Archive for the ‘Tour’ Category

Instrumententausch!

Oktober 20, 2019

Gemischtes Doppel unter der Rubrik: Balsam für Körper und Seele in Cloppenburg!

Naherholung in der Waldsauna (bzw. Fertig-Nasszelle) und ein langer, gemeinsamer Jam mit vertauschten Rollen wirken revitalisierend.
So ein Proberaum hinter der Bühne (wie gestern im Kulturbahnhof) ist großartig, dort erfährt der Terminus Backstage eine ganz neue Qualität: Zwei Setups ermöglichen zweierlei Besetzungen, der Instrumententausch generiert Spielfreude, gute Laune, erstaunlicherweise auch eine risikofreudige Frische beim eigentlichen Konzert.
Ich würde sagen ab nächstes Jahr reisen wir mit HATTLER direkt als Festival!

Und als generelles Fazit: der eher fürchterliche/gefürchtete Coach-Kunstgriff („teambildende Maßnahmen“) macht auch im Familien ähnlichen Kontext Sinn, gemeinsam Machen = immer gut!

zwei Zottel

Oktober 10, 2019

Hellmut! Eins a Routing! Sowohl die gestrige Fahrt durch den Schwarzwald, als auch die heutige Reise über die Schwäbische Alb waren äußerst pittoresk. Zudem Überraschungen an allen Ecken.

Sei es im „Hotel am Bad“ oder in Form des MiniMuffs. Denn meine anfänglichen Bedenken bezüglich der Halteklammer kann ich dank intensiver Überprüfung getrost vergessen – der kleine Zottel wird perfekt am Spannreifen gehalten und lässt sich  – dank des Magneten  – mit links, elegant und musikalisch auf den Punkt steuern:
an/aus – – – an/aus – – – an/aus
Bin begeistert!

verWeil‘ am Rhein!

Oktober 10, 2019

Hey, Gigs in Lörrach haben was! Eine schöne Venue, zudem die Nähe zu Basel, Weil am Rhein und Riehen – sprich Rheinschwimmen (asap), Vitra Design, Zaha Hadid und die erholsame Fondation Beyeler.
Ich konnte jedenfalls VOR und NACH dem Hattler Konzert im Burghof mächtig viel Inspiration einpacken, was meine Gedanken, die Gespräche unterwegs, selbst mein Traumgeschehen angenehm färbt…
Kommentarlos hier ein paar Snippets, die im Idealfall vielleicht auch bei Dir, lieber Lesender, was bewirken??

Resonating Spaces
>>Die englische Schreibweise des Titels verdankt sich der Bedeutung des Wortes »resonating« und »resonance«, die offener bleibt als der deutsche Begriff »Resonanzraum« und die sowohl physikalische Phänomene bezeichnet, die zur Erzeugung von Klang führen, als auch das Hervorrufen von Bildern, Erinnerungen oder Emotionen anspricht.<<

(Leonor Antune, Silvia Bächli, Ausschnitt vom Ausstellungsplakat)

(im Garten sitzen – wie daheim, Winkelarchitektur, traumhaftes Tankstellenhäuschen von Jean Prouvé)

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

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Als Gegengewicht lege ich noch zwei spannende Bücher ins Hotelbett (Stephan Emigs vielversprechendes Paket über die „Fünf Wege zu mehr Musikalität„, sowie einen alten Glauser) und verlinke Peter Unfrieds Erklärung zur Position von Jonathan Safran Foer, der sagt, dass wir zwar von der Erderhitzung wissen, aber nicht an sie „glauben“.

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#head2heart

…Hauptsache Italien!

Juni 10, 2019

Relativ schlafloses Hattler/DePhazz Konzertwochenende – da es entweder Frühstück „nur bis neun!“ gab, die frühe Flugreise einer nächtlichen Heimfahrt bedurfte, schließlich auch noch äußerst umweghaft (Mailand anstatt Pisa) umgebucht werden musste, um den toskanischen Konzertplatz überhaupt noch erreichen zu können – dennoch gab es immer wieder schöne Plätze zum Auftanken:

Derweil grüßte Pit Baumgartner aus der Heimat mit einer Tourerinnerung bzw. den eindeutigen Vorzügen des Nightliners.

Letztlich wurde auch noch ein einfaches Hilfsmittel gefunden, den abrutschenden Laptop während der Show zu bremsen, nämlich den Silikon Tastaturschutz…

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PS. und die Süddeutsche berichtete über „Ikigai„!

BopPad Ableton Remote

Dezember 6, 2018

Im Zuge der Einwechslung in die Decade-Tour ging es neben dem Drumpart auch um die Steuerung der Ableton-Zuspielung. Sprich, bei einigen Songs eine zusätzliche elektronische Begleitung zu starten (die in Form einer Stereosumme zum FOH und zusätzlich mit monofonem Einzähler-Click für die InEar-Hörer der anderen Musiker versendet wird) und je nach Song bei bis zu drei Cues in die entsprechenden Formteile zu wechseln.
Der eigentliche Nils Wülker Schlagzeuger Simon Gattringer hat dafür die Key-Commands Pfeiltasten und Enter auf der Laptoptastatur mit der linken Hand gedrückt. Eigentlich ein minimalistischer Ansatz der mir gut gefällt. Da für mich aber einiges an Neuen zu bewältigen war, suchte ich nach einer trommelbaren Variante.

Hier kommt das BopPad ins Spiel.

Mittlerweile habe ich dafür die perfekte Verpackung (eine gebrauchte Crumpler 13“ Laptophülle), sowie eine reisefreundliche Halterung gefunden (Tama Multiclamp plus LCYE Cymbal Holder), die an der Hihatmaschine festgemacht wird. Zudem dank einer Plastikunterlagscheibe das Schraubgewinde der BopPad-Halterung in den Griff bekommen (dieses hatte sich zuvor derart festgezogen, dass beim Abschrauben nur noch die Rohrzange geholfen hatte).

 

 

Die Schwierigkeit der BopPad Fernsteuerung liegt in der Begrenzung auf vier BopPad Presets bzw. 4 x 4 schlagbarer Events.
Bei meinen eigenen Projekten habe ich dadurch einen guten Weg gefunden, indem ich mittels Controller (K-Mix) pro Song eine Szene starte, mit dem BopPad dann jeweils dessen vier Pads zur Steuerung von bis zu vier Loops verwenden kann. Dabei sendet das BopPad pro Pad immer dieselbe Midinote, aber mit dem Szenestart wird diese (dank automatisiertem Pitch PlugIn) vor dem Loop ausführenden Drumrack direkt transponiert. Um den Drumrack-Loop  an und auszuschalten hilft das M4L PlugIn Note Toggle Drumrack Loop von Abletondrummer Tobi.

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Im aktuellen Fall geht es nun aber darum, verschieden Szenen mit dem BopPad zu triggern, im Idealfall mit einer gleichbleibenden Logik (Pad1 triggert Cue1… Pad4 triggert Cue4).

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Da ich kaum Zeit hatte, bin ich bei folgenem Ansatz gelandet:
Ich wähle die Song-startende Szene mit der Pfeiltaste an und starte sie mit Enter. In dieser Szene ist auch ein Midiclip, der dem BopPad den ProgramChange mitteilt, welches seiner vier Presets verwendet werden soll.

Leider muss ich mit dieser Lösung nach vier Playbacks den Ableton-Song wechseln – egal, denn hier geht es ja nur um insgesamt sieben Titel mit Computer-Begleitung.

PS. wie auf dem Foto zu erkennen ist, experimentiere ich gerade mit dem JHS Panther Cub V2 Delay – einer tap-baren analogen Eimerkette, die mir gut gefällt (obwohl bzw. gerade weil sie nicht in die Selbstoszillation rutscht).

Auch am Big Fat Snare Drum Donut habe ich Gefallen gefunden.

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PPS. Selbst unterwegs kann der 6.12. speziell sein. So stand nicht nur vor der Hotelzimmertüre ein schokoladiger Nikolaus, auch Daniel Stiers wunderbare Offenbach-Fotostrecke im Zeitmagazin (29.11.18) erzeugt ein warmes Bauchgefühl im Bus

PPPS: noch ein intensiver Song mit viel Spielfreude – war neuliche eine eins a Einstimmung für den Gig – für all die ungefüllt gebliebenen Schuhe:

PPPS. wäre auch schön, ein verspielt-vertäumter (Nikolaus)tag à la Egon Schiele (aus Florian Illies „1913“)

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aushelfen, feiern, Bass spielen, gewählt werden

Dezember 2, 2018

Der kurzfristige Quereinstieg kostet immer mächtig viel Kraft und Konzentration, aber deutlich mehr Rock’n Roll ist ein Kindergeburtstag im Rutschenparadies, mit anschließender Übernachtungsparty…

In beiden Extremsituation jedoch hilfreich: ein gutes Buch zum Runterkommen (momentan Illies‘ 1913), oder ein kleiner Bassgroove kurz vor dem Einschlafen.
Hurra, endlich ist wieder ein Preci im Haus!

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Aber hey: heute ist Offday, gemütlicherweise erster Advent und nach der eben eingetrudelten Nominierung bei der Wahl zum „E-Drummer of the year“ auch alles weitere eindeutig angenehm 🙂

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IDee Jazz und das ungehörte Pad Fill-In

November 12, 2018

Das Zeitgefühl ist speziell, für mich jedenfalls alles andere als linear. Beim Musikmachen gibt es diesbezüglich glücklicherweise ein paar helfende Kunstgriffe, bei der letzten Reise ist es mir aber wieder mal völlig entglitten.
OK, es waren vier Tage mit vier unterschiedlichen Kapellen. Sprich, im Kopf musste Tag für Tag der Schalter (der Setliste entsprechend) neu umgelegt werden, beim Reisen immer wieder abgewogen werden, wann die Fahrzeit zum Ausruhen/Schlafen, wann zur Vorbereitung genutzt werden sollte – letztlich verabschiedet man sich dadurch ruckzuck von der klassischen Tag und Nacht Unterteilung…

Anyway, dank bestmöglicher Ernährung, unterstützender Momente* und Mentalideen**, hat es bestens funktioniert, dass die nötige Energie zum jeweiligen Konzertbeginn parat war.
Und ich hatte großen Spaß mit Hattler (im vollen und emotional aufgewühlten Franz K.), mit Peter Wölpl beim 29. Münchner Jazzfest (sogar gezeichnet!), mit DePhazz auf dem IDeeJazz Festival im estnischen Narva und schließlich mit Fola Dada (Ulf Kleiner, Joo Kraus und Krischan Frehse) bei den Frankenthaler Jazztagen.

Mein Blog relevantes Highlight jedoch war folgende Vocal-Dub-Neuentdeckung:
Ich musste ja hinsichtlich meines elektronischen Equipments einen Kompromiss finden,  der allen Bands gerecht wird ohne die flugbestimmten 23 Kg zu überschreiten.
So habe ich letztlich nur meinen Rechner, Boss Echo und A/B-Box, sowie Keith McMillens K-Mix und BopPad eingepackt (also die Luminos W Abteilung).
Für Hattler war nur mein RME Babyface zu ersetzen, bei Fola brauchte ich lediglich Echodrums ohne Computer, aber für den DePhazz-Gig musste ich etwas tüfteln:
Zuerst musste der K-Mix die Funktion meines sonstigen InEar-Mixers übernehmen (drei Kanäle für Clicktrack, Playback und Monitor-Feed). Das Drum-Delay verkabelte ich direkt (e604 in A/B-Box > Input A  RE-20 > DI-Box), für die Vocal-Dubs von Pat schickte ich ihr gesplittetes Signal durch Ableton, um es dort – gefangen von einem Gate – via Stockschlag auf das BopPad – so lässt sich dank des Sidechain das Gate öffnen – freizulassen bzw. in den Input B des Echogeräts zu schicken.
Im Prinzip dieselbe Architektur wie bei den Reverb-Shots mittels Ableton/e-Pad.
Auch wenn dieser Ansatz anders funktioniert, als wenn ich für die gewünschte Dauer des Gesang-Schnippsels einen Send-Button drücke, klingt das häppchenweise gesendete Signal sehr dubbig. Die Formel lautet: je länger der Wortbeitrag sein soll, desto länger muss ich auf das Pad einschlagen, je zusammenhängender, desto schneller…
Fühlt sich vor allem organisch an, wenn einfach im Tempo nur eine unhörbares Fill-In auf dem Pad getrommelt werden muss!

Ach ja, ein schönes Bassdrop-Sample wollte ich selbstverständlich auch triggern können. Letztlich wurde die obere Hälfte des BopPad Kreises zum Dubben, die untere zum „Boomen“ vorbereitet.
das war nun mein heimlicher Beitrag zum diesjährigen Ableton Loop Summit

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* Geburtstags-Schneckennudel mit Patenkind Iria, die Schlussphase von Bayern München gegen Dortmund, russisch kommentiert (Narva liegt direkt an der Grenze), frühmorgentliches Tischtennis mit Ulf im Flughafen von Tallinn, „world’s cosiest airport“ (die Platte muss in der pingpongmap.net noch nachgetragen werden).

* * … und immer wieder angelesene Schlauheiten, diesmal aus David Schalkos „Frühstück in Helsinki“:
>>Mit geschlossenen Augen saß sie auf einer kleinen Anhöhe und starrte auf die Felsbrandung von Eastbourne.
– Was machst du hier?
– Ich genieße die Luft des Meeres.
– Aber hier ist doch kein Meer.
– Wenn du mit offnen Augen nichts sehen kannst, dann solltest du sie schließen, Idiot.<<

aufgeräumt

Oktober 25, 2018

Oh man, ich hatte mir immer eine Lösung für die herunterbaumelnden Gurtstraffer des Meinl Beckenrucksacks (MCB22) gewünscht. Gestern habe ich seit Jahren mal genauer hingeschaut und bemerkt, dass die Lösung immer schon vorhanden war…

der fahrbare Proberaum

Oktober 22, 2018

Gleb erzählte mir neulich von Cosmo Klein und seinem Session-fähigen Wohnmobil.
Super – ich liebe die (Einschlaf-) Vorstellung vom „Schlagzeug im Mobile Home“ und auch Hymer Wanderdünen gefallen mir, vor allem die alten Bedford Blitz und Hymer S660.

Von Brian Frasier Moore schaue ich mir gleich noch folgenden Klangoption ab:
linke Hand spielt Rimclick, der rechte Stock spielt auf dem linken Sidestick einen Buzzroll:

#vanlife

Rettungsanker Bassspielen

Oktober 2, 2018

Hurra! Am Samstag gehen – der Musik sein Dank! – HATTLER wieder auf Tournee**. Der „Teaser“ (mit Moritz Müller und O.R. hinter verschiedene Schlagzeugen) zum aktuellen Album („Velocity„) ist auch der Opener meines aus der Ferienhüfte geschossenen Herbstmixes*:

Zuvor, am Freitag den 05.10., gibt es noch ein spannendes elektrifiziertes Intermezzo in Herrenberg mit Martin Johnson, Christian Meyers und Videokünstlern (-> sollte ich dafür vielleicht noch ein paar Free Sounds from the Polish Radio Experimental Studio oder den Casio-Alike-Ad-hoc-M4L-Sampler herunterladen?)

*Tracklist:
Hattler „Teaser“ (2018)
Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963)
Kraftwerk „Taschenrechner“ (1981)
Kraftwerk „Elektrisches Roulette“ (1973)
Mac Miller „In the Morning“ (2013)
Fola Dada „Bittersweet“ (2018)
Mac Miller „What’s the use“ (2018)
Bill Withers „Don’t make it better“ (1978)
Brad Mehldau „After Bach – Ostinato“ (2018)
Chet Baker „Autumn Leaves“ (1974)

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