Archive for the ‘DIY’ Category

Rolle mit Kickdrum

April 22, 2018

Habe gestern beim Netzer Aufbau in Schwäbisch Gmünder a.l.s.o. das klassische Dreirad als eins a Bassdrum Caddy entdeckt. Dabei kam mir prompt Demian Kappenstein in den Sinn, den ich als Kreativ-Trommler mit Skateboard abgespeichert habe.
Dank des aktuellen bonedo Interviews wird sein inspirierendes Spagat zwischen Freejazz und iPhone Apps (Yellofier und WretchUp) gut ausgeleuchtet.

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PS. nicht nur Netzer feiern dieses Jahr den 20sten Geburtstag, Michi Beck und Thomilla aka Turntablerocker tun es ebenfalls – yeah!

PPS. wenn es hier schon explizit um Kreativlösungen geht, dann auch noch diese: Geschirrtuch und Binderklipp halten das Bassdrummikro tifgt auf dem (Drumsigns) Kissen!

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Footswitch Audio Control

April 20, 2018

Bei Luminos W haben wir einen gut funktionierenden Kunstgriff etabliert, dank dem ich mit einem Fußtaster die Summe eines weiteren (also Peters) Ableton-Rechners klanglich (via EQ) und rhythmisch (via Hacken-Groove meines linken Beins) traktieren kann.

Im Luminos W Kontext funktiert die Fußsteuerung durch das iRig BlueBoard, welches den Anschluß von zwei traditionellen Schaltern, Tastern oder Expressionpedalen zulässt.

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Dieser Ansatz klappt aber auch, wenn man den bloßen Taster direkt in einen freien Audioeingang des Interfaces steckt, dessen Audiosignal (im Interface und im Ableton) via EQ bearbeitet und schließlich als Sidechain-Trigger zweier Returns (die jeweils mit einem Gate bestückt sind) verwendet.

 

Meinen Ableton 9 „Footswitch Control“ Song kannst du hier herunterladen.
Yeah – Interaktion!

Kallas X-Hat

April 12, 2018

Der Workshop von Kallas anlässlich der Drumdays hat mich angenehm inspiriert. Zum Beispiel die Geschichte der zu lauten Hihat im Studio, die nach verschiedenen spielerischen Lösungsansätzen notgedrungen-kreativ auf dem Standtom landet – formbewusst übereinander gelegt und mit Klebeband „geschlossen“.

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Klar, dass ich heute im Proberaum gleich mal zwei Hihatbecken mit Gaffertape verbinden wollte. Letztlich hat es mir klanglich am besten gefallen, wenn die beiden Hihatbecken „klassisch“ aufeinander liegen, dafür musste aber eine Extrakonstruktion her, die ich in Form der (im Musikzirkus) allgegenwärtigen Gafferrolle gefunden habe.

Stufe 1 (noch verspielt)

Stufe 2 (erfolgreich weiterentwickelt)

#kallas #diy #xhat #meinlcymbals #musikmesse2018 #gaffertape

Airtos Schuhe

März 14, 2018

Eigentlich wollte ich über Airtos Hihat schreiben, jenem tollen Stand-Alone Metall-Siebeneck, aber die Geschichte mit den Schuhen war doch anrühriger!

 

mehr als „nur“ Jazz

März 13, 2018

In der Nacht:
begeistertes „unboxing“ eines Meinl Pakets – derartige Konsumfilmchen sind ja eigentlich gar nicht mein Fall, aber hey, wenn ich ein neues Instrument auspacke und es sich sofort so anfühlt, als ob wir schon jahrelang zusammen wären, dann muss ich diesen Gefühlszustand kurz in die Welt raustrommeln!
Diese 15“ Byzance Hats hauen mich um, die können irgendwie alles, obwohl nur „Jazz“ draufsteht…

Jetzt am Mittag:
Kaffee, Honigbrot & Erland Dahlen. Johann Polzer hat mich erneut, eben mit diesem Gitarren/Schlagzeug Duo versorgt:

Notiz für mein thedrumsounds Archiv:
Das federnd aufgehängte Tambourin habe ich schon bei Jay Bellerose gesehen (aber ist es Eigenbau oder Industrieprodukt?); klasse Idee, ein brasilianisches Tamborim über die Beckeglocke zu stülpen; aha, ein wortwörtliches Glockenspiel.
Und die Schlitztrommel hat mein Sohn doch auch -> sofort ausleihen!!

Und weiter geht’s mit Luigi Russolos „Art of Noise“ Ansatz (aus dem Jahr 1913!!) und seinen selbstgebauten „acoustic noise generators“, den Intonarumori:

Luigi Russolo

>>howling, thunder, crackling, crumpling, exploding, gurgling, buzzing, hissing and so on…<<

Piezos am Eingang einer Soundkarte

März 4, 2018

Spannender Beitrag im drummerforum mit der Überschrift: Piezos am Eingang einer Soundkarte – Nutzen und Gefahren

Da ich selbst elektrotechnisch völlig unbedarft, andererseits aber höchst neugierig und pragmatisch bin, lese ich dort neugierig mit und poste auch meine kleine empirische Sammlung an positiven Erfahrungen, die ich im Laufe meiner bisherigen elektro-akustischen Forschungsreise gesammelt habe:
mit Roland Pad PD-31 direkt ins MOTU Traveler, um den Impuls in der DAW mittels apTrigga Drum-Samples auslösen zu lassen. (nenne ich jetzt mal: apT Ansatz)
– mit Roland Trigger Pickups (RT-10) und Cymbal Pad (CY-14) direkt ins RME Fireface (apT Ansatz)
– mit Roland Kick Trigger (KT-10) direkt in den Keith McMillen K-Mix (apT Ansatz)
– mit Fusstastern direkt in den Keith McMillen K-Mix (apT Ansatz)
– Mit den Roland Trigger Pickups gehe ich auch öfter mal direkt ins Echogerät oder Mischpult.Auch Zach Danziger geht mit seinen Trigger Pickups und Klebe-Piezos (auf der Hihat) direkt ins RME Fireface.

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Nachdem ich nun auch über die Gefahren der Spannungs-starken Piezo Trigger und Pads gelesen habe, wurde prompt der trommelnde Chefelektriker Micha Buchner befragt, der mir folgenden Rat schickte:
>>Wenn Du das Signal sauber willst, musst Du noch einen Widerstand und einen Kondensator einbauen, sonst zerrt das.<<
Also DI-Box und co?

Morgensonne

März 1, 2018

Höchste Zeit, mal Andreas allmorgentlichen Körper-Begrüßungs-Cocktail vorzustellen:
geriebener Ingwer wird mit heißem Wasser aufgegossen, dann kommt der Saft einer halben Zitrone, ein Schuss Apfelessig und etwas Honig in den Tee

Tut gut!

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Stabilität

Februar 5, 2018
Das gefällt mir gut, wenn für den Frankreich-Ausflug kurzerhand der eigene Name angeglichen wird, in Paris selbst neben dem Hoteleingang ein perfekter Croissant-Bäcker wartet und die Reiselektüre mir den L’Arc de Triomphe in einem größeren Zusammenhang* schmackhaft macht. Leider gibt es für die Tourismusabteilung kein Zeitfenster, dafür im Venue neue DIY Erkenntnisse:
1. Sollte die Kickdrum trotz funktionierender Spikes permanent wegrutschen, Festkleben auch nicht weiterhelfen, dann wird einfach und pragmatisch eine schwere Monitorbox vor die Kick gewuchtet (Bassdrum-Woofer?)
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2. Um den Meinl Waterfall zum kürzeren Backbeat-Sound zu transformieren packe ich ihn in einen kleinen Wäschesack.

 * aus Joachim Meyerhoff „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ Seite 234f
>>…erzählte mir Hanna von einem Brief, den Heinrich von Kleist an seine Verlobte Wilhelmine geschrieben hatte. Ein Torbogen, so Kleist, sei ein Symbol des Trostes. Hanna schwärmte: »Er fragt in dem Brief, warum das Gewölbe nicht einfach zusammenbricht, und kommt zu dem sensationellen Schluss, dass es das nicht kann, weil alle Steine auf einmal einstürzen wollen. Das ist doch unglaublich! Er zieht daraus einen, wie er sagt, unbeschreiblich erquickenden Trost, da auch er sich auf diese Weise halten könne, wenn alles ihn sinken lässt.« […] »Das ist doch eine ungeheuerliche These. Das würde ja bedeuten, dass alles Traditionen, alle kulturell tradierten Sicherheitssysteme null und nichtig sind. Stabilität durch Instabilität. Sich fallen zu lassen kann demnach zum Verharren über dem Abgrund führen. Also, für mich klingt das verführerisch. Nur allein sollte man halt nicht sein.«<<

Reise-Chimes

Januar 29, 2018

Am Samstag war ich seit langem mal wieder im Theater. Arthur Millers Hexenjagd stand auf dem Programm. Und da ich mit leichten Gepäck reisen wollte, aber eine Szene (bzw. der tolle Soundtrack von Jo Bartmes) auch einen hochfrequenten Glöckchenklang verlangte, suchte ich nach einer Lösung, die meinen Schlüsselbund – der ja eh immer mit dabei ist – einbinden würde.
Letztlich reichten zwei (herausgelöste Bar-) Chimes und ein kleines Kettchen um einen nicen Soundeffekt zu erzielen.

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Klar, dass diese Frequenzen dann auch am darauffolgenden Tag gerne eingesetzt werden würden. Passte hervorragend zum ACR Ambient-Set in Rüsselsheim.

IMG_1316.JPG… leider kein Botero in der Opel-Stadt.

So – jetzt klingele ich noch ein wenig zum beatfreien Solo-Album von Hiatus Kaiyote Frontfrau Nai Palm und freue mich auf morgen.

Magnetismus

Januar 24, 2018

Wollte nur mal kurz vermelden, dass die Meinl Becken Magnete (Cymbal Tuners) sich auch hervorragend zum flexiblen Dämpfen einer Vintage Kick (mit Metallspannreifen) eigenenIMG_1291.png: