Archive for the ‘Clicktrack’ Category

click me!

August 14, 2017

IMG_0492

Ein anderes Clicktrack-Verständnis führte vor Jahren zur Veranstaltungsreihe „Bodenseh’s Metronome Art“ des tollen Stuttgarter Bassisten inklusive eines modernen Gitarrentrios mit Kontrabass, Günter Weiss an der Gitarre und einem effektierten Metronom als Rhythmusmacher. Auf dem endlich realisierten Album erklingt nicht nur der Hit der frühen Phase („Tom’s Diner„), es wurde auch Platz für illustre Gäste geschaffen und dem Taktell ein zweiter Drummer zur Seite gestellt, der hochmusikalische Sebastian Merk!

Click- und kaufbar bei Amazon

Advertisements

unsere Vereinbarung: das ist die Zeit, die die Uhr anzeigt

Juni 27, 2017

Hier ein Timing-Gruß aus meiner Kindheit, quasi Stuttgarter Endlosrille mit 24 Stunden pro Tag…

… und ein Gedankenanstoß von Cyborg Neil Harbisson (aus der Sonntaz vom 25.06.):
>>Farbe und Zeit haben einiges gemeinsam, sie sind beide in einer Weise mysteriös. Dass wir die Farbe des Teppichs hier Blau nennen, das ist nur eine Vereinbarung. Wenn hier noch eine dritte Person wäre, würden wir wahrscheinlich alle sagen, ja, er ist blau. Aber wir würden doch ganz unterschiedliche Farben wahrnehmen. Genauso ist es mit Zeit: Wir haben eine Vereinbarung, das ist die Zeit, die die Uhr anzeigt. Aber alles, was dazwischen liegt, dehnt sich aus oder eilt voran, ganz individuell.<<

Inside the Pyramids

Juni 3, 2017

Das waren zwei intensive Tage mit Peter, mit Hochs und Tiefs – quasi Gefühlskarussel im Zeitraffer…

Wir hatten zwei inspirierende Proben, neue Ideen, und eine (Ableton) Technik die verlässlich mitmachte.
Auch beim Soundcheck im Lola Montez ist noch alles dufte – gute Laune & Vorfreude auf’s Konzert!
Der Gig selbst wird aber zur Prüfung. Irgendwie laufen die Rechner nicht zusammen. Anfänglich denken wir noch: Bedienungsfehler, Peter: „Oli ist aber müde und spielt konsequent hinten“/Oli: „Peter ist aber motiviert und spielt tapfer noch vorne“ – die Gehirne rattern und jeder verlässt sich in der Not auf seinen Klick, auch wenn das Boxenresultat einen deutlichen Versatz erschallen lässt – in between feeling Hilfsausdruck!
Was war passiert? Rechner und Programme wurden ja neu gestartet, Link lief und auch die Umschaltungen funktionierten nach Plan.
Wir waren ratlos und zogen durch…

Spät nachts kam dann die Erkenntnis: der Router (Airport Express) wurde als einziges Glied der Sync-Helfer nicht neu gestartet und auch die Ableton-Link-Troubleshooting-Seite kam noch mit einer wichtigen Aussage um die Ecke: beide ge-link-ten Rechner sollten die gleiche globe Qunatisierungseinstellung haben.

Wieder viel gelernt. In Zukunft werden alle wichtigen Klanginfos von nur einem Computer kommen, die Link Aktion (wenn sie dann tight rollt) nur für Ornament und Zusätzliches verwendet werden. Anyway, das rubo W oelpl Duo ist nachwievor ne goldene Pyramide!
18815154_10211704884250897_3810874415184177053_o.jpg

viele Knöpfe & Interaktion

April 27, 2016

In den Kosmos der modularen Synthesizer bin ich noch nicht so richtig vorgedrungenleben: In erster Linie assoziere ich damit: entrückte Musikliebhaber, umgeben von Kabelgewirr, unzähligen Knöpfen und der Abwärme der Maschine. Reiseunfreundliches Material.

Auf der anderen Seite wird mir dann in einem Nebensatz „James Holden mit Livedrummer“ zugespielt und mir gefällt alles:Vom ersten Satz den mir die Google-Suche mit diesem Musicradar Interview zuspielt >>This way of playing has made me know that the next time I make a record I’ll just do it live<<, über den neue entdeckten Trommler Tom Page, die Zusammenarbeit der beiden bzw. der Ansatz Drums & Modern Modular und dieser Track („The Inheritors„):

Jetzt kann’s losgehen – ab in die Tiefe!

 

Stichworte: Roland TMC-6, Ableton/Max Patch „Group Harmonizer“*, Dr. Holger Hennig „Synchronization in human musical rhythms and mutually interacting complex systems“

*>>Werden alle Audioinformationen zusammen aufgenommen, stellen die verschiedentlichen Timingschwankungen keinerlei Problem dar. Sie klingen nicht wie Fehler.<<

The Flow Machine

Februar 24, 2016

Tim Exile interessiert sich für das elektronische Instrument, mit dem man improvisieren kann, ohne dabei von >>screens and timelines<< eingeschränkt zu sein. Dabei ist seine Flow Machine entstanden:

Mittlerweile ist die Flow Machine MKII in der Mache, die er bis zur Jahreshälfte bühnereif programmiert haben will. Yo!

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

IMG_5338.jpg

Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Umbauten, ein Geist in der Maschine und das vorgelesene Kinderbuch

Oktober 18, 2015

Hey, das war mal wieder eine schön-abwechslungsreiche Woche; mit dem eins a Netzer Gig in der Kiste (1), einem fullminanten Hattler Tourstart in Ravensburg (2) und dem heute zufällig auf der Buchmesse gehörten Bürger Lars Dietrich (3), der aus einem Kinderbuch vorlas.

(1) Bei Netzer probierte ich erstmal die „Crasher Hihat“ im Live-Kontext aus und fand die Konstruktion so toll, dass ich daraufhin gleich auch mein Hattler-Kit umbauen musste:
Dazu schraube ich den (großen) Meinl Turbo-Crasher verkehrt herum mittels Cowbell-Holder auf die Kick und lege eine DJ-Slipmat aus Filz über die Stahlunterseite – der Crasher verliert seine unsensible, überlaute Note und klingt plötzlich vielmehr wie ein analog-elektronisches, kurzes Hihat-Becken aus der 808 oder der CR-8000. Eine Alternative zur „Cabasa-Hat“.

Danilo Wertenauer hat uns übrigens während des Konzerts portraitiert und dem Bild folgenden Hinweis zugefügt: >>Did this in the darkness of Jazz Club Kiste in Stuttgart during the gig of Netzer tonight. Oli Rubow worked the drums like some wonderful out of space creature!<<

(2) Sehr unangenehm und spooky war die Überraschung beim letzten Titel des Hattler-Sets, als plötzlich nicht nur die Zuspielung, sondern auch der Clicktrack auf der PA zu hören waren.
Ich war ratlos – zumal der identische Logic-9 Song schon zigmal tadellos funktioniert hatte –  bis mir in dem Click-Kanal die Fußnote „kontrolliert von Stereo-Objekt „Audio 1-2“ aufgefallen ist und der Umstand, dass eben dieser letzte Song als einziger einen Stereo-Click-File in einem Mono-Kanal beherbergte.
Jetzt weiß ich, dass Ich wohl irgendwann aus Versehen die Universal Trackmode (Preferences > Audio > Devices > CoreAudio) ausgeschaltet habe…
Und die Hattler Tour kann weitergehen!

(3) Mensch, den Lars hatte ich zuletzt 2002 beim Dresdner Konzert für die Opfer des Jahrhundert-Hochwassers gesehen, das Zusammen-Spielen reicht aber noch viel weiter zurück, nämlich ins Jahr 1998. Sehr schade, dass die damals von Peter Hoff produzierte LP nie veröffentlicht wurde (lediglich nur eine Single daraus).

Drum & Visuals

September 29, 2015

Vor 15 Jahren fragte mich der tolle Lichtkünstler Laurenz Theinert, ob ich Lust auf ein Duo-Experiment hätte – nur Schlagzeug und Visuals, gerne frei improvisiert. Denn für ihn war das typische Gebinde von kompletter Band und begleitender Großprojektion eine massive Reizüberflutung. In der  Duo-Konstellation jedoch könnten die Gebilde aus seiner Lichtorgel den Part von Harmonie und Melodie übernehmen, Beat wie gehabt und alles wäre im Lot – ein gleichermaßen rundes wie neues Konzept.
Diese minimalistische Idee hat mir so gut gefallen, dass ich 2003 ein clubbiges Solo-Album aufnahm und die „organic electro beats“ von befreundeten Videomenschen bebildern ließ. Wie zum Beispiel das Video „Move“ von Matthias Siegert:

Im Sommer erzählte mir Christian Prommer, dass er einen perkussiven Track für einen Autohersteller produziert hat und fragte, ob wir uns den Trommeljob auf der kommenden IAA nicht teilen wollen. Christian ist cool, also sagte ich zu, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht. Dass die Premiere des neuen Mercedes C-Coupés von einer Drum & Visuals Show umrahmt wurde, schließt den Kreis.

Meinen Messebericht mit den trommeltechnischen Details kannst Du auf bonedo.de nachlesen, die anderen Highlights liste ich hier auf:

– die reduzierte Kombination von Beat und Bildern finde ich nach wie vor stimmig.
– so viele Tom-Töne wie auf diesen elf Probe-und Messetagen habe ich in meinem ganzen bisherigen Leben nicht gespielt!
– Meshheads machen Spaß, die 5A Stockvariante (Vic Firth Shogun) auch.
– Neumann & Müller haben die perfekte Laptop-Verpackung.
– Diverse neue Musik: 1. Der Soundcheck von „Claire“ hat mich direkt überzeugt.

2. Wiedergehört und gefeiert:

3. Auf der to check Liste stehen das Sohn Album („Tremors“), sowie ein Konzert von Nils Frahm, dem Dynamikwunder.

– fette Produktion, alles schön und gut, aber hey, die schönsten Erinnerungen wurden vom Team geprägt!
Darüberhinaus habe ich vier neue Wörter gelernt (Gewerk, Präzisionsfahrer, Äbtissin, Bam!) und den Zeitstillstand beim Puzzeln entdeckt.

BeatSeeker

August 28, 2015

Bin sehr gespannt darauf wie sich Andrew Robertsons Weiterentwicklung seiner B-Keeper Idee anfühlt. Es heisst BeatSeeker, ist wieder ein MaxForLive Plug-In, benötigt nur noch ein Audiosignal für die Tempo-Analyse und kostet 24 Euro.

chit!

Mai 28, 2015

Das Metronom ist ja eigentlich eine Übungshilfe.
Da sie dem Trommler aber auch ein Stück weit die Verantwortung beim Time-Keeping abnimmt, gewöhnt man sich gerne über die Übungsmomente hinaus an diese Orientierungshilfe.
Ähnlich wie bei der Benutzung eines Navigationsgerät wird man zwar geführt, hat aber keinen Plan, wenn das Gerät ausfällt.
Und plötzlich regiert die Unsicherheit…
Dabei ging es doch um die Verbesserung des Timings, von Rhythmus-und Tempogefühl!

Sprich, wir müssen unser rhythmisches Selbstvertrauen stärken und wieder entspannt selbst am Steuer zu sitzen.

chit

Für Abhilfe sorgt Benny Grebs „chit“ Übung aus seiner „Language of Drumming“ DVD. Dabei wird der perkussive Fantasielaut „chit“ in Vierteln laut gesprochen/gesungen, während du ein Rhythmuspattern klatschst, eine Sidereading-Übung trommelst oder am Set improvisierst.

>>If I had to strip it down, what helped me the most in time-keeping would be this quarter-note ‚chit‘ singing while improvising.<<