Archive for the ‘Sampling’ Category

die Leidenschaft und der Funke

Mai 4, 2017

… bedarf keiner weiteren Worte:

Vielleicht nur des Nachsatzes: >>la musique bonne est bonne, peu importe l’origine<<, der dann eigentlich auch auf das Trägermedium übertragen werden kann…

Jazz First!

April 20, 2017

Robert Glasper über die Kraft & Schönheit von Jazz-Samples…

>>In this short doc, Glasper identifies three jazz samples, from tracks by Ahmad Jamal and Herbie Hancock, that have served as source material for famed hip-hop producers J Dilla and Pete Rock.<<

Ahmad Jamal Trio „I Love Music“ (1970) / Nas „The World Is Yours“ (1994)
Herbie Hancock „Come Running To Me“ (1978) / Slum Village „Get This Money“ (2000)
Ahmad Jamal „Swahililand“ (1974) / De La Soul „Stakes Is High“ (1996)

Tonträger, Audioformate, Sampling

Februar 25, 2017

In  Folge Nummer 5 der Arte Doku Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop (5/6) Von Vinyl zu MP3 >>geht es um Tonträger und Audioformate – ein Thema, das trotz seiner Relevanz in der Musikgeschichte oft vernachlässigt wird. Ob Schallplatten, Kassetten, CDs oder MP3-Formate – sie sind immer mehr als reine Speichermedien. Sie sind Abbilder ihrer Zeit, haben gesellschaftliche Bedeutung und sind oftmals Ausdruck für einen gewissen Lifestyle. Ihre Möglichkeiten und Grenzen regen nicht zuletzt auch die Musiker zu künstlerischen Innovationen an.<<

Suzanne Vega als „Mutter der MP3“ bzw. die „Tom’s Diner“ A Cappella Aufnahme als Messlatte für die mp3 Entwicklung des Frauenhoferinstitutes:

Zum krönenden Abschluß dann die Folge 6 über Sampling. Über die kreative Vielfalt der Weiterverwertung, hin zur Übernahme des Prodkutionsprozesses „Sampling“ (aufgrund von teuren Gerichtsverfahren bzw. Mietpreisen nun) auf selbst Vorproduziertes Bearbeitungsmaterial.

Marley Marl „In Control 1“ (1988)

Wu-Tang Clan „Can It Be All So Simple“ (1993)

Beck „Where it’s at“ (1996)

IAM „Je danse le Mia“ (1994)

(Teil 1Teil 2Teil 3, Teil 4)

RIP, Clyde Stubblefield

Februar 22, 2017

Ich schlage die Breakbeat Bible auf und verliere mich in der Nachwirkung der Psalmen „Funky Drummer“ und „Soul Pride„.

Alles Gute, Herr Stubblefield!

Wendel

Januar 13, 2017

>>“We started using sequencing and stuff on [Steely Dan’s] Gaucho,“ replies Fagen, „out of desperation really. We were having trouble laying down ‚Hey Nineteen‘. We tried it with two different bands and it still didn’t work, so one of us said something like ‚It’s too bad that we can’t get a machine to play the beat we want, with full-frequency drum sounds, and to be able to move the snare drum and kick drum around independently.‘ Roger [Nichols] replied ‚I can do that.‘ This was back in 1978 or something, so we said ‚You can do that???‘ To which he said ‚Yes, all I need is $150,000.‘ So we gave him the money out of our recording budget, and six weeks later he came in with this machine and that is how it all started.“<< [Donald Fagen in SoundOnSound, 2006]

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So beginnt vor knapp vierzig Jahren die Geschichte des Wendel, dem ersten digitalen Drum-Replacement-Tool.

Robert Nichols: >>We found that there were certain feels that we couldn’t get out of real drummers — they weren’t steady enough. So we had to design something that would do it perfectly, but with some human feeling, the right amount of layback. Instead of just one high-hat sound that repeats machine-like over and over, we had sixteen different ones, so it had the inflections. Wendel can play exactly what the drummer plays — if he plays a little early or a little hard, Wendel plays it a little early or a little hard. Play it once, Wendel memorizes the song, then you play it again and it repeats what it hears.<< [1993, Quelle]

Hier noch ein Spruch aus der Bedienungsanleitung des weiterentwickelten Wendel Jr. (1984):
>>WENDELjr is NOT another drum machine. WENDELjr is a state of the art, digital, percussion sound replacement device. That is, the basic function is to replace the horrible drum sounds produced by any ‚drum machine‘, and replace drum sounds already recorded on tape, whether they were produced by a machine or a real drummer.

There is no need to use pre-delayed triggers with WENDELjr’s trigger input. The trigger response time is so quick (total trigger delay does not exceed 32 microseconds), that in many cases the new drum sound may appear as if it were happening early. In addition to the ultra- fast triggering, the drum sound can be tuned over a 2 octave range from the front panel control.<<

Dennoch schlußfolgerte Mr. Fagen in oben erwähnten Interview:
>> It took so long. It got a little better during The Nightfly, but it was so horrible, I have tried to figure out how to get out of sampling ever since.“<<

nachhören

Januar 3, 2017

In letzter Zeit sind viele Tipps und Geschenke eingetrudelt, die ich mir jetzt nach und nach anhöre. Hier ein paar Neuentdeckungen mit tollen Stellen, Klängen, Grooves.

Weather Report „Where The Moon Goes“  (1983)
Diesen Track habe ich durch die 2016 RIP Playlist von Peanut Butter Wolf entdeckt. Mit nice 6/4 Clap-Backbeat und frischer, blind gesignter Rhythmusgruppe (Omar Hakim, Victor Bailey, José Rossy).

Dass ich beim Weiterforschen durch Zufall den legendären Hakim-Mülleimerdeckel in diversen Live-Mitschnitten aus den Jahren 1983 und 1984 sichten konnte, war eine große Freude!

Idris Muhammad „Wander“ (1970)


Ich zitiere dazu die Linenotes von Bob Porter >>Idris has his longest solo of the date here and toward the end introduces tuned tom toms so that a weird melange of sound is the result<<.

Gang Starr „No shame in my game“ (1992), Crusaders „In the Middle of the River“ (1973)
Dieser Track ist das perfekte Beispiel für einen herunter gepitchten Breakbeat, du kannst ihn dir in drei Geschwindigkeiten/Stimmungen an. Der originale Crusaders Schnippsel (ab 0.22′) läuft dabei am schnellsten, bei Gang Starr gibt es die ultra langsame und in die Tief gezerrte Version im Intro und nach der Ansage >>speed up this track and I’m (gonn)a drop the latest facts<< dann ab o.35′ der amtliche Beat, schmoove!


Narada Michael Walden „Mango Bop“ (1977)
Ich meine festzustellen, dass Herr Walden bei discoiden Grooves die Hihat gerne auf den Zählzeiten „eins und“, sowie „drei öffnet.

Alphonso Johnson „Earthtales Suite“ (1977), Eins Zwo „Bombe“ (2001)
Das ist jetzt musikalisch nicht ganz mein Fall, aber das (von David Igelfeld?) getrommelte weisse Rauschen ab 3.35′ ist eine Klangfeuerwerk für sich! Kein Wunder, dass sich Eins Zwo im selben Track bedient hatten und ihre Weiterentwicklung „Bombe“ tauften…

Und wo wir schon bei Eins Zwo sind: „Der Eine & der Andere“ hat auch ein schönes Beatgerüst!

Wolfgang Haffner „Ning“ (2006)
Super Filzklöppel Snare Sound, ohne Teppich, dafür mit elegant gegateter Resonanz…
(wie der Klang tatsächlich zustande kam, muss ich mal bei Gelegenheit erfragen…)

Zum Abschluß noch der sagenhafte Snaresound des Alex van Halen, den sein Bruder synästhetisch als „brown sound“ wahrnimmt (>>I’ve always thought Alex’s snare drum sounds like he’s beating on a log. It’s very organic<<), anderer Fans fast lyrisch empfinden >>It’s mildly chalky, but has a kiwi juicy ring to it’s decay<<.
Die Basis ist wohl meistens eine 6,5″ Ludwig Metallsnare, die dem Gerücht nach anstelle eines speziellen Resonanzfells ein klares, einschichtiges Standardschlagfell auf der Unterseite trägt, dafür aber mit einem fetten 42 Spiralenteppich nachraschelt.
Sie wird direkt mit einem profanen SM57 eingefangen, zusätzlich aber mit eher weiter entfernten Raummikrofonen klanglich geformt.
Und was die Trommel im Allgemeinen angeht, so postuliert der Meister selbst: >>I think a drum should resonate freely, not be taped up or damped; and it should have both of its heads on<<.

Und zum schönen Abschluss noch das 2015er Album von Kendrick Scott „We are the Drum“:

Hier noch die Einsicht, wie Herr Scott seine Snaredrum sprechen lässt:

lifting a sound from one context and placing it in another

November 30, 2016

Hier schreibt Tim Exile von seiner musikalischen Vision. Es geht um Sampling, Echzeitkomposition, sowie das technische Umfeld, mit dessen Hilfe sich die beiden Parameter in Gedankenschnelle verbinden lassen.
Exiles Ziel ist es, Live-Sampling wie ein herkömmliches Instrument spielen zu können. Damit ein Fluss zu erzeugen und dennoch blitzschnell reagieren zu können. Beispielsweise so wie der Komponist Angelo Badalamenti seinerzeit zum „Laura Palmer Theme“, zur Blaupause der „Twin Peaks“ Filmmusik fand:
Der neben ihm sitzende David Lynch beschreibt knapp das Setting, Badalamenti beginnt zu improvisieren und passt die musikalische Entwicklung fortlaufend den Anmerkungen des Regisseurs an.

bebilderte Breaks

November 13, 2016

Schöner lernen! Die maßgeblichen Drum-Breaks inklusive originaler Coverart.

 

 

 

Reiseloops

Oktober 30, 2016

Lange ist es her, dass ich mir eine Sampling CD gekauft habe. Jetzt aber gibt es (noch für ein paar Stunden) ein Loop Loft 25 $ Ableton Pack u.a. mit Beats von Joey Waronker und Eric Harland.
Vor allem letztgenannter interessiert mich mächtig (habe ich doch gestern Abend erst sein klangvolles Set, später ihn selbst spielenderweise bewundert).

Dass diese Groovesammlung meine Sampler nie betreten werden ist jetzt schon klar, in wie weit sie mich inspiriert, wird auf diversen Flügen der morgen beginnenden DePhazz Russland-Tour geprüft werden.

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3000!

Oktober 4, 2016

Diese runde Beitragsnummer wurde für die MPC-3000 reserviert. Damit erinnere ich an die letzte Roger Linn/Akai Sampling-Workstation aus dem Jahre 1987 und ihren Großmeister J Dilla – Grooveästhet & Forschergeist:

>>By the time he mastered his craft on machines such as E-MU’s SP-1200 and Akai’s MPC3000, J Dilla could have written his own manuals for all of them. Not bad for somebody who never read a single one himself. His extensive self-taught knowledge of the MPC3000 combined with the sampler’s immense capabilities led Dilla to develop a style all his own. Dilla flipped the script on how drum machines were used just as drastically as he flipped his samples. Instead of using the technology beneath his fingertips to quantize perfectly played patterns as so many others producers do, Dilla used his MPC to capture the flaws and flubs found in imperfect performances of live music. This technique caught the ear of renowned DJ and Roots drummer ?uestlove, who noticed Dilla was on to something big. „My mission to get accepted by the hip-hop nation was to sound synthetic like a drum machine, to sound like a sample“ he says. „His approach was to sound as sloppy as a real musician. But it was so sloppy, I know he wasn’t doing it by accident.“<< [Quelle]

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intern Weiterfeiern: 1000, 1500, 2000, 2500, 10 Jahre

PS. das alte Roland SDD-3000 bleibt nicht unerwähnt