Archive for the ‘E-Drum’ Category

Rest in Peace, Pratt

Januar 10, 2020

Mit einem energiegeladenen Foto und der Tom-Sawyer-Air-Drumming Performance von Josh Freese lässt’s sich leichter Neil Peart eine gute Reise wünschen…

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Obschon ich nie wirklich „Rush“ gehört habe, gefällt mir selbstverständlich Neil Pearts Neugierde und Aufgeschlossenheit bzw. der daraus entstandene Hybrid Ansatz. Und so höre ich mich nun, dank der auf den einschlägigen Fanseiten bestens dokumentierten Equipment-Listen, durch die trommel-elektronisch angereicherten Produktionen und Tour-Dokumente.
Ich beginne mit „A Red Sector“ von der 84er „Grace under Pressure“ Tour (mit schickem Tama Pre-Artstar/Simmons Kit):

Dann noch „Big Money“ mit eigenen Samples auf den SDS-7 Eproms:

PS. Pratt = Neil Peart’s nickname.
„Over the years, I have been called … Pratt, which was a play on the various butcherings of my simple Anglo-Saxon surname, „Peert,“ which the other guys were amused to hear everybody, from hotel staff to fans, insist on pronouncing „Pert,“ „Part,“ „Pairt,“ and even „Pee-art.“ (I prefer to think my friends‘ choice of nickname for me has no relation to the English slang word „prat,“ meaning „ass.“) … Pratt was the name that endured …“ — Neil Peart, „Roadshow“

Atari Hotz Box

Dezember 2, 2019

Eine Idee von Jimmy Hotz, der Hotz Midi Translator

… und ihre Live Umsetzung von Mick Fleetwood, im legendären „Percussion Vest“ Solo, tief in den achziger Jahren:

Knapp dreißig Jahre später wird nun eine Etage tiefer auf den Kleidern getrommelt, auf den Drum Pants.

Gemischtwaren

November 22, 2019

Intro-Fill-In-Classic: The Temptations “Ain’t Too Proud To Beg” (1966), Motown-Vibe dank 6-Stroke-Roll…

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Krass effektierte Glam-Rock(?) Snare im Vers von Scorpions „Rock you like a Hurricane“ (1984). Im Breakdown nach dem Gitarrensolo dann noch mit Rückwärtshall.

PA in der Schlagzeugkabine. Die Schlagzeugspuren der 1982er The Pretenders Produktion wurden direkt beim Aufnehmen mit den elektronischen Rhythmusschichten (mal Linn Drum, mal AMS Delays) „verklebt“ (mal Linn Drum, mal AMS Delays), da diese bewusst über eine PA im Aufnahmeraum zu den Ohren (und Mikrofone) des Schlagzeugers geschickt wurden:
>>once we got the drum sound we’d send stuff back from the control room out through that PA just to pump up the sound in the room. It would either be snare drum or toms, and if he was playing along to a Linn 2 drum machine, which we used a lot as a click, that might also go back out through the PA and become part of the drum sound. The delays that you can hear on the drum sound of ‚My City Was Gone‘ were AMS delays sent through the console and back through the PA, giving a kind of tinny quality — tinny in a good way.<<

>>“The Linn 2 sat beside his drum kit, we’d figure out the tempo for the song, and he’d either play to a click track or some kind of loop that he would make. Then, depending on the loop, with some songs we would actually feed that back through the PA. There’s Linn drum running throughout the song ‚I Hurt You‘ — it was going out through the PA, into the room, and Martin* was playing along to it, so it became part of the song.“
„This whole PA thing was kind of new to me. Chris Thomas and Bill Price had designed it to fill the room with more sound<< (SoundOnSound)

* eben jener Martin Chambers, der mir 1984 vom Cover meines ersten Drums & Percussion Heftchen aus seiner mächtig designten Schlagzeugburg (mit Simmons Pads und geschwungenen Beckenhaltern – all white) entgegenblickte…

Der Fächerbalken. Kannte ich bis heute nicht.
>>In einigen zeitgenössischen Musikstücken werden Ritardandi und Accelerandi durch zusammenlaufende Sekundärbalken notiert, den sogenannten Fächerbalken. Im Falle eines Ritardandos verringert der Spieler die rhythmischen Werte allmählich von schnellen Werten am linken Ende zu langsameren am rechten Ende des Balkens, wie im folgenden Beispiel gezeigt<< (Quelle)

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raus aus der Echokammer

September 27, 2019

Muss los. Glücklicherweise passen alle elektronische Schmankerl für die jeweiligen Anlässe in den Reisekoffer:
27.09. „DePhazz“ (Geburtstags-Konzert für unser Mastermind)
01.10. „Hattler“ Aschaffenburg, Colos-Saal
02.10. „Hattler“ Ulm, Roxy
03.10. „Hattler“ Freudenstadt, Festhalle (Musicdays)
04.10. Ludwigsburger Trommeltage, zusammen mit DJ Friction*
08.10. „Hattler“ Lörrach, Burghof
09.10. „Hattler“ Tübingen, swt Kulturwerk
10.10. „Hattler“ Ravensburg, Zehntscheuer
11.10. „Hattler“ Karlsruhe, Tollhaus
17.10. „Hattler“ Darmstadt, Centralstation
18.10. „Hattler“ Melle-Buer, Kulturwerkstatt
19.10. „Hattler“ Cloppenburg, Kulturbahnhof
20.10. „Hattler“ Münster, Jovel-Club

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*Auf den Besuch der Ludwigsburger Trommeltage freue ich mich besonders! Nicht nur weil diese Veranstaltung, ähnlich wie auch das Dresdner Drumfestival, dank einer gewissen Exotik die Drummerszene angenehm bereichert, sondern da ich mich an meinen Workshop im Schlagzeugmuseum vor acht Jahren gerne erinnere (damals hatte mir der nette Herr Vogelmann nicht nur den großen Ampeg-Kühlschrank für die TB-303, sondern auch einen Marshall Turm für mein Echogerät hingestellt). Diesmal möchte ich eine Lanze für die Steckdose auf dem Schlagzeugteppich brechen, mit Begeisterung die Überwindung von Grenzzäunen veranschaulichen, vor allem aber Groove und Musik machen – nämlich im Zusammenspiel mit DJ Friction (Freundeskreis).

Und obwohl ich Frico schon wirklich lange kenne, wir auch schon gemeinsam diverse schöne Sachen unternommen haben (Turntablerocker Tour 2001, gescratchter Gastbeitrag für mein Buch „e-Beats am Drumset“, ein paar Freundeskreis Festivals 2018), wird unser DJ-Drummer-Jam im Ludwigsburger Schlagzeugmuseum eine Premiere!
Um 20h geht’s los, Eintritt(spende): 5€

(Das schicke Foto stammt übrigens aus der Echokammer Heddernheim und wurde von Oliver Leicht gemacht.)

Missin‘ Persons Bureau

September 18, 2019

Das „Missin‘ Persons Bureau“ sollte keine Schwierigkeiten haben, mich zu finden:
sommerlich gestimmt, korrektes Shirt, Umhänge-Echo:

Bin ja aber eh nicht verschwunden, nur unterm Kopfhörer:

Womack & Womack ‎“MPB (Missin‘ Persons Bureau)“ Frankie Knuckles Paradise Ballroom Mix (1989)

Executive „Celebrate Your Love“ (1984)

Jersey Street Allstars – Burnin‘ (2003)

Steven Wobblejay „Too High“ (2018)

„A Tribe Called Quest“ Live in der Letterman Show 1992. Hey, wer trommelt denn da die e-Percussion auf dem SPD-8?

Achtung jetzt die 180 grad Wende hin zum Anspruchsvollen: Cory Arcangel interpretiert im Folgenden „Die drei Klavierstücke op. 11“ von Arnold Schönberg – >>ein Fundament der modernen Musik<< – mit Hilfe seines Codes Gould Pro und einer Menge von Katzenvideos erstaunlich bunt:

Und zum Abschluß noch das – ebenso von Cory Arcangel – ins Steve-Reichsche liebevoll verdrehte Guns’n Roses Gitarren Intro zu „Sweet Child o Mine“:

SPD-SX clickt

September 7, 2019

Fabian Koke macht sich im FB gute Gedanken zum Übersprechen der Roland SPD-SX Einzelausgängen:

Bildschirmfoto 2019-09-07 um 15.22.08

Sonor Mammut Projekt

August 21, 2019

Markus Einheuser hat sich mit viel Zeit (über sechseinhalb Jahre), vor allem mit viel Herzblut dem Mammut gewidmet – jener einzigartigen e-Drum Exkursion und Facharbeit der Firma Sonor – und anschließend unter www.sonor-mammut.de dem wirklich speziellen 80er Jahre Relikt einen schönen Internet-Schrein gebaut.
(Quasi Nebengebäude zu Wolfgang Stoelzles Simmons Museum.)
Toll!

 

 

elektrisch trommeln, Motorik, Transienten

August 19, 2019

Gestern habe ich im Park das Taschenlehrbuch „The Art of eDrumming“ in einem Rutsch durchgelesen, ein  mit 41 anschaulich illustrierten Tutorials gut erklärendes Nachschlagewerk und Workbook. Es is für £19.99 direkt beim Autor Sebastian „Bid“ Beresford bestellbar.
(Rezi folgt)
Dort habe ich auch die Geschichte des dänischen Trommler Felix Visser erfahren, der 1967 eine Acetone Rhythmusmaschine umgebaut hat, um deren Klänge mit den Händen trommeln zu können.

Mockups Design

Am Abend spielte mir der Zufall dann einen Link zu Arte Doku über Klaus Dinger zu. „Klaus Dinger, Urvater des Techno“ läuft jetzt zum Frühstück.
Da Motorik nicht nur diesen Rhythmus beschreibt

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sondern generell für die Bewegungskunst steht, kann ich mir folgende Randbemerkung nicht verkneifen: neulich erfuhr ich nämlich einen kleinen Quantensprung auf der öffentlichen Slackline, als ich realisierte, dass ich deutlich länger stehen bleibe, sobald ich einen Groove singe und passend mitwippe 🙂

Schließlich wollte ich noch das Eventide PlugIn „Punctuate“ auf den Notizzettel schreiben, diesen vielversprechender „multi-band transient modulator“.

 

Drums to Modular

Juni 5, 2019

Gestern hat sich der „Der temporäre elektronische Salon“ mal wieder zum Jammen und Experimentieren auf dem Yachtclub-Boot getroffen und ich bin begeistert, wie tight meine 34 Jahre alte Tama Techstar Triggerbank (TTB1000) die Trommelsignale in CV übersetzt.
Jetzt auch die Option zu haben – Clicktrack-frei – von Modular-Musikern weiterverwertet zu werden, öffnet eine schöne große Flügeltür!
Und Sonne strömt…

FM glitch Percussion

Mai 25, 2019

Das fmperc2 ist ein M4L PlugIn (ab 4 Euro), das in Verbindung mit dem BopPad vielleicht auch Freejazz-Freunde den Ableton-Rechner mitnehmen lässt?