Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

Rhythmus Feste

September 19, 2021

Während der vergangenen drei Drummer-Treffen gab’s einiges zu entdecken, deshalb nun hier der Nachtrag (fürs Publikum) und ein Inspirations-Notizzettel für mich.

Matthias Peukers Schätze vor dem Objekt klein a



Meine Grundidee für alle drei Veranstaltungen war, nicht nur zur Lieblingsmusik zu trommeln*, sondern dabei auch mal aktiv ins Playback einzugreifen (wie es ein DJ oder remixender Produzent tun würde).
Läuft meine Zuspielung durch ein kleines Mischpult kann ich am Equalizer drehen, um Frequenz-mäßig Platz zu schaffen (Bässe raus, mehr Spielraum für mein Kick-Pattern; Höhen raus ums Playback in den den Hintergrund zu schieben) oder ich ziehe den Lautstärkeregler für rhythmische Mutes in Betracht.
Diese Idee kann ich selbstverständlich auch digital abbilden. Dort kann ich darüberhinaus auch mit der Geschwindigkeit spielen und die Tracks in einen komplett anderen Kontext transformieren. Dazu gibt es hier einen Beitrag, respektive einen Ableton Song.
Zudem beschäftigte ich mich im Vorfeld mit der djay App, dank deren Neural Mix™ Option sich aus vollständigen Songs Beats, Vocals und Bässe extrahieren lassen. Damit erstellte ich ein paar Acappellas, die ich über andere Tracks schichten konnte (Mash-Up 2.0). Passenderweise verwendete Daniel Schild bei seinem Workshop eine ähnliche KI, nämlich die Moises App (die vor allem in der Freeware Ausgabe schon die Separation ermöglicht).

*Zur Lieblingsmusik-Schlagzeugspielen erlaubt im Vorfeld schon verschiedene Überlegungen, Übungen und Optionen: ich kann zunächst versuchen, die Rhythmus-Vorlage in puncto Pattern/Sound/Attitude zu extrahieren und im Wesentlichen live umzusetzen. Eine andere Möglichkeit – auch schön – wäre, sich einen Platz zu suchen, der das Vorhanden eben nicht doppelt, sondern musikalisch ergänzt. Und in einem weiteren Schritt wähle ich bewußt Titel aus, die im Original ohne (oder nur mit dezenter) Schlagzeugbegleitung auskommen, vielleicht gar was ganz sphärisches oder nur ein Acappella…

Hier jedenfalls mal meine verwendeten Songs:

Neben der zugespielten Musik hatte ich als Reminiszenz an die DJ-Culture noch zwei strombetriebene Kistchen dabei, das Roland-SPD:One Electro (für Handclap, Boom und Noise-Fahnen) und mein treues Boss Space Delay (zum Echodrums Thema habe ich tatsächlich ein ganzes Buch geschrieben. Wer also tiefer einsteigen möchte…) Klaro, die Überschrift lautete ja auch „den Rahmen erweitern„.

Die angedeute Grüntee Anekdote, bzw. wie der Beckensound der TR-808 entstanden ist, will ich gerne verlinken.

Und als Abschluss zum Thema (bzw. meinem Antrieb), jenseits der Bedienungsanleitung und gängigen Klischees zu forschen, hier noch das erfrischendes Experiment, auch mal die eigenen Parameter und Prinzipien auf den Kopf zu stellen. Ein andere Blickrichtung kann ebenfalls schön sein. Diesen Ansatz hat Henry Ford geschickt formuliert:
>>Wer immer nur tut, was er kann, bleibt immer das, was er schon ist.<<

Ansonsten gab’s viele motivierende „Hallos“ und gute Gespräche mit
Claudio Spieler
Anika Nilles über schon im Vorfeld anvisierte Notausgänge (was tun, wenn plötzlich die Technik zickt?)
Gergo Borlai übers musikalische Trommeln, besser gesagt: Musikmachen
Komfortrauschen (Tim Sarhans Trio) über ihre elektronische Vision und ihren Ansatz technoide zu komponieren
Yi1 – die Fotos von Philipp Schühles Badenudel-Piezo-Snare werden nachgereicht…
Daniel Schild zum Thema „Reverse Engineering“ damaliger Aufnahmepraktiken und sein Hinweis auf die Moises App
Hanno Busch (aus Jost Nickels toller Band) über sein Moogerfooger Setup
Gleb, er brachte Imogen Heap und ihre „Ableton Controlling Gloves“ ins Spiel
David „h0wdy“ Hodek – hatte ich leider verpasst, aber er hat mir netterweise sein Kick-Pedal geliehen!
Oliver Himmighofen: er berichtete von Songs, bei denen man offenbar das Snare-Gate schlampig eingestellt hatte, so dass die erste Hihat Achtel- oder Sechzehntelnote, die auf den Backbeat folgt lauter klingt als alle anderen. Daraus lässt sich eine eins a Akzentübung entwickelten, die ich fortan (anknüpfen an die Kompressormaske) „dirty gate“ nennen möchte.
9ms (Flo König, Simon Popp), deren ausgechecktes Setup eine elektronische Ästhetik ohne Computer und Clicktrack ermöglicht.(Supergut, das mittels Piezo abgenommene, ins Echo geschickte Beckensignal, dessen breiter Effekt durch Kick und Sidechain-Compressor im Zaum gehalten und rhythmisch-musikalisch verarbeitet wird.)
Max Gärtner – er beschäftigt sich zur Zeit mit Transducer, um damit Trommeln durch eine bestimmten Frequenz zum Schwingen anzuregen.
Und die Reisetrommelkoffer Idee von Matthais Peukers „Drumsonite“ ist immer wieder gut und schön anzusehen!

Simon hat übrigens schon wieder ein neues Solo-Album mit dem Titel „Devi“ am Start. Wow! Hieraus der Track „Jilu“ mit kurzem Stereo-Delay und hohem Feedback auf der Calabash:

Es war wieder mal intensiv, vor allem weil wechselseitiger Austausch. Und wird bestimmt noch angenehm nachwirken (nicht zu letzt dank des sonnengelben Peter „Tony“ Erskine Tama Sets, das mir Stephan Hänisch freundlicherweise geschickt hatte!)

Rahmen

September 18, 2021

Eigentlich sollte ich noch ein wenig schlafen, denn Abfahrt um 6 Uhr morgens ist defintiv zu früh. Aber irgendwie war die gestrige Trommelnacht derart erfrischend, dass ich – eigenlich notorischer Vielschläfer – direkt weiterhöre…
Und zwar jene Tracks die ich mir bei der gestrigen Anreise nach Schorndorf in eine Spotify-Playliste gepackt hatte, Musik die vor 35 Jahren dort für mich eine wichtige Rolle gespielt hatte, damals als es mit öffentlichen Konzerten endlich losging 🙂

Lee Ritenours „Fly by Night“ (getrommelt von Harvey Mason anno 1979) war der Favorit im Programm meiner ersten richtigen Band „Tension“. Die Platte hatte mir Kay Richter auf Tape gezogen (und das Album sollte mich noch eine ganze Weile begleiten: 1991 spielte ich dann den Titelsong „Captain Fingers“ zur Musikabitursprüfung. Ich hoffe sehr, irgendwann die alte Mini-Videokassette finden und digitalisieren zu können, denn dann gibt’s ein ganz heißes Zeitdokument der damaligen Probe mit meiner Oma hinterm schuleigenen E-MU Synth…)

Als zweites wählte ich Rick Springfield aus, der mich an Peter Kumpf erinnert. Er hatte den eher altebackenen Schlagzeuglehrer der Musikschule abgelöst und mich mächtig motiviert. Da beide tollen Trommler – Kay und Peter – den Hamburger Popkurs begeistert absolviert hatten, war auch relativ schnell klar, wie es bei mir nach der Schule weitergehen würde.
„Honeymoon in Beirut“ ist very 80ies – Discogs verortert den Sound unter Softrock – aber ich freue mich über das „Broken Glass Sample“, Achtelbass und viele geschmackvolle, groovy Drumfills von Curt Cress.
Via Curti denke ich an Wolfgang Schmid, der wiederum, der dank der Dieter Seelow Connection, Anfang der 90er Jahre die Schorndorfer Gitarrentage gestaltete (und mir plötzlich Sessions mit gefeierten Top-Player ermöglichte).
Dass schließlich auch noch eine „Drums Only“ Filiale eröffnet wurde, machte das beschauliche Kreisstädtchen endgültig zum Trommlerparadies. Und vervollständigte (m)eine stabilen Rahmenbedingungen.


Allesamt ideale Erinnerungen, um einen Konzertabend mit drei Schlagzeugern zu gestalten. Sicherlich auch ein gewagtes Unterfangen von Club-Seite aus. Aber hey, es hat bestens funktioniert!
9ms – das Drum Duo von  Flo König und Simon Popp – eröffneten perfekt: ihre ausgefuchsten, perfekt balancierten Kompositionen und räumte jegliche potentielle Bedenken aus dem Raum:
1. ein Schlagzeug ist laut, zwei sind noch lauter, und bitte drei???
2. Trommeln machen Rhythmus, aber keine Songs
Ein gemütliches, vorgewärmte Bett, aus dem heraus ich zu aktuellen Liebingstracks jammen durfte (OK, manchmal auch laut). Schließlich trommeln zu dritt, quasi Drumfestival. Und beste Laune! Yeah.

Weiter geht’s nach Dresden. Auch dort warten tollen Drummer und Bassistenfreunde.
(u.a. Anika Nilles, Jost Nickel, Gergo Borlai, Daniel Schild, Tim Sarhan, Claudio Spieler, Claus Fischer, Ben Jud)
Und ich werde über Leidenschaft und Motivation sprechen, mit euch über den Tellerrand der Bedienungsanleitung schauen, Möglichkeiten jenseits der gängigen Klischees und Erwartungen, die mit unserem Instrument verknüpft sind vortrommeln. Im übertragenen Sinn, einfach den Rahmen sprengen – selbstverständlich ganz friedlich und bedacht, mit Türe und Notausgang:

den Rahmen erweitern – vielleicht verbirgt sich drumherum ein kleines Paradies?

PS. zum Dresdner Drum Fest gibt es ebenfalls viele schöne Erinnerungen, hier einen kleine Auswahl:
2016 https://87bpm.wordpress.com/2016/09/19/casa-loco/
2015 https://87bpm.wordpress.com/2015/09/20/drum-and-basics/
2013 https://87bpm.wordpress.com/2013/09/22/dresdner-drum-bass-festival-2013/
2010 https://87bpm.wordpress.com/2010/09/22/42-masgebliche-regler/

PPS. 1000 Dank an Stephan Hänisch und Tama: ich freue mich auf ein sonnengelbes Star-Kit 🙂

Jazz-Open in Brasilien

September 14, 2021

Das Reise-Wochenende (Frankfurt-Laupheim-Brasilien) hat mir viel neue Musik beschert:
Diedrich Diederichsen erzählte spannend über die Achse Frankreich-Madagaskar und die nun wieder veröffentlichten „mitreißenden Alben“, irgendwo zwischen afroamerikanischem 60er Jahrejazz und Weltmusik.
Aus diesem taz Artikel stammt auch das Foto des Schlagzeugers (und Bassisten) Sylvin Marc:

Jef Gilson/Malagasy „À Madagascar“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Sylvin Marc/Del Rabenja „Madagascar Now“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Jef Gilson/Malagasy „At Newport“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Byard Lancaster „Funny Funky Rin Crib“ (Kindred Spirit)
Palm Unit „Chant Inca. Hommage à Jef Gilson“ (Super Sonic Jazz)

Nach der Laupheimer Drummerparty empfahl mir Konne Schädler (Umhänge-Keyboarder von Yi1, einem fulminaten Elektro-Trio, das nur 15 Minuten zum Aufbau und Soundcheck brauchte!) die Funklordz Playlist der Chromeo Protagonisten:

Und dank eines intensiven Doppelgigs im Rahmen der Jazz Open war ich nun auch zum ersten Mal in der Villa Reizenstein – interna gleich nach der Ankunft: der schöne Garten wird gerne auch von einem Fuchs besucht/markiert – jetzt fehlt auf meiner Stuttgart-Liste nur noch der Monte Scherbelino.
Der wird dann beim nächsten Besuch bestiegen.

Apfelmännchen

September 9, 2021

Da der Ablenkungsfaktor ohnehin schon so groß ist, scrolle ich tonlos durch IG. Dabei ist es immer wieder toll zu erleben, wenn mich ein Musikbeitrag dennoch neugierig macht bzw. begeistert.

Bei brasilianischen Bassisten Fernando Rosa helfen diesbezüglich mehrere Eigenschaften: eins a Körpersprache (nicht nur der Retro-Bezug, sondern vor allem der ganzheitliche Groove) und überspringende Freude.
Bei ihm schau ich aber auch – gerne direkt mit angeschaltetem Lautsprecher – vorbei, wenn ich Lust auf „late seventies Vibes“ und Funk verspüre…

Die Choreografie einer Tape Delay Schlaufe, erinnert mich in puncto Eleganz, geordenetem Chaos und immer wieder überraschenden Momentbildern, direkt an die Fraktalbilder und Mandelbrotmengen, die ich irgendwann gegen Ende meiner Schulzeit mitbekommen habe.

Also tippe ich ab: Die >>Chaostheorie beschäftigt sich mit dynamischen Systemen, deren Zustand sich mit der Zeit ändert und in denen nichtlineare Zusammenhänge auftreten<< und werde wieder zum Apfelmännchen…
zum Männchen, das mittels Apfelgerät tonlos durch die sozialen Medien schwebt oder, das Apfel kauend das Bandecho anschaltet und loslegt 🙂

The Clapper

September 8, 2021

Karriem Riggins erzählt auf IG die Geschichte seiner Beat Tapes bzw. die Verbindung zu J Dilla.

Und ich klatsche für Maria Kolesnikowa. Ihren Mut, ihre Konsequenz und ihren Kampf ohne Aggressionen!

>>Die Musikerin Maria Kolesnikowa, führende Figur des Koordinierungsrats der belarussischen Opposition, ist am Montag von einem Minsker Gericht zu elf Jahren Haft verurteilt worden.<< 
(Quelle: taz 07.09.21)

#FreeMaria

Publison DHM89 & Pitchloop89

September 8, 2021

Oh yes. Robert Henke transportiert ein 40 Jahre altes Pitchshifting-Delay in Form eines M4L Plugins in die Ableton-Jetztzeit.

>>1979 veröffentlichte Publison das DHM 89. Er besaß zwei Delay-Sektionen, die kurze Audioschnipsel festhalten konnten. Deren Länge war von der gewählten Bandbreite abhängig. Das Audiosignal ließ sich einfrieren, in Segmente zerteilen und mit einer prä-granularen Methode weiter bearbeiten, um die harmonischen Komponenten zu betonen und neue hinzuzufügen.<< 

Den ganzen Artikel „PitchLoop89: Wie man in den Wald hineinruft“ gibt’s hier.

>>Eines der berühmtesten Beispiele für den experimentellen Charakter des DHM 89 ist das zwischen 1982 und 84 entstandene Stück La Création du Monde des französischen Elektroakustik-Produzenten Bernard Parmegiani:<<

>>PitchLoop89 ist zwar kein Hall-Effekt, doch über zufallsbasierte Modulationen der Abspielposition und das Experimentieren mit den Feedback-Einstellungen und Routings lassen sich einzigartige Reverb-Klänge erzeugen: „Ähnlich wie ein zerbrochener Spiegel, dann noch einer und noch einer“, beschreibt Henke das klangliche Ergebnis mit einem bildlichen Vergleich. „So etwas ist mit anderen Effekten kaum hinzubekommen. Das ist definitiv ein Highlight für mich – perfekt für Vocals, aber auch für Drums.“<<

die eigene Stimme erweitern

August 31, 2021

Ich sammle wieder mal…

Es geht dabei um ein Instrumentenverständnis jenseits der gängigen Klischees, bzw. um inspirierende Beispiele aus der Musikgeschichte, im Idealfall gar kopierbare Techniken, wie sich der Standardrahmen sprengen (sagen wir lieber: erweitern) lässt.

Während des Urlaubs hörte ich nur einmal etwas Musik, nämlich Joni Mitchells „Shadow and Light“ Live Album aus dem Jahr 1979.
Bei diesem Konzert gab es ein sagenhaftes Jaco Pastorius Solo, bei dem er inmitten einiger Zitate nicht nur das Hendrix Thema „Third Stone from the Sun“ transferiert (und transformiert), sondern es in einem zweiten Anlauf mit einem (der ersten digitalen Loop-Delays) in bester Mash-Up-Manier – auch für seinen eigenen Dancefloor – remixt.
Vier Minuten voller Virtuosität und amüsanter Unterhaltung!
Viel (aus dem Studiobetrieb entliehene) Technik und (persönlich entwickelte) Spieltechniken für eine frische Rolle des elektrischen Basses.

Wir kennen auch die Idee des „reverse engineering“, bei der in puncto Drumgroove die Rhythmusarchitektur eines programmierenden Schlafzimmerproduzenten wieder auf das menschgespielte Schlagzeug übertragen wird.
Auch die Hörgewohnheiten verändern das Repertoire und die Darbietungsgestaltung.
Bestens nachvollziehbar in den YT-Videos von Emma Robinson, die die Ästhetik des Autotune Effekts verinnerlicht zu haben scheint:

Danke für den Tipp, Kabuki!

£$P

August 29, 2021

Mensch, wir waren in der Planung für eine Live-Kollaboration mit Netzer, dann kam der Corona-Aufschub und nun ist er gestorben – gute Reise, Lee Scratch Perry!

Arno Frank hat einen schönen (ausführlichen) Nachruf für den Spiegel geschrieben.

Questlove, ebenfalls (auf IG):
>>Pure Innovation. Pure Imagination. This Man Was Plug Ins long before you studio cats today can simply press one button and instantly created sound chaos. Way before The Bomb Squad. The God Of Black Ark. the true Sound Journey. One of the most awe inspiring producer/engineers/visionaries. If you love Dub you love his work. If you love engineers of your favorite record & they come up with these freaky fx? They got it from him. And even if they don’t KNOW he is their influence I guarantee you there is no plug in creator trying to figure out how to achieve his echo/spring reverb/delay beautiful sonic chaos. Rest easy #LeeScratchPerry<<

Watts

August 25, 2021

Gerwin Eisenhauer bendankt sich bildlich und ich erinnere die elterliche Stones Best Of und lege „Honky Tonk Women“ auf…

Pinar

August 3, 2021

Der Pinienwald der Insel El Hierro hat mich beeindruckt; nicht nur seine aromatische Luft und der erstaunliche Umstand, dass die dortigen Bäume feuerbeständig sind, sondern sein direkter Auftrag zum Musikmachen – hurra, endlich wieder mal Instrumente, die auf Bäumen wachsen!

Das war, bis auf eine kleine Joni Mitchell Hörrunde, tatsächlich die einzige Musik während der letzten 15 Tage.
Auch mal gut, sich leer zu machen!
Dafür wurde (dank des sympathischen Karsten Mohr) entspannt, bewußt geatmet, abgetaucht.

In Frankfurt regnet’s – auch schön
>>Das Geräusch der Scheibenwischer erfüllte den Wagen, ein feuchtes quälendes Reiben, ein benommen machender, hypnotisierender Refrain<< (Delphine De Vegan „Loyalitäten“)
und so höre ich wieder freudig gute Refrains und liste ich mal nach, was ich in den letzten zwei Wochen verpasst hatte:

  • diese Play-A-Long Scheibe – music minus one drummer – von Jim Chapin. Man beachte den (open handed?) Aufbau mit zweitem Jo Jones Standtom! (Dazu muss ich mal Claus Hessler befragen)