Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

Magneto

Februar 14, 2018

Wieder mal eine Idee, die selbst schon längst mal gebastelt haben wollte…
Das „Magneto“ Kontaktmikrofon von EKG Percussion gibt es nun auch im Shop der Morfbeats.

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Dann muss ich natürlich gleich auch an Zach Danzigers getriggerte Hihats denken, und nach diesem Instagram Snippet werde ich wohl für den Rest des Tages im Microsampling Bereich verbleiben und die Meilensteine des Meisters – Akufen – mal wieder rauf und runter hören 🙂

Ich starte mit Cop Porn & Popcorn…

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gutgelaunte M:)nster

Februar 12, 2018

…vom Cha-Cha Sample zu deutschem Hiphop und durch die Brassband zurück auf die Straße… Yeah!

Das frische Reimemonster passt erstaunlich gut zum momentanen Vorlese-Buch Der kleine Herr Paul macht Ferien (dessen Autor Martin Baltscheit >>für jedes Monster, vor dem er sich fürchtete, ein unheimlicheres Monster zeichnete, um es zu verjagen<<, ein mir nicht unbekannter Kunstgriff).
Dort las ich eben auf Seite 15 folgenden philosophischen Lichtblick >>Die Sonne schien, kein Wunder, es war ja Sommer. Und außerdem schien die Sonne doch immer. Mit ihr war es wie mit der guten Laune, die gute Laune war auch immer da, nur manchmal hingen eben Wolken davor<<.
Im Anschluss dann noch die Geschichte vom Talentetauscher (>>Der kleine Herr Paul ist wieder mal nicht mit sich zufrieden und fühlt sich alt. Da begegnet er auf einem Spaziergang einem Talentetauscher, der altes Talent gegen ein neues Talent tauscht. Nach einigem Überlegen findet auch Herr Paul, was er tauschen könnte: Einen guten Witz gegen ein ansteckendes Lächeln.<<)

Mein Hafen!

Februar 10, 2018

Erstaunlich, dass erst durch die runden Geburtstage immer wieder mal genauer nach hinten geschaut wird.
Nostalgie hin oder her, der Schorndorfer Club Manufaktur feiert heute seinen 50. Geburtstag. Und sollte ich meine Begeisterung für das Live Konzert verorten müssen, würde ich eben jenen Club meiner Heimatstadt benennen!

In diesem Keller sollte mein erster Schlagzeugunterricht stattfinden, irgendwann im Winter 197? (was aber durch nicht Erscheinen des Trommlers erstmal vereitelt und aufgeschoben wurde, schließlich 1982 mit der terminlich verlässlicheren Jugendmusikschule seinen Lauf nahm). Hier lernte ich dank meines Zweit-Vaters Walter den Inhalt des Begriffs „Club“ schätzen und hörte die unterschiedlichsten, aber immer FANTASTISCHEN Bands (von der „Jim Kahr Group„, über das elektrische „Mahavishnu Orchestra„, über „Juke“ – mit ihrem ins Headset singenden Drummer – bis hin zur „Blowbeat“ Offenbarung durch Rene Creemers).
Später gab es dann immer wieder Freikarten gegen Aufbauarbeit und dadurch durfte ich mich beispielsweise hinter Dennis Chambers kauern, mit dem Scofield-Bassisten im Anschluss ans Konzert gar Backstage-Pfannkuchen essen. Oder mich wundern, dass die DDR-Hardrock Kapelle „Berluc“ darauf bestand, sämtliches Equipment in den Keller zu tragen und aufzubauen, auch wenn der Drummer sich aufgrund der ungünstigen Konstellation von Stadion-tauglichem, aber zu hohem Drumriser, niederer Deckenhöhe und den beweglichen Moving-Lights daraufhin beim Spielen immer wieder mal ducken musste.
Und es gab unglaublich viele Sessions. Zu den ersten Schorndorfer Gitarrentagen wurde mein (blaues Champion) Drumset in den Club gekarrt: ich durfte kurz mit Michael Sagmeister jammen, etwas länger sogar noch mit Wolfgang Schmid und der tolle Kay Richter wurde am Ende der Woche vom Fleck weg in dessen Band beordert. Wow! Ich dachte mir: was ein Sprungbrett!
Während der letzten Schuljahre etablierte sich der Manu-Keller zudem als einzig vernünftiger Treffpunkt.
Und vor dem Umzug in den Hammerschlag gab es gefühlt dann keine Nacht mehr ohne Session – und das über mehrere Wochen. Längst mit Schlagzeug vor Ort. Quer durch alle Stilrichtungen und Niveaus – was für Erfahrungsschatz.

In den neuen Räumlichkeiten haben mich zwei Aufführungen nachhaltig beeindruckt: Steve Coltrane mit seinen Five Elements und Marie Boine mit Helge Norbakken. Als sich dann auch noch die Schlagzeug-Oase „Drums Only“ in der Stadt niederließ, gab es über das reine Konzertprogramm hinaus auch immer wieder mal Clinics im gutgepolsterten Kinoraum.

Und obwohl sich meine eigenen dortigen Konzerte bestimmt an beiden Hände abzählen lassen  (ich versuch’s mal: 1993 Intensive Care, Tonkatoys, 2000 El Houssaine Kili, 2007 Wolfgang Schmid’s Kick, mehrere Abschlusskonzerte der Gitarrentage, 2012 & 2013 Rubow/Koch), empfand ich den Laden immer als vertrautes Wohnzimmer.

Schade, dass ich heute nicht mitfeiern kann, dafür ein lautes HURRA aus Frankfurt! Und für weitere Nostalgieschübe wird im neuen Buch von Christoph Wagner geblättert…

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3333

Februar 7, 2018

Gleichermaßen eine kleine Party zum 3333ten Blogbeitrag, wie auch der Soundtrack zur Steuererklärung:

Chris Dave & The Drumhedz „Dat Feelin‘ [feat. SiR]“ 2018
Mahavishnu Orchestra „The Wait“ 1987 (mit Danny Gottlieb)
Jan Akkerman „Angel Watch“ 1977
SWAG „version.14“ 1996
Akufen „Skidoos“ 2002
Zakir Hussain „Toni“ 1987
Thomas Dybdahl „Shine“ 2013
Thomas Dybdahl „Man on a Wire“ 2013
Friendly Fires „Lovesick“ 2008
Me’Shell NdegeocelloThe Sloganeer: Paradise“ 2007
Etienne De Crecy „Hold the Line“ 2000
Auch „Tomorrow Goodbye (Farben Remix)“ 2002
Slave „I’ll Be Gone“ 1982
Brad Mehldau & Mark Guiliana „Sleeping Giant“ 2014

PS. Dass diese hübsche Dreiergruppierung nicht nur getrommelt, sondern auch esoterisch gedeutet werden könnte, liest mir gerade der Netzbrowser vor:
>>This is the dual master number 33 , which indicates that you need to be in harmony with your mind, spirit and body with confidence and with positive thoughts.
Your thoughts should be always have connection with harmony, good and justice, this number also has a warning against being negative, judgmental, vain or even impatience. Your journey is either about to be ready or is already ready and the only way you can go through it is by harmonizing your thoughts and actions.<<

on a GAZILLION of hit songs

Februar 6, 2018

Questlove verabschiedet sich würdevoll vom Groove-Meister Ndugu Chancler

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und mir fehlt die Zeit, all die tollen Platten rauszukramen und durchzuhören. Ich fange mal so an…

und richte diese Woche meine Bleche senkrecht zum Drumriser aus – Stellung „Sonne“!

geben ohne zu zählen

Februar 1, 2018

Große Freude, wenn man als leidenschaftlicher Delay-Drummer in den offenen Bücherschrank (Sachsenhausens) linst und dabei von der perfekten Kombination aus Verlagsnamen und Buchtitel angestrahlt wird:

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Unter ähnlicher Überschrift höre ich mir jetzt mal das neue Drumhedz Album von Chris Dave an.

Reise-Chimes

Januar 29, 2018

Am Samstag war ich seit langem mal wieder im Theater. Arthur Millers Hexenjagd stand auf dem Programm. Und da ich mit leichten Gepäck reisen wollte, aber eine Szene (bzw. der tolle Soundtrack von Jo Bartmes) auch einen hochfrequenten Glöckchenklang verlangte, suchte ich nach einer Lösung, die meinen Schlüsselbund – der ja eh immer mit dabei ist – einbinden würde.
Letztlich reichten zwei (herausgelöste Bar-) Chimes und ein kleines Kettchen um einen nicen Soundeffekt zu erzielen.

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Klar, dass diese Frequenzen dann auch am darauffolgenden Tag gerne eingesetzt werden würden. Passte hervorragend zum ACR Ambient-Set in Rüsselsheim.

IMG_1316.JPG… leider kein Botero in der Opel-Stadt.

So – jetzt klingele ich noch ein wenig zum beatfreien Solo-Album von Hiatus Kaiyote Frontfrau Nai Palm und freue mich auf morgen.

Eucosmic!

Januar 19, 2018

Give it to the Drummer! (revisited) – der Danopticum Abend in der Kiste beinhaltete nicht nur einen erfüllenden Duo Jam mit Michel Baumann, sondern anschließend noch inspirierende Gespräche über Schlagzeug und Musik.
Daniel Kartmann steckte mir sein neues Portosol Album zu (auf dem mein altes Ayotte Set zu hören ist, aber auch die Random-Elektronik der Behringer-Mischpult-Effekte); von Johann Polzer gab es spannende Einsichten ins Tourleben von Idris Ackamoor & the Pyramids, vor allem den Hinweis auf auf Max Weissenfeldt, den er mir als Ikone des funky Afro-Drummings schmackhaft machte. Und da geht wahrlich eine große Türe auf: vielversprechende Credits (von Embryo bis Lana Del Ray), eigene Labelarbeit (Philophon), sympathische Interviews (1, 2) und ein persönliches wie stimmiges Sound- und Grooveverständnis von „deep & soulful funk music“.

Wahnsinn, dass es trotz mächtiger Neugierde und permanentem Forschen immer wieder  Lücken auf meiner Rhythmuskarte Deutschlands gibt. Quatsch: Wie toll, dass ich immer wieder von unglaublich spannender Musik überrascht werde, die in unmittelbarer Nähe passiert!

PS. Als ich im März 1993 auf dem Popkurs Jamiroquai und Acid-Jazz entdeckte, wurde ich bald Fan des Soulciety Labels – da habe ich den M.W. schon heimlich gehört; auch später im Rahmen der Leidenschaft für’s Münchner Compost Label und den neuen Begriff Future Jazz habe ich die Syrup Scheibe öfters mal aufgelegt (wohl ohne genauer auf’s Cover zu schauen)…

Loop Bashing

Januar 16, 2018

Am Wochenende gab es in der taz eine Doppelseit zur Musik-Wahrnehmung. Am besten hat mir das Interview mit Susan Rogers gefallen, der Toningenieurin von Prince in den Jahren 1983-88, a. weil ich die gar nicht nicht kannte und b. weil ich das Bild zur Heimat der Hörgewohnheiten, die der Meister mit „the street you live in“ umschrieb, sehr passend fand.

Leider ist der Artikel (noch?) nicht online, so dass nun aus jenem taz Beitrag zitiert wird, in welchem der Musikwissenschaftler Volkmar Kramarz drei Hits analysiert hatte:
>>Die Loops hat man fast immer bei den heutigen Pophits. Das ist gewissermaßen eine Fortsetzung der repetitiven Elemente, die mit dem Blues und den afroamerikanischen Elementen in die europäische Musik gekommen sind. Und die früher von der Elterngeneration durchweg als „Dschungelmusik“ verschmäht wurden. Man musste sich entscheiden: sich zu den immer gleichen Abfolgen treiben lassen und in Trance oder Ekstase geraten – oder irre werden.<<

Zumal das wohl nicht abgesprochene glückliche Ende im heutigen Postillon zu lesen war:
>>Erst immer so döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp, döpdapdöp und dann plötzlich döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp, döpdapdöpdöp. Was für ein abartig krasses Set!!<<

the moaning drum & Habibi Funk

Januar 14, 2018

Durfte gestern nicht nur tolle neue Trommel-, Becken– und Sonstige-Klänge hören, sondern auch bei der eins a Session im Meinl Showroom (u.a. mit Vincent Golly & Flo König) einen neuen Sound-Trick entdecken (der wiederum vom Apparat Drummer Jörg Wähner abgeschaut wurde):
Dazu wird der Trommelstock senkrecht, mit der Spitze nach unten, auf dem Fell abgestellt, die zur lockeren Faust geschlossene, haltende Hand fährt dann langsam von oben nach unten, wobei ein Geräusch entsteht dass an diese umdrehbaren Kuh-Klang-Kisten (Muhdose) erinnert…

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Auf der Reise ins Frankenland hörte ich unterschiedliche schöne Musik: einmal das Thomas Dybdahl Album „What’s Left Is Forever“ und das Oeuvre von Habibi Funk Records. Und auf den letzten Metern habe ich noch Mr. Bugslow gefunden.