Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

das Einschlafen bis zur allerletzten Sekunde hinauszögern

August 26, 2019

Michel Houellebecq schreibt im „Serotonin“ Roman auf Seite 160 von
>> jenen seltenen Augenblicken […], die nur dann eintreten, wenn man sehr friedlich und glücklich ist, in denen man das Einschlafen bis zur allerletzten Sekunde hinauszögert, obwohl man weiß, dass der darauffolgende Schlaf tief, köstlich und erholsam sein wird.<<

Ähnlich wunderbar – und klares Argument für langwierige, strapazierende Konzertreisen ins Ausland  – ist es, direkt nach dem Soundcheck mit gerade mal zehn Schritten Anlauf ins Meer hüpfen zu können, dort augenblicklich jeglichen Ballast verliert, weshalb man wenig später höchsterfreut die Band in den Sonnenuntergang einzählen wird.

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Aber hey, der Wochenstart im Grüneburgpark ist auch nicht schlecht.
Im Hintergrund läuft übrigens das neue D’Sound Album „Unicorn“  (VÖ 06.09.) in Dauerschleife.

Summer Drugs

Juli 28, 2019

Neulich richtete ich die Shazam App auf einen Ghettoblaster im Skatepark und entdeckte „Lndn Drgs„. Zunächst eine schöne Erinnerung an den G-Funk von Snoop Dog, Tupac & co., anschließend ein Trip (eigentlich unser Familienurlaub), der mir sonderbare Erfindungen zuspielte. Wie beispielsweise den Mattenklopfer, den geschmacklosen Eishocker oder die Donut-Garage im Badezimmer.*

Auch die Fantasie drehte auf Hochtouren und ich richtete mir in Gedanken eine ausrangierte Gondel als solarbetriebenes Workspace ein, das sich sowohl auf ein großstädtisches Flachdach oder in den Schrebergarten stellen lässt.

Mittlerweile höre ich mir all jene Musiktipps durch, die ich von Freunden erhalten habe – ganz gemütlich, im schattigen Park.
Ab und an wird ein Ohr freigelegt um den Vögeln zu lauschen.

Übrigens: Ich sammle von jetzt an all die interessanten Tipps, Weiterverfolgungswürdiges, Moment-Schnippsel und Neuentdeckungen in einem einzigen Spotify Container, bzw. in dieser Ideen-Gondel:

*Nachtrag: auch der mit Mozartkugel bestückte Putz-Caddy des Salzburger Hotels sollte nicht unerwähnt bleiben…IMG_2393

DTES

Juli 19, 2019

Wenn’s mal regnet, oder so: etwas „Temporärer Elektronische Salon“ für heimische Sofa… (mit Oli Leicht, Hans Glawischnig, Kabuki und Lars Bartkuhn)

Liebe Gabi, es hat über 30 Grad

Juni 26, 2019

Super Sommer: ich fächere mir mit Macis „Eiscafé Europa“ Luft zu, probiere vielleicht mal einen Espresso Tonic und höre türkischen Disco-Folk aus den Achtzigern:

Der Videotipp kommt aus Hans Nieswandts FB-Umfeld. Im dortigen Post werden noch weitere Perlen verlinkt, wie beispielsweise diese sehenswürdige Duo Performance von Derdiyoklar Ikilisi:

…wo sind meine Augenwischer

Juni 5, 2019

Freute mich gestern über den Radio-X Schnippsel, als erst der „Classic“ Track von Alex the Flipper gespielt und anschließend über die Textzeile diskutiert wurde. Heisst es jetzt:

1. „Der Corner ist so schön, dass ich weinen muss…“
2. „Der Chor singt so schön, dass ich weinen muss…“
3. „Akkorde sind so schön, dass ich weinen muss…“

Kulturtechnik spielerisches Nachahmen

Juni 5, 2019

Höre gerade im DLF-Beitrag „In die Wiege gelegt“ (ein Bericht über Kindern aus Musikerfamilien) den schönen Begriff von der Kulturtechnik spielerisches Nachahmen. Wäre ein super Seitenhieb für das „Moderne Schlagzeugquartett„.

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today I am (79) years old, blessed and thankful to still be here…with a message from me to all my young people

Juni 3, 2019

Das ist für mich mal ein wahrer „Influencer“: 79 Jahre alt, motiviert, dankbar und beseelt von der Musik bzw. vom Schlagzeugspielen. Happy Birthday, Mr. Earl Young!

Ich wünsche alles Gute und eine angemessene „Block Party“ und zippe mich noch ein Weilchen durch die 459 Querverweise bei Whosampled

Milchmonster & Sopransaxofon

Mai 20, 2019

 

Vermutlich liegt es an den Bohnen und der Tagesform, dass es in der Nähe meiner Kaffeemaschine manchmal genau so riecht, wie in der Eisdiele meiner Kindheit. Stellt sich dieser Wohlgeruch zufällig ein, vermag auch grau(sam)stes Regenwetter nicht, das Frühlingsgefühl zu vertreiben. Dann entsteht halt Freizeit zu Hause: zum Milchmalen, Zeitungslesen und Musikhören. Und dass ich heute auf zwei völlig unterschiedlichen Wegen bei Brandford Marsalis gelandet rahmt den Wochenstart angemessen ein.

Angefixt durch ein rudimentäres Scofield Musikvideo aus dem Jahr 1986, hörte ich das „Still Warm“ Album durch. Im direkten Anschluß eine weitere Produktion mit derselben Rhythmusgruppe (Omar Hakim und Darryl Jones) aus demselben Produktionsjahr an, Stings „Bring on the Night„. Diesmal blieb ich nicht bei Kenny Kirkland Klaviersolos hängen, sondern bei Brandfords hochmusikalischen Antworten auf den Leadgesang, wie beispielsweise in „Cosider me gone“.
Diese Art von Call & Response ist meiner Meinung nach ein optimaler Einstieg, um dem geneigten Jazzdrummer die Idee der Trading Solos nahezubringen.

Heute las ich einen Konzertbericht über die „Gods of Rap“ (Wu-Tang Clan, Public Enemy und De La Soul) in dem der Autor Gareth Joswig schlussfolgerte: >>Dass das Konzept aufging, lag hauptsächlich an DJ Premier, auch Premo genannt, der als Gastgeber die Acts zusammengetrommelt hatte. Er band die Konzerte mit sensationellen DJ-Sets zusammen.<<
Also surfte ich seinem Schaffen ein wenig hinter, checkte dessen Transformierung von Hancocks „Jessica“, besuchte sein Wohnzimmer Konzert mit Band und landete schließlich bei Buckshot LeFonque, sprich bei Brandford Marsalis in den Neunzigern.

 

Mal schauen, was bei den anstehenden Gigs mit Nils Wülker (23. Lüneburg, 24. Bochum, 26. Altena) davon einfliesst…

Leitsätze

Mai 16, 2019

Auf IG habe ich eine ruckelig-dilettantische Stop-Motion Bastelarbeit zu meinem Leitspruch „Vom Zitat zum Ich“ hochgeladen…

… vermutlich:
Weil ich ein wider Erwarten gutes Buch zu Ende gelesen habe (Christian Kracht „Die Toten“) und heute mein bisher schönstes hr-Big-Band Konzert gehört und erlebt habe!
Hey ihr Frankfurter, wer morgen Abend Zeit hat besucht Brian Blade und seine Fellowship Band im Bigband-Gewand, für alle anderen hoffe ich, dass der heutige Stream-Kontent nachschaubar wird. [->yes!]
Und morgen eine kleine Ausstellung meines LieblingsfotografsPeter Bialobrzeski – besuchen möchte.
Und das unterm Strich einen Menge an Inspiration ist, die gleich mal mit den fünf Überschriften aus dem Ableton Bericht über Timbaland gekreuzt werden wird:
Was ist mein Thriller (mein Ziel)? – Hum your IdeasLeave Room for SurprisesListen to Other MusicLet the Speakers talk to you 

Noch ein passender Nachtrag im Zusammenhang mit der „Beauty“ Austellung:
>>I love finding beauty in everyday objects.<<

 

Frankfurt River People

Mai 9, 2019

Liegt doch irgendwie auf der Hand, dass einem beim Hausboot-Gig des temporären elektronischen Salons, beim Vermischen von House und Jazz auf dem Main, der Weather Report Klassiker „River People“ in den Sinn kommen MUSS.
Dass diese Single! aus dem Jahr 1978 tatsächlich auch als furioser Opener eines DJ-Set (von Swag) funktioniert, hätte ich jetzt liebend gerne verlinkt – finde diesen Mix jetzt leider nicht mehr…
Immerhin habe ich beim Suchen und Reinhören in verschiedene Chris Duckenfield Mixe Alphonse und Jerome Derradji entdeckt:

Zum Abrunden noch einen älteren Herbert Remix hinterher…

Das Abschlussfoto gehört dann in die Kategorien „nachhaltig Reisen“ und „nur einmal laufen!“ Beziehungsweis: Strom fürs Instrument und den Lastesel…