Archive for the ‘Art’ Category

Form follows Humour

Februar 21, 2019

In Gedanken möbliere ich ein Recording-Studio mit verschiedenen Objekten des Schweizer Gestalter Paares Susi + Ueli Berger, deren Schaffensweise gern mal so beschrieben wird: >>ein Bedürfnis besteht, eine Idee keimt, eine Lösung wird gefunden.<<

In diesem Sinne: Einen Stapeltisch für mein Effektboard, den S T U H L aus der Reiher verbaler Möbel zum Trommeln, die Wolkenlampe und die Keep-Smiling Vorrichtung ( = Widerhaken zum Hochziehen mißmutiger Mundwinkel) für gute Stimmung, sowie einen Fächermann neben den Kunstkopf.
Schließlich noch einen Softchair zum Ausruhen.

Und die weiße Tama-Kick befreie ich aus ihrer Installation „Drumming„, nicht nur weil sie als Pauke verunglimpft wurde, sondern weil ich gerne mal hören würde, wie sie mit Fußpedal klingt…

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Link zu taz -Artikel: Form follows humour & Inspiration…

die perfekte Balance aus grau und bunt

Februar 15, 2019

… zudem eine schön Erinnerung an diverse Touren durch die Ukraine – freue mich mich auf Johann Diehls Ausstellung in der Galerie Wilma Troisdorf.

(Opening today! 15.02. 19-21h)

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Venedig, in Kürze

Februar 11, 2019

Mit der Renaissance hatte ich bisher nicht viel am Hut. OK, allein der Name hat etwas Verlockendes und auch die Schlagzeugfelle unter selbiger Überschrift vermögen in bestimmten Kontext zu überzeugen.

Dann las ich in der Welt am Sonntag den „Venedig am Main“ Artikel von Hans-Joachim Müller über die aktuelle Städel-Ausstellung „Tizian und die Renaissance„. Jetzt fand ich die Überschrift verlockend, aber auch das Bartolomeo Veneto zugeschrieben „Idealbild einer jungen Frau“ irgendwie: schön.
Das kleine Blumenarrangement zwischen Daumen und Zeigefinger zieht meinen Blick auf sich und ich hab das Gefühl, den Frühling zu riechen…

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PS. >>Tizian, der Spiritus Rector der venezianischen, hat nie ein Schlachtengemälde gemalt.<<

Platz lassen für das Göttliche

Februar 7, 2019

Beinahe eine Kurzgeschichte, die Maggie Nelson auf Seite 65 in ihrem Buch „Die Argonauten“ unterbringt:

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Direkt drunter hänge ich ein Werk von Harry Dodge:

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#familyofartists

Frankfurter Sommerbäder

Januar 30, 2019

Ich hatte einen grandiosen Einstieg ins nächste Lebensjahr, mit warmem Badewasser und Glavinics derart packendem Schach-Roman, der einfach durch die Nacht zu Ende gelesen werden musste.
Angenehm übermüdet daraufhin dann mit Schneekulisse und Morgentau durch den Tag, bisschen Torte hier, mehrere Kaffetässchen dort und wieder direkt ins Bett, mit dem nächsten Buch. Schlaf vor zwölf.

Als Soundtrack genügte die Dauerschleife aus Jordan Rakeis „Sorceress“ und Steve Reichs „Music for a large Ensemble„.

PS. Zwischendrin waren wir auch noch im Museum für angewandte Kunst und dort habe ich den schicken Titel abfotografiert, Frankfurter Sommerbäder…(denn manchmal fühlt sich Geburtstag an wie der beste Sommerferientag im Freibad!)

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hic fuit!

PPS. Happy Birthday, Phil Collins!

Wildnis!

Januar 3, 2019

Hat mir beim Besuch der Wildnis Ausstellung am besten gefallen und passt hervorragend zum im Februar beginnenden Jahr des Schweins, Lin May Saeeds Metallarbeit „The Libe­ra­tion of Animals from their Cages XVII/Woman with Pig“:

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Weitere Highlights: (aber auch furchteinfößend), der Klang der Eisschmelze von Jacob Kirkegaard („MELT“, 2016), Gerhard Richters unscharfer „Tiger“ (1965), und Max Ernsts, „Die Lebensfreude“ (1937).

Im direkten Proberaumanschluss habe ich dann ähnlich wild getrommelt. Dafür erstmal mit dem Bolzenschneider das Gatter zum Doublekick-Areal geöffnet und neben die daraufhin verschlossene Hihat ein Roland KT-10 Fuss-Pedal gestellt! Als Klangerzeuger wurde mein Coron Drum Synthe RDS angeschlossen und los ging die Forschungsreise.

Zunächst mal pulsierende Viertel, mit typisch analogen e-Drum Kicks:

Aber dann, ganz simpel – mit nur einem Handgriff wird der OSC/NOISE BALANCE Regler zu Gunsten der Rauschfahne verdreht – kann ich – je nach NOISE DECAY – perkussive Akzente (Cabasa/ähnlich), elektronische Offbeats oder typisch elektronische Zweien und Vieren treten.

Jaja.. >>In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler […]<< (Schirn Presse Text)

Friedenstaube

Januar 2, 2019

Vorstudie zum Ausstellungsbesuch

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#peace #2019 #schirnkunsthalle #kulli

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vom Sechseck zum Raum

Dezember 13, 2018

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Da sollten doch die Herzen eines jeden Simmons-Fans, aller Dub-Begeisterten, Kunstmenschen und so mancher Literaturfreunde schneller schlagen:

Vasarelys Hat Leg (1971/72)
(noch bis zum 13.1.2019 im Frankfurter Städel Museum zu bestaunen)

Eine ganz andere Art des Raumgewinn praktizierte Dembélé beim beim Fussballspiel von Barcelona gegen Tottenham, wie taz-Autor Florian Haupt schön mehr als anschaulich zusammenfasst:

>>Pünktlichkeit ist sein Kardinalproblem; dahinter sollen nächtliche Zockerorgien mit den Kumpels an der Playstation stecken. Ob er dort auch ausprobiert, was er dann auf dem Platz aufführt?
Denkbar wäre es, denn das Tor, das er am Dienstag in der Champions League zur Führung gegen Tottenham Hotspur erzielte (Endstand 1:1), hatte man von einem real existierenden Menschen so noch nicht gesehen. Dembélé zog am eigenen Strafraum den Sprint zum Pressing an, eroberte an der Mittellinie den Ball gegen Kyle Walker-Peters, den er mit einer weiteren Beschleunigung auf dem Weg zum Strafraum abhängte. Dort angekommen, stoppte er von 100 auf 0, als würde er kurz den Finger vom Joystick nehmen, und vermied die abenteuerliche Sprunggrätsche des ­herangestürmten Winks, indem er durch eine trockene Finte den Ball auf den anderen Fuß legte. Mit diesem verwandelte er dann aus derselben Bewegung heraus.
Die Sequenz in Zahlen: 13 Sekunden, 7 Ballkontakte, 87,7 zurückgelegte Meter (davon 33,0 bis zur Balleroberung).<<

BopPad Ableton Remote

Dezember 6, 2018

Im Zuge der Einwechslung in die Decade-Tour ging es neben dem Drumpart auch um die Steuerung der Ableton-Zuspielung. Sprich, bei einigen Songs eine zusätzliche elektronische Begleitung zu starten (die in Form einer Stereosumme zum FOH und zusätzlich mit monofonem Einzähler-Click für die InEar-Hörer der anderen Musiker versendet wird) und je nach Song bei bis zu drei Cues in die entsprechenden Formteile zu wechseln.
Der eigentliche Nils Wülker Schlagzeuger Simon Gattringer hat dafür die Key-Commands Pfeiltasten und Enter auf der Laptoptastatur mit der linken Hand gedrückt. Eigentlich ein minimalistischer Ansatz der mir gut gefällt. Da für mich aber einiges an Neuen zu bewältigen war, suchte ich nach einer trommelbaren Variante.

Hier kommt das BopPad ins Spiel.

Mittlerweile habe ich dafür die perfekte Verpackung (eine gebrauchte Crumpler 13“ Laptophülle), sowie eine reisefreundliche Halterung gefunden (Tama Multiclamp plus LCYE Cymbal Holder), die an der Hihatmaschine festgemacht wird. Zudem dank einer Plastikunterlagscheibe das Schraubgewinde der BopPad-Halterung in den Griff bekommen (dieses hatte sich zuvor derart festgezogen, dass beim Abschrauben nur noch die Rohrzange geholfen hatte).

 

 

Die Schwierigkeit der BopPad Fernsteuerung liegt in der Begrenzung auf vier BopPad Presets bzw. 4 x 4 schlagbarer Events.
Bei meinen eigenen Projekten habe ich dadurch einen guten Weg gefunden, indem ich mittels Controller (K-Mix) pro Song eine Szene starte, mit dem BopPad dann jeweils dessen vier Pads zur Steuerung von bis zu vier Loops verwenden kann. Dabei sendet das BopPad pro Pad immer dieselbe Midinote, aber mit dem Szenestart wird diese (dank automatisiertem Pitch PlugIn) vor dem Loop ausführenden Drumrack direkt transponiert. Um den Drumrack-Loop  an und auszuschalten hilft das M4L PlugIn Note Toggle Drumrack Loop von Abletondrummer Tobi.

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Im aktuellen Fall geht es nun aber darum, verschieden Szenen mit dem BopPad zu triggern, im Idealfall mit einer gleichbleibenden Logik (Pad1 triggert Cue1… Pad4 triggert Cue4).

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Da ich kaum Zeit hatte, bin ich bei folgenem Ansatz gelandet:
Ich wähle die Song-startende Szene mit der Pfeiltaste an und starte sie mit Enter. In dieser Szene ist auch ein Midiclip, der dem BopPad den ProgramChange mitteilt, welches seiner vier Presets verwendet werden soll.

Leider muss ich mit dieser Lösung nach vier Playbacks den Ableton-Song wechseln – egal, denn hier geht es ja nur um insgesamt sieben Titel mit Computer-Begleitung.

PS. wie auf dem Foto zu erkennen ist, experimentiere ich gerade mit dem JHS Panther Cub V2 Delay – einer tap-baren analogen Eimerkette, die mir gut gefällt (obwohl bzw. gerade weil sie nicht in die Selbstoszillation rutscht).

Auch am Big Fat Snare Drum Donut habe ich Gefallen gefunden.

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PPS. Selbst unterwegs kann der 6.12. speziell sein. So stand nicht nur vor der Hotelzimmertüre ein schokoladiger Nikolaus, auch Daniel Stiers wunderbare Offenbach-Fotostrecke im Zeitmagazin (29.11.18) erzeugt ein warmes Bauchgefühl im Bus

PPPS: noch ein intensiver Song mit viel Spielfreude – war neuliche eine eins a Einstimmung für den Gig – für all die ungefüllt gebliebenen Schuhe:

PPPS. wäre auch schön, ein verspielt-vertäumter (Nikolaus)tag à la Egon Schiele (aus Florian Illies „1913“)

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beautiful Friday

November 23, 2018

Ein „Black Friday“ Rabattversprechen nach dem anderen… Ich hingegen spare 100%, weil mir diese US-Kommerzstrategien derart auf den Nerv gehen, dass ich klar sehe, dass wir eh mehr als genug haben. Also bewusst nichts kaufe.
Dann lieber raus, das ist Wetter grandios. Später vielleicht noch eine Ausstellung* und wenn’s richtig dunkel höre ich Waajeed „The Dirt“ in der japanischen Clubjacke!

*
„Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann“ @ Deutsche Nationalbibliothek (bis 15.12. Eintritt frei)
Comicbeamung von Wolfgang Buechs @ Café Crumble
digirev-crumble-einladung