Archive for the ‘Art’ Category

solo Cymbals

März 8, 2021

Mensch, leider muss der Duo-Rave am Freitag abgesagt werden. Weil er jedoch beizeiten nachgeholt werden wird, tröstet mich das Cymbal-Solo (des immer wieder inspirierenden Julian Sartorius) directement:

Kick off

Februar 12, 2021

… ins Wochenende, mit neuen kreativen Bildern von Christoph Niemann:

Hey, hey, hey! Und die Taxi-Geschichten von Saša Stanišić  sind ab sofort beim Mairisch Verlag bestellbar. Ebenfalls mit tollen Illustration (von Katja Spitzer).

Der Bilbao Effekt

Februar 9, 2021

Das Wortpaar Städtename Bindestrich Effekt bezeichnet eigentlich die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre Architekturleistungen. Der Bilbao-Effekt ist ein doppelter. Mein Freund Ulf konnte nämlich der Richard Serra Skulptur „Matter of Time“ wunderbare Klangeffekte entlocken. Das Stahlmonument punktet durch unterschiedliche Delayzeiten, als hätte der Meister einen automatisierten Mode Selector verbaut…

Eindeutig ein weiteres Highlight für meine Sammlung der öffentlichen Hallkammern.
Und irgendwie auch ein Auftrag, zum morgigen Jazzfest mit zwei Delaypedalen (RE20 und Teil1) anzureisen.

Ab 20.55h wird unser Trio-Gig mit Fola Dada (Gesang), Ulf Kleiner (Synthbass, Rhodes) dort gestreamt.

Auch schön: der alte Lack geht ab und hinterlässt ein gemaltes Bergpanorama (ganz nah am Orange Amp Icon…)

in between areas

Februar 5, 2021

Toller Satz von Stefan Sagmeister, der sich eigentlich auf eine interaktive Installation bezieht und sich dennoch ebenso hervorragend auf die Entwicklung musikalischer Ideen übertragen lässt:

>> I’ve always thought that the most juicy strategies are found in between things. In between professions, say art and design, in between areas like the haptic and the digital or in between cultural movements.<<

die besondere Zeit

Januar 30, 2021

Ich lese gerade Steffen Kopetzkys Roman „Grand Tour oder die Nacht der Großen Complication„, in dem sich einer der Protagonisten, ein Uhrensammler, auf die Jagd nach dem weltweit einzigen Chronometer mit Jahrtausendanzeige begibt.

Passend/Parallel dazu schwärmt Stefan Sagmeister für die Videoarbeit „The Clock“ des amerikanische Klang- und Videokünstlers Christian Marclay, einem 24 Stunden Film, der wie eine Uhr, stets die richtige Zeit anzeigt.

Hey und heute werde ich 49 – jubel!

Ich habe auch schon ein DIY-Geschenk auf der todo Liste, eine Schlüsselbox à la JD Beck und dann höre ich auch mal ins neue Notwist Album „Vertigo Days“ rein.

PS. auch Phil Collins hat heute Geburtstag und wird 70- krass!

PPS. ansonsten gerne auch:

Welcome to The Hills

Dezember 6, 2020

Yussef Dayes veröffentlicht die letztes Show seines Trios vor dem Corona Lockdown.
Echodrums gibt’s beim dem Gig auch (nach) zu hören („Odyssey“ 07:01 und einsam vor sich hin oszillierendes Delay am Ende von „Gully Side“ 22:00) – Hurra!
Warum jedoch das Schlagzeug brennen muss, verstehe ich nicht ganz? Genau DAS braucht man doch während der Pandemie ganz dringend!!

Lösungsansatz für die Frage aus der Nachbarschaft:

Baltikum, Provinz Antalya, Schwarzwald

Dezember 5, 2020

Zum morgigen Nikolaustag zwei schöne Bilder aus dem Fundus der @sovietvisuals:

Tag und Nacht im Batikum 1978. Das erste Foto, „Flight“ von Virgilijus Sonta, steht für die Schönheit des Sommers, alltäglichen Futurismus, sowie die immense Freude und Freiheit beim Wasserspringen.
Auch wenn utopisch, so würde ich bei der nächsten Litauen-reise leidenschaftlich gerne genau dieses Schwimmbad auffinden wollen.
Der Lada vor dem Hotel „Viru“ in Tallinn erinnert mich nicht nur angenehm an mein erstes Auto (aus eben dieser Lada-Baureihe, ein sandfarbener unverwüstlicher Kombi mit einem Lenkrad in Bassdrum-Größe), mir gefällt vor allem die Aufgeräumtheit der Straße – eindeutig eine Aufgabe für die Zukunft – und die sternhaften Lichtpunkte, dank denen ich dem Bild tatsächlich auch etwas Vorweihnachtliches abgewinnen kann.
Unter den IG Kommentaren findet man schließlich noch ein erstaunliches Kofferwort „microcrete“:
>>it [the hotel] had a floor devoted to KGB agents spying on its guests. The hotel had so many bugs that locals joked it was made of „microcrete,“ half concrete, half microphone.<<

Auch mir scheint ein Nachfahre des Bischofs von Myra schöne Post geschickt zu haben: zum einen – via Oli Leicht -das grandiose Filmdokument „Jazzin‘ the Black Forest“ über die Geschichte des MPS-Labels in Villingen-Schwenningen, zum anderen die aktuelle Ausgabe des Offbeat-Magazins vom Percussion Creativ Verein (auch aus dem Schwarzwald…) mit einer weiteren tollen Rezension meines Echodrums Buchs:

es ist Winter,

November 28, 2020

weil kalt,
weil Schneemann!

OK, der meteorologische oder auch klimatologische Winteranfang ist immer der 1. Dezember.

Waiting

November 19, 2020

Via Soviet Visuals entdeckt, das Foto von Dmitry Baltermants. Der Titel passt zur Zeit, der Inhalt zeigt auf jeden Fall schon mal einen schönen Bezug…
Gleichnamige Songtitel gäbe es ja einige passende, ich entscheide mich für ne luftige Hattler Version und stecke sie in die schicke Hülle der Quincy Jones Single „Oh Happy Day“ von 1971.

Und zack, findet sich eine schöne Beschäftigung im Wartezimmer:
Denn der funky Beat kommt von Bernard Purdie und wurde in bester Rudy van Gelder Tradition aufgenommen und fast komplett auf die rechte Seite im Stereopanorama gemischt. Eine Hallraumöffnungen – vermutlich ein EMT Plate Reverb – für wichtige Snare Hits gibt’s obendrein!
In puncto Aufnahmetechnik schreibe ich folgende Erkenntnisse ab und freue mich auf eigene Versuche!

>>Take three or four expensive German mics with a blistering top end boost, put them real close to the instruments, add some extra distortion from a cheap overloading mic preamp through an Army Surplus radio console, put some crappy plate reverb on it, and record. Then, immediately (and for no good reason), redub the master onto a Magnatone tape deck at +6, compress the crap out of it while adding 5 db at 5000 cycles to everything. That’s the Van Gelder sound to me.<< Steve Hoffman

>>In the absence of information from the source, we have to listen. (Radical concept!) My ears suggest to me that Van Gelder has always miked drums using a single overhead condenser mic, probably a large-diaphragm Neumann U 47 or, perhaps, a small-diaphragm KM 54. I don’t hear a separate mic on the kick; the coherence of the sound suggests the use of a single microphone for the drumkit.
The drums aren’t entirely recorded with that one mic, though; one of the hallmarks of a Van Gelder session is lots of leakage—drums into the horn mics, horns in the drum mic. Never enough to create phase problems and comb filtering, but enough to create the marvelous sense of space that marks his recordings—yes, even the early ones in mono. You don’t think a mono recording can have a sense of space? Listen to one made by Van Gelder.<< Paul J. Stamler

Später im Englewood Cliffs Studio (ab 1959) sind es dann eher zwei (als Over- oder Underheads) oder drei Mikrofone (mit zusätzlichem Kick-Mic oder/und Raummikrofon):

Die Erwartung

November 1, 2020

Gleichermaßen Einstand (neues Programm, frische Besetzung), aber auch das vorerst letzte Konzert vor Menschen. Wiedermal mit Nils Wülker, diesmal aber schon im zeitgemäßen Zwei-Set-Setting, zudem im Doppelpack mit einer weiteren Band – Rymden.
Quasi ein kleines Festival, auf jeden Fall eine Art Fest!

Und wie toll, mal wieder Magnus Öströms Effektgerät-Ebenen (und seine Beckenwand) im Einsatz zu hören – hey, zwei Bands, zwei Echodrummer! – Dan Berglund mit Kontrabass und Ampeg zu spüren, Bugge Wesseltoft zwischen abgedecktem Rhodes, MS-20 und Flügel wirbeln zu sehen, überhaupt, einem grandios eingespielten Trio in ihrer Interaktion zu folgen.


Heute vor der Abreise dann noch ein weiteres Halberstadt Highlight, der Besuch von John Cages Live Performance „ORGAN2/ASLSP„. Die Tempovorschrift „As SLow aS Possible“ der auf 639 Jahre geplanten Umsetzungsdauer scheint eine optimale Lehrmeisterin in puncto Geduld (und damit genau richtig für die kommende Zeit) zu sein!
Der stehende Klang selbst ist pure Beruhigung. Erst wenn man sich selbst um das Objekt herum bewegt (wiedermal wird man zum Effektgerät, diesmal eine Mischung aus Filter und Leslie), moduliert der Klang ganz subtil. Schön!!

PS. >>[Für Augustinus gibt es] „drei Zeiten, die Gegenwart des Vergangenen, die Gegenwart des Gegenwärtigen und die Gegenwart der Zukunft.“ Und die Gegenwart des Zukünftigen ist für ihn die Erwartung.<<
schreibt Rainer O. Neugebauer (Kuratoriumsvorsitzender der John-Cage-Orgel-Stiftung und unser heutiger Ausstellungsführer) im Artikel „Es wird einmal gewesen sein“/Inspriation-Heft 3.20 Künste