Archive for the ‘Funk’ Category

JAM with graHAM

Januar 12, 2019

Wenn der Bassist singen kann, braucht’s nur noch einen Drummer…nee: wenn der Bassist Larry Graham heisst, reicht ein Trommler zur Komplettierung der Band. Beziehungsweise, sollte der Rhythmusmacher verhindert sein, dann kompensiert Larry Kick und Snare einfach durch Slappen und Poppen.

Im Netz schwirren auch noch die beiden Instructional Videos „Super Slapping Bass“ (ebenfalls nur im Duo mit Trommler Kozo Suganuma)  und „Funk Bass Attack“ von 1997 (im Orgeltrio mit Greg Errico hinterm Schlagzeug) – auch hier lässt sich die Zutatenliste für ’ne eins a Funk-Attitude zusammensammeln…

In puncto Effekgeräte lerne ich aus den Videos: >>When it’s old and good, it is antique<<
Und hey, die alten Pedale (Roland Jet Phaser AP-7, „bigfoot“ Mu-Tron Octave Divider, Maestro Fuzz Phaser (Bsp. 2), Lovetone Big CheeseProCo Juggernaut, MXR Phase 100 + Boss DD-?, Danelectro Fab Tone) versprühen auch derart viel Charme und dennoch sind es des Meisters Tanzschritte und Einstellungen, die den Antiquitäten zum Wow!-Moment verhelfen.

PS. in diesem Zusammenhang darf Tim Lefebvres grandiose Kombination von Fuzz und MXR Envelope Filter nicht fehlen.

super bad

Mai 2, 2018

Mit John Jabo Starks ist gestern der verbliebene Funkmaster gestorben 😦

Bildschirmfoto 2018-05-02 um 11.16.36

Mit den Insta-Worten von ?uestlove:
>>If the late #ClydeStubblefield was #JamesBrown gourmet dish, then #JohnJaboStarks was his meat & potatoes. The round the way meal. In the folklore of breakbeat ology, it was Clyde that was James’ prettiest rhythmaster. But Starks was his most effective drummer. It was the “Think (About It)” break that birthed New Jack Swing Culture, Bmore/Jersey House & 90s rnb. It was “Hot Pants (I’m Comin)” & “I Know You Got Soul” that really cultivated the classic east coast renaissance of 87-92. James’ most effective funk: “Soul Power” “Escapism” “Superbad” “The Payback” so many classics. His 8 on the floor style was so unique in his funk. A serious funk god. A unchampioned legend gave us new culture and a gift folks. Give the drummer some. John Jabo Starks R.I.P. #Jabo<<

feeling lucky lately

März 28, 2018

Ich hatte eben mal überlegt, dass ich doch zu Ostern mein Schlagzeug mal feierlich aufbauen könnte. Als Inspirationsquelle hätte ich diese Ludwig Broschüre aus dem Jahr 1982:

1982_ludwig_drumsets3

Und vermutlich lege ich dazu dann ganz passend Kid Creole & The Coconuts auf: „I’m a Wonderful Thing Baby“…oder besser noch: High Fashion „Feeling Lucky lately“

PS. Vermutlich saß bei beiden Musikstücken Yogi Horton hinterm Kit.

Eucosmic!

Januar 19, 2018

Give it to the Drummer! (revisited) – der Danopticum Abend in der Kiste beinhaltete nicht nur einen erfüllenden Duo Jam mit Michel Baumann, sondern anschließend noch inspirierende Gespräche über Schlagzeug und Musik.
Daniel Kartmann steckte mir sein neues Portosol Album zu (auf dem mein altes Ayotte Set zu hören ist, aber auch die Random-Elektronik der Behringer-Mischpult-Effekte); von Johann Polzer gab es spannende Einsichten ins Tourleben von Idris Ackamoor & the Pyramids, vor allem den Hinweis auf auf Max Weissenfeldt, den er mir als Ikone des funky Afro-Drummings schmackhaft machte. Und da geht wahrlich eine große Türe auf: vielversprechende Credits (von Embryo bis Lana Del Ray), eigene Labelarbeit (Philophon), sympathische Interviews (1, 2) und ein persönliches wie stimmiges Sound- und Grooveverständnis von „deep & soulful funk music“.

Wahnsinn, dass es trotz mächtiger Neugierde und permanentem Forschen immer wieder  Lücken auf meiner Rhythmuskarte Deutschlands gibt. Quatsch: Wie toll, dass ich immer wieder von unglaublich spannender Musik überrascht werde, die in unmittelbarer Nähe passiert!

PS. Als ich im März 1993 auf dem Popkurs Jamiroquai und Acid-Jazz entdeckte, wurde ich bald Fan des Soulciety Labels – da habe ich den M.W. schon heimlich gehört; auch später im Rahmen der Leidenschaft für’s Münchner Compost Label und den neuen Begriff Future Jazz habe ich die Syrup Scheibe öfters mal aufgelegt (wohl ohne genauer auf’s Cover zu schauen)…

Soulphiction

Januar 19, 2018

26731084_1621809597866595_8626047582759770243_n

Das Rezept ist einfach: menschlich passende und musikalisch Gleichgesinnte anrufen, Treffen vereinbaren – jammen. Geschwind noch die Kabelwege klären, das Motto auf den Tisch und los!
Und dennoch war der gestrige Abend mit Michel Baumann (aka Soulphiction aka Jackmate) ein ganz besonderer. Seine Musik und seine Vibes tragen einen durch die Nacht, da bewegt sich mein Schlag-und Schüttelmaterial wie von selbst, ganz zu schweigen vom hüpfenden Herzen. Der Sound also immer deep, nie rückwärtsgewandt -um den schönen Flashback ins Pauls Musique Zeitalter kümmerte sich das Publikum -, schließlich noch der krönende Abschluß dank des grandiosen Anderson .Paak Remixes (von genau meiner Lieblingsnummer!), die mich im bouncenden, fünftaktigen Loopgewand sanft ins neue Musik-Jahr 2018 schubst: ya – ich freu‘ mich!

 

eins a Ausklang

Dezember 29, 2017

Während meine Schwester auf ’ner echten Party hüpft, hätte ich hier den eins a Jahresausklang für alle Daheimgebliebenen und Babysitter, eine astreine Bassverbindung von Fricos P-Funk Mix zu John Eckhardts Bigfoot:

Ach ja und von Johannes Brecht borge ich mal geschwind ein passendes Foto aus seiner Insta-Timeline:

Bild 29.12.17 um 22.43

 

Altmeister

Dezember 9, 2017

Ah, schön – man sagt nur „Altmeister am Puls der Zeit“ und zeigt dann den Jazzflüsterer Jim Chapin hinterm ddrum2 (Foto von Daniel Portner) und James Gadson mit Cellphone in der Brusttasche, während dieser lässig und mit allen Tricks und Wassern gewaschen* einen Vulfpeck Song trommelt.

jim chapin ddrum

* ausgestopfte Reisekick, Tom ohne Resofell, Schlagfelle von dicken Tüchern gedämpft, Vers mit „Schenkel-Hihat“, Backbeat mit Butt End, 16tel aus dem Handgelenk – Killer Ending!

audiovisuelle Infusiönchen

Dezember 4, 2017

Auch ’ne Möglichkeit den Montagabend gemütlich und lernender Weise zu begehen: Meine verchlorten Augen oszilieren zwischen taz (Glamrock!), Neue Musikzeitung (Krisen & Sonifikationen) und diversen YouTube, Soundcloud und Spotify Links bzw. einer Tippliste, die sich mein Beatbox- und Rapper Luis Baltes via FB erschlichen hat.

Gehört habe ich die Best of November Zusammenstellung des Soundcloud-Diggers (Sound Clavy) und die Scary Pockets Funk Versionen (hello Pomplamoose) diverser Smashhits. Da habe ich auch einiges tolles gesehen, beispielsweise die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen, die Bock und/oder Konzentration signalisieren, wie diese fantastisch klingende Zweitsnare tatsächlich ausschaut und dass sich mit dem Parameter Tonlänge eine ganze Menge Funk umsetzen lässt!

Sehr schön, wie smooth die jungen Leute heute wieder Funk trommeln können – eindeutig entweder klangbewusst oder videogeschult (hey, James Gadson):

Boa, what a shuffle feel!

Wahltag

September 24, 2017

Es nicht selbstverständlich die freie Wahl zu haben. Gleichzeitig ganz schön schwer, sich klar zu positionieren. Aber immens wichtig!
Und deshalb muss ich an diesem Tag unbedingt auch ein paar schöne Tracks raussuchen…

Tracklist:
John Scofield „Just don’t want to be lonely“
Chris Dave & Drumhedz „That Reggae Shit“
KUF „Gold (Vinyl version)“
Siriusmo „Wow (Modeselektor edit)“
Boysetsfire „Handful of Redemption“
Squarepusher „My Red Hot Car (Girl)“
Dhafer Youssef „Digital Prophecy“
Hamilton Bohannon „Southafrican Man“
Hans Nieswandt „Hörerwünsche II“
Lionel Loueke „Ife“
Robert Schumann „Sym N2 Ut Maj Op61/Adagio Espressivo (3eme Mvt)“
Miles Davis „Cobra“
Billy Ocean „Nights Feel Like Gettin’ Down“
New Sector Movements „Anthem“
The Police „De Do Do Do De Da Da Da“
DePhazz „Anchorless (Private Version)“

Und was das Ergebnis der Bundestagswahl angeht, so schreibt mir Friedemann Karig hier auf jetzt.de aus der Seele. Und auch den Ratschlag von taz Chefredakteur Georg Löwisch pinne ich hier hin: >>Wenn die AfD im Bundestag schäumt, sollten die anderen mit der Sachlichkeit einer Grundbuchratsschreiberin reagieren.<<

J.B.

August 28, 2017

John Blackwell hatte nicht nur eine ungeheure Technik, mächtig Druck hinterm Stock und ganz heiße Cymbal-Moves am Start, sondern auch eine besondere Art elektronische Sounds (respektive Handclaps!) pad-weise abzufeuern:

Und immer: Funk & Attitude im Spiel. Oh man, 43 Jahre sind zu wenig 😦