Archive for the ‘EFX’ Category

Percussion Enhancement

April 16, 2018

Sterloid aka Aaron Sterling hat viele tolle Ideen, die folgende schreibe ich gar komplett aus seinem Instagram Post ab:
>>Find a loop. It doesn’t matter if it’s even that good. Then run it through one of these tiny shitty speakers. Then play some percussion or something acoustic onto a mic with that average loop playing through the shitty speaker in the background, thus becoming re-recorded with low fidelity (in a good way, especially if you distance it strategically in relation to the mic). It’s a nice way to enhance an otherwise “normal” sounding percussion part and a good exercise in commitment.<<

Bin vermutlich bald fällig für die „Sounds of Sterloid Pt.2„, zumal >>there are also two different segments dedicated to the use of guitar pedals with drums and how Aaron integrates them in all sorts of ways, from the subtle and musical to the bold and destructive<<.

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Der Echo – Widerhall der anderen Art

April 16, 2018

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Martin Meixner bringt’s auf den Punkt:
>>Weil wirklich alle gerade über den ECHO reden… es heißt übrigens „das“ ECHO … Also eins meiner absoluten Lieblings ECHO Geräte ist z.B. das Deluxe Memory Man von Electro Harmonix. Und zwar die Big Box, Baby! So.<<

Und dennoch freute ich mich gestern im Anflug auf Budapest in der Sueddeutschen über Campino zu lesen:
>>“Auch wir haben mit Tabubrüchen gearbeitet“, sagt Campino nun auf der Echo-Bühne, „ich bin also vom Fach.“ Die Grenzüberschreitung gehöre dazu, gerade im Rap. Doch heutzutage müsse man sich die Frage stellen, wann die moralische Schmerzgrenze erreicht sei. „Diese Grenze muss jeder Künstler für sich selbst ziehen.“ Seine persönliche aber sei überschritten. Bei Frauenfeindlichkeit, bei Homophobie oder eben bei Antisemitismus. Er wolle ganz sicher keine Zensur, sagt Campino, das sei nicht die Lösung. Er wolle schlicht und einfach ein Bewusstsein schaffen.<<

Ein schönes Jazzanova Konzert später (mit Echos von der Bühne UND aus dem Publikum), lese ich auf der heutigen Heimreise, dass die ersten Ausgezeichneten ihre Echo-Skulptur zurückgeben. Widerhall der anderen Art – Das nenne ich Haltung.
Das aber auch:


PS. letztes Jahr polarisierte die 3Sat Doku „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“  in Bezug auf die Jazz-Echo-Vergabe.

PPS. Hellmut hatte im Jahr 2000 für das „No Eats Yes“ Album pünktlich zum Tourstart einen Echo bekommen. In meiner Wahrnehmung krähte kein Hahn (da)nach…

PPPS.

 

 

 

songs that triggered paradigm shifts

April 11, 2018

Was sich mit dem Gesangsmikro alles so anstellen lässt – 9 Songs that Changed the Way We Produce Vocals – funktioniert bestimmt auch mit dem ein oder anderen Mikrofon unseres Drumsets

die andere, solierende Snare

Februar 8, 2018

Neulich stand ich einem TC Helicon Voicelive Touch gegenüber und war begeistert von seiner simplen, wie bühnentauglichen Mikrofonständer-Halterung. Leider ist das Teil (momentan?) nicht mehr erhältlich (vielleicht der Grund, warum ich keine aussagekräftigen Fotos des Halters finden kann), aber auch die alternative Klammer seiner jüngeren Schwester macht Sinn.
Und dann habe ich auf der Webseite ja noch diese drei schicken EFX-Piktogramme entdeckt:

tc double rverb echo

Einen ganz anderen Echodrums-Bezug gab es später in der Instagram-Timeline von Dan Mayo, wie dieser Gesprächsfetzen schön belegt:

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Und wenn ich schon bei DM gelandet bin, möchte ich unbedingt auf die spannende Kollektion aus dem Hause Morfbeats hinweisen!

Analog Filter & Audio Kondom

Januar 11, 2018

Eigentlich wollte ich letztens schon die Erica in Riga besuchen und ihr vielversprechendes Filter (mit zumischbarer Noise) abgreifen. Das Gerät hieß Acidbox II.

Mittlerweile gibt es den Nachfolger (Mark III) – leider ohne Rauschen, dafür in Stereo und mit weiteren klanglichen Vorzügen, die mir der charmanten Stimming im Video-Test erklärt:

Endlich mal wieder ein schönes Gerät mit Tap Tempo Taste!

industriell verarbeitete Schlagzeugwurst oder The World is your Oyster

November 13, 2017

Warum diese Überschrift die Qualitäten des neuen Yamaha Drummoduls EAD-10 preisgeben soll, lässt sich vermutlich schwer zusammenreimen.
Aber offensichtlich hat der japanische Konzern  verschiedene Kompetenzen aus den Musik Resorts in einem  Gerät und einem Sensor für das akustische Schlagzeug gebündelt: Da gibt es eine an den Basstrommelspannreifen klemmbare Box, die sowohl Kicktrigger als auch Raummikrofon (in klassischer Wurst-Position) in sich birgt. Von ihr gehen zwei Klinkenkabel zum eigentlichen Modul, dass die einzelnen Instrumente des Schlagzeugs (wohl frequenztechnisch) separiert und mit den verschiedensten Effekt-Klassikern (ggf. Bassdrum-Samples) der Rock-und Popgeschichte aufhübscht. Darüberhinaus lässt das Modul noch drei weitere Trigger/Pads zu. Persönliche Samples ebenso.
[Wow, ich hatte insgeheim auch schon das perfekte Wurst-Mikro plus passender EFX-App geplant bzw. auf dem Markt erwartet – aber die Idee von Mikro und Kicktrigger ist genial!]

Äusserst vielversprechend ist die angegliederte App. Wird das Smartphone via USB mit dem Modul verbunden ist einiges möglich:
– man trommelt mit dem prozessierten Schlagzeugklang zur Lieblingsmusik (via USB oder via Aux-In)
– in die App eingeladene Songs lassen sich zudem im Tempo regeln und bei Bedarf auch vom ( automatisch angelegten) Clicktrack unterstützen. Klar, dass sich bei derart gewarpten Files auch ganz leicht Loop-Punkte setzen lassen.
– last but not least, es lässt sich mit dem verbundenen App-Träger auch noch aufnehmen, und zwar Audio und Video – inklusive einer Mixfunktion der Lautstärke von effektiertem Drumset und Backingtrack! Hello YouTube:

Nach all den Features kann der Produktspezialist des angehängten Videos nicht anders, als schlusszufolgern: >>The world is my oyster<< – was so viel heißen soll, wie: mit dem Teil kann ich ALLES, es muss sich um die sagenumwobene eierlegende Wollmilchsau handeln…usw.
Manual / Kostenpunkt ca. 544 €

Effektgeräte im Sound der 80er-Jahre

November 4, 2017

Die Schreibe von Matthias Fuchs hat mir schon immer gut gefallen und so besteige ich gerne den >>silbernen DeLorean und katapultiere mich dreieinhalb Jahrzehnte zurück zwischen bunt blinkenden Digitalhall, Harmonizer, Exciter und Co.<<

80s knob

 

you had to play effects

September 21, 2017

Claus Hessler gab mir neulich einen sagenhaften Tipp, das Doppelalbum „The Drums“ (1973) auf welchem sich die Jazz-Ikone Papa Jo Jones erinnert, erzählt und vortrommelt.
Irgendwas zwischen Hörbuch und Fernstudium.

Es fängt gleich mal vielversprechend in der Welt des Klangillusionisten an, mit Basics- Gadgets – Effects

Und zum Themen-Trio Tipps, Kreativität und Claus Hessler passt der kommende Samstag. Da findet von 11-18h in der Frankfurter Musikhochschule eine spannende Veranstaltung zum Thema Drumming spielen-erfinden-weitergeben statt.
Und Claus hat für sein Viertel die Überschrift „Kreativität – Ein Regelverstoss“ gewählt.

 

Resonator, Pitch Fuzz & Hallspiralen

September 12, 2017

J.P. Bouvet spielt mit Bass-Freund und den Eventide H9 Effekten Resonator und PitchFuzz und schreibt dazu auf Instagram: >>Drewski and I made this uber fat song using Eventide H9 multi-effects pedals. I’ve got two snares, an SPDSX, and kick and snare triggers going through an H9 WITH an expression pedal. No post production. All actual sounds from recording.<<

Ebenfalls in Amerika, experimentiert Lukas Koenig derzeit (u.a.) mit getrommelten Hallspiralen und Donnerblechen

aber auch mit einem Oldschool Sennheiser MD421 als mobilem Effektmikro:

Schwarzlicht und Neonfarben runden in gewohnter Leuchtkraft die visuelle Ebene ab. Nice.

Beatifikation, Turbofolk & die Moderne

September 4, 2017

Ich habe wieder mal ein paar tolle Sachen gelesen, die ich gerne teilen möchte.
Zuoberst das schöne Wort „Beatifikation„, dessen Duden-Übersetzung Seligsprechung kaum besser passen könnte…

In der der taz gab es neulich einen Bericht über den Vocoder als Musikmaschine – eindeutig meinem zweitliebsten Effekt – und heute einen spannenden Einblick in den Turbo-Folk Sound, der sich in späten Siebzigerjahren des ehemaligen Jugoslawiens entwickelte, später zum Sound des Krieges wurde, >>eine mit Keyboards und Synthesizern aufgemotzte Volksmusik, die wegen der heterofonen Triller, die Gesang und Akkordeon vibrieren lassen, oft als orientalisch wahrgenommen wird. Aber Turbofolk ist mehr, er ist ein Lifestyle, eine Kultur […], war nie politisch, nicht auf direktem Weg – und doch war er es<<.

Und ich stelle mich den Ansichten des französischen Philosophen Tristan Garcia über „Das intensive Leben“ und schreibe gleich mal was Schönes von Seite 33 ab:
>>Von den tausende möglichen Definitionen der Moderne wollen wir uns […] für die folgende entscheiden, die man als die einfachste und konkreteste ansehen kann: Die Moderne ist die Domestikation des elektrischen Stroms.<<

die Moderne