Archive for the ‘Funk’ Category

Altmeister

Dezember 9, 2017

Ah, schön – man sagt nur „Altmeister am Puls der Zeit“ und zeigt dann den Jazzflüsterer Jim Chapin hinterm ddrum2 (Foto von Daniel Portner) und James Gadson mit Cellphone in der Brusttasche, während dieser lässig und mit allen Tricks und Wassern gewaschen* einen Vulfpeck Song trommelt.

jim chapin ddrum

* ausgestopfte Reisekick, Tom ohne Resofell, Schlagfelle von dicken Tüchern gedämpft, Vers mit „Schenkel-Hihat“, Backbeat mit Butt End, 16tel aus dem Handgelenk – Killer Ending!

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audiovisuelle Infusiönchen

Dezember 4, 2017

Auch ’ne Möglichkeit den Montagabend gemütlich und lernender Weise zu begehen: Meine verchlorten Augen oszilieren zwischen taz (Glamrock!), Neue Musikzeitung (Krisen & Sonifikationen) und diversen YouTube, Soundcloud und Spotify Links bzw. einer Tippliste, die sich mein Beatbox- und Rapper Luis Baltes via FB erschlichen hat.

Gehört habe ich die Best of November Zusammenstellung des Soundcloud-Diggers (Sound Clavy) und die Scary Pockets Funk Versionen (hello Pomplamoose) diverser Smashhits. Da habe ich auch einiges tolles gesehen, beispielsweise die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen, die Bock und/oder Konzentration signalisieren, wie diese fantastisch klingende Zweitsnare tatsächlich ausschaut und dass sich mit dem Parameter Tonlänge eine ganze Menge Funk umsetzen lässt!

Sehr schön, wie smooth die jungen Leute heute wieder Funk trommeln können – eindeutig entweder klangbewusst oder videogeschult (hey, James Gadson):

Boa, what a shuffle feel!

Wahltag

September 24, 2017

Es nicht selbstverständlich die freie Wahl zu haben. Gleichzeitig ganz schön schwer, sich klar zu positionieren. Aber immens wichtig!
Und deshalb muss ich an diesem Tag unbedingt auch ein paar schöne Tracks raussuchen…

Tracklist:
John Scofield „Just don’t want to be lonely“
Chris Dave & Drumhedz „That Reggae Shit“
KUF „Gold (Vinyl version)“
Siriusmo „Wow (Modeselektor edit)“
Boysetsfire „Handful of Redemption“
Squarepusher „My Red Hot Car (Girl)“
Dhafer Youssef „Digital Prophecy“
Hamilton Bohannon „Southafrican Man“
Hans Nieswandt „Hörerwünsche II“
Lionel Loueke „Ife“
Robert Schumann „Sym N2 Ut Maj Op61/Adagio Espressivo (3eme Mvt)“
Miles Davis „Cobra“
Billy Ocean „Nights Feel Like Gettin’ Down“
New Sector Movements „Anthem“
The Police „De Do Do Do De Da Da Da“
DePhazz „Anchorless (Private Version)“

Und was das Ergebnis der Bundestagswahl angeht, so schreibt mir Friedemann Karig hier auf jetzt.de aus der Seele. Und auch den Ratschlag von taz Chefredakteur Georg Löwisch pinne ich hier hin: >>Wenn die AfD im Bundestag schäumt, sollten die anderen mit der Sachlichkeit einer Grundbuchratsschreiberin reagieren.<<

J.B.

August 28, 2017

John Blackwell hatte nicht nur eine ungeheure Technik, mächtig Druck hinterm Stock und ganz heiße Cymbal-Moves am Start, sondern auch eine besondere Art elektronische Sounds (respektive Handclaps!) pad-weise abzufeuern:

Und immer: Funk & Attitude im Spiel. Oh man, 43 Jahre sind zu wenig 😦

Sound Systems

April 4, 2017

Internet-Uni: Auf Arte Creative gibt es zehn kur(weilig)e Folgen rund um das jamaikanische Sound System:

1 Die Urväter des Sounds
Punany Poets
Ghettoblaster
4 Car Clash
5 Rastaman Migration
6 Tecnobrega Monsters
7 Pimp my Sound
8 Like a Sachs Machine
9 Despacio Odyssee
10 Save our Sounds

Wieder viel gelernt! Und so lege ich gleich mal den neu entdeckten „Singjay“ Tenor Saw zum Frühstück auf.

Und danach testet die von Eward Maclean und seinen FB-Freunden erstellte Liste der „100 epic Soul, Funk, Pop and HipHop Basslines“ mein Sound System der Stunde…

Beat Roots

Dezember 10, 2016

Chris Read (Head of Content bei WhoSampled) freut sich im FB über das Buch Beat Roots by Steve Powell, einer Sammlung von bekannten und weniger bekannten R&B/Soul, Funk Und Rock Grooves aus den späten 1960s bis zu den frühen 1980s.

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Da die Post aus Australien dauert, höre ich mich jetzt mal durch die YT-Playlist des Autors durch. Und verlinke in weiser Voraussicht gleich noch die Liste mit „eight of Berlin’s best lesser-known record shops„.

Danke für den Tipp, DJ Friction!

Funk =

Juni 28, 2016

Funk ist >>die Synthese aus vollfetten Rhythmen, elektrifizierten Sounds und afroamerikanischen Slang-Begriffen<<, schreibt Julian Weber in seinem Nachruf zu Bernie Worrell (Mitbegründer und Keyboarder des Parliament, Funkadelic Kollektivs).

Hier Worrels 1976er Vision einer „Chocolate City“, mit schwarzem Präsidenten, Spitzenmusikern im Parlament und Rhythmusbox als Rückrat…

PS. noch massiver als die elektronischen Handclaps bei George Clintons Truppe, waren die archaischen Jubelklatscher der Isländer nach dem EM-Spiel gegen England!

Princeton – Prince Tod – Pop

April 23, 2016

Zweimal holten mich am gestrigen 22. April die Tageszeitungen aus meiner „Johannes Brecht Ensemble Kapsel“ (Anreise, Soundcheck, Probe, Gig) heraus, zweimal Meldungen mit dem Wortstamm Prince. Kreisschluss inklusive.
Zuerst – unübersehbar – die BILD Schlagzeile am Bahnhof >>Prince Tod mit 57!<< – oh, no!
Am Nachmittag dann, während einer kleiner Lesepause im Hotel, die FAZ mit einem Bericht über den >>Besuch in Princeton, wo Peter Handke Furore machte<<, damals vor genau fünzig Jahren, der Geburtsstunde der Popliteratur.

Ich höre mir beides an, den Angriff Handkes

Handke Princeton 1966

sowie diverse Lieblingstracks vom Prinzen.

„I wanna be your Lover“ (1979), „Head“ (1980) / Disco-Funk

„Purple Rain“ (1984, Guitar!, Strings!, Wendy & Lisa > Carla Azar!)

„Sign „O“ The Times“, „If I was your Girlfriend“ (Linn LM-1, 1987)

„The Ballad Of Dorothy Parker“ (Chord Design, 1987)

„Money Don’t Matter 2 Night“ (1991)

Michael B. (Bland): „Diamonds And Pearls“ (1991, DAS Fill-in!)“, „I hate u“ (1995)

„The Rainbow Children“ (mit Marque im Saab, 2001)

 

Richtig kennen und schätzen gelernt habe ich Prince eigentlich erst während meiner Zusammenarbeit mit Sänger Marque. Es war der Sommer im Jahr 1999 und ich wurde gefragt, ob ich für ein Konzert in Bregenz aushelfen könnte. Ich hatte Bock, wir probten, spielten den Gig, alles schön & gut, aber die Besonderheit des Abends sollte noch kommen: nämlich noch ein weiteres Club-Konzert in bester Prince-Tradition (die ich ja nicht kannte). So wurde also zusammengepackt, in Dornbirn erneut aufgebaut und tief in der Nacht nochmals eingezählt, stundenlang gejammt – im bumsvollen Conrad Sohm. Eine nachhaltig schöne Mischung aus Funk, Lust am Musikmachen und Ausdauer.

Mein zweites Prince-Erlebnis dann anderthalb Jahre später, wieder im Sohm, wieder mit Marque (mittlerweile als dessen fester Trommler, auf der Welle des Chart-Erfolgs treibend). Wir wollten am Welt-Aidstag ein reines Prince-Cover-Set spielen. Ich liebte die Vorbereitung und freute mich auf diesen Abend, je näher dieser jedoch rückte, desto schlimmer wurden meine Ohrgeräusche. Tinitus war damals ein Dauerthema, ich dementsprechend sensibilisiert und hatte wirklich Schiß vor einer solchen Diagnose – war mein Pfeifen nun die Folge einer Mittelohrentzündung? Oder kam es vom Stress ? Ich ging selbstverständlich zum Arzt und war kurz davor das Konzert abzusagen…
Letztlich entschied ich mich aber doch dafür, nach Vorlberg zu reisen, versuchte die Probe mit äusserst geschütztem Ohr (Stöpsel und Kopfhörer) und spielte dann den Gig. Dabei trommelte ich so laut wie nie zuvor – buchstäblich die (ängstliche) Seele aus dem Leib! Auch als in dieser Nacht noch ein zweites Mal angesetzt wurde. Am nächsten Tag war ich genesen – danke, Prince!

Das moderne Gitarrentrio

Januar 23, 2014

Duo (w)ird Trio. Dank Lichtkünstler K.L. Theinert und seinem Visual Piano! Auf Facebook gibt es ein erstes Demo-Filmchen.
Und Andrea hat den profanen Buchstaben auf königliches Niveau gehoben:

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Funk anno 1907

Juni 9, 2011

>>Funky Butt gilt als erstes Stück, das dieses Wort – funky – im Titel trug.<<
Spex #333 (Juli/August 2011), Seite 26

Da es keine Orignalaufnahme gibt, schließe einen 103 jährigen Kreis mit Madlibs Funky Butt Beitrag (übrigens mit Karriem Riggins on drums) aus dem letzten Jahr: