Archive for the ‘Equipment’ Category

AntiDyna

Juni 12, 2016

Wahnsinn, wie vielfältig ein Kompressor den Snare-Sound verändern kann. Hier der von Jo Brecht geliebte AL.SO Dynax:

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

Ständer

Dezember 2, 2015

Es freut mich sehr, dass ich mal wieder einen perfekten Beckenständer aufgetrieben habe. Er ist einfach gerade, mit nur einem Auszug (wodurch sich das Becken seeeehr tief positionieren lässt), einstrebig und 2,5 KG leicht und von Tama (welches Serie?)!

Tama Straight Cymbal Stand

1A

Drum and Basics

September 20, 2015

Die lange Zuganreise mit viel Zeit zum Lesen – ein dickes Buch und etwas über „Luftmenschen“ – war eine entspannte Einstimmung auf das (wieder mal) schöne Scheune-Fest in der Neustadt. Dort dann viele Freunde, tolles Publikum und eine Klangtapete aus vornehmlich Bass und Schlagzeug.
Tschaka-tschaka, alles sehr nach meinem Geschmack – hoch lebe das Dresdner Drum & Bass Festival!

Ich habe viel Inspirierendes gehört und gesehen; aus der Flut der Eindrücke hier meine drei Highlights:
– die 16tel groovende Yolanda Charles
– der singend-trommelnde Phil Fill
– (auch wenn nur indirekt, da einen Stock tiefer und nur durch Treppenhausklang übermittelt) die Vibes von Seraleez.
Obendrein dann noch ein schönes Netzer Konzert, auf einem wunderschönen – von Herrn Robert ‘Sput’ Searight warmgespielten Tama Star-Set 🙂

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PS. schade, dass es das Bassists Against Racists T-Shirt nur noch (in für mich untragbarer) XL Größe gab – ich hätte es gern beim Gig getragen; dafür wird die Message jetzt hier plakatiert (und meinem Gewerk subtil angepasst)

Snare'N-Bassists-against-Racists

Controlling the MixingLink

September 2, 2015
Das Eventide MixingLink™ ist ein Schweizer Messer mit Stompbox-Maßen, ein vielfältiges Hilfsmittel, das es so noch nicht gegeben hat (MicPreamp, Effektloop-Switcher, Kopfhörerverstärker, AB-Box, Schalter/Taster, DI-Box, Kleinstmixer in einem). Seine Vorzüge wurden ja schon an verschiedenen Stellen in Print und Netz besungen. Dem möchte ich mich gerne anschliessen und schicke ein paar Erfahrungswerte und Anwendungsmöglichkeiten hinterher:
1. 430 Gramm sind sehr reisefreundlich!
2. Beim Green Sound Festival habe ich erstmals (und ohne Soundcheck!) das Eventide MixingLink als „Aux Send“ zum Dubben der Lead Vocals eingesetzt.
Dabei wird das Gesangsmikrofonsignal gesplittet und kommt in den MIC Eingang des Eventide Tausendsassas. Der FX LOOP Button wird dank der HOLD Stellung zum Taster und solange ich ihn drücke, rutscht die Stimme ins Echogerät. Dort wird das Signal nach Lust und Laune verbogen und schliesslich zum FOH geschickt, wo der Tonmann das Effektsignal mit dem Original in perfekte Balance bringt.
Die zu Grunde liegende Dub-Idee ist ja eigentlich im Studio verortet (wo der Toningenieur im Gesangskanal kurz den Aux-Send-Regler aufdreht, woraufhin das Signal im Echogerät landet und separat verarbeitet werden kann), lässt sich jedoch mit dem MixingLink ganz einfach, mit nur einer Hand oder einem Fuss, auf der Bühne umsetzen.
Funktioniert bestens!
MixingLink-Vocal-Dubbing
3. Aber auch für Drum-Delays ist der MixingLink ideal, da das kleine Kästchen sowohl MicPreamp und On/Off-Schalter vereint:
Ich habe an der Snare ein zweites Mikrofon, das ich nur für meine Effekte verwende. (Selbstverständlich lässt sich auch das Snare-Mikro der Beschallungsfirma mit einem Y-Kabel splitten, jedoch ermöglicht ein zusätzliches EFX-Mic unterschiedliche Positionierungen: mal konkret auf die Snare gerichtet, mal zwischen Snare und Hihat, mal nur auf die Hihat, vielleicht auch mal „Cowbell-Mic„.)
Es wird in den MIC Eingang der Eventide Stompbox gesteckt, dort vorverstärkt und aus der TO FX Buchse zum Delay geschickt. In der Regel stelle ich den FX LOOP Button auf LATCH und bediene den Knopf mit der Ferse meines linken/Hihat Fusses. Eine rote Lampe signalisiert, dass das das Mikrofonsignal ins Echogerät rutscht, erlischt das Licht, dann ist der Weg ins Effektgerät versperrt.
Jetzt kann ich meinen Groove mit zusätzlichen Layern bereichern – vom dubbigen Einzeleffekt bis zum mitlaufenden Pseudo-Loop.
MixingLink-Echodrums
Übrigens. Dank einer perfekten Stereo-Trennung (sprich: Input A kommt nur aus Output A heraus, Input B nur aus Output B), kann ich (mit zwei MixingLink Boxen) beide Dub-Ansätze mit nur einem Echogerät live umsetzen. Ich tappe (auf meinem Boss RE-20 oder Eventide TimeFactor) beim Trommeln die gewünschte Delay-Time und schicke dann je nach musikalischem Bedarf mal per Fersentritt etwas Schlagzeug, mal durch einen Knopfdruck mit der linken Hand den Gesang in die Echokammer.
PS. anstelle Schlagzeug und Stimme lassen sich jegliche anderen Bandmitglieder oder mitspielenden Maschine „effektieren“ (vom Beatboxer über Bläser über Piano, Perkussionist und Playback hin zu den Synthdrums und Sequenzern)
PPS. Die erweiteterte Dub Drumming Variante: Ich splitte mein Drum-EFX-Mic, schicke eine Leitung wie oben beschrieben ins Echogerät, die andere über den zweiten MixingLink in einen Hallraum aus dem Eventide H9 (MIC Input, FX LOOP=HOLD > TO FX > Input H9 / Output H9 > FOH). Bereichere mein Drumming mit Reverbshots per Fingerdruck und Fersen-Echos!
PPPS. Jeder Mitmusiker, der noch eine Hand (Finger) und/oder einen Fuß (Vorderfuß oder Hacke) frei hat kann sich selbst oder anderen mit Effekten versorgen!
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EarIn

Juli 29, 2015

376 Gramm* sind ein Reiseargument, die Kabelverbindung (sprich: keine Funkstörung) und der eingebauter Limiter zwei weitere wichtige Faktoren für meinen Inear/Headphonemix auf dem Schlagzeugpodest. Der Kopfhörerverstärker Nowsonic EarIn wird mich von daher in Zukunft des öfteren begleiten!

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Das Kistchen lässt sich übrigens auch als Kleinstmischpult verwenden, um zwei unterschiedliche Inputquellen zu einem Mono-Signal zusammen zu fassen. Diesbezüglich könnte ich mir vorstellen, das Snare-FX-Mikro mit einem Ausgang meines SPD-SX für ein monophones Effektgerät (z.B. das Boss DM-100 Echo) zu mixen.

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* mit Netzteil und der soften CaseLogic Transportasche zeigt die Waage 623 Gramm an…

Studio Stekker

Juli 24, 2015

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Wir nehmen gerade in Utrechts Kytopia die schöne, gleichermaßen clubbige Musik von Johannes Brecht auf. Welch großer Spaß mit drei tollen Schlagwerkern (Matteo Scrimali, Christian PrommerKuniyuki Takahashi)!
Im ehemaligen Kloster/Waisenhaus/Club gibt es um die Konzerthalle herum (in der wir uns ausgebreitet haben) verschiedene Studios, Rückzugsräume, vor allem massenhaft „vintage electronics“ (von Sonar Traffic), eine paradiesische Steilvorlage, die ausgiebig und 24/7 angenommen wird: von einigen coolen Typen, deren Sound ich schon länger schätze: Matthew Johnson, The Mole, Stimming, Howie B, Brandt Brauer Frick, Francesco TristanoMatt Didemus, Ben Westbeech, Peaking Lights, Deadbeat und von vielen anderen, die ich noch kennen lernen will…

Am heutige Samstag tritt die Wochengemeinschaft dann live auf dem Festival auf. Wir – Johannes Brecht (live premier) ft. Stimming, Kuniyuki Takahashi, Christian Prommer, Oli Rubow, Matteo Scrimalli – sind um 2015h dran. Bis dahin trotze ich dem Sturm und lege die Füße zum Sound der Abyssinians hoch.

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Hier noch meine Notizliste der guten Ideen und Gear-Tipps: JBL 305 (Abhöre), FIIO D07 (Konverter zur Nutzung des digitalen Laptop-Outputs), iConnectMIDI2 (externes MIDI-Interface),  Schlagzeugaufnahme mit nur einem Mikrofon, meinem Liebling: U47fet, Cabasa als elektronische Hihat (siehe auch Rhythm Tech Scratcher, Meinl Foot Cabasa), KiKa Castanets zur Clap-Simulation, die Eprom-Snaredrum Illusion von Kuniyuki Takahashi: eine leere Keksdose wird mit Glöckchen/Münzen/ Schlüssel… gefüllt und auf der Conga plaziert, der erstaunliche Bass eines mit den Fingern angetippten Fells/der Gran Cassa, die Hihat der Roland CR-8000 und die Stereo Hats des Boom-PlugIns, Matteos Nussrassel, deren Bambusrohr sich perfekt über Hihatstange stülpen lässt

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Zum Abschluss noch zwei kinderfreundliche Fahrradlösungen nach meinem Geschmack: Hooodie Big Cushie (Zitkussen!) und der Kindersattel auf Oberrohr. Holland!

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meine erste Zigarette!

April 27, 2015

Nach so viel Jazz widme ich mich diese Woche dem Soul Kiss!

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Auf dass ich in Zukunft meine Computer-Zuspielungen oder die Bassline mit dem Mund filtern werde…

I.O.T.

März 18, 2015

Am Montag gab es auf der Cebit einen live gejammten Vorgeschmack auf die Vinyl-Veröffentlichung von A Coral Room.

Das Album IoT ist – wieder mal, toll! – aus einem Jam (mit Matthias Vogt und Oliver Leicht) heraus entstanden:
Dass wir zum Gig allesamt mit dem Zug anreisen können, setzt diesem spannenden Trio noch eine dezente, aus Gänseblümchen geflochtene Nachhaltigkeitskrone auf 🙂
Hier ein Foto meines Reiseschlagzeugs (bestehend aus Vermona Kick Lancet/Roland KD-7 e- Bassdrum, 12 x 3,5″ Tama Snare + Stand, First Chair, 2x Cymbalsstand + 18″er Meinl Safari Ride, 18″ Meinl Trash Crash, Hihatmaschine + 14″ Meinl Jazz Hihats; sowie ein größeres Pedalboard mit Laptop, Babyface, F1, Bassline, Boss RE-20 und zig Sommerkabeln…)
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Die 18 Zoll Reisekoffer-Lösung

Februar 10, 2015

Ich bereite mich gerade für die anstehende DePhazz Osteuropatour („DePhazz Private„) vor – das wird spannend, denn die elektronische Musikvorlage wird dabei allein von einem Jazz-Quartett handgemacht umgesetzt.

DePhazz Private

Da ich mich dafür auch um die Dub-Echos von Drumset und Stimme, sowie um diverse elektronische Texturen kümmere, bin ich ich gepäckmäßig am Anschlag und brauche dringend eine neue flugtaugliche Lösung, die mich, ohne weiteres Übergepäck zu erzeugen, meine Becken mitnehmen lässt.
Normalerweise geht mein Blech (im Meinl-Rucksack) als Handgepäck mit ins Flugzeug. Da ich diesmal aber auch Rechner, RME Soundkarte und F1 Controller eng am Körper führen möchte, sind die zulässigen 8 Kilo schnell aufgebraucht. Zudem fliegen wir öfter mal mit kleineren Maschinen, deren Gepäckfächer mit einer 22″ Tasche überfordert sind – sprich: die Becken teilen sich u.U. den Fußraum mit meinen Beinen…

So kam mir die Idee, die maximale Höhe meines Equipment-Koffers auszumessen. Dort wäre noch Platz.
Und siehe da: Becken bis 18 Zoll lassen sich problemlos unterbringen.
Dank der Firma Meinl habe ich jetzt eine tolle Lösung, bzw. ein exotisches Cymbal-Setup, bestehend aus drei 18 Zoll Tellern (Vintage Crash, Sand Thin Crash – das sich dank seiner tollen Beckenkuppe übrigens auch hervorragend als Ride verwenden lässt – und ein mit drei Nieten getuntes Safari Ride) und einer 14″ Thin Hihat.
Jetzt muss ich nur noch nach Vorbild „Seal“* meinen Koffer ein wenig mit Schaumstoff (oder Luftpulsterfolie) auskleiden. Und dann kann’s losgehen.

* bei einem gemeinsamen Gig ich mit Begeisterung wahrgenommen, dass fast die komplette Backline nicht in Flightcases, sondern in gut gepolsterten, maximal 23 Kilo schweren Samsonite Hartschalenkoffern mitreist.

18ZOLL

PS. am 11.02. spielt sich die „Private“ Band schon mal mit einem kleinen Gig warm/frei – in Stuttgarts „Kiste“.

PPS. a propos 18″ Becken:
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