Archive for the ‘Hiphop’ Category

Friesbie’s Pies

April 8, 2020

Und du so?

Frisbie_pie_tin

In der Pause höre Neon Phusion und Chefket, manchmal besuche ich auch das Covid Art Museum.

>>Wer ist Mac Miller? Ich kenn‘ nur Gerd Müller
War immer eine Niete beim kicken aber alle meine Snares sind Knüller<<

Passend dazu noch ein paar Trap-Sound-Ideen von Pascal Thielen:

the drop

April 1, 2020

>>Breakbeats würde es, so viel Historie muss sein, gar nicht geben, wenn die Blaupause, der sogenannte „Amen Break“, ein kurzes Sample aus dem Instrumentalteil des Songs „Amen, Brother“ der US-Soulband The Winstons von 1969, nicht im Oldschool-HipHop der 1980er das Licht der Tanzfläche erblickt hätte. Bis heute wird der Amen-Break immer wieder neu interpretiert und ist derzeit auf dem besten Weg, en vogue zu werden. So werden immer öfter auch Techno und House, also jene Stile, die derzeit die Clubs dieser Welt dominieren, von gebrochenen Beats unterwandert.<<

Welch perfekte Überleitung von Erchingers Amen-Challenge hin zum Sommermester. Der taz-Artikel von Philipp Rhensius nimmt dich mit auf den Dancefloor der gebrochenen Rhythmen und erklärt die stimulierende Magie des Drops bzw. warum dieser den Clubnächten eine völlig andere Dramaturgie verleiht , als es im Techno oder House die Regel ist.

Don’t be afraid, let it grow…

März 27, 2020

Heute wird das Album „1988“ von Knxledge veröffentlicht. Sein Label Stonesthrow schreibt dazu:
>>As the story is told, little baby Knx was left alone by his mother for just a few moments and crawled to a family member’s vintage SP–12 sampler. When his mother returned he had already produced his first beats and nearly mastered the machine. These tracks, all produced before nap time while rocking a Nike diaper, were stored over the years on floppy discs, then brought to his studio in recent months where they were finished up, mixed, and mastered.<<

Die Illustrationen für die Videos kommen wieder von Robin Velghe aka rhymezlikedimez.

Aber auch der tolle Bassist und Multi- Musiker Paucker veröffentlicht heute seine neue LP „Cycles“ – Yeah:

Und passend zur Beitrags-Überschrift, noch das Empfehlungsschreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern:
>>Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern.
Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …
Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen.
In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.
Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.
Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.
Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.
Bleibt sicher. 💕<<

getrommelte Hiphop Beats aus der Box

März 16, 2020

Bin am Samstagabend zufällig über den Live-Stream des Max Herre (Geister-) Konzerts in Leipzig gestolpert, hängengeblieben und habe mich wieder einmal über die geschmackvollen Grooves von Matteo Scrimali gefreut! Dabei waren die Athen Tracks bzw. die Umsetzung so mancher  Trap Beats neu und schön für mich!

Auch Uwe Breunig verschreibt sich ebenfalls der Umsetzung von programmierten Hiphop-Beats, war gerade im großen Rhythmusaufgebot (zusammen mit Jan Stix Pfennig an den e-Drums und Max Grösswang hinter der Percussion-Burg) mit Kontra K auf Tour.
Im GEWA Video berichtet er u.a. von der Wichtigkeit, Soundvorstellungen zusammen mit FOH-Mann (in dem Fall Klaus Scharff) anzugehen.

 

the breakbeat

März 9, 2020

>>The breakbeat is that part that you look for in a record, that lets your godself just get wow.
Then, as soon as that breakbeat leaves, you’re sayin‘ like: oha, it’s only a minute, it’s only 30 seconds? And all you wanna hear’s some more.
So that’s where the hip hop DJs came in and start making that beat, that breakbeat, that stripped down funk stand longer and longer for you could just get crazier and crazier and crazier on the dancefloor<<
Afrika Bambaataa in Scratch (2001) (bei 5.45′)

style of rhythm and sampling that transcended the machine he used

März 5, 2020

Schöne 10-Dilla-MPC3000-Minuten, Wissenswertes über Frequenzen und organisch-musikalisch platzierte Samples (Tipp Oli Leicht):

Im Anhang des Videos gibt es diverse schöne Links für den tieferen Einstieg.
Herzliche Grüße aus der Dilla Data!

Hi, I am Clint

Februar 16, 2020

Dafür, dass ich mich am Mittwoch Mittag eigentlich mental in gemütliche Semesterferien geschickt hatte, entwickelte sich die Woche dann doch ziemlich intensiv.
Zunächst ein grandios locker aufspielender Kendrick Scott (mit zwei top genieteten Hihat Pärchen und Fuß-Schnarre links von der Hihat) in Stuttgart, dann auf der Heimreise Philos Anruf, ob ich zufällig kurzfristig bei Fatoni einspringen könnte…
Wiedermal* das einzigartige Gefühlskarussell bei dem der Zeitfaktor – schaffe ich das alles? – tunlichst ausgeblendet bzw. in tunnelartigen Aktionismus transformiert werden muss. Sprich: Live-Mitschnitte und Originals checken, Beats transkribieren, Technik zum Laufen bringen, die angedachte Spiellogistik dann möglichst noch ausprobieren.
Und dann das Nötigste in den Koffer und ab in den Zug nach Augsburg…

Dort optimaler Empfang zum anstehenden Brecht-Festival: Ein wunderbares Fatoni Team, eine architektonisch reizvolle Umgebung (Brutalismus-Kongresshalle und ein entfernt an Burj Khalifa erinnernder Hotelturm), sowie ein stimulierendes Notwist Set (mit dem tollen Andi Haberl) vor dem eigentlichen Gig.
Dank Powernap, Wechselduschen und rohen Ingwerscheiben war die Konzentration zur rechten Zeit parat. Dank bunt markierten Sheets (sowie einer hilfreichen IKEA Leselampe aus dem Merchandise Fundus), buntmarkierten Rechner Shortcuts für die Ableton Session, sowie Erinnerungsaufklebern auf dem SPD-SX, gab es einen konkreten Fahrplan, der es ermöglichte die geschmackvollen Dexter-Beatvorlagen mit Spaß zu trommeln.
Anbrennen konnte eh nichts, denn ich hatte den 15ten Nothelfer auf dem Drumriser, einen Reisebegleiter von Levi, der das Wesentliche aufgemalt hatte:
1. Schlagzeugspielen ist eindeutig eine Herzensangelegenheit – richtig oder falsch ist allenfalls zweitrangig. Also: Liebe, Groove und Energie fürs Publikum.
(ist machbar)
2. Man vergleicht eine solche Aktion gerne mit einem Feuerwehreinsatz, aber hey, auf dem Bild wurde ich treffend als Oli mit Astronautenhelm skizziert, als jemand, der sich raketenartig in andere Sphären katapultieren darf und von dort eine tolle Aussicht auf die Musikwelt, ach: das schöne Leben an sich, genießen darf.
(toll!)
3. „Hi, I am Oli“. Nicht mehr nicht weniger. Plötzliche Wunder zu vollbringen ist nicht drin, das beste aus einer Situation zu machen jedoch immer.
Sprich, potentielle spieltechnische Überforderungen werden einfach eigenmächtig ausgeklammert und durch persönliche Alternativen ersetzt. Nimmt druck raus und vermeidet die Frustspirale des eingetroffenen (und eigentlich auch schon erwarteten) Fehlers…
(geschickt)
4. Musik machen ist das Beste auf der Welt, die Liebe zum kleinen Familienmitglied: überirdisch!

Schließlich; riesen Freude, dass alles geklappt hat und wohlige Erschöpfung.
Oder um es mit Fatonis Worten zu sagen:
Lassen Sie mich Künstler ich bin durch.

Oder um es mit dem schönen Albumcover des anderen Revolverhelden Klaus Voormann zu illustrieren:
Voller Kopf, jetzt wieder frei.

Fatoni_Klaus-Voormann_Andorra

* u.a. Mein schönstes Ferienerlebnis (Cro) – Keine Notenständer mehr (Jazzanova) – Kopfarbeit, die gute (Matthias Schweighöfer) – Freundeskreise (Freundeskreis) – On (Nils Wülker)

wieder Kinderzimmer!

Januar 21, 2020

Maurice Summen mutmasst in der taz über „Todesverachtung to Go“, das aktuelle Album der wiederauferstanden Kinderzimmer Productions:
>>Bleibt zu hoffen, dass man als fürsorgendes HipHop-Familienoberhaupt seine Kids mit diesem Album begeistern kann. Denn welchen deutschsprachigen HipHop sollte man sonst mit seiner Familie hören in einem von Antisemitismus, Sexismus und Autotune-Madness dominierten Markt, wenn die Kinder aus dem Deine-Freunde-Alter rausgewachsen sind?!<<
Ich höre mich jetzt mal durch den ganzen Katalog (denn ausser dem minimalen Randwissen, dass das Duo aus Ulm kommt und mein Schlagzeugerfreund Jürgen Schlachter live (u.a. das „Over and Out“ Album) mitgetrommelt hatte, kenne ich leider kaum was von den Deutsch-Rappern die man in den Neunzigern >>im Regal zwischen Digable Planets und Jungle Brothers einsortieren konnte<<…)

Lustwerk

November 22, 2019

„Information“ von Galcher Lustwerk ist ein super Album – für mich die legitime Fortführung des Fun Lovin‘ Criminals Flows.

fool yourself!

November 10, 2019

Bin Langzeit-Fan der Zugreise!
Nicht nur dass man die Zeit schön für sich nutzen kann – von gepflegter Langweile bis zum gepflegten Kulturprogramm ist ja alles möglich und je nach momentaner Verfassung wohltuend (beispielsweise höre ich mich – angespornt durch die gestrige Backstage-Jukebox von Arne Jansen – gerade durch den Little Feat Backkatalog jenseits des bekannten Breaks),  ab und an ergibt sich ein zufälliges, spannendes Gespräch (wie gestern mit Michael Rother), vor allem aber werde ich (ohne selber zu schleppen…) immer wieder aufs Neue von dem gestellten Drumkit überrascht:

Im weiteren Verlauf der Heimreise werde ich mich den Drum-Hacks des Home of Drum Netzwerks widmen…

… und weil’s dann doch mal wieder länger ging als geplant (Verspätung), kann ich noch diverse schöne Positionen aus dem Hancock Interview in der F.A.S.  unterstreichen 🙂

PS. ebenfalls schön gelb: ein, zwei Tennisbälle, mit denen sich Wartezeiten hervorragend verkürzen lassen, wie mir Maik Schott im Backstage gezeigt hat.