Archive for the ‘Art’ Category

Leitsätze

Mai 16, 2019

Auf IG habe ich eine ruckelig-dilettantische Stop-Motion Bastelarbeit zu meinem Leitspruch „Vom Zitat zum Ich“ hochgeladen…

… vermutlich:
Weil ich ein wider Erwarten gutes Buch zu Ende gelesen habe (Christian Kracht „Die Toten“) und heute mein bisher schönstes hr-Big-Band Konzert gehört und erlebt habe!
Hey ihr Frankfurter, wer morgen Abend Zeit hat besucht Brian Blade und seine Fellowship Band im Bigband-Gewand, für alle anderen hoffe ich, dass der heutige Stream-Kontent nachschaubar wird. [->yes!]
Und morgen eine kleine Ausstellung meines LieblingsfotografsPeter Bialobrzeski – besuchen möchte.
Und das unterm Strich einen Menge an Inspiration ist, die gleich mal mit den fünf Überschriften aus dem Ableton Bericht über Timbaland gekreuzt werden wird:
Was ist mein Thriller (mein Ziel)? – Hum your IdeasLeave Room for SurprisesListen to Other MusicLet the Speakers talk to you 

Noch ein passender Nachtrag im Zusammenhang mit der „Beauty“ Austellung:
>>I love finding beauty in everyday objects.<<

 

Beauty

Mai 11, 2019

Gestern wurde im Frankfurter Museum für angewandte Kunst die Ausstellung „Beauty“ von Sagmeister & Walsh eröffnnet. War voll und anregend! Und wie so oft bei Material von Stefan Sagmeister, ertappe ich mich mehrfach beim Nicken, Abfotografieren, noch öfters beim Schmunzeln. Ist ja auch toll, sich zeigen zu lassen, „warum das Schöne besser funktioniert“! Noch besser gefällt mir aber Sagmeisters Instagram-Auftrag, ihm das persönlich Schönste zu schicken:
>>Please do send us the most beautiful thing YOU have ever made. ⁣This can be a graphic, an object, a piece of architecture or art. No pictures of nature, animals or beautiful people.<<
Zu diesem Gedankenspiel fallen mir direkt vier Dinge ein.

1. Echos machen den Beat im Beat, verleihen dem Raum zwischen den Noten eine andere Farbe, zusätzlichen Glanz! Und da sehr oft auch der Zufall mit im Spiel ist -welcher Ausschnitt letztlich im Delaygerät landet – können wunderschöne Überraschungen entstehen. Dazu verlinke ich zwei Konzertausschnitte.
– Solo Jam mit Torsten De Winkels „Idiot Savants“, bei dem das gedroppte Random-Sample in allen Belangen passt. Inklusive Freudenschrei:

– ein Vocal-Dub, der die Sängerin Fola Dada zum Lachen bringt.

 

2. Seine Vorbilder schonungslos zu kopieren, um aus den Bausteinen  was ureigenes zu machen funktioniert hervorragend für meinen musikalischen Weg. Denn durch das Motto „vom Zitat zum Ich“ kann ich mich durchweg mit dem Schönen befassen…
(Diese Transformationsidee hatte ich vor Jahren Herrn Sagmeister schon mal als Postkarte geschickt.)

3. In den 90ern wohnte ich in einer WG. Und Angela hatte coole Freunde, die sich die Fußnägel lackierten. Seitdem gibt es bei mir ebenfalls Farbe auf die Füße, je nach dem, was so im Haus ist. Geschickter Kunstgriff, da ich meine Zehen nie so richtig schön fand.

4. Gute Sprache, immer schön (inspirierend).
Das Foto von Seite 82 entstand kurz vor dem Einschlafen beim Lesen von Christian Krachts „Die Toten“. Übrigens, zwei Seiten später steht geschrieben: >>Der Schlaf ist ein Rose, wie der Russe sagt.<< Auch ein schöner Gedanke!

PS. Timbaland versprüht in seiner Masterclass auch einen passenden Gedanken:
>>… be free with it, that’s the whole beauty about making music!<<

leidenschaftlich verspielt

Mai 6, 2019

Gestern kurze Probe, heute Abend dann das Carrera Trio auf dem glitzernden Main!
(21h @Yachtclub mit Hans Glawischnig und Oliver Leicht, Eintritt frei!)

Und da ich wieder keine Zeit hatte, mir endlich mal das Peter Roehr Kunstwerk in einem der Treppenhäuser anzuschauen, besuche ich den Hessischen Rundfunk nächste Woche gleich nochmals, suche das Bild, gerne auch noch Thomas Lenks „Relief 18“ (siehe unten) und höre mir anschließend den best möglichen Soundtrack dazu an: Brian Blade’s Fellowship!

DTES SAISON 2019

Vom Tischtennischschläger im Multiclamp-Halter zum „sha-bang“ hinterm Drumset

April 26, 2019

 

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Schöne Erkenntnisse! In puncto Groove (1) aus der Miles Davis Autobiografie von 1989 (Seite 474), dass sich der Besuch der Stuttgarter Staatsgalerie nicht nur wegen Banksys Luftballonmädchen lohnt (2 – das Brunnenbecken hier stellvertretend für die Farbefrohheit des Baus), dass Freitags die SZ eine gute Wahl ist: denn im Artikel über Beyoncé und ihre Homecoming Veröffentlichung wird fein zwischen Star und Ikone unterschieden (3) und im Magazin beschreibt Kritiker Jerry Saltz Kunst als das älteste Betriebssystem der Welt (4).
Und da die Osterferien die nächste Tischtennis-Saison eingeläutet haben, passt Christoph Scherers Reisebegleiter (TT-Schläger plus Multiclamp) hervorragend in diesen Beitrag!

 

Form follows Humour

Februar 21, 2019

In Gedanken möbliere ich ein Recording-Studio mit verschiedenen Objekten des Schweizer Gestalter Paares Susi + Ueli Berger, deren Schaffensweise gern mal so beschrieben wird: >>ein Bedürfnis besteht, eine Idee keimt, eine Lösung wird gefunden.<<

In diesem Sinne: Einen Stapeltisch für mein Effektboard, den S T U H L aus der Reiher verbaler Möbel zum Trommeln, die Wolkenlampe und die Keep-Smiling Vorrichtung ( = Widerhaken zum Hochziehen mißmutiger Mundwinkel) für gute Stimmung, sowie einen Fächermann neben den Kunstkopf.
Schließlich noch einen Softchair zum Ausruhen.

Und die weiße Tama-Kick befreie ich aus ihrer Installation „Drumming„, nicht nur weil sie als Pauke verunglimpft wurde, sondern weil ich gerne mal hören würde, wie sie mit Fußpedal klingt…

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Link zu taz -Artikel: Form follows humour & Inspiration…

die perfekte Balance aus grau und bunt

Februar 15, 2019

… zudem eine schön Erinnerung an diverse Touren durch die Ukraine – freue mich mich auf Johann Diehls Ausstellung in der Galerie Wilma Troisdorf.

(Opening today! 15.02. 19-21h)

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Venedig, in Kürze

Februar 11, 2019

Mit der Renaissance hatte ich bisher nicht viel am Hut. OK, allein der Name hat etwas Verlockendes und auch die Schlagzeugfelle unter selbiger Überschrift vermögen in bestimmten Kontext zu überzeugen.

Dann las ich in der Welt am Sonntag den „Venedig am Main“ Artikel von Hans-Joachim Müller über die aktuelle Städel-Ausstellung „Tizian und die Renaissance„. Jetzt fand ich die Überschrift verlockend, aber auch das Bartolomeo Veneto zugeschrieben „Idealbild einer jungen Frau“ irgendwie: schön.
Das kleine Blumenarrangement zwischen Daumen und Zeigefinger zieht meinen Blick auf sich und ich hab das Gefühl, den Frühling zu riechen…

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PS. >>Tizian, der Spiritus Rector der venezianischen, hat nie ein Schlachtengemälde gemalt.<<

Platz lassen für das Göttliche

Februar 7, 2019

Beinahe eine Kurzgeschichte, die Maggie Nelson auf Seite 65 in ihrem Buch „Die Argonauten“ unterbringt:

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Direkt drunter hänge ich ein Werk von Harry Dodge:

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#familyofartists

Frankfurter Sommerbäder

Januar 30, 2019

Ich hatte einen grandiosen Einstieg ins nächste Lebensjahr, mit warmem Badewasser und Glavinics derart packendem Schach-Roman, der einfach durch die Nacht zu Ende gelesen werden musste.
Angenehm übermüdet daraufhin dann mit Schneekulisse und Morgentau durch den Tag, bisschen Torte hier, mehrere Kaffetässchen dort und wieder direkt ins Bett, mit dem nächsten Buch. Schlaf vor zwölf.

Als Soundtrack genügte die Dauerschleife aus Jordan Rakeis „Sorceress“ und Steve Reichs „Music for a large Ensemble„.

PS. Zwischendrin waren wir auch noch im Museum für angewandte Kunst und dort habe ich den schicken Titel abfotografiert, Frankfurter Sommerbäder…(denn manchmal fühlt sich Geburtstag an wie der beste Sommerferientag im Freibad!)

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hic fuit!

PPS. Happy Birthday, Phil Collins!

Wildnis!

Januar 3, 2019

Hat mir beim Besuch der Wildnis Ausstellung am besten gefallen und passt hervorragend zum im Februar beginnenden Jahr des Schweins, Lin May Saeeds Metallarbeit „The Libe­ra­tion of Animals from their Cages XVII/Woman with Pig“:

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Weitere Highlights: (aber auch furchteinfößend), der Klang der Eisschmelze von Jacob Kirkegaard („MELT“, 2016), Gerhard Richters unscharfer „Tiger“ (1965), und Max Ernsts, „Die Lebensfreude“ (1937).

Im direkten Proberaumanschluss habe ich dann ähnlich wild getrommelt. Dafür erstmal mit dem Bolzenschneider das Gatter zum Doublekick-Areal geöffnet und neben die daraufhin verschlossene Hihat ein Roland KT-10 Fuss-Pedal gestellt! Als Klangerzeuger wurde mein Coron Drum Synthe RDS angeschlossen und los ging die Forschungsreise.

Zunächst mal pulsierende Viertel, mit typisch analogen e-Drum Kicks:

Aber dann, ganz simpel – mit nur einem Handgriff wird der OSC/NOISE BALANCE Regler zu Gunsten der Rauschfahne verdreht – kann ich – je nach NOISE DECAY – perkussive Akzente (Cabasa/ähnlich), elektronische Offbeats oder typisch elektronische Zweien und Vieren treten.

Jaja.. >>In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler […]<< (Schirn Presse Text)