Archive for the ‘Abuse’ Category

Die 2nd Hand Jukebox erzählt wieder mal

September 7, 2016

War mal wieder ’ne folgenreiche Stippvisite bei Oxfam: Auf „The Magazine“ (1984) von Rickie Lee Jones finde ich diverse Gadd– und Pocaro-Perlen, das Kinderbuch „Herr Novak und die Mausfrau“ von Stefan Slupetzky ist für Erwachsene eigentlich noch geeigneter. Und den „alten“ kleinen Prinzen aus dem Jahr 1962 habe ich eigentlich nur wegen der Grenzüberschreitung mitgenommen. (Denn die eingedruckte Regel lautet: DIESES BUCH DARF NICHT NACH DEUTSCHLAND AUSGEFÜHRT WERDEN)

unendlich originell

Februar 10, 2016

>>Nehmt eine Zeitung.
Nehmt Scheren.
Wählt in dieser Zeitung einen
Artikel von der Länge aus, die
Ihr Eurem Gedicht zu geben
Beabsichtigt.
Schneidet den Artikel aus.
Schneidet dann sorgfältig jedes
Wort dieses Artikels aus und gebt
Sie in eine Tüte.
Schüttelt leicht.
Nehmt dann einen Schnipsel nach
Dem anderen heraus.
Schreibt gewissenhaft ab.
In der Reihenfolge, in der sie aus
der Tüte gekommen sind.
Das Gedicht wird Euch ähneln.
Und damit seid Ihr ein unendlich
Origineller Schriftsteller mit einer
charmanten, wenn auch von den
Leuten unverstandenen Sensibilität.<<
Tristan Tzara (1896–1963)

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Alaska. Ich suche mir also in dieser Zeitung hier = e-beats.net Blog mal einen kurzen Text raus, tippe nach diesem Rezept die einzelnen Wörter untereinander in eine Spalte einer Exceltabelle und kopiere in zwei weiteren Spalten die erwähnten Formeln.
Aha. Der Zufall komponiert mir folgendes Gedicht:

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Als nächstes ersetzen wir selbstverständlich die Wörter „Zeitung“, „Gedicht“, „abschreiben“ und „Schriftsteller“ durch: „Tonträger“, „Track“, „basteln“, „Komponist“ und wildern gespannt im klanglichen Bereich.

alles anders, auch toll!

August 22, 2015

Im Urlaub war alles anders. Anstatt Musik: gute Luft, vielfältige Wasserkontakte, Langschlafphasen.
Selbst Blasmusikpop war ein (sehr unterhaltsames) Buch, das einzige TAMA weit und breit ein Segelboot und als ich dann tatsächlich einmal eindeutigen Soundcheck-Klängen vernahm und diesen neugierig hinterherlief, kümmerte sich ein Beatboxer um den Rhythmus der Rider’s Connection

Allein die Fahne des Minimalismus wurde kräftig hochgehalten und der Familien-Camping-Ausflug mit nur einem Messer angegangen. (Im Verlauf der Reise habe ich noch die multifunktionale Seite des Beachball-Sets schätzen gelernt.)

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Also. Im Urlaub war alles anders, aber auch ganz schön toll!

PS. Drei Highlights: Ziegenhof Berlin, abendliches Longboarden mit Levi auf dem Tempelhofer Feld, Rudern mit Ruhe

weg vom Schreiben, hin zur Verteilung

November 20, 2012

Kenneth Goldsmith sagt (im De-Bug 167 auf Seite 19):

>>Ich bin Lehrer für unkreatives Schreiben. Wir versuchen wie Maschinen zu schreiben, wie ein Roboter. […]

Die Studenten müssen lernen zu kopieren. Natürlich nur mit dem Computer, ein Stift ist viel zu expressiv und persönlich. Mich interessiert die Code-ness des Computers. Zum Beispiel gebe ich ihnen auf, einen Radiobeitrag zu transkribieren, der sollte so langweilig sein wie möglich. Das Tolle ist ja, dass zwei Leute nie dieselben Ergebnisse liefern. Wenn ein Mensch eine Pause macht, setzen einige ein Komma, andere einen langen Gedankenstrich oder machen einen Absatz. Manche lassen die „ääähhs“ und „ooohs“ drin, andere weg. Am Ende hast du 15 unterschiedliche Ideen von einem Text.
Ansonsten müssen sie lernen, die Emotionen anderer Mensche als die ihren auszugeben und diese auch zu verteidigen. Verkaufe Liebesbriefe anderer Leute als deine eigenen. Lügen, Stehlen, Betrügen […]

Die Studenten wissen immer recht schnell, wie das alles geht, denn sie machen eh nichts anderes. Aber sie denken nicht darüber nach. Es geht ja um das Bewusstsein des Plagiats als Akt. […]

Die Dinge, die ich oder meine Studenten schreiben, sollte man besser nicht lesen. Es sind die schrecklichsten Bücher dieser Welt. Aber es ist gut, über sie zu sprechen. […] Ich interessiere mich für die Ideen hinter Büchern. Die Energie oder auch den Gossip, der um es herumschwirrt. Heute geht es darum, Informationen zu verschieben, eine neue Bedingung der Digitalkultur, der sich die Literatur auch stellen muss. Wir bewegen uns vom Schreiben weg, hin zur Verteilung: Die Kultur des Re-Tweeting, Re-Blogging, Re-Posting, Re-Mixing. Writing? Fuck writing, it’s over.<<

 

Schusswaffen zu Instrumenten

Oktober 17, 2012

Der Künstler Pedro Reyes hat für sein Projekt „Imagine“ illegale Waffen aus dem mexikanischen Drogenkrieg eingesammelt und zu 50 Musikinstrumenten umbauen lassen.

 

 

ein altes ästhetisches Prinzip

Juli 24, 2012

Im taz Artikel über Tony Iommi (Black Sabbath) erfahre ich, dass sich ein talentierter Gitarrist nach einem Arbeitsunfall sich eine neue, weniger schmerzende Spielweise (gelockerter Saitendruck) aneignen musste, die letztlich zum traditionsbildenden Sound (tiefere Gitarrenstimmung) eines neuen Genres geführt hat.

>>Und so offenbart sich auch bei der Genese des Heavy Metal ein altes ästhetisches Prinzip. Erst die Deformation, der unkalkulierte Bruch der Konvention, zeitigt einen ernst zu nehmenden Individuationsgewinn. Und der wird mitunter zum Impulsgeber der Innovation<<

!

Juni 26, 2012

Line Selector als Micro-Mischpult

März 15, 2012

Aha, es geht also doch, den Boss LS-2 als 2-Kanal-Mischer zu verwenden.

Die Klinke meines „Kanal 1“ kommt in RETURN A, die Klinke von „Kanal 2“ in RETURN B. Mit den beiden LEVEL Potis kann ich die Lautsärkenbalance regeln. Im Mode ->A+B MIX->BBYPASS-> sind beide Känale gleichzeitig zu hören (also gemischt), im  MODE A<->B wird mein Fußschalter-Druck zum schnellen Crosssfader, der mal den einen, mal den anderen Kanal via OUTPUT nach draußen schickt.

Damit das Gerät überhaupt funktioniert muss nur noch ein „stummes“ Kabel in den Input gesteckt werden.

Gut, wenn es sich falsch anhört

Dezember 30, 2011

Allein diese Überschrift, wäre Grund genug für einen Blogbeitrag. Wenn ich im weiteren Verlauf des Juke-Artikels folgende Zeilen lese, wird mit 160 Anschlägen pro Minute getippt.

>>Über ein Rhythmusgerüst aus alten Roland-Drumcomputern legt sich ein gelooptes Gesangssample, das zerhäckselt, gepitcht und geloopt wird. Diese Monotonie ist Programm – in seiner Heimatstadt Chicago ist Juke strikt funktionale Tanzmusik.<<

4 Wheel Drums

Dezember 20, 2011

Der Onkel erklärt den sehr uniquen Setaufbau seines individuellen Hybrids aus vertrauten Schlagzeugteilen, Perkussionsinstrumenten und Elektronik. Für mich das tollste Detail: die Burg ist rollbar!