Archive for the ‘Jazz’ Category

Begeisterung!

Dezember 10, 2018

Ich bin mit Leib und Seele Live-Musiker. Ein Grund dafür ist bestimmt, dass nicht nur für die Spieler jeder Moment zählt (bzw. jegliche Möglichkeit zulässt), sondern dass auch das Publikum eine spezielle Rolle einnimmt, die weit über dass passive Konsumieren herausreicht.
Denn tatsächlich befinden wir uns gemeinsam in derselben Echokammer, will heißen: Die Rückkopplung (Feedback) gehört dazu!
Und diesbezüglich gefällt mir der spontane Befreiungsschrei (à la 64er „Stella by Starlight“ in der Carnegie Hall) nach wie vor am besten:

über die Bockenheimerlandstraß mit der Akten-Dasch!

November 14, 2018

Anknüpfend an das ungehörte Fill-In, hier das komplette Gegenteil: ein kleines Solo aus Backnang, neulich mit Fola Dada:

Den Schnippsel habe ich aus diesem Video herausgeschnitten.

Jazz Play-Alongs – Drumming with the Greats

November 5, 2018

Ich erstelle gerade für meine Studierenden der HfMdK Frankfurt eine Liste mit Jazz-Originals ohne Schlagzeug.

Es geht darum gleichermaßen das sensible Zuhören/Interagieren zu fördern, so wie  Freude & Lernkurve beim Musizieren mit tollen Typen.

Hey Schwarmintelligenz: fallen Dir dazu noch weitere geeignete Titel ein?

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Auch spannend „Crucial Jazz Drumming Recordings

50+25 Crucial Jazz Drumming Recordings

Oktober 29, 2018

Ich habe gerade die kommentierte Modern Drummer Liste 50 Crucial Jazz Drumming Recordings entdeckt und steige mit der Ordnungsnummer 16 ein:

16. Miles Davis Milestones (Philly Joe Jones, 1958)
“Tony Williams supposedly said that you could learn everything you need to know about jazz from this record,” Paul Wells shares. “And I know that trumpeter Wallace Roney said that Tony could sing every solo and bass line on it. It’s a perfect jazz record, and Philly just slays on it. Interestingly, he plays the entire record with just one tom-tom.”

Und dort gibt es dann die zweite Liste, 50 Crucial Jazz Drumming Recordings Part 2.

 

weltumspannend

Oktober 23, 2018

Wieder lange Zugfahrten, aber hey ich bin vorbereitet:

… die Videos haben ja noch längere Strecken hinter sich, von USA über J und NZ. Und durch den Geburtstagsgruß nach Buenos Aires wird’s beinahe weltumspannend!

Oli/Adorno und der Jazz

Oktober 15, 2018

Da morgen mein neues Semester beginnt und ich eben gelesen habe, dass der Studierendenausweis der HfMDK ab sofort zum Kulturticket wird, welches den kostenfreien Eintritt in 18 Frankfurter Museen ermöglicht, haue ich gleich mal einen Tipp raus:

Schaut euch die Werke des Musikers und Cartoonisten Volker Kriegel im Caricatura Museum an, lest zumindest die kurze Anekdote „Adorno und der Jazz“, die sich hier im Netz nicht finden lässt 🙂

Mein dortiger Besuch war pure Nostalgie, die ein angenehm warmes und vertrautes Gefühl hinterließ (denn V. K. war nicht nur meine Rampe ins Jazzuniversum, sondern gleichzeitig auch mein erstes Fan-Projekt, bei dem ich das ich vollmundige Eintauchen lieben gerlent habe…)

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THE Tony Williams Album?

Oktober 15, 2018

Kaum wird das Wetter etwas herbstlicher, finde ich einen schönen Instagram-Post zum reinlegen:

Nefertiti“ ist der einhellige Spitzenreiter (u.a. auch von Mr. Colaiuta), ich entscheide mich für das erste (?) Tony Williams Album mit Simmons und-Drumcomputer-Beteiligung. („Foreign Intrigue“ von 1985) Die Wahl begründet sich in seiner Einstellung, als Jazz-Meister mit dem davon weit entferntesten Instrumentarium zu experimentieren (siehe auch Modern Drummer Interview 6/1984)…

 

 

Fahrgeschäfte

September 17, 2018

Techtalk
1. Redundanz:
Ich habe in den letzten Jahren gerne schnelle SD Karten als Backup-Speicher mitgeführt, dank des Tipps von Klaus Scharff (Kombination aus Micro SD und MacBook Adapter) stehen sie jetzt nicht mehr über 🙂
2.  Strom:
a. Aus dem stereophonen Kopfhörerausgang des RME Firefaces werden Clicktrack und Playback zu meinem kleinen Monitormischpult geschickt, der Click-Kanal darüberhinaus nochmals gesplittet, damit er auch im Pult des Bassisten pulst. Komischerweise gab es dabei immer wieder mal brummende Kanäle.
Hier verhilft uns nun der Lehle P-Split-II zu einer klaren Verbindung!
b. Die Voodoo Lab Stromversorgung (für SPD::One und RE-20) tut ein Weiteres, um Netzteilbrummen zu vermeiden.
c. der interne Subbass/Boom-Sound des SPD::One Electro gefällt mir gut, vor allem da er sich mittels Pitch-Poti in jedem Raum schnell anpassen lässt. Es ist zudem hilfreich zu wissen, wo bzw. wie sich Threshold und Sensivity regulieren lassen
d. Output-Level und Klang der Roland/Boss-Geräte lassen sich durch hochwertige und aktive DI-Boxen deutlich verbessern!
e. Yo! Mein alter Little Lehle-II kann auch bei einem DI-Box Engpass aushelfen
PS. das ich alles Elektronische in Black White Mono höre/spiele, versteht sich von selbst!

 

Neuentdeckungen
1. die Lido Terrasse in Berlin. Und in Hamburg wohnt jetzt ja meine Schwester Jule – da schmeckt der Galão gleich doppelt gut!
2. der Philosophen Spaziergang in Heidelberg
3. vor dem Kölner Stadtgarten, die Trennwand zwischen Pop- und Jazzproduktion:
Nightliner (DePhazz) vs. Transporter (Wood Brothers)
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4. Das Café Marcel im Freiburger Stadtgarten und Henry Moores „Liegende“ vor der Uni
5. Das perfekte Sprungbrett in den Bodensee (im Bregenzer Mili)

 

 

 

 

 

 

6. Dem Sommer entspannt „auf Wiedersehen“ flüstern und sich dabei noch ein wenig durch München treiben lassen (Stilleben von Ulf Kleiner)
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7. Wien: Der „überstürzte Neumann“ und Hotel Daniel, sind beide klasse, die „Drei Hacken“ gegenüber vom Pory & Bess eh!
8. Prag: immer wieder very Disney, dennoch berührend. Und nächstes mal werden die Trdelník getestet.
X. Unser Merchandiser David Ernst zeichnet auch (toll!)

spannender Fremdsound
Ich höre mir die Tipps von Joo Kraus durch – wie beispielsweise Jim Halls 75er Concierto oder Chet Bakers „She was too good for me“ (beide mit Steve Gadd) oder Bill Withers „‚Bout Love“ mit Russ Kunkel* und Walter Bishop Jr.,  Rolfs Wink (Mac Miller & Thundercat), aber auch die SWR Produktion „100 Jahre Schlagzeug – Wie das Drum Kit die Musik verändert hat„, sowie diverse Querverweise aus der Bartos Biografie, u.a. Maurico Kagels „Match“ aus dem Jahr 1964 oder Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963):

Ach ja, den ungarischen Schlagzeuger und Dirigenten Domonkos Héja wollte ich noch auschecken, ebenfalls den anderen Ungarn, Ferenc Nemeth (mit seinem Becken-losen Kit!) und die Lernbeobachtungen von Malte Burba auch…

Attitude
*Im Modern Drummer Interview prognostizierte Russ Kunkel 1984:
>>Simmons drums do have a finite amount of sound within them. So eventually, after everyone uses it for five or ten years, there’ll be something else. You’re not going to replace the acoustic guitar and you’re not going to replace the acoustic drums. But I like all the electronic drums. The only thing that bothers me is that everybody loves it and everybody really uses it, so it’s going to be overused. It’s probably reaching that point now. The drum machine duplicating real drum sounds and eliminating the hassles of dealing with a drummer and getting a drum sound is going to be around for a long time because it’s a time-saver.<<

elegantes Abschlussfoto

Now’s the time

August 27, 2018

>>„Ein Jahr lang habe ich fast nur gegessen, geschlafen und getrommelt,“ […] „Ich hab Stücke entworfen, daran gearbeitet und gefeilt, bis sie meinen Vorstellungen entsprachen,“ beschreibt er den Destillationsprozeß. „Dann habe ich sie geübt, geübt und nochmals geübt: Stunden lang, Tage, Wochen. Erst wenn ein Stück völlig im Körper drin ist, kann man wieder die Freiheit finden, die fürs Musikmachen nötig ist. Denn letztlich geht es ja nicht um technische Bravourstücke, sondern um Musik!“<<

Habe gerade drüben bei Christoph Wagner gelesen, dass der (mittlerweile 70 jährige) Fredy Studer sich nochmals intensiv zurückgezogen hat, um ein Solo-Programm zu erarbeiten. Das Album „Now’s the time“ wurde nun letzte Woche veröffentlicht.
Und nächstes Wochenende sind Fredy Studer und sein Soloprogramm auf dem Jazzfestival Willisau zu hören.

Pentimento

August 10, 2018

Die Einleitung zum Ableton-Interview „Mögliche Musik“ mit Jon Hassell beginnt mit geographieüberwindendem Sampling in den frühen 80er Jahren, der Collagen-Idee aus Schichten und Übermalungen (Pentimento), Minimalismus, der Kraft der Schleife (die nicht unbedingt im 4/4 Takt sein muss) und Hassells Vorstellung der (geheimen) „Fourth World“, die durch die >>Kombination von Merkmalen traditioneller Musikstile aus der ganzen Welt mit modernen elektronischen Verfahren<< einen neuen stringenten Sound schafft.

Unbedingt weiterlesen (u.a. >>über vertikales Hören, den Rhythmus fallender Blätter […] ein Leben lang voller Erkundung und Forschung mit und inmitten einiger der bedeutendsten Akteure der Musik des 20. Jahrhunderts).
Und parallel dazu gleich mal den Freeware Harmonizer „Pitchproof“ auschecken…

>>…stellen Sie sich einen Slow-Motion-Film über eine wachsende Pflanze vor. Kleine Bruchstücke von diesem jenem spielt man auf Konzerten und dann im Studio, und schrittweise fügen sie sich zusammen. Es ist ein wenig wie der Pentimento-Gedanke, bei dem Schichten durch andere Schichten erkennbar werden. Und jede dieser Schichten kann recht undeutlich sein…<<

-> Mati Klarwein, Nils Petter Molvaer