Archive for the ‘Hiphop’ Category

Sound Systems

April 4, 2017

Internet-Uni: Auf Arte Creative gibt es zehn kur(weilig)e Folgen rund um das jamaikanische Sound System:

1 Die Urväter des Sounds
Punany Poets
Ghettoblaster
4 Car Clash
5 Rastaman Migration
6 Tecnobrega Monsters
7 Pimp my Sound
8 Like a Sachs Machine
9 Despacio Odyssee
10 Save our Sounds

Wieder viel gelernt! Und so lege ich gleich mal den neu entdeckten „Singjay“ Tenor Saw zum Frühstück auf.

Und danach testet die von Eward Maclean und seinen FB-Freunden erstellte Liste der „100 epic Soul, Funk, Pop and HipHop Basslines“ mein Sound System der Stunde…

musikalische Früherziehung

Februar 4, 2017

nachhören

Januar 3, 2017

In letzter Zeit sind viele Tipps und Geschenke eingetrudelt, die ich mir jetzt nach und nach anhöre. Hier ein paar Neuentdeckungen mit tollen Stellen, Klängen, Grooves.

Weather Report „Where The Moon Goes“  (1983)
Diesen Track habe ich durch die 2016 RIP Playlist von Peanut Butter Wolf entdeckt. Mit nice 6/4 Clap-Backbeat und frischer, blind gesignter Rhythmusgruppe (Omar Hakim, Victor Bailey, José Rossy).

Dass ich beim Weiterforschen durch Zufall den legendären Hakim-Mülleimerdeckel in diversen Live-Mitschnitten aus den Jahren 1983 und 1984 sichten konnte, war eine große Freude!

Idris Muhammad „Wander“ (1970)


Ich zitiere dazu die Linenotes von Bob Porter >>Idris has his longest solo of the date here and toward the end introduces tuned tom toms so that a weird melange of sound is the result<<.

Gang Starr „No shame in my game“ (1992), Crusaders „In the Middle of the River“ (1973)
Dieser Track ist das perfekte Beispiel für einen herunter gepitchten Breakbeat, du kannst ihn dir in drei Geschwindigkeiten/Stimmungen an. Der originale Crusaders Schnippsel (ab 0.22′) läuft dabei am schnellsten, bei Gang Starr gibt es die ultra langsame und in die Tief gezerrte Version im Intro und nach der Ansage >>speed up this track and I’m (gonn)a drop the latest facts<< dann ab o.35′ der amtliche Beat, schmoove!


Narada Michael Walden „Mango Bop“ (1977)
Ich meine festzustellen, dass Herr Walden bei discoiden Grooves die Hihat gerne auf den Zählzeiten „eins und“, sowie „drei öffnet.

Alphonso Johnson „Earthtales Suite“ (1977), Eins Zwo „Bombe“ (2001)
Das ist jetzt musikalisch nicht ganz mein Fall, aber das (von David Igelfeld?) getrommelte weisse Rauschen ab 3.35′ ist eine Klangfeuerwerk für sich! Kein Wunder, dass sich Eins Zwo im selben Track bedient hatten und ihre Weiterentwicklung „Bombe“ tauften…

Und wo wir schon bei Eins Zwo sind: „Der Eine & der Andere“ hat auch ein schönes Beatgerüst!

Wolfgang Haffner „Ning“ (2006)
Super Filzklöppel Snare Sound, ohne Teppich, dafür mit elegant gegateter Resonanz…
(wie der Klang tatsächlich zustande kam, muss ich mal bei Gelegenheit erfragen…)

Zum Abschluß noch der sagenhafte Snaresound des Alex van Halen, den sein Bruder synästhetisch als „brown sound“ wahrnimmt (>>I’ve always thought Alex’s snare drum sounds like he’s beating on a log. It’s very organic<<), anderer Fans fast lyrisch empfinden >>It’s mildly chalky, but has a kiwi juicy ring to it’s decay<<.
Die Basis ist wohl meistens eine 6,5″ Ludwig Metallsnare, die dem Gerücht nach anstelle eines speziellen Resonanzfells ein klares, einschichtiges Standardschlagfell auf der Unterseite trägt, dafür aber mit einem fetten 42 Spiralenteppich nachraschelt.
Sie wird direkt mit einem profanen SM57 eingefangen, zusätzlich aber mit eher weiter entfernten Raummikrofonen klanglich geformt.
Und was die Trommel im Allgemeinen angeht, so postuliert der Meister selbst: >>I think a drum should resonate freely, not be taped up or damped; and it should have both of its heads on<<.

Und zum schönen Abschluss noch das 2015er Album von Kendrick Scott „We are the Drum“:

Hier noch die Einsicht, wie Herr Scott seine Snaredrum sprechen lässt:

Rock’n Roll vs. Spiritual Jazz

Dezember 16, 2016

Du kannst wählen zwischen einem knapp zwei Minuten kurzen 1A Rock’n Roll Tutorial inklusive Fingerdrumming-Show-Off, oder einem zwölf Stunden langen Mix-Querschnitt durch die Geschichte des spirituellen Jazz von 1957 bis heute (featuring >>recognised pioneers Sun Ra, John & Alice Coltrane, Don Cherry and Pharoah Sanders alongside the likes of South African songstress Letta Mbulu, Brazilian percussion maestro Airto, early incarnations of Earth, Wind & Fire and the great Gil Scott-Heron<<), mit Tracklist und allem drum und dran.

Für den zweiten Teil leihe ich mir von der Redbullmusicacademy mal eine passende Bildidee:

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Aber bevor ich mich auf die große Jazz-Rock-Verbindung einlasse, werfe ich noch geschwind einen Blick auf (die) „Freie Radikale“ und Dendemanns Böhmermann-Abschied; eine weitere deutsche Rapgeschichte:

Step in the Arena!

Dezember 15, 2016

Ich bin eigentlich ein unerschütterlicher Optimist, aber es gibt Abende wie diesen, da versagen meine Mechanismen.
Da weiss ich weder WIE? ich mich motivieren kann, noch, um WAS? bestmöglichst zu tun. Da ist der Ofen erstmal aus, wenn ich in der Zeitung lese: >>Ruanda, Srebrenica, Grosny – was „nie wieder“ geschehen sollte, wiederholt sich im Jahr 2016 in Echtzeit vor aller Augen und bestens dokumentiert. Der Massenmord in Syrien steht für das Versagen sämtlicher internationaler Institutionen und Mechanismen, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, um Kriege und Kriegsverbrechen zu verhindern.<<

Und prompt poppt in der hilflosen Kälte gleich noch der ganze andere Mist in der Birne auf: Fake News, Trump, Filterblasen, postfaktische Unberechenbarkeit… und ich erinnere mich an vorgestern, als ich erschüttert mitlesen musste, wie sich zwei meiner Bekannten aus dem echten Leben – die sich dort aber noch nie begegnet sind – im Facebook virtuell streiten: mit wenig sprachlicher Empathie und ungeheurem Energieverbrauch beharrte dabei jeder der beiden auf’s Rechthaben, was bei einem Treffen unter Normalbedingungen – beispielsweise wir drei zusammen am Tisch einer Kneipe – nie und nimmer so verlaufen wäre! (An dieser Stelle komme ich nicht umhin,  aus völlig anderem Kontext, jedoch sehr zutreffend M. Beisenherz zu zitieren: >>Der moralische Stellungskrieg wird heutzutage ja von der Tastatur aus geführt. Facebook ist ’ne bequeme Kanzel. Und draußen is‘ kalt.<<)

Oh weh, es ist einiges aus den Angeln geraten! Aber eigentlich muss ich bei diesem Fazit doch nur ein Wort tauschen und dank eines aktiven heben anstelle des passiven geraten, lässt sich wieder neue Energie mobilisieren. Dann noch ein kraftspendender Soundtrack – ich wähle für’s erste das grandiose Insrumental-Bootleg des Gang Starr Meilensteins „Step in the Arena“ und entdecke dabei gleichzeitig den Plan!

Im Anschluss lass ich mir übrigens die für Kinder aufbereitete „Griechische Sagen und Fabeln“ von Peter Kaempfe vorlesen. Da passt alles: Inhalt, Struktur, Duktus, Vision, geschichtliches Vermächtnis und der Übertrag ins Heute, so wie die Schulung von Ausdauer und Geduld (es sind 8 CDs!)

Karriem Riggins

Dezember 7, 2016

Eigentlich hat mich der Stonesthrow Soundcloud Player nur weitergespült, bis ich zufällig bei Karriem Riggins strandete.

Jetzt weiss ich, dass er eigentlich auch Hiphop Produzent und Jazz Drummer ist.

 

Wir brauchen Bass!

Dezember 1, 2016

…gegen die Dezemberkälte!

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Türlich
 auch einen fetten Credit an die People-Fotografin La Dada.

bebilderte Breaks

November 13, 2016

Schöner lernen! Die maßgeblichen Drum-Breaks inklusive originaler Coverart.

 

 

 

3000!

Oktober 4, 2016

Diese runde Beitragsnummer wurde für die MPC-3000 reserviert. Damit erinnere ich an die letzte Roger Linn/Akai Sampling-Workstation aus dem Jahre 1987 und ihren Großmeister J Dilla – Grooveästhet & Forschergeist:

>>By the time he mastered his craft on machines such as E-MU’s SP-1200 and Akai’s MPC3000, J Dilla could have written his own manuals for all of them. Not bad for somebody who never read a single one himself. His extensive self-taught knowledge of the MPC3000 combined with the sampler’s immense capabilities led Dilla to develop a style all his own. Dilla flipped the script on how drum machines were used just as drastically as he flipped his samples. Instead of using the technology beneath his fingertips to quantize perfectly played patterns as so many others producers do, Dilla used his MPC to capture the flaws and flubs found in imperfect performances of live music. This technique caught the ear of renowned DJ and Roots drummer ?uestlove, who noticed Dilla was on to something big. „My mission to get accepted by the hip-hop nation was to sound synthetic like a drum machine, to sound like a sample“ he says. „His approach was to sound as sloppy as a real musician. But it was so sloppy, I know he wasn’t doing it by accident.“<< [Quelle]

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intern Weiterfeiern: 1000, 1500, 2000, 2500, 10 Jahre

PS. das alte Roland SDD-3000 bleibt nicht unerwähnt

wenn viel auf dem Spiel steht

Juli 3, 2016

Genau zwanzig Jahre nach seiner Geburtstagsfeier gefällt mir der Titeltrack des Albums „Stakes is High“ irgendwie besonders gut: Jay Dilla Handschrift, 1a Flow und dreitaktiges Pattern, geile Snare, schicke Mutes!

Ach ja, auch das Elfmeterschießen im EMViertelfinalspiel war ganz spannend…

A propos Jay Dee Intrumental: hier (und in der Bling47 Breaks Dilla Edition) gibt’s noch viel mehr zu lernen!