Archive for the ‘2Drummer’ Category

the secret ingredient

September 22, 2019

Mein Freund Markus Birkle hat mir gestern „That Pedal Show“ mit dem Radiohead Gitarristen Ed O’Brien empfohlen (der sich mit vielen Tretminen vor allem um Texturen, Soundkaskaden und Live-Looping kümmert).
Aussagen wie „EHX Memory Man – the god pedal“ oder „the first thing you’d buy is a delay pedal – […] before a distortion pedal“ werden direkt abgetippt…


Und dass die Band keine Lust darauf hat, sich in einen Jukebox Modus zu begeben und  Konzerte eintrainiert und durchgecheckt abzuspulen, dadurch Risiken mit spürbarer Fallhöhe in Kauf nimmt, die letztlich aber ganz gut vor routinierte Langeweile schützt, reizt mich sehr.

>>You’ve got to rehearse, but you’ve also to be able to laught at a car crash – […] we are human beings… >> (25.08’)

Und so schaue ich noch ein Konzertmitschnitt an  (live in Arras 2017 mit zwei Drummern – Philip Selway und Clive Deamer).

 

>>«In the last Radiohead tour,» says Phil Selway, «I was joined by a second drummer, Clive Deamer. That was fascinating. One played in the traditional way, the other almost mimicked a drum machine. It was push-and-pull, like kids at play, really interesting. You wouldn’t go there without the initial inspiration of a drum pattern. That approach was very much informed by drum machines.»<< Phil Selway and the evolution of rock drumming in the digital age

Jetzt noch zwei einen ältere Live-Schnippsel aus Paris (2001) und Glastonbury (2003, ab 1:08:20′), in denen man ganz toll sowohl Jonny Greenwood als auch Ed O’Brien beim Live-Looping beobachten kann. Jonny kümmert sich um Stimme und Schlagzeug, Ed ums Rhodes:

Zum Abschluß noch ein ausgedehntes Looper-Duo vom Bonnaroo Konzert (2006).

Diese Infos entsammen der Website „The King of Gear„, die noch einen weitaus tieferen Einblick ins Live-Looping-Geschehen von Radiohead liefert.

 

 

 

Billy & Tony

Januar 12, 2019

Eigentlich wollte ich ja herausfinden, welches Delaygerät auf der Cobham Scheibe „A funky Thide of Sings“ verwendet wurde, bekam anstelle einer Antwort den Hinweis, dass Billy Cobham und Tony Williams ein knapp zwanzigminütiges Duett in Japan spielten, damals am 27.07.1978.
Ist ja auch ’ne Art von Echo! (Das ebenfalls in die Liste der Doppeltrommler gehört.)

>>Recently I went to Japan and played with Tony Williams at a concert. The two of us. together. Tony never worked with another drummer before. He had worked with Lenny White once, but felt very uncomfortable working with me because he didn’t know what to expect. But it worked out well. We’re going to record an album together, and do another concert. He’ll be a guest at some of my concerts and vice versa. We’ll have some things worked out that we can play together. We’ll be listening to each other, which is important. When two drummers are onstage, more often than not they try to blow each other off the stage, which is wrong. It can be musical if it’s done properly.<<
Billy Cobham im Modern Drummer Interview 8/9/1979

25 Great Double-Drumming Tracks

Januar 7, 2019

Höre mir im Modern Drummer 25 Aufnahmen mit je zwei Trommlern an und entdecke die ambitionierte „Double Drumming“ Liste im Wikipedia.

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Deutschstündchen

August 15, 2018

Es beginnt gleich mal mit einem Fremdwort, nämlich Cypher, dem Begriff für einen Freestyle-Staffel-Rap.
Und zack kommen sie raus, die 18  Gastredner, die sich anlässlich des MTV-Unplugged Albums von Samy Deluxe auf der MS Bleichen? im Hamburger Hafen eingefunden haben.
Viele Silben, viel Groove!

Toll, dass Matteo und Michael Grimm die (einst in Holland angekratzte) One-Kit-Two Drummer-Idee fortgeführt haben (u.a. eine gemeinsame Kick, gegenseitiges Muten):

One-Kit-Two Drummer-Idee

Der Teaser ist klasse, nun bin ich umso neugieriger, welche unterschiedlichen Klang-und Spielexperimente diesmal das Rhythmusgerüst einer akustischen Hiphop-Produktion (VÖ: 31.08.18) geformt haben.
Bisher weiss ich von maximal tief gestimmten Tama Octobans, der Gran Cassa-Extra-Kick, Kastagnetten-Snaps von Moutpercussion-Einlagen des enormen Killa Kella! Und von HazEs phattem Einsatz – Chapeau!

Freundeskreise

Juli 22, 2018

Der Sommer hat gerade mal begonnen und eigentlich kann ich jetzt schon (wieder) von schönsten Ferienerlebnisen berichten.
Erst familienverbundenes Abtauchen im Roten Meer, dann Musik und mehr mit verschiedenen Freundeskreisen:
Äusserst vertraut mit Netzer beim Stuttgarter JazzOpen Festival, kurze literarische Gartenpartie mit Schiller und Goethe in Jena, vor allem aber ein längeres Fill-In (für den tollen Grabi) beim bandgewordenen Freundeskreis – was für ein illustrer Zusammenschluss (hey, Matteo!), quasi perfekt gemachtes Bett zum ®einspringen!

https://www.arte.tv/de/videos/081619-017-A/freundeskreis-deichbrand-festival-2018/

In der kommenden Wochen folgt das Percussion Creativ Drumcamp, sowie DePhazz in Vaduz. Und dann gibt es für mich noch drei FK-Termine im Süden.

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Für den Blog hätte ich eine Neuentdeckung zum Thema Notenständer-Vermeidung, nämlich das umgedrehte, mit Gaffer auf der Kick befestigte 16″ Fell als ideale Zettelwanne. Um auch Windstößen gewappnet zu sein, wurde in V.1.2 von Backliner Felix noch ein Spanngummi durchtrennt und mit zwei Kabelbinderschlaufen in der Fellkrempe befestigt.

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I interplay the drums!

Mai 22, 2018

Bin mal eine Woche abgetaucht und habe direkt mein Alltagsgefühl für Zeit und Umgebung völlig verloren. Eine Woche lang Drums’N Percussion Paderborn, eine große Schleife aus Unterricht, Konzert und selber üben, kaum Schlaf, dafür eine extra Reisetasche voller Ideen (die mir Rückfahrt nicht gerade leichter macht…)

Normalerweise würde ich in Bezug auf ein Rhythmusfestival das mit Wasser positv besetzte Wort eintauchen dem negativ konnotierten abtauchen vorziehen, aber nach der schönen Überlieferung von Hakim Ludin, in der einem wissbegierigen Schüler geraten wurde, er möge unbedingt abtauchen, sich unter die Erde begeben, um dort – ohne jegliche Grenzen – reisen und interessante Gleichgesinnte treffen zu können, passe ich den Wortschatz gerne an 🙂
Erzählen und reisen wurde die große Überschrift, unter der die Parameter Vokabular und Stimme (die menschliche, aber auch die persönlich getrommelte), Kommunikation und Interaktion die Inhalte formten: Angefangen mit den unterschiedlichsten Groove-Traditionen rund um den Globus, über Konnakol zu deutscher Gegenwartsliteratur, vom Toaster zu Hiphop, von der DJ Kultur zum bewussten Regelbruch und Neuordnung der Bausteine – und immer wieder unter die Erde (oder auch ins Internet?) – soviel Bezugspunkte, soviel Klang und Musik. Und wenn ich das nächste mal gefragt werde, was ich denn so treibe, wird die Antwort lauten >>I interplay the drums!<<
Mein persönliches Highlight ereignete sich gestern während des Soundchecks, als zur Fehlerbehebung – bzw. zur Frage, ob aus der Leitung vom Monitorpult überhaupt ein Signal am Kabelende ankommt – kurzhand ein SM57 an ebendieser Stelle eingesteckt und zum Testton-Lautsprecher umfunktioniert wurde. Nicht weniger elegant war die Frisbee-Runde nach dem Konzert – mit derselben Wurfscheibe die übrigens schon 2008 in Paderborn mit dabei war…
Ansonsten wurden vor allem immer wieder schöne Erinnerungen heraufbefördert – hach, Nostalgie – tollerweise durch neue Inhalte vergrößert. Beispielsweise Bodypercussion mit Udo Dahmen (zu noch früherer Stunde als seinerzeit beim Popkurs), oder der unverkennbare Trommelstil von Simon Phillips, der mich direkt zurück in ein nachmittägliches Superdrumming Stündchen (in schwarzweiss) ins Jahr 1987 zurückkatapultiert (Hallo, Peter!) , dann die fantastischen Geschichten und das immense Wissen von Hakim, sowie die hochmusikalischen Drumbassadors, die egal ob unisono oder komplementär, melodisch oder funktional – immer technisch brilliant UND humorvoll agieren können – da wird Blowbeat zum Imperativ! – und heuer auch noch mit zwei TC Helicon Vocodern – Joe Zawinul wäre begeistert – die kleine Elektronikkiste geöffnet haben. Die psychoakustischen Darbietungen des Prism-Sound Menschen Jody Thorne bescherten mir ein nachhwirkendes „Aha“ und einen schönen Merksatz zu „music & speech“. Mit den Bassisten Tim Landers und Armand Sabal-Lecco, sowie Keyboarder Philippe Saisse waren auch noch Helden meiner Fusion-Vergangenheit vertreten, mit Tokünstler Al Schmitt sogar eine lebende Legende. Wow!
Last not but least möchte ich mich ganz herzlich bedanken: bei Stephan Hänisch und der Firma Meinl für die Bereitstellung des beeindruckenden Tama Fat Spruce Kits (brandneu, aber mit nostalgischen Kesselmaßen nach genau meinem Geschmack), der wohlklingenden S.L.P. Alu-Snare, der neuen Tama „Lightware“ und des stimmigen Beckensatzes, bei Christoph Bünten (Roland) für die elektronischen Mitbringsel (TR-8, SPD-one), beim Initiator Uli Frost für die Einladung, bei den vielen Helfern, ohne dieses Kreuzfahrtschiff nicht hätte ablegen können, vor allem bei euch, den Teilnehmern und dem Publikum – die ihr letztlich dem Ganzen den Sinn einhaucht.
Bis bessere Fotos eintrudeln müsst ihr mit dem Platzhalter-Selfie vorlieb nehmen:
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PS. dass die Frankfurter Rundschau am selben Tag ebenfalls zum Thema schrieb, war nicht abgesprochen…
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Live mit 4 Drummern

April 4, 2018

Was ’ne Besetzung! Die Sons of Kemet legen für ihren Vokalisten eine amtliche Club-Matte aus: Keien Elektronik, dafür vier Schlagzeuge*, Tuba und Saxofon!
* dahinter: Tom Skinner, Eddie Hick, Moses Boyd, Max Hallett

Auch mit nur zwei Drummern (Tom Skinner und Seb Rochford) toll:

Im Anschluss höre ich „The Comet is Coming„, das elektronischere Trio von Shabaka Hutchings. (On drums: „Betamax Killer“ (Max Hallett).

Virale

Februar 23, 2018

Höre Musik-Tipps von FB-Freunden nach und notiere:

1. Klingen klasse, Manfred Mildenbergers Concert-Toms mit schlaffem Fell (Danke, Christoph Buhse):

2. Super Idee: zwei Drummer hinter einem großen Set – OK ein/e Linkshänder/in bzw. Opend-Handed Spieler/in wird gebraucht (Danke, Axel Mikolajczak)

3. und selbst bin ich noch im Bigbeat-Fieber. Selten, dass ich soo viel aufbaue

 

Geschützt: eSpider

August 24, 2017

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Oli trifft…Matteo Scrimali

April 20, 2017

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In der Mai/Juni Ausgabe des „drums & percussion“ Magazins (ab dem 26.04. am Kiosk) gibt es die zweite Folge meiner „Oli Rubow trifft…“ Reihe, diesmal mit dem hochmusikalischen Matteo Scrimali!