Fall schon mal einen schönen Bezug…
Gleichnamige Songtitel gäbe es ja einige passende, ich entscheide mich für ne luftige Hattler Version und stecke sie in die schicke Hülle der Quincy Jones Single „Oh Happy Day“ von 1971.

Und zack, findet sich eine schöne Beschäftigung im Wartezimmer:
Denn der funky Beat kommt von Bernard Purdie und wurde in bester Rudy van Gelder Tradition aufgenommen und fast komplett auf die rechte Seite im Stereopanorama gemischt. Eine Hallraumöffnungen – vermutlich ein EMT Plate Reverb – für wichtige Snare Hits gibt’s obendrein!
In puncto Aufnahmetechnik schreibe ich folgende Erkenntnisse ab und freue mich auf eigene Versuche!

>>Take three or four expensive German mics with a blistering top end boost, put them real close to the instruments, add some extra distortion from a cheap overloading mic preamp through an Army Surplus radio console, put some crappy plate reverb on it, and record. Then, immediately (and for no good reason), redub the master onto a Magnatone tape deck at +6, compress the crap out of it while adding 5 db at 5000 cycles to everything. That’s the Van Gelder sound to me.<< Steve Hoffman

>>In the absence of information from the source, we have to listen. (Radical concept!) My ears suggest to me that Van Gelder has always miked drums using a single overhead condenser mic, probably a large-diaphragm Neumann U 47 or, perhaps, a small-diaphragm KM 54. I don’t hear a separate mic on the kick; the coherence of the sound suggests the use of a single microphone for the drumkit.
The drums aren’t entirely recorded with that one mic, though; one of the hallmarks of a Van Gelder session is lots of leakage—drums into the horn mics, horns in the drum mic. Never enough to create phase problems and comb filtering, but enough to create the marvelous sense of space that marks his recordings—yes, even the early ones in mono. You don’t think a mono recording can have a sense of space? Listen to one made by Van Gelder.<< Paul J. Stamler

Später im Englewood Cliffs Studio (ab 1959) sind es dann eher zwei (als Over- oder Underheads) oder drei Mikrofone (mit zusätzlichem Kick-Mic oder/und Raummikrofon):

Musik für Feiertage

Juni 11, 2020

Ich würde mit einem Wohlfühl-Set von Natasha Diggs einsteigen:

Dann etwas Weiterbildung im Rhythmus-Sektor, ein Mix der die Trommelkunst von Dennis Davis vorstellt.

Eine weitere Doku aus dem Jahre 2008, die direkt schwergewichtig einsteigt:
>>“We call it Techno“ tells of it evolving face of the first pop culture that primarily arose in Germany<< (1:40′)

Den Satz schreibe ich auch gleich mal ab: The basic principle of Techno stands for experimenting, crossing borders and DIY.

Und jetzt bräuchte es nur noch das Set für die Nacht…

Flanging Cymbals

Februar 20, 2019

IMG_1025Nice driving Cymbal-Lick from „The Chi Lites“

Und jetzt noch die Aaron Sterlings Version des Beyoncé Groove mit zwei „Flanging Cymbals“ gegenchecken („Sound of Sterloid Vol.1„, !6ths)

What’s Going On with Marvin & James

Januar 31, 2019

Das Bassapella von Marvin Gaye und James Jamerson ist doch perfekt zum dazuklappern!

Und weil ich nach solch einem Fund direkt neugierig „bassapella“ in die YouTube-Suchmaske tippe, gleich noch was von Kerri Chandler hinterher:

JAM with graHAM

Januar 12, 2019

Wenn der Bassist singen kann, braucht’s nur noch einen Drummer…nee: wenn der Bassist Larry Graham heisst, reicht ein Trommler zur Komplettierung der Band. Beziehungsweise, sollte der Rhythmusmacher verhindert sein, dann kompensiert Larry Kick und Snare einfach durch Slappen und Poppen.

Im Netz schwirren auch noch die beiden Instructional Videos „Super Slapping Bass“ (ebenfalls nur im Duo mit Trommler Kozo Suganuma)  und „Funk Bass Attack“ von 1997 (im Orgeltrio mit Greg Errico hinterm Schlagzeug) – auch hier lässt sich die Zutatenliste für ’ne eins a Funk-Attitude zusammensammeln…

In puncto Effekgeräte lerne ich aus den Videos: >>When it’s old and good, it is antique<<
Und hey, die alten Pedale (Roland Jet Phaser AP-7, „bigfoot“ Mu-Tron Octave Divider, Maestro Fuzz Phaser (Bsp. 2), Lovetone Big CheeseProCo Juggernaut, MXR Phase 100 + Boss DD-?, Danelectro Fab Tone) versprühen auch derart viel Charme und dennoch sind es des Meisters Tanzschritte und Einstellungen, die den Antiquitäten zum Wow!-Moment verhelfen.

PS. in diesem Zusammenhang darf Tim Lefebvres grandiose Kombination von Fuzz und MXR Envelope Filter nicht fehlen.

super bad

Mai 2, 2018

Mit John Jabo Starks ist gestern der verbliebene Funkmaster gestorben 😦

Bildschirmfoto 2018-05-02 um 11.16.36

Mit den Insta-Worten von ?uestlove:
>>If the late #ClydeStubblefield was #JamesBrown gourmet dish, then #JohnJaboStarks was his meat & potatoes. The round the way meal. In the folklore of breakbeat ology, it was Clyde that was James’ prettiest rhythmaster. But Starks was his most effective drummer. It was the “Think (About It)” break that birthed New Jack Swing Culture, Bmore/Jersey House & 90s rnb. It was “Hot Pants (I’m Comin)” & “I Know You Got Soul” that really cultivated the classic east coast renaissance of 87-92. James’ most effective funk: “Soul Power” “Escapism” “Superbad” “The Payback” so many classics. His 8 on the floor style was so unique in his funk. A serious funk god. A unchampioned legend gave us new culture and a gift folks. Give the drummer some. John Jabo Starks R.I.P. #Jabo<<

feeling lucky lately

März 28, 2018

Ich hatte eben mal überlegt, dass ich doch zu Ostern mein Schlagzeug mal feierlich aufbauen könnte. Als Inspirationsquelle hätte ich diese Ludwig Broschüre aus dem Jahr 1982:

1982_ludwig_drumsets3

Und vermutlich lege ich dazu dann ganz passend Kid Creole & The Coconuts auf: „I’m a Wonderful Thing Baby“…oder besser noch: High Fashion „Feeling Lucky lately“

PS. Vermutlich saß bei beiden Musikstücken Yogi Horton hinterm Kit.

Eucosmic!

Januar 19, 2018

Give it to the Drummer! (revisited) – der Danopticum Abend in der Kiste beinhaltete nicht nur einen erfüllenden Duo Jam mit Michel Baumann, sondern anschließend noch inspirierende Gespräche über Schlagzeug und Musik.
Daniel Kartmann steckte mir sein neues Portosol Album zu (auf dem mein altes Ayotte Set zu hören ist, aber auch die Random-Elektronik der Behringer-Mischpult-Effekte); von Johann Polzer gab es spannende Einsichten ins Tourleben von Idris Ackamoor & the Pyramids, vor allem den Hinweis auf auf Max Weissenfeldt, den er mir als Ikone des funky Afro-Drummings schmackhaft machte. Und da geht wahrlich eine große Türe auf: vielversprechende Credits (von Embryo bis Lana Del Ray), eigene Labelarbeit (Philophon), sympathische Interviews (1, 2) und ein persönliches wie stimmiges Sound- und Grooveverständnis von „deep & soulful funk music“.

Wahnsinn, dass es trotz mächtiger Neugierde und permanentem Forschen immer wieder  Lücken auf meiner Rhythmuskarte Deutschlands gibt. Quatsch: Wie toll, dass ich immer wieder von unglaublich spannender Musik überrascht werde, die in unmittelbarer Nähe passiert!

PS. Als ich im März 1993 auf dem Popkurs Jamiroquai und Acid-Jazz entdeckte, wurde ich bald Fan des Soulciety Labels – da habe ich den M.W. schon heimlich gehört; auch später im Rahmen der Leidenschaft für’s Münchner Compost Label und den neuen Begriff Future Jazz habe ich die Syrup Scheibe öfters mal aufgelegt (wohl ohne genauer auf’s Cover zu schauen)…