Archive for the ‘App’ Category

Tourleben

Februar 28, 2017

Es ist Karneval, also denke ich an Brasilien. Netterweise spielt mir taz mit dem Artikel „Freude am Vögeln, tosende Stürme, wirbelnde Percussion“ die perfekte Reiselektüre/Unterwegsmusik zum Touraufstart zu. Es geht um die künstlerische Tropicálismo Bewegung (1967-72), die vor 50 Jahren in Brasilien ihren Anfang nahm.
Ergo spült mir Youtube José Mauro, Pedro Santos & co in mein ukrainisches Hotelschiff und ich tätige letzte Vorbereitungen (suche zum Beispiel nach einer Touch OSC Alternative zur Smartphone-Fernsteuerung von Logic – vielleicht die Logic App?).
Bis gleich in der „Freedom Hall“ von Kiev.

Der Nachtzug ist der Nightliner Osteuropas. Immer wieder abenteuerlich und irgendwann dann auch schlafen à la Mutterbauch. Beim morgentlichen Blick aus dem Fenster überraschte mich der viele Schnee, auch die Autos in Charkiw tragen noch Spikes – anyway, die Sonne wärmt und es ist ganz klar März.

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Voller Eindrücke höre ich nun das neue Thundercat Album („Drunk„), den FB-Tipp von Hans Nieswandt (Kevin Ayers „Song for Insane Times“),

aber auch Bill Evans über „the Creative Process, Self-Teaching, and Balancing Clarity with Spontaneity in Problem-Solving“ und stolpere dabei über Albert Einsteins Brief an seinen elfjährigen Sohn, in dem er ihm rät: >>Spiel auf dem Klavier vor allem solche Stücke, die dir gefallen, auch wenn der Lehrer sie dir nicht aufträgt. Das ist die Art und Weise am meisten zu lernen, nämlich indem du etwas mit solch einem Vergnügen tust, dass du nicht bemerkst, wie die Zeit vergeht.<<

Das Hotel am Zirkus erinnert mich an viel interessante Sowjet Architektur in Dnipropetrowsk und Marcus erzählt mir bei einem kühlen Borjomi von Freddy Crump, einem >>top-notch artistic show drummer<< anno 1929 (aus dem  „Harlem Mania“ Short):

Mit „Sneakers for free“ bewege ich mich in Richtung Soundcheck.

Die Busfahrt nach Odessa zieht sich 13 Stunden lang. Aber sie führt über die legendäre Staudammmauer („DneproGES“) bei Saporischschja und durch die beeindruckend große Kornkammer.
Hermann zeigt mir die perfekte Reise-App „Wake me here (lite)“, einen ortsbezogenen Wecker, der mich zukünftig fernab von Tourbuch-Schätzungen und Fahrplänen realitätsnah wecken wird.
Und die frühlingshafte Soundflower (Software) hilft mir Audiomaterial aus Rechner intern aufnehmen zu können.

Heute ist Offday, sprich: viel schlafen, spazieren, lauschen…

… und mit Bassmusik durchs Hotelzimmer tanzen!

Es ist Sonntag und wir geben wieder mal ein Konzert in der wunderschönen Philharmonie Odessas. Ich mag die Location, nicht nur wegen dieser paradoxen Anekdote:
>>It is an enduring myth that everyone in the city knows (and continues to promulgate) that since the building was originally designed as a Stock exchange rather than a concert hall it was made to be sound-resistant, rather than sound-conducting, in order to provide more privacy to visitors.<<
Dennoch verhallt Moritz meine Timbale heute nur mit vier (anstatt fünf) Sekunden…

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Hier in Odessa präsentiert jeder zweite, geöffnete Kofferraum eine verheißungsvolle Espressomaschine, ich spaziere zum Meer und fahre Oberleitungsbus, zur transformierten Lenin Statue – die helle Seite der Macht! (28 Stovpova Street).
Und unter der Gedächtnisstütze „die Seidenraupe“ verankere ich die absurd-wie-höchtsmenschliche Filmdoku „Searching for Sugar Man“ (die sich gerade in der Arte Mediathek – am besten ohne Vorwissen – anschauen lässt).

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Foto von Ilya Khmyz aka xmz

Minsk – Hut ab! Danke.

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the Beat Detector for Smartphones

August 29, 2016

liveBPB funktioniert gut.

Coffee & Dreadlocks

Juni 8, 2016

Die Überschrift lässt reichlich Platz für Fantasie – für mich sind es zwei Assoziationsanker für neue Klangimitationen:

Ingo Schmidinger erzählte mir, dass man mit alten Hand-Kaffeemühlen interessante Klangwelten schaffen kann, irgendwo zwischen Rätsche, Vibra-Slap und konkretem Loop.

Und von Marcel Millot schaue ich mir die Kombination von VicFirth Dreadlock und Meinl Fussrassel ab, die auf die Snare geschlagen wie ein elektronischer Handclap klingt.

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PS. das iPad unten Links im Bild soll mich darüberhinaus an die DeepDish GigBook App erinnern (markierbare pdf-Sheets, Setliste(n), Metronom)

dreh‘ Deinen Smartphone Knopf

Dezember 18, 2014

Meine Tuna-Smartphone-Knobs sind heute angekommen und funktionieren wie angepriesen.
Geschickt, denn für die diesjährige Hattler Tour hatte ich mein Touch-OSC/Osculator Bündel wieder herausgekramt, um damit den Zuspiel-Rechner fernzusteuern.  Sprich, erst angefixt und jetzt ab ins nächste Abenteuer!

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Tuna Knobs

Juli 9, 2014

Eine super Idee aus Rotterdam: richtige Drehknöpfe für den Touchscreen. Die aufpropfbaren  „Tuna Knobs“ sollen 11 Euro kosten und beginnen heute mit ihrem Crowdfunding.

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Smartphone-Halterung

Juni 25, 2013

Eigentlich als Smartphone-Halterung fürs Fahrrad gedacht, scheint mir das Finn-Gummiband auch optimal innerhalb des Drumsets zu funktionieren – ein freier Tomarm ist ja nicht gerade weit vom Fahrradlenker entfernt.

Also, ihr Freunde der mp3-Zuspielung oder Musik-App-Fetischisten: das Teil kostet 12 Euro inklusive Versand.

upgrade

Juni 4, 2013

Nach der tollen FB-Geschichte von Richard Spaven, bin ich ja mal sehr auf den heutigen Flug nach Brasilien gespannt…

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A propos Upgrade: Aufgrund des verlockenden NI Controllers (F1) wage ich den Raubtiersprung auf 10.8.

Digitale Leadsheet Ideen oder keine Notenständer mehr!

Dezember 11, 2012

Im November waren wir zum Abschluss der Hattler Tour für ein paar Tage auf den Kanaren. Kurz vor dem letzten Konzert bekam ich einen Anruf von Stud, ob ich kurzfristig bei Jazzanova aushelfen könnte, da deren Trommler (der lässige Grabi) krank geworden ist.
Ich hatte zur Vorbereitung nur den kommenden, sehr zerpflückten Reisetag und musste mir gut überlegen, wie ich mir das Material in dieser Situation am besten aneignen kann. Ich bekam den Link zu einem mitgeschnittenen Livekonzert, packte das Set auf Rechner und Telefon und nahm noch den Hotelkugelschreiber, sowie sämtliches Briefpapier aus dem Zimmer mit auf die anstehende „Studienreise“.

Zunächst musste ich aus dem Norden Teneriffas in den Süden. Im Taxi und im Bus hörte mich erst einmal ein, am Flughafen war die oberste Priorität, eine Steckdose zu finden, um die Batterien von Telefon=mp3 Player und Rechner für die Arbeitszeit vor Ort und vor allem für den anstehenden fünfstündigen Flug nach Berlin aufzuladen.

Ich habe mich dann entschieden, die Transkription der Arrangements gleich ins Textverarbeitungsprogramm zu tippen, und die Song-relevanten Besonderheiten (Einzähler, Grooves, Fills, Stops, Schlüsse) auf dem spärlichen Briefpapier zu notieren. Als ich dann nachts in Berlin ankam, habe ich bei Stud die Song-Zettel ausgedruckt, um sie am nächsten Morgen (auf dem Flug nach Zürich) mit den handgeschrieben Notizen endgültig zu komplementieren.

Die Leadsheets sahen dann so aus (und wurden beim Gig quasi unsichtbar auf einer zweiten Snare plaziert):

WordHandSheet

Übermorgen helfe ich mal wieder ungeprobt bei einer Kapelle aus und freue mich auf fünf Gigs mit Bartmes. Diesmal gab es im Vorfeld ausreichend Vorbereitungszeit, aber ich habe dennoch mich wieder für die „Word-Arrangement/Noten handschriftlich-Leadsheet“ Version entschieden. Erstes hören für’s Worddokument, weitere Runden für die gekritzelten Not-en/izen.
Da ich bei diesen Gigs zum Click spielen und diesen auch als Midiclocksignal ausgeben werde, kam ich ins Grübeln, wie ich wohl Ableton Live mit den Scans meiner Leadsheets (.jpg oder .pdf) verknüpfen könnte:
Ich habe einen Abletonsong, mit den Tempo-bezogenen Masterszenen in Programmreihenfolge, durch den ich mich mit der einem Buchstaben der Laptoptastatur navigiere.

Bartmes Abletonset

Und hätte nun gerne mit dem Starten eines Songs gerne das passende Foto auf dem Bildschirm. Vielleicht eine Kombination von Ableton und Modul8? Oder gibt es eine einfachere Löung?

Man findet ja diverse Setlisten Apps/Programme auf dem Markt (Frozen Ape TempoSet List Maker, ForScore). Auch mit iTunes kann ich einem Musikstück (sei es ein Backing-Track, oder ein aufgenommener Click) Metadaten (z.B. ein Foto) zuordnen.
Aber Click plus Midclock plus Leadsheetfoto?

PS. auch eine Notenständerfreie Notizvariante, einer abwaschbaren Schultafel nicht unähnlich. Funktioniert halt nur auf der ersten Generation der Simmons Drumpads…

(Dieses Foto kommt aus dem drummerforum/TrommelTheo und zeigt ein Pad von Sibi Sieberts Simmonsburg)

WretchUp

November 9, 2012

Mouse on Mars bittet um Mithilfe [via De-Bug].

ab ins Bett

Oktober 11, 2011

Heute mal mit der NI iMaschine.