Archive for the ‘Sampling’ Category

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Januar 22, 2020

Gestern Abend, Arbeitsessen im temporären elektronischen Salong. Irgendwie landeten wir bei einer frühen holländischen Doku über Drum N‘ Bass.
Heute in der Hochschule, man unterhält sich über Daft Punks „Kompressions-Hausaufgaben“ und  DJ Shadows „Entroducing“ Sample-Puzzle – leuchtende Augen…

Musik aus 1996, Sound mit Nachdruck und viel Energie – kompromisslos & eigen wie viele seiner Protagonisten: Aphex Twin performt im liegen, Squarepusher ist irgendwie noch im Jaco Pastorius Modus, Photek fährt Ferrari, Source Direct zwei schwarze BMWs (>>We feel that we just like to drive round in our fast cars, we make our beats, we like to chill in these sort of quiet country pubs, we like to see girls and that’s about it really. It’s not much else to do, it’s quite boring in the country of England<<) und Goldie macht „dance music for the head„.

Nicht dass ich damals eine derartige detailierte Einsicht mitbekommen hätte, aber der Drum’N Bass Funke war zu diesem Zeitpunkt schon übergesprungen und entfachte eine Begeisterung für die elektronische Clubmusik in mir (die als Inspirationsquelle bis dato immer noch anhält).drumnbass

Hey, 1996 war auch das Popkomm Eröffnungskonzert mit Faithless, Sneaker Pimps und einem übelgelaunten Tricky, der dem Monitormann mit Prügel drohte, den Lichtmann trotz Fernsehaufzeichnung anwies, die Beleuchtung komplett herunter zu fahren und am ende seiner Performance das Publikum nach Hause schickt, obwohl Lamb noch auftreten sollten…
Und jetzt meine elektronischen Inselplatten dieses Jahres:
Everything but the Girl „Walking Wounded
Fila Brazilia „Black Garden Marketing
Underworld „Second Toughest In The Infants“

Atari Hotz Box

Dezember 2, 2019

Eine Idee von Jimmy Hotz, der Hotz Midi Translator

… und ihre Live Umsetzung von Mick Fleetwood, im legendären „Percussion Vest“ Solo, tief in den achziger Jahren:

Knapp dreißig Jahre später wird nun eine Etage tiefer auf den Kleidern getrommelt, auf den Drum Pants.

SPre

November 26, 2019

Schönes Nostalgie-Umsonst-PlugIn bei Analog Obsession. Der SPre emuliert den Preamp und die Filtersektion eines alten EMU SP1200 und hat darüberhinaus auch noch die passende Pitch up/down (+/-12) mit an Board.
Oldschool Klangfärbung!

SPre_PROD

Light my Firestarter

März 4, 2019

Danke Keith Flint, für Energie und Liedgut!

Check the Beats: Prodigy „Firestarter“ > Ten City „Devotion“ (The Voice of Paradise Mix) > M.B.P. Mix „Light my Fire“

found sounds of the week

Dezember 19, 2018

Habe neulich zwei klasse Klangquellen gefunden und dazu immer auf Parties!
Nummer eins, die große Muschelkette/Installtion, die Andrea zum Geburtstag geschenkt bekommen hat – ein eleganter hochfrequenter Klang, irgendwo zwischen Kastagnette, pseudo-elektronischer Hihat und muted Chimes.

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Nummer Zwei, die Sounds aneinander stossender Bowlingkugeln.
Die Schlagzeugklasse der HfMDK geht traditionell zum Weihnachtskegeln in die Clubgastätte der Frankfurter Eintracht, dort habe Einzelklang und Flam (mehrerer Kugeln) aufgenommen.

Fazit:
1. immer schön mitschneiden – eigene Samples basteln!
2. mehr Feiern!

100 Jahre Copyright

Oktober 18, 2018

Wäre ich in Berlin, würde ich dieses Wochenende das von Detlef Diederichsen kuratierte Festival „100 Jahre Copyright“ besuchen.

Falls Du am Sonntag im Rhein-Main-Gebiet bist, komm doch ins Rüsselheimer „Rind“. Dort werden wir mit Luminos W auch den ein oder anderen Beitrag zum Thema leisten, beispielsweise unsere Collage über das Soul II Soul Acappella von „Back to life“:

Pentimento

August 10, 2018

Die Einleitung zum Ableton-Interview „Mögliche Musik“ mit Jon Hassell beginnt mit geographieüberwindendem Sampling in den frühen 80er Jahren, der Collagen-Idee aus Schichten und Übermalungen (Pentimento), Minimalismus, der Kraft der Schleife (die nicht unbedingt im 4/4 Takt sein muss) und Hassells Vorstellung der (geheimen) „Fourth World“, die durch die >>Kombination von Merkmalen traditioneller Musikstile aus der ganzen Welt mit modernen elektronischen Verfahren<< einen neuen stringenten Sound schafft.

Unbedingt weiterlesen (u.a. >>über vertikales Hören, den Rhythmus fallender Blätter […] ein Leben lang voller Erkundung und Forschung mit und inmitten einiger der bedeutendsten Akteure der Musik des 20. Jahrhunderts).
Und parallel dazu gleich mal den Freeware Harmonizer „Pitchproof“ auschecken…

>>…stellen Sie sich einen Slow-Motion-Film über eine wachsende Pflanze vor. Kleine Bruchstücke von diesem jenem spielt man auf Konzerten und dann im Studio, und schrittweise fügen sie sich zusammen. Es ist ein wenig wie der Pentimento-Gedanke, bei dem Schichten durch andere Schichten erkennbar werden. Und jede dieser Schichten kann recht undeutlich sein…<<

-> Mati Klarwein, Nils Petter Molvaer

Tape/Sample Drumming

August 8, 2018

…neither computer nor sampler required!
Bloß a bisserl Platz und ein paar Bandmaschinchen…

super bad

Mai 2, 2018

Mit John Jabo Starks ist gestern der verbliebene Funkmaster gestorben 😦

Bildschirmfoto 2018-05-02 um 11.16.36

Mit den Insta-Worten von ?uestlove:
>>If the late #ClydeStubblefield was #JamesBrown gourmet dish, then #JohnJaboStarks was his meat & potatoes. The round the way meal. In the folklore of breakbeat ology, it was Clyde that was James’ prettiest rhythmaster. But Starks was his most effective drummer. It was the “Think (About It)” break that birthed New Jack Swing Culture, Bmore/Jersey House & 90s rnb. It was “Hot Pants (I’m Comin)” & “I Know You Got Soul” that really cultivated the classic east coast renaissance of 87-92. James’ most effective funk: “Soul Power” “Escapism” “Superbad” “The Payback” so many classics. His 8 on the floor style was so unique in his funk. A serious funk god. A unchampioned legend gave us new culture and a gift folks. Give the drummer some. John Jabo Starks R.I.P. #Jabo<<

Fangen und Tanzen

Februar 21, 2018

Im taz-Interview mit der niederländischen Filmemacherin Nanouk Leopold lese ich spannende Konzepte:
>>bei Menschen, die keine Erfahrungen mit dem Schauspielen haben, sieht man sehr schnell, ob sie sich öffnen können. Es hat damit zu tun, wie man seinen Körper einsetzt. Nichts tun, Tee trinken: Wenn das klappt, wird es sofort interessant.<<

>>Wir nennen die Methode mittlerweile „Fangen und Tanzen“, man fängt Dinge ein, indem man sich im selben Raum bewegt. Dazu müssen ich, die Schauspieler, der Kamera- und der Tonmann miteinander verbunden sein.<<

>>Verantwortlichsein ist auch oft langweilig. Wenn mein Sohn mich fragt, warum wir nicht einfach in der Wohnung Reis streuen und darüber tanzen können, dann frage ich mich auch: Ja, warum nicht?<<

Passend zum Wettbewerbsfilm „Cobain“ höre ich Rockmusik aus den Neunzigern, „Sometimes Salvation“ von The Black Crows, um im direkten Anschluss mit der Darstellerin des Musivideos – Sofia Coppola – zu den Chemical Brothers umzuziehen.

Also schau ich mir noch geschwind das „Elektrobank“ Filmchen von Spike Jonze an und widme mich dann genüsslich der Rhythmusästhetik des Big Beat Genres. Steige dazu direkt mit dem Meisterwerk „Block Rockin‘ Beats“ ein.
Mein Bleistift schreibt die Pattern auf, der Kopf analysiert die Klangwelten von Bernard Purdie, Pucho & The Latin Soul Brothers bzw. wie deren Breaks durch den Sampler gedrückt und mächtig komprimiert  wurden.