Archive for the ‘Sampling’ Category

Don’t cry, I’ll never stop loving you

Dezember 10, 2017

Jetzt gibt es doch noch einen, dem zweiten Advent angemessenen Blogbeitrag, der feierlich jazzig* beginnt

und via nicht weniger emotionalem J Dilla** Masterpiece

bei einem schönen Kurzfilm über die Akai MPC und eben diesen Dilla (der sich die Maschine als Instrument ausgesucht hat) landet.

* a propos Jazz: der tolle Jochen Rueckert hat sich entschlossen sein Wissen in Form von vier zwanzigminütigen Videoeinheiten rauszuhauen!

** hier die spannende Studenten-Arbeit Dilla Data: >>We obtained the artists and titles of every song Dilla had sampled on official releases and looked for trends in this data<<

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A new template for the art of hip-hop drumming

Dezember 3, 2017

Habe gerade durch einen netten Hinweis erfahren, dass Mark Colenburg (Glasper, Q-Tip, Common) ein vielversprechendes Lehrbuch bei Hudson Music heraus gebracht hat: The Beat Matrix Unlocked

>>With a focus on legendary hip-hop producer J Dilla and his unique way of combining styles and creating rhythms, Mark looks at specific aspects of drumming technique, groove, and creativity. These include warm-ups, beat patterns, musical swag, performance concepts, improvisation, and chops. He then puts everything together and demonstrates his own signature beats that are an amalgamation of all these aspects.<<

 

Sampling & Attitude

November 21, 2017

… leicht erklärt. Heute am Beispiel eines (smooth & cheesy?) Jazz-Funk Titels aus dem Jahre 1979:

Dass der typische schwere Hiphop Gangsta anno 1996 eben dieses Jeff Lorber Original so richtig cool fand, kann man sich schwer vorstellen. Um so mehr jedoch, dass der für den Basis-Track verantwortliche Digger mächtig „probs“ für seine Spürnase und Transformationsfähigkeiten einheimste.

Und wenn zig Jahre später, nämlich 2004, Nils Landgren alte schwedischen Pophymnen auffrischt, in dem er für’s neue Gewand Hiphop und Jazz verbindet und dabei beide Lager mit einem nachgespielten Zitat an Vertrautes erinnert, dann ist das ein ebenso geschickter wie geschmackvoller Schachzug eines Wissenden.

Beide Beispiele könnte man unter der Überschrift  „Attitude“ vereinen.

Jetzt zum Sampling; schauen wir doch mal welche Teile des „Rain Dance“ vorzugsweise ausgeschnitten und wie in Hardware-Sampler oder DAW weiterbebastelt wurden: Grundlage ist eigentlich immer etwas aus dem viertaktigen Intro (einer rhythmisierte Akkordfolge).
Lil‘ Kim (1996) pitch-t den Schnippsel hoch und startet den Song mit einem typischen Stutter-Fill-In (das Sample wird dafür dreimal für die Länge einer Viertelnote gestartet, bevor es komplett im Loop abgespielt wird und seine Hook präsentiert). Für den Death Row Weihnachts-Track (1996) wird das Sample noch höher transponiert, auch etwas auseinandergeschnitten und umarrangiert (Cut & Paste). Ariana Grande (2013) hingegen stimmt tiefer. Ebenso Charli Baltimore (2002), die zudem das Ende des Viertakters verändert.
Bevor es langweilig wird: SWV (1997) verwendet den längste Ausschnitt, S.F.C. den kürzesten und Schwester Ewa (2015) ist auch mit an Board. Und das jeder neue Track auch noch ein paar additional Drumsounds/samples beigesteuert hat versteht von selbst.

industriell verarbeitete Schlagzeugwurst oder The World is your Oyster

November 13, 2017

Warum diese Überschrift die Qualitäten des neuen Yamaha Drummoduls EAD-10 preisgeben soll, lässt sich vermutlich schwer zusammenreimen.
Aber offensichtlich hat der japanische Konzern  verschiedene Kompetenzen aus den Musik Resorts in einem  Gerät und einem Sensor für das akustische Schlagzeug gebündelt: Da gibt es eine an den Basstrommelspannreifen klemmbare Box, die sowohl Kicktrigger als auch Raummikrofon (in klassischer Wurst-Position) in sich birgt. Von ihr gehen zwei Klinkenkabel zum eigentlichen Modul, dass die einzelnen Instrumente des Schlagzeugs (wohl frequenztechnisch) separiert und mit den verschiedensten Effekt-Klassikern (ggf. Bassdrum-Samples) der Rock-und Popgeschichte aufhübscht. Darüberhinaus lässt das Modul noch drei weitere Trigger/Pads zu. Persönliche Samples ebenso.
[Wow, ich hatte insgeheim auch schon das perfekte Wurst-Mikro plus passender EFX-App geplant bzw. auf dem Markt erwartet – aber die Idee von Mikro und Kicktrigger ist genial!]

Äusserst vielversprechend ist die angegliederte App. Wird das Smartphone via USB mit dem Modul verbunden ist einiges möglich:
– man trommelt mit dem prozessierten Schlagzeugklang zur Lieblingsmusik (via USB oder via Aux-In)
– in die App eingeladene Songs lassen sich zudem im Tempo regeln und bei Bedarf auch vom ( automatisch angelegten) Clicktrack unterstützen. Klar, dass sich bei derart gewarpten Files auch ganz leicht Loop-Punkte setzen lassen.
– last but not least, es lässt sich mit dem verbundenen App-Träger auch noch aufnehmen, und zwar Audio und Video – inklusive einer Mixfunktion der Lautstärke von effektiertem Drumset und Backingtrack! Hello YouTube:

Nach all den Features kann der Produktspezialist des angehängten Videos nicht anders, als schlusszufolgern: >>The world is my oyster<< – was so viel heißen soll, wie: mit dem Teil kann ich ALLES, es muss sich um die sagenumwobene eierlegende Wollmilchsau handeln…usw.
Manual / Kostenpunkt ca. 544 €

A Tsunami of Voices

Oktober 20, 2017

Dass in der Frankfurter Schirn „Die Erfindung einer Illusion“ als Überschrift zur Musikschule dient, fand ich schon mal klasse.
Beim Wort „Illusion“ muss ich immer als erstes an Jojo Mayer denken. Am selben Abend aber entdeckte ich noch ein weiteres passendes Beispiel für die Verbindung aus Musikmachen und eine Illusion zu erzeugen, denn da hat mir Lars Bartkuhn den Ableton Loop Vortrag „Failure=Success“ von Robert Henke gezeigt, dessen Finale in dieses grandioses Chor Sample mündet.

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Es geht um die Softrocknummer „I’m not alone“ von 10cc aus dem Jahr 1975, einer Meisterleistung des Multitrack-Recordings, bei der das Mischpult zum Keyboard und der Keyboard-Ton zur Bassdrum wurde.

politisch trommeln!

September 19, 2017

Ob es Sinn macht, in der eigenen Filterblase Eulen nach Athen zu tragen ist zweitrangig.
Ein Hoch auf den politschen Bass-Schlagzeug-Jam! Und eindeutige Worte hinterher:
Ich wähle & ich wähle keine AfD.

Und wer sich die Positionen der anderen Parteien in Bezug auf die Jazz-Musik durchlesen möchte, besucht die Zusammenstellung der Union deutscher Jazzmusiker.

DDD-1

September 17, 2017

Drüben, auf Amazona.de gibt es einen schwärmerischen Beitrag über die kleine Sampling-Funktion des Korg DDD-1 (1986):
>>Die Korg DDD-1 ist quasi eine E-MU SP-12 für Low Budget. 2 Samples, 12 Bit, 3,5 sek. Sampling-Zeit, enorm unkompliziert und purer Fun.<<

Ich krame das Foto aus meinem Buch heraus und grüße Ralf Göldner!

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kurz mal in die mid-eighties

September 17, 2017

1. DJ Shadow schwärmt (lesenswert auf all good.) von Kurt Mantronik

>>Es ist gar nicht so einfach, Samples und Breaks mit Drum Machines und Synthies harmonisch klingen zu lassen. Mitte der Achtziger war es eine noch viel größere Herausforderung, nur vier Bars zu samplen und alles richtig anzupassen, ohne dass alles komplett schrottig klang. Mantronik leistete für etliche Techniken echte Pionierarbeit […]<<

… und ich höre seine Lieblingstracks nach

An dieser Stelle kann ich nun auch mal passend die Freeware Alesis Sample and Loop Library droppen).

2. Als nächstes beschließt mein Telefon, dass ich mir eine „Tutu“ Live-Version anhören sollte:

Und dabei muss ich leider lesen, dass der tolle Ricky Wellman im Jahr 2013 verstorben ist, jener „Sugarfoot“ Wellman, der mit Chuck Brown and the Soul Searchers, den amerikanischen Hauptstadt Groove verankerte: Go-Go (Swing)

In der anschließenden Gedenk-YouTube-Session lande ich bei jenem obskuren Rom-Konzert, in dem Miles komplett von Herbie Hancock vertreten wird (mit – ähemm -Trompetensound aus’m Synthie), aber mächtiger motivierter Backingband, inklusive Marilyn Mazur im Octapad-Flow

Geschützt: eSpider

August 24, 2017

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Breaks / Breakbeats

Juni 29, 2017

Dr. Jason Hockmans „Breakbeat Deconstruction: From Hip Hop to Drum & Bass and Beyond“  ist ein informatives 35 minütiges Video zur programmierten Gestalt des Break(beat)s – seineszeichen Rückgrad (fast) all jener elektronischen Tracks/Genres, die NICHT eine durchpulsierende Four-On-The-Floor-Kick unterlegen.