Archive for the ‘Tour’ Category

April in Paris

April 20, 2022

… ist großartig.

Die Stadt schmeckt wunderbar (1) und fühlt sich entspannt an (2) – dank ihrer Größe (3), wie ein sicherer Hafen, dank der Sonne und Metro-Surfen wie Urlaub am Meer.
Und so viel Kunst, Architektur und gute Gedanken (sprich Inspiration).
Oh man, wie konnte ich nur so lange Paris-abstinent sein?

Gestern las ich folgende Stelle in „Die Erfindung des Countdowns“ (Seite 110)
>>Einmal hatte einer einen anderen verpetzt, als der während der Klassenarbeit heimlich in sein Buch geschaut hatte. Hermann hatte nicht eingegriffen. Es komme nicht darauf an, wie viel Wissen einer herumschleppe, sondern was man damit anfangen könne, hatte er gesagt. Er selbst habe früher als Schüler oft Fragen zu historischen Jahreszahlen nicht beantworten können und dann habe es Schläge mit dem Rohrstock gesetzt. Und was habe ihm das gebracht? Nichts außer ein paar blauer Striemen. Seinetwegen könne jeder gerne seine Bücher benutzen, hatte er erklärt und sofort hatten die
Schüler in ihren Taschen gekramt.<<
und dachte dabei, dass mir Wissen dabei hilft, mich zu positionieren bzw. meine „Reiseroute“ zu entwickeln. Vor allem, dass mich das selbsttätig katalogisierte Wissen weiterbringt, sprich: persönliche Bestenlisten.

In diesem Sinn reihe ich einfach mal die tollen Entdeckungen aneinander, für mein nächstes mal oder für Dich:
(1) das siebtbeste Croissant (Carton, am Gare Du Nord), der Caramel-Eclair von Stohrer, die DePhazz-Gedächtnis Île Flottante (leider verpasst), European Coffee Trip (eh klar) und Haribo Orangina PIK…
(2) Rodin Museum (Außenbereich), 5 Freiheitsstatuen, der schönste Basketballplatz der Welt
(3) von hier aus gut zu ermessen: Sacré-Cœur, Eiffelturm Top Floor, Centre Pompidou Rolltreppe
(4) leider nicht genug Platz für Details…

Nach diesem schöne Foto von Andreas Neubauer, nächstes unbedingt dann auch in die Baguetterie!

Make Love, Not War

März 1, 2022
TV Mitschnitt unseres Konzertes am 18. Dezember 2005 im October Palace

Mit zwei CDs aus der Ukraine begann mein Trommeleinstieg bei DePhazz. Im Jahr 2003 hatte mich Flo Dauner gefragt, ob ich für ihn aushelfen mag und mir postwendend das aktuelle Konzertprogramm zukommen lassen, seine Sheets und den Livemitschnitt vom Vorjahr, aufgenommen im October Palace in Kiew. Diese Silberlinge wurden schließlich zu einem kosmopolitischen Versprechen, denn seit 2004 durfte ich mit dieser Kapelle viele Plätze der ehemaligen Sowjetunion bereisen, in der Ukraine und Russland alleine weit über 100 Konzerte geben, Land und Leute lieben lernen.
Ich freute mich auf jedes einzelne Konzert, weil immer ein Hauch von Abenteuer mitschwang, weil ich entlegenste Ecken der Welt entdecken durfte, die sich niemals in meinen privaten Reiseradar geschlichen hätten. Wir durften unsere Sound spielen und wurden mit viel Applaus und glänzenden Gesichtern belohnt. Die Liebe zur Musik hat jegliche sprachlichen oder politischen Grenzen gesprengt. Wobei auch ganz klar gesagt werden muss: die Herkunft der Mitreisenden war nie Thema, hatte keinerlei Relevanz – unser Monitorman Ilja kommt aus Moskau, über mehrere Jahre hatten wir eine ukrainische Booking-Agentur, ergo ukrainische TourbegleiterInnen; no problems, wherever we arrived! – so dass ich an dieser Stelle unbedingt nochmals betonen möchte: meine Wut gilt nicht den Russen, sondern allein dem Kreml und seiner perfiden Führungsriege!

Ich lese die schrecklichen Nachrichten und klicke mich als Gegengewicht durch meine Reiseberichte (ein paar Links dazu unten) und Erinnerungen. Es gäbe sehr viel zu erzählen, ich entscheide mich exemplarisch für ein eindrückliches Erlebnis aus Kiew, nämlich unser Konzert am Jahrestag des Maidanaufstands, am 22. Februar 2015:
Es war der Tourauftakt der DePhazz „Private“ Tour, die im (besagten) October Palace beginnen sollte. Wir kannten die Geschichte des Landes und es fühlte sich mehr als komisch an, in diesem Veranstaltungsort, der sich auf dem auf dem Majdan Nesaleschnosti („Platz der Unabhängigkeit“) befindet, an diesem traurigen Tag ein Konzert zu spielen. Erst recht, als wir nach dem Check-In im Hotel Ukraina gemeinsam mit Scharfschützen in den Aufzug steigen mussten, deren Ziel das Gebäudedach war. Erst recht als wir auf dem Fußweg zur Konzerthalle die aufgereihten Bilder aller Verstorben, die trauernden Menschen passieren mussten. Ich fühlte mich fürchterlich und unser Ansinnen völlig fehl am Platz. Doch der Auftritt, die Reaktion der Zuschauer und die anschließenden Gesprächen offenbahrten die andere Perspektive: nämlich, dass es sehr wohl wichtig ist, gerade in den dunkelsten Momenten, durch Musik Kraft gespendet, etwas Schönes gezeigt zu bekommen, dass auch dadurch die Hoffnung gestärkt wird und positive Ziele in den Fokus gestellt werden können.

In diesem Sinne trommle ich auch heute, morgen, immer! extra laut für den Frieden und hoffe auf ein schnellstmögliches Kriegsende, sowie konstruktive Lösungen für die Zukunft (und die Liebe).
❤️
#stopwar

Foto von Ulf Kleiner 22.02.2015

Noch ein paar Reiseberichte:

Aufheller im Februar

Februar 15, 2022

Abgesehen davon, wie sinnvoll es ist, krank oder angeschlagen auf Konzertreise zu gehen, ist der große Unterschied zum Corona-Damoklesschwert, welches derzeit permanent über jedem geplanten Bandausflug schwebt, dass man die Entscheidung nicht selbst treffen kann/darf: denn ein positives Testergebnis bedeutet mindestens sieben Tage Quarantäne.

Sprich, es fällt mir trotz großer Zuversicht nicht immer leicht, mich auf anstehende Konzerte zu freuen, ohne gleichzeitig nachzudenken, dass ich oder all die anderen sich doch kurz vor (oder während) der Tour anstecken könnten.
Das ist selbstverständlich überhaupt nicht zielführend.

Sehr hilfreich hingegen sind die gegebenen Konzerte selbst. Hier merke ich wie wichtig das Auftreten für mich und das Publikum ist, egal ob der äußere Rahmen durch diverse Einschränkungen spürbar verändert wurde. Die Bottom Line ist glasklar:
Live Musik tut mächtig gut! Es ist einfach großartig vor Menschen zu spielen 🙂
Und die Zukunft entsteht im Moment, Tag für Tag…

Jetzt freue ich mich auf den Nils Wülker Gig in Bochum (der letzte eines schönen Fünferblocks), bevor es im März bunt weitergehen wird.

Triva am Rande:
Gaffer Tape hilft. Auch wenn ich damit längst keine Felle mehr abklebe, freue ich mich nun über meinen reparierten Gürtel.
– Sonnenlicht ist ein schöner Stimmungsaufheller. Klaro, wissen wir alle. Gibt’s im Hotelzimmer keinen Balkon, werden die Fenster aufgerissen und mit Sesseln und der Bettdecke ein gemütlicher Arbeitsbereich geschaffen (der stark an Hans Castorp in Thomas Manns „Zauberberg“ erinnert). Vitamin D galore!
– Ich habe diese mal die Stewart Copeland Signature Snare dabei, der Meister selbst haut ein neues Buch raus: Stewart Copeland: Drumming in The Police and Beyond
– selbstverständlich habe ich mir Super Bowl Pausenshow mit Dr. Dre, Snoop Dogg, Mary J. Blige, Kendrick Lamar und Eminem angeschaut. Und sie anschließen heimlich mit den Auftritten von Prince (2007), Michael Jackson (1993) und Janet Jackson (2004) verglichen…


Da-Real-Nerd-Shit zum Schluss:
Beim Netzer Konzert in Stuttgart wurde das Noisegate des Basstrommelmikrofons beim Soundcheck versehentlich etwas zu lange geöffnet, so dass nach all den Schlägen, bei denen der Klöppel nach dem Anschlag zurückfederte, ein veritable Feedback entstand – einer 808 Kick nicht unähnlich.
Da jedoch die Bassdrumschläge, bei denen der Klöppel im Fell geparkt wurde, konkret und gut klangen, haben ich den technischen Umstand als „hidden intention“ angenommen und spielerisch im Konzert ausgenutzt.
Der nächste Schritt wäre folglich, sich Gedanken zu einer einfachen Reproduzierbarkeit dieser Möglichkeit zu machen. Beim Merlin-Gig hatte ich nicht einmal die Kick im Monitor, sprich, die Rückkopplung entstand durch die PA-Lautstärke, die zurück ins Bassdrum Mike rutschte und die schwingenden Felle in Bewegung hielt. Diese Faktoren werden je nach Venue und Anlagenstärke aber unterschiedlich ausfallen. Also denke ich über einen speziellen (weiteren) Monitor oder einen Transducer nach, der das Kick-Mike zum koppeln bringen kann. Die Kontrolle des Feedbacks (vor allem die Tonlänge) würde ich mit einem Noisegate regeln (bspw. mit meinem Alesis MicroGate), dass sich in meiner Reichweite befindet.
Zudem würde ich noch eine An/Aus-Möglichkeit für den „Feedbacker“ installieren (vielleicht ein Volumenpedal oder eine A/B Box), so dass das Rückkopplungssystem nicht durchgehend am Start ist und ich bei dynamischen Parts auch mal den Basstrommelklöppel entspannt aus dem Fell kommen lassen kann, ohne gleich ein Donner zu erzeugen…
Übrigens, Max Gebhardt hat zur selben Zeit ein ähnliches Konzept im Studio-Setting realisiert:


weniger fernsehen

Februar 3, 2022

>>Aber wirklich bedeutsam ist nur die Geschichte eines Songs. Die Musik in dieser Auswahl erzählt ein Märchen von Schönheit, Inspiration und Schmerz, mit den Stimmen des Gettos und der Vorstadt, der Kirche und des Schulhofs, Stimmen der Freude und der Trauer, manchmal Stimmen von solcher Schwermütigkeit und solchem Kummer, dass sie im Medium Pop fehl am Platze zu sein scheinen. Mögen diese Stimmen Sie dazu anregen, mitzuträllern oder zu tanzen, mögen sie Sie dazu inspirieren, zu verführen oder zu spüren oder aufzubegehren oder einfach nur etwas weniger fernzusehen.<<
Jonathan Lethem „Die Festung der Einsamkeit“ (Tropen 2004, Seite 435)

Jetzt, nachdem ich Jonathan Lethems Comic-und Musik-Ziegel zu Ende gelesen habe, kann ich mich entspannt einem neuen Mobilitätskonzept widmen (das dünne Taschenbücher bevorzugt):
Das kleinste Klappfahrrad der Welt, das Kwiggle, kommt aus Hannover und wird gerade auf Herz und Nieren getestet. Mich interessiert vor allem, ob ich damit und der Bahn entspannt zum Gig reisen kann, ohne auf meine Lieblingsbecken, Stocktasche und das obligatorische Effektboard verzichten zu müssen.
Die bisherigen Leerfahrten machten schon einmal großen Spaß. Heute übte ich mit angehängtem Samsonite – auch das funktioniert (selbst über heftiges Kopfsteinpflaster).
Als nächstes wird mit einer vorne eingehängten Ortlieb Satteltasche experimentiert, schließlich dabei noch die Beckentasche bzw. ein Beckenrucksack umgehängt, so dass ich dann hoffentlich am Samstag zum Netzer Gig in Stuttgart (teilweise) strampeln kann…

Dort spielen wir im Kulturzentrum Merlin, hochmotiviert und bestens gelaunt (siehe neues Pressefoto von WP Steinheißer):

klein, mini und prächtig

Dezember 3, 2021

Schönes Bild gestern Abend: Ich war auf dem Weg zum Proberaum. Vom Innenhof in dem das Carsharing Auto abgestellt war, hörte ich laute Musik und sah einen rauchend tanzenden Mann auf dem Balkon, hinter der Fensterscheibe einen weiteren, mit halbaufgesetztem Kopfhörer, auf den Mix bedachten. Der Sound versprühte kühle Eighties-Vibes. Passte leider hervorragend zum Wohnzimmer als notgedrungener Club-Ersatz. Immerhin fand die Party noch statt.
Der Titel des kleinsten Frankfurter Clubs wurde schönerweise am Vortag meinem 6qm Bunker-Quartier zugesprochen. Von Andreas Neubauer.

Bevor ich in den digitalen (also noch intimeren) Club von Jazz Montez eintauche (die Frankfurter Veranstalter haben ihre im Sommer veröffentlichte Debut LP nun auch Netz-zugänglich gemacht), möchte ich noch geschwind von meiner Ampelbegegnung mit dem kleinsten Faltrad, dem Kwiggle, erzählen: Es passt ins Zugabteil, funktioniert als Flugzeug Handgepäck und lässt sich als Jobrad vergünstigt finanzieren… in Zukunft also nur noch den Beckenrucksack als Gepäckstück beim Reisen??

The Orchestra

November 28, 2021

Jetzt wird DAS Orchester gelobt, beziehungsweise ein Trinkspruch auf das „Tbilisi Symphony Orchestra“ ausgesprochen, das unter der Leitung des einmaligen Vakhtang „Vato“ Kakhidze gestern in Georgiens Hauptstadt die zweite Version des DeCapo Materials (also: DePhazz mit vielen Instrumenten) realisierte.
Es war großartig (nach meinem Schüleraustausch 1990 und dem DePhazz Konzert 2015) mal wieder in dieses wundbare Land zu reisen. Ein kurzer Ausflug in etwas schrägen Zeiten, aber ungeheuer erfüllend (musikalisch wie kulinarisch) und wohltuend! (Quasi der direkte Beweis zu meiner Reiselektüre: Prof. Stefan Kölsch „Good Vibrations – Die heilende Kraft der Musik“).
Für einen stimmigen Drumsound im Konzertsaal habe ich wieder mein leisestes Beckenset, sowie alle vorhandenen Muffins und einen Donut für die Trommeln in den Koffer gepackt und die Stöcke sehr weit vorne angefasst 🙂

Im Flugzeug lief übrigens der fünfzehnminütige Kurzfilm „The Orchestra“ – auch er/es wird gelobt!

PS. während die Band in Tiflis probte hat Mastermind Pit ein neues Album, nämlich DePhazz „The Instrumental Versions“ in den digitalen Hörraum gestellt und es mit #extremelounge ge-tagt:

umsichtig durch den Tour-Herbst navigieren

November 22, 2021

Drei hilfreiche Erkenntnisse während der zwei wöchigen November-Tournee.


1. Greift die Fußmaschine nicht so richtig oder willst Du Deinen Basstrommelspannreifen schonen, hilft auf die Schnelle die VicFirth Pappummantelung (quasi nachhaltiges Weiterverwerten). The Perfect Pair!


2. Nach längeren Bahnfahrten und unangenehm umgeklappten Ohren, habe ich nun die helfend Hand meines HD25 Kopfhörers entdeckt.


3. Ich fand es gleichermaßen wohltuend und begeisternd, aber auch etwas verwirrend, vor vollem Haus aufzutreten (wo Politik und Medien doch laut eine entgegengesetzte Sprache sprechen). Vermutlich würde mich ein 2G plus Konzept für Innenräume noch einen Ticken besser fühlen lassen, aber das liegt nicht in meiner Hand. Dafür aber die zeitnahe dritte Impfung (die ich vorgestern tatsächlich direkt nach meiner Ankunft in F spätabends, spontan, zügig und völlig unkompliziert erledigen konnte).
Ich bin weder Arzt noch Forscher noch Fachmann, deswegen möchte ich auf die gute alte Mathematik hinweisen, die mir in der momentanen Situation (neben dem Bauchgefühl) bei der Orientierung hilft:
Vermutlich finden sich für jegliche Argumentationslinien und Pandemie-Entscheidung gut klingenden, stringent wirkende Belege. Da wir uns jedoch zunehmend in Filterblasen bewegen (Algorhitmen), ist es sehr schwer die Tragkraft der gefunden Argumente abschätzen zu können. Insofern muss einfach tiefer bzw. zahlenbasierter recherchiert werden: wieviele Fachleute vertreten die eine Meinung, wieviele die andere (Empirie, Stochastik, Prozentrechnung).
In puncto dritter Impfung verhält es sich für mich ähnlich wie mit der Zielführung eines Navigationssystems – sprich, wenn ich mich zu Beginn einer Reise dafür entschieden habe, dann vertraue ich diesem Ansatz eigentlich vom Start bis zum Ziel (Logik). So habe ich jedenfalls die dritte Runde erledigt und kann etwas befreiter nach Georgien weiterreisen…

Blink? Wink!

November 14, 2021

Ich lese gerade ein spannendes Buch – Tipp von Arne – Malcom Gladwells „Blink! Die Macht des Moments“ (Piper 2007).
Es widmet sich der Intuition, dem Bauchgefühl und versucht dem Leser anschaulich das adaptive Unbewusste zu erklären.

Gestern hatte ich mein Drumset gemütlich und gewissenhaft aufgebaut (eh klar, für ne Fernsehaufzeichnung schaut man besser nochmals nach, ob alle Schrauben gut zugedreht sind), Soundcheck gemacht – alles gut. Dennoch habe ich anschließend den hinteren Bühnenbereich nach einer zweiten Fußmaschine gescannt, tatsächlich hinter Bergen von Cases auch eine gefunden und diese sichtbar in den Gang gestellt – einfach so und ohne wirklichen Grund, denn ich habe ein relativ neues, smooth laufendes Tama HP50 Classic Pedal an der Kick. Dass man bei diesem Pedal den Filzkopf wechseln kann, da er einfach von einer schraubbaren Mutter gehalten wird, wusste ich nicht, dass sich auch diese Schraube im Laufe der Touren (und Busgerüttel) selbstständig lösen kann wusste ich ebenfalls nicht, habe es dafür im fünften Stück des Abends erfahren, als sich der Klöppel mitten im energetischen Gitarrensolo verabschiedete. Ich kickte den bloßen Metallstab selbstverständlich weiter gegen die Basstrommel – funktioniert sogar hörbar – und begann um Hilfe zu winken – wusste ja, dass es Ersatz gab 🙂

PS. jede Bassdrum (Geschichte) hat zwei Seiten. Für den makellosen Gegenpart steht das neue Frontfell mit dem GO Motiv des aktuellen Wülker Albums, das mir Volker Träuptmann (Drumsigns) expresshaft und punktgenau nach Leverkusen geliefert hat.

PPS. der Gig war dennoch toll, Kenny Garrett im Anschluß und mit Tama Kollege Ronald Bruner Jr. ebenso!
Lässt sich bestimmt irgendwo auf WDR nachsehen.

PPPS. heute Offday, daheim  🤙

Bus, Begeisterung, Bett

November 13, 2021

Die Tourtage sind lang, meist ähnlich (gemäß der oben genannten 3 B) strukturiert. Viel Gemeinschaft und immer wieder schöne kleine Überraschungen:
Wie beispielsweise die die zufällige Nachtlektüre, die mir die Hotelbibliothek zuspielt. Rilke in Worpswede, Herrndorf in Hannover.

Oder Albins Tech Talk Tipps: X-O Sample-Regal in Milchstraßen-Optik, Samples from Mars, Softube Curve Bender, sowie der Pawnshop Fund (HD25 für 39€) und der Musikbrunnen (wo es noch alte Tama Superstar Trommeln neu zu kaufen gibt!)

Jetzt läuft Miles‘ „Human Nature“ (vom Around the World Album) zur Einstimmung auf die heutigen Leverkusener Jazztage (im Doppelpack mit Kenny Garrett). So lässt’s sich tippen:

>>Und da lagen nun vor den jungen Leuten, die gekommen waren, um sich zu finden, die vielen Rätsel dieses Landes. Die Birkenbäume, die Moorhütten, die Heideflächen, die Menschen, die Abende und die Tage, von denen nicht zwei einander gleich sind, und in denen auch nicht zwei Stunden sind, die man verwechseln könnte.
Und da gingen sie nun daran, diese Rätsel zu lieben.<<
Rainer Maria Rilke, 1902

>>Fußball mit meinem Vater und seiner Gruppe, die seit knapp 50 Jahren zusammen spielt. Der Hausmeister hat in den Ferien die Schlösser an der Halle ausgetauscht, und ein Dutzend 70-Jähriger steigt hinten über den Zaun und marschiert und marschiert durch den halbmetertiefen Schnee auf dem Sportplatz zum Hintereingang, um mit der Begeisterung (und teilweise auch den Fähigkeiten) von Fünfjährigen eine Stunde zu kicken. So hatte ich mir mein Alter auch immer vorgestellt.<<
Wolfgang Herrndorf 27.12.2010

Eis im November

November 4, 2021

hey, danke HH ❤️ war mal wieder ne tolle Tour! Die geht – dank Deines am 12.11.21 erscheinenden Sundae Albums – glücklicherweise einfach weiter (zumindest auf den individuellen Abspielgeräten), so dass ich mich in neue Abenteuer stürzen kann.

05.11.21 DePhazz Erding 
07.11.21 Nils Wülker Reutlingen, franz.K 
08.11.21 Nils Wülker Kassel, Theaterstübchen 
09.11.21 Nils Wülker Freiburg, Jazzhaus 
10.11.21 Nils Wülker Osnabrück, Lagerhalle 
11.11.21 Nils Wülker Worpswede, Music Hall 
12.11.21 Nils Wülker Hannover, Pavillon 
13.11.21 Nils Wülker Leverkusen, Jazztage 
15.11.21 Nils Wülker München, Muffat Halle 
16.11.21 Nils Wülker Darmstadt, Centralstation 
17.11.21 Nils Wülker Oldenburg, Kulturetage 
18.11.21 Nils Wülker Hamburg, Stage 
19.11.21 Nils Wülker Berlin, Quasimodo
27.11.21 DePhazz & Tbilisi Symphony Orchestra GE-Tiflis

Mein Pedalboard läuft schon.
Es wurde aufgehübscht, wie man sieht, und trägt jetzt noch den tap tempo-baren Boss PH-3 Phaser Shifter – in Frontfellfarbe! Aber auch einen eine Corona AHA Erinnerung, so dass ich frohgemut und bestens gewappnet das Haus verlassen kann…