Archive for the ‘DiscJamming’ Category

Im Resonanzraum des Oktobers

November 5, 2019

Hier ist mein „Dazutrommel Mix“ aus Lieblingstracks des Monat Oktobers, den ich anlässlich der „Days of Percussion“ zusammengeklebt hatte:

Herbalizer „A Mother (For Your Mind)“ (1996)
Small World „Livin‘ Free“ (1996)
Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963)
Miles Davis „In a Silent Way (Rehearsal Mix)“ (1969)
Groove Armada „Song for Nick“ (2016)
Moritz von Oswald „Ole Remix“ (2011) with a cameo of Keith Jarrett
Luz1e „I wanna thank you“ (2017)
Cerrone „Move me“ (2016)
D-Influence „Good Lover“ (1992) with some Elvin Jones breakfast talk
Michael Franti & Spearhead „Oh my god“ (2003) with applause from Earth, Wind & Fire (1974)
Kerri Chandler „Stop Wasting My Time“ (2017)

Die Überschrift „Im Resonanzraum des Oktobers“  entstammt der Keynote Felix Klopotek zum diesjährigen Berliner Jazzfest.

(S)layer

November 1, 2019

Freue mich auf’s Wochenende bzw. auf die „Days of Percussion“ in Nürnberg!
Die Entscheidung, welches Equipment mitreisen wird, ist gefallen, besser gesagt schon auf den Pedaltrain geklettet:

Um das gestellte akustische Drumset klanglich und ästhetisch zu erweitern helfen mir die elektronische Jomox MBase (die durch ein Fatkick-Pedal links von der Hihat getriggert wird), sowie mein obligatorisches Boss Space Echo.

Da ich abends im MuzClub auch ein Set alleine bestreiten soll, habe ich mir (mit der dJay Pro 2 App*) ein kleines Mixtapefile erstellt, welches vom Smartphone abgespielt und durch den Boss EQ verbogen werden kann. Im Mackie-Pult wird aller Elektronik-Kram zusammengemischt und zur PA geschickt.

Für den Workshop am Nachmittag dachte ich, über das Thema „Layer“ zu sprechen, einerseits über den Ansatz der Bedroomproducer und DAW-Klötzchenschieber, deren Impact auf die DJ-Kultur, anderseits über verschiedene Ideen, wie ich als Drummer meine Beschränktheit auf nur vier Extremitäten (aka Einzelspuren) elegant überwinden kann.
Ich glaube, ich werde als passende Überschrift (S)layer an die Tafel schreiben, um die Wichtig-/Möglichkeit des Energiepotential nicht zu vergessen…

Jetzt muss ich nur das dazu passende T-Shirt finden und mein ganzes Equipment im Blechkoffer unterkriegen – denn obwohl ich neulich die fantastische Kopplung von Rimowa und Meinl-Trolley gefeiert habe, habe ich für Samstag die „Ein Koffer“ Lösung – sprich mit maximal 18″ Zoll großen Becken – im Sinn…

* Hier noch ein Workround, wie sich mit dJay Pro und Spotify angedachte Mixe aufnehmen lassen. Eigentlich braucht es nur noch die Soundflower Freeware und dann kann mit dem Quicktime-Player aufgezeichnet werden (Ablage/Neue Audio Aufnahme).

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Spotify DJ/Drummer

Oktober 19, 2019

Die algoriddim djayPRO App ist nicht nur ein tolle Tourbeschäftigung, sondern neben einem guten Buch (in dem Fall Friedmann Karigs „Dschungel“) eine weitere schöne Möglichkeit sich aus der Buntheit der Hotelbettwäsche (bzw. der Trostlosigkeit so mancher Unterkunft) in eine andere Welt zu katapultieren.

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Dadurch dass die Software (u.a.) auf Spotify zurückgreift, steht mir zum Testen überall (wo’s Netz gibt) ein ganzes Universum aus Tracks zur Verfügung: und so filtere ich fröhlich und schichte ein Mashup nach dem anderen – mit dem Fernziel einen MIDI-Controller mit dem Macbook verbinden und die DJ-Drummer-Personalunion wieder aufleben zu lassen…
In diesem Sinne: gute Nacht!

Club Cymbals

April 19, 2016

Ich war am Wochenende in Bremen, um im Trommelwerk eine schöne, zweitägige Masterclass zu geben. Dazu habe ich meinen neu zusammengestellten „Club Beckensatz“ mitgenommen, featuring:

3x Hihats
22“ Lo Pitched Hats (Meinl Sand Crash-Ride, 22“ Meinl Extra Dry Thin Ride)
8“ TR-Hats (Meinl Candela Bell + 8“ Meinl Safari Splash + OneShot-Shaker),
Meinl Cabasa-Hat

3x Textur
18“ Swell & Crash (Meinl Vintage Crash)
20“ White Noise Pulse (Jazz Thin Ride mit Sizzle Kette)
White Noise/Reverb Tails aus dem Laptop (e604 via RME Babyface ins Ableton, gesteuert mit NI F1)

Hier in Bild und Kameraton (gefilmt/fotografiert von Nalan Music | Art Photography), etwas DiscJamming zur „Groove Armada„:

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PS. Die Workshop-Reise geht bald weiter, nächster Stopp „Berlin“:

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a unique blend of INSTRUMENTal hip hop AND ELECTRONIC muSic

Juni 24, 2015

Habe gerade Shigeto entdeckt und freue mich über die Kombi von Musikproduzent und Schlagzeuger.

Und doppelt darüber, dass der Herr Saginaw dies auf der Bühne auch genauso auslebt!

Spannend finde ich auch seinen Entweder/Oder-Aufbau: Computer (Manipulation) oder Trommeln zum Track.

everyone is a DJ!

März 19, 2015

Ich hatte im Rahmen der Cebit zwei interessante DJ-Gigs.
Am Montag durfte ich mich (im Anschluss an unsere „A Coral Room“ Performance) auf den geschmackvollen DJ-Mix von Matthias Vogt und Jan Hagenkoetter trommelnder Weise draufsetzen, sozusagen als overdubbender Menschlichkeitsfaktor bzw. als visuelle Energie-Komponente. Da die ausgewählte Musik über ausreichend Information im Basstrommelbereich verfügte, habe ich mich auf Snare, Hihats, zwei Becken und etwas Kleinperkussion beschränkt.
Eine derartige Session macht total Spaß und wirkt nachhaltig: nicht nur, dass man hochkonzentriert der (meist unbekannten) Musik folgen muss (um ihre Formteil-Wechsel oder den Übergang zum nächsten Track) zu erahnen, tatsächlich wird dabei das Bewusstsein für Spannungsbögen und die rhythmische Schichtarbeit bzw. die Orchestrierung der einzelnen Parts gestärkt.
Dank des anschliessenden Crashkurses im USB-DJing (Formatierung des USB-Sticks, Rekordbox bei Pioneer, Traktor auf USB) habe ich mich ziemlich auf den Mittwoch Abend gefreut, wo ich im Anschluss an den „Hattler“ Gig noch ein wenig auflegen sollte.

Ich würde mich nie als DJ bezeichnen, dafür gerne als „Selecta„. Als jemand der seine Lieblings-Tracks zusammenstellt und mit diesen Perlen das Publikum beflügeln will. Dass die Geschmäcker sehr unterschiedlich sind ist mir völlig klar, aber dass dann einige Menschen schon während der ersten Minute konkrete Vorschläge machen, einem ihr Mobiltelefon anbieten, dringendst „Ace of Bass“ oder was Lateinamerikanisches hören wollen, vor allem aber ein deutliches „hey, ich kann (und will) gerade echt nicht reden“ hartnäckig ignorieren, ist mir ein Tacken zu distanzlos. Vermutlich hat andernorts der alles bedienende „Hochtzeits DJ“ einen derartigen Standard etabliert und/oder die Bereitschaft sich auf etwas Neues einzulassen, ist völlig verloren gegangen?

Das ist mir zu anstrengend und Ich bin gottfroh, dass beim öffentlichen Schlagzeugvorspiel noch nicht derart aktiv mitgeredet wird wie beim Auflegen!
Jetzt noch ein schickes Foto (von Daniel Baak) und (zumindest nach außen hin) ist alles cool…

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Bertil und Oli @ Meinl Drum Festival 2010

Juli 7, 2010

Hin-und hergerissen, ob ich mir jetzt Deutschland-Spanien oder

>>>hier die ersten 26 Minuten ***

vom Meinl Drum Festival ansehen soll… entscheide ich mich für beides, denn ich bin sehr gespannt auf den Mitschnitt, da mich mein Computer an jenem wunderschönen Festival-Mittag kurz nach Auftrittsbeginn völlig überraschte*, indem er durch unvermittelt wahlloses Springen** die wenigen vorbereiteten Anker-Punkte zugunsten eines völlig freien Jams verdrängt hat. Heisst so viel: zack, raus zum Tandem-Sprung… aber Gott sei Dank mit einem Fallschirm voller elektronischen Möglichkeiten:

Also: Bertil hatte sein konsequent Tour-freundliches Computer Setup mit dabei, bestehend aus Macbook Pro, Ableton Live /Max for Live/NI Software und einem Motu Traveler Audiointerface, sowie den Controllern Lemur, Monome, Roland SPD-S und Wiimote und einem Kaoss Pad 3 Effektgerät. Insgesamt vier Mikrosignale werden gesplittet, durch den Traveler zum Rechner geschickt, dort dann wahlweise effektiert oder geloopt. Das SPD-S wird als reiner MIDI Controller verwendet, für verschiedene Befehle oder zum triggern virtueller Instrumente.

Auf meiner Seite gab es die Möglichkeit, das akustische Snare-Signal durch ein im Tempo anpassbares Echogerät zu schicken, wahlweise mit oder ohne Harmonien vom EHX Vocoder. Oder es mit viel und dubbigem Hall zu belegen. [Wie das alles funktioniert, erkläre ich hier.]

Dann hatte ich eine Bass-Abteilung am Start, einmal die Acidlab Bassline (- um phatte Basssequenzen zu filtern bzw. ein „Summer of Love“ Flair zu verbreiten -), sowie folgendes Kick-Trigger-Konstrukt: Ein Bassdrum Trigger (Roland RT10-K) wird bei Bedarf durch ein Volumenpedal aktiviert. Dieser Impuls wird zur Jomox Mbase (einem analogen Synthbass) geschickt, dann mittels Boss Space Echo um eine Achtel nach hinten versetzt ( – jetzt erklingt er in den Groovelücken – ) und schliesslich mit der Oto Machine Biscuit klanglich durchgeknetet. [schau!]

Für synthetische Schlagzeugklänge wurden zwei Roland SPD-S aufgebaut. SPD-S Nr.1 war ausschliesslich für die Boom Bass Drum zuständig, die ich durch Schläge auf das silberne e-Cymbal auslösen konnte. Das zweite Gerät schmuggelte seine Samples zum Teil in die Line6 Echo-Linie, zum Teil durch den Bassline Filter.

Meine Computer Ecke (Macbook Pro, Motu Traveler, Ableton Live/Effectrix, Launchpad) war von der technischer Seite her Clickgeber und für die MIDI-Synchronität von mir und Bertil bzw. von Click und Bassline zuständig, klanglich als digitaler Plattenkoffer gedacht: mit dem Lauchpad Controller wähle ich Musikschnippsel aus und verarbeite diese wie ein DJ in Echzeit zu etwas Neuem.

Dass wir beide auf ein schlankes akustik Kit als Basis aller Stromexperimente bauen, vertiefe ich jetzt ausnahmsweise nicht…dass am wichtigen Ende der Kabel ein kompetent und aufgeschlossenen Tontechniker saß, muss laut lobend erwähnt werden (Merci, Georg Feltes)!

An dieser Stelle noch einen heissen Dank an die Firma Meinl für die Einladung und langjährige Unterstützung (seit 1996!!!) und ’ne tiefe Verbeugung vor den Initiatoren dieses beeindruckenden Festivals (- im Speziellen vor Norbert Saemann und Stephan Hänisch). Applaus:

Weitere Festival Berichte folgen…

*PS: Wenn man sich auf das Spiel mit der Elektronik einlässt, gehören Unvorhergesehenes, Abstürze und ein erhöhter Zeitaufwand mit dazu. Das ist manchmal doof, oft aber auch bereichernd und bestimmt der Grund, warum die Club-Kultur so unterschiedliche und facettenreiche Macher hervorbringt…

**PPS: bin die Fehlersuche noch nicht angegangen, aber zufällig wurde heute das Ableton Update 8.1.4 ins Netz gestellt 🙂

*** Teil 2 & Teil 3

USt Videos

April 14, 2010

Toll. Jetzt sind die Videomitschnitte der geheimen Fernsehshow „Uwe Schenk trifft…“ hochgeladen und anschaubar: einmal Oli solo, Oli und Fola Dada und zwei Filme mit der USt-Band (Teil 1, Teil 2).

Nachdem ich hier die Technikdetails erklärt habe, drösel ich nun mal das verspielte Musikmaterial auf:

– In meinem Solo wurden dank Ableton Fragmente folgender Tracks zu musikalischen Legosteinchen des interativen DiscJamming…
Martyn „The Only Choice“ / Trus’me „Browns“ / Norman Conners „Anyway You Want“ / Beastie Boys „Intergalactic“ [95bpm]
Qunatec „Lunar Orbiter Version“ / Abu Zeluf / Daft Punk „Daftendirekt“ / Phoenix „Fences“ [120bpm]
Diana Ross „Tenderness“ / Modeselktor „I love you“ [126bpm]
Loops in [128bpm] und Fola mit Barbara Tucker’s „I get lifted“ und Ruffneck’s „Everybody wants to be somebody“
J Dilla „Bye.“ [90bpm]

– Für das Bandset kam die Inspiration bzw. der ein oder andere A-Teil von:
Soundgarden „Black Hole Sun“ [Teil 1]
Bernard Wright „Spinnin'“
Netzer „Muddy“
C.O.D. „In the Bottle“
Phlash & Friends feat Shea Soul „Running“
Masters at Work „Get up“ und Gwen McRae „Funky Sensation“
Underworld „Rowla“ [Teil 2]
Cobblestone Jazz „Slap The Back“

DJ Drumming bzw. I get lifted

April 7, 2010

Habe gestern den Mitschnitt von der wirklich runden „Uwe Schenk trifft…“ Show bekommen und stelle mal zwei Soloschnippsel ein: lupenreines Alleinhaltertum, sowie das Spontan-Acappella von Fola Dada:

Für die Aufnahme gab es ein Overheadpärchen, Kick-Mikro und eine von mir zusammengemischte Elektroniksumme (in Mono). Später wurde noch das Gesangsmikrofon geöffnet – das war’s.

Für die Freaks:
Mein Setup ähnelt dem dort beschriebenen, mit folgenden Unterschieden:

– aus Platzgründen habe ich auf das Roland E-Drum (SPD-S) verzichtet, dafür kam die Acidlab Bassline in gewohnter Funktion öfter zum Einsatz.

– den Tama Drumsynth habe ich durch die kompaktere Jomox Mbase ersetzt. Zudem wurde das Ende der Kicktrigger-Kette durch den tollen Biscuit abgerundet, sprich: die Kick wird bei Bedarf getriggert, dieser Impuls wird zum Synthbass, welcher durch das Boss Space Echo um eine Achtel nach hinten versetzt und mit der Oto Machine (Biscuit) gefiltert wird.

– die Reverbshots generiere ich aus dem akustischen Snaresignal. (Mein Snare-Mic wird gesplittet: eine Schnur fürs Vocoder-Echo, eine für den Hall…)

– für die Ableton-Rhythmusbearbeitung wurde vor allem das Effectrix PlugIn verwendet

OK, jetzt zum Abschluss noch etwas House-Nostalgie und der Frühling wird tanzend begrüßt…

drum and bass

Dezember 25, 2009

Eine Facette meines Berufes, nämlich die des „Alleinunterhalters“ (- zu erleben auf diversen Schlagzeuger-Treffen oder in dem ein oder anderen Tanzlokal -) begibt sich auf neue Pfade. Bin ich in diese Rolle bisher gerne als DJ-Drummer (1, 2, 3, 4) reingeschlüpft, möchte ich nun – mit der Bestellung einer Acidlab Bassline 2 – die Möglichkeiten des Trommler und Bassisten in Personalunion ausloten.

Da ich mir das Spieltempo eigentlich nicht von der Maschine diktieren lassen möchte, kreisen die Gedanken derzeit intensiv um kompakte Lösungsansätze, die Bassschleifen MEINER Geschwindigkeit anzupassen. Jetzt stolpere ich doch zufällig in SchneidersBüro über das vielversprechende Midi Clock Tab Tempo Pedal der Firma Plyotec. Es nennt sich 3-4-one.

Somit stelle ich mein erstes Ziel für 2010 unter die Überschrift „analoger Alleinunterhalter“ und denke dabei an folgendes :

Klang und Ästhetik meines akustischen Schlagzeug werden mit Vocoder-Delay, Hall, Kicktrigger und Hanclap modernisiert. Der 303 Klon steuert (verdreh-und tempotapbare) Bass-Linien bei. Vielleicht schicke ich abschliessend die komplette Elektronik-Summe noch durch meinen Vermona Filter… bin gespannt, wie es funktionieren wird!