Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

Stücke mit einem neuen Beat, der später zur Grundlage des Hip-Hop werden sollte

Oktober 4, 2019

Die Überschrift kommt aus dem Munde von Joe Zawinul bzw. aus Günther Baumanns Buch „Zawinul – Ein Leben aus Jazz“.
Es geht um den 1973er Track „125th Street Congress„, um Eric Gravatt und Herschel Dwellingham:

Ich habe die Weather-Report-Drummer-Episode (Seite 114) mal zu einer kleinen Kollage zusammengekürzt:

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Hey, und ab ins Ludwigsburger Schlagzeugmuseum!!

Manfred Eichers Rucksack, das kleine Gepäck

Oktober 1, 2019

Toller Artikel von Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung zum 50 jährigen Jubiläum des Münchner Musiklabels ECM.

>>Über ihn heißt es oft, sein Spiel sei eher melodisch und auf Klangfarben konzentriert als in einem strengen Sinn rhythmisch. Das ist sicherlich richtig, erfasst aber die Eigenart dieses Künstlers unzureichend. Paul Motian legt vielmehr ein Netz. Er schafft eine Struktur, die das Spiel seiner Mitmusiker bindet oder gar zähmt (weshalb er gern mit Pianisten arbeitete, die ja immer alles spielen können und oft zu viel), indem es gliedert, teilt und rahmt. Die Wirkung dieser Techniken ist von metaphysischer Art, „metaphysisch“ im eigentlichen Sinn des Wortes verstanden: als etwas, dass über alles Physische hinausgeht. Paul Motian lenkt das Ohr, er verdichtet die Musik. Sein Spiel ist programmatisch für ECM, insofern nahezu jede Aufnahme dieses Labels einer solchen Vorstellung von musikalischer Gestaltung folgt.<<

Swimming With A Hole In My Body

September 26, 2019

Das perfekte ECM-Album zum Regenwetter ist für mich Bill Connors‘ „Swimming With A Hole In My Body“ (1980).
Und der Sonnenblumen-Sticker hilft als Gegenpol…

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Im Anschluß wird das „Buch der Klänge“ von Hans Otte aus der Warteschleife geholt.

Missin‘ Persons Bureau

September 18, 2019

Das „Missin‘ Persons Bureau“ sollte keine Schwierigkeiten haben, mich zu finden:
sommerlich gestimmt, korrektes Shirt, Umhänge-Echo:

Bin ja aber eh nicht verschwunden, nur unterm Kopfhörer:

Womack & Womack ‎“MPB (Missin‘ Persons Bureau)“ Frankie Knuckles Paradise Ballroom Mix (1989)

Executive „Celebrate Your Love“ (1984)

Jersey Street Allstars – Burnin‘ (2003)

Steven Wobblejay „Too High“ (2018)

„A Tribe Called Quest“ Live in der Letterman Show 1992. Hey, wer trommelt denn da die e-Percussion auf dem SPD-8?

Achtung jetzt die 180 grad Wende hin zum Anspruchsvollen: Cory Arcangel interpretiert im Folgenden „Die drei Klavierstücke op. 11“ von Arnold Schönberg – >>ein Fundament der modernen Musik<< – mit Hilfe seines Codes Gould Pro und einer Menge von Katzenvideos erstaunlich bunt:

Und zum Abschluß noch das – ebenso von Cory Arcangel – ins Steve-Reichsche liebevoll verdrehte Guns’n Roses Gitarren Intro zu „Sweet Child o Mine“:

slow traffic

September 14, 2019

Passend zur IAA Sternfahrt, setzt sich Bennie Maupin aufs Rad und bläst für die gute Sache in sein Horn… #aussteigen

… und Arno Frank schreibt mit seiner „Geschichte des SUV – Design und Darwinismus“ eine amüsant-bittere Mini-Novelle über die Gallionsfigur der Gegner.

tell the truth

September 13, 2019

Im Nachklapp zum Moodymann Auftritt oszilliere ich zwischen einem Livemitschnitt von 1995 und der DJ-Kicks Compilation. Auf letzerer finde ich auch den Track, für den ich beinahe letzte Nacht das Handy herausgeholt und Shazam aktiviert hätte (Talc „Robot’s Return“), zudem  „Les Nuits“ von Nightmares on Wax, womit ein schöner Kreis um meine Sommererlebnisse gezogen wird.
Im abgetippten Redbull Academy Interview erfahre ich darüberhinaus, dass Kenny Dixon Jr. in den achtziger Jahren im Nachtclub seines Großvaters live getrommelt hat, sich selbst aber als lausiger Drummer einschätzt, umso mehr genießt er die persönliche Komfortzone im Club:

>>My live show is basically creating my own living space. I bring my home onstage. If I’m a DJ I play whatever the fuck I want to play […], behind turntables I can sit there and tell the truth.<<

Mir hat (neben seiner schicken Häkelmaske und den älteren iPhone-Hörern zum Mixen) vor allem gut gefallen, wie oft (und wie lange) Moodymann den Lo Cut des Mixers betätigt hat, um den wiedereinsetzenden Bass gerne nach dem offensichtlichen JETZT! noch weitere acht Takte herauszuzögern.

Als Gegenpol schaue ich mir jetzt die Blumenskulpturen und Lebensmittel-Collagen von Holger Niehaus an…

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… sowie die B-Seiten Tipps von Daniel Wang:

thoughts like furniture

September 12, 2019

Habe mir heute in der DZ Bank Kunstsammlung die Moving/Image Ausstellung angeschaut und  dabei hat mir am besten ein Werk von John Baldessari gefallen, das er folgendermaßen überschrieben hat:
>>My Mind is Camera and thoughts are like furniture. Various Qualities that make up the image of an artist today: Six roomsfuls of unarranged furniture.<<
Daraus ein paar schöne Positionen.

Es war ohnehin ein guter Tag. Denn zuvor bin ich morgens in den Skatepark geradelt, um mich in Ruhe vom Fluch des Sturzes („spell breaking“) zu befreien. Nachdem ich den Hafenpark (dank Levi) quasi als Balkon benütze, aber die letzten zwei Monate nur noch den Akteuren zugeschaut habe, bin ich heute vorsichtig in der Bowl gekurvt, ganz gemütlich, ganz geduldig, ohne Brechstange, aber dennoch mit dem klaren Ziel, jene Bruchstelle zu kapieren und zu überwinden.
Eigentlich ein Arbeitsansatz, der beim Üben das Selbstvertrauen stärkt und latent mulmige Gefühle ausfadet („reverse engineering“?)

Und als ob der Tag nicht schon lang genug gewesen wäre, zieht mich der nächtliche Auftritt von Kenny Dixon Jr. aka Moodymann abermals aufs BMX…

Preset – Abkürzung oder Ausgangspunkt?

September 11, 2019

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Habe Stefan Goldmanns „Preset“ Buch im Regal wiederentdeckt und bin jetzt richtig eingestiegen. Besonders gut gefällt mir gerade das Gespräch mit dem (studierten Drummer und) Sounddesigner Mike Daliot.

Dann habe ich noch die wirklich empfehlenswerte „Trojan presents Dub“ Compilation entdeckt, deren Track „Time is Cold“ gut ans Preset Thema anknüpft, als er durchaus für eine exotische Version von „A Love Supreme“ gehalten werden könnte…

101 strangest records on Spotify

September 10, 2019

Nachdem ich mich in letzter Zeit oftmals in das angenehm-poppige Klangbett der aktuellen D’Sound Scheibe fallen ließ, wende ich mich jetzt den sperrigeren Themen zu, einer Liste des Guardian namens „101 strangest records on Spotify

 

Timeless Times

September 9, 2019

Habe gerade zufällig dieses DePhazz Video wiederentdeckt, darin eine schöne Erinnerung an meine beiden Großväter und ein eins a T-Shirt Merchandise Hinweis für die Zukunft…