Archive for the ‘Tour’ Category

IDee Jazz und das ungehörte Pad Fill-In

November 12, 2018

Das Zeitgefühl ist speziell, für mich jedenfalls alles andere als linear. Beim Musikmachen gibt es diesbezüglich glücklicherweise ein paar helfende Kunstgriffe, bei der letzten Reise ist es mir aber wieder mal völlig entglitten.
OK, es waren vier Tage mit vier unterschiedlichen Kapellen. Sprich, im Kopf musste Tag für Tag der Schalter (der Setliste entsprechend) neu umgelegt werden, beim Reisen immer wieder abgewogen werden, wann die Fahrzeit zum Ausruhen/Schlafen, wann zur Vorbereitung genutzt werden sollte – letztlich verabschiedet man sich dadurch ruckzuck von der klassischen Tag und Nacht Unterteilung…

Anyway, dank bestmöglicher Ernährung, unterstützender Momente* und Mentalideen**, hat es bestens funktioniert, dass die nötige Energie zum jeweiligen Konzertbeginn parat war.
Und ich hatte großen Spaß mit Hattler (im vollen und emotional aufgewühlten Franz K.), mit Peter Wölpl beim 29. Münchner Jazzfest (sogar gezeichnet!), mit DePhazz auf dem IDeeJazz Festival im estnischen Narva und schließlich mit Fola Dada (Ulf Kleiner, Joo Kraus und Krischan Frehse) bei den Frankenthaler Jazztagen.

Mein Blog relevantes Highlight jedoch war folgende Vocal-Dub-Neuentdeckung:
Ich musste ja hinsichtlich meines elektronischen Equipments einen Kompromiss finden,  der allen Bands gerecht wird ohne die flugbestimmten 23 Kg zu überschreiten.
So habe ich letztlich nur meinen Rechner, Boss Echo und A/B-Box, sowie Keith McMillens K-Mix und BopPad eingepackt (also die Luminos W Abteilung).
Für Hattler war nur mein RME Babyface zu ersetzen, bei Fola brauchte ich lediglich Echodrums ohne Computer, aber für den DePhazz-Gig musste ich etwas tüfteln:
Zuerst musste der K-Mix die Funktion meines sonstigen InEar-Mixers übernehmen (drei Kanäle für Clicktrack, Playback und Monitor-Feed). Das Drum-Delay verkabelte ich direkt (e604 in A/B-Box > Input A  RE-20 > DI-Box), für die Vocal-Dubs von Pat schickte ich ihr gesplittetes Signal durch Ableton, um es dort – gefangen von einem Gate – via Stockschlag auf das BopPad – so lässt sich dank des Sidechain das Gate öffnen – freizulassen bzw. in den Input B des Echogeräts zu schicken.
Im Prinzip dieselbe Architektur wie bei den Reverb-Shots mittels Ableton/e-Pad.
Auch wenn dieser Ansatz anders funktioniert, als wenn ich für die gewünschte Dauer des Gesang-Schnippsels einen Send-Button drücke, klingt das häppchenweise gesendete Signal sehr dubbig. Die Formel lautet: je länger der Wortbeitrag sein soll, desto länger muss ich auf das Pad einschlagen, je zusammenhängender, desto schneller…
Fühlt sich vor allem organisch an, wenn einfach im Tempo nur eine unhörbares Fill-In auf dem Pad getrommelt werden muss!

Ach ja, ein schönes Bassdrop-Sample wollte ich selbstverständlich auch triggern können. Letztlich wurde die obere Hälfte des BopPad Kreises zum Dubben, die untere zum „Boomen“ vorbereitet.
das war nun mein heimlicher Beitrag zum diesjährigen Ableton Loop Summit

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* Geburtstags-Schneckennudel mit Patenkind Iria, die Schlussphase von Bayern München gegen Dortmund, russisch kommentiert (Narva liegt direkt an der Grenze), frühmorgentliches Tischtennis mit Ulf im Flughafen von Tallinn, „world’s cosiest airport“ (die Platte muss in der pingpongmap.net noch nachgetragen werden).

* * … und immer wieder angelesene Schlauheiten, diesmal aus David Schalkos „Frühstück in Helsinki“:
>>Mit geschlossenen Augen saß sie auf einer kleinen Anhöhe und starrte auf die Felsbrandung von Eastbourne.
– Was machst du hier?
– Ich genieße die Luft des Meeres.
– Aber hier ist doch kein Meer.
– Wenn du mit offnen Augen nichts sehen kannst, dann solltest du sie schließen, Idiot.<<

aufgeräumt

Oktober 25, 2018

Oh man, ich hatte mir immer eine Lösung für die herunterbaumelnden Gurtstraffer des Meinl Beckenrucksacks (MCB22) gewünscht. Gestern habe ich seit Jahren mal genauer hingeschaut und bemerkt, dass die Lösung immer schon vorhanden war…

der fahrbare Proberaum

Oktober 22, 2018

Gleb erzählte mir neulich von Cosmo Klein und seinem Session-fähigen Wohnmobil.
Super – ich liebe die (Einschlaf-) Vorstellung vom „Schlagzeug im Mobile Home“ und auch Hymer Wanderdünen gefallen mir, vor allem die alten Bedford Blitz und Hymer S660.

Von Brian Frasier Moore schaue ich mir gleich noch folgenden Klangoption ab:
linke Hand spielt Rimclick, der rechte Stock spielt auf dem linken Sidestick einen Buzzroll:

#vanlife

Rettungsanker Bassspielen

Oktober 2, 2018

Hurra! Am Samstag gehen – der Musik sein Dank! – HATTLER wieder auf Tournee**. Der „Teaser“ (mit Moritz Müller und O.R. hinter verschiedene Schlagzeugen) zum aktuellen Album („Velocity„) ist auch der Opener meines aus der Ferienhüfte geschossenen Herbstmixes*:

Zuvor, am Freitag den 05.10., gibt es noch ein spannendes elektrifiziertes Intermezzo in Herrenberg mit Martin Johnson, Christian Meyers und Videokünstlern (-> sollte ich dafür vielleicht noch ein paar Free Sounds from the Polish Radio Experimental Studio oder den Casio-Alike-Ad-hoc-M4L-Sampler herunterladen?)

*Tracklist:
Hattler „Teaser“ (2018)
Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963)
Kraftwerk „Taschenrechner“ (1981)
Kraftwerk „Elektrisches Roulette“ (1973)
Mac Miller „In the Morning“ (2013)
Fola Dada „Bittersweet“ (2018)
Mac Miller „What’s the use“ (2018)
Bill Withers „Don’t make it better“ (1978)
Brad Mehldau „After Bach – Ostinato“ (2018)
Chet Baker „Autumn Leaves“ (1974)

**
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Fahrgeschäfte

September 17, 2018

Techtalk
1. Redundanz:
Ich habe in den letzten Jahren gerne schnelle SD Karten als Backup-Speicher mitgeführt, dank des Tipps von Klaus Scharff (Kombination aus Micro SD und MacBook Adapter) stehen sie jetzt nicht mehr über 🙂
2.  Strom:
a. Aus dem stereophonen Kopfhörerausgang des RME Firefaces werden Clicktrack und Playback zu meinem kleinen Monitormischpult geschickt, der Click-Kanal darüberhinaus nochmals gesplittet, damit er auch im Pult des Bassisten pulst. Komischerweise gab es dabei immer wieder mal brummende Kanäle.
Hier verhilft uns nun der Lehle P-Split-II zu einer klaren Verbindung!
b. Die Voodoo Lab Stromversorgung (für SPD::One und RE-20) tut ein Weiteres, um Netzteilbrummen zu vermeiden.
c. der interne Subbass/Boom-Sound des SPD::One Electro gefällt mir gut, vor allem da er sich mittels Pitch-Poti in jedem Raum schnell anpassen lässt. Es ist zudem hilfreich zu wissen, wo bzw. wie sich Threshold und Sensivity regulieren lassen
d. Output-Level und Klang der Roland/Boss-Geräte lassen sich durch hochwertige und aktive DI-Boxen deutlich verbessern!
e. Yo! Mein alter Little Lehle-II kann auch bei einem DI-Box Engpass aushelfen
PS. das ich alles Elektronische in Black White Mono höre/spiele, versteht sich von selbst!

 

Neuentdeckungen
1. die Lido Terrasse in Berlin. Und in Hamburg wohnt jetzt ja meine Schwester Jule – da schmeckt der Galão gleich doppelt gut!
2. der Philosophen Spaziergang in Heidelberg
3. vor dem Kölner Stadtgarten, die Trennwand zwischen Pop- und Jazzproduktion:
Nightliner (DePhazz) vs. Transporter (Wood Brothers)
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4. Das Café Marcel im Freiburger Stadtgarten und Henry Moores „Liegende“ vor der Uni
5. Das perfekte Sprungbrett in den Bodensee (im Bregenzer Mili)

 

 

 

 

 

 

6. Dem Sommer entspannt „auf Wiedersehen“ flüstern und sich dabei noch ein wenig durch München treiben lassen (Stilleben von Ulf Kleiner)
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7. Wien: Der „überstürzte Neumann“ und Hotel Daniel, sind beide klasse, die „Drei Hacken“ gegenüber vom Pory & Bess eh!
8. Prag: immer wieder very Disney, dennoch berührend. Und nächstes mal werden die Trdelník getestet.
X. Unser Merchandiser David Ernst zeichnet auch (toll!)

spannender Fremdsound
Ich höre mir die Tipps von Joo Kraus durch – wie beispielsweise Jim Halls 75er Concierto oder Chet Bakers „She was too good for me“ (beide mit Steve Gadd) oder Bill Withers „‚Bout Love“ mit Russ Kunkel* und Walter Bishop Jr.,  Rolfs Wink (Mac Miller & Thundercat), aber auch die SWR Produktion „100 Jahre Schlagzeug – Wie das Drum Kit die Musik verändert hat„, sowie diverse Querverweise aus der Bartos Biografie, u.a. Maurico Kagels „Match“ aus dem Jahr 1964 oder Herbert Eimert „Einführung in die Elektronische Musik“ (1963):

Ach ja, den ungarischen Schlagzeuger und Dirigenten Domonkos Héja wollte ich noch auschecken, ebenfalls den anderen Ungarn, Ferenc Nemeth (mit seinem Becken-losen Kit!) und die Lernbeobachtungen von Malte Burba auch…

Attitude
*Im Modern Drummer Interview prognostizierte Russ Kunkel 1984:
>>Simmons drums do have a finite amount of sound within them. So eventually, after everyone uses it for five or ten years, there’ll be something else. You’re not going to replace the acoustic guitar and you’re not going to replace the acoustic drums. But I like all the electronic drums. The only thing that bothers me is that everybody loves it and everybody really uses it, so it’s going to be overused. It’s probably reaching that point now. The drum machine duplicating real drum sounds and eliminating the hassles of dealing with a drummer and getting a drum sound is going to be around for a long time because it’s a time-saver.<<

elegantes Abschlussfoto

Tourbegleitung

August 30, 2018

Letzte Vorbereitungen, packen und dann zum Tourstart nach Berlin bzw. ab auf die Straße – was wir dieser Tage wichtigerweise eigentlich alle in irgendeiner Form tun sollten!*

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Leider habe ich für Ereignisse in Chemnitz auch nicht das unmittelbar wirkende Antiserum auf Tasche, dafür aber ganz klare Worte mit denen ich mich immer wieder laut und deutlich gegen rechte Gewalt, Neonazis und Rassismus aussprechen kann/muss, vielleicht auch meinen aktuellen Erziehungsratgeber von Haim Omer (beispielswiese für die Regierungs-Etagen) über das Konzept der Neuen Authorität?, auf jeden Fall: viel Musik (Digital-Konserve und Konzerte), good vibes für einen klaren Kopf, zum Kraftschöpfen und so…

MXXWLL „Intro“ (2017)
Jaco Pastorius „Portrait of Tracy“ (1975)
Charles Mingus „Self-Portrait In Three Colors“ (1959)
Jon Hassell „Empire V“ (1983)
Massive Attack „Five Man Army“ (1991)
Kendrick Lamar „Swimming Pools (Drank)“ (2012)
RAD „Be With You“ (1997)
Louis Cole „Real Life“ (2018)
MXXWLL „Lifted“ (2017)
Zoot Woman „Jessie“ (2001)
Faramarz Payvar & Ensemble „Dastgah Chahargah“ (1974)
Family Construction „Better Dreams““ (1994)
Johnny „Guitar“ Watson „Booty Ooty“ (1980)
8 Doogy Moto „Dakewa (2002)“ -> drums: Heinrich Köbberling!
ADHD „IFE“ (2010)
Dwele Feat. Slum Village „A.N.G.E.L. (Reprise)“ (2003)
African Hustle „Mombasa“ (1977)
Womack & Womack „Conscience“ (1988)

PS. ebenfalls tourbegleitend ist dieses schöne Tama Fat Spruce Set, tatsächlich das von Ralf Mikolajczak für die STICKS 9-10-2018 getestete Exemplar, dessen Sound er im Fazit anschaulich beschreibt:
>>Die Drums des ltd. Edition Tama S.L.P. Fat Spruce Sets haben einen sehr feinen, eleganten und eigenen Klangcharakter. […] Hier wird ein warmer und resonanter Sound mit großer Tuning Range und guter Dynamik geboten.<<

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* hey Frankfurter: wie wär’s mit Rock gegen Rechts vor der Alten Oper am Samstag, 1.9.?

 

Sommer/Ferien¡

Juni 25, 2018

Seitdem Levi die Schule besucht, freue ich mich über jeden Ferienausruf wie früher.
Der Gig vom Samstag bot die perfekte Rampe für einen Sommerurlaub – mit dem Carsharing-Cabrio* zum Yachtclub, dann ausgedehnt tanzen, feiern, freuen, klappern. Das Reiserahmenprogramm liegt ohnehin schon parat – sprich, ich wäre bereit 🙂

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Wer jetzt (noch) keine Ferien machen kann, dem empfehle ich den Lunch-Break nach Chicagoer Vorbild:

* Ich bin echt begeistert, dass alles Equipment ins Smartcabrio passt – OK, ich hatte auch keine große Wahl, da alle anderen Mini-Flinkster wohl fussballfeiertechnisch ausgebucht waren. Wie dem auch sei: kleine Karre, großer Sound!

Yachtclubbing

PS. und nach dem Ausruhen geht’s mit neuem Duktus? wunderschön, fantastisch und sehr, sehr großartig, vor allem WERBEFREI weiter!

reiseweise

Mai 30, 2018

 

Lesen und Bewegung! >>Ich ließ Musik laufen und dachte an nichts Besonderes, denn so einfach ist es manchmal, statische Gedanken entstehen in statischen Körpern; werden die Körper in Bewegung gesetzt, bewegen sich auch die Gedanken.<<
Karl Ove Knausgård („Im Frühling“ 2018, Seite 82)

Abwechslung! Barcelona vs. Frankfurt: egal ob Tag oder Nacht, ob Mies van der Rohes Möbel Ikone oder Girsbergers Eurochair – ich komme freudig und mächtig inspiriert nach Hause zurück und stelle fest, dass es sich a. wie absolut lohnt, den Alltag zu durchbrechen, b. wie beflügelnd es ist, mal fliegenleicht und ohne konkreten Auftrag zu reisen!

Interaktion! Art Farmer (Quartet feat. Jim Hall, 1963) vs. James Turrell (Deuce Coop, 1992)

 

>>The image is a container of wisdom and knowledge.<< Jordan Belson

Montage: Harry Smith („Heaven and Earth Magic“ 1957-62) vs. Walt Disney („How Disney Cartoons are made“, 1938)

Entspannung – beispielsweise K & K: Katzen und Kaffee (von Botero zu Nomad)

Weitblick bzw. reflections – immer gut! #cccb

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PS. und zu zweit ist’s doppeltschön 🙂

Kontrapunkte

März 24, 2018

Ich denke, wir sollten mit Luminos W öfters in Rumänien auftreten. Das Konzert in Iasi war grandios, was bestimmt stark an Land und Leuten liegt. In dem Fall war es  ein eher junges, aufgeschlossenes Publikum, das sich furchtlos dem Unbekannten stellte, kräftig mitfeierte, vereinzelt auch tanzte und am Ende mit wunderbar gerolltem R kleine Lobeshymnen ausstieß: „Ihr seid Zauberer“, „… eine Mischung aus Kraftwerk und (vergessen)“, „einzigartig, elektrisierend“, aber auch: „Wir hatten echt gezögert, zu kommen – denn ihr seid ja sooo alt – egal, es hat sich voll gelohnt! Danke“. Dieser letzte Satz kam von einer Erasmus-Studentin aus Mainz und hat mächtig ins Schwarze getroffen. Er wird umgehend dazu benützt im Mainzer Schon Schön einen Gig klar zu machen und unsere Bio von den Jahreszahlen zu befreien.

Irgendwie passte alles, da es neben unserem Soundtrack und Kulturspaziergängen auch ausreichend Zeit für die Kunst der Pause gab, ein Motto, das vom FIKA Kaffeehaus ausgegeben wurde, dank des Schneetreibens und der tollen Büglerin** auch stundenlang im Bett funktionierte.

Dass alle Show relevante Elektronik* nun ins Handgepäck passt, ist mein persönliches I-Tüpfelchen der Reise. In Zukunft werden waghalsige Flug-Umstiege mit einem Schulterzucken quittiert und sollte der aufgegebene Koffer mal nicht ankommen, no prob, dann müssen halt Stöcke, Becken, Zahnbürste vor Ort besorgt werden – easy!

* K-Mix, BopPad, Laptop, HD-25, Keine Delay, Boss A-B Box, alle Lade- und USB-Kabel, (CDs, der Pass und was zum Lesen)

** Heinrich SteinfestDie Büglerin“ (2018)
>>Die beiden bewegten sich, als marschierten sie durch einen Gang in der Luft, der seit Ewigkeiten bestand, allein zu dem Zweck, hier und heute durchschritten und letztlich auch geschlossen zu werden. Als sei dieser Gang – ähnlich wie in Kafkas Vor dem Gesetz – allein für dieses in ihrer Tanzbewegung kokonierte Paar errichtet worden. Es schien absolut keine Alternative zu bestehen, auch keine, die die Freiheit beinhaltet hätte, einen anderen Schritt zu tun als den, den man tat. Was ja umso frappanter war, als der Tango Argentino ohne ein festes Programm der Schrittfolge auskam, sich eher der »Haltung« der Tänzer und ihrem Miteinander ergab. Der Begriff des Fehlers hatte an dieser Stelle zu existieren aufgehört. Das heißt, der Fehler wurde nicht etwa im Zuge von Perfektion oder Routine vermieden, sondern er lag schlichtweg außerhalb der Möglichkeiten.<< (Seite 214)

>>Letztlich ist Tanzen eine der schönsten Arten, etwas gänzlich Sinnloses zu tun, bei dem man keinen Meter vorwärtskommt.<< (Seite 215)

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Jetzt fehlt nur noch das Schwarze Quadrat

Beweg meinen Popo

März 22, 2018

Vor 20 Jahren begann die Geschichte der Turntablerocker. Dabei erinnere ich mich an eine der spannenderen Touren und feiere mental mit!


Und da damals extra ein Plattenspieler in der Lounge des Nightliners aufgestellt wurde, nutze ich die restliche Freizeit des Nachmittags zum Hören und werde mich nach einem langen Stadtrundlauf durch Iasi noch durch die Musiktipps der letzten Zeit klicken:

Brad Mehldau „After Bach“, Nils Frahm „All Melody“, „Everything is Recorded“, „Bilder deiner großen Liebe: Ein großer Monolog mit Musik“, den Twitter Kanal des finnischen We Jazz Labels, die gerade zu jeder Stunde einen neuen Meilenstein posten, und Vulfpeck mit Nate Smith:
https://www.youtube.com/watch?v=72_zXigcOrA

PS. meinen Popo werde ich aber erst am Abend richtig bewegen!

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