Archive for the ‘Improvisation’ Category

Plas ma!

Juni 7, 2017

>>Jede Musik hat andere Aggregatzustände. Jazz etwa ist vergleichbar mit Plasma, enthält also sowohl geladene als auch neutrale Teilchen. Um zu improvisieren, benötigt man mit vorgefertigten Codes geladene Klänge und neue, spontan erschaffene Sounds.<<

So beginnt der lesenswerte taz Artikel von Philipp Rhensius über das diesjährige Moers-Festival

Kombizange, Tannenzapfen & angenehm volle Ohren

Mai 11, 2017

Vier Tage Berlin und ich muss erstmal aufstehen und mich sammeln – so ’ne Inspirationslawine hat ordentlich Impact…

1) X-Jazz: ich hörte Prommer und entdeckte Jeannel. Und der Fink-Drummer hat eine interessante Beckenauflage von Keplinger.

2) meine SYN/CUSSION Highlights:
– Katharina Ernst behängt ihren Gong mit Schrauben; sie trommelt beindruckende polyrhythmische Kombinationen.
Martin Brandlmayr spielt fantastisch, auch mit Crotales und Murmeln auf der Snare. Grandios auch sein gehauchter Kickdrumsound, als wäre ein dezenter Bassist zugegen.
Sein Counterpart war der „Automat“, ein vom Computer (und Nicholas Bussmann) gesteuerter, präparierter Flügel. Als nächstes höre ich mir Martins Band Radian an…

– Tannenzapfen (Nadeln und Blech) auf der Basstrommel (bei Lê Quan Ninh).
John McEntire und Sam Prekop, der Wellnessbereich (Meer und Kuchen) des Festivals,
– die DJ-Einsprengsel von Natalia Eskobar, ihre Sets gefallen mir auch sehr.
– Morton J. Olsen hatte eine rotierbare Bassdrum dabei (auch ein präpariertes Vibraphon und drei schicke Drumsynths: Mbase, Kick Lancet und Coron Drum Synthe) – auf der anderen Seite loopte und feedbackte Marta Zapparoli mit diversen Bandmaschinen.

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– auch wenn sie als Duo nicht „miteinander“ überzeugten, bin ich nach wie vor großer Fan von Jan Jelinek und begeistert das mit 73 Jahren noch elegant (Anzug) und frei trommeln kann. Hut ab, Mr. Sven-Åke Johansson!
– Danke Paul Lovens für die Kombizange in der Stocktaschen und den ansteckenden Humor. Der EMS Synthi A ist auch mächtig!

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–  Die >>tanzbaren wie rebellischen DJ-Sets<< von Annika Henderson, waren genau so. Gut.
Ein ausführlicher Bericht SYN/CUSSIO – ein Drumfestival ohne Backbeat wird noch in drums&percussion erscheinen.

3) Schließlich war ich auch noch beim Drumtrainer und bei Teile-Elektronik (für einen weiteren Echo-Feinschliff) – dort empfahl man mir KUF (mit Hendrik Havekost hinterm Set), einfach so.

sich beim Leben bedanken

Dezember 27, 2016

Perfektes Gegengewicht zu den vielen musikalischen Verlusten des Jahres 2016:
In der Arte Doku über Wayne Shorter („Jazzlegende Wayne Shorter“) steckt so viel Positives, so viel Weisheit und Musikalität drin!
Sie ist noch bis zum 13.1.17 online anschaubar.

Ich hatte immer wieder diese Wayne Shorter Momente, wo er mich so ergriffen hat, dass seine Musik in Dauerschleife laufen musste: Ob das „Nefertiti“ war oder „Infant Eyes„, die hoch emotionale Duo Platte mit Herbie Hancock oder die komplette Weather Report Box. Diese 53 Minuten Film gehören definitiv auch dazu! So dass ich kurz davor bin, die ganzen Weisheiten zu transkribieren. Die passenden Überschriften hätte ich schon:

freies Improvisieren, Potential, Risiko, Demut, der musikalische Urzustand „Zero Gravity“, Verlust, Tod & Tragödie, das Kind auf die Schulter setzen, „putting water in the chord“, schweben, not only music – something else, das Mysterium erhalten, der Fehler als Anfang, sich überraschen, Mut, „das Unbekannte kann man nicht proben“, Phantasie, Schwerelosigkeit, die Geschichte gemeinsam schreiben UND erzählen

PS. ganz profan und Blog bezogen, können wir zudem ab 30.12′ Brian Blade beim Stimmen zuschauen

 

Who is Chris Scholar

Dezember 19, 2016

Das Trio des Schlagzeugers Jaimeo Brown hat mich auf der Jazz Ahead 2013 beeindruckt, da wurde freie Improvisation mit einem (oldschool Roland) Mehrspur Playback interessant kombiniert. Sein Album „Work Song“ war eines der Highlights 2016.

Erst jetzt habe ich über dieses Interview gecheckt, dass es sich beim Playbackmaster und Gitarristen um Chris Scholar – Bruder von Kelvin (mit ihm und Christian Prommer hatte ich mal einen Drumlessons Gig in Mazedonien gespielt) – handelt. Die Neugierde ist geweckt und ich werde mittels „Who is Chris Scholar“ (free Mixtape) und „Moved to LA“ mal tiefer in die Materie eindringen.

Und anschließend werde ich wohl doch auch noch in die neue A Tribe Called Quest Platte reinhören.

getan, gesagt

Dezember 9, 2016

Was ich (u.a.) am Musikmachen liebe, ist die Herausforderung, im Moment zu reagieren, zu interagieren und aus dem Stand heraus eine klare Aussage formulieren zu müssen (und stehen zu lassen): also, getan, gesagt!

Auch im Alltag flitzen mir häufig Assoziationen und mögliche Geschichten durch den Kopf, die ich wenn möglich immer direkt für einen Blogbeitrag zuschneide. Doch im Gegensatz zum Musikmachen bin ich beim Schreiben alles andere als ein „first take“ Kandidat: über mehrere Tage hinweg, wird das ein oder ein Thema korrigiert und verbessert, gedreht und gewendet, bis ich es endlich loslassen und in der Datenbank parken kann.

Erkenntnis: nicht alles muss auf Knopfdruck funktionieren, auch die (Zwangs)pause hat was – denn Geduld kann man ich nicht zuviel üben – und perfekt muss/kann/darf wohl nicht alles sein.

lifting a sound from one context and placing it in another

November 30, 2016

Hier schreibt Tim Exile von seiner musikalischen Vision. Es geht um Sampling, Echzeitkomposition, sowie das technische Umfeld, mit dessen Hilfe sich die beiden Parameter in Gedankenschnelle verbinden lassen.
Exiles Ziel ist es, Live-Sampling wie ein herkömmliches Instrument spielen zu können. Damit ein Fluss zu erzeugen und dennoch blitzschnell reagieren zu können. Beispielsweise so wie der Komponist Angelo Badalamenti seinerzeit zum „Laura Palmer Theme“, zur Blaupause der „Twin Peaks“ Filmmusik fand:
Der neben ihm sitzende David Lynch beschreibt knapp das Setting, Badalamenti beginnt zu improvisieren und passt die musikalische Entwicklung fortlaufend den Anmerkungen des Regisseurs an.

zurück im Kassettenfach

September 10, 2016

Bin zurück im Kassettenfach und freue mich auf kreatives Verbiegen, oldschool Sampling, einen Hauch von Nostalgie…

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und den „Ghost in the Machine“!

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Die Klangkostprobe gibt es dann am 29.10. auf dem Frankfurter Jazzfest.

Frankfurt Organic Electro Experience + special guest Bodo Kirchhoff

Juli 1, 2016

>>…so wie ich das Gefühl des Recorders unter meinen Fingern genoß. Die Musik war bei mir!<<

Das Zitat aus Bodo Kirchhoffs „Mexikanische Novelle“ wird zum Programm: Auf dem 47. Deutschen Jazzfest in Frankfurt werden wir – Sebastian Studnitzky, Johannes Brecht, Oliver Leicht (et moi) – am Samstag, den 29.10.2016 dank eines „Recorders“ die Sprache des Herrn Kirchhoff in die Musik transferieren.

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die Antwort im Kopf

April 5, 2016

Ich mag Bugge, ich mag Henrik und ich liebe improvisierte Duos!

The Flow Machine

Februar 24, 2016

Tim Exile interessiert sich für das elektronische Instrument, mit dem man improvisieren kann, ohne dabei von >>screens and timelines<< eingeschränkt zu sein. Dabei ist seine Flow Machine entstanden:

Mittlerweile ist die Flow Machine MKII in der Mache, die er bis zur Jahreshälfte bühnereif programmiert haben will. Yo!