Archive for the ‘Jazz’ Category

Garage

September 27, 2021

Ich höre! Large Joints & The Great Gatsby:

(zuvor gab’s den Electronic Beats Blind Test // 1995-2000 UK Garage)
Das vorläufige Wahlergebnis steht und jetzt braucht’s dringend gute Ideen.
Chris Dave hätte schon mal eine, nämlich die Kombination aus Lochbecken und Junk Hat:

OK: Garage als Stil, Thinktank und Kreativ-Werkstatt oder tatsächlich als Automobil-Behausung. Und da Pit gleich Geburtstag feiert, hier ein Foto von der vielleicht bekannteste Einzelgarage Deutschlands, die Carl Benz im Jahr 1910 in Ladenburg errichtete.

Musik! (nochmals Chris Dave…)

Jazz-Open in Brasilien

September 14, 2021

Das Reise-Wochenende (Frankfurt-Laupheim-Brasilien) hat mir viel neue Musik beschert:
Diedrich Diederichsen erzählte spannend über die Achse Frankreich-Madagaskar und die nun wieder veröffentlichten „mitreißenden Alben“, irgendwo zwischen afroamerikanischem 60er Jahrejazz und Weltmusik.
Aus diesem taz Artikel stammt auch das Foto des Schlagzeugers (und Bassisten) Sylvin Marc:

Jef Gilson/Malagasy „À Madagascar“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Sylvin Marc/Del Rabenja „Madagascar Now“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Jef Gilson/Malagasy „At Newport“ (Souffle Continu/Morr Music/Indigo)
Byard Lancaster „Funny Funky Rin Crib“ (Kindred Spirit)
Palm Unit „Chant Inca. Hommage à Jef Gilson“ (Super Sonic Jazz)

Nach der Laupheimer Drummerparty empfahl mir Konne Schädler (Umhänge-Keyboarder von Yi1, einem fulminaten Elektro-Trio, das nur 15 Minuten zum Aufbau und Soundcheck brauchte!) die Funklordz Playlist der Chromeo Protagonisten:

Und dank eines intensiven Doppelgigs im Rahmen der Jazz Open war ich nun auch zum ersten Mal in der Villa Reizenstein – interna gleich nach der Ankunft: der schöne Garten wird gerne auch von einem Fuchs besucht/markiert – jetzt fehlt auf meiner Stuttgart-Liste nur noch der Monte Scherbelino.
Der wird dann beim nächsten Besuch bestiegen.

Pinar

August 3, 2021

Der Pinienwald der Insel El Hierro hat mich beeindruckt; nicht nur seine aromatische Luft und der erstaunliche Umstand, dass die dortigen Bäume feuerbeständig sind, sondern sein direkter Auftrag zum Musikmachen – hurra, endlich wieder mal Instrumente, die auf Bäumen wachsen!

Das war, bis auf eine kleine Joni Mitchell Hörrunde, tatsächlich die einzige Musik während der letzten 15 Tage.
Auch mal gut, sich leer zu machen!
Dafür wurde (dank des sympathischen Karsten Mohr) entspannt, bewußt geatmet, abgetaucht.

In Frankfurt regnet’s – auch schön
>>Das Geräusch der Scheibenwischer erfüllte den Wagen, ein feuchtes quälendes Reiben, ein benommen machender, hypnotisierender Refrain<< (Delphine De Vegan „Loyalitäten“)
und so höre ich wieder freudig gute Refrains und liste ich mal nach, was ich in den letzten zwei Wochen verpasst hatte:

  • diese Play-A-Long Scheibe – music minus one drummer – von Jim Chapin. Man beachte den (open handed?) Aufbau mit zweitem Jo Jones Standtom! (Dazu muss ich mal Claus Hessler befragen)

Knock Out

Juli 3, 2021

Mit herzlichen Grüßen nach München lege ich Charly Antolinis legendäre Direct-To-Disc Scheibe auf und erinnere mich plötzlich daran, dass mir diese Aufnahme damals (auf Kassette ) vorgespielt hatte wie elegant sich eine „Mühle“ (als solche wurden mir die Double Strokes verkauft) beschleunigen lässt.
Die „Boxenkiller“ Anekdoten lese ich nach…

Und ich erinnere eine weitere Charly-Antolini-Direct-to-Disc Anekdote, wie er von einer Ballade als letzter aufzunehmender Nummer erzählt und dabei aber schon völlig durchgeschwitzt gegen den Klang der aufs Snare-Fell tropfenden Schweissperlen wischen muss…
Leider habe ich keine Ahnung mehr, wo ich diese Geschichte gelesen oder gehört haben könnte.
Wer kann helfen?

mit wenig Kraft spielen

Juli 3, 2021
  1. Jost Nickel. Schönes Kompakt-Portrait in der ARD-Mediathek
  2. Peter Gall mit Web Web. Bis das neue Werk mit Max Herre herauskommt höre ich was vom Vorgänger-Album, OK und „Anna“

3. Fußball EM-Viertelfinale? Wenig Kraft = Fehlanzeige

Töne von schier unendlicher Ruhe & ein Scrabble Chef

Juni 28, 2021

Es ist schwül hier in Frankfurt. Beste Voraussetzung sich aufs Bett zu legen und Musik von Jon Hassell zu hören, der vorgestern im Alter von 84 Jahren gestorben ist.
Der Amerikaner studierte in Köln bei Karlheinz Stockhausen und traf in den späten 1960er Jahren auf den Minimal-Music-Pionier Terry Riley (war sogar an dessen Erst-Aufnahme des Minimal-Music-Klassikers „In C“ beteiligt). Er machte Musik mit Brian Eno, Peter Gabriel, Tears for Fears und den Talking Heads, komponierte für das Kronos Quartett und entwickelte seine ureigene Idee einer musikalischen Ästhetik, die die Grenzen verschiedener Kulturen und Zeiten überschreitet (eine Art Vorwegnahme der Globalisierung), den „Fourth-World“-Sounf der sowohl futuristische als auch „primitive“ Klänge miteinander verbindet.
Deutliche Effekte, Loops als Gerüst und immer Klang im Zentrum.

Für mich ist Jon Hassell das Bindeglied zwischen Jazz und Dub Techno!

Und ich bleib glatt liegen, um mir auch noch den Blackalicious Werkkatalog durch zu hören und mich von MC Gift Of Gab aka Timothy J. Parker zu verabschieden.

Rubow & Leicht

Mai 25, 2021

Hey, darf ich vorstellen – meine neue Band RUBOW & LEICHT, die aus dem Stand heraus elektro-organische Musik improvisiert, dabei leidenschaftlich gesprochenes Textmaterial dubbt.
Die passende Lightshow wird in Echtzeit gemalt.

Gedankenanstöße zum Tanzen!

Den großen Paukenschlag gibt’s dann am Sonntag, den 30. Mai. Im Rahmen des hessischen Musik- und Literaturtags streamen wir um 18 Uhr aus dem ono2 die digitale Werkschau unserer Pandemiearbeit, einen 45 minütigen Film mit viel neuer Musik eines ersten Albums („Talk Box“, VÖ im Herbst) und vielen Bildern von Kamü.

PS. der digitale Warteraum wird jetzt schon bespielt…
Und so begann die Reise vor gut einem Jahr:

hr-Video
https://www.youtube.com/watch?v=wuRFquP3Ms4

musikalisches Schleifenfliegen

Mai 20, 2021

Lese die taz Rezi zur neuen „Sons of Kemet“ Platte „Black to the Future“ und freue mich über neue Musik dieser speziellen Besetzung (Saxofon, Tuba, zwei Drummer – Eddie Wakili-Hick und Tom Skinner, Stimme).

Ähnlich besetzt, doch in deutlich elektronischerem Fahrwasser war neulich (12.05.) das Konzert von SLATEC 360° in der Münchner Unterfahrt. Auch die Splittergruppe der Jazzrausch-Bigband verzichtete auf ein Harmonieinstrument und hatte zwei Rhythmusmacher an Board (nämlich Marco Dufner und Samuel Wootton).

Rupert & Al

April 27, 2021

Heute tickerte die Todesnachricht von Al Schmitt durchs Musiknetz, nach Sir Rupert Neve das nächste Schwergewicht der Musikproduktion. Ich durfte ihn 2018 während des Drums ’n Percussion Paderborn Festivals eine Woche lang erleben/beobachten/genießen und hätte ihn damals niemals als 88 jährigen Tonmeister geschätzt, maximal für einen alterslosen Musikliebhaber und Gentleman.
Mich durch sein Oeuvre durchzuhören wird ne Weile dauern…
Gute Reise!

Gleich im Opener dieses Meisterwerks erklingt bei 1:47′ das für mich spannendste Besen-Fill bzw. Besen Echo Imitat der Welt!

Remo & Vernel & Jost

April 25, 2021

Zweimal groß und schwarz-weiß:

Remo Belli (1961)

Ahmad Jamal Trio mit Vernel Fournier (1959)

Ganz aktuell und bunt: Jost Nickel veröffentlicht sein Solo-Debut „The Check In