Archive for the ‘E-Drum’ Category

Pffffhhh

Dezember 25, 2020

Im Anschluss klicke ich mich durch die Drumsets von Carlton Barrett – sein Snare-Highlight ist dasselbe wie John Bonhams, die sechseinhalber Supraphonic LM402 – und höre mir dessen liebstes Bob Marley Album „Kaya“ an.

Meine spannendste Entdeckungen:
1. Carlton Barrett mit Simmons Toms! (1987)

2. Echodrums im Outro, nachdem der Meister von der Bühne gegangen ist.

Die beiden Clocktower Alben Carlton Barrett & Family Man „The Sound Of Macka Dub Vol. 1“ (1980) und Clocktower Dub.

The Wailers „Tribute to Carly Barrett“ (1987) mixed by Mad Professor!

Check: „How Do You Think I Dub

bitte laut werden!

Oktober 29, 2020

Till Brönners viel geteiltes Wut-Video über die Situation der Veranstaltungs- und Kulturbranche unter Corona fördert zwei spannende Wirtschafts-Komponenten zu Tage: Es geht nicht um eitle Selbstverwirklicher, sondern um eine Branche mit 1,5 Millionen Beschäftigten, einem Wirtschaftszweig mit einem Umsatz von rund 130 Milliarden Euro, der leider ohne ernst zu nehmende Gewerkschaft eine Strukturschwäche aufweist, die durch die jetztige Krise entlarvt wird.

>>Wie kann man einzelnen Konzernen Milliarden in den Vorgarten werfen und der Veranstaltungsbranche Arbeitslosengeld 2 anbieten? Wir Musikkünstler sind weder arbeitslos, noch hatten wir vor Corona ein Nachfrageproblem.<<

Sprich wir sollten zusammen laut werden oder vielleicht gar mal für eine ganze Weile komplett verstummen (eine Art kultureller Generalstreik). Wichtig ist dabei das ZUSAMMEN!

best diagram in a synth manual, ever

Oktober 29, 2020

Ich habe die taz-Serie „Die wirrsten Grafiken der Welt“ von Gerhard Henschel (2000 bis 2004) immer sehr genossen, heimlich davon geträumt, dort selbst mal gefeatured zu werden (das erklärt auch meine vielfältigen Equipment-Kritzeleien und die Freude an illustrierten Bedienungsanleitungen).

Das oben verlinkte Bild ist nicht nur formschön, sondern demonstriert die Einfachheit der Gleichung „Schlagzeug + Strom“ bzw. die Grundausstattung Steckdose, Musikmaschine und Verstärker.
Und auch mit dem Ampeg Kühlschrank hinterm Simmons-SDS wurde alles richtig gemacht – viel Bass und reduzierter Hi-Freq-Wahnsinn.

Duck the Master

Oktober 28, 2020

Apropos Ducking: Ich experimentiere gerade – sowohl mit Peter Wölpl (und „Luminos W“), als auch mit Oli Leicht („Der temporäre elektronischen Salon“) mit meinem BopPad, das jedoch am Rechner meines Gegenübers angeschlossen ist.
Dort triggere ich ein Drumrack mit gewarpten Whitenoises in unterschiedlicher Länge (1/4, 1/2, 1/8) – nach aussen hin stumm, intern füttert es den Sidechain des Ableton Gates. So kann ich beim Jammen per Stockschlag Hiphop-typisch in den Output eingreifen: mal partiell muten, oder die Partner-Elektronik für längere Zeit (bzw. solange ich durchgängige 16tel auf meinem Pad schlage) komplett stummschalten…

Ich hatte mir immer ein Gate gewünscht, welches Anstelle des Hold-Parameters verschiedene Subdivisionen anbietet – leider bisher nichts gefunden – aber dadurch, dass ich nun mehrere Whitenoise Samples mit definierten Längen geschnitten habe und diese als gewarpte Sounds im Drumrack abgerufen werden, entsteht in Zusammenarbeit mit dem Sidechain ein funktionierender Workaround.

Wem der Cut/Drop Out zu hart ist, der schiebt etwas vom weggedrückten Signal mittels „Floor“ Regler nach.
Und um mein „Silent Tool“ zu deaktivieren, deaktiviere ich einfach dessen Kanal, bzw. dessen Spur-Viereck [1] (funktioniert, wenn in den Sidechain-Einstellungen „Post Mixer“ aktiviert wurde).

Wieder mal eine schöne Möglichkeit, um Zuspieler oder Mitmusiker on the fly dekonstruieren zu können.

rasend durch die erste Episode der e-Drum-Doku

September 29, 2020

Auch wenn das bloße Recherchieren im Netz einige Gefahren mit sich bringt, so freue ich mich doch immer wieder, wenn neue Puzzleteile gefunden und öffentlich gemacht werden.
Wie zum Beispiel in der auf drei Teile angelegten Youtube-Doku „History of Electronic Drums“ von Justin Greenawalt. Dort entdecke ich in der halbstündigen „Episode 1 (1960-1983)“ die Randnotiz, dass Dave Simmons in seiner Hochphase sogar Geld übrig hatte, ein Rennteam zu unterstützen. Eine Info, die mit dem Piuu-Sound rein gar nichts zu tun hat, mich als Motorsport-Ignorant auch inhaltlich nicht abholt, die dafür wiedermal den Weg zu Wolfgang Stoelzles „Simmons Museum“ vorbereitet, wo mich dann die schicke Fotografien (wie die obige) erfreuen.

Die Doku selbst finde ich teilweise etwas überkomprimiert – vor allem gegen Ende wären mir weniger Details zugunsten eines entspannteren Vortrags lieber gewesen – dennoch empfehle ich sie für einen spannenden und teilweise kuriosen Überblick über die erste Phase des elektrifizierten Schlagzeugs:

my echo is always on Send 1

September 24, 2020

Lese ein erquickendes Interview (aus dem „Electronic Sound Maker“, May 1985) mit einem meinem Lieblings-Dubmeister, Mad Professor.
Und so erfahre ich vom Konzept, wie sich mit zwei Gates Ping-Pong-Strukturen erzeugen lassen:
>>Also I use the gates to get automatic panning, using a decay on the threshold in conjunction with a delay or drum machine rhythm. One comes on and then when it shuts off the other one comes on. Then by setting the pan controls on the auxiliary channels correctly you can get it to go left-right-left-right (bangs a rhythm on the desk), according to the rhythm of the delay or the drum machine.<<

Hey, und wenn der Professor erst von der Sequential Drumtraks schwärmt und dann noch von der Peter Culture LP „Facing The Fight“ erzählt, bei der er Drumtan Ward ausschließlich (?) auf Simmons-Waben trommeln ließ, muss der Umstand umgehend geprüft werden.

Und da der neu entdeckte Drumtan Ward auch ein Freund der Doppel-Hihat ist, zudem einen Killer Rimclick Sound (bzw. zwei verschiedene) hat, hier noch:

Friday on my Mind

August 21, 2020
  1. Aufstehen wegen Ärzte-Ratschlag.
  2. Eitelkeit abschütteln und sich trotz Coronafrisur beim Trommeln filmen.
  3. Ab ins Schwimmbad (mit Tatsuya Tanaka).

Hackentrick

Juli 3, 2020

Habe heute mal wieder die unglaubliche Spider-Fußtechnik von Jan Stix Pfennig bewundert.

Auch wenn ich technisch davon kilometerweit entfernt bin, interessiere ich mich gerade für einen ähnlichen, wenn auch deutlich simpleren Ansatz: Die linke Ferse kümmert sich dabei um die Steuerung von elektronischen oder akustischen Zusatz-Sounds/-Pattern, bzw. um die Fütterung des Delay-Effekts mittels einer A/B-Box.
Wäre doch toll, wenn meine fünf „Hackentricks“ aufgrund ihrer Nachvollziehbarkeit die Schwellenangst vor mehr als zwei Fußmaschinen reduzieren würden.

Auf zu neuen Ufern: Kopfsprung ins kalte Wasser und dann tief ein- und spielerisch durchtauchen…
Meine Favoriten:
E1. Club-Kick (elektronischer Four on the Floor Puls) oder die e-Bassdrum übernimmt während eines Formteils das akustische Pattern und orchestriert es anders. Boom auf die „1“ geht natürlich auch wunderbar mit dem linken Fuß!
E2. Foot-Clap (zusätzlicher elektronischer Layer: zur Backbeat Dopplung oder für ne starke „4“).
Der Vorteil des elektronischen Aufbaus: ein (All-in-One Trigger-) Pedal*, aber viele verschiedene Soundoptionen, die von Song zu Song, aber auch während eines Tracks gewechselt werden können.
* Ich verwende dafür gerne die alten Kat-Pedale FatKat und HatKat, mit ihrer super funktionalen Federkonstruktion, könnte mir aber auch gut aktuelle Trigger-Pedale vorstellen (Millenium, Roland KT-9, Triggera, Yamaha…)
A1. Akustische Clap-Nachbauten (hit a Crasher oder einen, mit nachrasselnden Schrauben befüllten Jamblock) oder Erinnerung an ein typisches Studio-Klischee, bei dem der Schellenkranz zur Dopplung der wichtigen Snareschläge benutzt wird.
A2. Zwar ohne Pedal, aber mit selbem Fersentritt, werden um den Fußknöchel gebundene oder auf den Oberschenkel abgelegte rasseln/Nüsschen/Glöckchen zum Klingen gebracht (siehe Tommy Baldu).

Als Alternative zur schräg zum Hihat-Pedal ausgerichteten Kombination aus Bassdrum Pedal und Percussion-Halterung finde ich die Idee des Ortega Cajon Pedals (left foot) sehr reizvoll. Dieses könnte parallel zur Hihat-Trittfläche positioniert werden, im Idealfall noch bequemer getreten werden.

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Weitere Idee gibt’s im Beitrag „Neue Aufgaben für den Linken„.

PS. Auch schön: Hackentrick präsentiert; Hall of Fame – die größten Fussball-Legenden und Hackentore

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Foot Claps

Juni 26, 2020

Wow, die neue Tama Sizzle Touch Drop Clutch bringt’s.
Egal, ob ich mit meinem linken Fuß ab und an einen Handclap triggern oder einen pulsierenden e-Kick-Layer addieren möchte, die Hihat-Schließung/Öffnung per Stockschlag funktioniert super smooth.

In puncto „Foot Clap“ möchte ich den Coron DC-890 vorstellen (dessen Zwillingsbruder mich schon vor Jahren aus einem Hamburger Schaufenster angelacht hatte).

Für mich ist dieser schmale 80er Kasten aus Japan eine der schönsten Stompboxes, sowohl optisch als auch funktionell: Der Taster, mit dem sich der typische analoge Clapsound auslösen lässt, läuft optimal leichtgängig. Parallel dazu kann man via Miniklinkenbuchse ein e-Pad zum Triggern anschließen. So dass, je nach musikalischer Situation bzw. getrommeltem Pattern, ein Klatschgeräusch mit  dem Fuß oder durch einen Stockschlag erzeugt werden kann!
PS. Weil ich selbst die Antwort auf die Frage der Stromversorgung nicht direkt finden konnte: Der Apparat benötigt entweder ein 9V Boss-Netzteil oder eine Batterie.

Ich werde mein künftiges Club-Setup wie folgt strukturieren:
Links neben der Hihatmaschine steht ein e-Kick-Pedal (Roland KT-10, FatKat, HatKat) dessen Triggerausgang zur AB-Box geschickt wird (Boss AB-2). Dort entscheide ich mich, ob ich elektronische Bassdrums (aus der Jomox Mbase01, Vermona Kick Lancet) oder liebe die Handclaps aus dem Coron tretend erklingen lassen will.

Aber hey, einfach rechts neben dem Kickpedal platziert, geht auch voll gut:

 

Four In The Floor?

Mai 21, 2020

gab’s auch (1969 von Shin-Ei)…

Und hier als Freeware Instrument für den NI KONTAKT Sampler.