Archive for the ‘EFX’ Category

Frühlingswetter, Sommerdusche

März 24, 2021

… und dabei laut singen. Oder mit einem Echogerät trommeln!

Das Foto stammt aus der Bedienungsanleitung des Yamaha Homerecording Mixers MM-30, der damals zur Klangformung pro Kanal zwei Drehknöpfe bereitstellte, einen simplen EQ („Tone“) und einen, der das Signal ins interne Eimerketten Delay schickt („Echo“).

Ach ja, zum Thema eins Wetter, Sonnenschein. Lass dich nicht blenden und pack die Schirmmütze ein:

Die schicke Schachtel des Roland SH-101 (der übrigens gerne von Rhythmusmaschinen getriggert und so zu selbiger wurde) habe ich im Soundgas Shop abfotografiert.

Und hey, wenn du dich im Park vielleicht locker machen willst, dann empfehle ich ein paar Lese/Bodypercussion-Übung von Kristof Hinz‘ wohldurchdachter Klatschkurs.de Seite.

„The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves“ Playlist

März 16, 2021

Neulich rief Norbert Saemann an und fragte, ob ich nicht Lust hätte für die Abonnenten des Meinl Newsletters eine exklusive Spotify-Playlist zusammenzustellen.
KLAR! Thema? Wäre mir überlassen. STEILVORLAGE!

Und so habe ich unter der Überschrift The Beauty of Electrified and Programmed Drum Grooves einen kleinen Funkturm errichtet, »not a timeline-based history of DJ culture, but a colorful mix to give kudos to all the engineers and researchers in music production, to all the bedroom producers and bricoleurs who find and develop new percussive sounds, textures and aesthetics, to all the visionaries and brave drummers who know that there is always more to discover.«

Für den Meinl Newsletter kannst Du Dich hier anmelden, anschließend werden Dir wohl Mitte der Woche der Link und meine Gedanken zur Playlist zugestellt (bestimmt mit dem oben abgebildeten Kurierfahrzeug).

Kannst jedenfalls schon gespannt sein: hier klopft der Gangsta-Rapper einem Peter Erskine oder Danny Gottlieb hinterm Simmons-Set anerkennend auf die Schulter, Sly Dunbar raucht einen mit der Bedroom Produzentin aus Offenbach, Jeff Porcaro programmiert die Linndrum, Jojo Mayer hebt ab, J Dilla fließt, Herbert betrommelt den Körper seiner Freundin, D’Angelo wackelt, Theo Parrish ebenso, Squarepusher beept mit Missy Elliot, Goldie grinst, Portishead weint, wer lötet eigentlich dahinten in der Ecke?? Egal, Phil Collins trommelt für den Dancefloor – ich tanze dazu und schau mir all die stromgeladenen Rhythmusmaschinen und Protagonisten im Netz an –
und so weiter und so fort: knappe acht Stunden Spitzenqualität!

9ms

Februar 18, 2021

Yeah! Flo König und Simon Popp sind nicht nur zwei super sympathische, allzeit kreative und neue Möglichkeiten auslotende Schlagwerker, sie teilen sich auch ein Proberaumstudio in München und haben dort ein spannendes Duo-Konzept entwickelt:

>>Mit „Pleats“ erscheint am 26. Februar das Debütalbum des Duos 9ms. Auf sieben Tracks, die sich zwischen Krautrock, Fourth World und Minimal Music bewegen, versöhnen die beiden Schlagzeuger Simon Popp und Florian König die akustische mit der elektronischen Welt.
Sie bedienen sich analoger Sensoren und Schallwandlern, um aus ihren Bewegungen intuitiv Tempo- und Abstandsinformationen zur Klangformung abzuleiten. Dadurch bleibt die Improvisation und das unmittelbare gemeinsame Musizieren Mittel- und Reibungspunkt ihrer Kompositionen. Neben den akustisch und durch Magnetfeld- und Infratotsensoren elektronisch präparierten Schlaginstrumenten besteht die Instrumentierung aus einem monophonen Synthesizer. Die Sensor-Aufzeichnungen der Körperbewegungen beim Musizieren erweitern die Kompositionen mit organischen Klangmodulationen. Die Klangparameter unterschiedlicher Echo- und Hallgeräte werden den Musikern so intuitiv zugänglich und verleihen der Interaktion von Mensch und Maschine eine neue spielerische Dimension.

Der Name des Duos (gesprochen: neun Millisekunden) nimmt Bezug auf die maximale Latenz des Schalls, die in so einem System verkraftbar ist, um noch musikalisch kommunizieren zu können. Aufgenommen wurde Pleats mit nur drei Mikrofonen in dem holzverkleideten Saal eines Gasthauses in den bayrischen Alpen. Trotz des minimalen Aufnahmesetups ist der Klang des Albums so wandelbar wie die Intensität mit der die Drummer spielen. Von ätherischen Sphären wie auf „Kii“ oder dem Introtrack „Tome“ bis hin zu breitbeinigen Grooves in John Bonham Gewand wie auf der ersten Single „Raul“. Stücke wie „Carom“ wirken nicht zuletzt durch die klangliche Vielfalt diverser Perkussionsinstrumente, die bereits auf Popps Soloalbum „Laya“ (Squama) prägend waren. Zum Schluss bringt der Dampfmaschinen Groove des letzten Tracks „Joan“ die Hörenden im Downtempo vom Bayrischen Oberland nach Düsseldorf.<<

Of necessity, this is an unusual instruction manual…the delay line will be unfamiliar to people whose experience has been exclusively in the audio field

Februar 16, 2021

Wieder mal anschaullicher Effektgeräte-Unterricht aus der Eventide-Uni. Diesmal geht’s um die DDL 1745 digital delay line (und ihren 50sten Geburtstag).

Der Bilbao Effekt

Februar 9, 2021

Das Wortpaar Städtename Bindestrich Effekt bezeichnet eigentlich die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre Architekturleistungen. Der Bilbao-Effekt ist ein doppelter. Mein Freund Ulf konnte nämlich der Richard Serra Skulptur „Matter of Time“ wunderbare Klangeffekte entlocken. Das Stahlmonument punktet durch unterschiedliche Delayzeiten, als hätte der Meister einen automatisierten Mode Selector verbaut…

Eindeutig ein weiteres Highlight für meine Sammlung der öffentlichen Hallkammern.
Und irgendwie auch ein Auftrag, zum morgigen Jazzfest mit zwei Delaypedalen (RE20 und Teil1) anzureisen.

Ab 20.55h wird unser Trio-Gig mit Fola Dada (Gesang), Ulf Kleiner (Synthbass, Rhodes) dort gestreamt.

Auch schön: der alte Lack geht ab und hinterlässt ein gemaltes Bergpanorama (ganz nah am Orange Amp Icon…)

Patch Notes

Februar 5, 2021

Alex Höffken hat auf bonedo.de mit Merlin Ettore gesprochen.
Über seinen Weg, eine elektronische Ästhetik durch Real-Time-Tweaking der Mikrofonsignale (via Mixer, Modular Synths, Ableton) zu erzeugen.

DJ Dub Mixer

Februar 4, 2021

DJ Illvibe’s Dub Work: auch ne Art Echodrums!

Und am Schlagzeug: Noah Fürbringer, auch geil!
[File under Aux Send, Dub Mixer]

e-Drummer of the Year 2020

Februar 2, 2021

Schön & erstaunlich, dass mich die Leserschaft des australischen Schlagzeugmagazins digitalDrummer zum e-Drummer des Jahres gekürt hat.

Ich revanchiere mich mit einem effektvollen Taschenspielertrick, bei dem ein simples, stromloses e-Pad zum trommelbaren Aux-Send umfunktioniert wird – funktioniert mit klassischem Outboard (Gate mit Sidechain) oder mittels DAW:

cymbal mutes with attitude

Januar 27, 2021

Ein Noise Gate imitieren durch“Cymbal Mutes“ à la Jonathan Moffett:

ferne Echos von der NAMM

Januar 25, 2021

Irgendwie ist wohl doch NAMM. Denn ich höre diverse Echos von…

Mark Guiliana

Scott Amendola

Dan Mayo (hier sogar die Ankündigung eines Schlagzeugalbums mit Effektgeräten)

Mogan Cornebert