Archive for the ‘EFX’ Category

E-Drum, quo vadis?

April 21, 2017

Ich habe in meinem bonedo.de Artikel „Kreative E-Drums der Gegenwart und Zukunft?“ meine Gedanken zu aktuellen Innovationen im Stromtrommel-Sektor aufgeschrieben, die Ansätze gecheckt, die der ursprünglichen Idee des elektronischen Schlagzeugs als eigenständiger Gattung nacheifern:
Sensory Percussion Trigger, das KMI BopPad und die Dremtrigger – allesamt Crowdfunding Projekte.
(Sowie Ableton Live/Max und DMX als Vermittler getrommelter Signale…)

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Neues entdecken

Februar 26, 2017

Give and take!
Im aktuellen Fall: ich erzähle Helge was für seine Bachelor-Arbeit, er fährt mich nach Hause und sendet Spitzeninspiration per Mail – so viel, dass ich mich nun getrost für die anstehende DePhazz (UA, MOL, BY) Tour hier mal rausziehen kann.

  1. Beginnend mit einem Großkaliber, hier der Instagram-Videobeitrag von ?uestlove, in dem er über die Angst und ihre Bewältigung spricht, ein neues Programm (in diesem Fall: Ableton Live) zu erlernen.
  2. Der Berner Trommler Julian Sartorius (*1981) ist organischer Sammler, Macher, Klang.


    In der halbstündigen Jazzahead Performance erkenne ich ähnliche Leidenschaften (z.B. für den VicFirth 5A Dual Tone), schreib mir aber auch einiges auf (Mini-Vibratoren, Meinl Helix Bowl auf Glockenspiel-Plättchen, Einhand-Harmonium, Wah-Wah-Tube, DIY-Superball Mallet, mehrere Metallophon-Stäbe). Also viel Futter für meine Klangsuchmaschine.
    Und wenn mal wieder Geld reinkommt werde ich mir das Beat-Diary-Box-Set (365 Aufnahmen und Bilder) kaufen:

    Toll auch, dass JS am liebsten mit dem Zug reist (Stichwort „Matrioschka Schlagzeug“), gerne liest, mit Spielregeln spielt, sich Grenzen setzt und Musik mit Bildern verbindet bzw. sich vom Bild inspirieren lässt.

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  3. Zwischendurch schreibe ich mir auf, dass Elektro Guzzi Drummer Bernhard Breuer seine Jomox MBase nicht mit einem klassischen Triggerpickup, sondern mit einem in die Kick gelegeten dynamischen Mikrofon triggert, da: weniger Fehltrigger!), ich lese über das Verbzilla und lande letztlich – interessiert – beim Hold-Reverb von Z.cat.
  4. Jetzt zum in Amsterdam lebenden Österreicher  Gerri Jäger (*1979). Drums und handbediente Elektronik: Alleine…


    … oder im Duo (Knalpot)

  5. Zum bunten Abschluß noch „The Periodic Table of Guitar Effects Pedals“periodic-table-of-fx
    © The Sixty Five

E-Gitarre, Synthesizer, Informatik

Februar 11, 2017
Der Zusammenhang von Elektrizität und Popmusik, das Tonstudio als Welt enormer Möglichkeiten und die Wirkung von Klangfantasien lässt sich gerade wunderbar in der Arte-Mediathek nachempfinden. Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (1=Electric Wonderland/6)
Ab in die Vertiefung!
– Phasing Drums bei Jimi Hendrix (und Eddie Kramer) „Axis Bold as Love„, „Electric Ladyland
– French Touch à la Daft Punk (btw. wow, 20  Jahre „Around the World“)
Und schließlich noch ein paar schicke Aussprüche:
>>Die Maschine erlaubt die perfekte Trance << (Kraftwerk)

>>Ich gehe die Musik an wie ein Koch. Für mich bedeutete elektronische Musik schon immer, Frequenzen und Wellenformen organisch, sinnlich, sexuell zuzubereiten, statt mathematisch an die Sache heranzugehen<< (Jean-Michel Jarre)

>>Der Laptop ist das demokratischste Instrument unserer Zeit<< (Bob Margouleff)

ich lebe glücklich ins Nichts hinein

Dezember 28, 2016

Eberhard Weber finde ich wohl deswegen so toll, weil man sein Spiel sofort erkennt, weil ich darin Geschichten entdecken kann. Er hat Stil. Und einen eigenen dazu.
Dass die Entwicklung der musikalischen Persönlichkeit mit dem selbstgebauten Elektrokontrabass begann, der gerade wegen seiner unperfekten Ausführung die spielerische Eigenart förderte, lernte ich eben durch die einstündige SWR Doku „Eberhard Weber – Rebell am Bass„.
Der Film zeichnet darüberhinaus sehr schön das Bild eines kauzigen, dennoch sehr humorvollen Menschen, jemand der sich nicht verbiegen kann, der spielt, was in ihm ist, was er ist: authentisch, lieber erfindungs-und ideenreich und einer Vision folgend (>>Der Bass wurde bei Weber zu einem Instrument, welches das musikalische Geschehen über sich, in den höheren Etagen, insgeheim organisiert<<), als im klassischen Musiksinn fleißig. Und jemand der den tragischen Umstand akzeptieren kann, in Folge des Schlaganfalls vor knapp zehn Jahren nicht mehr Bass spielen zu können, dafür jetzt glücklich ins Nichts hineinlebt – Chapeau“

PS. außer seiner schönen Musik und beachtenswerten Einstellung, möchte ich für den Blog auch die Erweiterung des Bassbereichs durch Effektgeräte (Delay, Looper) erwähnen, die den Schritt des eigenen Instruments (und persönlichen Sounds) komplettiert haben.

zelf made!

Dezember 14, 2016

Der junge Niederländer Han Kerkhof hat interessante DIY-Konstruktionen und Groove-Ideen am Start:
Die „Zelf-made splash hand!“ ist die Verbindung von Drumbal und Drummerglove, dank der sich das Splashbecken mit einer Hand halten, schlagen und „choken“ lässt.

Beim „Hihat Shaker“ wird das umfangreichen Trash-Pärchen mit der linken Hand geschwungen, aber per Hand oder Stock geschlagen.

Wagenhallen Nachhall

Dezember 5, 2016

Samstag Nacht, die letzte Wagenhallen-Party, war: schön & typisch, so wie wir das in den vergangenen zehn Jahren bei über 20 Netzer Gastspielen immer wieder erlebt hatten.
Aufgrund der sehr bassigen Anlage  war unser Set vielleicht etwas weniger dynamisch, dafür energiereich & massiv wie selten zuvor, ein kurzer, druckvoller Abschied vom alten Gemäuer (das vom tollen Laurenz Theinert mit passendem Beamerlicht bestrahlt wurde).
Noch mehr Stuttgart-Nostalgie gab es  dank der Auftritte von „Putte & Edgar“ und „Gomo Park„.

Meine persönlichen Höhepunkte des Abends waren aber der Einfallsreichtum
– der Wagenhallenkünstler, die sich ein auf dem Gelände ein Container-Dorf errichten,
– des Gomo Park Trommlers Jörg Bielfeld (der in allen Boss und Ibanez Bodentretern die schwergängigen Federn durch Schaumstoffwürfel ersetzt hat, um sie leichter mit der Hand bedienen zu können; der seine A/B-Box auf einem kleinen extra Teppich befestigt hat, welcher dann fußtrittgenau unter der Hihatmaschine gegen mögliches Verrutschen fixiert wird) und das „Soundsystem aus dem Allgäu“ (das den Taut-Container beschallt hat).

Specialist In All Styles

November 29, 2016

Habe heute das Orchestra Baobab Album mit obigen Titel aus dem „World“ Fach des Sachsenhausener Second Hand Stores gezogen. Weder Motto, noch Sound treffen meine Ideale voll und ganz, dafür aber das schmucke Cover!

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Den eigenen Vorstellungen eifere ich dafür aktiv (und aufschreibend) nach.
1. So hatte ich für letzten Samstag ein Taxi-taugliches Clubset zusammengestellt, dass mich eine einfache Stereosumme zum DJ-Mixer schicken lässt.
Es besteht aus einer elektronischen Vermona Kick – getriggert vom Roland KT-10 – sowie einem akustischer Klangapparat (12″ Tama Snare, 14″ Byzance Thin Hihat & 18″ Sand Crash), der mit einem einzigen Sennheiser e604 abgenommen und auf Wunsch mit Echo verbreitert wird.
Das Zentrum des Setup ist das Mackie-Mischpult, da es neben dem Drum-Mix mir auch den Output des DJ-Mixers direkt auf’s Ohr liefert.

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Am Donnerstag 1.12. wird dieses Reiseschlagzeug (nur drei Taschen!) im Frankfurter Tanzhaus West auf seine Flexibilität getestest, denn an diesem Abend geht es um Electronic UND Jazz, sprich: Flow UND Dynamik…
Und vielleicht reist es dann gleich weiter mit nach Stuttgart, um am 3.12. (zusammen mit Netzer und Laurenz Theinert) die letzte Wagenhallen Party zu bespielen?

2. Heute morgen dachte ich darüber nach, wie ich meinen momentan Lieblingseffekt – eine clubbige Whitenoise-Reverb-Fahne – mit vorhandenem Outboard realisieren würde.
Und kam auf so viele Möglichkeiten, so dass die Umsetzung (und Hörbeispiele) erst in naher Zukunft folgen werden…
Die Idee dabei ist, durch einen Schlag auf ein e-Pad einerseits Weisses Rauschen (1) auszulösen, dass in die Effektverkettung von langem Hallraum (2) und Hochpassfilter/EQ (3) strömt, anderseits mit dem Schlag ein Gate (4) kurz zu öffnen, so dass das dort anliegende Drum-Mic ebenfalls in die Effektkette rutscht.

Mögliche Mitspieler für die Positionen:
(1) Vermona DRM1 (via Button oder MIDI & SPD-S), Noise-Sample aus dem Roland SPD-S(X) oder OLDSCHOOL Simmons Claptrap (via Button oder Pad), Tama TS-305 (via Pad), Coron DS-8 (direkt)
(2+3) Vermona Federhall VRS-3, Eventide H9
(3) DJ-Mixer EQ, Vermona DAF-1 Filter, Moog 10 Band Graphic EQ
(4) Alesis Micro Gate

PS. mit einem Abletonrechner lässt sich das Unterfangen ebenfalls lösen: Dazu brauche ich ein Interface mit zwei Inputs (Drum Mic, e-Pad) und mit mindestens einem Ausgang.
Die komplette Rauschfahne wird in einem Return-Bus realisiert:
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Nach dem Schlag auf’s e-Pad löst ein akustischer Moment das Rauschen (NOISY und EFFECTRIX PlugIns) aus und rutscht dann in den Hallraum. Zur Längen-und Frequenzbehandlung habe ich mehrere Parameter auf einen Fader-Controller gelegt.

See the Sun

Juli 14, 2016

Michael Ruetten hat gerade Les Gammas# „See the Sun“ im FB gedropt, eine schöne 5/4-Nu-Jazz Erinnerung an Stuttgart, die ich  lange nicht mehr gehört hatte.
Ich spule direkt zum tollen Akkord- (Jochen Helfert) und Rhythmusteil (Marc Frank) hin.

Dann noch den Viva 2Step Einstünder noch hinterher:

Die CD „Exercises de Styles“ ist auch (zum wievielten Mal?) wieder geordert, also gibt’s jetzt Zeit zu lesen, z.B. den FAZ-Artikel über Dario Fontanella, Erfinder des Spaghetti-Eis aus Mannheim.

Hallo Sommerferien!

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100 Pedals

Mai 31, 2016

Wenn ich all die verliehenen Effektgeräte zurückbekommen habe, möchte ich unbedingt auch mal sämtliche (natürlich keine 100) Geräte in Reihe hängen und mit Schmackes auf die mikrofonierte Fusspauke treten!

File under: Installation, Drone, Spielzeug

on the fly electronics (from the drum throne)

April 8, 2016

Wenn Henrik im Schwarz/Wesseltoft Video sagt, dass er versucht >> alles maximal reaktionsfähig zu gestalten<< rattert es gleich in meinem Kopf und ich muss mal geschwind aufschreiben, welche Möglichkeiten ich als Schlagzeuger habe, meine Klang-und Spielästhetik on-the-fly elektronisch zu bereichern (also, ohne Teil einer Click-gebundenen Anordnung zu sein).

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1.Effektgeräte einbeziehen:
Echodrums (Mikrofon + TapDelay  [+ Phaser])
Echodrums Advanced (Mic + TapDelay + Vocoder)
– „Dub another Band Member“ dank Send-Button
Reverbshots
FX galore
„Die Wurst“
Looper

2. e-Drums (gerne aus einem Soundmodul, in das ich eigene Samples reinladen kann)
Dance-Kick
– Pad(s) für Signature Sounds (TR-Hats, Noise, Boom, Claps) und Effektsounds

3. oldschool Drumsynth à la Coron DS  oder getriggertes „Simmons“,
mit vielen Möglichkeiten, die Knöpfe/Parameter zu verdrehen

4. modernes Drum-Triggering
DAW direkt, Hitswitch & co
à la Zach Danziger, dabei werden verschiedene Round Robin Samplezellen überlagert

5. Sidechaining (der Mitmusiker oder irgendwelcher elektronischer Zufallszuspielungen)
– Sidechain-Kompressor bei Mitmusiker(n), der auf die Bassdrum reagiert (à la Flo König)
– Gate (der Mischpultsumme via Insert, durch ein (für’s Publikum stummes?) E-Drum, das im Sidechain des Gates ankommt)
– Mute-Groups bei E-Drums, in der DAW

6. Synth, Sampler oder Musikcomputer
Tastatur integrieren: z.B. Housey Hi-String-Pedal (bleibt dank Hold-Funktion oder Klebeband so lange stehen wie es Dir beliebt à la Mehliana) oder Chord Memo à la Miles Davis am OB-X oder à la unzähligen House-Produzenten.
– Hitting MPC alike Pads/Samples
– Playing back tonal & Ambient Textures

7. beim Spiel eine Midiclock generieren und andere Elektronik mitziehen
34one Midiclock
BeatSeeker
– Link

hier ein paar Anwendungen (während eines Jams im Trommelwerk Bremen)