Archive for the ‘Plugin’ Category

When the things you build bring people together, it’s the best feeling in the world

Juni 10, 2021

>>For as long as I can remember, I’ve paid attention to how my bandmates work with the equipment they use, the session musicians I’ve met, the producers, the engineers and their studios, all because I’m interested in the whole process. That exploration, education, and constant gear talk has helped me contribute more and more to the big picture, not only as a drummer, but as a writer and an engineer.<<

So beginnt das Interview mit Jason McGerr (Schlagzeuger, Produzent & Engineer u.a. Death Cab for Cutie) auf dem Blog der sympathischen PlugIn Schmiede Valhalla DSP.

lesen, lesen, lesen

und mit diesem Satz könnte man es hervorragend beenden:

>>I firmly believe the less obstacles one has, the easier it is to capture the purest moments of inspiration and creativity. Workflow is key!!!<<

…geht aber weiter…

>>I think that having the right amount of wrong is where inspiration and creativity comes from, as well as having limitations and time constraints.<<

oh, yeah!

>>What do you do when you need to create something but aren’t feeling creative? How do you get unstuck?
JM: Whenever I’m in a rut or not inspired in the studio, I find that one of three things always helps. The first thing is to revisit those formative albums that have had a major influence on my playing or production choices. Nostalgia is useful when you’ve lost perspective, so it’s ok to go back, not just to the Beatles, but to the records you first fell in love with and wore out as a kid, even if they sound dated to you today.
The second thing that usually helps me out of a stagnant hold is to reach out to other musicians I haven’t talked to in a while and ask what they’ve been practicing, what they’ve been listening to, or whether they’ve done any recent deep dives as players or engineers – and sometimes they’re just as stuck as you! This can be comforting, to know you’re not the only one, and sometimes it you can help each other out of it.<<

üben?

>>Practice saying “No” to multiple takes and over editing yourself, because people usually want to hear and feel a real human being, not the computer’s idea of a human being. If you truly know a song well enough BEFORE you track, you should have a fairly inspired take in the first 3 tries.<<

PS. Jason McGerr ist auch ein Echodrummer! (Hier mit dem aktuellen Space Echo „Echo Fix„)

besser gesagt: „Freund des Effekts“ im Allgemeinen!

Deep Space Transport

Februar 20, 2021

Jonny König hat Schlagzeug-Solo rausgehauen – Hut ab!
Viele spannende Beatgebilde, bewusstseinserweiternde Effekte und sogar auch eine schöne Nachricht an den Echowart:

Subkick?

Januar 11, 2021

Neulich fotografierte ich diesen FB-Beitrag von Andreas Neubauer, in dem er zwei Tipps (Phase und Hi-Cut) zur Verwendung eines Subkick-Mikrofons gibt:

Dann verlinke ich noch zum SK10 Subkick Simulator, vielleicht eine Freeware PlugIn Option für den Fall, dass kein zweites Bassdrum Mikro vorhanden ist?

im Looping verzettelt

Januar 4, 2021

Wie oft habe ich schon gedacht, gesagt: Hey, bleib doch mal konzentriert an der einen Sache dran, die Du gerade begonnen hast. Verzettel dich nicht. Sonst endest du mit vielen halben Sachen, aber nichts Ganzem…

Heute durfte ich zweimal intensiv erfahren, wie schön es ist mehrere Dinge zu beginnen, abzudriften und noch eine weitere Abteilung zu eröffnen.
Man liest nicht nur brav eine Geschichte, sondern mehrere, verschiedene.
Kocht nicht nur auf einer Flamme, sondern auf vier.
Wohlwissend, dass, während man sich einer schönen Sache widmet, andere Highlights schon wartend bereitliegend. Ich spür’s deutlich, das ist nicht Überfluss, sondern viel Fahrwasser für einen smoothen Flow.
Und in genau dem unterbreche ich ein spannendes Gespräch mit Steve Reich und tippe ich die Zufälle und Erkenntnisse des Tages herunter:

Am Nachmittag wollte ich eigentlich nur geschwind den von Jojo Vogt vorbereiteten Gastbeitrag einpflegen, stolperte aber direkt im ersten Videolink (die EMT Hallplatte und der Schlagzeugsound der „Black Keys“) über einen Nebensatz von Drummer Patrick Carney:
>>I am a big lover of the mono overhead<<
und hörte erstmal in das Album „Brothers“ aus dem Jahr 2010 rein – Schlagzeugsound in Mono! – bevor ich mich der eigentlichen Besonderheit zu wandte, nämlich jenem tontechnischen Trick, den großen Plattenhall als Drum-Mikro einzusetzen.

Dann las ich von F. M. Einheit, wollte nur mal kurz dessen Diskografie checken, bevor ich in sein spezielles Instrumentarium aus Riesenfedern, Stahlblechen und Steinen eintauche und die nicht vorhandene Stocktasche verstehe.
Diesmal wurde mir der wunderschöne Titel „Echohce“ zum Verhängnis. Als leidenschaftlicher Echodrummer und Delay-Forscher MUSS ich ja wissen, ob dieses Album von gleichnamigen Geräte geprägt wurde – immerhin gibt es von Hellmut Hattler auch ein Solo mit Palindrom-Namen („Enimo Mine„), das sogar zwei Echogeräte benötigt…
Aber der Echo-Kontext war ein anderer: >>ECHOHCE is a project for a singer, musicians and a machine generating text. The singer speaks the title of the next song into the microphone to announce it to the audience. The song does not yet exist. The computer answers by generating a stream of associations related to the topic. The lyrics are printed on eight needle printers above the stage as they evolve. The singer selects text that seems meaningful to him and performs it together with the musicians. The text generator Poetry Machine used in this project is based on semantic networks. The program only contains routines to process text, no hardcoded datasets. It digests documents of human authors and extracts their associative interconnections. Its main source of information are the masses of text in the internet. Poetry Machine is part of the permanent collection of the Centre for Art and Mediatechnology (ZKM), Karlsruhe.<< (Quelle)

Ein spannender Ansatz und ein großartiger Jamie Lidell! Sein Gesang fand ich immer schon beeindruckend, seinen zeitweiligen Drummer Brian „Willie B.“ Wilson außergewöhnlich (weil er mit dem linken Fuß einen Bassisten in der Liveband ersetzte) und im weiteren Verlauf fand ich noch dieses Soundcheckdokument, das Herrn Lidell als geschmackvollen Live-Looper zeigt:

In diesem Augenblick gingen weitere Fenster in meinem Kopf auf, unbedingt mal all die frühen Looping-Artists (siehe Matthew Herbert neulich dort) in einem Beitrag zusammen zu fassen…

Jetzt aber hielt ich inne. Und brachte die ursprüngliche Aufgabe, den Artikel Jojos DIY Plate Reverb zu Ende.

Dann wieder zum sich selbst loopenden Jamie Lidell. Dieses spätere Video zeigt eine Equipveränderung, sowie eine deutliche Referenz zur „Flow Machine“ von Tim Exile. Na klar, auch er ist ein meisterhafter Solo-Looper. Und zack formt sich mittels des Artikels „Is Live Looping 2.0 the beginning of Music 2.0?“ der nächste Schneeball wie von selbst:
>>Live looping has been coming in and out of modern music’s favour since the 60s. It’s been adopted by composers like Steve Reich, beatboxers like Beardyman and singer/songwriters like KT Tunstall.
It’s had another renaissance recently with Ed Sheeran and Marc Ribellet. Whatever you feel about their music, it’s a fascinating development. Live looping 1.0 was about technology and magic; wowing the audience with the ability to turn one musician into many. Like all tricks, it was time-limited. The magic is over once the third rabbit emerges from the hat.<<
Hier unterbreche ich die kluge Lektüre und unterfüttere ihre Verweise mit den bereitgestellten Links.

Beardyman is livestreaming improvised live looping and even doing community assisted production streams — getting feedback and suggestions on unreleased material as it’s made.

Lesson: Looping Basics Using KT Tunstall’s Method (mit Akai E2 Headrush Pedal)

Ed Sheeran Gear Guide (guitars and looping tech — a big fancy custom pedal but at its core a free VST)
vom Boss RC-30 zu den Chewie Monsta 1 und 2

Schließlich und endlich lande ich wieder bei Steve Reich, der übrigens als Drummer mit dem Musikmachen begonnen hatte. Alle Kreise geschlossen! Doppelter Looping, mindestens…

Morgen verlinke ich dann Binkbeats, Rico Loop, Amulets, Jonny Greenwood und Ed O’Brien und all die anderen Frippertronics.

Distanz, Dicke oder Kristallguss

November 22, 2020

Aaron Sterling und das Soundtoys „Crystallizer“ Plug-In, bzw. dessen verstimmende, granulare Rückwertsechos 🙂
Eine Art Eventide H3000 Nachfahre (für momentan 39€).

Apropos Eventide Harmonizer, über den Snare Kunstgriff von Tony Platt habe ich glaube noch nicht geschrieben. Mittels H910 ließ sich die Schnarre tiefer effektieren. Beispielsweise nachzuhören auf AC/DC „Back in Black“ (1980).

Hey, und wenn wir schon wieder mittendrin im Echodrums-Kontext schweben, hier noch eine erhellende Grafik zum Thema Pre-Delay von Friedrich Stoermer:

Nachtrag:
Und nochmals Soundtoys. Diesmal das Little AlterBoy (Formant- & Pitchshifter) PlugIn mit Jonny König hinterm Schlagzeug.

Fuzz Faible

August 28, 2020

Schlagzeuger und Produzent Butch Vig hat zusammen mit Native Instruments seinen Signature-Drum-Sampler realisiert. Und da er ebenso das NI Battery-PlugIn sowie Effektgeräte mag, horche ich auf und schaue:

In puncto Stomboxes scheint er ein Fuzz-Faible zu haben (Sanford & Sonny BlueBeard Fuzz, (Echoplex EP-3 Vorverstärker) Xotic EP Booster, Z.Vex Woolly Mammoth, EHX Graphic Fuzz, Boss Hyper Fuzz, Death by Audio Interstellar Overdriver Deluxe, JHS Muffuletta). Und Kompression (MXR Dyna Comp, Roger Mayer RM58).

Zack, bin ich infiziert und hole meinen Boss CS-3 (der ja auch Aaron Sterling und – aktuell – Flo König offensichtlich gut gefällt) und den parametrischen Moog EQ (der ja auch eine Verzerrungseinheit an Board hat) heraus, um meine persönlichen Sampling Library etwas aufzuhübschen…

Flo König Boss CS-3

die Wertschätzung für kleine Veränderungen

Juli 16, 2020

Feines Interview mit Philo Tsoungui, plus ein persönliches Freeware-Sample-Pack (via NI Community Drive) von ihr obendrein.
Es geht um zeitgemäße Rhythmusarchitektur bzw. wie diese elegant auf der Bühne umgesetzt werden kann, es geht um Sound, Flow, Levelling und die Wertschätzung für kleine Veränderungen!

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Eins a Sommermaterial!

Und dass ich die tolle Philo nochmals bei Fatoni vertreten darf, wird gleich auch noch untergebracht:
06.08.20 „Fatoni“ Dortmund, Junkyard (Open Air)
07.08.20 „Fatoni“ Stade, Lichtspielgarten
08.08.20 „Fatoni“ Oldenburg, Einfach Kultur

Staccato des Lebens?

Dezember 15, 2019

Donnerstag und Freitag waren zwei schöne Trommlertage:
So hörte ich mir begeistert das Konzert des Münchner Quintetts Fazer an, bei dem die beiden Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber und Simon Popp äußerst ausgecheckte Patterns in herrlichem Blending präsentierten, mal unisono, oftmals komplementär, immer klangvielfältig (siehe auch d&p 05/2019).
Im Nachgang erkundige ich jetzt das LBT Trio, das Popp-Album „Laya“ und bestelle mir direkt ein Meinl „Galaxy“ Wasserraumschiff…

Dass Simon zusammen mit Flo König die „Bum Bum Zack“ Trommelschule betreibt passt wie gemalt, denn Flo würde ich am darauffolgenden Tag, zusammen mit vier weiteren Drummern in meiner Heimatstadt treffen, die allesamt einen Bezug zum Schorndorfer Saxophonisten Dieter Seelow hatten, der diesen Dezember 80 Jahre alt geworden wäre.
Inmitten der Feierlichkeiten, hier kurz vor Aktion (v.l.n.r.): Flo KönigDaniel Messina, OR und Kay Richter. Leider nicht im Bild, mein (und Flos) ehemaliger Super-Lehrer Peter Kumpf – er stand zu diesem Zeitpunkt an der Bar 🙂

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Zum Abschluss noch ein Nostalgieschnippsel aus dem Jahr 1997, der „Song for a Black Cat“, sowie – nach derart viel geschlagenen Akzenten – ein ausgleichendes Zitat der Komponistin Sofia Gubaidulina aus dem letzten SZ-Magazin, das mir bei der Zugreise in den Schoß viel:
>>Im Staccato des Lebens kann die Kunst das Legato wieder herstellen.<<

Hey, von wegen Abschluß, Flo wies mich ja noch auf die Denise PlugIn Schmiede hin, im Speziellen auf das Noize PlugIn.
Wird ebenfalls getestet!
Und schon nach wenigen Sätzen verlasse ich das vertraute weiße Rauschen in Richtung „pink noise“…

SPre

November 26, 2019

Schönes Nostalgie-Umsonst-PlugIn bei Analog Obsession. Der SPre emuliert den Preamp und die Filtersektion eines alten EMU SP1200 und hat darüberhinaus auch noch die passende Pitch up/down (+/-12) mit an Board.
Oldschool Klangfärbung!

SPre_PROD

golden

Oktober 25, 2019

War die Woche über im absoluten Wohlfühl-Studio von Axel Reinemer (Jazzanova Recording Studio) und habe mich dank ausschliesslichem Oszillieren zwischen kreativem Trommen und Ausruhen komplett von Alltag und Gadgets entkoppelt.
Im Nachhall* kommen jetzt einige Tipps und Entdeckungen hoch:

– Essen im Michelberger Hotel ist besonders (lecker). Weiss nicht, warum ich gerade
dort beim Frühstücken darüber nachgedacht habe, mal so zu essen wie ein DJ Platten ineinander mixt – sprich verschiedene Buffet-Bausteine auch auf untypische Weise zu überlagern – wenn klassischerweise Butter und Marmelade auf dem Brot landen, könnten dort ja mehrere Marmeladensorten aneinander gereiht oder ein Schokoaufstrich mit was Beerigem kombiniert werden, gar Rührei zusammen mit Hummus im Mundraum vermengt werden… – ist vermutlich der Nähe zur kürzlich beendeten Hattler-Tour geschuldet (Hellmut experimentiert mit Frühstücksangebot eigentlich immer schon sehr neugierig).
– Das Isotope PlugIn RX7 soll das perfekte Tool sein, um übersprechen Clicktracks unmerklich entfernen zu können.

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– Berlin wartet aufs Echo – klasse!, ich mache das erheiternde Mauerfall-Quiz im Suedeutsche Magazin und freue mich wie ein König auf zu Hause und einen goldenen Herbst in Frankfurt!
* >>Ein schlauer Mensch mal gesagt: Du kannst das Leben nur vorwärts Leben. Und rückwärts verstehen.<< (aus Friedemann Karig „Dschungel“)