Archive for the ‘Art’ Category

I (heart)

Juni 27, 2020

Milton Glaser hatte super Ideen anmutend ausgeführt.
Ich denke an „I ❤️ NY“ (1977),  „We are all African“ (2005), „Sony Tape. Full Color Sound.“ (1979)  oder die Musikköpfe – z.B. das ins 67er Greatest Hits Album von Bob Dylan eingelegte Poster, Aretha Franklin (1968), oder Mahalia Jackson (1967).

Aber auch eine eins a Attitüde im Alter:

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>>Bloomberg Businessweek asked eight designers to come up with logos for Trump’s inane „Space Force.“ Milton Glaser nailed it. „The image represents the relentless intrusion of our president in every aspect of our lives and future. The image can be read as his next conquest or simply that there is very little inside that skull.“<<

Friesbie’s Pies

April 8, 2020

Und du so?

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In der Pause höre Neon Phusion und Chefket, manchmal besuche ich auch das Covid Art Museum.

>>Wer ist Mac Miller? Ich kenn‘ nur Gerd Müller
War immer eine Niete beim kicken aber alle meine Snares sind Knüller<<

Passend dazu noch ein paar Trap-Sound-Ideen von Pascal Thielen:

nichts, was sich nicht zum Positiven entwickeln ließe

März 22, 2020

Wenn ich am Fenster stehe und Menschen in Decken gewickelt auf dem Balkon liegen sehe, bekomme ich Lust, erneut den Zauberberg zu lesen. Da aber auch mein Lieblingsautor Heinrich Steinfest einen Gastbeitrag für die Kontext-Wochenzeitung geschrieben hat, beginne ich erstmal umfangsreduziert:

>>Möglicherweise ist das die richtige Zeit, um wieder Trost und Rat bei den großen Philosophen und Philosophinnen zu holen, so unterschiedlich und widersprüchlich die als Gemeinschaft und oft auch in sich selbst sind. Aber dennoch schaffen sie ein Bewusstsein, das uns zu der eigentlichen Frage nach dem Warum zurückführt. Vielleicht hat es eben doch einen Sinn, unser Leben, vielleicht kümmert es das Universum eben doch, was wir tun und was wir unterlassen und wie wir aus einer Krise hervorgehen: gescheiter, dümmer, gleichgültiger oder leidenschaftlicher, das Leben feiernd und die Umwelt achtend. Verliebt in das Dasein. Großmütig. Klar, wir werden uns nie ganz von der Angst um Klopapierknappheit befreien können, das nicht, das ist wohl unsere Natur, aber nichts, was sich nicht zum Positiven entwickeln ließe. Der einzige Grund, wieso wir ja überhaupt auf der Welt sind, ist es, die Dinge zu verbessern. Egal, wie oft wir dabei scheitern. Ein Auftrag ist ein Auftrag. Göttlich oder nicht.<<

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Edward Hopper „Cap Cod Morning“ (1950)

Spring!

März 16, 2020

Durch Selbstisolation in die Selbstoszillation, dann vom Spring Reverb zum Frühling.
Und als schönes Begleitbild nebenbei, ein Foto aus Damien Hirsts Atelier:

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weil ich die Welt schön und aufregend und geheimnisvoll finde

März 13, 2020

Ich steige im Gesundbrunnen um und lasse mich (dank SZ Magazin) durch die Lebensfreude vom 82 jährigen David Hockney anstecken!

>>Ich nehme es als Kompliment, wenn meine Bilder als allzu spielerisch kritisiert werden. Selbst ein Wissenschaftler im Labor braucht einen Sinn für das Spielerische, um eine Entdeckung zu machen. Ohne Spiel gibt es keine Kunst.<<

>>Mit technischen Erfindungen auf eine neue Art zu sehen bedeutet eine neue Art zu fühlen kennenzulernen. Das ist für mich eine Wiederverzauberung der Welt, weil Gewissheiten nicht mehr gelten. Es ist die Weigerung, sich selbst zu kopieren, die einen Künstler voranbringt. […]
Wie soll man andere überraschen, wenn man sich selbst nicht mehr überraschen kann? […]
Ich will immer noch überrascht werden und Entdeckungen machen, weil ich die Welt schön und aufregend und geheimnisvoll finde.<<

angewandte Kunst

März 5, 2020

Um das Museum Angewandte Kunst wörtlich zu nehmen wird die falsche Schlagzeugmarke einfach umgestaltet…

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War sehr schön bei Euch! Und sollte das nächstes Mal eine Pearl-Kick vor Ort stehen, wisst ihr ja was zu tun ist – P eace out…

Ist nicht bald Fasching?

Februar 21, 2020

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Fälschlicherweise hatte ich den hübschen Dollar-Schein unter Banksy abgespeichert, dabei ist er doch von Hans-Peter Feldmann, dem Konzeptkünstler, dessen Atelier das Eiscafé Dolce Vita in Düsseldorf ist…

Und jetzt höre ich Musik aus Brasilien bzw. mich durch die Diskografie von Ed Motta durch.

Ich mache Fotos, um mir die Welt zu erschließen…

Januar 19, 2020

… der Kontext in dem ich operiere ist so ähnlich wie in einer Independent Band zu spielen und auf kleine Festivals zu gehen.<<
So antwortet mein Lieblingsfotograf Peter Bialobrzeski im PicDrop Podcast auf „die deutscheste aller Fragen: und, was machst Du so?“

Auch ich war vorgestern mal wieder Gast in einer schönen Radiosendung und durfte Sätze und Alben mit Michael Rütten wechseln. Hätte auch er mir die oben genannte Frage gestellt, hätte ich mein Tun wohl derart beschrieben:
Ich trommle Musik, um anderen Geschichten zu erzählen und selbst Klarheit zu erlangen.
Viel Spaß beim Nachhören 🙂

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Jetzt nochmals Bialobrzeski
>>Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was Du hörst<<, ein Aha!
sowie Link und Trackliste zur Soulsearching Sendung:

Miles Davis „In A Silent Way“
Massive Attack V Mad Professor „Protection (Radiation Ruling The Nation)“

Keith Jarrett „Creation Part 1“
J Dilla „One Eleven“
Fila Brazillia „Butter My Mask“
Tony Allen „Moyage (Mark’s Disco Mix)“
The Police „Next To You“
Rhythm & Sound „No Partial“ 
Swag „version.14“ 
Billy Cobham „A Funky Kind Of Things“
emanative „Planet B feat. Liz Elenzky“ 

Can „Vitamin C (BOM Edit)“
Brian Blade Fellowship „Red River Revel“
LCD Soundsystem „45:33 (Theo Parrish’s Space Cadet Remix)“

in Bildern denken

Januar 3, 2020

Eins a Trommeleinstieg – mit Pauken und Trompeten! Und grandiosem, mitunter exotischen Publikum in der Hamburger Laeiszhalle (Laeisz wie leise, obschon so ein Klassiktempel ganz schön laut nachhallt, wenn man die Trommel mit Schmackes schlägt…) – jedenfalls konnte man „die Schwester von Kraftwerk“ oder Rio Reisers ehemaligen Bodyguard treffen, mit illustren TrommlerInnen fachsimpeln oder sich von den vielen DePhazz Fans beglücken lassen.
Jetzt entspanne ich mit der freitäglichen SZ in der Bahn, freue mich dort über Max Goldts „Kunst kommt vom Wollen“ und die fotografierten Schreibtafeln kluger MathematikerInnen bzw. der folgenden Interviewpassage mit Jessica Wynne:
>>Viele der Fachleute sagten mir, als sie mir ihren Arbeitsprozess beschrieben, dass sie in Bildern denken, nicht in Zahlen oder Worten. Sie sehen das mathematische Problem in Bildern, noch bevor sie überhaupt an dem Problem arbeiten.
Ein Professor erzählte mir, dass er am Strand saß. Er dachte nicht einmal an Mathematik, er sah nur den Surfern zu. Und aus heiterem Himmel kam diese Vision. Er sah Bilder, sah das mathematische Problem vor sich und auch dessen Lösung. Ein Durchbruch. Oder ein Professor vom Mathematischen Institut in Princeton: Er zieht sich jedes Jahr drei Monate lang nach Irland zurück. Dort mietet er sich eine Hütte und meditiert. Es ist also Teil seines mathematischen Denkprozesses, den Geist zu leeren und nicht zu denken.<<

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Morgen gibt’s dann das traditionelle Netzer Neujahrskonzert im Stuttgarter Merlin – zwar ohne symphonischen Apparat, aber bestimmt genauso druckvoll und glitzernd.

PS. passt sowohl zu Bildern und zu Neujahrsvorsätzen, als auch zu Hamburg, der kleine Ausschnitt aus Saša Stanišićs „Herkunft“ (Seite 230):
>>Ich las. Lernte. Spielte Bach auf der Gitarre und übte Headbangen, und manchmal schloss ich einfach lange die Augen, um mich zu erfinden.<<

wie gemalt

Dezember 19, 2019

Erneut ein Gruß und Kuss aus Vilnius!
Bin bestgelaunt – weil die AirBaltic Reise völlig unkompliziert funktionierte (dank ausgefuchster 8Kg schmaler Handgepäck-Beckentasche, in der ich immerhin vier Meinl Klangebenen unterbringe:14“ Jazz Hihats, 18“ Sand Crash, 18“ Byzance Medium Thin Crash, 20“ Club Ride), weil ein schöner Sonnen-Spaziergang mich am Brutalismus-Sportpalast vorbeiführte und die Googlekarte der „Third Wave Coffee Places“ wieder mal ins leckere Schwarze traf.

Auch im Venue blieb, durch diesen einmaligen Effektisch, die Sowjet-Romantik erhalten. Nicht nur „eine Harfe aus Beton“ (Pat Appleton), sondern auch Stahlblumen als Echoträger…

Und jetzt wo ich wieder daheim und im Freizeitmodus bin, mag ich gerne noch drei Geschenktipps in den Raum stellen:
– Ein Kendama ist 2019 mein Präsent No.1 (Geschicklichkeit, Beruhigung).
– Der Buchtipp Alex Graham „Drumfax 4: A Guide To Electronic Drum Kits (1973-1989) von Markus Einheuser wird überprüft, verbrieft empfehlen kann ich das Pedal Crush Buch. (Herzrasen!)
– selbstgemaltes = immer OK! Und so folge ich dem Aufruf des Galleristen, der ab 23. Januar nicht nur die Bilder von Hellmut Hattler austellen wird, sondern auch drei Ausmalvorlagen in den Ring wirft, die gestaltet und eingeschickt werden können.
Also: Kunst für die Freunde und/oder den Kenner!

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Ich wähle das Motiv „Bassjagd„, hole Stöcke und Levis Wasserfarben raus und trommle ein paar schöne Noten ins Ziel…

Nachtrag: Zusammen mit Levi und Yves wurde jetzt noch das Ausmalbild „Silent Surveyor 2“ zum Loop transformiert.

Dass die Musik zum Titel mittlerweile 20 Jahre auf dem Buckel hat, finde ich leicht krass…