Archive for the ‘Tour’ Category

Sommer/Ferien¡

Juni 25, 2018

Seitdem Levi die Schule besucht, freue ich mich über jeden Ferienausruf wie früher.
Der Gig vom Samstag bot die perfekte Rampe für einen Sommerurlaub – mit dem Carsharing-Cabrio* zum Yachtclub, dann ausgedehnt tanzen, feiern, freuen, klappern. Das Reiserahmenprogramm liegt ohnehin schon parat – sprich, ich wäre bereit 🙂

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Wer jetzt (noch) keine Ferien machen kann, dem empfehle ich den Lunch-Break nach Chicagoer Vorbild:

* Ich bin echt begeistert, dass alles Equipment ins Smartcabrio passt – OK, ich hatte auch keine große Wahl, da alle anderen Mini-Flinkster wohl fussballfeiertechnisch ausgebucht waren. Wie dem auch sei: kleine Karre, großer Sound!

Yachtclubbing

PS. und nach dem Ausruhen geht’s mit neuem Duktus? wunderschön, fantastisch und sehr, sehr großartig, vor allem WERBEFREI weiter!

reiseweise

Mai 30, 2018

 

Lesen und Bewegung! >>Ich ließ Musik laufen und dachte an nichts Besonderes, denn so einfach ist es manchmal, statische Gedanken entstehen in statischen Körpern; werden die Körper in Bewegung gesetzt, bewegen sich auch die Gedanken.<<
Karl Ove Knausgård („Im Frühling“ 2018, Seite 82)

Abwechslung! Barcelona vs. Frankfurt: egal ob Tag oder Nacht, ob Mies van der Rohes Möbel Ikone oder Girsbergers Eurochair – ich komme freudig und mächtig inspiriert nach Hause zurück und stelle fest, dass es sich a. wie absolut lohnt, den Alltag zu durchbrechen, b. wie beflügelnd es ist, mal fliegenleicht und ohne konkreten Auftrag zu reisen!

Interaktion! Art Farmer (Quartet feat. Jim Hall, 1963) vs. James Turrell (Deuce Coop, 1992)

 

>>The image is a container of wisdom and knowledge.<< Jordan Belson

Montage: Harry Smith („Heaven and Earth Magic“ 1957-62) vs. Walt Disney („How Disney Cartoons are made“, 1938)

Entspannung – beispielsweise K & K: Katzen und Kaffee (von Botero zu Nomad)

Weitblick bzw. reflections – immer gut! #cccb

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PS. und zu zweit ist’s doppeltschön 🙂

Kontrapunkte

März 24, 2018

Ich denke, wir sollten mit Luminos W öfters in Rumänien auftreten. Das Konzert in Iasi war grandios, was bestimmt stark an Land und Leuten liegt. In dem Fall war es  ein eher junges, aufgeschlossenes Publikum, das sich furchtlos dem Unbekannten stellte, kräftig mitfeierte, vereinzelt auch tanzte und am Ende mit wunderbar gerolltem R kleine Lobeshymnen ausstieß: „Ihr seid Zauberer“, „… eine Mischung aus Kraftwerk und (vergessen)“, „einzigartig, elektrisierend“, aber auch: „Wir hatten echt gezögert, zu kommen – denn ihr seid ja sooo alt – egal, es hat sich voll gelohnt! Danke“. Dieser letzte Satz kam von einer Erasmus-Studentin aus Mainz und hat mächtig ins Schwarze getroffen. Er wird umgehend dazu benützt im Mainzer Schon Schön einen Gig klar zu machen und unsere Bio von den Jahreszahlen zu befreien.

Irgendwie passte alles, da es neben unserem Soundtrack und Kulturspaziergängen auch ausreichend Zeit für die Kunst der Pause gab, ein Motto, das vom FIKA Kaffeehaus ausgegeben wurde, dank des Schneetreibens und der tollen Büglerin** auch stundenlang im Bett funktionierte.

Dass alle Show relevante Elektronik* nun ins Handgepäck passt, ist mein persönliches I-Tüpfelchen der Reise. In Zukunft werden waghalsige Flug-Umstiege mit einem Schulterzucken quittiert und sollte der aufgegebene Koffer mal nicht ankommen, no prob, dann müssen halt Stöcke, Becken, Zahnbürste vor Ort besorgt werden – easy!

* K-Mix, BopPad, Laptop, HD-25, Keine Delay, Boss A-B Box, alle Lade- und USB-Kabel, (CDs, der Pass und was zum Lesen)

** Heinrich SteinfestDie Büglerin“ (2018)
>>Die beiden bewegten sich, als marschierten sie durch einen Gang in der Luft, der seit Ewigkeiten bestand, allein zu dem Zweck, hier und heute durchschritten und letztlich auch geschlossen zu werden. Als sei dieser Gang – ähnlich wie in Kafkas Vor dem Gesetz – allein für dieses in ihrer Tanzbewegung kokonierte Paar errichtet worden. Es schien absolut keine Alternative zu bestehen, auch keine, die die Freiheit beinhaltet hätte, einen anderen Schritt zu tun als den, den man tat. Was ja umso frappanter war, als der Tango Argentino ohne ein festes Programm der Schrittfolge auskam, sich eher der »Haltung« der Tänzer und ihrem Miteinander ergab. Der Begriff des Fehlers hatte an dieser Stelle zu existieren aufgehört. Das heißt, der Fehler wurde nicht etwa im Zuge von Perfektion oder Routine vermieden, sondern er lag schlichtweg außerhalb der Möglichkeiten.<< (Seite 214)

>>Letztlich ist Tanzen eine der schönsten Arten, etwas gänzlich Sinnloses zu tun, bei dem man keinen Meter vorwärtskommt.<< (Seite 215)

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Jetzt fehlt nur noch das Schwarze Quadrat

Beweg meinen Popo

März 22, 2018

Vor 20 Jahren begann die Geschichte der Turntablerocker. Dabei erinnere ich mich an eine der spannenderen Touren und feiere mental mit!


Und da damals extra ein Plattenspieler in der Lounge des Nightliners aufgestellt wurde, nutze ich die restliche Freizeit des Nachmittags zum Hören und werde mich nach einem langen Stadtrundlauf durch Iasi noch durch die Musiktipps der letzten Zeit klicken:

Brad Mehldau „After Bach“, Nils Frahm „All Melody“, „Everything is Recorded“, „Bilder deiner großen Liebe: Ein großer Monolog mit Musik“, den Twitter Kanal des finnischen We Jazz Labels, die gerade zu jeder Stunde einen neuen Meilenstein posten, und Vulfpeck mit Nate Smith:
https://www.youtube.com/watch?v=72_zXigcOrA

PS. meinen Popo werde ich aber erst am Abend richtig bewegen!

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Vacation versus Touring

August 13, 2017

 

 

Sowohl als auch wunderbar: der „Blautopf“ von Gönningen, ein Autobahn Cappuccino im SirioGrill/Trens Ovest, freudige Interaktion in Belarus – Sommer!

that was sick, man!

Juni 22, 2017

So lautet die begeisterte Verabschiedung des Aufnahmenmenschen, könnte aber auch die Beurteilung meines CO2 Fussabdrucks sein: Montag früh ab nach Rio De Janeiro, Mittwochs wieder zurück ins tropenähnliche Frankfurt!
Und dazwischen etwas Sand in den Schuhen, die Info das der brasilianische Pass aufgrund der optischen Vielfalt seiner Nation der teuerste auf dem Schwarzmark sei und selbstverständlich der eigentliche Reisegrund, das einstündige Jazzanova Set für den Boiler Room, mit mächtig viel Energie und Club-Schweiss:

Für die kunstvolle Ruheecke des Backstage blieb leider keine Zeit…

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…auch dieses Postkartenidyll musste Aldo Colombo für mich knipsen – sprich, ich möchte da dringend nochmals (mit viel Zeit) hin!

PS. Dass für Stefan Zweig Brasilien das „Land der Zukunft“ war, lernte ich noch nebenbei im Flugzeugkino, auch den folgenden Satz des Autors konnte ich mir glücklicherweise noch merken, bevor meine Batterie dann entgültig ausging:
>>Jede Widerstandsgeste, die kein Risiko in sich birgt und keine Wirkung hat, ist nichts als geltungssüchtig.<<

 

 

Tourleben

Februar 28, 2017

Es ist Karneval, also denke ich an Brasilien. Netterweise spielt mir taz mit dem Artikel „Freude am Vögeln, tosende Stürme, wirbelnde Percussion“ die perfekte Reiselektüre/Unterwegsmusik zum Touraufstart zu. Es geht um die künstlerische Tropicálismo Bewegung (1967-72), die vor 50 Jahren in Brasilien ihren Anfang nahm.
Ergo spült mir Youtube José Mauro, Pedro Santos & co in mein ukrainisches Hotelschiff und ich tätige letzte Vorbereitungen (suche zum Beispiel nach einer Touch OSC Alternative zur Smartphone-Fernsteuerung von Logic – vielleicht die Logic App?).
Bis gleich in der „Freedom Hall“ von Kiev.

Der Nachtzug ist der Nightliner Osteuropas. Immer wieder abenteuerlich und irgendwann dann auch schlafen à la Mutterbauch. Beim morgentlichen Blick aus dem Fenster überraschte mich der viele Schnee, auch die Autos in Charkiw tragen noch Spikes – anyway, die Sonne wärmt und es ist ganz klar März.

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Voller Eindrücke höre ich nun das neue Thundercat Album („Drunk„), den FB-Tipp von Hans Nieswandt (Kevin Ayers „Song for Insane Times“),

aber auch Bill Evans über „the Creative Process, Self-Teaching, and Balancing Clarity with Spontaneity in Problem-Solving“ und stolpere dabei über Albert Einsteins Brief an seinen elfjährigen Sohn, in dem er ihm rät: >>Spiel auf dem Klavier vor allem solche Stücke, die dir gefallen, auch wenn der Lehrer sie dir nicht aufträgt. Das ist die Art und Weise am meisten zu lernen, nämlich indem du etwas mit solch einem Vergnügen tust, dass du nicht bemerkst, wie die Zeit vergeht.<<

Das Hotel am Zirkus erinnert mich an viel interessante Sowjet Architektur in Dnipropetrowsk und Marcus erzählt mir bei einem kühlen Borjomi von Freddy Crump, einem >>top-notch artistic show drummer<< anno 1929 (aus dem  „Harlem Mania“ Short):

Mit „Sneakers for free“ bewege ich mich in Richtung Soundcheck.

Die Busfahrt nach Odessa zieht sich 13 Stunden lang. Aber sie führt über die legendäre Staudammmauer („DneproGES“) bei Saporischschja und durch die beeindruckend große Kornkammer.
Hermann zeigt mir die perfekte Reise-App „Wake me here (lite)“, einen ortsbezogenen Wecker, der mich zukünftig fernab von Tourbuch-Schätzungen und Fahrplänen realitätsnah wecken wird.
Und die frühlingshafte Soundflower (Software) hilft mir Audiomaterial aus Rechner intern aufnehmen zu können.

Heute ist Offday, sprich: viel schlafen, spazieren, lauschen…

… und mit Bassmusik durchs Hotelzimmer tanzen!

Es ist Sonntag und wir geben wieder mal ein Konzert in der wunderschönen Philharmonie Odessas. Ich mag die Location, nicht nur wegen dieser paradoxen Anekdote:
>>It is an enduring myth that everyone in the city knows (and continues to promulgate) that since the building was originally designed as a Stock exchange rather than a concert hall it was made to be sound-resistant, rather than sound-conducting, in order to provide more privacy to visitors.<<
Dennoch verhallt Moritz meine Timbale heute nur mit vier (anstatt fünf) Sekunden…

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Hier in Odessa präsentiert jeder zweite, geöffnete Kofferraum eine verheißungsvolle Espressomaschine, ich spaziere zum Meer und fahre Oberleitungsbus, zur transformierten Lenin Statue – die helle Seite der Macht! (28 Stovpova Street).
Und unter der Gedächtnisstütze „die Seidenraupe“ verankere ich die absurd-wie-höchtsmenschliche Filmdoku „Searching for Sugar Man“ (die sich gerade in der Arte Mediathek – am besten ohne Vorwissen – anschauen lässt).

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Foto von Ilya Khmyz aka xmz

Minsk – Hut ab! Danke.

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Jazz für die Russen

November 5, 2016

Viel Zeit gibt’s heute nicht in Königsberg, aber die Luft verrät die Meernähe. So lese ich bei offenem Fenster fasziniert Bill Crows Nachbericht zur Benny Goodman Sowjetunion Tour im Jahre 1962, „To Russia without Love„.

Dazu noch etwas Originalatmo…

Das folgenden Fotos sind von Pat und Ilya XMZ und markieren den Schlusspunkt meiner Notizen (1,2,3) für den Russland-Teil der DePhazz Tour.
Morgen geht’s via Minsk nach Kiev.

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PS. Wem das hier zu viel Swing bzw. zu wenig modern sein sollte, hört/schaut weiter, wie Solange „Cranes in the Sky“ performt:

 

das bin doch ich

November 4, 2016

Oh weh, ich bin auf den letzten Seiten des Glavinic Romans „Das bin doch ich“ und die Tour dauert noch vier Tage, habe aber nichts anderes zu lesen dabei. Mist.
Vielleicht finde ich ja morgen in Kalingrad etwas? Das ein oder andere Kant-Werk sollte dort ja im Original zu haben sein…
Bis dahin eifere ich meinem Wiener Schreiber nach, indem ich das Backstage-Bier auf dem Fensterbrett meines Hotelzimmers kühle, trinke, lese und Musik höre und die Moskauer Nacht zum Tag mache – mein Biorhythmus ist ohnehin durch (Zeitzonen-Jojo, abendliches Konzertieren, frühes Reisen…)

Torsten versorgt mich via Whatsapp mit Robert Glasper Klängen vom Ingolstädter Jazzfest und ich begebe mich auf die Onlinesuche nach Anderson. Paak.
Er ist der Mann der Stunde! „I am I wrong“ hatte ich schon letztes Jahr entdeckt, auf der Hattler-Oktober-Rutsche erneut im Mietwagen gefeiert und jetzt erfahre ich zufällig im bonedo Blog, dass der Typ zu der tollen Stimme, eigentlich ein Drummer ist, bzw. singt UND trommelt!

Wow – das wäre doch ich (gerne)…

PS. aber das Konzert im Yotaspace war auch schön!

don’t stop

November 1, 2016

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Montag vormittag also ins Flugzeug nach Moskau – Aufzeichnung für die Urgant Late Night Show, anschließend direkt weiter nach Jekaterinburg in den Winter (minus vier Grad und viel Schnee).
Beide Flüge hatten’s in sich: einmal kreuzte uns ein anderes Flugobjekt so schnell, dass ich dachte es handelt sich um etwas fürchterlich Gemeines, vor allem weil derart nah, dass mein Herz stehen blieb. Beim zweiten Flug blieb nach kurzem Anlauf lediglich das Flugzeug stehen, dafür lange, um sich anschließend doch nochmals gemütlich auf der Parkposition einzufinden.
Sprich: wieder mal nur wenig Schlaf. Dafür träumte ich angenehm, von der „Erfindung des Rades“…

Am Donnerstag gibt’s dann das erste Konzert der DePhazz Prankster Pride Tour. Sollten sich die kommenden Luftfahrten ähnlich gruselig fortsetzten, werde ich Peter Weiss‘ „Die Ästhetik des Widerstands“ auflegen!