Archive for the ‘Art’ Category

Apfelmännchen

September 9, 2021

Da der Ablenkungsfaktor ohnehin schon so groß ist, scrolle ich tonlos durch IG. Dabei ist es immer wieder toll zu erleben, wenn mich ein Musikbeitrag dennoch neugierig macht bzw. begeistert.

Bei brasilianischen Bassisten Fernando Rosa helfen diesbezüglich mehrere Eigenschaften: eins a Körpersprache (nicht nur der Retro-Bezug, sondern vor allem der ganzheitliche Groove) und überspringende Freude.
Bei ihm schau ich aber auch – gerne direkt mit angeschaltetem Lautsprecher – vorbei, wenn ich Lust auf „late seventies Vibes“ und Funk verspüre…

Die Choreografie einer Tape Delay Schlaufe, erinnert mich in puncto Eleganz, geordenetem Chaos und immer wieder überraschenden Momentbildern, direkt an die Fraktalbilder und Mandelbrotmengen, die ich irgendwann gegen Ende meiner Schulzeit mitbekommen habe.

Also tippe ich ab: Die >>Chaostheorie beschäftigt sich mit dynamischen Systemen, deren Zustand sich mit der Zeit ändert und in denen nichtlineare Zusammenhänge auftreten<< und werde wieder zum Apfelmännchen…
zum Männchen, das mittels Apfelgerät tonlos durch die sozialen Medien schwebt oder, das Apfel kauend das Bandecho anschaltet und loslegt 🙂

Frankfurter Ostend

August 27, 2021

Diese Woche, zweimal Ostend und viel erfahren…

beispielsweise, dass im Abbey Roads Institute eine fette SSL 4000 Konsole ihren Dienst verrichtet.
(Dort wurde nämlich für die morgige Prämiere des Kabuki Ensembles geprobt, einem Powertrio mit Modularsynth, Vibraphon und Schlagzeug, das sich irgendwo zwischen Minimal, Krautrock und Hiphop verorten lässt. See you @ El Barrio Festival in Frankfurt, um die Ecke der tinyBe-Ausstellung – beides for free!)

beispielsweise, dass mein Macbook mehrere Bluetooth Lautsprecher auf eigenen Ausgangswegen bespielen kann: Audio Midi Setup —> neues „Hauptgerät“ erstellen, dieses in der DAW auswählen
(gelernt im Rahmen eines Workshops von Megumi Kasakawa aus dem Ensemble Modern).

beispielsweise – lesend – dass: >>Wie immer sagt die Interpretation mehr über den Interpretierenden aus als über das Interpretierte<< (Ayad Akhtar „Homeland Elegien“ Seite 52)

beispielsweise, dass ich gerne mal wieder mit Levi in den Hafenpark gehen würde 🙂

… dafür aber leider vergessen habe, dass ich ja gerade gar keinen Hocker im Proberaum habe, egal…

Echtzeitkunst mit konkretem Anspruch

Juni 29, 2021

Traumhafte Kulisse, spannender Plot, Corona-konform!

Vom 1. bis 11. Juli werden im Frankfurter Ono2 die Ergebnisse des Moment:an Versuchs präsentiert, bei dem die Zeichnerin Kamü und das Musiker Duo Rubow & Leicht intermedial improvisieren, um schöne Bilder und einen stimmigen elektro-akustischen Sound zu erzeugen.
Es gibt einen 15 minütigen Film fürs Schaufenster (und hier), Galleriezeiten (täglich 19-21h) sowie drei Live-Happenings (am 01./08./11. Juli jeweils ab 21h) vor dem Frankfurter Ono2 (Walter-Kolbstr. 16).

Gestartet wird in völliger Freiheit. Um den Moment zu strukturieren helfen große Ohren, offene Augen und ein kleines Regelwerk, ein dezentes „wenn – dann“ Verständnis, das angewendet werden darf, aber nicht muss, sowie subtile klangliche Verstrickungen:
Denn es wird nicht nur auf Trommelfellen und Becken geräuschvoll gezeichnet, die (mittels Drum-Pickup abgenommen) Fell-Klänge bzw. die mit einem Mikrofon bemalten Becken und radierten Vorlagen können ebenso das Klangergebnis beeinflussen…

Neustart Kultur!

Meehr!

Juni 23, 2021

Wie geht es uns, Herr Rubow?
Müde, aber glücklich! Erstmals wieder Konzerte vor echten Menschen gehabt, zudem noch einen schönen Tag am Meer und dabei die Vorteile des Handgepäckreisens entdeckt. Ab sofort möchte ich nur noch mit einem federleichten Turnbeutel (der auch als Stocktasche eine gute Figur macht) und schmaler Beckentasche mit zwei Hihat-Pärchen (Byzance Jazz Hihats für gleichnamigen Zweck, Anikas Deep Hats als Crash und Ride-Becken) aus dem Haus müssen.

Und die Kunst?
Gestern Nacht wurde die interaktive Begegnung mit der Zeichnerin Kamü abgefilmt, ein Teil (besser gesagt die Ono2 Schaufenster-Bespielung) unserer anstehenden Moment:an Ausstellung, heute nochmals Aufnahmeprüfungen, laut Liste auch mit „System“. Bin gespannt!

Die Farbwahl des Frankfurter Europaturms ist glücklicherweise flexibel (Bild von Freund und Nachbar Daniel Jennewein). Ach ja, auch der „Araber von morgen“ ist schöne Kunst. Hier meine musikalische Lieblingsstelle mit Nachhall:

EM?
Na klaro, ich streame mich zum Länderspiel nach München, denn Viktor Orban bleibt zu Hause!

Moment:an

Juni 14, 2021

Und noch ein Neustart (Kultur)!
Wir proben gerade für Moment:an, ein intermediales Zusammenspiel von Zeichnung und Musik, wobei die kollektive Improvisation nicht nur den Übergang vom Analogen zum Elektronisch-Digitalen markiert, sondern vor allem die Stärke des Moments betont, der immer wieder zu neuen Ergebnissen führt.

KAMÜ zeichnet, das Musikerduo Rubow & Leicht erschafft elektro-akustische Musik und dank einer gemeinsam erarbeiteten audio-visuellen Sprache kanalisieren sie sowohl Zufall als auch den Augenblick zu immer wieder bewegenden Gesamtkunstwerken. Moment-Kunst für (fast alle) Sinne!

Vom 1. bis 11. Juli im Kunstraum ono2 (Walter-Kolb-Straße 16, Frankfurt am Main).

Schaufensterkonzert mit Zeichenperformance und Ausstellung am 01.07. / 08.07 / 11.07. ab 21 Uhr
Und vom 02.07. bis 10.07. ist die Ausstellung mit den entstandenen Werken täglich (unter Beachtung der geltendenden Hygieneregeln) von 19-21 Uhr geöffnet.

Zwei Kunstfotos dazu – einmal mit Farbe am Schlagzeug-Platz, sowie die schwebende Overhead-Snare-Kamera für die Trommelbemalerin:

Kunst (Echo) im öffentlichen Raum

Juni 9, 2021

Schöner Tag in Frankfurt: bunte Hochzeitserinnerungen und mal wieder ein frei zugängliches Effektgerät (Echo Chamber) im öffentlichen Raum.

(file under: Hallkammer)

Rubow & Leicht

Mai 25, 2021

Hey, darf ich vorstellen – meine neue Band RUBOW & LEICHT, die aus dem Stand heraus elektro-organische Musik improvisiert, dabei leidenschaftlich gesprochenes Textmaterial dubbt.
Die passende Lightshow wird in Echtzeit gemalt.

Gedankenanstöße zum Tanzen!

Den großen Paukenschlag gibt’s dann am Sonntag, den 30. Mai. Im Rahmen des hessischen Musik- und Literaturtags streamen wir um 18 Uhr aus dem ono2 die digitale Werkschau unserer Pandemiearbeit, einen 45 minütigen Film mit viel neuer Musik eines ersten Albums („Talk Box“, VÖ im Herbst) und vielen Bildern von Kamü.

PS. der digitale Warteraum wird jetzt schon bespielt…
Und so begann die Reise vor gut einem Jahr:

hr-Video
https://www.youtube.com/watch?v=wuRFquP3Ms4

Mokka in Mostar

Mai 21, 2021

Lana Bastasic schreibt in ihrem Roman „Fang den Hasen“ (auf Seite 86f)

>>In Dublin trank ich für gewöhnlich doppelten Espresso, zwischen mir und den Kaffeebohnen lag eine Distanz, eine ganze Maschinerie, deren Ziel es war, die Erinnerung an das Land, in dem der Kaffee gewachsen war, auszulöschen. Ich kannte Baristas, deren in teuren Designer-Fonts gesetzte Sepiadiplome an den Wänden schicker Cafés hingen, um meinem scheinbar allzu feinen Gaumen die wilde Sprache des rohen Kaffees zu übersetzen. Doch dieses henkellose Tässchen in Mostar erwartete mich wie eine stolze Waschfrau ihre ausgelassene Tochter, die vom Tanz nach Hause kam: Es erinnerte mich daran, woher ich kam und wo mein Platz war. Das war Kaffee, nicht eine kostbare Ansichtskarte aus Kolumbien.<<

Dazu erstelle ich mal wieder einen kleinen Momentan-Musik-Mix, die Einlassmusik für den 30. Mai, den hessischen Musik- und Literaturtag, in dessen Rahmen Rubow & Leicht – die Corona konforme Splittergruppe des „Temporären Elektronischen Salon“ – ihr demnächst fertig gestelltes, hoffentlich auch bald erscheinendes Album „Talk Box“ präsentiert. Dafür gibt es einen eigens erstellten 45 minütigen Dokumentar-Kunst-Film mit unserem aktuellen Sound – jazzige Electronica mit neuem Textverständis und grandiosen (verspielten) Wortbeiträgen von Max Frisch, Steve Reich, John Cage, Saša Stanišić, Duke Ellington, Paul Desmond, Charlie Parker, Heinrich Steinfest, Bullwackie, Afrika Bambaataa, Arno Frank, Theodor Adorno, Front 242, Hal David, Matsuo Basho.
Zudem viele schöne Gemälde von Kamü.

Jetzt aber erstmal die Trackliste (zum virtuellen Warteraum):

Madvillain „Bistro“
Sault „Son Shine“
XTC „This is Pop?
Benny Sings „Nobody’s Fault“ (2021)
Janet Jackson „Young Love“
Teddy Rok Seven „Feel“
Dawn Richard „Bussifame“ (2021)
Steve Reich „Piano Phase“ (1967)
Rene & Angela „I Don’t Know“
Djavan „Lilás“
Pino Palladino „Just Wrong“ (2021)
Bill Evans „B Minor Waltz“ (1980)
Céline Rudolph & Lionel Loueke „O Leaozinho“
Nepumuk „Kauf“
Bruno Mars & Anderson .Paak „Leave The Door Open“ (2021)
The Isley Brothers „Work to Do“
Nubiyan Twist „Figure Numatic“
Ulf Kleiner „Tubes Grande – Analog Piano Dub“ (2021)


solo Cymbals

März 8, 2021

Mensch, leider muss der Duo-Rave am Freitag abgesagt werden. Weil er jedoch beizeiten nachgeholt werden wird, tröstet mich das Cymbal-Solo (des immer wieder inspirierenden Julian Sartorius) directement:

Kick off

Februar 12, 2021

… ins Wochenende, mit neuen kreativen Bildern von Christoph Niemann:

Hey, hey, hey! Und die Taxi-Geschichten von Saša Stanišić  sind ab sofort beim Mairisch Verlag bestellbar. Ebenfalls mit tollen Illustration (von Katja Spitzer).