Archive for the ‘Equipment’ Category

Inspiration im Grün

März 31, 2018

Meine Empfehlung für Ostern: Egg-Shakern, Schokobombe (der Caffebrigade) und Badezusatz!
Die Erklärungen dafür finden sich im äusserst angenehmen bonedo Interview von Jonas Böker.

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PS. Da ich Ostern musikalisch stark mit Bach verbinde, verlinke ich aus dem ZEIT Artikel von Alard von Kittlitz dessen Hörtipp „Chaconne“ und schließe den Kreis zur Badewanne mit dem Beethoven Ausspruch: >>Bach? Meer sollte er heißen!<<

PPS. …und bin selbst hochmotiviert etwas Lieblingsmusik zusammenzustellen:

nicht nur Hilfs-, sondern Stilmittel!

März 29, 2018

Die Ableton Abendschule hat einen schönen Artikel zum Thema Sidechain Kompression (und dessen zweiten Teil) hochgeladen, das folgende Video aus dem Ableton Trainer Umfeld widmet sich dem Sidechain Remixing:

Kontrapunkte

März 24, 2018

Ich denke, wir sollten mit Luminos W öfters in Rumänien auftreten. Das Konzert in Iasi war grandios, was bestimmt stark an Land und Leuten liegt. In dem Fall war es  ein eher junges, aufgeschlossenes Publikum, das sich furchtlos dem Unbekannten stellte, kräftig mitfeierte, vereinzelt auch tanzte und am Ende mit wunderbar gerolltem R kleine Lobeshymnen ausstieß: „Ihr seid Zauberer“, „… eine Mischung aus Kraftwerk und (vergessen)“, „einzigartig, elektrisierend“, aber auch: „Wir hatten echt gezögert, zu kommen – denn ihr seid ja sooo alt – egal, es hat sich voll gelohnt! Danke“. Dieser letzte Satz kam von einer Erasmus-Studentin aus Mainz und hat mächtig ins Schwarze getroffen. Er wird umgehend dazu benützt im Mainzer Schon Schön einen Gig klar zu machen und unsere Bio von den Jahreszahlen zu befreien.

Irgendwie passte alles, da es neben unserem Soundtrack und Kulturspaziergängen auch ausreichend Zeit für die Kunst der Pause gab, ein Motto, das vom FIKA Kaffeehaus ausgegeben wurde, dank des Schneetreibens und der tollen Büglerin** auch stundenlang im Bett funktionierte.

Dass alle Show relevante Elektronik* nun ins Handgepäck passt, ist mein persönliches I-Tüpfelchen der Reise. In Zukunft werden waghalsige Flug-Umstiege mit einem Schulterzucken quittiert und sollte der aufgegebene Koffer mal nicht ankommen, no prob, dann müssen halt Stöcke, Becken, Zahnbürste vor Ort besorgt werden – easy!

* K-Mix, BopPad, Laptop, HD-25, Keine Delay, Boss A-B Box, alle Lade- und USB-Kabel, (CDs, der Pass und was zum Lesen)

** Heinrich SteinfestDie Büglerin“ (2018)
>>Die beiden bewegten sich, als marschierten sie durch einen Gang in der Luft, der seit Ewigkeiten bestand, allein zu dem Zweck, hier und heute durchschritten und letztlich auch geschlossen zu werden. Als sei dieser Gang – ähnlich wie in Kafkas Vor dem Gesetz – allein für dieses in ihrer Tanzbewegung kokonierte Paar errichtet worden. Es schien absolut keine Alternative zu bestehen, auch keine, die die Freiheit beinhaltet hätte, einen anderen Schritt zu tun als den, den man tat. Was ja umso frappanter war, als der Tango Argentino ohne ein festes Programm der Schrittfolge auskam, sich eher der »Haltung« der Tänzer und ihrem Miteinander ergab. Der Begriff des Fehlers hatte an dieser Stelle zu existieren aufgehört. Das heißt, der Fehler wurde nicht etwa im Zuge von Perfektion oder Routine vermieden, sondern er lag schlichtweg außerhalb der Möglichkeiten.<< (Seite 214)

>>Letztlich ist Tanzen eine der schönsten Arten, etwas gänzlich Sinnloses zu tun, bei dem man keinen Meter vorwärtskommt.<< (Seite 215)

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Jetzt fehlt nur noch das Schwarze Quadrat

lite electronics, lite „Krach“

September 13, 2017

Begegnet mir ein Sonorlite, muss ich direkt an meinen Schlagzeuglehrer Peter Kumpf denken (der damals seinen skandinavischen Birkenkesseln durch die roten, ölgefüllten Evans Hydraulic Fellen zusätzlichen Glanz spendierte), sowie an einige Stunden hinter dem Sonorkatalog.

So war’s dann neulich auch im Jazzkeller Frankfurt, als mich dessen schon aufgebautes Lite-Kit (auf das ja mittlerweile massenhaft Jazz-Ikonen eingedroschen haben) empfing: Ein kurz Nostalgieausflug im Kopf lief ab, aber auch der Zufall meldete sich zum Thema und spielte mir ein paar Tage später zwei weitere passende Bilder zu.

Einmal Udo Dahmen (der übrigens der nächste tolle Lehrer – beim Popkurs – werden sollte und wurde) via Werbeanzeige „Sind Electronic Drums Out?“, in der es vorrangig um das Mammut System geht, mein erster Bildeindruck aber eindeutig von den schwarz lackierten Lite-Trommeln bestimmt wird.

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Und heute dann die Titelseite der taz zum Tod von Heiner Geißler. „Der Krachmacher“ in einer Lite-Burg während der Musikmesse 1984. Diesmal mit den schicken Aussendämpfern.

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H. G. war selbstverständlich keiner meiner Trommellehrer, er war mir im Gegenteil lange Zeit äusserst unangenehm und suspekt – wobei ich aus heutiger Sicht seine spätere Wandlungsfähigkeit und diverse politische Aktionen durchaus wertschätzen kann.
Anyway, ein Lächeln auf dem Schlagzeughocker: immer gut! Und das Sonorlite wird meine Lieblingstrommel aus Bad Berleburg bleiben.

Copeland’s original TAMA for $121600

August 27, 2017

Stewart Copelands TAMA Schlagzeug kam Ende Mai unter den Hammer, jenes blaue Imperialstar Kit aus dem Jahre 1976, welches auf den ersten beiden Police Alben zu hören ist, hunderte von Liveshows überstand und nach dem ersten großen Polizeieinsatz ab 1980 zum Herz von Copelands Heimstudio wurde, bis es schließlich 1990 in einer britischen Lagerhalle eingemottet wurde.

Der neue Besitzer bezahlte $121600, dafür dass er nun ein kleines Puzzleteil von “Roxanne“, „Message in a Bottle“ oder „Walking on the Moon“ beherbergen darf…

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Detailierte Bilder und mehr Infos auf der Auktionsseite.

PS. ich verkaufe gerade ein paar alte Imperialstar Trommeln: eine 6,5″ Stahlsnare, sowie ’ne Fünferreihe Concert Toms (8″, 10″, 12″, 14″, 16″).

 

AntiDyna

Juni 12, 2016

Wahnsinn, wie vielfältig ein Kompressor den Snare-Sound verändern kann. Hier der von Jo Brecht geliebte AL.SO Dynax:

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Ständer

Dezember 2, 2015

Es freut mich sehr, dass ich mal wieder einen perfekten Beckenständer aufgetrieben habe. Er ist einfach gerade, mit nur einem Auszug (wodurch sich das Becken seeeehr tief positionieren lässt), einstrebig und 2,5 KG leicht und von Tama (welches Serie?)!

Tama Straight Cymbal Stand

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Drum and Basics

September 20, 2015

Die lange Zuganreise mit viel Zeit zum Lesen – ein dickes Buch und etwas über „Luftmenschen“ – war eine entspannte Einstimmung auf das (wieder mal) schöne Scheune-Fest in der Neustadt. Dort dann viele Freunde, tolles Publikum und eine Klangtapete aus vornehmlich Bass und Schlagzeug.
Tschaka-tschaka, alles sehr nach meinem Geschmack – hoch lebe das Dresdner Drum & Bass Festival!

Ich habe viel Inspirierendes gehört und gesehen; aus der Flut der Eindrücke hier meine drei Highlights:
– die 16tel groovende Yolanda Charles
– der singend-trommelnde Phil Fill
– (auch wenn nur indirekt, da einen Stock tiefer und nur durch Treppenhausklang übermittelt) die Vibes von Seraleez.
Obendrein dann noch ein schönes Netzer Konzert, auf einem wunderschönen – von Herrn Robert ‘Sput’ Searight warmgespielten Tama Star-Set 🙂

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PS. schade, dass es das Bassists Against Racists T-Shirt nur noch (in für mich untragbarer) XL Größe gab – ich hätte es gern beim Gig getragen; dafür wird die Message jetzt hier plakatiert (und meinem Gewerk subtil angepasst)

Snare'N-Bassists-against-Racists

Controlling the MixingLink

September 2, 2015
Das Eventide MixingLink™ ist ein Schweizer Messer mit Stompbox-Maßen, ein vielfältiges Hilfsmittel, das es so noch nicht gegeben hat (MicPreamp, Effektloop-Switcher, Kopfhörerverstärker, AB-Box, Schalter/Taster, DI-Box, Kleinstmixer in einem). Seine Vorzüge wurden ja schon an verschiedenen Stellen in Print und Netz besungen. Dem möchte ich mich gerne anschliessen und schicke ein paar Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten hinterher:
1. 430 Gramm sind sehr reisefreundlich!
2. Beim Green Sound Festival habe ich erstmals (und ohne Soundcheck!) das Eventide MixingLink als „Aux Send“ zum Dubben der Lead Vocals eingesetzt.
Dabei wird das Gesangsmikrofonsignal gesplittet und kommt in den MIC Eingang des Eventide Tausendsassas. Der FX LOOP Button wird dank der HOLD Stellung zum Taster und solange ich ihn drücke, rutscht die Stimme ins Echogerät. Dort wird das Signal nach Lust und Laune verbogen und schliesslich zum FOH geschickt, wo der Tonmann das Effektsignal mit dem Original in perfekte Balance bringt.
Die zu Grunde liegende Dub-Idee ist ja eigentlich im Studio verortet (wo der Toningenieur im Gesangskanal kurz den Aux-Send-Regler aufdreht, woraufhin das Signal im Echogerät landet und separat verarbeitet werden kann), lässt sich jedoch mit dem MixingLink ganz einfach, mit nur einer Hand oder einem Fuss, auf der Bühne umsetzen.
Funktioniert bestens!
MixingLink-Vocal-Dubbing
3. Aber auch für Drum-Delays ist der MixingLink ideal, da das kleine Kästchen sowohl MicPreamp und On/Off-Schalter vereint:
Ich habe an der Snare ein zweites Mikrofon, das ich nur für meine Effekte verwende. (Selbstverständlich lässt sich auch das Snare-Mikro der Beschallungsfirma mit einem Y-Kabel splitten, jedoch ermöglicht ein zusätzliches EFX-Mic unterschiedliche Positionierungen: mal konkret auf die Snare gerichtet, mal zwischen Snare und Hihat, mal nur auf die Hihat, vielleicht auch mal „Cowbell-Mic„.)
Es wird in den MIC Eingang der Eventide Stompbox gesteckt, dort vorverstärkt und aus der TO FX Buchse zum Delay geschickt. In der Regel stelle ich den FX LOOP Button auf LATCH und bediene den Knopf mit der Ferse meines linken/Hihat Fusses. Eine rote Lampe signalisiert, dass das das Mikrofonsignal ins Echogerät rutscht, erlischt das Licht, dann ist der Weg ins Effektgerät versperrt.
Jetzt kann ich meinen Groove mit zusätzlichen Layern bereichern – vom dubbigen Einzeleffekt bis zum mitlaufenden Pseudo-Loop.
MixingLink-Echodrums
Übrigens. Dank einer perfekten Stereo-Trennung (sprich: Input A kommt nur aus Output A heraus, Input B nur aus Output B), kann ich (mit zwei MixingLink Boxen) beide Dub-Ansätze mit nur einem Echogerät live umsetzen. Ich tappe (auf meinem Boss RE-20 oder Eventide TimeFactor) beim Trommeln die gewünschte Delay-Time und schicke dann je nach musikalischem Bedarf mal per Fersentritt etwas Schlagzeug, mal durch einen Knopfdruck mit der linken Hand den Gesang in die Echokammer.
PS. anstelle Schlagzeug und Stimme lassen sich jegliche anderen Bandmitglieder oder mitspielenden Maschine „effektieren“ (vom Beatboxer über Bläser über Piano, Perkussionist und Playback hin zu den Synthdrums und Sequenzern)
PPS. Die erweiteterte Dub Drumming Variante: Ich splitte mein Drum-EFX-Mic, schicke eine Leitung wie oben beschrieben ins Echogerät, die andere über den zweiten MixingLink in einen Hallraum aus dem Eventide H9 (MIC Input, FX LOOP=HOLD > TO FX > Input H9 / Output H9 > FOH). Bereichere mein Drumming mit Reverbshots per Fingerdruck und Fersen-Echos!
PPPS. Jeder Mitmusiker, der noch eine Hand (Finger) und/oder einen Fuß (Vorderfuß oder Hacke) frei hat kann sich selbst oder anderen mit Effekten versorgen!
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