Archive for the ‘E-Drum’ Category

Delay-Hats

Januar 20, 2019

Checke Möglichkeiten aus, mit nur einer Hand – in meinem Fall mit der linken – Trap ähnliche Hihats zu zocken.
Ganz einfach funktioniert die Kombination von e-Drum (ich nehme hier das Roland SPD-ONE und lade meine Lieblings Trap Hat – kurz & hoch – in den freien Sample Platz) und Digital Delay (16tel, mit ein bis drei Wiederholungen, Wet/Dry-Mix auf 50/50).
Damit werden luftig-gebrochene Achtel- und Sechzehntelfiguren getrommelt.

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Um – im Idealfall – zusammen mit Anne Nguyens Dance Company „Par Terre“ zu performen…

Ferien auf Ebeatsa

Januar 6, 2019

Der kalifornische Intellektuelle Hans Ulrich Gumbrecht formt im Trump-Gespräch ein einige tolle Gedanken, vor allem folgenden zwei, die sich dank minimaler Kürzung auch zur persönlichen Überprüfung eignen:

>>Man sollte sich nicht in eine Überzeugung von Trumps Unschlagbarkeit hineinsteigern – sonst wird sie zu einer jener Prophezeiungen, die ihr eigenes Wirklichwerden befördern.<<

>>Die Politik im Zeitalter von Twitter spielt sich zwischen subjektiven Impulsen und der Sehnsucht nach kollektiver Resonanzverstärkung ab. Vielleicht ist es ein Symptom dieser Zeit, keine langfristigen Perspektiven mehr zu haben.<<

-> OK: ich muss/will wieder ein Buch schreiben!


Andererseits sind ja gerade Ferien – Hurra! Sprich: sich treiben lassen, hier was lesen, da was hören, steht weit vor einem „das sollte gemacht werden“.

Also schaue ich mir die beiden Kurzfilme der französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric (aka The Blaze) an und mogle mich danach wieder in Das Leben des Vernon Subutex 3 rein.

Habe heute ansonsten verschiedenste Tipps und Shazam-Schnippsel vertieft – Tracks auf japanisch, lettisch, italienisch, brasilianisch (mit Jeff Pocaro – von Stephan Emigs liebstem Sergio Mendes Album) und schließlich noch „Miles Davis Quintet Freedom Jazz Dance: The Bootleg Series, Vol. 5“ – quasi Hörspiel mit Lerneffekt (wie Tony Williams Blakey-Triolen und Elvin-Triolen anbietet)…

Und dann gibt es ja noch das Forschungsprojekt: Beats without Cymbals
Mittlerweile habe ich zwei Vintage Superstar Floortoms (16″x16″ und 16″x16 Gongtom mit 18″ Fell) „aus dem Keller geholt und den Coron RDS durch das Bassmonster Jomox M-Base11 ersetzt.

Wildnis!

Januar 3, 2019

Hat mir beim Besuch der Wildnis Ausstellung am besten gefallen und passt hervorragend zum im Februar beginnenden Jahr des Schweins, Lin May Saeeds Metallarbeit „The Libe­ra­tion of Animals from their Cages XVII/Woman with Pig“:

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Weitere Highlights: (aber auch furchteinfößend), der Klang der Eisschmelze von Jacob Kirkegaard („MELT“, 2016), Gerhard Richters unscharfer „Tiger“ (1965), und Max Ernsts, „Die Lebensfreude“ (1937).

Im direkten Proberaumanschluss habe ich dann ähnlich wild getrommelt. Dafür erstmal mit dem Bolzenschneider das Gatter zum Doublekick-Areal geöffnet und neben die daraufhin verschlossene Hihat ein Roland KT-10 Fuss-Pedal gestellt! Als Klangerzeuger wurde mein Coron Drum Synthe RDS angeschlossen und los ging die Forschungsreise.

Zunächst mal pulsierende Viertel, mit typisch analogen e-Drum Kicks:

Aber dann, ganz simpel – mit nur einem Handgriff wird der OSC/NOISE BALANCE Regler zu Gunsten der Rauschfahne verdreht – kann ich – je nach NOISE DECAY – perkussive Akzente (Cabasa/ähnlich), elektronische Offbeats oder typisch elektronische Zweien und Vieren treten.

Jaja.. >>In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler […]<< (Schirn Presse Text)

vom Sechseck zum Raum

Dezember 13, 2018

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Da sollten doch die Herzen eines jeden Simmons-Fans, aller Dub-Begeisterten, Kunstmenschen und so mancher Literaturfreunde schneller schlagen:

Vasarelys Hat Leg (1971/72)
(noch bis zum 13.1.2019 im Frankfurter Städel Museum zu bestaunen)

Eine ganz andere Art des Raumgewinn praktizierte Dembélé beim beim Fussballspiel von Barcelona gegen Tottenham, wie taz-Autor Florian Haupt schön mehr als anschaulich zusammenfasst:

>>Pünktlichkeit ist sein Kardinalproblem; dahinter sollen nächtliche Zockerorgien mit den Kumpels an der Playstation stecken. Ob er dort auch ausprobiert, was er dann auf dem Platz aufführt?
Denkbar wäre es, denn das Tor, das er am Dienstag in der Champions League zur Führung gegen Tottenham Hotspur erzielte (Endstand 1:1), hatte man von einem real existierenden Menschen so noch nicht gesehen. Dembélé zog am eigenen Strafraum den Sprint zum Pressing an, eroberte an der Mittellinie den Ball gegen Kyle Walker-Peters, den er mit einer weiteren Beschleunigung auf dem Weg zum Strafraum abhängte. Dort angekommen, stoppte er von 100 auf 0, als würde er kurz den Finger vom Joystick nehmen, und vermied die abenteuerliche Sprunggrätsche des ­herangestürmten Winks, indem er durch eine trockene Finte den Ball auf den anderen Fuß legte. Mit diesem verwandelte er dann aus derselben Bewegung heraus.
Die Sequenz in Zahlen: 13 Sekunden, 7 Ballkontakte, 87,7 zurückgelegte Meter (davon 33,0 bis zur Balleroberung).<<

BopPad Ableton Remote

Dezember 6, 2018

Im Zuge der Einwechslung in die Decade-Tour ging es neben dem Drumpart auch um die Steuerung der Ableton-Zuspielung. Sprich, bei einigen Songs eine zusätzliche elektronische Begleitung zu starten (die in Form einer Stereosumme zum FOH und zusätzlich mit monofonem Einzähler-Click für die InEar-Hörer der anderen Musiker versendet wird) und je nach Song bei bis zu drei Cues in die entsprechenden Formteile zu wechseln.
Der eigentliche Nils Wülker Schlagzeuger Simon Gattringer hat dafür die Key-Commands Pfeiltasten und Enter auf der Laptoptastatur mit der linken Hand gedrückt. Eigentlich ein minimalistischer Ansatz der mir gut gefällt. Da für mich aber einiges an Neuen zu bewältigen war, suchte ich nach einer trommelbaren Variante.

Hier kommt das BopPad ins Spiel.

Mittlerweile habe ich dafür die perfekte Verpackung (eine gebrauchte Crumpler 13“ Laptophülle), sowie eine reisefreundliche Halterung gefunden (Tama Multiclamp plus LCYE Cymbal Holder), die an der Hihatmaschine festgemacht wird. Zudem dank einer Plastikunterlagscheibe das Schraubgewinde der BopPad-Halterung in den Griff bekommen (dieses hatte sich zuvor derart festgezogen, dass beim Abschrauben nur noch die Rohrzange geholfen hatte).

 

 

Die Schwierigkeit der BopPad Fernsteuerung liegt in der Begrenzung auf vier BopPad Presets bzw. 4 x 4 schlagbarer Events.
Bei meinen eigenen Projekten habe ich dadurch einen guten Weg gefunden, indem ich mittels Controller (K-Mix) pro Song eine Szene starte, mit dem BopPad dann jeweils dessen vier Pads zur Steuerung von bis zu vier Loops verwenden kann. Dabei sendet das BopPad pro Pad immer dieselbe Midinote, aber mit dem Szenestart wird diese (dank automatisiertem Pitch PlugIn) vor dem Loop ausführenden Drumrack direkt transponiert. Um den Drumrack-Loop  an und auszuschalten hilft das M4L PlugIn Note Toggle Drumrack Loop von Abletondrummer Tobi.

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Im aktuellen Fall geht es nun aber darum, verschieden Szenen mit dem BopPad zu triggern, im Idealfall mit einer gleichbleibenden Logik (Pad1 triggert Cue1… Pad4 triggert Cue4).

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Da ich kaum Zeit hatte, bin ich bei folgenem Ansatz gelandet:
Ich wähle die Song-startende Szene mit der Pfeiltaste an und starte sie mit Enter. In dieser Szene ist auch ein Midiclip, der dem BopPad den ProgramChange mitteilt, welches seiner vier Presets verwendet werden soll.

Leider muss ich mit dieser Lösung nach vier Playbacks den Ableton-Song wechseln – egal, denn hier geht es ja nur um insgesamt sieben Titel mit Computer-Begleitung.

PS. wie auf dem Foto zu erkennen ist, experimentiere ich gerade mit dem JHS Panther Cub V2 Delay – einer tap-baren analogen Eimerkette, die mir gut gefällt (obwohl bzw. gerade weil sie nicht in die Selbstoszillation rutscht).

Auch am Big Fat Snare Drum Donut habe ich Gefallen gefunden.

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PPS. Selbst unterwegs kann der 6.12. speziell sein. So stand nicht nur vor der Hotelzimmertüre ein schokoladiger Nikolaus, auch Daniel Stiers wunderbare Offenbach-Fotostrecke im Zeitmagazin (29.11.18) erzeugt ein warmes Bauchgefühl im Bus

PPPS: noch ein intensiver Song mit viel Spielfreude – war neuliche eine eins a Einstimmung für den Gig – für all die ungefüllt gebliebenen Schuhe:

PPPS. wäre auch schön, ein verspielt-vertäumter (Nikolaus)tag à la Egon Schiele (aus Florian Illies „1913“)

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aushelfen, feiern, Bass spielen, gewählt werden

Dezember 2, 2018

Der kurzfristige Quereinstieg kostet immer mächtig viel Kraft und Konzentration, aber deutlich mehr Rock’n Roll ist ein Kindergeburtstag im Rutschenparadies, mit anschließender Übernachtungsparty…

In beiden Extremsituation jedoch hilfreich: ein gutes Buch zum Runterkommen (momentan Illies‘ 1913), oder ein kleiner Bassgroove kurz vor dem Einschlafen.
Hurra, endlich ist wieder ein Preci im Haus!

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Aber hey: heute ist Offday, gemütlicherweise erster Advent und nach der eben eingetrudelten Nominierung bei der Wahl zum „E-Drummer of the year“ auch alles weitere eindeutig angenehm 🙂

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Strike Pad

November 26, 2018

Mit dem Strike Multipad hat Alesis einen direkten SPD-SX Konkurrenten ins Rennen gebracht – Abletondrummer Tobi hat schon mal einen quick check durchgeführt.

Offensichtliches Plus: bunte Lampen für die optische Kontrolle…

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IDee Jazz und das ungehörte Pad Fill-In

November 12, 2018

Das Zeitgefühl ist speziell, für mich jedenfalls alles andere als linear. Beim Musikmachen gibt es diesbezüglich glücklicherweise ein paar helfende Kunstgriffe, bei der letzten Reise ist es mir aber wieder mal völlig entglitten.
OK, es waren vier Tage mit vier unterschiedlichen Kapellen. Sprich, im Kopf musste Tag für Tag der Schalter (der Setliste entsprechend) neu umgelegt werden, beim Reisen immer wieder abgewogen werden, wann die Fahrzeit zum Ausruhen/Schlafen, wann zur Vorbereitung genutzt werden sollte – letztlich verabschiedet man sich dadurch ruckzuck von der klassischen Tag und Nacht Unterteilung…

Anyway, dank bestmöglicher Ernährung, unterstützender Momente* und Mentalideen**, hat es bestens funktioniert, dass die nötige Energie zum jeweiligen Konzertbeginn parat war.
Und ich hatte großen Spaß mit Hattler (im vollen und emotional aufgewühlten Franz K.), mit Peter Wölpl beim 29. Münchner Jazzfest (sogar gezeichnet!), mit DePhazz auf dem IDeeJazz Festival im estnischen Narva und schließlich mit Fola Dada (Ulf Kleiner, Joo Kraus und Krischan Frehse) bei den Frankenthaler Jazztagen.

Mein Blog relevantes Highlight jedoch war folgende Vocal-Dub-Neuentdeckung:
Ich musste ja hinsichtlich meines elektronischen Equipments einen Kompromiss finden,  der allen Bands gerecht wird ohne die flugbestimmten 23 Kg zu überschreiten.
So habe ich letztlich nur meinen Rechner, Boss Echo und A/B-Box, sowie Keith McMillens K-Mix und BopPad eingepackt (also die Luminos W Abteilung).
Für Hattler war nur mein RME Babyface zu ersetzen, bei Fola brauchte ich lediglich Echodrums ohne Computer, aber für den DePhazz-Gig musste ich etwas tüfteln:
Zuerst musste der K-Mix die Funktion meines sonstigen InEar-Mixers übernehmen (drei Kanäle für Clicktrack, Playback und Monitor-Feed). Das Drum-Delay verkabelte ich direkt (e604 in A/B-Box > Input A  RE-20 > DI-Box), für die Vocal-Dubs von Pat schickte ich ihr gesplittetes Signal durch Ableton, um es dort – gefangen von einem Gate – via Stockschlag auf das BopPad – so lässt sich dank des Sidechain das Gate öffnen – freizulassen bzw. in den Input B des Echogeräts zu schicken.
Im Prinzip dieselbe Architektur wie bei den Reverb-Shots mittels Ableton/e-Pad.
Auch wenn dieser Ansatz anders funktioniert, als wenn ich für die gewünschte Dauer des Gesang-Schnippsels einen Send-Button drücke, klingt das häppchenweise gesendete Signal sehr dubbig. Die Formel lautet: je länger der Wortbeitrag sein soll, desto länger muss ich auf das Pad einschlagen, je zusammenhängender, desto schneller…
Fühlt sich vor allem organisch an, wenn einfach im Tempo nur eine unhörbares Fill-In auf dem Pad getrommelt werden muss!

Ach ja, ein schönes Bassdrop-Sample wollte ich selbstverständlich auch triggern können. Letztlich wurde die obere Hälfte des BopPad Kreises zum Dubben, die untere zum „Boomen“ vorbereitet.
das war nun mein heimlicher Beitrag zum diesjährigen Ableton Loop Summit

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* Geburtstags-Schneckennudel mit Patenkind Iria, die Schlussphase von Bayern München gegen Dortmund, russisch kommentiert (Narva liegt direkt an der Grenze), frühmorgentliches Tischtennis mit Ulf im Flughafen von Tallinn, „world’s cosiest airport“ (die Platte muss in der pingpongmap.net noch nachgetragen werden).

* * … und immer wieder angelesene Schlauheiten, diesmal aus David Schalkos „Frühstück in Helsinki“:
>>Mit geschlossenen Augen saß sie auf einer kleinen Anhöhe und starrte auf die Felsbrandung von Eastbourne.
– Was machst du hier?
– Ich genieße die Luft des Meeres.
– Aber hier ist doch kein Meer.
– Wenn du mit offnen Augen nichts sehen kannst, dann solltest du sie schließen, Idiot.<<

analogue is cool again

November 1, 2018

„Analogue is cool again“ ist die Überschrift des Artikels von Allan Leibowitz im aktuellen digitalDrummer Magazin (bei dem ich auch meine analogen Lieblinge vorstellen durfte).

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Vor allem eine schöne Rampe für die Titelstory mit Wolfgang Flür, dessen Funktion bei Kraftwerk als Schlagzeuger und konstruktiver Bastler umschrieben werden könnte.
Legendär, sein Stricknadel-E-Drum, mit dem er die Sounds eines umgebauten Farfisa Rhythm 10 Rhythmusklopfers trommelnderweise – dank Metall auf Metall – auslösen konnte. Geschickterweise lässt sich die Feuertaufe dieses DIY-Drumsets – sie ist 45 Jahre her –  noch im YT nachschauen:

PS. Als ich meinen Text und das passend dafür gestellte Foto mit Vermona Lancet und dem Karl Bartos Buch im Hintergrund nach Australien mailte, wusste ich nichts vom Flür Titel. Der „Der Klang der Maschine“ war zufällig meine derzeitige Lektüre und ein Kraftwerk-Bezug passte meiner Meinung nach bestens zum Fragebogen 🙂

THE Tony Williams Album?

Oktober 15, 2018

Kaum wird das Wetter etwas herbstlicher, finde ich einen schönen Instagram-Post zum reinlegen:

Nefertiti“ ist der einhellige Spitzenreiter (u.a. auch von Mr. Colaiuta), ich entscheide mich für das erste (?) Tony Williams Album mit Simmons und-Drumcomputer-Beteiligung. („Foreign Intrigue“ von 1985) Die Wahl begründet sich in seiner Einstellung, als Jazz-Meister mit dem davon weit entferntesten Instrumentarium zu experimentieren (siehe auch Modern Drummer Interview 6/1984)…