Archive for the ‘Hiphop’ Category

… & On

November 23, 2020

Sehr schöner Wochenstart:
Zum 20. Geburtstag von Erykah Badus Longplayer „Mama’s Gun“ nicken, dazu die passenden Geschichten von Questlove lesen!

Eins a Warmup für den morgigen 13. Geburtstag ❤️

Duck the Master

Oktober 28, 2020

Apropos Ducking: Ich experimentiere gerade – sowohl mit Peter Wölpl (und „Luminos W“), als auch mit Oli Leicht („Der temporäre elektronischen Salon“) mit meinem BopPad, das jedoch am Rechner meines Gegenübers angeschlossen ist.
Dort triggere ich ein Drumrack mit gewarpten Whitenoises in unterschiedlicher Länge (1/4, 1/2, 1/8) – nach aussen hin stumm, intern füttert es den Sidechain des Ableton Gates. So kann ich beim Jammen per Stockschlag Hiphop-typisch in den Output eingreifen: mal partiell muten, oder die Partner-Elektronik für längere Zeit (bzw. solange ich durchgängige 16tel auf meinem Pad schlage) komplett stummschalten…

Ich hatte mir immer ein Gate gewünscht, welches Anstelle des Hold-Parameters verschiedene Subdivisionen anbietet – leider bisher nichts gefunden – aber dadurch, dass ich nun mehrere Whitenoise Samples mit definierten Längen geschnitten habe und diese als gewarpte Sounds im Drumrack abgerufen werden, entsteht in Zusammenarbeit mit dem Sidechain ein funktionierender Workaround.

Wem der Cut/Drop Out zu hart ist, der schiebt etwas vom weggedrückten Signal mittels „Floor“ Regler nach.
Und um mein „Silent Tool“ zu deaktivieren, deaktiviere ich einfach dessen Kanal, bzw. dessen Spur-Viereck [1] (funktioniert, wenn in den Sidechain-Einstellungen „Post Mixer“ aktiviert wurde).

Wieder mal eine schöne Möglichkeit, um Zuspieler oder Mitmusiker on the fly dekonstruieren zu können.

Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf

August 19, 2020

Oft fällt aber auch erst durch den Fall etwas auf. So war’s zumindest heute in meiner Heimstudionische, als ich die längst vergessene Sprechblase vom (Paderborner Drumfestival 2008) auf dem Boden liegen sah. Jetzt hängt sie wieder im Gewölbe.

Solltest Du etwas Zeit und eine Lupe haben, regt die Tag-Cloud im Idealfall deine Gedanken an.
Mit freundlichen Grüßen!

Im Sommer Modus

August 5, 2020

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Bevor ich mich die nächsten drei Tage für einen FATONI Ausflug verabschiede (die Augsburger Momentaufnahme stammt von Ralf Theil), hier noch ein paar Fundstücke aus meiner Sommerloch-Sammlung.

Passt perfekt zum Hip Hop Thema: Neulich im Keller meiner Eltern wieder entdeckt, die Playback-Dubplates der Bürger Lars Dietrich Shows des Jahres 1998. Eins a oldschool Zuspielungen (seinerzeit vom Plattenpapzt). Jammerschade auch, dass die damalige Benztown-Album-Produktion bis auf die Single „Ein ganzes Jahr“ nicht veröffentlicht wurde.

In puncto Drum-Lifehacks möchte ich erneut das Hantel-Aufsteck-Gewicht loben, das nicht nur in der Bassdrum oder auf der tiefgestimmten Zweitsnare den Sound phat macht, sondern auch hervorragen als Bassdrum-Stopper das Wegrutschen der geliebten Vintage-Kick verhindert.

Ein weiterer Lifehack ist mein aprikosengroßer Flummi. Der kümmert sich unter den Füßen des Trommler um dessen Wohlbefinden, in dem er die entsprechen Fußreflexzonen/Triggerpunkte massiert. Hilft mir gegen Verspannungen und Krämpfe.

Ansonsten: David Pätsch hat eine zweiteiligen Reihe über die Entwicklungs des Spiels mit zwei Basstrommeln (sprich: vier Gewichte!) geschrieben. Ein Student hat mir das „Vier Ohren Modell“ erklärt, Chaka Khan kann auch hervorragend trommeln und auf dem Nachttisch liegen zwei neue Bücher über das Echo (ein Roman von Iris Hanika und die Doktorarbeit von Felix Urban).
Und wer zu schlapp zum Lesen ist, der kann sich ja den Adorno-Vortrag über Alban Berg anhören…

 

Jetzt mit Licht!

Juli 28, 2020

Warmspielen und Basteln für Fatoni.
Nachdem ich mir beim letzten Einsprung die IKEA Klemmleuchte des Merch-Stands ausleihen musste, um die Sheets lesen zu können, wollte ich für die anstehenden Gigs eine LED Klemmleuchte besorgen. Aber hey, wieder was mit Batterien (die unterwegs zudem ihren Dienst versagen könnten) und ein langes Micro USB-Kabel habe ich auch keins – ist doch doof…
Geschickt, dass ich mich kurz vor einer unbefriedigenden Bestellung noch an ein Überbleibsel der Turntablerocker Tour 2001 erinnerte, großartig, dass die damalige Racklampe nach wie vor tiptop funktioniert und nun also, am 14 Zoll Fell-Notenhalter (mit Binderclip und Gaffer-Tape) befestigt, einer neuen Aufgabe entgegenblickt!
Hier die Din A4 PDF Vorlage mit gestrichelter Schneideanweisung, damit dein Sheet optimal im 14er Fell drinnen liegt.

Apropos 2001. In dem Jahr hatte Mike Skinner sein Rap-Projekt „The Streets“ ins Leben gerufen. Was eigentlich 2011 für beendet erklärt worden war, ist nun mit dem neuen Mixtape „None of us are getting out of this alive“ wieder auferstanden. Das erfreut bestimmt Herrn Fatoni und ich bin wieder mittendrin im Thema!

Bis nächste Woche in Dortmund, Stade oder Oldenburg!

die Wertschätzung für kleine Veränderungen

Juli 16, 2020

Feines Interview mit Philo Tsoungui, plus ein persönliches Freeware-Sample-Pack (via NI Community Drive) von ihr obendrein.
Es geht um zeitgemäße Rhythmusarchitektur bzw. wie diese elegant auf der Bühne umgesetzt werden kann, es geht um Sound, Flow, Levelling und die Wertschätzung für kleine Veränderungen!

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Eins a Sommermaterial!

Und dass ich die tolle Philo nochmals bei Fatoni vertreten darf, wird gleich auch noch untergebracht:
06.08.20 „Fatoni“ Dortmund, Junkyard (Open Air)
07.08.20 „Fatoni“ Stade, Lichtspielgarten
08.08.20 „Fatoni“ Oldenburg, Einfach Kultur

Friesbie’s Pies

April 8, 2020

Und du so?

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In der Pause höre Neon Phusion und Chefket, manchmal besuche ich auch das Covid Art Museum.

>>Wer ist Mac Miller? Ich kenn‘ nur Gerd Müller
War immer eine Niete beim kicken aber alle meine Snares sind Knüller<<

Passend dazu noch ein paar Trap-Sound-Ideen von Pascal Thielen:

the drop

April 1, 2020

>>Breakbeats würde es, so viel Historie muss sein, gar nicht geben, wenn die Blaupause, der sogenannte „Amen Break“, ein kurzes Sample aus dem Instrumentalteil des Songs „Amen, Brother“ der US-Soulband The Winstons von 1969, nicht im Oldschool-HipHop der 1980er das Licht der Tanzfläche erblickt hätte. Bis heute wird der Amen-Break immer wieder neu interpretiert und ist derzeit auf dem besten Weg, en vogue zu werden. So werden immer öfter auch Techno und House, also jene Stile, die derzeit die Clubs dieser Welt dominieren, von gebrochenen Beats unterwandert.<<

Welch perfekte Überleitung von Erchingers Amen-Challenge hin zum Sommermester. Der taz-Artikel von Philipp Rhensius nimmt dich mit auf den Dancefloor der gebrochenen Rhythmen und erklärt die stimulierende Magie des Drops bzw. warum dieser den Clubnächten eine völlig andere Dramaturgie verleiht , als es im Techno oder House die Regel ist.

Don’t be afraid, let it grow…

März 27, 2020

Heute wird das Album „1988“ von Knxledge veröffentlicht. Sein Label Stonesthrow schreibt dazu:
>>As the story is told, little baby Knx was left alone by his mother for just a few moments and crawled to a family member’s vintage SP–12 sampler. When his mother returned he had already produced his first beats and nearly mastered the machine. These tracks, all produced before nap time while rocking a Nike diaper, were stored over the years on floppy discs, then brought to his studio in recent months where they were finished up, mixed, and mastered.<<

Die Illustrationen für die Videos kommen wieder von Robin Velghe aka rhymezlikedimez.

Aber auch der tolle Bassist und Multi- Musiker Paucker veröffentlicht heute seine neue LP „Cycles“ – Yeah:

Und passend zur Beitrags-Überschrift, noch das Empfehlungsschreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern:
>>Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern.
Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …
Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen.
In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.
Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.
Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.
Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.
Bleibt sicher. 💕<<

getrommelte Hiphop Beats aus der Box

März 16, 2020

Bin am Samstagabend zufällig über den Live-Stream des Max Herre (Geister-) Konzerts in Leipzig gestolpert, hängengeblieben und habe mich wieder einmal über die geschmackvollen Grooves von Matteo Scrimali gefreut! Dabei waren die Athen Tracks bzw. die Umsetzung so mancher  Trap Beats neu und schön für mich!

Auch Uwe Breunig verschreibt sich ebenfalls der Umsetzung von programmierten Hiphop-Beats, war gerade im großen Rhythmusaufgebot (zusammen mit Jan Stix Pfennig an den e-Drums und Max Grösswang hinter der Percussion-Burg) mit Kontra K auf Tour.
Im GEWA Video berichtet er u.a. von der Wichtigkeit, Soundvorstellungen zusammen mit FOH-Mann (in dem Fall Klaus Scharff) anzugehen.