Archive for the ‘Music of the Moment’ Category

Flanging Cymbals

Februar 20, 2019

IMG_1025Nice driving Cymbal-Lick from „The Chi Lites“

Und jetzt noch die Aaron Sterlings Version des Beyoncé Groove mit zwei „Flanging Cymbals“ gegenchecken („Sound of Sterloid Vol.1„, !6ths)

It didn’t swing, the solos weren’t even a little bit heroic, and it had electric guitars…

Februar 18, 2019

Mein Programmpunkt für heute Abend: ich höre „In a Silent Way“ – das Material zur Platten wurde heute vor genau 50 Jahren in einer dreistündigen Session aufgenommen.
Phil Freeman schreibt in seinem Buch „Running the Voodoo Down: The Electric Music of Miles Davis“ dazu:

>>It didn’t swing, the solos weren’t even a little bit heroic, and it had electric guitars… But though In a Silent Way wasn’t exactly jazz, it certainly wasn’t rock. It was the sound of Miles Davis and Teo Macero feeling their way down an unlit hall at three in the morning. It was the soundtrack to all the whispered conversations every creative artist has, all the time, with that doubting, taunting voice that lives in the back of your head, the one asking all the unanswerable questions.<<

Hier ein paar schöne Zweitverwertungen:

Chris Dave vor 20 Jahren

Februar 13, 2019

Jazz Baltica, eh immer spannend! Ich glaube, da gehe ich dieses Jahr mal wieder hin…

Portnoy

Februar 13, 2019

 

Jetzt geht’s nicht um den Trommler (Mike), sondern um Edan, den HipHop-Produzenten, den Christian Werthschulte gestern in der taz dermaßen schön portraitiert hat:

>>Es gibt nicht viele Musikproduzenten, die von sich behaupten können, ein Genre geprägt zu haben. Edan Portnoy darf das – auch wenn es ihn nicht im Geringsten beeindruckt. Sein Kühlschrank sei voll und er könne die Miete bezahlen, das würde reichen, meint er. Der Grund dafür ist „Beauty and the Beat“ aus dem Jahr 2005, sein zweites Album überhaupt. Es ist ein „Sergeant Pepper’s“ für die Generation Sampling. Bis heute bekommt sein Schöpfer Mails, die ihn nach den obskuren Quellen für sein Album fragen. Edan diggte sich durch die Hochphase des 60er-Jahre-Psychedelic-Pops und stellte dessen entrückte Stimmfetzen neben Hallfahnen und Jazz-Samples, bei denen er den angesammelten Staub in der Plattenritze als Klangquelle gleich mitnutzte.
Wie seine großen Vorbilder, die Alte-Schule-Produzenten Afrika Bambataa und Prince Paul, ist HipHop für Edan eine Kunstform, die es erlaubt, mit Formen und Rollen zu brechen. Auf „Beauty and the Beat“ gestattete er gestandenen Polit-MCs, auch Spielzeuginstrumente zu spielen, und baute ihnen dafür ein Beatgerüst, das nicht am HipHop-Kanon aus Funk und Soul interessiert war und gerade deshalb so viele Fans fand.<<

>>HipHop habe viel Gutes bewirkt, sagt Edan heute im Interview mit der Website Stereogum, weil es Leute mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen zusammengebracht habe. Aber genau dies ist im HipHop nicht mehr viel wert. Sampledelia ist durch minimalistische, elektronische Trap-Beats abgelöst und Wortkaskaden durch Autotune – Musik, die klingt, als habe Marie Kondo einmal akustisch für Ordnung gesorgt.
Aufs Aufräumen hat Edan aber keine Lust.<<

von Fat Time zu fast jeder

Februar 7, 2019

Ich weiß gar nicht warum ich mich neulich mal wieder durch die 1980er Alben von Miles Davis hörte. Wie es der Zufall will, konnte ich jedenfalls dadurch die Bassline des kurz vorher geposteten Netzer-Videoschnippsels (aus dem Jahr 2011…) einordnen.
Klingt nach „Fat Time“ (ab 0.33′):

Im weiteren Verlauf sprang ich von „Decoy“ zu „MD1/Something’s On your Mind/MD2“ (damals für mich der Hit auf „You’re under Arrest„), schwelgte vom „Star PeopleOpener und beschloss, tiefer in die wunderbare Welt der Mileschen Oberheim-Synth-Begleitung vorzudringen.
Leider fand ich im ganzen WWW nicht ein einziges Miles-Davis-OB-X-Hotlick, kein Instructional-Vid zum typischen MD-OB-X-Sound, keine Abschlussarbeit über die kantig-kräftigen Elektronik-Einwürfe des Meisters.
Dafür aber das Freeware PlugIn OBXD, mit dem ich jetzt herumspiele.

Leider zickt mein K-Board momentan. Sprich, ob ich beim morgigen Netzer-Konzert im Stuttgarter Merlin fette One-Finger-Brass-Chords einwerfen kann, steht in den Sternen.
Ob wir wieder mal Fat Time zitieren werden, ebenfalls.

Ich morphe schon mal von Fat Time zu fast jeder und freue mich auf’s Wochenende!

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Gute Luft!

Februar 4, 2019

Beim Zeitungslesen rahme ich die besten Stellen ein und höre begleitend aus Palais Schaumburgs Debut Album „Gute Luft“.

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„Wir bauen eine Stadt“ höre ich natürlich auch noch – nicht nur wegen des des kantigen Drumsounds oder des Bauhaus Jubiläums, sondern wegen einer weiteren Zeitungsmeldung über Polycare und die wasserlose Zementalternative aus Wüstensand und recycelten PET-Flaschen.

Frankfurter Sommerbäder

Januar 30, 2019

Ich hatte einen grandiosen Einstieg ins nächste Lebensjahr, mit warmem Badewasser und Glavinics derart packendem Schach-Roman, der einfach durch die Nacht zu Ende gelesen werden musste.
Angenehm übermüdet daraufhin dann mit Schneekulisse und Morgentau durch den Tag, bisschen Torte hier, mehrere Kaffetässchen dort und wieder direkt ins Bett, mit dem nächsten Buch. Schlaf vor zwölf.

Als Soundtrack genügte die Dauerschleife aus Jordan Rakeis „Sorceress“ und Steve Reichs „Music for a large Ensemble„.

PS. Zwischendrin waren wir auch noch im Museum für angewandte Kunst und dort habe ich den schicken Titel abfotografiert, Frankfurter Sommerbäder…(denn manchmal fühlt sich Geburtstag an wie der beste Sommerferientag im Freibad!)

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hic fuit!

PPS. Happy Birthday, Phil Collins!

The Tama

Januar 29, 2019

Bin noch völlig elektrisiert vom Konzert der „Ndagga Rhythm Force“ – deshalb zuallererst der Hinweis für alle Rhythmus-Berliner: die Band spielt am 29.01. im Gretchen:

Und zwar noch reduzierter als auf den beiden Videos (nämlich ohne Gitarre), also nur Groove, Bass-Synth, Stimme und Tanz.
Und gerade die Paarung von 2Box-Sample-Drummer (Club-Kicks, nicht zu laute elektronische Snaresounds, Basic Chanel Chords, plus echte Hihat), Synth-Bassist und traditioneller Percussion (2x Sabar und Talking Drum), bildet ein mitreißendes Fundament – irgendwo zwischen Rave, World Music und Ritual Beats – für den Gesang von Mbene Diatta Seck (der mich immer wieder angenehm auch an den Muezzin erinnert und dank der Dub-Einlagen doppelt erfreut).

PS. dass die Talking Drum auch Tama genannt wird ist darüberhinaus eine a. neue Erkenntnis, die mich b. direkt auf meinen Schlagzeugteppich zurückbringt.
Um die tollen metrischen Modulationen, Unisono-Parts und Call & Respond Aktionen zu checken und zu üben…(kurz vorm Geburtstag machen sich ja neue Ziele immer gut)

klangästhetisches Äquivalent zu Besenfrisur und Schulterpölsterchen?

Januar 25, 2019

Kevin Coyne ist bei mir in den Mid-Eighties verankert. Ich erinnere mich dunkel an das WAAhnsinn-Album und die „Rolling Stone“ Performance mit BAP, so dass ich die Hommage an den 2004 verstorbenen Singer Songwriter vor allem wegen der sagenhaften Schreibe von Karl Bruckmaier gelesen habe.

>>Die Alben, die immer noch regelmäßig erschienen, litten in den Achtzigern unter zweierlei: Zum einen schreckte Kevin nicht davor zurück, den klangästhetischen Äquivalenten zu Besenfrisur und Schulterpölsterchen nachzugeben (Linn Drums etwa), zum anderen ließ er jetzt seiner Abneigung gegen Produzenten freien Lauf. Er hasste es, Songs mehrmals aufzunehmen, an der Musik zu arbeiten, überhaupt sich groß vorzubereiten, sondern spielte Musik ein, wie andere eine Bank überfallen: rein, rumschreien, raus, fertig. Schließlich war das seine Stärke – mit der Hand in die Luft zu greifen und aus ein paar wenigen Wörtern einen Charakter schaffen, der das Gegenüber faszinieren konnte. Eine Figur, die sofort zu leben anfing, wenn Kevin den Mund aufmachte.<< (aus „Same same but different“ taz, 25.01.19)

Doppel R

Januar 25, 2019

RR scheint meine Buchstabenkombi des Tages zu sein:
Auf der Namm Show reiten mich nämlich bisher nur zwei Neuerscheinungen. Einmal das Roland Triggermodul, ein Bodentreter namens TM-1 und das Rose (Bit Bucket) Delay von Eventide.
Später treffe ich mich mit Ulf , um unter dem Doppel-R-Kürzel als KleineR Rubow Musik zu machen.
Und die Querverbindung zu Rolls Royce schafft mit dem Namen der Kühlerfigur ein vortreffliches Motto für unseren Jam: Denn Emily heißt mit vollem Namen: The Spirit of Ecstacy

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PS. auf der Fahrt zum Proberaum hatte ich Radio-X eingeschaltet und zufällig lief Michael Rüttens „Soulsearchin“ Sendung. Dabei kam ich den Genuß von Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force:

und erfuhr von Tony Allens Tribute to Art Blakey.

Afrobeats ohne RR, dafür aber mit einer weiteren Überraschung, dass ich aam Montag Mark und die Ndagga Rhythm Force live erleben kann (Zoom, Frankfurt, 21h). Tschaka Yeah!