Archive for the ‘E-Drum’ Category

Altmeister

Dezember 9, 2017

Ah, schön – man sagt nur „Altmeister am Puls der Zeit“ und zeigt dann den Jazzflüsterer Jim Chapin hinterm ddrum2 (Foto von Daniel Portner) und James Gadson mit Cellphone in der Brusttasche, während dieser lässig und mit allen Tricks und Wassern gewaschen* einen Vulfpeck Song trommelt.

jim chapin ddrum

* ausgestopfte Reisekick, Tom ohne Resofell, Schlagfelle von dicken Tüchern gedämpft, Vers mit „Schenkel-Hihat“, Backbeat mit Butt End, 16tel aus dem Handgelenk – Killer Ending!

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Ableton Rack Mute Groups

Dezember 9, 2017

Peter Lichtneckert hat mir das M4L Patch Uhold schmackhaft gemacht und erklärt in diesem Video, wie sich mit Ableton Racks jene Roland SPD-S typischen Mute-Groups erstellen lassen, um einen laufenden Loop durch den nächst getriggerten abschalten/ersetzen zu können.

industriell verarbeitete Schlagzeugwurst oder The World is your Oyster

November 13, 2017

Warum diese Überschrift die Qualitäten des neuen Yamaha Drummoduls EAD-10 preisgeben soll, lässt sich vermutlich schwer zusammenreimen.
Aber offensichtlich hat der japanische Konzern  verschiedene Kompetenzen aus den Musik Resorts in einem  Gerät und einem Sensor für das akustische Schlagzeug gebündelt: Da gibt es eine an den Basstrommelspannreifen klemmbare Box, die sowohl Kicktrigger als auch Raummikrofon (in klassischer Wurst-Position) in sich birgt. Von ihr gehen zwei Klinkenkabel zum eigentlichen Modul, dass die einzelnen Instrumente des Schlagzeugs (wohl frequenztechnisch) separiert und mit den verschiedensten Effekt-Klassikern (ggf. Bassdrum-Samples) der Rock-und Popgeschichte aufhübscht. Darüberhinaus lässt das Modul noch drei weitere Trigger/Pads zu. Persönliche Samples ebenso.
[Wow, ich hatte insgeheim auch schon das perfekte Wurst-Mikro plus passender EFX-App geplant bzw. auf dem Markt erwartet – aber die Idee von Mikro und Kicktrigger ist genial!]

Äusserst vielversprechend ist die angegliederte App. Wird das Smartphone via USB mit dem Modul verbunden ist einiges möglich:
– man trommelt mit dem prozessierten Schlagzeugklang zur Lieblingsmusik (via USB oder via Aux-In)
– in die App eingeladene Songs lassen sich zudem im Tempo regeln und bei Bedarf auch vom ( automatisch angelegten) Clicktrack unterstützen. Klar, dass sich bei derart gewarpten Files auch ganz leicht Loop-Punkte setzen lassen.
– last but not least, es lässt sich mit dem verbundenen App-Träger auch noch aufnehmen, und zwar Audio und Video – inklusive einer Mixfunktion der Lautstärke von effektiertem Drumset und Backingtrack! Hello YouTube:

Nach all den Features kann der Produktspezialist des angehängten Videos nicht anders, als schlusszufolgern: >>The world is my oyster<< – was so viel heißen soll, wie: mit dem Teil kann ich ALLES, es muss sich um die sagenumwobene eierlegende Wollmilchsau handeln…usw.
Manual / Kostenpunkt ca. 544 €

Abletondrummer 4 Live

November 11, 2017

Dank des tollen M4L MIDI PlugIns von Abletondrummer Tobias Hunke, komme ich nun mit dem Roland SPD-SX als alleinigen, vor allem trommelbaren Controller klar (und muss im Idealfall nicht mal mehr den Computerbildschirm sehen).

  • Ableton SCENES
    Mit den + / – Buttons des SPD-SX lassen sich nun die Ableton-Szenen auswählen und starten*. Damit triggere ich den zum Song passenden Vocoder-Träger-Akkord und die Software ist im richtigen Tempo, so dass sich die gewarpten Clip Loops nach Lust und Laune triggern lassen (LAUNCH: Toggle, QUANTISATION: none)
  • Roland SPD-SX SOUNDS
    Mit SPD-SX trommele ich ein paar elektronische Drumsounds (Boombass, diverse e-Snares), die ich frequenzbasiert aus dem Modul herausschicke: L= Bässe, R=TRigger
  • Ableton SOUNDS/CLIPS
    Auf dem SPD-SX trommle ich nicht nur die Start/Stop-Befehle für die vorbereiteten Loops, sondern wähle zudem, ob ein zur akustischen Snaredrum optionaler Handclap-Sound zu hören sein soll oder nicht. Um zu sehen, ob dieser Snare-Trigger-Kanal aktiv ist, habe ich für das auslösende Pad des SPD-SX einen stummen Loop (eines gleichförmigen 1kHz Sinustons) angelegt. Sprich: läuft der SPD-SX Loop und leuchtet dessen Pad dauerhaft rot, wird der Triggersound aus der Ableton-Summe beigemischt.
  • Ableton/EFX
    Wie ich meine Snare-FX-Mic in den Hall schicke oder mein externes Echo-Gerät mit einem Snare-Vocoder-Klang füttere wird hier erklärt.

SPD_SX-visual-Midicontrol_M4L

SPD-SX Ableton M4L

* hierfür muss etwas herumprobiert/kombiniert werden: mit der Auswahl in den Ableton Voreinstellungen (Launch/Beim Starten selektieren oder Szene-Start selektiert nächste Szene) und den M4L-PlugIn Optionen PLAY SCENE ON SELECTION oder PLAY SCENE SELECTED

Trap Music

November 1, 2017

Hier ein unterhaltsames Filmchen vom tollen Gerwin Eisenhauer zum Thema Trap, dessen Groovebestandteile Wikipedia wie folgt charakterisiert: >>crisp, grimy, and rhythmic snares; deep 808 kick drums; double-time, triple-time and similarly divided hi-hats<<.

 

 

kurz mal in die mid-eighties

September 17, 2017

1. DJ Shadow schwärmt (lesenswert auf all good.) von Kurt Mantronik

>>Es ist gar nicht so einfach, Samples und Breaks mit Drum Machines und Synthies harmonisch klingen zu lassen. Mitte der Achtziger war es eine noch viel größere Herausforderung, nur vier Bars zu samplen und alles richtig anzupassen, ohne dass alles komplett schrottig klang. Mantronik leistete für etliche Techniken echte Pionierarbeit […]<<

… und ich höre seine Lieblingstracks nach

An dieser Stelle kann ich nun auch mal passend die Freeware Alesis Sample and Loop Library droppen).

2. Als nächstes beschließt mein Telefon, dass ich mir eine „Tutu“ Live-Version anhören sollte:

Und dabei muss ich leider lesen, dass der tolle Ricky Wellman im Jahr 2013 verstorben ist, jener „Sugarfoot“ Wellman, der mit Chuck Brown and the Soul Searchers, den amerikanischen Hauptstadt Groove verankerte: Go-Go (Swing)

In der anschließenden Gedenk-YouTube-Session lande ich bei jenem obskuren Rom-Konzert, in dem Miles komplett von Herbie Hancock vertreten wird (mit – ähemm -Trompetensound aus’m Synthie), aber mächtiger motivierter Backingband, inklusive Marilyn Mazur im Octapad-Flow

lite electronics, lite „Krach“

September 13, 2017

Begegnet mir ein Sonorlite, muss ich direkt an meinen Schlagzeuglehrer Peter Kumpf denken (der damals seinen skandinavischen Birkenkesseln durch die roten, ölgefüllten Evans Hydraulic Fellen zusätzlichen Glanz spendierte), sowie an einige Stunden hinter dem Sonorkatalog.

So war’s dann neulich auch im Jazzkeller Frankfurt, als mich dessen schon aufgebautes Lite-Kit (auf das ja mittlerweile massenhaft Jazz-Ikonen eingedroschen haben) empfing: Ein kurz Nostalgieausflug im Kopf lief ab, aber auch der Zufall meldete sich zum Thema und spielte mir ein paar Tage später zwei weitere passende Bilder zu.

Einmal Udo Dahmen (der übrigens der nächste tolle Lehrer – beim Popkurs – werden sollte und wurde) via Werbeanzeige „Sind Electronic Drums Out?“, in der es vorrangig um das Mammut System geht, mein erster Bildeindruck aber eindeutig von den schwarz lackierten Lite-Trommeln bestimmt wird.

sind electronic drums out

Und heute dann die Titelseite der taz zum Tod von Heiner Geißler. „Der Krachmacher“ in einer Lite-Burg während der Musikmesse 1984. Diesmal mit den schicken Aussendämpfern.

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H. G. war selbstverständlich keiner meiner Trommellehrer, er war mir im Gegenteil lange Zeit äusserst unangenehm und suspekt – wobei ich aus heutiger Sicht seine spätere Wandlungsfähigkeit und diverse politische Aktionen durchaus wertschätzen kann.
Anyway, ein Lächeln auf dem Schlagzeughocker: immer gut! Und das Sonorlite wird meine Lieblingstrommel aus Bad Berleburg bleiben.

e-Spider

September 5, 2017

Musste neulich aufgrund eines beeindruckenden Trommelvideos von Jan „Stix“ Pfennig, eben jenem ein paar dringende Fragen stellen.
Lässt sich alles in dem bondo.de „Interview mit Jan Stix Pfennig zu seinem elektronischenSpider-Pedaltechnik-Setup“ nachlesen/schauen.

vom RAD zum RDS

Juni 12, 2017

Dank des 200 Fahrradgeburtstags (gut!) höre ich jetzt mal in das „Build me a House“ Album von Sophia Kennedy rein, direkt ins >>barock-psychedelische „Kimono Hill“, in dem es um ein „Tennismädchen“ geht, das die ganze Nacht mit einem Fahrrad fährt, so lange, bis sogar das Wetter zum „Fahrradwetter“ wird<<.

Und dann wende ich mich ähnlich Nostaligischem zu, meinem vielversprechenden Drumsynthesizer-Neuerwerb (Coron Drum Synthe RDS), dieser farbenfrohen, zweikanalige Schönheit:

coron-rds

Dass die Abkürzung RDS im Medizinerjargon für Reizdarmsyndrom steht, kann uns als Merkhilfe für die eins a Boom-Bässe und Club-Kicks des „großen Corons“ dienen.
Sehr reizvoll finde ich auch die Noise-Abteilung des Geräts: Rauschfahnen, die angenehm lange klingen können, sich aber auch via Button (dem roten Knopf mit der Aufschrift ON/OFF OUTPUT SIGNAL) oder mittel Fußschalter „cutten“ lassen.
Typische Piuu-Sounds und achtzigerjahre Snares sind selbstverständlich gar kein Problem.
Zu dem raren Kasten lassen sich kaum vernünftige Informationen sammeln. Immerhin steht auf seiner Rückseite was zur Herkunft: Made in Japan.

PS. in diesem Zusammenhang möchte ich auf das „Love the Machines“ Download-Bundle hinweisen: 126 Oden an ältere elektronische Klangerzeuger (u.a. auch an den Coron DS-7) für 8,90€.

Pad as Stand

Mai 31, 2017

Hey ihr, die ihr auf Meshheads umgestigen seid, oder aus anderen Gründen noch ein altes Gummi-e-Pad rumliegen habt: Die Teile können zweckentfremdet weiterverwertet werden und als stabile, rutschfeste Unterlage zukünftig euer Smartphone, Effektgerät oder Midi-Controller halten. Zudem lässt sich solch ein e-Tischchen ideal im Drumset positionieren!

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