Archive for the ‘attiude’ Category

#AlleFürsKlima

September 21, 2021

Hey, der Freitag 24.9. nähert sich, besser als Luisa Neubauer kann ich jetzt nicht aufrufen, deshalb eins zu eins aus ihrem Instafeed kopiert:

>>Leute, es ist mir komplett egal ob ihr Vollzeit-Öko seid oder noch nie in eurem Leben Müll getrennt habt. Um die Klimakrise aufzuhalten muss irgendwer Kohlekraftwerke abschalten und das kann nur die Politik. Und weil sie das nicht macht, wenn wir nicht richtig Druck machen – machen wir halt richtig Druck. 

Es ist großartig, was viele Menschen privat machen um ökologisch zu leben. Aber worauf es letztendlich ankommt ist, ob wir es schaffen politischen Willen und systemischen Wandel zu organisieren. Und das wird einfach nicht möglich sein, wenn wir mehr Zeit damit verbringen uns gegenseitig für Konsumentscheidungen zu bashen, statt die Politik aufzufordern ihre Versprechen einzuhalten. Freitag streiken wir an über 420 Orten in Deutschland, alle Streiks im Link in meiner Bio. 

In Berlin* geht es um 12:00 Uhr beim Bundestag los. Bringt eure Freund:innen oder Kolleg:innen mit, sagt es weiter, und falls ihr keine Zeit habt – kommt trotzdem – es ist schließlich ein Streik. 🤓🤝 Die Klimakrise wartet nicht. Bis Freitag, überall. #AlleFürsKlima<<

* In Frankfurt ab 12 Uhr vor der Alten Oper

Rahmen

September 18, 2021

Eigentlich sollte ich noch ein wenig schlafen, denn Abfahrt um 6 Uhr morgens ist defintiv zu früh. Aber irgendwie war die gestrige Trommelnacht derart erfrischend, dass ich – eigenlich notorischer Vielschläfer – direkt weiterhöre…
Und zwar jene Tracks die ich mir bei der gestrigen Anreise nach Schorndorf in eine Spotify-Playliste gepackt hatte, Musik die vor 35 Jahren dort für mich eine wichtige Rolle gespielt hatte, damals als es mit öffentlichen Konzerten endlich losging 🙂

Lee Ritenours „Fly by Night“ (getrommelt von Harvey Mason anno 1979) war der Favorit im Programm meiner ersten richtigen Band „Tension“. Die Platte hatte mir Kay Richter auf Tape gezogen (und das Album sollte mich noch eine ganze Weile begleiten: 1991 spielte ich dann den Titelsong „Captain Fingers“ zur Musikabitursprüfung. Ich hoffe sehr, irgendwann die alte Mini-Videokassette finden und digitalisieren zu können, denn dann gibt’s ein ganz heißes Zeitdokument der damaligen Probe mit meiner Oma hinterm schuleigenen E-MU Synth…)

Als zweites wählte ich Rick Springfield aus, der mich an Peter Kumpf erinnert. Er hatte den eher altebackenen Schlagzeuglehrer der Musikschule abgelöst und mich mächtig motiviert. Da beide tollen Trommler – Kay und Peter – den Hamburger Popkurs begeistert absolviert hatten, war auch relativ schnell klar, wie es bei mir nach der Schule weitergehen würde.
„Honeymoon in Beirut“ ist very 80ies – Discogs verortert den Sound unter Softrock – aber ich freue mich über das „Broken Glass Sample“, Achtelbass und viele geschmackvolle, groovy Drumfills von Curt Cress.
Via Curti denke ich an Wolfgang Schmid, der wiederum, der dank der Dieter Seelow Connection, Anfang der 90er Jahre die Schorndorfer Gitarrentage gestaltete (und mir plötzlich Sessions mit gefeierten Top-Player ermöglichte).
Dass schließlich auch noch eine „Drums Only“ Filiale eröffnet wurde, machte das beschauliche Kreisstädtchen endgültig zum Trommlerparadies. Und vervollständigte (m)eine stabilen Rahmenbedingungen.


Allesamt ideale Erinnerungen, um einen Konzertabend mit drei Schlagzeugern zu gestalten. Sicherlich auch ein gewagtes Unterfangen von Club-Seite aus. Aber hey, es hat bestens funktioniert!
9ms – das Drum Duo von  Flo König und Simon Popp – eröffneten perfekt: ihre ausgefuchsten, perfekt balancierten Kompositionen und räumte jegliche potentielle Bedenken aus dem Raum:
1. ein Schlagzeug ist laut, zwei sind noch lauter, und bitte drei???
2. Trommeln machen Rhythmus, aber keine Songs
Ein gemütliches, vorgewärmte Bett, aus dem heraus ich zu aktuellen Liebingstracks jammen durfte (OK, manchmal auch laut). Schließlich trommeln zu dritt, quasi Drumfestival. Und beste Laune! Yeah.

Weiter geht’s nach Dresden. Auch dort warten tollen Drummer und Bassistenfreunde.
(u.a. Anika Nilles, Jost Nickel, Gergo Borlai, Daniel Schild, Tim Sarhan, Claudio Spieler, Claus Fischer, Ben Jud)
Und ich werde über Leidenschaft und Motivation sprechen, mit euch über den Tellerrand der Bedienungsanleitung schauen, Möglichkeiten jenseits der gängigen Klischees und Erwartungen, die mit unserem Instrument verknüpft sind vortrommeln. Im übertragenen Sinn, einfach den Rahmen sprengen – selbstverständlich ganz friedlich und bedacht, mit Türe und Notausgang:

den Rahmen erweitern – vielleicht verbirgt sich drumherum ein kleines Paradies?

PS. zum Dresdner Drum Fest gibt es ebenfalls viele schöne Erinnerungen, hier einen kleine Auswahl:
2016 https://87bpm.wordpress.com/2016/09/19/casa-loco/
2015 https://87bpm.wordpress.com/2015/09/20/drum-and-basics/
2013 https://87bpm.wordpress.com/2013/09/22/dresdner-drum-bass-festival-2013/
2010 https://87bpm.wordpress.com/2010/09/22/42-masgebliche-regler/

PPS. 1000 Dank an Stephan Hänisch und Tama: ich freue mich auf ein sonnengelbes Star-Kit 🙂

Love is the Answer

Februar 23, 2021

Meine Standardantwort auf die Frage bei welchem Act ich gerne mittrommeln würde, fällt in Zukunft weniger konkret aus, nachdem es Daft Punk nun nicht mehr gibt.

PS. Meine drei Daft Punk Highlights:
DJ Culture Homework*/Captain Future Flashback/Auslöser meines „Organic Electro Beats“ Soloalbums

* >>Wie schafft man es, dass eine Platte auf jeder gottverdammten Scheißanlage einfach nur neu!, geil!, extrem!, magisch!, befreiend! klingt? Die Wiedergeburt von Rock ’n‘ Roll aus dem Geist von Techno, Glam und House!<<
Hans Nieswandt

more than an accessory

September 19, 2019

much-more-than

Die Echoliebe ist groß! Aber die Teile können deutlich mehr als nur Mode und Attiude 🙂
Ich möchte sie mal vorstellen, meine elektrisierenden Freunde (von links oben nach rechts unten):
JHS „Panther Cub V2“, schmale Eimerkette mit Tap Tempo
– Boss „Delay Machine DM-300„, grandioses analog Delay aus dem Jahre 1980
Boss „Re-20“, Space Echo Klon und fester Partner seit Jahren
Red Panda „Particle 2“ granulares Kuscheltier (bei Binkbeats entdeckt)
Strymon „Dig“ digitales Dual-Delay und Hingucker
Keine Delay „Teil1“, mein personalisiertes Schweizermesser

Klaro, dass ich die Delay-Kistchen hauptsächlich beim Trommeln verwende.
Aber heute Mittag werden selbstverständlich alle Geräte angeschlossen, die Mikrofone in Richtung Opernplatz gerichtet. Denn die „Friday for Future“ Bewegung kann jedes Echo gebrauchen!

Hobbies?

Juni 17, 2015

Wenn einen das liebste Hobby tagtäglich als Beruf begleitet, wird’s a bisserl schwierig, dass sich Lust und Zeit für weitere Steckenpferde aufdrängen.

OK, gekickt habe ich immer leidenschaftlich gerne, auch intensiv – jedoch habe ich vor wahrscheinlich 22 Jahren aus Angst vor Verletzungen das regelmäßiges Spielen mit raubeinigen Freizeitmanschaften geknickt. Schön, dass jetzt Schulhof-Kinderfussball (1) häufig auf dem Nachmittagsprogramm steht.
Die Qualität des Lesens (2) wurde mir glücklicherweise durch den Zeitgewinn der nicht-selbst am-Steuer-sitzenden Anreise nahegebracht – für mich das perfekte Tool um gleichermaßen runterzukommen und inspiriert zu werden. Ausstellungen (3) wirken ähnlich.
Aber seit diesem Jahr türmen sich verschiedenste neue Hobby-Wünsche förmlich auf:
sicher mit dem Longboard (4) zu fahren, das Gleichgewicht auf dem Indo-Board halten zu können – surfen wäre natürlich auch grandios -, Kunstsprünge (5) im Freibad, guten Espresso zu kochen und elegante Milchbilder malen zu können (6); eine Slack-Line (7) für den Park, mal mit einem Tandem radeln (seit ein Mitbewohner ein Rennrad-Tandem ins Haus gebracht hat), eine Mofa-Sattel ans Fahrrad (8) zu basteln (auch ’ne Art Zweisitzer), gute Übergänge und tolle DJ-Sets zu schaffen, diese am besten über ein richtiges Soundsystem abzufeuern (9), Schlagzeug-Instrumente und -Bücher (10) zu erfinden…
hobbies_2
Wie geschickt, dass doch bald Sommerferien sind.