Archive for the ‘Attitude’ Category

Motiv-ation

Mai 14, 2018

Quasi als Vorbereitung für das „Drums’N’Percussion Festival Paderborn“ schaue ich mir diese tollen, auf unterschiedliche Weise höchst motivierte SchülerInnen an.

„Milestones“ in der Grundschule

Emma Gonzáles‘  „March for our Lives“

Marta Altesa

Advertisements

Convert bpm to km per hour

Mai 9, 2018

MussteDurfte heute im Rahmen der Physiotherapie auf’s Laufband, ein Tool, das ich im wahren Leben nichts nutze, dessen viele Instrumente aber prompt auch meinen Geist in Gang gebracht haben. Und so werde ich nächstes Mal meinen Schrittrhythmus während der optimalen Geschwindigkeit (bzw. Distanzeinstellung)  tappen und dann directment raus ins Freie drängen, Metronom (oder dementsprechenden Sound) anstellen und los…

Denn – wie die taz heute in Bezug auf den Mai 1968 in F(rankreich) titelte: La Beauté est dans la rue!

IMG_1897

Humor plus geile Beats

Mai 7, 2018

 

>>Humor macht Freude und versetzt die Herzen in Schwingung – immediately!<<

>>Wenn mich das damals so stark berührt hat, wieso sollte ich nicht versuchen, mit den heutigen Tools an diese Intensität ranzukommen, ohne dass es nostalgisch klingt oder bloß eine billige Kopie ist. Ein geiler Beat ist ein geiler Beat, egal, ob er 15 Jahre alt ist oder vor zwei Monaten programmiert wurde.<<

Zwei klasse Koze-Statements aus dem taz-Knock, Knock Review, somit doppelt schön, dass unsere Netzer Feierlichkeiten (Sa.12.05/Bix, Stuttgart) vom tollen Pampa-Familienmitglied Soulphiction aka Michel Baumann bereichert werden!

Eine kleine Geschichte zum Beistelltisch

Mai 5, 2018
IMG_1890
Als ich gestern im Venue nach einer Abstellmöglichkeit für mein Effektbrett, einer Getränkekiste oder Ahnlichem, gefragt hatte und postwendend mit diesem perfekt passenden Tischchen aus dem Fundus versorgt wurde, freute ich mich für einen Augenblick über die schmucke Lösung, und widmete mich dem weiteren Aufbau, bis plötzlich der Herr des Hauses an der Bühnenkante erschien und lautstark in meine Richtung zeterte – ich hatte die Aktion weder auf mich bezogen, noch genauer hingehört, erst als mehrfach das Wort „Mobiliar“ fiel, dämmerte mir, dass der Grund seines Ärgers in jenem Beistelltisch liegen könnte – egal, für mich gab es keine Grund auf diese Cholerikattacke zu reagieren. Zumal keine Lösung/Alternative vorgeschlagen oder gewünscht wurde und ich das Teil ohnehin nur als Ablagemöglichkeit verwenden würde. Also weiter.
Nachdem Soundcheck gab es eine zweite Schimpftirade, diesmal ging es um irgendwelche Stehlampen, die ungefragt für die Bühnendeko verwendet wurden –  diesbezüglich hatte noch weniger damit zu tun, musste mich dann aber doch aus dem Schalltrichter wegbewegen – denn wütend schreiende Menschen, immer unangenehm!
Irgendwie hielt sich dann doch ein fader Nachgeschmack, weshalb ich mir heute morgen beim Duschen eine alternative Reaktion erträumte. Vielleicht hätte ich doch aktiv werden und antworten sollen und zwar irgendwo zwischen freundlich, frech und absurd?
Hallo 🙂 Lass uns doch erst einmal guten Tag sagen. Also, ich bin Oli, ein über die Grenzen Frankfurts respektierter Schlagzeuger-Gott (…Gott, weil unverwundbar…aber das hätte ich nur gedacht, klar), in meiner Fantasie ähnlich groß wie Dein momentan schimpfender Mund.
Und hey, ich freue mich auf einen angenehmen Abend hier…
Aber kaum, dass ich die Zeilen tippe, merke ich deutlich: Dagegen halten, im Sinne einer Provaktion, wird die Sache nur schlimmer machen – das bringt’s nicht –  in puncto Lernkurve schon gar nicht, dann also doch lieber ins Leere laufen und verhallen lassen, und im Nachgang vielleicht noch einen (wirklich) freundlichen Brief/Anruf hinterher schicken – weil ja dauerhaftes unzerkautes Herunterschlucken auch nicht so gesund ist.
PS. der Abend wurde sehr schön – ich komme also gerne wieder – , nicht zu letzt, weil der DJ fast die komplette Johnny „Guitar“ Watson Scheibe abspielte. (Titel und Cover Foto runden die Geschichte bestens ab…)
PPS. meine #Wutbürger Gene lasse ich lieber an anderer Stelle (und hoffentlich sinnvoll) raus, beispielsweise in dem ich heute beim Einkaufen, jegliche Plastikverpackung vor Ort lasse (#plasticattack)…
PPPS. die eigentlich Schönheit erfährt dieser Minitisch durch seine Häckeldecke – die ich fachmännisch zusammengelegt und sicher neben dem USB-Ladegerät, welches meinen Digitalmixer (Key Mix) mit Strom versorgt, abgelegt habe. (Damit konnte ich jetzt auch noch den Tech-Talk Auftrag unterbringen)
Schön, dass ich den ganzen Text just nach seiner VÖ directement durchstreichen, also abhaken kann, denn zufällig trudelte zeitgleich über andere Kanäle eine proaktive Entschuldigung ein – Danke und Respekt dafür!
Die somit wichtigste Erkenntnis: etwas Zeit verstreichen lassen hilft so oft!

 

Satzgirlanden, kreatives Übersetzen, Musikalität

Mai 2, 2018

In der heutigen Taz spricht der leidenschaftliche und kompromislose Übersetzer Michael Walter über seinen Lebensentwurf.

super bad

Mai 2, 2018

Mit John Jabo Starks ist gestern der verbliebene Funkmaster gestorben 😦

Bildschirmfoto 2018-05-02 um 11.16.36

Mit den Insta-Worten von ?uestlove:
>>If the late #ClydeStubblefield was #JamesBrown gourmet dish, then #JohnJaboStarks was his meat & potatoes. The round the way meal. In the folklore of breakbeat ology, it was Clyde that was James’ prettiest rhythmaster. But Starks was his most effective drummer. It was the “Think (About It)” break that birthed New Jack Swing Culture, Bmore/Jersey House & 90s rnb. It was “Hot Pants (I’m Comin)” & “I Know You Got Soul” that really cultivated the classic east coast renaissance of 87-92. James’ most effective funk: “Soul Power” “Escapism” “Superbad” “The Payback” so many classics. His 8 on the floor style was so unique in his funk. A serious funk god. A unchampioned legend gave us new culture and a gift folks. Give the drummer some. John Jabo Starks R.I.P. #Jabo<<

Tom Misch

April 25, 2018

Diesen Tipp konnte ich mir gut merken, in dem ich an die Toms denke, die ich oft deshalb weglassen habe, weil sie sich abgenommen nicht so gut gemischt haben…

Jetzt wird mir Tom Misch in perfekter Balance die Zugfahrt nach Dortmund bespielen:

Und für den Notfall hätte ich noch ein Set von Hans Nieswandt im Cloud-Gepäck:

Tyrann der eigenen Ästhetik

April 19, 2018

>>…Wie funktioniert eigentlich Improvisation?

Meine Lieblingsantwort auf diese letzte Frage besteht aus einem einfachen Vergleich. Sehen Sie, sage ich, unser Gespräch in diesem Moment ist bereits eine Improvisation. Wir haben beide ein Thema, eine Vorbereitung, ein Anliegen, und ein Vokabular. Wir haben zwanzig Minuten Zeit, und am Ende werden wir einen Text gesprochen haben, in dem all diese Zutaten eine Rolle spielen. Aber vor dem Gespräch wussten wir beide noch nicht, wie der Text am Ende aussehen wird. Wir haben miteinander improvisiert. So ähnlich, sage ich, können Sie sich das auch in einer Band vorstellen.<<

>>Irgendwo im Kopf sitzt ein kleiner Tyrann der eigenen Ästhetik, der beständig den Posteingang und –ausgang kontrolliert und je nach Inhalt, Laune und Lebensjahrzehnt Glückshormone oder abgrundtiefe Verzweiflung ausschüttet.<<
Michael Wollny in der SZ vom 30.03.18

einhändig einen Knoten machen

April 18, 2018

Bei mir war das Thema Plattenindustrie die letzten Wochen ziemlich präsent. Erst durch die beiden Subutex Bücher, dann die Echo-Diskussion.
Konnte ich schließlich für mich heute Nachmittag positiv abschließen bzw. einrahmen, durch eine Entdeckung im Sachsenhausener Secondhand Laden, nämlich dem letzten Titel („Oriana„) von Al Di Meolas „Kiss my Axe“ Album, der mit diesem cleveren Einhand-Tom-Delay-Groove beginnt:

 

IMG_1848

Der Echo – Widerhall der anderen Art

April 16, 2018

IMG_1865

Martin Meixner bringt’s auf den Punkt:
>>Weil wirklich alle gerade über den ECHO reden… es heißt übrigens „das“ ECHO … Also eins meiner absoluten Lieblings ECHO Geräte ist z.B. das Deluxe Memory Man von Electro Harmonix. Und zwar die Big Box, Baby! So.<<

Und dennoch freute ich mich gestern im Anflug auf Budapest in der Sueddeutschen über Campino zu lesen:
>>“Auch wir haben mit Tabubrüchen gearbeitet“, sagt Campino nun auf der Echo-Bühne, „ich bin also vom Fach.“ Die Grenzüberschreitung gehöre dazu, gerade im Rap. Doch heutzutage müsse man sich die Frage stellen, wann die moralische Schmerzgrenze erreicht sei. „Diese Grenze muss jeder Künstler für sich selbst ziehen.“ Seine persönliche aber sei überschritten. Bei Frauenfeindlichkeit, bei Homophobie oder eben bei Antisemitismus. Er wolle ganz sicher keine Zensur, sagt Campino, das sei nicht die Lösung. Er wolle schlicht und einfach ein Bewusstsein schaffen.<<

Ein schönes Jazzanova Konzert später (mit Echos von der Bühne UND aus dem Publikum), lese ich auf der heutigen Heimreise, dass die ersten Ausgezeichneten ihre Echo-Skulptur zurückgeben. Widerhall der anderen Art – Das nenne ich Haltung.
Das aber auch:


PS. letztes Jahr polarisierte die 3Sat Doku „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“  in Bezug auf die Jazz-Echo-Vergabe.

PPS. Hellmut hatte im Jahr 2000 für das „No Eats Yes“ Album pünktlich zum Tourstart einen Echo bekommen. In meiner Wahrnehmung krähte kein Hahn (da)nach…

PPPS.