Archive for the ‘DIY’ Category

Ziühü hü h üu uuo  o  –   .   .   . . .

Dezember 31, 2019

Mit dem Eulen-Türgriff des Jenaer Volkshaus winke ich dem schwinden Jahr(zehnt) zum Abschied. Bin aber nach der gestrigen euphorischen „de capo“ Premerie (DePhazz & StuebaPhilharmonie) und einer gelungen umgestalteten Bahntoilette äusserst zuversichtlich!

Und tatsächlich entdeckte ich heute noch auf den letzten Metern einige schöne Sachen, Vielversprechendes für 2020.

Zum Beispiel das Sault Kollektiv aus England und dessen Album „5“ (aus der SZ Bestenliste) oder das musikalische Umfeld des Schweizer Schlagzeugers Samuel Rohrer (der gerne auch mal in die Elektronik- und Effektkiste greift), sowie den Instagram Account vom Dub-Trio Trommler Joe Tomino, der ebenfalls als ganz besonderer Echodrummer wirkt. Schließlich dann noch ein von den australischen Roland-Space-Echo-Chef-Reparateuren Shane Fritsch & Doug Ford neu designtes Echo Fix EF-X2 Tape Echo.

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Damit lässt sich auf jeden Fall eine klangliche Alternative zur Silversterrakete erstellen: Feedback bis zum Anschlag, Hall rein und dann den „Motor OFF Switch“ drücken:
Ziühü hü h üu uuo  o  –   .   .   .     .     .

Damit ich nicht zu weit abhebe finde ich auf der Straße zwei eins a Gewichte. Die werden im kommenden Jahr zudem für guten Sound sorgen – in der Kick oder auf der tiefgestimmten Snare, bzw. die gute Laune beim Schlagzeugspielen erhalten, weil sie als Stopper vor den Bassdrumfüßen das leidige Verrutschen der großen Trommel verhindern.

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Ich wage ein kleines Resümee: das Glück liegt teilweise auf der Straße…

laufender Molton Meter

November 27, 2019

Das Geschirrtuch ist für mich immer noch der Dämpfer No.1 für die Snare, da nahezu überall verfügbar und in Kombination mit einem Binderclip super flexibel in der Anwendung.

Will ich aber zügig ein komplettes Drumset Dämpfen (oder „leiser machen“) brauche ich deutlich mehr Stoff und deshalb habe ich mir jetzt mal aufgemalt wie sich ein Quadratmeter Molton geschickt aufteilen lässt.

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Fazit: Mit 1mMolton, in drei Streifen à 33,3cm geschnitten (plus pro Gebinde zwei große und zwei kleine Binderclips) lassen sich zwei bis drei Drumkits präparieren.
Dieser Ansatz geht über die einfache „Auflage“ hinaus und ermöglicht beispielsweise auch einen SnarePal („Sack um die Snare“) und diverse Kickdrum-Sound Alternativen.

 

plaudite!

November 23, 2019

Zur Kulturgeschichte des Klatschens gibt es glücklicherweise schon ein paar schöne Beiträge, beispielsweise dieses 5-Minuten-Filmchen vom BR, oder „A Brief History of Applause, the ‚Big Data‘ of the Ancient World„, die wie folgt vielversprechend beginnt:
>>In the seventh century, as the Roman empire was in the decline period of its decline and fall, the emperor Heraclius made plans to meet with a barbarian king. Heraclius wanted to intimidate his opponent. But he knew that the Roman army, in its weakened state, was no longer terribly intimidating, particularly when the intended intimidatee was a barbarian. So the emperor hired a group of men to augment his legions — but for purposes that were less military than they were musical. He hired the men to applaud. Heraclius’s tactic of intimidation-by-noisemaking, the audible version of a Potemkin Village<<

Klatschen statt Kämpfen gefällt mir schon mal sehr gut 🙂 Und der Schritt zur gemeinsamen Party ist dann auch gar nicht weiter groß!!
Tatsächlich geht’s mir heute ums gemeinsame Klatschen, ums „miteinander Sound machen“! Egal ob das profane „2 und 4“ sind, pulsierende Viertel, die gleichermaßen bei Motown als auch im Bierzelt funktionieren, treibende Offbeats oder ausgecheckte Pattern (die auch gerne mal zum Komplexen tendieren, siehe Flamenco oder 80er Electro).

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Ich lege jedenfalls mal zwei Spotify-Listen an und schreibe verschiedene Clap-Beats daraus ab, die sich dann beispielsweise zu eigenen Grooves addieren lassen, die vielleicht als Bodypercussion-Übung taugen oder als Gruppenspiel im Unterricht. Insgeheim bedrucke ich Kopf schon eine stylische Klatschpappe und freue mich auf die zukünftige Interaktion!

Tom-Hat

November 21, 2019

Freshe Idee von Jerome Deupree, irgendwo zwischen Hihat, Pedal-Pauke und Pedal-Pitch Funktion eines Pearl Syncussion Edrums:

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🙉 I love this so much! Years ago I built a similar model to mimic the timpani-tuning effect for “Children of the Grave” by Black Sabbath. I used a floor tom, a string and a pedal – this looks WAY better. BRVAO, BRAVO, BEAVO! I just freakin’ LOVE this kind of innovation. Share this with everyone!!! r e p o s t : @chrisgeorgenes ・・・ When i asked @deupreejerome why there was a hole in the center of the drumhead, I could have never predicted his answer. After 40+ years of drumming I thought I'd seen everything. Apparently now I have after last night… _________________________ #drumlife #drumsdaily #buildadrum #drumlove #customdrums #drumhat #drumgear #drumhardware #spinbal #drumporn #drumfam #drumstudio #innovation #gadgets #inventions #timpani #percussion #musicgear #geniusidea #studiolife #newshithascometolight #playdrums #drum #drums #drummer #drumming #whatamilookingat #howisthisnotathingyet

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Roto-Tom der Zukunft?

[im ursprünglichen Beitrag schrieb ich die Idee Chris Georgenes zu, der hatte aber nur gefilmt und gepostet – danke für’s genaue Lesen, lieber Axel Mikolajczak!]

fool yourself!

November 10, 2019

Bin Langzeit-Fan der Zugreise!
Nicht nur dass man die Zeit schön für sich nutzen kann – von gepflegter Langweile bis zum gepflegten Kulturprogramm ist ja alles möglich und je nach momentaner Verfassung wohltuend (beispielsweise höre ich mich – angespornt durch die gestrige Backstage-Jukebox von Arne Jansen – gerade durch den Little Feat Backkatalog jenseits des bekannten Breaks),  ab und an ergibt sich ein zufälliges, spannendes Gespräch (wie gestern mit Michael Rother), vor allem aber werde ich (ohne selber zu schleppen…) immer wieder aufs Neue von dem gestellten Drumkit überrascht:

Im weiteren Verlauf der Heimreise werde ich mich den Drum-Hacks des Home of Drum Netzwerks widmen…

… und weil’s dann doch mal wieder länger ging als geplant (Verspätung), kann ich noch diverse schöne Positionen aus dem Hancock Interview in der F.A.S.  unterstreichen 🙂

PS. ebenfalls schön gelb: ein, zwei Tennisbälle, mit denen sich Wartezeiten hervorragend verkürzen lassen, wie mir Maik Schott im Backstage gezeigt hat.

is that my echo?

November 8, 2019

Mit dieser schönen Frage beginnt „17 Days“, Titeltrack des Prince Albums „Piano & A Microphone“ – verschiedener intimer Skizzen und Versionen, die 1983 in des Meisters Kiowa-Trail-Heimstudio aufgenommen, in dessem legendären temperierten Tresorraum „The Vault“ verschlossen und nun von Warner Bros. posthum veröffentlicht wurden.

Der Track eignet sich jedenfalls hervorragend zum Dazutrommeln, tschaka: deinem persönlichen Prince Remix steht nichts im Wege…

Ansonsten nähere ich mich kunstvoll verschiedenen Metropolen der Weltgeschichte: lese „Römische Tage“, höre dazu „Athen“ von Max Herre und haue zwischendurch immer wieder mal mit großer Freude auf meine Byzanz Becken!
Hier auf dem Bild wurden zwei 12″ Bycanze Cymbals gestackt, mit einer DJ-Slipmate belegt und so zur Zweitsnare umfunktioniert:

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Für die morgige Anreise (Nils Wülker in Gütersloh) bin ich ebenfalls gut vorbereitet, der Link zu den neuen Glavinic Episoden „Betreutes Wohnen“ ist bereits geöffnet, MEIN Echo bereits im Koffer…

Drum Basics (2)

November 3, 2019

Heute spielte mir irgendsoein Socialmedia-Algorhythmus ein 17 € Plakat mit der Überschrift „Drum Basics“ zu.
Da dachte ich mir: Das bastel ich geschwind auf meine Weise und ihr kauft euch von dem Geld doch lieber ein Eis und ein gutes Buch.
Und wer sich visuell an die Schlagzeug-Grundlagen erinnern lassen möchte, klebt einfach meine beiden Zettel zusammen.

 

Die drei erwähnten Links lassen sich hier anklicken: the drumsounds, Percussion Creativ Rudimental Codex, Übungsspielchen mit dem Metronom

PS. Verbesserungsvorschläge oder sonstige Anregungen sind immer willkommen

vom Papp- zum Pass-Clap

November 3, 2019

Die Fanklatsche hat’s vorgemacht: mit mehreren Lagen aus Pappe lässt sich ein clubtypischer Handclap-Sound imitieren.
Diesbezüglich maximal persönlich: der Pass-Clap

Binkstruments

September 13, 2019

Die Instagram Seite von Binkbeats gleicht einem Klangmuseum.
Was für ein interessanter Typ, der mit überbordender Kreativität, grenzloser Musikalität und einem Goldgräberinstinkt (gepaart mit einem vermutlich nicht unerheblichem monetären Aufwand) seine Grenzen auslotet und immer wieder Neues schafft!

Bildschirmfoto 2019-09-13 um 12.05.15

Auf einen anderen Zettel notiere ich die dort entdeckten „Special Effects“ (Earthquake Devices „Rainbow Machine“, Skychord „Cloudbuster“, Red Panda „Particle“).

Super Summer Vibes

August 7, 2019

Mit Oliver Leichts Fotos vom Probetag ist eigentlich schon alles klar…

… dennoch:
Hey, lieber Wolfgang Haffner! Wie großartig, dass wir mit DePhazz bei Deinem sagenhaften Openair mitspielen durften. Diese beiden Tage sind für mich fortan das Musterbeispiel unserer Passion (= leidenschaftliches Trommeln)!
Voller ansteckender Energie und Spielspaß, vor allem mit sooo viel Liebe zur Musik und dann noch fast ganz Nürnberg vor der Bühne!
Sollte ich aus all den Superlativen drei Highlights herauspicken, käme diese Miniliste heraus:
– der Aufbau des „Nightmares On Wax“ Classics bzw. der  gewählte Startpunkt des prägenden Rhodes-Licks (bei ca 1.45.40′)
– Dein überraschendes Fill bei 2.37.50′
– dass wir endlich mal zusammen trommeln konnten! („Jim the Jinn“ 25.52′):

w+o

Nachzuschauen auf br-Klassik

Jetzt noch ein Blog relevanter Nebenschauplatz bzw. die Erwähnung der Zwickmühle, dass ich mir eigentlich nichts sehnlicher wünsche als supertolles Wetter für jedes Freiluftkonzert, dieses Jahr aber (schon wieder) zweimal beim Soundcheck im Sonnenschein feststellen musste, dass sowohl Macbook als auch mein iPhone Backup dabei gnadenlos die Arbeit verweigern.
Auf die Schnelle hilft da nur ein fetter Ventilator zum Runterkühlen, vielleicht auch das DIY Schatten-Zelt aus Handtüchern, für die Zukunft hoffentlich der eidac Software-Tipp von Dan Schneider.

PS. weil’s so toll war, haben wir familienmäßig direkt noch zwei weitere Nürnberg Tage dran gehängt. Jetzt kenne und liebe ich: Schäuffele, die beiden Skateparks (am Pferdemarkt und im Burggraben). Lesen und rumlungern im Hotelzimmer sowieso…

handymania-hotel