Archive for the ‘thedrumsounds’ Category

Altmeister

Dezember 9, 2017

Ah, schön – man sagt nur „Altmeister am Puls der Zeit“ und zeigt dann den Jazzflüsterer Jim Chapin hinterm ddrum2 (Foto von Daniel Portner) und James Gadson mit Cellphone in der Brusttasche, während dieser lässig und mit allen Tricks und Wassern gewaschen* einen Vulfpeck Song trommelt.

jim chapin ddrum

* ausgestopfte Reisekick, Tom ohne Resofell, Schlagfelle von dicken Tüchern gedämpft, Vers mit „Schenkel-Hihat“, Backbeat mit Butt End, 16tel aus dem Handgelenk – Killer Ending!

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a desire to make music with the simplest possible instruments

Dezember 8, 2017

Ich habe gestern seit langem mal wieder eine Mugge (ein sog. „musikalisches Gelegenheitsgeschäft“) gespielt. Dabei sollte dann auch ein Teil als „walking act“ performt werden. Und dadurch habe ich ein schönes neues Instrument entdeckt, eine volle Sprudelflasche, auf der mit einem Stock in der rechten Hand und dem Ring der haltenden bzw. dämpfenden Linken Musik gemacht wird.

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Angefixt von derartigem Minimalismus höre ich mir jetzt den zweiten Satz von Nicolas Martynciows „Zoo“ (ein Stück für drei Clave Spieler) an, sowie die  Komposition „Music for pieces of Wood“ von Steve Reich und so schließt sich der Kreis mit dem Wunsch >>to make music with the simplest possible instruments<<.

frische Tulpen aus Amsterdam

November 23, 2017

Der immer Dienstags kreative Han Kerkhof trommelt diese Woche auf allerlei Guiro-Artigem: >Instagram Video Link (klingt besser)

you had to play effects

September 21, 2017

Claus Hessler gab mir neulich einen sagenhaften Tipp, das Doppelalbum „The Drums“ (1973) auf welchem sich die Jazz-Ikone Papa Jo Jones erinnert, erzählt und vortrommelt.
Irgendwas zwischen Hörbuch und Fernstudium.

Es fängt gleich mal vielversprechend in der Welt des Klangillusionisten an, mit Basics- Gadgets – Effects

Und zum Themen-Trio Tipps, Kreativität und Claus Hessler passt der kommende Samstag. Da findet von 11-18h in der Frankfurter Musikhochschule eine spannende Veranstaltung zum Thema Drumming spielen-erfinden-weitergeben statt.
Und Claus hat für sein Viertel die Überschrift „Kreativität – Ein Regelverstoss“ gewählt.

 

kurz mal in die mid-eighties

September 17, 2017

1. DJ Shadow schwärmt (lesenswert auf all good.) von Kurt Mantronik

>>Es ist gar nicht so einfach, Samples und Breaks mit Drum Machines und Synthies harmonisch klingen zu lassen. Mitte der Achtziger war es eine noch viel größere Herausforderung, nur vier Bars zu samplen und alles richtig anzupassen, ohne dass alles komplett schrottig klang. Mantronik leistete für etliche Techniken echte Pionierarbeit […]<<

… und ich höre seine Lieblingstracks nach

An dieser Stelle kann ich nun auch mal passend die Freeware Alesis Sample and Loop Library droppen).

2. Als nächstes beschließt mein Telefon, dass ich mir eine „Tutu“ Live-Version anhören sollte:

Und dabei muss ich leider lesen, dass der tolle Ricky Wellman im Jahr 2013 verstorben ist, jener „Sugarfoot“ Wellman, der mit Chuck Brown and the Soul Searchers, den amerikanischen Hauptstadt Groove verankerte: Go-Go (Swing)

In der anschließenden Gedenk-YouTube-Session lande ich bei jenem obskuren Rom-Konzert, in dem Miles komplett von Herbie Hancock vertreten wird (mit – ähemm -Trompetensound aus’m Synthie), aber mächtiger motivierter Backingband, inklusive Marilyn Mazur im Octapad-Flow

lite electronics, lite „Krach“

September 13, 2017

Begegnet mir ein Sonorlite, muss ich direkt an meinen Schlagzeuglehrer Peter Kumpf denken (der damals seinen skandinavischen Birkenkesseln durch die roten, ölgefüllten Evans Hydraulic Fellen zusätzlichen Glanz spendierte), sowie an einige Stunden hinter dem Sonorkatalog.

So war’s dann neulich auch im Jazzkeller Frankfurt, als mich dessen schon aufgebautes Lite-Kit (auf das ja mittlerweile massenhaft Jazz-Ikonen eingedroschen haben) empfing: Ein kurz Nostalgieausflug im Kopf lief ab, aber auch der Zufall meldete sich zum Thema und spielte mir ein paar Tage später zwei weitere passende Bilder zu.

Einmal Udo Dahmen (der übrigens der nächste tolle Lehrer – beim Popkurs – werden sollte und wurde) via Werbeanzeige „Sind Electronic Drums Out?“, in der es vorrangig um das Mammut System geht, mein erster Bildeindruck aber eindeutig von den schwarz lackierten Lite-Trommeln bestimmt wird.

sind electronic drums out

Und heute dann die Titelseite der taz zum Tod von Heiner Geißler. „Der Krachmacher“ in einer Lite-Burg während der Musikmesse 1984. Diesmal mit den schicken Aussendämpfern.

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H. G. war selbstverständlich keiner meiner Trommellehrer, er war mir im Gegenteil lange Zeit äusserst unangenehm und suspekt – wobei ich aus heutiger Sicht seine spätere Wandlungsfähigkeit und diverse politische Aktionen durchaus wertschätzen kann.
Anyway, ein Lächeln auf dem Schlagzeughocker: immer gut! Und das Sonorlite wird meine Lieblingstrommel aus Bad Berleburg bleiben.

no Reso

September 6, 2017

Angespornt, noch leichter zu reisen, erinnere ich mich an meine Proberaum-Kick, bei der ich vor längerer Zeit für eine Aufnahme das Resonanzfell entfernt und diesen Umstand aber bis heute bewahrt habe. Irgendwie klar, denn die Bassdrum lässt sich leicht stimmen und perfekt abnehmen. Je nach Geschmack bzw. Sustain, mal mit oder ohne Kissen (und Stein)…

Jedenfalls habe ich gestern im Yachtclub auch „meinem kleinen Superstar“ den Deckel entfernt und bin begeistert! Oldschool Optik, irgendwo zwischen Disco, Hal Blaine und Carlton Barret:
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Passend dazu der Exkurs des Drum! Magazine über den Siebziger-Drumsound und „einfellige“ Trommeln:
>>Drumhead makers must have been in tears during the 1970s. Why? Because single-headed toms were the rage. In fact, many kits did not come with bottom lug hardware. Like any fad, it just “happened.” There was no formal declaration of “war against resonant heads,” but lots of people point to Hal Blaine’s performance backing Nancy Sinatra on The Ed Sullivan Show in the late 1960s. Blaine, one of the most recorded drummers, took the stage with a large kit that featured single-headed tom toms. A longtime Ludwig endorser, Blaine sent a letter to the company suggesting they market the format, and the rest, as they say, is history. Soon Ludwig released a kit called the Octa-Plus, featuring single-headed “melodic toms.” Slingerland and others followed suit with single-headed “concert toms.” Regardless of the name, the direct attack and fast decay of these drums are a crucial element of the ’70s sound.<<

Overtime, Schere (und viel auf dem) Papier

August 30, 2017

Ne Menge an Inspiration für die laufende Woche:

Knower proben im Wohnungsflur: tighte 21-Century-Fusion & trashiger Humor:

Han Kerkhof integriert die Schere (und drehende Becken) ins Setup:

Dave aus der Jazzdrummerworld führt das Tama Jam Cocktail Kit mit und ohne Sound Focus Pad vor und dabei denke ich wieder mal über das manuelle Filtern einer akustischen Kickdrum nach (quasi: Bettdecke 2.0).
Und ich überlege, ob ich nicht mal die Meinl Bassbox und Snarebox ausprobieren sollte, schauen was sich über den rein akustischen Klang hinaus, noch mit Mikrofonen und Klebetriggern erreichen lässt…

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Und zu guter Letzt hatte ich am Abend meine Acidlab Bassline mit einem alten Boss VT-1 Voicetransformer verbunden und bin begeistert!

Modernes Kraut:

August 28, 2017

– Klangsammler
– experimentierende Multiinstrumentalisten
– Flageoletttöne auf dem Bass
– das Duo an sich
– der Rechner als Mittel/Mittler
– und der Sessiongedanke
– irgendwie auch Holland

Binkbeats hat ein neues Video aufgenommen, ich denke an Hellmut und grüße herzlich in Richtung Ulm:

PS. Schade, dass ich den Herrn Binkbeats noch nicht persönlich getroffen habe, obwohl ich im Rahmen des Stekker-Festivals schon mal quasi seine Luft atmen und Teil seines Fundus bestaunen durfte. Er könnte mir bestimmt meine Drumsounds-Liste bunt ausmalen.

Sustoner

Juni 12, 2017

So schön ein vollmundiges Becken auch ist, gibt es doch öfters Situationen (Musikstile, Venues, Handlungsbedarf im Studio) in denen man den Klang des Metalls kontrollieren möchte/muss. Dabei geht es in der Regel um die Parameter Lautstärke, Nachklangdauer (Sustain) und störende Frequenzen.
Hier im Blog wurde diesbezüglich schon an verschiedene Stellen über die Problematik nachgedacht und über gelochte Geschirrtücher, DJ Slipmates, Gaffer-Grafiken und die ein oder andere Idee der Industrie (MuffstickMeinl Cymbal Tuners, Cympad, Zildjan Gen/L80) berichtet.

Jetzt kommt Veith Kloeters mit seinem Sustoner um die Ecke, einem Helferlein für’s Ridecymbal, welches aus einem Lineal-ähnlichen Holzbrettchen besteht, das mit Schaumstoffquadern beklettet und vom Beckenständer gehalten wird, um schließlich unter dem Becken seinen dämpfenden Dienst zu verrichten.
Max Gebhard hat das Tool für bonedo getestet: