Archive for the ‘E-Drum’ Category

ohne A, deutlich angenehmer

April 1, 2020

Ich klaue dem Virus ein A und mache daraus einen Aprilscherz, auf dass der Wüstling in einem markerschütternden „Piuu“ in sich zusammenfällt!

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Like a thief in the Night

März 24, 2020

Manu Dibango ist im Alter von 86 Jahren in seiner Wahlheimat Paris an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus verstorben.
Heute Abend (siehe unten) lege ich Mike Longos „Like a thief in the Night“ – auch ihn hatte der Virus tödlich getroffen – und zwei „Soul Makossa“ Versionen auf: Die von Moodymann gepostete, mit den Fania All Stars und jene, die mich schon durchs Auflisten ihres Line-Ups überzeugt: mit Bootsy Collins, Robbie Shakespeare (Bass), Sly Dunbar (Simmons), Herbie Hancock (Piano), D.St. (Turntables) und Bill Laswell (Produzent).
Jetzt erklingen „Electric Africa“ (wegen Hancock), „Afrovision“ (wegen der Cover Fotos) und „Gone Clear“ (wegen Jamaika & Dunbars E-Drum-Fills):

 

>>Manchmal, wenn du zehn große uckermärkische Eier aus der Box nimmst und zwei Euro oder auch mal zwei zwanzig dalässt, hörst du im Innenhof die Hühner gackern. Kaufst Du nachts, hörst du im Haus Musik. Heute ist das so. Heute Nacht spielt bei Ditzsche Musik, und hinter den Gardinen bewegen sich Schemen und wischen Sohlen über Dielen.<<
Saša Stanišić „Vor dem Fest“ (Seite 175)

Geht auch ohne unangenehme Todesmeldung: einfach den Nachnamen austauschen und loslegen…

SPD-SX als 4-Kanal-Interface für Ableton

März 16, 2020

Der Abletondrummer Tobi erklärt, wie sich das Roland SPD-SX im Verbund mit einem Ableton-Rechner so nutzen lässt, dass durch das Multipad die Stereosumme zur PA geschickt wird und Du im Kopferausgang (zusätzlich) einen Clicktrack hören kannst.

MOV und POW!

März 2, 2020

Als wir am Samstag Wolfgang Schmids neuen Song „POW“ anprobten, dachte ich ganz verträumt an Roy Lichtenstein. Erst während Peters Ansage beim Konzert erreichte mich der wachrüttelnde Kinnhaken – nun hatte auch ich verstanden, dass der Titel einfach eine Abkürzung für Peter, Oli und Wolfgang ist.
Keine 24 Stunden später will ich das grüne Eintrittsband entfernen, entdecke dabei den Aufdruck MVO und denke direkt an Matthias Vogt und unser anstehendes Konzert im Museum für angewandte Kunst – dabei kam ich eben von dort, vom Besuch des Moritz von Oswald Sets…

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Weniger verpeilt nun die Ankündigung einiger interessanter März-Konzerte in Frankfurt.
Ich selbst trommle bei folgenden:
DI 03.03.20 Der Temporäre Elektronische Salon (Bartkuhn, Leicht, Rubow) @ ono2 / 21h
MI 04.03.20 A Coral Room (Vogt, Leicht, Rubow) @ MAK / 18h
FR 13.03.20 Kopffarben, Abelein & Rubow @HfMDK / 20h
SA 14.03.20 Kopffarben, Abelein & Rubow @HfMDK / 20h
SO 15.03.20 A Coral Room (Vogt, Leicht, Rubow) @ Rind, Rüsselsheim

Dann möchte ich auf meine persönlichen Highlights der von „El Barrio“ präsentierten Konzerte (im Rahmen der „Ich wünschte“ Ausstellung des MAK) hinweisen:
SA 29.02.20 Kabuki (unser Buddy aus dem Temporären Elektronischen Salon)
SO 01.03.20 Moritz von Oswald – war scho(e)n und sehr inspirierend!
DO 05.03.20 Andi Haberl Solo (Schlagzeug mit elektrischen Sensoren) / 18h
SO 08.03.20 Melt Trio (mit Moritz Baumgärtner am Schlagzeug) / 19h
SO 08.03.20 Ensemble Modern mit Jan Bang (und dessen legendärem Live-Sampling via Akai RMX-16) / 21h

Hey, und Adam Deitch kommt auch noch, am
SA 07.03.20 Lettuce @ Nachtleben / 19.30h

Zucchini und Reime

März 1, 2020

War mal wieder ein schöner Ausflug in den Red-Horn-District! Intensives Konzert und neue Entdeckungen, wie zum Beispiel ein Reco-Reco aus Metall (welches sich auch als Federhall bzw. Trash-Tool interpretieren und betrommeln lässt), der analoge Delptronics Thunderclap sowie folgender Satz von Saša Stanišić:
>>Er sagt: »Der Wein kommt vom Rhein.« Das wiederhole ich mehrmals lautlos, da ich aus dem Essay im Supermarkt-Journal weiß, dass Zucchini und Reime eine entspannende Wirkung haben.<<

Händeklatschen und Artverwandtes gab es reichlich: Publikum (klar), mein Clash-Stack, das direkt eingebundene Reco-Reco, das Roland SPD:One Electro und schließlich, den nach dem Konzert von Tobi direkt zum Testen herbeigeholte Thunderclap. Um den Kreis zu vervollständigen packe ich noch ein Foto meines Lieblings-Claps ans Beitragende. Sollte mir jemand diese formvollendete Schönheit – ein sowjetischer Lell KL Clapper – verkaufen wollen, ich würde sie direkt rahmen lassen und mir übers Bett hängen.

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SPD-SX Backup Load

Februar 27, 2020

Bin ja neulich mal wieder sehr kurzfristig eingesprungen. Pattern und Arrangements zu checken betraf dabei nur einen Teil der Vorbereitungen,  im anderen ging es darum die elektronischen Komponenten des hybriden Setups an den Start zu bringen. Unter anderem auch ein Roland SPD-SX.
Das wiederum hatte ich längere Zeit nicht mehr im Einsatz, weswegen mich das Aufspielen des von Philo verschickten Backups diverse Anläufe gekostet hat.
Deswegen schreibe ich mir jetzt einen Reminder fürs nächste Mal 🙂

Einmal das Prozedere mit der von Roland mitgelieferten Software. Dabei nicht wundern, fall nach dem Apfel-L „load all“ Befehl das auszuwählende Backup-File hellgrau und vermeintlich unauswählbar erscheint, funktioniert dennoch…

loading a backup via wave manager

Alternativ dazu ein Workaround mit dem SPD-SX Editor:

backup with spd-sx editor

Der Hüllkurvenfolger

Februar 27, 2020

Larnell Lewis, hier im Drumeo Talk mit e-Drums und Effekten.
Bei 39.48′ schaltet er seinen Delay-Effekt für die speziell abgenommenen und digitalisierten Gen16-Becken ein. Anschließend wird mit Envelope Follower* (EHX Micro Q-Tron) und Echo (Line6 Echo Park) gespielt.

* >>Hüllkurvenfolger werden verwendet, um den Lautstärkeverlauf eines Audiosignals in ein Steuersignal umzuwandeln, zB wird in einer Filterbox mit diesem Signal die Filter Eckfrequenz gesteuert, es öffnet sich also mehr, je „lauter“ es innerhalb des Signals wird. Das Signal kann ein Schlagzeugloop oder auch eine Singstimme oder jedes andere Klangsignal sein.<< Synthesizer Wiki/Sequencer.de

Clash Cymbal

Februar 25, 2020

Ich habe mir doch neulich das Tiny Desk Konzert der Drumhedz angeschaut und war von den beiden Clap Stacks der Rhythmusmacher klanglich sehr angetan, so dass ich gestern mal die verschiedensten Kombinationen (von nicht verbogenen) Becken getestet habe.
Letztlich brauche ich für einen zufriedenstellenden Sound 4 Meinl Becken (beide Teller des 12″/10″ Generation X Electro Stack, das 14″er Bottom von Bennys Trash Hats und ein 10″ Candela Percussion Splash), sowie 1 „Stiel loses“ Meinl Kessing on top.

Dünne, trashig und trockene Becken (also eigentlich all die gelöcherten Kandidaten), bestimmt auch billiges Blech, funktionieren für diese Aufgabe am besten, da sie wenig „Ping“, dafür einen tief-fauchigen, natürlichen Hall liefern.
Aus optischen Gründen hatte ich all meine China-Typen herausgesucht – sie kommen formal der Istanbul-Vorlage (die ich leider in echt noch nicht gehört habe) am nächsten.
Schließlich habe ich noch ein mitrasselndes Kessing (durch ein Beckenfilz vom restlichen Stapel getrennt) auf die Spitze meines „Clash Stacks“ gesetzt – für weitere und vor allem hochfrequente Raumanteile.

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Ich habe mir neulich das Tiny Desk Konzert von #chrisdaddydave und seinen Drumhedz angeschaut und war von den beiden Clap Stacks klanglich angetan, so dass ich gestern mal die verschiedensten Kombinationen (von nicht verbogenen) Becken getestet habe – letztlich brauche ich 5 Becken und 1 Kessing. Um so mehr freue ich mich jetzt aber bei jeder Snare- oder Rim-Dopplung! Und: Mein neues „CLASH CYMBAL“ kann sogar zwei Sounds, je nachdem ob ich auf das kleine Splash oder den unteren China-Rand ziele 🙂 #meinlcymbalsgermany #meinlpercussion #kessing #generationxelectrostack #generationxtrashhat #candelasplash #thedrumsounds #twofer #fakeelectronicclap #onehandedhandclap #clapstackhack #clashcymbal @norbert_at_meinl @hannes_at_meinl

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Anyway, ich freue ich mich jetzt bei jeder elektronisch angehauchten Snare- oder Rim-Dopplung!
Und hey, dieser Clap-Stack-Hack kann sogar zwei durchsetzungsfähige Sounds, je nachdem ob ich auf das kleine Splash oder den unteren China-Rand ziele 🙂

angenehm wolkig

Januar 26, 2020

Zuganreise ins Frankenland, leichter Nebel und immer wieder schöne Eisblumen. Dazu höre ich Pat Methenys „Airstream“ (mit der für mich schönsten Stelle bei 4.01‘) und lese auf dem Einband von Sophie Calles „Adressbuch“:
>>Dieser Mann ist eine „Wolke in Hosen“<<


Dann der Meinl News Day mit vielen tollen Trommler-Freunden und guten neuen Sounds (mir gefielen zwei Kleinigkeiten, die locker in mein Rückreisegepäck gepasst hätten: die 14“ Tama Kick aus dem Jam-Club-Flyer Kit mit Beckenarm und ein 10″ Vintage Trash Splash).
Aber die wirkliche Rettung (des heutigen Gigs mit dem „temporären elektronischen Salon“) kam aus den Händen von Stephan Hänisch, der mir ein paar Ersatzfedern mitgebracht hat.
(Denn beim letzten Gig hatte mir ein Federriss im ersten Song das Basstrommelkonzept etwas durcheinandergebracht – glücklicherweise hatte ich noch eine e-Kick dabei…)
Und die gepimpte Camco läuft wieder 🙂

 

Rest in Peace, Pratt

Januar 10, 2020

Mit einem energiegeladenen Foto und der Tom-Sawyer-Air-Drumming Performance von Josh Freese lässt’s sich leichter Neil Peart eine gute Reise wünschen…

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Obschon ich nie wirklich „Rush“ gehört habe, gefällt mir selbstverständlich Neil Pearts Neugierde und Aufgeschlossenheit bzw. der daraus entstandene Hybrid Ansatz. Und so höre ich mich nun, dank der auf den einschlägigen Fanseiten bestens dokumentierten Equipment-Listen, durch die trommel-elektronisch angereicherten Produktionen und Tour-Dokumente.
Ich beginne mit „A Red Sector“ von der 84er „Grace under Pressure“ Tour (mit schickem Tama Pre-Artstar/Simmons Kit):

Dann noch „Big Money“ mit eigenen Samples auf den SDS-7 Eproms:

PS. Pratt = Neil Peart’s nickname.
„Over the years, I have been called … Pratt, which was a play on the various butcherings of my simple Anglo-Saxon surname, „Peert,“ which the other guys were amused to hear everybody, from hotel staff to fans, insist on pronouncing „Pert,“ „Part,“ „Pairt,“ and even „Pee-art.“ (I prefer to think my friends‘ choice of nickname for me has no relation to the English slang word „prat,“ meaning „ass.“) … Pratt was the name that endured …“ — Neil Peart, „Roadshow“