Archive for the ‘E-Drum’ Category

dank fünffachem-Vorschlag zum 808-Clap

März 12, 2019

Robert Henke erklärt gleich am Anfang seines Videos, was den TR-808 Clap eigentlich ausmacht, etwas vereinfacht: ein fünffacher-Vorschlag aus Noise…
Freue mich auf Klangexperimente mit einer von diversen Shakern belegten Snaredrum und mehreren Delay-Geräten.

mesh & pitching Drumheads

März 10, 2019

Lesen und lernen im Internet ist toll, rausgehen in der Welt und einfach sprechen aber auch! So habe ich gestern beim Hattler Konzert in Geislingen* Jürgen Hasenmaier kennengelernt, deutscher E-Drum-Spezialist, der mit seinem Axis-Vertrieb langjähriger Ddrum Partner war und mit DDT das Patent der Meshhead-Felle besaß bzw. es an Roland lizensierte. Und da das Patent vor kurzem ausgelaufen ist, nehmen nun einige Hersteller diese Technologie in ihrem Portfolio auf. Zack, steht das Soundoff auch auf meiner Evans-Bestell-Liste.

Bis die Gewebe-Felle bei mir in Frankfurt sind, experimentiere ich noch ein wenig mit den Big Fat Snare Drum Auflagen und ermittle den Pitch-Faktor meiner Probanden:

* PS. um die Ecke, in Bad Überkingen gibt es ein putziges Thermal-und ErholungsbadAdelheid-Heilwasser inklusive.

PPS. Rausgehen lohnt, Part II: habe aus dem Kassler Theaterstübchen ein älteres Jazz Thing Leseexemplar (Nr.124) für die Badewanne mitgenommen und prompt ein ebenso kurzes, wie kurzweiliges Interview mit Lee Konitz gelesen. Es endet abrupt, weil der betagte Musiker einfach mitten im Satz eingeschlafen ist (klar, er war auch am davorigen Abend aus & feiern!)

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>>Als ich einmal mit ihm [Charlie Parker] zusammen im Birdland spielte, hatte er Probleme mit seinem Altsaxofon und fragte, ob er sich meins ausleihen könne. Ich war überwältigt, was er aus meinem Instrument rausgeholt hat. Als er es mir zurück gab, sagte ich, dass ich es toll fände, wenn er ein bisschen von dem tollen Solo für mich im Horn lassen könnte.<<

Cure White Noise

Februar 26, 2019

Durch Zufall erblickte ich in der YouTube-Nächstes-Lied-Spalte ein 81er-Cure Livemitschnitt von „A Forest“, auf dessen Vorschaubild eindeutig ein Drumsynth* aus Lol Tolhurts Rototom-Wald herausstach, der für astreines Weisses Rauschen (z.B. bei 1.32′) gebraucht wurde.

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Wow – da muss ich direkt gegenchecken mit dem Drumsound des dazugehörigen Studioalbums „Seventeen Seconds“ von 1980:
>>“It really was the drum sound that largely defined the album’s sonic direction,“ continues Hedges, whose assistant Mike Dutton was credited as co-engineer. „The C-ducer contact mic had just arrived on the scene at that time, and after testing it in another studio I decided to mic the entire drum kit with C-ducers. I had initially tested the mic on other instruments, not drums, but then when I briefly tested it on drums I thought ‚God, they sound fantastic like that.‘ There’s absolutely no spill between the different drums when you use a C-ducer — each drum is completely separate. Every part of the kit was therefore miked with C-ducers — kick, snare, hi-hat, three or four Rototoms and two crash cymbals — and this gave us a very, very contained drum sound with no space at all. Everything is right up close, there’s no ambience whatsoever, and we then used reverbs and delays to give us the shapes and the sizes. I think the fact that the drums had such little ambience and were so sterile and cold really set up the mood we loved.
„Having recorded the cymbals this way, we also did cymbal overdubs because we wanted a very, very heavily compressed sound that had total sustain. You can hear that on a couple of songs, including ‚Play For Today‘ — when the cymbals crash there’s a click followed by a long, long sustaining cymbal, which is three 1176 compressors in a row. It hisses for about 20 seconds.“<< Quelle: Soundonsound/Classic Tracks

* letztlich wares es wohl drei separate Drumsynthesizer mit intergrierter Schlagfläche: zwei JHS SD-1 Pro-Rhythm Drum Synths, und eine Syndrum Synare-3X (?) aus deren Preset-Menü das Weisse Rauschen hätte kommen können:

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klangästhetisches Äquivalent zu Besenfrisur und Schulterpölsterchen?

Januar 25, 2019

Kevin Coyne ist bei mir in den Mid-Eighties verankert. Ich erinnere mich dunkel an das WAAhnsinn-Album und die „Rolling Stone“ Performance mit BAP, so dass ich die Hommage an den 2004 verstorbenen Singer Songwriter vor allem wegen der sagenhaften Schreibe von Karl Bruckmaier gelesen habe.

>>Die Alben, die immer noch regelmäßig erschienen, litten in den Achtzigern unter zweierlei: Zum einen schreckte Kevin nicht davor zurück, den klangästhetischen Äquivalenten zu Besenfrisur und Schulterpölsterchen nachzugeben (Linn Drums etwa), zum anderen ließ er jetzt seiner Abneigung gegen Produzenten freien Lauf. Er hasste es, Songs mehrmals aufzunehmen, an der Musik zu arbeiten, überhaupt sich groß vorzubereiten, sondern spielte Musik ein, wie andere eine Bank überfallen: rein, rumschreien, raus, fertig. Schließlich war das seine Stärke – mit der Hand in die Luft zu greifen und aus ein paar wenigen Wörtern einen Charakter schaffen, der das Gegenüber faszinieren konnte. Eine Figur, die sofort zu leben anfing, wenn Kevin den Mund aufmachte.<< (aus „Same same but different“ taz, 25.01.19)

Doppel R

Januar 25, 2019

RR scheint meine Buchstabenkombi des Tages zu sein:
Auf der Namm Show reiten mich nämlich bisher nur zwei Neuerscheinungen. Einmal das Roland Triggermodul, ein Bodentreter namens TM-1 und das Rose (Bit Bucket) Delay von Eventide.
Später treffe ich mich mit Ulf , um unter dem Doppel-R-Kürzel als KleineR Rubow Musik zu machen.
Und die Querverbindung zu Rolls Royce schafft mit dem Namen der Kühlerfigur ein vortreffliches Motto für unseren Jam: Denn Emily heißt mit vollem Namen: The Spirit of Ecstacy

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PS. auf der Fahrt zum Proberaum hatte ich Radio-X eingeschaltet und zufällig lief Michael Rüttens „Soulsearchin“ Sendung. Dabei kam ich den Genuß von Mark Ernestus’ Ndagga Rhythm Force:

und erfuhr von Tony Allens Tribute to Art Blakey.

Afrobeats ohne RR, dafür aber mit einer weiteren Überraschung, dass ich aam Montag Mark und die Ndagga Rhythm Force live erleben kann (Zoom, Frankfurt, 21h). Tschaka Yeah!

Delay-Hats

Januar 20, 2019

Checke Möglichkeiten aus, mit nur einer Hand – in meinem Fall mit der linken – Trap ähnliche Hihats zu zocken.
Ganz einfach funktioniert die Kombination von e-Drum (ich nehme hier das Roland SPD-ONE und lade meine Lieblings Trap Hat – kurz & hoch – in den freien Sample Platz) und Digital Delay (16tel, mit ein bis drei Wiederholungen, Wet/Dry-Mix auf 50/50).
Damit werden luftig-gebrochene Achtel- und Sechzehntelfiguren getrommelt.

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Um – im Idealfall – zusammen mit Anne Nguyens Dance Company „Par Terre“ zu performen…

Ferien auf Ebeatsa

Januar 6, 2019

Der kalifornische Intellektuelle Hans Ulrich Gumbrecht formt im Trump-Gespräch ein einige tolle Gedanken, vor allem folgenden zwei, die sich dank minimaler Kürzung auch zur persönlichen Überprüfung eignen:

>>Man sollte sich nicht in eine Überzeugung von Trumps Unschlagbarkeit hineinsteigern – sonst wird sie zu einer jener Prophezeiungen, die ihr eigenes Wirklichwerden befördern.<<

>>Die Politik im Zeitalter von Twitter spielt sich zwischen subjektiven Impulsen und der Sehnsucht nach kollektiver Resonanzverstärkung ab. Vielleicht ist es ein Symptom dieser Zeit, keine langfristigen Perspektiven mehr zu haben.<<

-> OK: ich muss/will wieder ein Buch schreiben!


Andererseits sind ja gerade Ferien – Hurra! Sprich: sich treiben lassen, hier was lesen, da was hören, steht weit vor einem „das sollte gemacht werden“.

Also schaue ich mir die beiden Kurzfilme der französischen Cousins Guillaume und Jonathan Alric (aka The Blaze) an und mogle mich danach wieder in Das Leben des Vernon Subutex 3 rein.

Habe heute ansonsten verschiedenste Tipps und Shazam-Schnippsel vertieft – Tracks auf japanisch, lettisch, italienisch, brasilianisch (mit Jeff Pocaro – von Stephan Emigs liebstem Sergio Mendes Album) und schließlich noch „Miles Davis Quintet Freedom Jazz Dance: The Bootleg Series, Vol. 5“ – quasi Hörspiel mit Lerneffekt (wie Tony Williams Blakey-Triolen und Elvin-Triolen anbietet)…

Und dann gibt es ja noch das Forschungsprojekt: Beats without Cymbals
Mittlerweile habe ich zwei Vintage Superstar Floortoms (16″x16″ und 16″x16 Gongtom mit 18″ Fell) „aus dem Keller geholt und den Coron RDS durch das Bassmonster Jomox M-Base11 ersetzt.

Wildnis!

Januar 3, 2019

Hat mir beim Besuch der Wildnis Ausstellung am besten gefallen und passt hervorragend zum im Februar beginnenden Jahr des Schweins, Lin May Saeeds Metallarbeit „The Libe­ra­tion of Animals from their Cages XVII/Woman with Pig“:

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Weitere Highlights: (aber auch furchteinfößend), der Klang der Eisschmelze von Jacob Kirkegaard („MELT“, 2016), Gerhard Richters unscharfer „Tiger“ (1965), und Max Ernsts, „Die Lebensfreude“ (1937).

Im direkten Proberaumanschluss habe ich dann ähnlich wild getrommelt. Dafür erstmal mit dem Bolzenschneider das Gatter zum Doublekick-Areal geöffnet und neben die daraufhin verschlossene Hihat ein Roland KT-10 Fuss-Pedal gestellt! Als Klangerzeuger wurde mein Coron Drum Synthe RDS angeschlossen und los ging die Forschungsreise.

Zunächst mal pulsierende Viertel, mit typisch analogen e-Drum Kicks:

Aber dann, ganz simpel – mit nur einem Handgriff wird der OSC/NOISE BALANCE Regler zu Gunsten der Rauschfahne verdreht – kann ich – je nach NOISE DECAY – perkussive Akzente (Cabasa/ähnlich), elektronische Offbeats oder typisch elektronische Zweien und Vieren treten.

Jaja.. >>In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler […]<< (Schirn Presse Text)

vom Sechseck zum Raum

Dezember 13, 2018

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Da sollten doch die Herzen eines jeden Simmons-Fans, aller Dub-Begeisterten, Kunstmenschen und so mancher Literaturfreunde schneller schlagen:

Vasarelys Hat Leg (1971/72)
(noch bis zum 13.1.2019 im Frankfurter Städel Museum zu bestaunen)

Eine ganz andere Art des Raumgewinn praktizierte Dembélé beim beim Fussballspiel von Barcelona gegen Tottenham, wie taz-Autor Florian Haupt schön mehr als anschaulich zusammenfasst:

>>Pünktlichkeit ist sein Kardinalproblem; dahinter sollen nächtliche Zockerorgien mit den Kumpels an der Playstation stecken. Ob er dort auch ausprobiert, was er dann auf dem Platz aufführt?
Denkbar wäre es, denn das Tor, das er am Dienstag in der Champions League zur Führung gegen Tottenham Hotspur erzielte (Endstand 1:1), hatte man von einem real existierenden Menschen so noch nicht gesehen. Dembélé zog am eigenen Strafraum den Sprint zum Pressing an, eroberte an der Mittellinie den Ball gegen Kyle Walker-Peters, den er mit einer weiteren Beschleunigung auf dem Weg zum Strafraum abhängte. Dort angekommen, stoppte er von 100 auf 0, als würde er kurz den Finger vom Joystick nehmen, und vermied die abenteuerliche Sprunggrätsche des ­herangestürmten Winks, indem er durch eine trockene Finte den Ball auf den anderen Fuß legte. Mit diesem verwandelte er dann aus derselben Bewegung heraus.
Die Sequenz in Zahlen: 13 Sekunden, 7 Ballkontakte, 87,7 zurückgelegte Meter (davon 33,0 bis zur Balleroberung).<<

BopPad Ableton Remote

Dezember 6, 2018

Im Zuge der Einwechslung in die Decade-Tour ging es neben dem Drumpart auch um die Steuerung der Ableton-Zuspielung. Sprich, bei einigen Songs eine zusätzliche elektronische Begleitung zu starten (die in Form einer Stereosumme zum FOH und zusätzlich mit monofonem Einzähler-Click für die InEar-Hörer der anderen Musiker versendet wird) und je nach Song bei bis zu drei Cues in die entsprechenden Formteile zu wechseln.
Der eigentliche Nils Wülker Schlagzeuger Simon Gattringer hat dafür die Key-Commands Pfeiltasten und Enter auf der Laptoptastatur mit der linken Hand gedrückt. Eigentlich ein minimalistischer Ansatz der mir gut gefällt. Da für mich aber einiges an Neuen zu bewältigen war, suchte ich nach einer trommelbaren Variante.

Hier kommt das BopPad ins Spiel.

Mittlerweile habe ich dafür die perfekte Verpackung (eine gebrauchte Crumpler 13“ Laptophülle), sowie eine reisefreundliche Halterung gefunden (Tama Multiclamp plus LCYE Cymbal Holder), die an der Hihatmaschine festgemacht wird. Zudem dank einer Plastikunterlagscheibe das Schraubgewinde der BopPad-Halterung in den Griff bekommen (dieses hatte sich zuvor derart festgezogen, dass beim Abschrauben nur noch die Rohrzange geholfen hatte).

 

 

Die Schwierigkeit der BopPad Fernsteuerung liegt in der Begrenzung auf vier BopPad Presets bzw. 4 x 4 schlagbarer Events.
Bei meinen eigenen Projekten habe ich dadurch einen guten Weg gefunden, indem ich mittels Controller (K-Mix) pro Song eine Szene starte, mit dem BopPad dann jeweils dessen vier Pads zur Steuerung von bis zu vier Loops verwenden kann. Dabei sendet das BopPad pro Pad immer dieselbe Midinote, aber mit dem Szenestart wird diese (dank automatisiertem Pitch PlugIn) vor dem Loop ausführenden Drumrack direkt transponiert. Um den Drumrack-Loop  an und auszuschalten hilft das M4L PlugIn Note Toggle Drumrack Loop von Abletondrummer Tobi.

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Im aktuellen Fall geht es nun aber darum, verschieden Szenen mit dem BopPad zu triggern, im Idealfall mit einer gleichbleibenden Logik (Pad1 triggert Cue1… Pad4 triggert Cue4).

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Da ich kaum Zeit hatte, bin ich bei folgenem Ansatz gelandet:
Ich wähle die Song-startende Szene mit der Pfeiltaste an und starte sie mit Enter. In dieser Szene ist auch ein Midiclip, der dem BopPad den ProgramChange mitteilt, welches seiner vier Presets verwendet werden soll.

Leider muss ich mit dieser Lösung nach vier Playbacks den Ableton-Song wechseln – egal, denn hier geht es ja nur um insgesamt sieben Titel mit Computer-Begleitung.

PS. wie auf dem Foto zu erkennen ist, experimentiere ich gerade mit dem JHS Panther Cub V2 Delay – einer tap-baren analogen Eimerkette, die mir gut gefällt (obwohl bzw. gerade weil sie nicht in die Selbstoszillation rutscht).

Auch am Big Fat Snare Drum Donut habe ich Gefallen gefunden.

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PPS. Selbst unterwegs kann der 6.12. speziell sein. So stand nicht nur vor der Hotelzimmertüre ein schokoladiger Nikolaus, auch Daniel Stiers wunderbare Offenbach-Fotostrecke im Zeitmagazin (29.11.18) erzeugt ein warmes Bauchgefühl im Bus

PPPS: noch ein intensiver Song mit viel Spielfreude – war neuliche eine eins a Einstimmung für den Gig – für all die ungefüllt gebliebenen Schuhe:

PPPS. wäre auch schön, ein verspielt-vertäumter (Nikolaus)tag à la Egon Schiele (aus Florian Illies „1913“)

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