Archive for the ‘Funk’ Category

Sound Systems

April 4, 2017

Internet-Uni: Auf Arte Creative gibt es zehn kur(weilig)e Folgen rund um das jamaikanische Sound System:

1 Die Urväter des Sounds
Punany Poets
Ghettoblaster
4 Car Clash
5 Rastaman Migration
6 Tecnobrega Monsters
7 Pimp my Sound
8 Like a Sachs Machine
9 Despacio Odyssee
10 Save our Sounds

Wieder viel gelernt! Und so lege ich gleich mal den neu entdeckten „Singjay“ Tenor Saw zum Frühstück auf.

Und danach testet die von Eward Maclean und seinen FB-Freunden erstellte Liste der „100 epic Soul, Funk, Pop and HipHop Basslines“ mein Sound System der Stunde…

Beat Roots

Dezember 10, 2016

Chris Read (Head of Content bei WhoSampled) freut sich im FB über das Buch Beat Roots by Steve Powell, einer Sammlung von bekannten und weniger bekannten R&B/Soul, Funk Und Rock Grooves aus den späten 1960s bis zu den frühen 1980s.

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Da die Post aus Australien dauert, höre ich mich jetzt mal durch die YT-Playlist des Autors durch. Und verlinke in weiser Voraussicht gleich noch die Liste mit „eight of Berlin’s best lesser-known record shops„.

Danke für den Tipp, DJ Friction!

Funk =

Juni 28, 2016

Funk ist >>die Synthese aus vollfetten Rhythmen, elektrifizierten Sounds und afroamerikanischen Slang-Begriffen<<, schreibt Julian Weber in seinem Nachruf zu Bernie Worrell (Mitbegründer und Keyboarder des Parliament, Funkadelic Kollektivs).

Hier Worrels 1976er Vision einer „Chocolate City“, mit schwarzem Präsidenten, Spitzenmusikern im Parlament und Rhythmusbox als Rückrat…

PS. noch massiver als die elektronischen Handclaps bei George Clintons Truppe, waren die archaischen Jubelklatscher der Isländer nach dem EM-Spiel gegen England!

Princeton – Prince Tod – Pop

April 23, 2016

Zweimal holten mich am gestrigen 22. April die Tageszeitungen aus meiner „Johannes Brecht Ensemble Kapsel“ (Anreise, Soundcheck, Probe, Gig) heraus, zweimal Meldungen mit dem Wortstamm Prince. Kreisschluss inklusive.
Zuerst – unübersehbar – die BILD Schlagzeile am Bahnhof >>Prince Tod mit 57!<< – oh, no!
Am Nachmittag dann, während einer kleiner Lesepause im Hotel, die FAZ mit einem Bericht über den >>Besuch in Princeton, wo Peter Handke Furore machte<<, damals vor genau fünzig Jahren, der Geburtsstunde der Popliteratur.

Ich höre mir beides an, den Angriff Handkes

Handke Princeton 1966

sowie diverse Lieblingstracks vom Prinzen.

„I wanna be your Lover“ (1979), „Head“ (1980) / Disco-Funk

„Purple Rain“ (1984, Guitar!, Strings!, Wendy & Lisa > Carla Azar!)

„Sign „O“ The Times“, „If I was your Girlfriend“ (Linn LM-1, 1987)

„The Ballad Of Dorothy Parker“ (Chord Design, 1987)

„Money Don’t Matter 2 Night“ (1991)

Michael B. (Bland): „Diamonds And Pearls“ (1991, DAS Fill-in!)“, „I hate u“ (1995)

„The Rainbow Children“ (mit Marque im Saab, 2001)

 

Richtig kennen und schätzen gelernt habe ich Prince eigentlich erst während meiner Zusammenarbeit mit Sänger Marque. Es war der Sommer im Jahr 1999 und ich wurde gefragt, ob ich für ein Konzert in Bregenz aushelfen könnte. Ich hatte Bock, wir probten, spielten den Gig, alles schön & gut, aber die Besonderheit des Abends sollte noch kommen: nämlich noch ein weiteres Club-Konzert in bester Prince-Tradition (die ich ja nicht kannte). So wurde also zusammengepackt, in Dornbirn erneut aufgebaut und tief in der Nacht nochmals eingezählt, stundenlang gejammt – im bumsvollen Conrad Sohm. Eine nachhaltig schöne Mischung aus Funk, Lust am Musikmachen und Ausdauer.

Mein zweites Prince-Erlebnis dann anderthalb Jahre später, wieder im Sohm, wieder mit Marque (mittlerweile als dessen fester Trommler, auf der Welle des Chart-Erfolgs treibend). Wir wollten am Welt-Aidstag ein reines Prince-Cover-Set spielen. Ich liebte die Vorbereitung und freute mich auf diesen Abend, je näher dieser jedoch rückte, desto schlimmer wurden meine Ohrgeräusche. Tinitus war damals ein Dauerthema, ich dementsprechend sensibilisiert und hatte wirklich Schiß vor einer solchen Diagnose – war mein Pfeifen nun die Folge einer Mittelohrentzündung? Oder kam es vom Stress ? Ich ging selbstverständlich zum Arzt und war kurz davor das Konzert abzusagen…
Letztlich entschied ich mich aber doch dafür, nach Vorlberg zu reisen, versuchte die Probe mit äusserst geschütztem Ohr (Stöpsel und Kopfhörer) und spielte dann den Gig. Dabei trommelte ich so laut wie nie zuvor – buchstäblich die (ängstliche) Seele aus dem Leib! Auch als in dieser Nacht noch ein zweites Mal angesetzt wurde. Am nächsten Tag war ich genesen – danke, Prince!

Das moderne Gitarrentrio

Januar 23, 2014

Duo (w)ird Trio. Dank Lichtkünstler K.L. Theinert und seinem Visual Piano! Auf Facebook gibt es ein erstes Demo-Filmchen.
Und Andrea hat den profanen Buchstaben auf königliches Niveau gehoben:

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Funk anno 1907

Juni 9, 2011

>>Funky Butt gilt als erstes Stück, das dieses Wort – funky – im Titel trug.<<
Spex #333 (Juli/August 2011), Seite 26

Da es keine Orignalaufnahme gibt, schließe einen 103 jährigen Kreis mit Madlibs Funky Butt Beitrag (übrigens mit Karriem Riggins on drums) aus dem letzten Jahr:

777-9311

Dezember 21, 2010

Benno Sattler hat ein schönes Tutorial zur Umsetzung des Linndrum Klassikers „777-9311“ auf dem akustischen Schlagzeug erstellt.

Hier erstmal das Original von „The Time“ aus dem Jahre 1982, einer Jamie Starr aka Prince Produktion:

Jetzt zur geschmackvollen Umsetzung von Benno – die Transkription des Patterns gäbe es hier:

Ich würde noch einen weiteren Schritt dranhängen, um den markanten 2 und 4 Handclap zu integrieren.

Ein weiterer Overdub ist bei dem vertrackten Rhythmus schier gar nicht möglich. (OK: ein hochtechnischer Supertrommler würde vielleicht neben das Kickpedal ein zweites stellen, um damit…)

Egal: ich würde mal eine zweite, (vielleicht mit dem Drumbal) präparierte Snare aufstellen, um zu probieren, wie ich den dominanten Backbeat mit kleinstmöglichem Schaden am Original unterbringen kann.
Denn die Devise lautet jetzt: der stärkeren Illusion wird die Authentizität geopfert.

Und wenn’s letztlich doch nicht funktioniert, muss halt der Sänger (oder dein Kumpel im Übungsraum) die 2 und 4 drüberklopfen (auf ner kaputten Snare, oder echten Drum Maschine).

der versöhnliche Jugenstil-Kopf über dem Hoteleingang

November 17, 2010

Die Flugreise nach Riga war anstrengend (zu lang und völlig überhitzt, dafür getränkelos), bescherte mir aber ein eselsohriges De:Bug und den Einstieg in die Schopenhauer-Kur, eine, wie mir scheint, Therapieschablone gegen Willenslähmung.

Zunächst erstmal der bunte Zitat-und Inspirationsmix aus der De:Bug 147 und ein allerletzer Jazz-Funk-Track

>>Eine englische Crowd hat zum Beispiel die Fähigkeit, sich die Bassdrum zu denken und kann daher auch dazu tanzen. Nichts gegen das hiesige Publikum, aber die Fähigkeit, sich eine Bassdrum vorzustellen, ist in unseren Breitengraden grundsätzlich unterentwickelt. Und deshalb funktioniert auch ein Sound wie Dubstep hier nicht, dazu muss man wissen wo die Eins ist, dann kommt man damit klar.<<
Sascha Ring aka Apparat, Seite 95

>>Steinhoff, Ahlefeld und Rau beweisen auf ihrer neuen gemeinsamen EP [Smallpeople „Meadows„, Smallville/21], dass es immer noch nichts besseres gibt, als die 909-Hihats laufen zu lassen und sich den Rest live und direkt dazu zu denken.<<
Reviews, Seite 91

>>Überall ist die Vergangenheit plötzlich wieder uötrapräsent. Eine Rückwendung zur Musikalität, zur Hisorizität, aber auch zu dem, was man vage als Menschlichkeit bezeichnen könnte.<<
>>[Red Rack’ems] Art zu programmieren. Das ist immer am Rande des Möglichen. An der Grenze des Geraden. In sich vertrackt, auf eigenwillige Weise offbeat, zelebral, manchmal fast mathematisch, dabei aber definitiv alles andere als das digitale Schreddefest, das man in anderen Stilen durchaus gewohnt ist. Denn hinter allem bleibt felsenfest eine Deepness, die seinen Sound immer noch als House definiert.<<
Sascha Kösch über Red Rack’em „The Early Years“ Seite 88

Bin gerade angenehm schwer zwischen Slo-Mo-Disco und 140 bpm (Dubstep) hin-und hergerissen! Gute Nacht.

81

November 16, 2010

Irgendwie habe den kompletten Abend in den Jazz-Funk-Gefilden des Jahres 1981 verbracht…hier die Tra(b)cklist meiner Höhepunkte:

A Taste of Honey „Ain’t nothing but a party“
Alphones Mouzon „Do I have to?“
Bernhard Wright „Spinnin'“
David Sanborn „Run for Cover“
Donald Byrd „Love Has Come Around“

Freeez „Southern Freeez“

Herbie Hancock „Magic Number“
Jones Girls „Nights over egypt“
Light of the World „Ride the Love Train“

Normann Connors „Anyway You want“

Satin Dream „Stay Away From My Lover“

Seawind „Can’t wait“
Spectrum „Takin‘ It To The Top“

Yellowjackets „Matinee Idol“

Larry, Tony & Noel

September 10, 2010

Offener Brief an Netzer:

>>Jungs, wir müssen was ändern! Ich mach‘ mich schon mal auf die Suche nach einer weissen Hose, weissem North Kit, stelle gerne wieder Toms hin und…<< Holy Shit!