Archive for the ‘Attitude’ Category

next level hybrid drumming

November 20, 2019

Dieses schönes Video-Interview mit Zach Danziger…

…empfing mich gestern Nacht, nachdem ich im Proberaum selbst auf einem neuen Treppchen des clicktrackfreien Hybriddrummings – zuversichtlich -herumbalancieren konnte.

Dabei ging es um Idee, zwei Audiosignale (Snare Mic und Kick-Trigger) im Ableton mittels des Trigg.me M4L PlugIns in Mididaten zu transformieren, um damit schließlich Samples aus dem Drumrack auszulösen. Und zwar weder typische „Stellvertreter“ (drum replacements) oder ausgecheckte Multisamples, sondern gewarpte Loopfragmente, die sich durch Choke-Groups nicht in die Quere kommen und Dank Filterung einen clubbigen Breakbeat-Vibe versprühen – vor allem aber ohne Kopfhörer oder InEars funktionieren.
Je nach Lust & Bedarf tappe ich das Mastertempo meiner DAW oder nicht – und diese zusaätzlichen Layer zu meiner akustischen Trommelei klingen, sowohl „in sync“ oder „out out of sync“.
[file under „Arbeitstitel: Tap DAW“]

Sommerlüftchen

November 18, 2019

Schöner Wochenstart:
– mit dem ZDF Mitschnitt des sommernächtlichen Nils Wülker-Jazz Baltica-Gig: 72 Minuten, inklusive Ableton Fail & Nils Landgren Cameo!

– mit einem bunten Bildchen gegen die winterliche farblosigkeit (Exponat von Virgil Abloh)

– sowie mit einem Zitat aus meinem letzten Lieblingsbuch, Thomas Meyers „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ (Seite 143):
>>Da fielen mir wieder Onkel Jonathans Worte ein. Den eigenen Weg zu gehen, überlegte ich, heißt wohl nichts anderes, als sich den Dingen zu stellen, die einem begegneten. Nicht zu versuchen, sie zu umschleichen. Nicht vor ihnen stehen zu bleiben. Sondern durch die Schwierigkeiten hindurchzumarschieren.<<

 

create diggin‘ + ability to read the crowd + joy = intact dancefloor + hands in the air

November 17, 2019

Mathelernen am Wochenende, mit etwas Hintergrundmusik:
Wissen/Auswahl + Umsicht + Freude = Spannungsbogen & Bewegung
Handwerkliche Fähigkeiten, toll, aber evntuell zweitrangig?

Natasha Diggs

Or:la

Anna Wall

Abschluß-Fill von Peggy Gou

zwei schöne Tabubrüche: Hall auf der Kick und keine Bassgitarre

November 13, 2019

Kiss“ mochte ich eigentlich nie richtig… nachspielen schon gar nicht…fühlte sich irgendwie zu oft „cheesy“ an – meine Meinung hat sich aber gerade mit der Anekdote von David Z geändert:

>>As for the lack of bass guitar, we always ran the kick drum through an [AMS] RMX16 and put it on the Reverse 2 setting to extend the tail of the reverb. That served as a kick drum and a bass, and it was a signature sound that we used all the time with Prince. We didn’t need a real bass. And there was no reverb on anything else; just the kick.<<

Wer sich fürs 150ms Hihat-Echo interessiert, lese den ganzen SoundOnSound Artikel.

Sudoku für Trommler

November 4, 2019

Berlins Chef-Drumtrainer Dirk Erchinger hat im FB ein onomatopoetisches Rätsel gestellt:
>>OldSchoolHipHop Alldder!!!
I: Bum back bum bum bum back bum bum bum tsche back bum bum bum dat dada tschickischickibum tschicki :I
Wer den Beat erkennt kriegt n Eis… strengt euch an😜🥁😘<<

Angespornt durch die Aussicht auf ein Eis, wollte ich die Lautmalerei unbedingt zuordnen können und habe sie erstmal zu notieren versucht.

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Zeile 1 schien mir schlüssig und in Gedanken war ich längst bei 2Pac („Only God can judge me now“), Faith Evans („Love like this“) und A Tribe Called Quest („Check the Rhime“), allesamt stark auf die Viertel fokussierte Tracks bzw. Intros.
Beim Gegenhören jedoch leider Fehlanzeige.

Beim Scannen der Oldschool-Hiphop-Listen bin ich an Notorious B.I.G. hängengeblieben – fetter Track, den ich erst vor kurzem wiederentdeckt und direkt zur Hochschule für die Studierenden mitgeschleppt hatte.

Und zack, fiel der Groschen, die ursprünglich Kick-Annahme war falsch. Und so wie der zweite Beat hingekritzelt wurde passt plötzlich alles – Hurra!

Jetzt habe ich nicht nur ein Eis gewonnen – hier wünsche ich mir übrigens das unsichtbare aus der Sesamstrasse – sondern die Erkenntnis, wie ich die Bestandteile eines Beats zwar in der angedachten Reihenfolge lassen, aber durch zeitliches Dehnen und Strecken der Events spannende Transformationen bewirken kann.

Da sage ich mal laut: Danke, Dirk! Und hoffe auf weitere Drummer-Sudokus.

Instrumententausch!

Oktober 20, 2019

Gemischtes Doppel unter der Rubrik: Balsam für Körper und Seele in Cloppenburg!

Naherholung in der Waldsauna (bzw. Fertig-Nasszelle) und ein langer, gemeinsamer Jam mit vertauschten Rollen wirken revitalisierend.
So ein Proberaum hinter der Bühne (wie gestern im Kulturbahnhof) ist großartig, dort erfährt der Terminus Backstage eine ganz neue Qualität: Zwei Setups ermöglichen zweierlei Besetzungen, der Instrumententausch generiert Spielfreude, gute Laune, erstaunlicherweise auch eine risikofreudige Frische beim eigentlichen Konzert.
Ich würde sagen ab nächstes Jahr reisen wir mit HATTLER direkt als Festival!

Und als generelles Fazit: der eher fürchterliche/gefürchtete Coach-Kunstgriff („teambildende Maßnahmen“) macht auch im Familien ähnlichen Kontext Sinn, gemeinsam Machen = immer gut!

Spotify DJ/Drummer

Oktober 19, 2019

Die algoriddim djayPRO App ist nicht nur ein tolle Tourbeschäftigung, sondern neben einem guten Buch (in dem Fall Friedmann Karigs „Dschungel“) eine weitere schöne Möglichkeit sich aus der Buntheit der Hotelbettwäsche (bzw. der Trostlosigkeit so mancher Unterkunft) in eine andere Welt zu katapultieren.

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Dadurch dass die Software (u.a.) auf Spotify zurückgreift, steht mir zum Testen überall (wo’s Netz gibt) ein ganzes Universum aus Tracks zur Verfügung: und so filtere ich fröhlich und schichte ein Mashup nach dem anderen – mit dem Fernziel einen MIDI-Controller mit dem Macbook verbinden und die DJ-Drummer-Personalunion wieder aufleben zu lassen…
In diesem Sinne: gute Nacht!

die anderen Warm-Ups

Oktober 17, 2019

Mein Freund Uwe ist Pianist und meinte neulich, zwei Stunden zu üben, sind ’ne tolle Sache; noch besser jedoch fühlt sich das Spielen für ihn an, wenn er von den zwei Stunden 45 Minuten darauf verwendet, sich mit Qigong Kugeln aufzuwärmen.

Daran musste ich vorhin denken, als ich mich im Hafenpark auf die Slackline stellte – ebenfalls ein Bomben-Warm-Up!

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Und jetzt im Backstage der Centralstation nehme ich – mit herzlichen Grüßen in Richtung Uwe – einfach mal zwei Äpfel aus der Obstschale. Tschaka!

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Drum Basics

Oktober 16, 2019

Die gute Meldung zum Semesterbeginn: 2 & 4 sind die Essenz, mit der sich eine unglaublich hohe Prozentzahl der Beats unserer westlichen Musikkultur trommeln lässt. Egal ob Pop oder Jazz, die Basics sind nahezu identisch (der Backbeat wandert lediglich von der linken Hand – Snare – in den linken Fuß – Hihat).

In einem zweiten Schritt werden dem auf Vierteln basierenden Gerüst noch Hinweise zum Rhythmusraster (Grid) spendiert.
Alles Weitere ist Ornament 🙂

verWeil‘ am Rhein!

Oktober 10, 2019

Hey, Gigs in Lörrach haben was! Eine schöne Venue, zudem die Nähe zu Basel, Weil am Rhein und Riehen – sprich Rheinschwimmen (asap), Vitra Design, Zaha Hadid und die erholsame Fondation Beyeler.
Ich konnte jedenfalls VOR und NACH dem Hattler Konzert im Burghof mächtig viel Inspiration einpacken, was meine Gedanken, die Gespräche unterwegs, selbst mein Traumgeschehen angenehm färbt…
Kommentarlos hier ein paar Snippets, die im Idealfall vielleicht auch bei Dir, lieber Lesender, was bewirken??

Resonating Spaces
>>Die englische Schreibweise des Titels verdankt sich der Bedeutung des Wortes »resonating« und »resonance«, die offener bleibt als der deutsche Begriff »Resonanzraum« und die sowohl physikalische Phänomene bezeichnet, die zur Erzeugung von Klang führen, als auch das Hervorrufen von Bildern, Erinnerungen oder Emotionen anspricht.<<

(Leonor Antune, Silvia Bächli, Ausschnitt vom Ausstellungsplakat)

(im Garten sitzen – wie daheim, Winkelarchitektur, traumhaftes Tankstellenhäuschen von Jean Prouvé)

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

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Als Gegengewicht lege ich noch zwei spannende Bücher ins Hotelbett (Stephan Emigs vielversprechendes Paket über die „Fünf Wege zu mehr Musikalität„, sowie einen alten Glauser) und verlinke Peter Unfrieds Erklärung zur Position von Jonathan Safran Foer, der sagt, dass wir zwar von der Erderhitzung wissen, aber nicht an sie „glauben“.

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#head2heart