Archive for the ‘App’ Category

(S)layer

November 1, 2019

Freue mich auf’s Wochenende bzw. auf die „Days of Percussion“ in Nürnberg!
Die Entscheidung, welches Equipment mitreisen wird, ist gefallen, besser gesagt schon auf den Pedaltrain geklettet:

Um das gestellte akustische Drumset klanglich und ästhetisch zu erweitern helfen mir die elektronische Jomox MBase (die durch ein Fatkick-Pedal links von der Hihat getriggert wird), sowie mein obligatorisches Boss Space Echo.

Da ich abends im MuzClub auch ein Set alleine bestreiten soll, habe ich mir (mit der dJay Pro 2 App*) ein kleines Mixtapefile erstellt, welches vom Smartphone abgespielt und durch den Boss EQ verbogen werden kann. Im Mackie-Pult wird aller Elektronik-Kram zusammengemischt und zur PA geschickt.

Für den Workshop am Nachmittag dachte ich, über das Thema „Layer“ zu sprechen, einerseits über den Ansatz der Bedroomproducer und DAW-Klötzchenschieber, deren Impact auf die DJ-Kultur, anderseits über verschiedene Ideen, wie ich als Drummer meine Beschränktheit auf nur vier Extremitäten (aka Einzelspuren) elegant überwinden kann.
Ich glaube, ich werde als passende Überschrift (S)layer an die Tafel schreiben, um die Wichtig-/Möglichkeit des Energiepotential nicht zu vergessen…

Jetzt muss ich nur das dazu passende T-Shirt finden und mein ganzes Equipment im Blechkoffer unterkriegen – denn obwohl ich neulich die fantastische Kopplung von Rimowa und Meinl-Trolley gefeiert habe, habe ich für Samstag die „Ein Koffer“ Lösung – sprich mit maximal 18″ Zoll großen Becken – im Sinn…

* Hier noch ein Workround, wie sich mit dJay Pro und Spotify angedachte Mixe aufnehmen lassen. Eigentlich braucht es nur noch die Soundflower Freeware und dann kann mit dem Quicktime-Player aufgezeichnet werden (Ablage/Neue Audio Aufnahme).

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Spotify DJ/Drummer

Oktober 19, 2019

Die algoriddim djayPRO App ist nicht nur ein tolle Tourbeschäftigung, sondern neben einem guten Buch (in dem Fall Friedmann Karigs „Dschungel“) eine weitere schöne Möglichkeit sich aus der Buntheit der Hotelbettwäsche (bzw. der Trostlosigkeit so mancher Unterkunft) in eine andere Welt zu katapultieren.

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Dadurch dass die Software (u.a.) auf Spotify zurückgreift, steht mir zum Testen überall (wo’s Netz gibt) ein ganzes Universum aus Tracks zur Verfügung: und so filtere ich fröhlich und schichte ein Mashup nach dem anderen – mit dem Fernziel einen MIDI-Controller mit dem Macbook verbinden und die DJ-Drummer-Personalunion wieder aufleben zu lassen…
In diesem Sinne: gute Nacht!

Crossfade

August 11, 2019

Kurz vor Ende der Sommerferien machte ich das Experiment, mit BMX und Bahn zum DePhazz Gig anzureisen – angedacht als eleganter Crossfade vom Urlaubsmodus zurück in den Trommelalltag.
Dank gestellter Backline waren die Rahmenbedingungen optimal, nur meine Reise-Gewohnheiten mussten noch angepasst werden, denn: sich spontan und kurzfristig via DB-Navigator App für eine Zugverbindung zu entscheiden, funktioniert nur noch dann reibungslos, wenn man mit viel Zeit und diversen Umstiegen in S- und Regionalbahnen zuckelt. Sobald IC oder ICE Züge im Routing vorkommen bekommt man die Informationen zur Platzverfügbarkeit sowie die extra Fahrradmarke nur noch im Reisezentrum. Wer dennoch ungebucht am Gleis steht – wie ich – hat noch eine letzte Chance, indem er den Zugchef nach einem freien Rad-Plätzchen fragt (was bei aber mir erst im zweiten Anlauf geklappt hat).
Ich benötigte für die 180 Kilometer von Urbach zur Volksbank-Bühne in Worms  letztlich fünfeinhalb Stunden – und war dennoch glücklich!

Die blauäugige Spontanität des Vorhabens sollte mich noch weitere Male einholen und Lösungen erfordern: ein leichtes Fahrradschloss konnte ich direkt im ersten Etappenziel besorgen (im Fahrradladen eines alten Grundschulfreunds) und für die Beleuchtung der Nachtfahrt zum Hotel musste das Handy herhalten: Taschenlampe (als Vorderlicht), sowie ein rotes Bild, das als Bildschirmschoner (in Verbindung mit deaktivierter Bildschirmsperre) ein Rücklicht imitierte. Nur schade, dass nicht StVZO
anyway, ich speichere diese Idee in Verbindung mit der 100 Jahre älteren (Kunst-) Vorlage von Alexander Rodtschenko (Komposition Nr. 60) ab.

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Ich bin jedenfalls wieder wohlbehalten in Frankfurt angekommen und freue mich nach knapp fünfwöchiger Abwesendheit mächtig aufs Kochen!

Summer Drugs

Juli 28, 2019

Neulich richtete ich die Shazam App auf einen Ghettoblaster im Skatepark und entdeckte „Lndn Drgs„. Zunächst eine schöne Erinnerung an den G-Funk von Snoop Dog, Tupac & co., anschließend ein Trip (eigentlich unser Familienurlaub), der mir sonderbare Erfindungen zuspielte. Wie beispielsweise den Mattenklopfer, den geschmacklosen Eishocker oder die Donut-Garage im Badezimmer.*

Auch die Fantasie drehte auf Hochtouren und ich richtete mir in Gedanken eine ausrangierte Gondel als solarbetriebenes Workspace ein, das sich sowohl auf ein großstädtisches Flachdach oder in den Schrebergarten stellen lässt.

Mittlerweile höre ich mir all jene Musiktipps durch, die ich von Freunden erhalten habe – ganz gemütlich, im schattigen Park.
Ab und an wird ein Ohr freigelegt um den Vögeln zu lauschen.

Übrigens: Ich sammle von jetzt an all die interessanten Tipps, Weiterverfolgungswürdiges, Moment-Schnippsel und Neuentdeckungen in einem einzigen Spotify Container, bzw. in dieser Ideen-Gondel:

*Nachtrag: auch der mit Mozartkugel bestückte Putz-Caddy des Salzburger Hotels sollte nicht unerwähnt bleiben…IMG_2393

Rolle mit Kickdrum

April 22, 2018

Habe gestern beim Netzer Aufbau in Schwäbisch Gmünder a.l.s.o. das klassische Dreirad als eins a Bassdrum Caddy entdeckt. Dabei kam mir prompt Demian Kappenstein in den Sinn, den ich als Kreativ-Trommler mit Skateboard abgespeichert habe.
Dank des aktuellen bonedo Interviews wird sein inspirierendes Spagat zwischen Freejazz und iPhone Apps (Yellofier und WretchUp) gut ausgeleuchtet.

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PS. nicht nur Netzer feiern dieses Jahr den 20sten Geburtstag, Michi Beck und Thomilla aka Turntablerocker tun es ebenfalls – yeah!

PPS. wenn es hier schon explizit um Kreativlösungen geht, dann auch noch diese: Geschirrtuch und Binderklipp halten das Bassdrummikro tifgt auf dem (Drumsigns) Kissen!

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Rhythmus-Training mit dem Smartphone

Januar 23, 2018

Als wäre es abgesprochen wurde – passend zum Baselitz-Geburtstag – soeben mein bonedo.de Workshop zum Thema Clicktraining veröffentlicht, mit dem sich die Hörgewohnheiten (den Metronompuls als Viertelnoten wahrzunehmen) auf den Kopf stellen lassen und die Vorzüge der 99 Cent iPhone App DM1 erläutert werden.

Als Teaser hier schon mal das Begleitvideo

Tourleben

Februar 28, 2017

Es ist Karneval, also denke ich an Brasilien. Netterweise spielt mir taz mit dem Artikel „Freude am Vögeln, tosende Stürme, wirbelnde Percussion“ die perfekte Reiselektüre/Unterwegsmusik zum Touraufstart zu. Es geht um die künstlerische Tropicálismo Bewegung (1967-72), die vor 50 Jahren in Brasilien ihren Anfang nahm.
Ergo spült mir Youtube José Mauro, Pedro Santos & co in mein ukrainisches Hotelschiff und ich tätige letzte Vorbereitungen (suche zum Beispiel nach einer Touch OSC Alternative zur Smartphone-Fernsteuerung von Logic – vielleicht die Logic App?).
Bis gleich in der „Freedom Hall“ von Kiev.

Der Nachtzug ist der Nightliner Osteuropas. Immer wieder abenteuerlich und irgendwann dann auch schlafen à la Mutterbauch. Beim morgentlichen Blick aus dem Fenster überraschte mich der viele Schnee, auch die Autos in Charkiw tragen noch Spikes – anyway, die Sonne wärmt und es ist ganz klar März.

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Voller Eindrücke höre ich nun das neue Thundercat Album („Drunk„), den FB-Tipp von Hans Nieswandt (Kevin Ayers „Song for Insane Times“),

aber auch Bill Evans über „the Creative Process, Self-Teaching, and Balancing Clarity with Spontaneity in Problem-Solving“ und stolpere dabei über Albert Einsteins Brief an seinen elfjährigen Sohn, in dem er ihm rät: >>Spiel auf dem Klavier vor allem solche Stücke, die dir gefallen, auch wenn der Lehrer sie dir nicht aufträgt. Das ist die Art und Weise am meisten zu lernen, nämlich indem du etwas mit solch einem Vergnügen tust, dass du nicht bemerkst, wie die Zeit vergeht.<<

Das Hotel am Zirkus erinnert mich an viel interessante Sowjet Architektur in Dnipropetrowsk und Marcus erzählt mir bei einem kühlen Borjomi von Freddy Crump, einem >>top-notch artistic show drummer<< anno 1929 (aus dem  „Harlem Mania“ Short):

Mit „Sneakers for free“ bewege ich mich in Richtung Soundcheck.

Die Busfahrt nach Odessa zieht sich 13 Stunden lang. Aber sie führt über die legendäre Staudammmauer („DneproGES“) bei Saporischschja und durch die beeindruckend große Kornkammer.
Hermann zeigt mir die perfekte Reise-App „Wake me here (lite)“, einen ortsbezogenen Wecker, der mich zukünftig fernab von Tourbuch-Schätzungen und Fahrplänen realitätsnah wecken wird.
Und die frühlingshafte Soundflower (Software) hilft mir Audiomaterial aus Rechner intern aufnehmen zu können.

Heute ist Offday, sprich: viel schlafen, spazieren, lauschen…

… und mit Bassmusik durchs Hotelzimmer tanzen!

Es ist Sonntag und wir geben wieder mal ein Konzert in der wunderschönen Philharmonie Odessas. Ich mag die Location, nicht nur wegen dieser paradoxen Anekdote:
>>It is an enduring myth that everyone in the city knows (and continues to promulgate) that since the building was originally designed as a Stock exchange rather than a concert hall it was made to be sound-resistant, rather than sound-conducting, in order to provide more privacy to visitors.<<
Dennoch verhallt Moritz meine Timbale heute nur mit vier (anstatt fünf) Sekunden…

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Hier in Odessa präsentiert jeder zweite, geöffnete Kofferraum eine verheißungsvolle Espressomaschine, ich spaziere zum Meer und fahre Oberleitungsbus, zur transformierten Lenin Statue – die helle Seite der Macht! (28 Stovpova Street).
Und unter der Gedächtnisstütze „die Seidenraupe“ verankere ich die absurd-wie-höchtsmenschliche Filmdoku „Searching for Sugar Man“ (die sich gerade in der Arte Mediathek – am besten ohne Vorwissen – anschauen lässt).

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Foto von Ilya Khmyz aka xmz

Minsk – Hut ab! Danke.

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the Beat Detector for Smartphones

August 29, 2016

liveBPB funktioniert gut.

Coffee & Dreadlocks

Juni 8, 2016

Die Überschrift lässt reichlich Platz für Fantasie – für mich sind es zwei Assoziationsanker für neue Klangimitationen:

Ingo Schmidinger erzählte mir, dass man mit alten Hand-Kaffeemühlen interessante Klangwelten schaffen kann, irgendwo zwischen Rätsche, Vibra-Slap und konkretem Loop.

Und von Marcel Millot schaue ich mir die Kombination von VicFirth Dreadlock und Meinl Fussrassel ab, die auf die Snare geschlagen wie ein elektronischer Handclap klingt.

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PS. das iPad unten Links im Bild soll mich darüberhinaus an die DeepDish GigBook App erinnern (markierbare pdf-Sheets, Setliste(n), Metronom)

dreh‘ Deinen Smartphone Knopf

Dezember 18, 2014

Meine Tuna-Smartphone-Knobs sind heute angekommen und funktionieren wie angepriesen.
Geschickt, denn für die diesjährige Hattler Tour hatte ich mein Touch-OSC/Osculator Bündel wieder herausgekramt, um damit den Zuspiel-Rechner fernzusteuern.  Sprich, erst angefixt und jetzt ab ins nächste Abenteuer!

tuna knobs