Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

Ferien auf Ebeatsa

Januar 6, 2019

Der kalifornische Intellektuelle Hans Ulrich Gumbrecht formt im Trump-Gespräch ein einige tolle Gedanken, vor allem folgenden zwei, die sich dank minimaler Kürzung auch zur persönlichen Überprüfung eignen:

>>Man sollte sich nicht in eine Überzeugung von Trumps Unschlagbarkeit hineinsteigern – sonst wird sie zu einer jener Prophezeiungen, die ihr eigenes Wirklichwerden befördern.<<

>>Die Politik im Zeitalter von Twitter spielt sich zwischen subjektiven Impulsen und der Sehnsucht nach kollektiver Resonanzverstärkung ab. Vielleicht ist es ein Symptom dieser Zeit, keine langfristigen Perspektiven mehr zu haben.<<

-> OK: ich muss/will wieder ein Buch schreiben!


Andererseits sind ja gerade Ferien – Hurra! Sprich: sich treiben lassen, hier was lesen, da was hören, steht weit vor einem „das sollte gemacht werden“.

Also schaue ich mir die beiden Kurzfilme der französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric (aka The Blaze) an und mogle mich danach wieder in Das Leben des Vernon Subutex 3 rein.

Habe heute ansonsten verschiedenste Tipps und Shazam-Schnippsel vertieft – Tracks auf japanisch, lettisch, italienisch, brasilianisch (mit Jeff Pocaro – von Stephan Emigs liebstem Sergio Mendes Album) und schließlich noch „Miles Davis Quintet Freedom Jazz Dance: The Bootleg Series, Vol. 5“ – quasi Hörspiel mit Lerneffekt (wie Tony Williams Blakey-Triolen und Elvin-Triolen anbietet)…

Und dann gibt es ja noch das Forschungsprojekt: Beats without Cymbals
Mittlerweile habe ich zwei Vintage Superstar Floortoms (16″x16″ und 16″x16 Gongtom mit 18″ Fell) „aus dem Keller geholt und den Coron RDS durch das Bassmonster Jomox M-Base11 ersetzt.

elektronische Klangerzeuger mit niedrigen Seriennummern

Januar 4, 2019

Wenn mir ein Feuillton Artikel mit einer solchen Überschrift begegnet:

Ich mache nur das, was mir vorschwebt“ – Der japanische Musiker Haruomi Hosono über Vogelzwitschern im Dschungel, Schlafen auf dem Fußboden und elektronische Klangerzeuger mit niedrigen Seriennummern

wird die dazugehörige Musik prompt gecheckt.  Und so begebe ich mich in den Omni-Sightseeing Modus…


Kultur/Politischer Nebenschauplatz, aber insofern passend, als das folgende (an sich angenehm freche) Menasse-Zitat in derselben taz zu lesen war:
>>Die Quelle (Römische Rede) ist korrekt. Der Sinn ist korrekt. Die Wahrheit ist belegbar. Die These ist fruchtbar. Was fehlt, ist das Geringste: das Wortwörtliche.<<

>>Was Robert Menasse geritten hat, dem ersten Vorsitzenden der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Worte in den Mund zu legen, die er nie gesagt hat, was den Schriftsteller gar dazu bewogen hat, den Hochschullehrer und CDU-Politiker Walter Hallstein in Auschwitz auftreten zu lassen, und zwar in nichtliterarischen Formaten, empört die historische und politische Zunft. <<
Vermutlich dachte Robert Menasse dabei ähnlich wie Herr Hosono: „Ich mache nur das, was mir vorschwebt“.

eine Art Neujahrs-Bleigießen

Januar 1, 2019

Einer meiner Vorsätze für 2019: weniger Zeit mit den sozialen Medien verschwenden.
Und als ich mich prompt beim morgentlichen Facebook-Besuch ertappte, schwärzte ich zack den Handy-Screen und fischte anstelle der beleuchteten Schrift ein Buch aus dem Regal, es war „Last Night a DJ saved my life“  von Bill Brewster und Frank Broughton.
Ob dieser Zug unbewusster Weise dem hilfeversprechenden Titel des Werks entsprungen ist oder durch den zuletzt gelesenen FB-Eintrag, einer eleganten Miniaturgeschichte von Hans Nieswandt, motiviert wurde – no idea!).

Jedenfalls habe ich den DJ-Wälzer blind dreimal aufgeschlagen und tatsächlich auf allen Doppelseiten teilwürdige Musikgeschichts-Schnippsel gefunden, die sich zudem über die gemeinsame Klammer „elektronische Rhythmusmaschine“ perfekt im Blog ablegen lassen.

(1) Grandmasterflash und  der Vox V829 Percussion King (->)
(2) 20$ für die Beatprogrammierung eines Welthits und Genre-Startschusses*
(3) ‚Fairley’s Foot‘ – Tracks für den Dancefloor pimpen**

Übrigens, wer sich noch im Bleigieß-Deutungs-Modus befindet, kann bestimmt jede Anekdote für sich ins Heute übertragen.

Hey, und da mir solche Zufallsspielchen ganz gut gefallen, habe ich mir anschließend gleich überlegt, mit welchem Tonträger sich auf dem CD-Player ein (naja, mittel einfallsreiches) 2019 schreiben lässt.
Letztlich funktionierte das Vorhaben mit des Prinzen „Lovesexy“ Album, welches bekanntermaßen ohne separate Track IDs für die einzelnen Songs- DJ alike – am Stück durchläuft. Bei 20 Minuten und 19 Sekunden erklingt dann der Song „Anna Stesia„.

a. yeah! b. habe ich ewig nicht mehr gehört, bzw. c. überhaupt nicht mehr auf dem Schirm (weil ja früher immer direkt zu „Dance On“ (der Nummer danach) gespult wurde…)

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* PS: Der Name des Programmieres, an den Arthur Baker sich damals nicht mehr erinnern konnte: Jay Dorfmann

**PPS: Eine der Platten von  Farley Jackmaster Flex heisst „Funkin with the Drums“ (wäre auch ein gutes Motto für 2019) und ist (fast) ein komplettes Drumcomputer-Solo-Werk…

Mushrooms and Beatboxes

Dezember 31, 2018

>>thanks for enquiering me about those Can tracks. Well, all we did was playing while I was playing too and recording at the same time. Mushroom …. I had an old bass speaker and a guitar speaker which were connected to the tape machine. While recording we played the recording back from the Repro head which caused a delay and blew the result back into the microphones. We instantly listened back while we were recording. That was all.
Halleluwah was recorded by prerecorded drums and bass plus rhythm guitar, the rest was done by 2 overdubs – apart from heavy editing the tape of course.
Hope I could help you with those little details.
Enjoy what you do!
Holger [Czukay]<<

Vom selben Album „Tago Mago“ (1971) hier die Peking Oper mit Beatbox

Gadd, Gadson, Marotta & Thompson

Dezember 30, 2018

Einer meiner Lieblingsdrummer hat zu den Großkalibertrommlern Steve Gadd, James Gadson, Rick Marotta und Tony Thompson seine persönlichen Highlights in Spotify-Listen zusammengefasst. Klasse Inspiration!

Und Jazz: Weihnachten!

Dezember 24, 2018

Krass, 30 Jahre alt und ich erinnere mich noch bestens an diese Electric Band Version des Weihnachtsliedes „God Rest Ye Merry Gentlemen“

…und via Bugge Wesseltoft langsam wieder zurück ins Heute…

… selber singen, Glockenspiel und so…

Miffy-Caxixi

Dezember 23, 2018

Stellt die russische Puppenfamilie Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit (bzw. in der männlichen Varianten: Kriegstüchtigkeit und Stärke) dar, steht meine MiffyCaxixi Treppe für puren Groove und den Hang zum Verspielten.
(Leider verweilt die kleinste Caxixi derzeit im Proberaum – so gibt’s am 23. Dezember halt ein Foto mit drei Rhythmusmachern, am 24. das Familienportrait mit allen vier.)

Eine ungemixte Musik-Liste zum Dazuschütteln hätte ich auch parat. Sie beinhaltet Musik von Freunden, Tipps von Freunden & ähnlich Getakteten, Neuentdeckungen und ein, zwei alltime classics. Funktioniert bestimmt auch als Schwunggeber beim Geschenkeeinpacken.
Oh man Oli, warum denn jetzt doch/auch noch Spotify???
1. Musikhör-Begeisterung / 2. Austausch & Kompatibilität (beispielsweise mit den Studierenden) / 3. keine Werbung (vor allem für die Kinderohren) – aber nicht ohne roten Kopf …

bis zum gefühlten Plattensprung: fake loop

Dezember 18, 2018

Wiederholen bis zum gefühlten Plattensprung…

Ahmad Jamal „Surrey With The Fringe On the Top“ @ 0.50′

Tower Of Power „Squib Cakes“ @ 5.15′

Abstract Orchestra „Dilla Mix 2“ @ 2.13′

Yugo 45

Dezember 16, 2018

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Zwei Horizont erweiternde Mix-Streams von DJ Friction mit Soul & Funk aus dem Jugoslawien der 1970er und 80er Jahre:

2018’s Best Mixes

Dezember 14, 2018

Hier der Jahresrück- bzw. Überblick des Resident Advisor, 2018’s Best Mixes
Bunt und viel. Aber immerhin direkt schon eine Perle darin gefunden: