Archive for the ‘thedrumsounds’ Category

Percussion-Stacks

September 20, 2020

… funktionieren hervorragend. Neulich erst die in der Hihatmaschine kombinierten Meinl Crasher und Waterfall und gestern Nacht habe ich den Crasher durch ein Kessing aufgestockt:

Damit das Kessing schwingen kann ohne herunterzufallen, habe ich es (mit einem seiner vielen Ringe) im Beckenständer eingehängt und mittels Binder-Clip am Crasher fixiert.
Als zusätzliche Sound-Option lässt sich die Meinl Cajon Ring Castagnet überstülpen:

PS. den zusätzlichen Filzstreifen über dem Crasher-Blech verwende ich um die hohen Frequenzen etwas zu zähmen.

Waterfall Crash…

September 16, 2020

Auch wenn sich die Überschrift dramatisch interpretieren ließe, so geht es eigentlich nur um die Neuanordnung zweier Perkussionsinstrumente namens „Waterfall“ und „Crasher„. Packt man sie anstelle der üblichen Hihatbecken auf die Maschine, lassen sich breite, Handclap ähnliche Steigerungs-Klänge mit dem linken Fuß auslösen.

Die große Rassel hängt im Hihat-Clutch und perlt über den weiter unten arretierten Crasher. Dessen Aufprall wird nach einem Tritt durch den zusätzlichen (blauen) Beckenfilz gedämpft, so dass vor allem die in Bewegung geratenen Klangkörper zu hören sind.
Der Crasher macht – getrommelt – als dünne Hihat eine gute Figur (zumal ich seine Schlagfläche durch einen Filzstreifen klanglich etwas entschärft habe).

Was die Echodrums-Abteilung angeht so wurde hier wieder mal ein Trigger Pickup an die Basstrommel geklemmt, um den Vermona Kick Lancet auszulösen. Dessen Sound wird dank des Memory Man Delaypedals (je nach getappter Subdivision) verschoben wahrnehmbar.

Nachtrag: auch die Kombination von klassischen Hihatbecken und Waterfall funktioniert wunderbar!

Remo Krone für M. M.

September 10, 2020

Drumhead-Sounds der anderen Art vom tollen Moritz Müller!

I stick to the Jingle Stick

September 1, 2020

Kleiner großartiger IG-Bedienungsvorschlag von Stephan Emig, was sich mit dem Jingle Stick so alles anstellen lässt (ausser Schütteln):

Der Schellenstab ist nach wie vor einer meiner Lieblingstöcke (vor allem das Alu Modell…), weil #twofer

studio work

Juli 9, 2020

Gestern erst gab es eine analysierende Hörrunde zu den Groove-Meistern James Gadson und Steve Gadd in ihrer Funktion als Studiodrummer, bei der (neben grandiosen Nostalgiemomenten) einige neue Perlen entdeckt wurden.

Wie zum Beispiel die speziellen super Groove Pattern auf Marvin Gayes „I want you“ (1976) und Hancocks „Doin‘ it“ (1976) der Drumsound von „What you won’t do for Love“.
Bill Withers „Kissing my Love“ (1972) ist eh klar gesetzt!
Und der Sidestick-Sound von Patrice Rushens „This is all I really know“ (1980) muss unbedingt noch vorgespielt werden.

Rickie Lee Jones „Chuck E’s in Love“ (1979) hat das perfektes Gadd Tempo.

Im Arif Mardin Track „Street Scene: Dark Alleys“ (1974) gibt’s ein top Drumintro mit astreinem Vintage Tomsound (erstaunlichwenig Einträge dazu in der whosampled.com Datenbank). Spätestens nach den Fill-Ins ab 3.25′ weiss jeder Bescheid, wer hinterm Drumkit saß.

Das typische Gadd-Tom auf der „4“: Kenny Loggins „I’ve got melody (deep in my heart)“ (1977), eine vollständige Tom Melodie (im Zusammenspiel mit Ringo Starr) findet sich auf Paul McCartney’s „Take it away“ (1982).

Marching Drums und Latin Beats unterm Fusion Mantel? Höre Al Di Meola „Electric Rendevouz“ (1982) oder Lee Ritenour „What do you want“ (1978).

Brazil-Brushes für Pino Daniele „Jesce Juorno“ (und Melodien fürs Herz aus dem Jahr 1988).

Und weil’s mich direkt an das Steve Gadd Book von Hans Fagt bzw. dessen Seite 3 erinnert, höre ich Tom Scotts „Down to your Soul“ (1977).
DIESES Fill-In ist mein persönliches Gadd Klischee (schau, Beweis hier).
DAS aber auch, sowie der Snare Sound auf Dionne Warwick „Can’t Hide Love“ (1982).

 

Heute spielt mir der Zufall dieses Experiment zu, bei dem ein und derselbe Track von vier Studio-Drummern der heutigen Zeit, sprich via fiverr und Homerecording, vervollständigt wird. Der Moderator ist ein wenig „on fire“, aber ich habe ja einen Lautstärkeregler am Laptop…

an outdoorsy but echoey sound

Juni 17, 2020

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Ich war am alten Deluxe Memory Man dran. Aber nachdem ich auf der Soundgas Seite diesen neugierigmachenden Satz gelesen hatte

>>From subtle slapback to shimmery showers of cascading echoes, this pedal really does live up to the hype. Alternatively you can ramp up the Chorus and for that queasy ‘seasick’ Boards Of Canada effect.<<

bin ich direkt zum Musikhören übergegangen. Und habe bei Boards Of Canada nicht nur den rhythmisierten Diaprojektor („Kid for Today„), sondern auch Idee des „outdoorsy but echoey sounds“ entdeckt:
>>Although traditional effects aren’t generally in the formula — Boards of Canada does employ homemade items such as Eoin’s DIY Leslie effect, created by mounting a mic inside a rotating ice-cream tub — they do occasionally have their place. “One of the things we’re often aiming at is an anechoic sound that gives the impression of being outdoors, so we use little or no reflection effects unless it’s for something specific,” Sandison says. “So if you want an outdoorsy but echoey sound, you should just make the low frequencies echo; that way, it resembles real outdoor environments.”<< [Quelle]

 

Supersnare

Mai 29, 2020

…eigentlich eine umgedrehte Rahmentrommel, die mit Metallkügelchen befüllt wurde: Klingt super, Marcelo Woloski!

Blechwanne und Zementhall

Mai 18, 2020

Aaron Sterling haut für  ’nen Zehner sein persönliches Samplepack raus:
>>The Bucket is coming soon!!! There will be 111 “One Shot” samples and 178 “Motion Samples”. Stuff I use on tracks all the time. Useful stuff! Will only be $10 🙂 🦄<<

The+Bucket+Samples+Aaron+Sterling

Passt nicht in die Blechwanne, dennoch eins a Sound:
Der besonderen Stadionklang der Geisterspiele.

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Computer Liebe

Mai 8, 2020

Hach, wie schön: Erst mehrere Nächte zusammen Musik machen, Ideen entwickeln, dann daraus einen Gig improvisieren.
Freude en masse und ein Lampenfieber jenseits der Thermometerskala, ähnlich hoch wie vor dem ersten Konzert der Schulband.

hr-Video

Letztlich durften wir sogar als Trio performen (da Kamü ihren Zeichentisch mit großem Absatnd aufbauen konnte) und so stand wieder mal ein „Temporärer Elektronischer Salon“ auf dem Holzboden. In musikalischer Hinsicht hatte ich mir folgendes überlegt: Ein dezent präpariertes* akustisches Schlagzeug sollte die Basis sein, mit Kick, zwei Snares und einem Standtom, umrahmt von drei umfangreichen Becken**.
Darin subtil verwoben: diverse Strippen zur Elektrifizierung des Trommelzeugs, aber auch zur elektronischen Verbindung mit Oli Leicht.
Echodrums: die 14″ Snare kann via A/B-Box ins Boss RE-20 Space Echo geschickt werden.
Reverb Shots: die kleine 8″ Meinl Snare/Timbale hat einen Roland RT-10 Trigger Pickup aufgesetzt bekommen, der zum RME Babyface und von dort in Ableton Programm führt. Dort regelt ein Noisegate ab welcher Schlagstärke das Signal in einen langen Hallraum rutscht.
Electronic Handclap: mit dem Roland SPD-One Electro wird ein heruntergestimmte Clap Sample getrommelt. Mal eher trocken, oft stark verhallt.
Four On The Floor: obwohl ich die elektronische Kick zur Zeit gern mit dem linken Fuß selbst spiele, wollte ich mal versuchen, ob sich nicht meine Acidlab Bassline (eine TB-303 Kopie) um eine Mischung aus Bassdrum und Synthbass kümmern könnte. Sie wird vom RME mit der MIDI Clock versogt.
Samples kommen vom Ableton Song (das ich mit Kurzbefehlen auf der Laptoptastatur verwalte):  Beispielsweise diverse Sprachausschnitte (von Herbert Eimert, Mariah Carey, Sasa Stanisic und Kraftwerk), ein Trommelschnitt vom Stran in Sansibar, ein Garnier-Synthloop und ein kleiner Minimal-Beat.
Die beiden Abletonrechner der Olis spielen via Link im selben Takt.
– weitere Verknüpfen zwischen Schlagzeug und Klarinette/Saxofon: per Knopfdruck auf den gelben Send Button rutscht auch das Gebläse in mein Echogerät.
In meiner Kick liegt ein extra Mikrofon, das zur Sidechain-Steuerung in Herrn Leichts Ableton Session aktiviert werden kann. Um seine Signale entweder pumpen zu lassen oder überhaupt erst hörbar zu machen.

Trotz der großen Spielfreude gab’s aber auch einen Adrenalinstoß, als sich 20 Minuten vor der Sendung mein Rechner mit seltsamer Grafik verabschiedete. Blöderweise trat dieses Phänomen diese Woche schon mehrmals auf, offenbar ohne Reparaturwirkung…
OK – dann halt Neustart, Festplattendienstprogramm und viel Computer Liebe.
Hat gereicht, danke Florian!

* Muffkopf (Kick), Mini Muff (Snare), Big Fat Snare Drum Donut (Tom), Meinl Kessing (mal auf Snare, mal auf Tom), VicFirth Dualsticks
** Meinl Bycanze 15″ Jazz Hihats, 20″ Clubride, 20″ Jazz Thin Ride, 18″ Vintage Crash
*** Meinl Waterfall, präparierter Rawhide Shaker, Luis Conte Shaker, special Jam Block, Jingle Stick / One Hand Triangle, Almas Regenmacher

 

von Hand erzeugte Samples

April 26, 2020

Mit einem digitalen Delaygerät (hier: Alexander Sky 5000)  lässt sich der Snareklang subtil transformieren, als wären plötzlich Samples im Spiel. Dabei sind es nur viele, ganz schnelle Wiederholungen.
Um eine solche Soundveränderung punktgenau erzeugen zu können, verbinde ich ein (stummes) e-Pad mit dem Sidechaineingang eines Gates (Alesis Micro Gate).
Nur wenn ich auf das Pad schlage, rutsch das Snaremikrosignal ins Echogerät.

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So wird verkabelt:
SD Mic > M.Gate IN   ||  e-Pad/ > M.Gate TRIGGER   ||   M.Gate OUT > Delay
Mit den beiden Reglern DELAY und RATE kann ich bestimme wie lange der weiterzuleitende Signalausschnitt sein und in welchem Tempo das Tor wieder verschlossen werden soll.

>>Etwas so Wichtiges, dass es die Berge wiederholen – wie ferner Donner klingt der Hall.<<
Sasa Stanisic „Wie der Soldat das Grammophon reparierte“ (Seite 47)