Archive for the ‘Drum’N Bass’ Category

Rave On!

Februar 22, 2016

Über den Soundtrack zur Steuererklärung mache ich mir keine Sorge, die 30GB Kassettenmaterial sollten reichen…

>>This rave tape archive, collected by London’s Stamina MC, has everything you need to hyper-agitate those early ’90s rave and jungle urges. Dive into more than 100 archived mixes and let that sweet cassette nostalgia take you away. Kick back and have a listen while you read relevant ‘zines—and if hardcore is too happy for you, here’s a 30gb collection of noise tapes.<< [via electronic beats]

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Das wird eine spannende Zeitreise!

Tourgespräche

Februar 2, 2016

Markus Vieweg ist eigentlich Bassist (der Band Glasperlenspiel), aber auch ein Internet-afiner Mensch. So er hat er mit den von Apple bereitgestellten Tools ein von der Kritik gefeiertes Bass-e-Book veröffentlicht und mit seinem Blog „Tourgespräche“ eine Alternative zum klassischen Musikerinterview geschaffen. Gut vorbereitet und mit viel Zeit finden Unterhaltungen – vornehmlich mit Akteuren aus der zweiten Reihe des Showgeschäfts – jenseits der Langeweile längst bekannter Eckdaten und Fakten statt und werden zu einem anderthalbstündigen Podcast zusammengeschnitten.

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Wir trafen uns neulich zwischen Soundcheck und Festivalauftritt in meinem Mainzer Hotelzimmer und sprachen bei Kaffee und Kuchen über:

FOH, Mad ProfessorHeimstudioKompressormaske, Squarepusher, Bedroomproducer bzw. Zufall als neue Bestimmung, Jojo MayerVom Zitat zum Ich, Zuspieler, der „Sack um die Snare“, Echodrums, Solo-Performancesimulierter Aux-SendReverb Shots, Laurenz Theinerts Visual Piano zu meinen Organic Electro Beats 2003, Bandmensch, Rubo(W)ölpl aka (W), Aufwand und Slayer-Set auf der IAAB-Keeper/BeatSeeker, >>Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile<<, selbstgebaute „Playstation“, Cover-Mukke, das persönliche innere Tempo, Interaktion dank Blog, Lesen, Cafè, Tour Catering, Netzer, nur einmal laufen!Fragebogen aus den Tagebüchern von Max Frisch

… und dabei hat mich einiges „umgehauen“…

 

 

SWAG-Drumming: HipHop-Grooves im Inbetween Feel

Mai 12, 2015

Drummer Jan „Stix“ Pfennig haut mich immer wieder um. Auch er hat sich der Schlagzeug-Ästhetik der elektronischen Genres verschrieben und überträgt die in der Regel gebastelten Beats mit einer faszinierenden Spieltechnik auf das akustische Set.

Als ich Herrn Pfennig das letzte mal live erlebete, spielte er mit der Combo „Human Sampler“ ein hochenergetisches Drum’N Bass Konzert im Berliner Akut. Seine Hiphop Phase – er ist u.a. der Drummer von SIDO – habe ich bisher (leider) nur medial verfolgen können. Insofern freue ich mich sehr, dass Jan zu dieser Stilrichtung (zusammen mit Jacob Przemus) ein Lehrbuch geschrieben hat.

Herausgekommen (im AMA-Verlag) ist dabei ein kompaktes, sehr stringentes Büchlein, mit wenig Text – dieser dafür total auf dem Punkt – und vielen, sich im Schwierigkeitsgrad langsam steigernden Übungen.
„Swag Drumming“ beschäftigt sich hauptsächlich mit dem „Inbetween-Feel„, jener abgehangenen Shuffle-Variante, die irgendwo zwischen binär und ternär eiert. Die Autoren weisen dem „Dazwischen“ mit Hilfe der Quintolen (bzw. der auf 60% Shuffle-Grad eingestellten Rhythmusmaschine) einen klar definierten, dadurch notierbaren Platz zu.
[Plötzlich macht es „klick“ bei mir und die bisher strikt gemiedene Quintole erstmals musikalischen Sinn.]
Zum besseren Verständnis dieses ungewohnten Quantisierungsrasters hilft die mitgelieferte Hörbeispiel-CD.

Um den noch „betrunkeneren“ Ausprägungen dieser HipHop-Spielart beizukommen, widmet sich ein Teil des Werkes den Flam-Beats. Dabei werden die Vorschläge auf zwei Instrumente (Hihat+Snare oder Hihat+Kick) verteilt. Je nach Versatz (klassischer Flam, oder Back-Flam aka Malf) ensteht der Charakter des Grooves.

Schließlich gibt es noch kreative Anmerkungen zur Klanggestaltung (Instrumenten-Wahl, Präparation, Schlagtechnik, Layer-Sounds)

Mit den Worten „eine ganz Runde Sache“ lässt sich bei derartig eierndem Inhalt eigentlich kein Fazit ziehen, also vergebe ich alle möglichen Sterne für ein sagenhaftes Lehrbuch!

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PS. >>Swag, von englisch to swagger […], steht in der Jugendsprache für eine beneidenswerte, […] charismatisch-positive Ausstrahlung<<
PPS. Jan swaggert jeden Dienstag Abend im Badehaus Szimpla in Berlin

Nate Wood

Oktober 29, 2013

Auf Nate Wood wurde ich aufmerksam, weil er einen Knower Gig trommeln wird, den entscheidenden Link jedoch hat mir Sebastian Merk geschickt. Bass und Schlagzeug in Personalunion ist ja eines meiner Lieblingsthemen. Habe diesbezüglich auch schon diverse elektronische Ansätze asugecheckt (303, Sidechain, Hitswitch, Trigger, Wobble), aber ein von der linken Hand getappter E-Bass fehlt noch in der Sammlung!

Tatsächlich gefällt mir die komplette „Kneebody“ Formation NOCH besser…

Zeitgemäße Alleinunterhaltung

Juli 19, 2012

Hardcore Continuum und 5th World Music

Juni 10, 2011

>>[…] Hardcore Continuum. Mit diesem Begriff bezeichnet der Journalist Simon Reynolds den langen Fluss von untereinander verwandten und sich ablösenden Musikstilen, die seit Ende der Achtziger in der Folge des Britischen Rave aufkamen, vor allem in Gegenden Englands mit vielen Einwanderen aus der Karibik. Er beschreibt den langen Weg von Jungle über Grime und Dubstep zum Juke. Letzterer kommt zwar als Underground-Variante des House aus Chicago, aber: so what?. Globale Zeiten.<<
Klaus Walter im Spex #333 in einer Rezension von Africa Hitech „93 Millions“

>>[…] „Fifth World Music„. So nennt der Blogger Kid Shirt die postgeografischen und posthistorischen Superhybriden der iPod-Ära, in der das gesamte Musikarchiv des Planeten nur einen Mausclick voneinander entfernt ist. Der Begriff erweitert die Idee der „Fourth World Music„, die der Jazztrompeter Jon Hassell in den Achtzigern für die Verflechtung von uralten Ritualen und hochmodernen Technologien formuliert hat, wie sie etwa David Byrne praktiziert hat. Vorbei hingegen ist die Idee einer Weltmusik, die „bedrohte Arten“ aus der sogenannten Dritten Welt in die Konzertsäle der Ersten Welt bringt und dort bewahren möchte. Das damals geforderte „planetare Bewusstsein“ durch musikalische Gemeinsamkeiten hat sich erübrigt, seit das Internet zur Botschaft geworden ist.<<
Uh-Young Kim in der taz

getretene Hihats & Scratchgrooves

Mai 17, 2011

Habe mich gerade gemütlich durch die drei Trio Elf Alben gehört und finde, dass Gerwin Eisenhauer einen ganz eigenen Trommelstil hat. Akustisch, mit starken Drum ‚N Bass Einfluss. Mit vornehmlich in schnellen Achteln getretener Hihat*, zwei Snaredrums und äusserst charmanten Scratch-Grooves. Toll!

Zum tieferen Einstieg habe ich mir gleich mal sein Lehrbuch (Welcome to the Jungle) bestellt und verweise auf seine Clubgrooves Workshops in der Drumheads!!

*diesbezüglich könnte ich auch mal wieder Sven Kacireks Drum and Bass Buch aus dem Regal ziehen.

Amen

Februar 17, 2011

Der „Amen“ Break geht immer. Und so erfahre ich heute im Online-Spiegel (Vier Takte für die Ewigkeit) was ein „chaser“ ist und dass der Drummer Gregory C. Coleman als Obdachloser gestorben ist.

Ich lade mir Nate Harrisons Amen-Doku (siehe unten) herunter, wandle den Film in bloßes Audio und werde mir mit dem so geschaffenen Hörbuch morgen die Fahrt vertreiben.

Schliesslich noch zwei Titellisten zur Zweitverwertung von „Amen, Brother“: who sampled who und Rap Sample FAQ

Reese Bass

Januar 12, 2011

In Bezug auf den Wobble Bass Eintrag darf die Reese Bass Geschichte nicht fehlen:
Was später (neben runtergestimmten 808 Kicks) zum Signatur-Fundament von Drum ’n Bass wurde, geht zurück auf Kevin Saunderson und sein „Reese“ Projekt. Das ist klassischer Detroit Techno der späten 80er Jahre.
Die Reese Bassline ist erstmals auf dem Track „Just Want Another Chance“ (1988) zuhören und kommt laut Internet -jaja:

>>Wissenswertes aus zweiter Hand, Informationen aus dem Internet.<< Moritz von Uslar

aus dem schicken Korg Polysix Synthesizer als Summe mehrerer >>‘clashing‘ sawtooth waves<<.

Wow, mein Alleinunterhalter-Bass-Baukasten wächst: Acid, Boom, Reese & Wobble

RUFFM

Juni 7, 2009

Wieder ’ne neue Lieblingssendung bei Radio-X, diesmal ist es die samstägliche Drum ‚N Bass Stunde von RUFFM.